26. Juli 2011
Computerspiele sind heutzutage ein fester Bestandteil der Freizeitgestaltung. Kritiker befürchten jedoch negative Auswirkungen durch übermäßiges Spielen.
Immer mehr Haushalte verfügen über mindestens einen Computer. Die PCs lassen sich sowohl zum Arbeiten als auch zur Freizeitgestaltung verwenden. Vor allem Kinder und Jugendliche nutzen die Rechner gerne, um damit Computerspiele zu spielen und verbringen häufig viel Zeit damit. Mit dem steigenden Konsum wächst aber auch die Besorgnis von Eltern, Lehrern und Wissenschaftlern, dass dieses Hobby negative Auswirkungen haben könnte.
Allein in Deutschland gelten rund 100.000 junge Menschen als Computerspielsüchtig. Besonders betroffen davon sind junge Männer, die zwischen 15 und 25 Jahre alt sind. Manche Hirnforscher vertreten die Ansicht, dass der exzessive Gebrauch von Computerspielen zu dem Suchtverhalten führt und sogar Realitätssinnsverlust zur Folge haben kann.
Die Ursachen für Computerspielsucht sind ähnlich wie bei einer konventionellen Spielsucht. Meist sind die Betroffenen von mangelndem Selbstvertrauen, sozialen Unsicherheiten, Ängsten und Depressionen geprägt. Die Computerspiele dienen dazu vor den Problemen der realen Welt zu flüchten. Im Gegensatz zur wirklichen Welt verfügen die Spieler in der virtuellen Welt über Kontrolle und Selbstwertgefühl. Von anderen Spielern erhalten sie zudem Respekt und Anerkennung, was in der realen Welt nicht der Fall ist. Zu erkennen ist eine Computerspielsucht durch bestimmte Merkmale. So sind die betroffenen Personen ständig mit dem Spielen von Games beschäftigt und vernachlässigen alles andere. Da das Zeitgefühl abhanden kommt, leiden auch soziale und geschäftliche Kontakte unter diesem Verhalten. Können die Betroffenen nicht mehr spielen, machen sich Entzugserscheinungen wie Schweißausbrüche und Reizbarkeit bemerkbar. Um von der Sucht wieder wegzukommen, ist oftmals eine Psychotherapie notwendig, bei der man den seelischen Problemen auf den Grund geht.
Ein weiterer Kritikpunkt an Computerspielen ist, dass sie Kinder und Jugendliche aggressiv machen würden. Besonders die so genannten Killerspiele stehen im Kreuzfeuer der Kritik. Neuere Studien belegen jedoch, dass die Kinder nicht durch gewalttätige Computerspiele aggressiv werden. Stattdessen wählen Kinder und Jugendliche, die bereits aggressiv sind, bevorzugt gewalttätige Spiele aus.
Übermäßiges Computerspielen kann jedoch nicht nur auf das Verhalten negative Auswirkungen haben, sondern auch auf die Gesundheit. So wurde festgestellt, dass Kinder, die viel Zeit vor dem Computer verbringen, häufig unter Kopf- und Rückenschmerzen leiden und Probleme haben eine stabile Körperhaltung einzunehmen. Ein maßvolles Konsumverhalten ist daher also durchaus zu empfehlen.
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