Die Geschichte der Briefmarke und Wissenswertes zur Philatelie, dem Briefmarkensammeln

Nahaufnahme frankierte Briefe

Die Briefmarkenkunde ist ein beliebtes Hobby; Briefmarkenkataloge zählen für den Sammler zu den wichtigsten Utensilien

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  • von Paradisi-Redaktion

Die Briefmarkenkunde bzw. das Briefmarkensammeln ist ein beliebtes Hobby, dabei zählen Briefmarkenkataloge für den Sammler zu den wichtigsten Utensilien. In Briefmarkenkatalogen werden sämtliche Briefmarken, die in einem Land erschienen sind, erfasst. Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Formen von Katalogen. Informieren Sie sich über die Geschichte der Briefmarke und lesen Sie alles Wissenswerte zur Philatelie, dem Briefmarkensammeln.

Die Geschichte der Briefmarke

Heutzutage ist der Gebrauch von Briefmarken ganz selbstverständlich. Das war jedoch nicht immer so.

Wer zahlte den Brief?

Die Einführung der Briefmarke, in der Mitte des 19. Jahrhunderts, brachte zahlreiche Vorteile mit sich. Vor der Verwendung von Postwertzeichen war es üblich, dass das Geld für die Beförderung der Post vom Empfänger gezahlt wurde.

Diese Vorgehensweise war jedoch problematisch. So konnte der Absender nicht immer wissen, ob der Empfänger auch in der Lage war, den Brief zu bezahlen. Da man dies dem Empfänger auch nicht zumuten wollte, wurden nur selten Briefe verschickt.

Da man früher dem Briefempfänger nicht die Kosten des Briefes zumuten wollte wurden nur selten Brief
Da man früher dem Briefempfänger nicht die Kosten des Briefes zumuten wollte wurden nur selten Briefe verschickt

Im Jahre 1653 entwickelte der Franzose Jean-Jacques Renouard de Villayer (1607–1691) das so genannte Billet de port payé. Dabei handelte es sich um einen Gebührenstreifen, der einer Briefmarke ähnelte und aus Papier war.

Da es jedoch keine Klebefläche gab, musste man den Streifen mithilfe eines Fadens oder einer Klammer am Brief befestigen. Ähnliche Vorläufer wurden im 17. Jahrhundert auch in England entwickelt.

So führte die London Penny Post im Jahre 1680 erfolgreich einen Einheitspreis für lokale Post mit Freimachung durch dreieckige Marken ein. Da der Duke of York jedoch um sein Postmonopol fürchtete, wurde aufgrund seiner Intervention die London Penny Post zwei Jahre später zur Geschäftsaufgabe gezwungen. Im frühen 19. Jahrhundert verwendete man mancherorts spezielle Stadtkuverts, die als Vorläufer der Briefmarken gelten.

Schließlich gelangte man zu der Ansicht, dass es sinnvoller sei, das Briefporto vom Absender anstelle vom Empfänger zahlen zu lassen, wodurch man das erste Prepaid-System einführte. Durch die damit verbundene Vereinfachung und Portosenkung wurden Briefwechsel auch für normale Menschen erschwinglich.

Die Geburtsstunde der Briefmarke

Die Idee für die erste Briefmarke stammte von dem schottischen Druckereibesitzer und Zeitungsverleger James Chalmers (1782–1853), der 1838 einen Vorschlag zur Einführung von Briefmarken einreichte. Zu diesem Zweck bedruckte er ein Stück Papier mit einem Penny und schickte es an das Londoner Parlament.

Dort wurde diese Idee von Sir Rowland Hill (1795–1879) übernommen, der seinerzeit die Aufgabe hatte, das britische Postwesen zu reformieren. Seither gilt Hill als Vater der Briefmarke.

Schließlich wurde am 6. Mai 1840 die erste 1 Penny Briefmarke zum Aufkleben herausgebracht, auf der ein Abbild von Königin Viktoria zu sehen war. Durch die Einführung der Briefmarke, die auch von anderen Ländern übernommen wurde, erlebte der Postversand einen gewaltigen Aufschwung.

Durch die Briefmarke und die Reform des Postwesens wurde das Versenden von Briefen auch für die Allg
Durch die Briefmarke und die Reform des Postwesens wurde das Versenden von Briefen auch für die Allgemeinbevölkerung erschwinglich

Mit der Einführung der Briefmarke kam irgendwann auch die Sammelleidenschaft...

Wissenswertes zur Philatelie

Die Philatelie wird auch Briefmarkenkunde genannt. Gemeint ist damit das Sammeln von Briefmarken. Ebenfalls dazu gehören das Sammeln von Belegen, die ihre Verwendung betreffen, sowie das Erforschen von postgeschichtlichen Dokumenten.

