Auswirkungen von übermäßigem Computerspielen und Tipps zum verantwortungsbewussten Umgang

Schüchternder Computerfreak mit kaputter Brille sitzt an seiner Tastatur

Das Computerspielen ist besonders im Kindes- und Jugendalter sehr beliebt - Eltern sollten dabei auf einen maßvollen Umgang achten und eine mögliche Spielsucht verhindern

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  • von Paradisi-Redaktion

Computerspiele sind heutzutage ein fester Bestandteil der Freizeitgestaltung. Kritiker sprechen jedoch von negativen Auswirkungen durch übermäßiges Computerspielen. Eltern sollten auf einen Umgang achten und ebenso darauf, was deren Nachwuchs spielt. Wichtig sind somit feste Spielzeiten, altersgerechte Inhalte und zudem eine kindersichere Gestaltung des Internets. Lesen Sie über die Auswirkungen von übermäßigem Computerspielen und informieren Sie sich über Möglichkeiten, Ihrem Nachwuchs einen verantwortungsbewussten Umgang zu vermitteln.

Immer mehr Haushalte verfügen über mindestens einen Computer. Die PCs lassen sich sowohl zum Arbeiten als auch zur Freizeitgestaltung verwenden.

Vor allem Kinder und Jugendliche nutzen die Rechner gerne, um damit Computerspiele zu spielen und verbringen häufig viel Zeit damit.

Games: Liebste Freizeitbeschäftigung junger Männer

Mann in blauem Shirt spielt ein Strategiespiel auf einer Konsole
Man playing a computer games © Iryna Tiumentseva - www.fotolia.de

Das Statistische Bundesamtes in Wiesbaden hat bekanntgegeben, dass junge Männer im Alter von 15 -17 Jahren täglich knapp 1,5 Stunden am Computer verbringen. Davon beschäftigen sie sich etwa eine Stunde mit Computerspielen.

Die Altersgruppe der 10- bis 14-Jährigen verbringt schon eine Stunde der Freizeit am Computer. Mädchen beider Altersgruppen sitzen rund eine halbe Stunde weniger vor dem PC. Je älter die Menschen werden, desto weniger nutzen sie den Computer als eine Freizeitmöglichkeit.

Mädchen mögen Baller- und Actionspiele ebenso wie Jungen

Junger Mann mit Jeanshemd und Nerdbrille beim Zocken am Gamecontroller, abstrakter Hintergrund
Nerdy gamer with controller © lassedesignen - www.fotolia.de

Baller- und Actionspiele sind bei Mädchen zwischen zwölf und 14 Jahren genauso beliebt wie bei Jungen gleichen Alters. Dies ist das Ergebnis einer Studie aus den USA, für die insgesamt 1.200 Mädchen befragt wurden.

In der Beliebtheitsskala wurde das Spiel "GTA" auf Platz zwei eingestuft, das viel Brutalität aufweist. Allerdings belegt die Studie auch, dass die Spiele keinen starken Einfluss auf die Spieler haben.

Man müsse nicht fragen, ob die Spiele Gewalt fördern, sondern welche Spiele sich wie auf verschiedene Kinder auswirken.

Über ein Drittel der Deutschen spielt gerne am Computer

Auch wenn 35 Prozent der deutschen Bundesbürger Spaß an digitalen Spielen haben, muss Konsolenhersteller Sony einen Verlust von 3,3 Milliarden Dollar hinnehmen und auch Microsoft klagt über eine schlechte Geschäftsentwicklung.

Man vermutet, dass die hohen Preise der Spielkonsolen Grund für den Milliardenverlust seien. Einen neuen Trend setzen, egal in welchem Alter, die kostenfreien Spiele wie "Tetris" oder auch "Moorhuhn". Nach einer durchgeführten ISOS-Studie konnte belegt werden, dass ein Viertel der Deutschen regelmäßig seine Zeit mit Computerspielen verbringt.

Es konnte auch nachgewiesen werden, dass Männer und Frauen unterschiedliche Gründe haben, warum sie spielen. Männer spielen, weil sie sich mit anderen messen wollen, während Frauen spielen, um sich auf schwere Aufgaben vorzubereiten.

Welche Computerspiele sind bei Frauen und Männern beliebt

Computerspiele: Frauen bevorzugen Denksport, Männer eher Action

Junges Paar spielt mit der Spielkonsole
domestic life © diego cervo - www.fotolia.de

Welche Spiele am Computer sind bei Frauen und bei Männerb beliebt? Eine Studie von Today's Gamers, bei der 13.000 Personen aus verschiedenen Ländern wie den Niederlanden, Frankreich, Deutschland, Belgien und den USA, befragt wurden, hat ergeben, dass Frauen wie Männer fast gleichermaßen am PC spielen.

Bei den Männern liegt der Prozentsatz bei 67, bei den Frauen bei 63 Prozent, aber bei den Portalen für Spiele sind die Frauen im Internet öfters vertreten. Die meisten Spieler nutzen die klassischen PC-Spiele, danach kommen die sogenannten Konsolespiele und schließlich diejenigen, die über das Internet und die Portale gehen.

