29. Juni 2011
Unter Autorenspielen versteht man moderne Gesellschaftsspiele, die sich Spieleautoren ausgedacht haben. Sie verfügen über eine Reihe von besonderen Eigenschaften.
Bei Autorenspielen kann es sich sowohl um Kartenspiele als auch um Brettspiele handeln. Die modernen Gesellschaftsspiele weisen bestimmte Merkmale bei ihrer Gestaltung, Thematik und Umsetzung auf.
Typisch für Autorenspiele ist, dass auf der Verpackung des Spiels zumeist auch der Autor des Spiels genannt wird, was bei klassischen Brettspielen wie Monopoly, Risiko, Scrabble oder Cluedo nicht so ist. Die Übergänge zwischen Autorenspielen und anderen Brettspielen können jedoch manchmal fließend sein, sodass es nicht immer möglich ist, ein bestimmtes Spiel eindeutig einzuordnen. Da Autorenspiele in ihrer Anfangsphase vor allem aus Deutschland stammten, nennt man sie im englischen Sprachraum auch German Games. In den letzten Jahren sind Autorenspiele überaus populär geworden und haben deutlich an Qualität gewonnen. Begonnen hat der Siegeszug der Autorenspiele ab 1980 mit Spielen wie "Civilization" und "Scotland Yard". Als Meilenstein der Autorenspiele gilt vor allem "Die Siedler von Catan", das von Klaus Teuber stammt, der zu den bekanntesten Spieleautoren der Welt zählt.
Autorenspiele verfügen über einige besondere Eigenschaften. So zeichnet sich das Material der Spiele durch hohe Qualität und interessante Gestaltung aus. Sowohl Spielpläne als auch Karten werden auf phantasievolle Weise gestaltet und dem Thema des Spiels entsprechend angepasst. Das Material der Spielfiguren ist zumeist aus Holz anstelle von Kunststoff. Die Wiedergabe von Informationen auf den Spielplänen erfolgt in der Regel durch Piktogramme, was die Teilnahme von jüngeren Kindern erleichtert und zur internationalen Verbreitung beiträgt. Die Regeln von Autorenspielen sind einfach zu verstehen und nicht unnötig kompliziert. Daher wird auch auf Sonderregeln verzichtet. Dennoch ermöglichen die Spielmechanismen, die gut durchdacht sind, eine angemessene Tiefe des Spiels. So bereiten die Spiele sowohl Anfängern als auch Fortgeschrittenen Freude. Die Dauer der meisten Autorenbrettspiele liegt zwischen 60 und 90 Minuten. Begrenzt wird die Spieldauer in der Regel durch den Spielmechanismus, wodurch es nicht zu extrem langen Spielzeiten wie bei Risiko oder Monopoly kommen kann. Zumeist definiert sich das Ziel des Spiels über Siegpunkte. So gewinnt am Ende derjenige, der die meisten Punkte erreicht hat. Bis zum Ende eines Autorenspiels können sämtliche Mitspieler teilnehmen, da ein vorzeitiges Ausscheiden wie bei anderen Brettspielen nicht möglich ist.
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