Die Geburt der Philatelie

Die Sammelleidenschaft von Briefmarkensammlern ist groß
Die Sammelleidenschaft von Briefmarkensammlern ist groß

Geprägt wurde der Begriff "Philatelie" im Jahr 1864 durch den Franzosen Georges Herpin. Das Wort entstammt dem Griechischen und bedeutet soviel wie "Freund von Abgabenfreiheit an den Staat". Da der Absender eines Briefes durch den Poststempel von weiteren staatlichen Abgaben befreit war, bezog sich diese Redewendung auf die abgestempelten Briefmarken.

Allerdings beschreibt das Wort "Philatelie" die Sammelleidenschaft der Briefmarkenliebhaber nur unzureichend. Dennoch hat sich der Begriff bei den Sammlern aus aller Welt durchgesetzt.

Die Anfänge der Philatelie

Diese lassen sich bis kurz nach dem Erscheinen der ersten Briefmarke im Jahr 1840 zurückverfolgen. Da die Briefmarken in immer mehr Ländern eingeführt wurden, verbreiteten sie sich rasch und wurden schließlich von Liebhabern gesammelt.

Anfangs machte man sich einen Spaß daraus, die gesammelten Postwertzeichen zum Bekleben von Tapeten oder Lampenschirmen zu benutzen, doch allmählich befassten sich die Sammler genauer mit den Briefmarken und legten Generalsammlungen an, in die sämtliche Briefmarken, die seinerzeit im Umlauf waren, aufgenommen wurden. Heutzutage wäre dies bei der riesigen Anzahl der Briefmarken allerdings kaum machbar, im 19. Jahrhundert waren jedoch erst relativ wenige Marken im Umlauf.

Die ersten Briefmarkenalben

Zum Erscheinen der ersten Briefmarkenalben kam es im Jahr 1860. Nur ein Jahr später wurden die Vorläufer der Briefmarkenkataloge herausgebracht, die man Briefmarkenverzeichnisse nannte. Gleichzeitig rief man die ersten Briefmarkenvereine ins Leben, in denen sich die Sammler untereinander austauschten.

John Edward Gray

Als erster Philatelist der Welt gilt der Brite John Edward Gray (1800–1875), von dem die Vorläufer der Briefmarkenkataloge stammten. Bereits am 6. Mai 1840, dem Erscheinungstag der ersten Postwertzeichen, legte sich Gray einen Vorrat an Briefmarken an, um sie aufzubewahren.

Über die größte Briefmarkensammlung der Welt verfügt jedoch das britische Königshaus. Dazu gehören über 400 Alben mit zahlreichen wertvollen Raritäten und Unikaten.

Klassifikation

Unterteilt wird die Philatelie in zwei Formen. Dies sind die klassische Philatelie, die sich speziell mit Briefmarkenausgaben von einzelnen Staaten oder mit bestimmten Zeiträumen befasst, sowie das Motivsammeln, das auf das Sammeln von Motiven wie zum Beispiel Persönlichkeiten, Blumen, Flugzeugen oder Autos spezialisiert ist.

Früher allgegenwärtig, heute fast vergessen - Briefmarken sammeln als Hobby

Sammlung mehrerer Briefmarken aus verschiedenen Ländern
Briefmarken © Gina Sanders - www.fotolia.de

Das Briefmarkensammeln war früher ein allgegenwärtiges Hobby. Doch seit immer weniger Briefe durch die Welt geschickt werden, hat auch das Interesse an den bunten Bildchen nachgelassen.

Wer heute noch Briefmarken sammelt, konzentriert sich in der Regel auf bestimmte Motive und versucht diese in aller Welt zu finden. Autos zum Beispiel, Tiere oder Sehenswürdigkeiten. Für Kinder sind diese häufig spannender als die beliebten Fußballsammelbildchen.

Nur selten stoßen Sammler dabei noch auf besondere Schätze wie die Briefmarken der "Gelben Flotte": Während des Suezkrieges saßen zahlreiche Schiffe von 1967 bis 1975 im Suezkanal fest. Um Briefe zu verschicken, bastelten die Seeleute ihre eigenen Briefmarken und Stempel aus Kartoffeln.

Andere scheinbar wertlose ältere Sammlungen entpuppen sich erst bei näherem Hinsehen als wertvoll: So kam eine Sammlung chinesischer Briefmarken aus der Mao-Zeit bei einer Versteigerung für 23.000 Euro unter den Hammer, die heute vermutlich einen sechsstelligen Betrag wert wäre. Zu Maos Zeit wurden die meisten Briefmarken im Land vernichtet und nur wenige Exemplare überlebten.