Bevorzugte Genres

Die Favoriten sind dabei zwischen den weiblichen und männlichen Spielern äußerst verschieden, so lieben die Frauen mehr Denksportspiele, Puzzles und Mahjong, bei den Männern stehen mehr Action und Gewinnspiele im Vordergrund.

Ein Rückschluss auf den sozialen Status zeigt, dass es sich bei den weiblichen Spielerinnen nicht um solche handelt, die wenig Einkommen haben oder auch alleinstehend sind; vielmehr sind sie oft gebildet und auch in höheren Positionen tätig.

Frauen verbringen mehr Zeit mit zocken als Männer

Zwei Freundinnen mit Controllern spielen Videospiel
videospiele spielen © Kaarsten - www.fotolia.de

Wer denkt, Frauen und Computerspiele seien keine allzu häufige Kombination, der irrt und zwar gründlich. Denn es sind jeweils fünfzig Prozent der Männer, und auch der Frauen, die regelmäßig an PCs und Konsolen zocken.

Doch während bei der Frage, ob überhaupt gespielt wird, noch Gleichstand besteht, gewinnen Frauen sogar, wenn es darum geht, wie lange gespielt wird. Der Zeitung Daily Mail aus Großbritannien zufolge spielen Männer rund 22,3 Prozent der Zeit, die sie online verbringen, während Frauen sogar 23,2 Prozent der Zeit online spielen.

Frauen und Männer spielen allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen. Erstere wollen eher Stress und angestaute Wut loswerden, während es bei den Männern eher um den spielerischen Kampf und das Gewinnen geht.

Computerspiele werden hierzulande zunehmend beliebter

Passend zur Gamescom 2012 hat der südkoreanische Unterhaltungsriese LG Electronics das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid mit einer Studie beauftragt, welche herausfinden soll, wie Interessenten und Kunden zum Thema Computerspiele stehen. Das Ergebnis war verblüffend, da sogar keine Zocker-Fans den Computerspielen Positives abgewinnen konnten.

Zum einen wird durch das Spielen das logische Denken trainiert, die Reaktionsgeschwindigkeit verbessert und die eigene Koordination optimiert. Besonders bei den jungen Gamern wurde das Medium Fernsehen durch den Computer ersetzt, sodass jeder Dritte zwischen 15 und 29 Jahren regelmäßig Computerspiele spielt. Während der PC mit 76 Prozent das beliebteste Medium zum Zocken ist, folgt an zweiter Stelle die Konsole Playstation mit 29 Prozent.

Bei der Sorte von Spielen stehen die Strategiespiele auf der Beliebtheitsskala mit 56 Prozent ganz oben, gefolgt von den klassischen Partyspielen mit 39 Prozent.

Forsa-Studie: Menschen mit höherer Bildung spielen öfter am Computer

Tobias Arns ist bei der Computerinteressengemeinschaft Bitkom Experte für PC-Spiele. Er stellte kürzlich eine Studie vor, mit der Bitkom das Meinungsforschungsinstitut Forsa beauftragt hatte.

Die Ergebnisse stellten Arns zufrieden. Er sagte, die Annahme, dass Menschen, die ihre Freizeit mit Computerspielen verbringen, meist männlich und wenig gebildet sind, sei grundverkehrt. Forsa habe nämlich in seiner repräsentativen Umfrage herausfinden können, dass nur 26 Prozent der Menschen mit Hauptschulabschluss sich sehr oft mit PC-Spielen beschäftigen. Bei den Realschülern seien es schon 32 Prozent und bei den Abiturienten wären es laut Forsa 36 Prozent.

Auch Frauen spielen immer mehr am PC. Vor vier Jahren gaben das nur 22 Prozent der Frauen zu. In der aktuellen Umfrage waren es schon 28 Prozent.

Neue Bitkom-Studie "Gaming in Deutschland" - beliebteste Gaming-Plattform ist der PC

Computer in einem Internetcafe, Hände sind an den Computermäusen und Tastaturen
Computer Gaming at internet cafe © Mikael Damkier - www.fotolia.de

Die von der Bitkom beauftragte und vom Meinungsforschungsinstitut Aris durchgeführte Studie "Gaming in Deutschland" hat ergeben, dass hierzulande knapp 30 Prozent der Frauen und 42 Prozent der Männer Gamer sind. Während satte 80 Prozent der 14- bis 29-Jährigen regelmäßig spielen beträgt der Anteil der 30- bis 49-Jährigen immer noch 44 Prozent.

Mit zunehmendem Alter verliert sich dann anscheinend die Lust am Spielen, sodass es bei den 50- bis 64-Jährigen nur noch 13 Prozent sind. Mit 76 Prozent der Befragten ist dabei der stationäre Heimcomputer der unangefochtene Spitzenreiter, gefolgt vom Smartphone mit 44 Prozent sowie der Spielekonsole mit 43 Prozent.

Für das regelmäßige Spielen erweist sich auch der Laptop mit 40 Prozent als brauchbares Medium, während die mobile Spielekonsole mit 23 Prozent sowie der Tablet-PC das Schlusslicht bilden. Insgesamt wurden für die Studie knapp 1.500 Menschen ab dem 14. Lebensjahr befragt.

Computerspiele in der Kritik

Mit dem steigenden Konsum wächst aber auch die Besorgnis von Eltern, Lehrern und Wissenschaftlern, dass dieses Hobby negative Auswirkungen haben könnte.

