Mit Kindern basteln - Kreative Bastelideen wie z.B. das Herstellen von Knete

Kinder wollen beschäftigt werden; gerade bei schlechtem Wetter ist Basteln ein gutes Angebot. Beim Basteln mit Kindern gibt es aber einige Punkte, die beachtet werden wollen; bastelt man beispielsweise mit Kleber, sollte man einen schadstoffarmen Klebstoff wählen. Für Kinder stellt das Basteln eine beliebte Freizeitbeschäftigung dar - wir geben Tipps, was und womit man basteln kann und worauf dabei geachtet werden sollte.

Für Kinder stellt das Basteln eine beliebte Freizeitbeschäftigung dar - wir geben Tipps, was und womit man basteln kann und worauf dabei geachtet werden sollte

Das Basteln zählt zu den Lieblingsbeschäftigungen von Kindern. Es macht aber nicht nur Spaß, sondern fördert die Kleinen auch in ihrer Entwicklung: sie können ihrer Fantasie und Kreativität freien Lauf lassen und schulen zudem ihre motorischen Fähigkeiten. Wenn sie dann etwas Eigenes geschaffen haben, sind sie mächtig stolz.

Bastelmaterialien findet man in entsprechenden Bastelläden zuhauf; hier findet man

  • Papier und Pappe
  • Holz
  • Kork
  • Wolle
  • Filz
  • Knete

und Vieles mehr. Empfehlenswert ist es aber auch, einmal in die Natur hinaus zu gehen und sich beispielsweise im Wald mit Materialien zu versorgen. Doch auch zuhause wird man fündig werden, wenn man nach Bastelideen für seine Kinder sucht. Gut geeignet sind beispielsweise

  • Blätter
  • Kastanien
  • Tannenzapfen
  • Maiskolben
  • Stöcke
  • Steine
  • Walnussschalen
  • Kürbisse oder
  • Rosenblätter.
Die meisten Kinder basteln für ihr Leben gerne - seis im KIGA oder Zuahuse
Die meisten Kinder basteln für ihr Leben gerne - seis im KIGA oder Zuahuse

Im Folgenden haben wir einige Bastelideen für Sie zusammengestellt...

Reißbilder basteln

Papier ist ein beliebter Werkstoff für die Kleinsten. Für Reißbilder braucht man buntes Papier, vielleicht auch zweifarbiges, Tonpapier und einen Kleber.

Nun werden aus dem bunten Papier Motive ausgerissen. Diese kann man aufmalen, so dass das Kind eine Orientierung hat, oder man lässt es frei reißen. Es können auch einfach nur kleine Schnipsel sein und diese werden dann auf das Tonpapier geklebt. Man kann auch auf dem Tonpapier eine Form oder ein Motiv vorzeichnen; dieses wird dann mit den Papierschnipseln gefüllt.

Je nach Alter und Fertigkeit entstehen so eindrucksvolle Bilder. Das Reißen schult die Feinmotorik und es ist ein besonderes Erlebnis und ein ganz spezieller Umgang mit dem Werkstoff Papier.

Erfolgserlebnisse

Das Bunte gefällt den Kindern und etwas zerreißen zu dürfen, ist eine besondere Erfahrung. Wenn dann auf dem Tonpapier eine gelungene Form oder ein gelungenes Motiv entsteht, ist das ein Erfolgserlebnis. Gerade für die Kleinsten ist das ein besonderer Anreiz, etwas entstehen zu sehen und sie freuen sich über das Resultat.

Reißarten

Das Kind muss sich erst einmal an das Reißen gewöhnen. Verschiedene Reißrichtungen bringen unterschiedliche Resultate.

Wenn zur Laufrichtung des Papiers gerissen wird, entstehen gleichmäßigere Ränder. Reißt man quer gibt es eher unregelmäßige Kanten. So werden auch die Sinne des Kindes geschult.

Ein Riesenspaß für Groß und Klein

Kleinere Kinder werden noch Unterstützung brauchen, aber ältere Kinder können, wenn sie mit der Technik vertraut sind, Reißbilder auch alleine machen. Reißbilder sind auch für die Allerkleinsten eine schöne Erfahrung; auch sie können schon ein Blatt Papier in Schnipsel reißen. In Bastelgeschäften gibt es spezielles Papier, welches auf der Rückseite mit einer Klebeschicht beschichtet ist.

Dieses Papier gibt es matt oder glänzend in vielen bunten Farben. Dann werden die Papierschnipsel gerissen und angefeuchtet, um sie auf das Tonpapier aufzukleben.

Interpretationsvielfalt

Wenn man mit älteren Kindern bastelt, kann es interessant sein, Formen zu reißen. Es ist ein spannender Prozess zu interpretieren, was die gerissene Form darstellen könnte.