Auf die erwähnten Briefmarkenkataloge gehen wir im Folgenden etwas genauer ein...

Die Briefmarkenkataloge

Zu den wichtigsten Utensilien eines Briefmarkensammlers gehören Briefmarkenkataloge. In einem Briefmarkenkatalog werden die Postwertzeichen eines bestimmten Landes nicht nur vollständig erfasst, sondern auch nummeriert, beschrieben und bewertet.

Der erste Briefmarkenkatalog wurde 1861 von einem französischen Buchhändler herausgegeben. In dem Werk beschrieb man die seinerzeit bekannten 973 Postwertzeichen.

Da dieser Katalog nicht für die Öffentlichkeit gedacht war, erschien nur eine kleine Auflage von 40 bis 50 Exemplaren. Im gleichen Jahr brachte auch der englische Philatelist John Edward Gray, der als erster Philatelist der Welt gilt, ein Briefmarkenverzeichnis heraus.

Im Laufe der Zeit erschienen immer mehr Kataloge. Da die Zahl an Briefmarken auf der ganzen Welt stetig wuchs, reichte ein Werk schließlich nicht mehr aus, um alle Briefmarken erfassen zu können, sodass eine Aufteilung in verschiedene Sammelgebiete erfolgte.

Die Verlage spezialisierten sich dabei zunehmend auf bestimmte Länder, um genauer auf deren Briefmarken eingehen zu können, wodurch die ersten Spezialkataloge entstanden. In der heutigen Zeit unterscheidet man zwischen drei Formen von Briefmarkenkatalogen. Dazu gehören:

Standardkatalog

Bei Standardkatalogen handelt es sich um Briefmarkenkataloge, in denen ausschließlich Postwertzeichen von einzelnen oder mehreren Staaten vereinfacht verzeichnet sind. Sie dienen dazu, dem Hobby-Briefmarkensammler einen Überblick zu verschaffen. Auf die Erwähnung von Besonderheiten der aufgeführten Briefmarken wird zumeist verzichtet.

Standardkataloge sind wesentlich preisgünstiger als Spezialkataloge und stellen die älteste Form von Briefmarkenkatalogen dar. Sie werden von den meisten Verlegern neben Spezialkatalogen auf den Markt gebracht. Einige Verlage spezialisieren sich jedoch auf Standardkataloge, um mehr Kunden ansprechen zu können.

Spezialkatalog

Im Unterschied zu Standardkatalogen befassen sich Spezialkataloge näher mit den Briefmarken von bestimmten Sammelgebieten. So wird u.a. auf

  • Farbunterschiede
  • Abarten
  • Retuschen
  • Druckmängel oder
  • Typunterschiede

hingewiesen. Da die Kataloge aufgrund ihrer Präzision sehr umfangreich sind, unterteilt man sie häufig in mehrere Bände. Spezialkataloge sind jedoch nicht nur für Briefmarken erhältlich. So gibt es auch Kataloge für Spezialgebiete wie die Zeppelinpost oder für Poststempel.

Motivkatalog

Motivkataloge sind auf Briefmarken spezialisiert, die ein bestimmtes Motiv aufweisen. Dazu gehören zum Beispiel

Diese Kataloge haben mit den ursprünglichen philatelistischen Briefmarkenkatalogen jedoch nur wenig gemeinsam.

Briefmarken-Messe in Essen

Pinzette mit grüner Briefmarke, im Hintergrund eine Briefmarkensammlung
Briefmarkensammlung © M. Schuppich - www.fotolia.de

Am Donnerstag hat in Essen die 20. Internationale Briefmarken-Messe ihre Tore geöffnet. Aussteller sind über 120 Fachhändler, Auktionshäuser und Verlage, die Briefmarkenfreunden einen Einblick in ihr Angebot gewähren. Auch Ansichtskarten, Münzen und Sonderstempel werden präsentiert.

Donnerstag und Freitag ist die Messe von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet, am Samstag - dem letzten Ausstellungstag - bis 17.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Um seine Sammlung zu vergrößern, bietet sich der Kauf auf speziellen Auktionen an...

Der Handel mit Briefmarken auf Auktionen

Briefmarken können auf Auktionen gekauft oder verkauft werden. Doch wie geht man dabei vor?

Der Handel im Internet

Briefmarken sammeln ist auch in der heutigen Zeit immer noch ein beliebtes Hobby. Auf Auktionen können Briefmarken käuflich erworben werden, um die private Sammlung zu vergrößern. Wer seine Marken lieber verkaufen möchte, kann dies ebenfalls bei einer Auktion tun.