Computerspielsucht

Allein in Deutschland gelten rund 100.000 junge Menschen als computerspielsüchtig. Besonders betroffen davon sind junge Männer, die zwischen 15 und 25 Jahre alt sind. Manche Hirnforscher vertreten die Ansicht, dass der exzessive Gebrauch von Computerspielen zu dem Suchtverhalten führt und sogar Realitätssinnsverlust zur Folge haben kann.

Multiplayer-Games besonders kritisch

Eine hohe Suchtgefahr geht von Multiplayer-Games wie World of Warcraft aus. Diese Games veranlassen den Spieler, immer weiter zu machen, um aufzusteigen und andere Mitspieler zu übertrumpfen.

Es erfolgt kein wirkliches Spielende, sondern der Player soll seine Fähigkeiten und Strategien immer weiter ausbauen und verbessern. Der eigene Spielcharakter steht im Vordergrund, oft sind auch Freunde an den Games beteiligt, so dass ein Ausstieg aus dem Langzeit-Spiel für viele einer Niederlage gleich käme.

Ursachen

Die Ursachen für Computerspielsucht sind ähnlich wie bei einer konventionellen Spielsucht. Meist sind die Betroffenen von

geprägt. Auch schulischer und beruflicher Stress oder Zurückweisung gelten als Faktoren, die Computerspielsucht begünstigen.

Die Computerspiele dienen dazu, vor den Problemen der realen Welt zu flüchten. Im Gegensatz zur wirklichen Welt verfügen die Spieler in der virtuellen Welt über Kontrolle und Selbstwertgefühl. Von anderen Spielern erhalten sie zudem Respekt und Anerkennung, was in der realen Welt nicht der Fall ist.

Merkmale

Zu erkennen ist eine Computerspielsucht durch bestimmte Merkmale. So sind die betroffenen Personen ständig mit dem Spielen von Games beschäftigt und vernachlässigen alles andere.

Da das Zeitgefühl abhanden kommt, leiden auch soziale und geschäftliche Kontakte unter diesem Verhalten. Können die Betroffenen nicht mehr spielen, machen sich Entzugserscheinungen wie

bemerkbar.

Bei Computerspielsüchtigen macht sich oft Desinteresse, unzureichende Körperhygiene sowie Verwarlosu
Bei Computerspielsüchtigen macht sich oft Desinteresse, unzureichende Körperhygiene sowie Verwarlosung bemerkbar

Die Computerspielsucht beginnt oft durch das Spielen einfacher Games am PC, wobei das Verlangen nach und nach steigt. Viele unter Spielsucht Leidende lassen sich besonders schnell ablenken oder sind allgemein labiler.

Es kann soweit gehen, dass ein Gamer die tatsächliche Realität leugnet und sich gleichzeitig von seinem sozialen Umfeld in der Realität löst. Die Computerspiele suggerieren eine andere Welt, die nach eigenem Ermessen gestaltet werden kann.

Weitere Symptome, die auf eine Computerspielsucht hinweisen:

  • Bei Entzug der Games zeigt sich aggressives Verhalten
  • Die Zahl der Freunde in der virtuellen Welt ist höher als in der realen
  • Eingeschränkte Körperhygiene, Desinteresse oder Verwahrlosung
Schleichender Prozess

Eine Spielsucht entsteht nicht schlagartig, sondern beginnt schleichend. Zunächst sind die Games nur ein netter Zeitvertreib, später wächst das Verlangen zu spielen.

Dann entwickelt der Zocker einen wahrhaften Zwang, sich in seine eigene Welt zu flüchten. Durch das Erschaffen von Traumwelten rückt die Realität immer weiter in den Hintergrund; schließlich ist es Spielsüchtigen kaum noch möglich, reale Situationen von virtuellen zu unterscheiden.

Studie - Computerspiele machen grundsätzlich nicht süchtig

Computerspiele können einen positiven Einfluss ausüben

Obere Gesichtshälfte eines jungen Mannes, starrt auf Computerbildschirm
Screen © lassedesignen - www.fotolia.de

Der schlechte Einfluss von Computerspielen oder harter Rockmusik wird in den Medien gerne thematisiert, wenn ein jugendlicher Attentäter ein Massaker angerichtet hat. Er habe sich das zum Vorbild genommen, was er in den Spielen gesehen oder in den Texten gelesen habe.

Eine Studie hat nun aber festgestellt, dass 98,6 Prozent der Computerspiel-Fans vernünftig und verantwortlich mit ihrer Leidenschaft umgehen. Das Hans Bredow Institut für Medienforschung an der Universität Hamburg fand heraus, dass nur 0,9 Prozent als suchtgefährdet und 0,5 Prozent der Spieler als abhängig bezeichnet werden können.

Die Ergebnisse der Studie: Zielgruppen und Risikofaktoren

Die Studienergebnisse erhielt das Institut anhand einer repräsentativen Umfrage. 17 Prozent der Befragten sind extensive Spieler, die durchschnittlich mehr als anderthalb Stunden pro Tag ihrem Hobby frönen. Zu dieser Gruppe gehören hauptsächlich männliche junge Menschen im Alter zwischen 14 und 29 Jahren. Jugendliche, die über kein stabiles soziales Umfeld verfügen und keine Anerkennung durch Familie oder Freunde erhalten, sind besonders für einen unguten Umgang mit Computerspielen gefährdet. Problematisch sei es auch, wenn Freundschaften im Netz Freunde in der realen Welt ersetzen.

