In der heutigen Zeit zählt der Computer zu den nützlichsten und beliebtesten Gebrauchsgegenständen. Doch wie kam es zu seiner Entwicklung?
Der Computer hat das digitale Zeitalter eingeleitet und die Welt verändert. Seine Geschichte beginnt mit der Entwicklung der ersten Rechenmaschinen.
Übersetzt bedeutet der Begriff Computer Apparat zum Zusammenrechnen oder Rechenmaschine. Schon im späten Mittelalter nannte man Menschen, die professionell Kalkulationen durchführten, Computer. Zu den Aufgaben dieser Leute gehörte es, langwierige und schwere Berechnungen für Astronomen vorzunehmen. In späteren Zeiten bezeichnete man dann Menschen, die Rechenmaschinen bedienten, als Computer. Die erste mechanische Rechenmaschine entwickelte der deutsche Astronom und Mathematiker Wilhelm Schickard (1592–1635), der im Jahre 1623 die so genannte Vier-Spezies-Maschine erbaute. Durch diese erste Rechenmaschine der Neuzeit gilt Schickard heute als Vater der Computerära. Angewendet wurde die Maschine von dem berühmten Astronomen Johannes Kepler (1571–1630). Eine weitere Rechenmaschine entstand 1642. Diese von dem Franzosen Blaise Pascal (1623–1662) entwickelte erste mechanische Addiermaschine wurde Pascaline genannt und war in der Lage sechsstellige Summen zu addieren und zu subtrahieren. Im Laufe der Zeit wurden immer neue Rechenmaschinen erbaut und weiterentwickelt. Keine davon ging jedoch in Serie. So dauerte es bis zum Ende des 19. Jahrhunderts bis in den Vereinigten Staaten von Amerika Fortschritte erzielt wurden. Durch die Mechanisierung bei der Büroarbeit kam es zur Anfertigung und Nutzung von Rechenmaschinen im großen Stil. Im Jahr 1935 entwickelte die Firma IBM eine so genannte Lochkartenmaschine. Diese war in der Lage eine Multiplikation pro Sekunde durchzuführen. Die Lochkartenmaschinen markierten den Durchbruch für die massenhafte Verarbeitung von Daten und waren jahrzehntelang gebräuchlich.
Zur Entwicklung des Computers als elektromechanische und vollelektronische Datenverarbeitungsanlage kam es im 2. Weltkrieg. Bei den ersten Großrechnern handelte es sich um Leistungen von Ingenieuren, die sich an den Grundlagenforschungen von Wissenschaftlern wie Konrad Zuse (1910–1995) orientierten. Zuse gelang es im Jahr 1941 den ersten programmgesteuerten und vollautomatischen Computer der Welt, die Zuse 23, zu konstruieren. Allerdings waren die ersten Computer sehr große Anlagen, die nur den Bruchteil der Rechenkapazitäten der heutigen Personal Computer besaßen. Die Entwicklung von PCs oder Heimcomputern wurde erst durch die Miniaturisierung der Schaltprozesse ermöglicht. Mit der Entwicklung des Mikroprozessors Anfang der 70er Jahre, wurde das Herz des modernen Computers geschaffen. In den 80er Jahren folgte die Blütezeit der Heimcomputer. Durch die Einführung des Internets in den 90er Jahren gelang dem Computer dann der endgültige Durchbruch.
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