Der Handel mit Briefmarken ist in der heutigen Zeit, dank moderner Technik wie Internet, deutlich leichter geworden. Zum Verkauf von Briefmarken bieten sich zwei Möglichkeiten an: klassischer Verkauf oder eine Auktion.

Bevorzugt man die erste Variante, muss man sich bei einem Internet-Händler anmelden, von dem man dann ein Angebot erhält. Dazu stellt man für den Händler eine Liste auf oder übersendet ihm Material zur Ansicht.

Einigen sich beide Parteien auf einen akzeptablen Preis, kann der Handel abgeschlossen werden. Der Aufwand dabei ist nur sehr gering.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Briefmarken auf eigene Faust im Internet anzubieten, wozu man zum Beispiel eBay oder spezielle Sammlerportale nutzen kann. Ein Nachteil dieser Variante ist, dass man als Verkäufer die Organisation selbst übernehmen muss. Außerdem ist es fraglich, ob man bei einem solchen Verkauf einen höheren Preis erreichen kann als bei einem Händler.

Der Weg über Auktionshäuser

Eine gute Möglichkeit bessere Preise zu erzielen bietet eine Auktion, die sowohl klassisch als auch im Internet verlaufen kann. Dabei werden die Briefmarken treuhänderisch einem Auktionshaus bzw. einem Internet-Auktionshaus übergeben. Natürlich erhält man von dem Treuhänder eine Quittung sowie exakte Festlegungen für die Versteigerung.

Für das Einliefern kann auf genaue Katalogpreise und Listen zurückgegriffen werden, was aber keine Bedingung ist. In den meisten Fällen wird dieser Service von den Auktionshäusern übernommen, wodurch der Kunde viel Zeit spart.

Das Verfahren

Bevor die Briefmarken zur Versteigerung gelangen, müssen sie zunächst von einem Spezialisten gesichtet und geprüft werden. Außerdem unterteilt man sie in Lose. Die Nummern dieser Lose sowie die Beschreibung der angebotenen Marken werden in die Auktionskataloge übertragen, wodurch die Interessenten die Möglichkeit haben sich über die Waren zu informieren.

Damit eine gute Anzahl an Interessenten für die Briefmarken zusammenkommt, macht das Auktionshaus Werbung. Die meisten Auktionshäuser verfügen ohnehin über einen großen Kundenstamm.

War die Auktion erfolgreich, zahlt der Versteigerer dem Anbieter den Erlös aus. Abzuziehen sind jedoch etwa zehn bis zwanzig Prozent an Provision für das Auktionshaus.

Berühmte Briefmarken

Je nachdem, wie selten und begehrt eine Briefmarke ist, kann sie bei einer Auktion mitunter hohe Preise erzielen. Welche Marken zu den wertvollsten und seltensten gehören, lässt sich nicht eindeutig sagen, da es mehrere Unikate gibt. Zu den berühmtesten und begehrtesten aber zählen:

  • One Penny Black (Vereinigtes Königreich, 1840)
  • Basler Taube (Schweiz, 1845)
  • Rote und Blaue Mauritius (Mauritius, 1847, 1848-1859
  • Schwarzer Einser (Bayern, 1849)
  • Sachsen-Dreier (Sachsen, 1850)
  • Zinnoberroter Merkur (Österreich, 1851)
  • 9 Kreuzer blaugrün (Baden, 1851)
  • Tre Skilling Banco (Schweden, 1855)
  • British Guyana (British Guyana, 1856)
  • Ochsenköpfe (Fürstentum Moldau, 1858)
  • Z Grill (USA, 1868)
  • Inverted Jenny (USA, 1918)
  • Gelber Dom (Deutschland unter alliierter Besetzung, 1948 - wurde nie ausgegeben)
  • Gscheidle-Marke (Deutschland, 1980)
  • Wohlfahrtsmarke Audrey Hepburn (Deutschland, 2001)

Fehldrucke von Briefmarken für rund 3 Millionen US $ versteigert

Über das Auktionshaus Siegel Auction Galleries wurden vier Briefmarken mit einem Fehldruck für 2,7 Millionen US-Dollar versteigert.

Es handelt sich dabei um ein verkehrt herum aufgedrucktes Flugzeug vom Typ Curtiss JN-4 "Jenny" aus dem Ersten Weltkrieg. Dies ist der höchste Preis der jemals in den USA für Briefmarken bezahlt wurde.