Positive Auswirkungen von PC-Spielen

Computerspiele haben dosiert eingesetzt auch einen positiven Einfluss. Sie fördern bei Geschicklichkeitsspielen zum Beispiel die Reaktionsfähigkeit. Komplexe Entscheidungen müssen etwa in Strategiespielen getroffen werden. Für die meisten Computerfreaks ist es jedoch nicht wichtig, bestimmte Kompetenzen zu erlernen. Sie wollen einfach nur Spaß haben.

Computerspielsucht bei Jugendlichen: 2D:4D-Analyse als frühzeitiges Warnsignal

Hand mit grauem Controller einer Spielkonsole vor dem Fernseher
Hand mit Controller © jehuty18 - www.fotolia.de

Untersuchungen zufolge verbringen rund 10 Prozent der deutschen Teenager mehr als 4,5 Stunden pro Tag mit Computerspielen im Internet oder offline. Von diesen zehn Prozent gelten wiederum zwei Prozent als süchtig, während der Rest lediglich gefährdet ist.

Warum manche Teenager süchtig werden und andere nicht, gibt den Wissenschaftlern seit Jahren Rätsel auf. Eine neue Komponente entdeckten nun Forscher der Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Hannover.

Ergebnisse der 2D:4D-Analyse

Basierend auf der 2D:4D-Analyse für Alkoholkranke wurde nun auch bei computerspielsüchtigen Teenagern das Längenverhältnis von Zeigefinger und Ringfinger untersucht.

Ist der Zeigefinger kürzer als der Ringfinger, weist dies auf einen erhöhten Testosteronspiegel während der Schwangerschaft hin, der als Auslöser für Suchtverhalten gilt.

Was bei Alkoholikern bereits erwiesen war, bestätigte sich in dieser Untersuchung nun auch für Computerspielsüchtige: Probanden, die vor der Geburt einem erhöhten Testosteronspiegel ausgesetzt waren, wurden schneller süchtig.

Länge der Finger lässt nicht automatisch auf Sucht schließen

Männer sind dabei weitaus häufiger betroffen als Frauen. Die 2D:4D-Analyse kann nicht nur auf Suchtverhalten hinweisen, sondern auch auf andere Erkrankungen wie ADHS oder Autismus, die bei Männer ebenfalls häufiger vorkommen als bei Frauen.

Allerdings lässt ein längerer Ringfinger nicht automatisch darauf schließen, dass diese Person leicht süchtig wird - dazu müssen noch viele andere soziale, biologische und psychologische Faktoren bewertet werden.

Flucht aus dem realen Leben - Wenn Computerspiele süchtig machen

Kahlköpfiger Businessmann sitzt in dunklem Raum vor dem Laptop und hält ihn gespannt fest
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Fast die Hälfte aller Deutschen nutzt regelmäßig digitale Spiele - am PC, an der Konsole oder am Smartphone. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Während manche Menschen jedoch nur wenige Minuten am Bildschirm verbringen, sitzen andere Tag und Nacht davor. Sie verlieren sich in virtuellen Welten und verlieren den Kontakt zur Realität.

Computerspielsucht betrifft insbesondere junge Männer

Rund 85 Prozent aller Computersüchtigen sind Jugendliche und junge Erwachsene männlichen Geschlechts. Besonders Online-Rollenspiele mit ihrer großen Realitätsnähe schaffen Abhängigkeiten. Um dort Erfolg zu haben, ist es erforderlich, möglichst häufig im Internet zu sein.

Computerspielsucht gilt als Unterform der Verhaltenssüchte. Sie lässt sich als Krankheit einstufen, weil sie die Freiheitsgrade des Betroffenen einengt und dadurch ein Freiheitsverzicht sowie –verlust entsteht. Offiziell anerkannt von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist sie jedoch noch nicht.

In Deutschland ist etwa ein Prozent der Bevölkerung zwischen 14 und 64 Jahren betroffen, bei den 14- bis 16-Jährigen sind es sogar vier Prozent.

Entzugserscheinungen verändern das Sozialverhalten und die Gesundheit

Menschen, die von Computersucht betroffen sind, entwickeln ein ständiges Verlangen zu spielen. Sie verbringen immer mehr Zeit damit. Werden Betroffene vom Computer ferngehalten, treten typische Entzugserscheinungen wie Aggressivität, Nervosität und Unruhe auf. Zudem achten die Süchtigen weniger auf Ernährung und Hygiene. Sie beginnen, Familienangehörige zu täuschen.

Prävention als bester Schutz

In der Therapie müssen die Abhängigen vom ersten Tag an auf Handy, Spielkonsole und PC verzichten, lediglich abends dürfen sie ein wenig fernsehen. Für sie wird ein regelmäßiger Tagesablauf mit festen Strukturen geschaffen, der Schule, Werken und Sport beinhaltet. Zahlreiche Kliniken bieten mittlerweile Therapien an. Die Abrechnung mit den Krankenkassen erfolgt über parallel auftretende Krankheiten wie Depressionen oder Schlafstörungen.