"Der Gelbe Dom" in Köln nach 59 Jahren aufgetaucht

In Köln wurde der Öffentlichkeit vergangene Woche zum ersten Mal ein Briefbogen mit 100 Briefmarken "Der Gelbe Dom" vorgestellt. Experten beziffern den Wert der Briefmarken auf eine Million Euro.

Weltweit soll es lediglich drei weitere Einzelmarken geben. Die Marke ist eine ab September 1948 vorgesehene 5-Pfennig-Marke, die als Luftpostzuschlag in der britisch-amerikanischen Besatzungszone gedruckt wurde. Damals erfolgte allerdings keine Ausgabe, da die Luftpostbriefmarken blau sein mussten.

Der kürzlich vorgestellte Bogen wurde jahrzehntelang bei der Post archiviert und geriet in Vergessenheit.

Briefmarken für den guten Zweck

Für einen guten Zweck wurde in New York (USA) eine große Briefmarkensammlung versteigert.

Der Gewinn der Auktion betrug insgesamt 1,5 Millionen Dollar (umgerechnet 1,1 Millionen Euro) und wurde an das Millenium Villages Project gespendet. Die Einrichtung wird in Afrika in die Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft und Infrastruktur investieren.

Unter den angebotenen 130 Briefmarken, ausgegeben im 19. und frühen 20. Jahrhundert, waren einige Raritäten zu finden. Für 85.000 US-Dollar ersteigerte ein Unbekannter die teuerste Marke der Auktion. Die aus Mauritius stammenden 2-Pence aus dem Jahre 1848.

232.000 Euro für einzelne Briefmarke

Sammlung mehrerer Briefmarken aus verschiedenen Ländern
Briefmarken © Gina Sanders - www.fotolia.de

Das diesjährige Highlight der Briefmarkensammler fand an vier Tagen im Schweizer Ort Wil statt.

Insgesamt wurden auf der größten Briefmarkenauktion des Globus 12 Millionen Euro in Briefmarken umgesetzt, wozu eine Sammlung aus Guatemala mit einem Verkaufswert von 238.000 Euro ihren nicht geringen Anteil zu beitrug. Ein Rekordpreis wurde für das Einzelstück "Rayon I" gezahlt: 232.000 Euro.

Dieser Preis übertraf ihren Schätzwert um ein mehr als Doppeltes.

Für Briefmarken mit dem Bild vom ersten amerikanischen Präsidenten bezahlte ein Sammler 2 Millionen

Ein Briefmarkensammler hat bei einer Versteigerung in New York beim Auktionshaus Spink Shreves Galleries für zwei Millionen Dollar eine Sammlung mit dem Bildnis vom ersten amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln erworben.

Die ganze Sammlung besteht aus 10.000 Briefmarken und unter anderem ist auch ein Probedruck von einer 90-Cent Briefmarke, wo aber der Kopf des Präsidenten verkehrt gedruckt ist, dabei. Von diesem Block existieren heute nur noch zwei. Der bisherige Besitzer der Sammlung, der 67-jährige Williams A., hatte diese innerhalb der letzten 30 Jahre angelegt.

Briefmarkenauktion: „Rote Mauritius“ versteigert

Bei einer Briefmarkenauktion in Essen, am letzten Freitag, wurde eine „Rote Mauritius“ versteigert. Die seltene Briefmarke wurde innerhalb weniger Minuten, bei der von rund hundert Menschen besuchten Auktion, versteigert.

Der Sammler wollte allerdings anonym bleiben, ein Makler ersteigerte für ihn. Da das Startgebot bei 200.000 Euro lag und die Briefmarke letztendlich für 210.000 Euro verkauft wurde, zeigte sich der Verkäufer sich unzufrieden: „Ich hatte angenommen, da ist noch mehr drin“.

Bei einer Versteigerung erzielte nicht offizielle Audrey-Hepburn-Briefmarke 67.000 Euro

Audrey Hepburn Briefmarke wurde für 67.000 Euro von einem Privatmann ersteigert

Lupe wird über Briefmarken-Sammlung gehalten
Briefmarken © VRD - www.fotolia.de

Im Jahr 2001 plante die Deutsche Post eine Briefmarke mit dem Bild der Schauspielerin Audrey Hepburn herauszugeben, was aber am Einspruch der Familie scheiterte. Als Motiv war die rauchende Schauspielerin aus dem Film "Frühstück bei Tiffany" aus dem Jahr 1961 vorgesehen.

Die Marke sollte als Wohlfahrtsmarke in einer Auflage von 14 Millionen Exemplaren gedruckt werden. Vorher wurden aber einige Exemplare als Ansicht, als fünf Zehnerblöcke, verschickt, zwei erhielt die Post und drei sollten an das Bundesfinanzministerium geschickt werden, die dort aber nie ankamen. Die beiden Zehnerblöcke von der Post liegen noch im hauseigenen Safe.

Versteigerte Briefmarke

Auf den damaligen Marken, es war kurz nach der Euro-Einführung, wurden noch beide Wertangaben, also DM und Euro aufgedruckt (0,56 + 0,26 beziehungsweise 110 + 50). Wie jetzt die Marke in das Auktionshaus kam ist nicht bekannt, doch wechselte für 67.000 Euro diese jetzt den Besitzer, ein Privatmann im Ausland. Audrey Hepburn ist am 4. Mai 1929 geboren und starb am 20. Januar 1993 in der Schweiz an einem Krebsleiden.

Redordpreis für chinesische Briefmarke

Eine 3-Cent-Marke aus der Qing-Dynastie (1644 bis 1911) war einem pekinger Sammler einen Rekordpreis wert. Bei einer Auktion in Hongkong brachte die rot-weiß bedruckte Marke 332.000 Dollar (226.000 Euro) ein, so berichtet die "South China Morning Post".

Die Marke stammt aus dem Jahr 1897 und ist die am höchsten versteigerte chinesische Papier-Briefmarke.

Schwedische Briefmarke ist teurer als die bekannte Blaue Mauritius

Die bekanntesten Briefmarken auf der Welt sind die Rote und Blaue Mauritius, die auch nicht Briefmarkenfreunde kennen. Dabei ist aber besonders die Blaue Mauritius bekannter als die Rote, aber sie sind nicht die wertvollsten auf der Welt, denn dies ist jetzt eine Briefmarke aus Schweden, die "Tre skilling banco yellow", die mehr als zwei Millionen Euro wert ist.

Diese gelbe Marke stammt aus dem Jahr 1855 und eigentlich waren diese seinerzeit grün und nur die Marke im Wert von acht Skilling, das war die damalige Währung, gab es in gelb. Bisher weiß man nicht, warum und wie viele von drei Skilling-Marken seinerzeit entstanden sind.

Heute gibt es aber nur noch die eine, im Gegensatz zu den oben erwähnten roten und blauen Mauritius, wo es weltweit von der Blauen Mauritius noch acht gebrauchte und vier ungebrauchte Exemplare, also mit Gummierung, und von der Roten Mauritius noch zwölf gebrauchte und zwei ungebrauchte Exemplare gibt.

Bei einer Briefmarkenauktion in der Schweiz werden Rekordsummen erwartet

Bei einer Versteigerung von mehreren Briefmarkensammlungen im Auktionshaus Rapp in der Schweiz rechnet man mit Einnahmen von umgerechnet etwa 2,8 Millionen Euro.

Die Sammlung namens "Ticino", die dem Auktionshaus von einer schweizerischen Familie überlassen wurde, ist das Herzstück der Versteigerung. An der Auktion sollen um die 400 Bieter beteiligt sein, auch Telefon- und Internetbieter.

Seltene Audrey-Hepburn-Briefmarken für 430.000 Euro versteigert

Das berühmte Bild von Audrey Hepburn aus ihrem Film "Frühstück bei Tiffany" kennt wahrscheinlich jeder. Es ziert Poster, Gemälde und verbotenerweise auch Briefmarken.

Im Jahre 2001 hat die Deutsche Post diese nämlich drucken lassen, ohne sich die Rechte für das Bild einzuholen. Damals wurden die 14 Millionen Drucke fast vollkommen vernichtet, nur sechs Bögen blieben verschont. Diese wurden jetzt in Berlin versteigert und zwar für 430.000 Euro. Schon zuvor waren Briefmarken der Ikone für einen hohen Erlös versteigert worden.

Der Sohn von Audrey, der die Briefmarken versteigert hatte, spendet den Erlös der UNICEF für das Bildungsprogramm „Schulen für Afrika“ und an die Audrey-Hepburn-Stiftung für Kinder.

In Berlin werden jetzt 18 von den 27 noch existierenden berühmten Mauritius-Briefmarken gezeigt

Ausstellung der kostbaren Mauritius-Briefmarken mit Abbild von Queen Victoria

Lupe wird über Briefmarken-Sammlung gehalten
Briefmarken © VRD - www.fotolia.de

Im Berliner Museum für Kommunikation werden jetzt erstmalig 18 von den noch 27 existierenden berühmten Mauritius-Briefmarken zu sehen sein, wie Kurator Veit Didczuneit berichtet. Die Marken zeigen das Seitenprofil von Queen Victoria (1819-1901). Denn die Insel Mauritius war seinerzeit eine britische Kronkolonie.