Doch bevor es so weit kommt, sollten Eltern genau darauf achten, wie lange ihr Nachwuchs an der Konsole oder am PC verbringt. Auch hier gilt, dass Prävention die beste Therapie ist.

Sucht nach dem Computer bei zehn Prozent der Jugendlichen

An der Berliner Charite haben Suchtforscher festgestellt, dass 10 Prozent der Jugendlichen zu den exzessiven Computernutzern zählen.

79,4 Prozent im Alter von 11-14 Jahren besitzen einen PC, einen Gameboy haben 80,6 Prozent. Bei den Mädchen in dieser Altersgruppe liegt der Prozentsatz mit 80,6 noch höher. Der PC dient den Kindern zum Frustabbau, denn sie reden nicht darüber, wenn es ihnen schlecht geht. Auch haben diese Kinder Probleme in der Schule.

In der Studie wurde untersuchte wie die Psyche durch den Nutzen des Computers beeinflusst wird.

Computerspiele - Zehntausende Jugendliche in Deutschland sind süchtig

Sie vernachlässigen die Schule und lassen ihre Eltern ratlos zurück: Jugendliche, die den ganzen Tag vor dem Computer sitzen und daddeln. Rund 34.000 junge Menschen im Alter von 14-16 Jahren sind in Deutschland süchtig nach PC-Spielen. Diese Zahlen veröffentlichte der Hannoveraner Kriminologe Prof. Christian Pfeiffer am Montag in München.

Besonders Jungen sind betroffen von der Sucht zu spielen. Klaus Wenzel, Präsident des Bayrischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV) erklärte: "Computerspielsucht ist eine relativ neue, sich extrem schnell ausbreitende Gefahr, der viele Erwachsene hilflos gegenüber stehen."

Um betroffene Erziehungsberechtigten nicht alleine mit ihrem Kampf zu lassen, will der BLLV jetzt in Zusammenarbeit mit dem Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen Infobroschüren zu dem Thema erstellen, sowie spezielle Seminare anbieten.

Behandlung

Um von der Sucht wieder wegzukommen, ist oftmals eine Psychotherapie notwendig, bei der man den seelischen Problemen auf den Grund geht. Nur ein qualifizierter Psychotherapeut kann eine echte Computerspielsucht diagnostizieren. In der Regel erkennen bereits Familienangehörige oder Freunde die Anzeichen einer Spielsucht, doch oft ist es ein langer Weg, bis Betroffene tatsächlich Hilfe suchen.

Wendet sich der Spielsüchtige an einen Therapeuten, kann dieser im Rahmen einer Gesprächstherapie herausfinden, wo die Ursachen zu suchen sind. Häufig kommen verborgene Ängste ans Licht, über die der Patient seit vielen Jahren nicht gesprochen hat und die tief im Unterbewusstsein brodeln. Der Einsatz von Medikamenten ist in der Regel nicht nötig, es sei denn, der Patient findet sich nicht mehr in der Realität zurecht oder leugnet sie.

Auch eine stationäre Behandlung ist mit Zustimmung des Betroffenen möglich. In einer Klinik lernen Spielsüchtige, sich zu entspannen und ihre Motivation auf andere Aktivitäten umzulenken. Das eigene Ich anzuerkennen und das Selbstbewusstsein zu steigern sind Ziele der Therapie.

Aggressionspotenzial und körperliche Auswirkungen

Ein weiterer Kritikpunkt an Computerspielen ist, dass sie Kinder und Jugendliche aggressiv machen würden. Besonders die so genannten Killerspiele stehen im Kreuzfeuer der Kritik.

Neuere Studien belegen jedoch, dass die Kinder nicht durch gewalttätige Computerspiele aggressiv werden. Stattdessen wählen Kinder und Jugendliche, die bereits aggressiv sind, bevorzugt gewalttätige Spiele aus.

Studie in den USA

In den USA hat jetzt eine Studie für einige Überraschung gesorgt. Wissenschaftler haben festgestellt, dass gewalthaltige PC-Spiele sogar das moralische Empfinden verbessern sollen. Die Probanden spielten brutale Videospiele, mit dem Ergebnis, dass viele der Player ein schlechtes Gewissen hatten und im wirklichen Leben mehr Toleranz und Mitgefühl zeigten.

Fast 200 Studienteilnehmer agierten als Shooter und waren entweder Terrorist oder Soldat. Anschließend beantworteten die Probanden einen Fragebogen, dessen Auswertung zu den Studienergebnissen führte. Die Studienleiter fanden allerdings auch heraus, dass es je nach kultureller Herkunft erhebliche Unterschiede beim Schuldempfinden gab.

Übermäßiges Computerspielen kann jedoch nicht nur auf das Verhalten negative Auswirkungen haben, sondern auch auf die Gesundheit. So wurde festgestellt, dass Kinder, die viel Zeit vor dem Computer verbringen, häufig unter Kopf- und Rückenschmerzen leiden und Probleme haben, eine stabile Körperhaltung einzunehmen. Ein maßvolles Konsumverhalten ist daher also durchaus zu empfehlen.