Im Jahr 1847 wurden dann jeweils 500 Briefmarken-Exemplare einmal auf blauen und dann noch auf roten Grund gedruckt. Auf dem roten Grund war dann der Wert von einem Penny und die blaue Mauritius-Marke hat den Wert von Zwei Penny, doch bei den Sammlern und bei Auktionen erreichten die Marken schnell eine Rekordhöhe. Im Jahr 1993 wurden bei einer Auktion für einen Brief mit der roten und blauen Mauritius 6,5 Millionen DM erzielt und im letzten Jahr für eine einzelne Marke über eine Million Euro.

Die noch existierenden Marken der Ausstellung

Von den 27 noch existierenden Marken, die sich unter anderem im Besitz der Queen Elisabeth II und auch dem Postmuseum von Den Haag und in Stockholm befinden, die auch Leihgaben zur Verfügung stellen, werden nun also für drei Wochen 18 Exemplare in Berlin zu sehen sein. Für die Zeit gilt dort die Sicherheitsstufe Eins und man rechnet auch mit Zehntausenden von Besuchern.

Man schätzt, dass auch, obwohl in Deutschland nie aufgetaucht, hier zu Lande sich einige Exemplare in Privatbesitz befinden. Die Ausstellung wurde am 2. September 2011 um 9.00 Uhr eröffnet.

Rentner finden auf Dresdener Trödelmarkt eine seltene Briefmarke im Wert von 3 Millionen Dollar

Das Rentner-Paar Reinhold und Bärbel aus Dresden gehen regelmäßig auf dem Dresdener Elbe-Flohmarkt stöbern. Vor zwei Jahren habe seine Lebensgefährtin dort einen zwei Kilogramm schweren Karton mit Briefmarken für 20 Euro gekauft, so der leidenschaftliche Briefmarkensammler.

Als er die Marken später durchschaute, traute er seinen Augen kaum. Unter den tausenden von Marken befand sich eine stark verschmutzte, blaue Ein-Cent-Marke mit dem Antlitz von Benjamin Franklin. Die Marke stammt aus dem Jahr 1861 und hatte nur eine Auflage von 3.100 Stück. Bislang gab es nur noch ein einziges Exemplar, das sich im Postmuseum von New York befindet. Der Katalogwert der Briefmarke beträgt drei Millionen Dollar. Vorausgesetzt es handelt sich um eine echte und genau das muss erst geprüft werden.

Um ein Echtheitszertifikat zu bekommen, muss die Marke allerdings zur "Philatelic Foundation" nach New York gebracht werden. Mit seiner kleinen Rente von 600 Euro monatlich könne er sich die Reise nach New York und die Prüfgebühr jedoch nicht leisten, bedauert Rentner Reinhold. Daher suchen er und seine Bärbel nun nach einem Sponsor, der ihnen die Kosten leihen kann. Geschenkt haben möchten sie nichts. Sie würden auch hohe Zinsen zahlen und eine Kaution in Form eines Briefmarken-Albums im Wert von 20.000 Euro hinterlegen, so Reinhold.

Briefmarkendiebstahl: Händler klaute 10.000 Briefmarken im Wert von 150.000 Euro

Ein Briefmarkensammler hatte Marken nicht gesammelt, sondern gestohlen. Es handelt sich dabei um einen Briefmarkenhändler aus Unterfranken. Der Mann bediente sich offenbar mehrere Jahre lang bei einem Versandhändler, aus dessen Lager entwendete er rund 10.000 deutsche und liechtensteinische Marken, die aus den Jahren 1910 bis 1955 stammten.

Die Marken haben einen Gesamtwert von ungefähr 150.000 Euro. Es ist der bisher größte Diebstahl, der in Deutschland in den letzten Jahrzehnten in Briefmakrensammlerkreisen begangen worden ist und nun aufgeklärt werden konnte.

Der Mann ist schon früher polizeilich aufgefallen, da er aus billigen Briefmarken wertvoll machte, indem er sie mit Aufdrucken „aufwertete“. Fälscher betrügen auf diese Weise jährlich Sammler um mehrere Millionen Euro.

Eine kleine Briefmarke mit ungeheurem Wert - Rekorderlös bis zu 20 Millionen Dollar wird erwartet

Pinzette mit grüner Briefmarke, im Hintergrund eine Briefmarkensammlung
Briefmarkensammlung © M. Schuppich - www.fotolia.de

Bei einer Auktion in New York kommt eine Briefmarke von 1856 zur Versteigerung. Es ist eine "British Guiana 1c magenta". Für sie wird eine Summe von bis zu 20 Millionen Dollar, das sind ungefähr 14,7 Millionen Euro erwartet.