Brutale Computerspiele stumpfen ab

Eine Studie amerikanischer Psychologen hat herausgefunden, dass PC-Spiele, die Gewalt und Aggressivität beinhalten, die Spieler gegenüber Gewalt desensibilisieren lassen. Sie verbinden mit Gewalt etwas Positives.

Für diese Studie wurden 250 Studenten getestet, von denen die eine Hälfte Gewaltspiele und die andere Hälfte normale Spiele vorgesetzt bekam. Auffällig war hinterher, dass die Gewaltvideospieler auffällig weniger auf gezeigte brutale Szenen reagierten als diejenigen, die vorher normale Spiele gespielt hatten. Orientierung waren Werte wie Puls und elektrischer Hautwiderstand.

Studie: Gewaltspiele verursachen geringere Selbstkontrolle

Wissenschaftler aus den USA haben im Rahmen einer Studie bei 44 Testpersonen die so genannte Magnetresonanz-Imaging-Methode angewandt. Dabei wird die Aktivität verschiedener Gehirnreaktionen gemessen.

Es stellte sich heraus, dass Spieler, die den Ego-Shooter "Medal of Honor" spielten, eine deutlich höhere Aktivität im Mandelkern aufwiesen. Der Bereich also, in dem sich hauptsächlich emotionale Emotion abspielt. Bei anderen Probanden, die ein Autorennspiel spielten, wurde der präforale Kortex, Sitz von Kontrolle und Konzentration, stark angeregt.

Gewalt in Computerspielen führt nachweislich zu mehr Aggressivität

Wie eine neue Studie herausgefunden hat, fördern Gewalt-Computerspiele die Aggressivität bei Kindern. Vor allem Jugendliche finden Gefallen an solchen Spielen. Was sie dabei nur fiktiv erleben, übertragen sie auf das reale Leben und haben somit öfter die Neigung zu aggressiven Handlungen.

Die Spieler werden abgestumpft und verlieren dadurch, dass sie viel Zeit vor dem Computer verbringen, den Sinn für ihr soziales Umfeld. Sie haben weniger soziale Kontakte, was sie in ihrer Entwicklung erheblich stört.

Die Studie wurde von US-Psychologe Craig Anderson von der Iowa State University durchgeführt. Den betroffenen Eltern soll nun dabei geholfen werden, ihren Kindern die Schäden solcher Spiele begreiflich zu machen.

Studie: Auffällig aggressive Grundschulkinder bevorzugen brutale Computerspiele

Die Vorlieben für Gewaltspiele bei den Kindern kann sich im Laufe der Zeit verfestigen

Zwei Jungen liegen auf dem Boden und spielen Videospiel mit Konsole
zwei jungen spielen videospiel © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Forscher der Universität Hohenheim und der Leuphana-Universität Lüneburg haben 324 Dritt- und Viertklässler aus Berliner Grundschulen in verschiedenen Stadtvierteln zwei mal nach ihren Präferenzen bei Computer- und Videospielen befragt.

Präferenz brutaler Spiele

Zuvor hatten Lehrer und Mitschüler über die befragten Kinder geurteilt, indem über aggressive Auffälligkeiten oder Friedfertigekeit berichtet wurde. Es zeigte sich, dass die Kinder mit einem aggressiven Grundverhalten brutalere Spiele bevorzugten. Die friedlichen Kinder kannten die brutalen Spiele zwar ebenfalls, hielten sich damit aber nicht lange auf.

Bei der zweiten Befragung ein Jahr später hatten viele Kinder dann allerdings oft ganz andere Spiele gerne. Die Befragten waren im Alter von 8 bis 12 Jahren. 91 Prozent von ihnen hatten bereits in diesen jungen Jahren ein Lieblingsbildschirmspiel.

Brutaler Konsum = brutales Verhalten?

Jens Vogelsang von der Universität Hohenheim wies darauf hin, dass die Gefahr besteht, dass sich die Vorlieben für Gewaltspiele bei den Kindern im Lauf der Zeit verfestigt. Bei älteren Kindern könnte der massive Konsum brutaler Spiele dann auch brutales Verhalten im Alltag verstärken, so der Wissenschaftler.

Virtuelle Rucksäcke haben ähnlichen Effekt auf die Wahrnehmung wie in der Realität

Neben Computerspielen nutzt man auch für Trainingssysteme von Piloten oder Soldaten so genannte Avatare, wo es sich um virtuelle Stellvertreter handelt, mit denen man Phantasiewelten erkundet, Rennen fährt oder gegen Feinde kämpft.

Im Zuge einer Studie hat nun ein Forscherteam um Sangseok You von der University of Michigan verdeutlicht, wie sich ein Mensch in seinen Avatar hineinversetzen kann, wenn er diesen selbst erschaffen hat.

In dem Fall können sich nämlich psychologische Phänomene aus der Realität in der virtuellen Welt widerspiegeln, wie die Forscher anhand eines Experimentes mit über 120 Studenten herausgefunden haben. Eine Gruppe der Studienteilnehmer verpasste ihren selbst erschaffenen Avataren hierfür einen Rucksack und bestiegen mit ihnen unterschiedlich hohe Berge in der virtuellen Welt.

Die Probanden mit den selbst erzeugten Avataren schätzten die Berge wesentlich höher und steiler als die Studenten der anderen Gruppe ein. Dies liegt laut den Wissenschaftlern daran, dass sich die Teilnehmer mit selbst designten Avataren wesentlich mehr identifizieren können.

Einen verantwortungsbewussten Umgang mit Spielen vermitteln

Wenn Kinder betroffen sind, stehen Eltern diesen Dingen meist eher ratlos gegenüber; man findet sich einfach damit ab, und weiß in den meisten Fällen eigentlich gar nicht so genau, was die Sprösslinge da vor dem PC eigentlich überhaupt machen. Mit der Kommunikation in den Familien steht es da wohl auch nicht zum Besten – die Abwechslung besteht da vermutlich hauptsächlich in gemeinsam schweigendem Fernsehen und totalem Rückzug.

Hier muss schon einmal auch an die Verantwortung appelliert werden, die Elternschaft nun einmal mit sich bringt. Je mehr sich Eltern am Tun ihrer Kinder interessiert zeigen, desto weniger besteht eine akute Suchtgefahr.

Die Kinder sind damit ja in die gemeinsame Welt der Familie mit eingebunden, die ein Gefühl von Sicherheit und auch Identität vermittelt – und damit den Rückzug in eine virtuelle Fantasie-Welt nicht mehr unbedingt nötig macht. Psychologisch gesehen sind solche virtuellen Welten auch viel zu oberflächlich, um als Pendant zum wirklichen Leben angesehen werden zu können: die Handlungsmuster, die den Figuren in solchen Spielen zur Verfügung stehen, sind vorgegeben und extrem begrenzt – eine Möglichkeit, wirkliche Gefühle auszuleben besteht dabei nicht, was dazu führt, dass auch die persönlichen Handlungsmuster in der wirklichen Welt verloren gehen und sich die Persönlichkeit zunehmend "abflacht". Die Verantwortung, hier ein Gegengewicht zu schaffen, liegt eindeutig bei den Eltern.

Hirnforscher: Erfolg bei Computerspielen hängt von Aktivität bestimmter Hirnareale ab

Bestimmte aktivere Hirnregionen führen zu größerem Erfolg bei Computerspielen

Spielekonsolen
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US-amerikanischen Forschern ist es gelungen mit Hilfe eines Hirnscans vorherzusagen, ob jemand bei einem anspruchsvollen Computerspiel Erfolg haben wird oder nicht.

In der Fachzeitschrift "PLoS One" gab Teamleiter Art Kramer von der University of Illinois die Vorgehensweise bekannt. Man scannte das Gehirn von Versuchspersonen, die noch keine Erfahrung mit Computerspielen hatten mit einem Magnetresonanztomografen (MRT). Auf diese Weise kann man die Aktivität verschiedener Hirnareale bildlich erkennbar machen.

Größerer Lernerfolg durch höhere Hirnaktivität

Die Forscher wandten dabei eine neue sogenannte MVPA-Methode an. Damit sind die Aktivitätssignale noch deutlicher erkennbar. Es zeigte sich, dass bei den Versuchspersonen mit einer hohen Aktivität der Basalganglien Putamen und Nucleus caudatus, der Lernerfolg während des Computerspiels viel größer war als bei denen mit einer niedrigen Aktivität dieser Areale.

Das Computerspiel hat das Team selbst programmiert. Es heißt "Space Fortress" und ist ein anspruchsvolles Strategiespiel, bei dem von einem Raumschiff aus eine Festung zerstört werden muss. Nach dem Hirnscan hatten die Probanden 20 Stunden Zeit, bei diesem Spiel erfolgreich zu werden. Das Forscherteam konnte allerdings schon vorher darauf wetten, wer am besten abschneidet.

Putamen und Nucleus caudatus sind Hirnareale, die für das Erlernen neuer Bewegungsabläufe, wie etwa das Bedienen eines Joysticks, wichtig sind. Die Forscher wiesen allerdings darauf hin, dass Hirnstrukturen veränderbar sind und die Aktivität bestimmter Areale sich über längere Zeiträume verändern können.

Altersklasse und Inhalte prüfen

Wird ein neues Computerspiel gekauft, so sollten die Eltern zusammen mit ihrem Kind als erstes nachsehen, für welche Altersklasse dieses Spiel geeignet ist. Im Zweifel sollte das Kind lieber älter als die Altersempfehlung sein, auf keinen Fall jünger.

Aber auch der Inhalt des Spieles sollte zusammen durchgeschaut werden. Es gibt nicht wenige Kinder, die mit altersgemäßen Spielen aufgrund der Handlung überfordert sind. Handelt es sich hingegen um ein forderndes Rätselspiel, können dem Kind deutlich mehr Freiheiten eingeräumt werden als wenn es sich um ein monotones Actionspiel handelt.

Eltern sollten sich daher regelmäßig zu ihren Kindern setzen und entweder mit ihnen gemeinsam das Spiel durchspielen oder zumindest intensiv zusehen. Nur so können sie beurteilen, ob das Spiel für ihr Kind empfehlenswert ist.

Feste Spielzeiten festlegen

Sitzt ein Kind erst einmal konzentriert vor dem Computer, so ist es meist so vertieft, dass es alles um sich herum vergisst. Die Zeit am Computer sollte jedoch zuvor genau festgelegt werden. Dabei genügt es nicht, den Kindern zu sagen, dass nach einer halben Stunde Schluss ist. Man muss auch erklären, warum zu langes Spielen schädlich sein kann.