Teuerste Briefmarke der Welt

Das ist eine Rekordsumme, die diese Marke zur teuersten Marke der Welt machen würde. Sie soll nach Angaben des Auktionshauses Sothebey’s von einem 12-jährigen Schüler Ende des 19. Jahrhunderts gefunden worden sein. Danach hatten sie viele Menschen in Besitz. 1980 ersteigerte sie schließlich der US-amerikanischen Chemie-Magnaten John du Pont. Er wurde wegen Mordes zu einer Strafe im Gefängnis verurteilt, wo er 2010 starb. Nachfahren von ihm wollen die Marke am 17. Juni versteigern lassen.

Bisher war die teuerste Briefmarke die schwedische "Tre Skilling Banco", die aus dem Jahr 1855 stammt. Als einziger Fehldruck, nämlich gelb statt grün, erzielte sie im Jahr 1996 bei einer Auktion in der Schweiz 2,875 Millionen Franken. Über sechs Millionen Schweizer Franken brachte 1993 der "Bordeaux-Brief", ein Faltbrief mit je einer Roten und einer Blauen Mauritius, sowie zahlreichen Stempeln ein.

9,5 Millionen Dollar für eine Briefmarke

Lupe wird über Briefmarken-Sammlung gehalten
Briefmarken © VRD - www.fotolia.de

Das man auch mit kleinen Dingen mitunter viel Geld machen kann, ist hinlänglich bekannt. Doch dass ein kleines Stück Papier, welches sich Briefmarke nennt und lediglich ein paar Quadratzentimeter groß ist, solch einen Wert erzielt, ist schon selten und einer Erwähnung wert.

Versteigerung der Briefmarke „British Guiana 1 c magenta“ bei Sotheby's

Das Auktionshaus Sotheby´s in New York hat bei der Versteigerung der Briefmarke „British Guiana 1 c magenta“ den unfassbaren Wert von 9,5 Millionen Dollar erzielt. Trotz alledem ist man nicht ganz zufrieden. Denn das Auktionshaus hatte mit einem größeren Wert gerechnet. Rund 20 Millionen Dollar hatte man dort eingeplant.

Die magentafarbene Briefmarke gilt als das kostspieligste Postwertzeichen der Welt. Als sie 1856 für den Briefversand freigegeben wurde, hatte sie einen Nennwert von lediglich 1 Cent. Der nun erzielte Preis ist der Höchste, der je für eine Briefmarke in einer Versteigerung erzielt wurde.

Die Versteigerung dauerte lediglich 5 Minuten. Der Käufer ist anonym und war per Telefon der Auktion zugeschaltet.

Briefumschlag mit Briefmarke vom US-Präsidenten Lincoln wurde für gut 300.000 Euro versteigert

Abraham Lincoln war von 1861 bis 1865 der Präsident der Vereinigten Staaten

In New York wurde jetzt ein Briefumschlag mit der Briefmarke vom US-Präsidenten Abraham Lincoln versteigert. Der Brief mit der 90 Cent Briefmarke war im Jahr 1967 aus dem Safe des damaligen Besitzers gestohlen worden und tauchte erst vor drei Jahren wieder auf. Der Brief war im Jahr 1873 von Amerika von der Stadt Boston im US-Bundessaat Massachusetts nach Indien geschickt worden.

Zur Person Abraham Lincoln

Die Briefmarke zeigt das Bild vom 16. US-Präsidenten Abraham Lincoln, der von 1861 bis 1865 Präsident der Vereinigten Staaten war und zu dieser Zeit fand auch der Bürgerkrieg statt. Lincoln führte damals die Nordstaaten zum Sieg gegen die Südstaaten, die die Sklavenhaltung befürworteten.

Nach der Unterzeichnung der Kapitulation von Appomattox wurde er von einem fanatischen Sympathisanten der Südstaaten erschossen. Er war der erste Präsident der in der Amtszeit ermordet wurde, wie viele Jahre später John F. Kennedy. Der Erlös dieses Briefumschlages mit der Marke lag jetzt bei 431.250 Dollar, die ein amerikanischer Arzt bezahlte, wie das Auktionshaus in New York Robert A. Siegel bekannt gab.

Grundinformationen und Hinweise zu Briefmarken

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: frankiert © Esther Hildebrandt - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Fountain pen © Scisetti Alfio - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Infopost © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Briefmarken © VRD - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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