  • Kinder unter vier Jahren sollten noch gar nicht am Computer spielen.
  • Für Vier- bis Sechsjährige gilt als Faustregel, dass eine halbe Stunde Computerspielen pro Tag absolut ausreichend ist. Außerdem sollten die Vorschüler auch nicht alleine am PC sitzen.
  • Kinder im Alter von 7 bis 10 Jahren dürfen schon eine Dreiviertelstunde spielen und
  • 10- bis 13-Jährige eine Stunde.

Insgesamt kann in diesem Zusammenhang kein pauschaler Wert genannt werden, wie lange das Spielen von Onlinespielen denn nun für Kinder gesund sei. Zudem kann darüber gestritten werden, ob das Spielen solcher Spielformen überhaupt förderlich sei und ob es nicht vielmehr darum gehe zu klären, welches Maß noch nicht ungesund ist.

Diese Zeiten kann man jedoch nur einhalten, wenn man sie von Anfang an befolgt und sich auch daran hält. Hat man ein Kind bisher immer stundenlang spielen lassen und möchte im Alter von 11 Jahren bestimmen, dass nur noch eine Stunde täglich gespielt werden darf, wird man vermutlich wenig erfolgreich sein.

Wird mit dem Onlinespielen begonnen, sobald alle Aufgaben erledigt sind, darf auch ruhig länger gespielt werden. Dienen solche virtuellen Spielformen hingegen der Ablenkung vom Alltag und werden beispielsweise gespielt, statt die Hausaufgaben zu erledigen, sollte die Spieldauer beschränkt werden.

Des Weiteren macht es in vielen Fällen Sinn, das Spielverhalten über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Viele Kinder spielen über einen Zeitraum von beispielsweise einer Woche lediglich recht viel, weil etwa ein neues Onlinespiel gefunden wurde, welches Spaß macht und eine große Herausforderung darstellt.

Die nächste Woche ist das Ganze vielleicht schon nicht mehr so interessant und die Spielaktivitäten gehen stark zurück.

Als Elternteil sollte das Spielverhalten deshalb langfristig beobachtet und erst dann eingeschritten werden, wenn dieses dauerhaft zu viel Zeit in Anspruch nimmt.

Das Internet kindersicher gestalten

Damit die Kinder im Internet nur auf bestimmte Seiten Zugriff haben, sollte man die anderen sperren und den Kindern auch erklären, warum. In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass es Seiten mit pornografischem Bildmaterial gibt oder solche, die kostenpflichtig sind. Nur so werden die Kinder einen verantwortungsbewussten Umgang mit dem Computer lernen können.

Profi-Computerspieler sind körperliche Wracks

Hand mit schwarzem Gamepad vor einem Fußball-Videospiel
gamepad in hand © Serjik Ahkhundov - www.fotolia.de

Berufsmäßige Computerspieler haben enorme psychische Fähigkeiten und auch ihr Reaktionsvermögen ist vergleichbar hoch wie bei Kampfpiloten, aber von der körperlichen Verfassung sind sie Wracks, so das Ergebnis einer Untersuchung von britischen Wissenschaftlern der Universität in Essex.

So stellte man fest, dass die jungen Spieler bei der Fitness und auch beim Lungenfunktionstest Werte erreichten, die Menschen mit weit über sechzig Jahre haben. Dies liegt vor allem an dem Lebensstil, denn viele sitzen täglich bis zu zehn Stunden nur vor dem Computer, aber dann müssten sie gleichzeitig viel sportlich aktiv sein. Erst wenn sie das machen würden, würde sich dies auch beruflich auswirken. Denn nicht umsonst hieß es schon bei den alten Römern "Mens sana in corpore sano", was zu deutsch "ein gesunder Geist in einem gesunden Körper" bedeutet.

PC-Zocker gegen Konsolen-Gamer - wer ist besser?

Junger Mann mit Jeanshemd und Nerdbrille beim Zocken am Gamecontroller, abstrakter Hintergrund
Nerdy gamer with controller © lassedesignen - www.fotolia.de

Microsoft hatte vor Jahren einmal die Idee PC- und Konsolenspieler gegeneinander auf einer sogenannten Cross-Gaming-Plattform antreten zu lassen, doch aus dem Vorhaben wurde nichts. Ein eingefleischter PC-Spieler glaubt zu wissen warum die Idee scheiterte.

Schon immer fragen sich Zocker wer wohl bei Schießspielen (Shooter) besser ist, die PC- oder die Konsolenspieler. Das wollte Rahul Sood, der technische Leiter der Spieleabteilung von HP, nun endlich herausfinden. Er ließ bei einem Versuch eine Reihe von Profi-Konsolenspielern gegen ein Team von stinknormalen PC-Zockern bei einem Shooter antreten. Die PC-Spieler stampften die Konsolenprofis dabei in Grund und Boden, was Sood seine Annahme bewies, dass man ein Shootergame auf einer Konsole einfach nicht vernüftig spielen kann.

Grundinformationen und Hinweise zu Computerspielen

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: intimidated computer nerd © Scott Hancock - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Gamer nerd playing video games on television © stokkete - www.fotolia.de

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