Eine Blume, ein Haus, eine Sonne oder vielleicht ein Tier? So kann dann das Bild mit Fantasie gestaltet werden.

Mit Kindern Laternen basteln

Laternen finden nicht nur an Sankt Martin Verwendung. Es gibt noch mehr Anlässe, für die man Laternen gut einsetzen kann. Zum Beispiel zur Gartenparty, an Halloween oder zum Kindergeburtstag.

Die Luftballonlaterne

Dabei macht es besonderen Spaß, die Laternen mit den Kindern selbst zu basteln. So entstehen ganz individuelle und einmalige Laternen.

Es gibt anspruchsvolle und weniger anspruchsvolle Laternen, aber der Effekt ist immer groß. Die Luftballonlaterne hat den Vorteil, dass man sie auch schon mit kleineren Kindern basteln kann. Man benötigt runde Luftballons, Kleister und buntes Transparentpapier.

Der Kleister wird nach Anleitung angerührt, dann lässt man die Kinder das Transparentpapier in Schnipsel reißen. Anschließend werden die Schnipsel in Kleister getaucht und auf den aufgeblasenen Luftballon geklebt.

Man klebt mehrere Schichten übereinander; rund um den Knoten des Luftballons muss eine kleine Region jedoch frei bleiben. Wenn so ungefähr drei Schichten geklebt sind, hängt man den Luftballon am Knoten zum Trocknen auf.

Wenn die Papierschichten getrocknet sind, sticht man den Luftballon mit einer Nadel auf und entfernt ihn. Oben schneidet man einen sauberen Rand und durch zwei kleine Löcher an den Seiten befestigt man einen gebogenen Draht, an dem das Licht befestigt wird.

Die Käseschachtellaterne

Für eine Käseschachtellaterne benötigt man eine runde Käseschachtel, Kleber und festes Pergamentpapier sowie Wachsmalkreide. Mit der Wachsmalkreide wird das Pergamentpapier bemalt. Dann braucht man den Boden der Käseschachtel als Laternenboden und oben nur den Deckelrand der Schachtel. Das Pergamentpapier kann nach Belieben und nach Können der Kinder gestaltet werden.

Es muss so abgemessen werden, dass das Papier die Käseschachtel umschließt. Dann wird das bemalte Pergamentpapier unten an den Käseschachtelboden geklebt und oben wird der Schachtelrand geklebt.

Dann klebt man die Papierstöße zusammen. Oben am Käseschachtelrand werden rechts und links kleine Löcher gemacht, um den Draht zu befestigen.

Die Papprollenlaterne

Um eine Papprollenlaterne zu basteln benötigt man 7 Papprollen (leere Küchenpapierrollen). Weiterhin Schere, Kleber, Transparentpapier und Wassermalfarbe.

Die Rollen werden der Länge nach hochkant aufgeschnitten und zusammengeklebt, so dass sich ein Körper bildet. Man kann sie auch mit einem Tacker zusammenheften.

Dann schneidet man Fenster aus und bemalt die Rollen mit Wasserfarbe. Von innen werden die Fenster mit buntem Transparentpapier beklebt. Oben braucht man rechts und links zwei kleine Löcher, um den Draht zu befestigen.

Die Eierkartonlaterne

Auch aus Eierkartons lassen sich Laternen basteln. Man benötigt zwei Eierkartons, die zusammengeklebt werden. Die runden Böden, auf denen normalerweise die Eier sitzen, werden ausgeschnitten, die Kartons bunt bemalt. Von innen klebt man buntes Transparentpapier ein.

Für St. Martin werden gerne Laternen gebastelt
Für St. Martin werden gerne Laternen gebastelt

Knet ist bei Kindern besonders beliebt - man kann sie auch selbst herstellen...

Knete selbst herstellen

Knete kann man auch leicht selbst herstellen. Man braucht nur wenige Zutaten und kann die Kinder schon beim Zubereiten mit einbinden.

Die handelsübliche Knete ist unschädlich für die Haut, allerdings ist sie nicht zum Verzehr geeignet. Knete ist wiederverwendbar und Knete aus Wachs lässt sich durch die Erwärmung mit der Zeit besser kneten, da sie weicher wird. Außerdem verströmt die Wachsknete einen angenehmen Geruch und ist ein natürliches Produkt.

Manche Knetarten können durch Trocknung oder auch im Backofen ausgehärtet werden. Kinder formen dann oft Sachen für die Spielküche oder den Kinderkaufmannsladen.

Mit Knete spielen Kinder besonders gern - diese kann auch selbst hergestellt werden
Mit Knete spielen Kinder besonders gern - diese kann auch selbst hergestellt werden

Rezept Nr. 1

Die handelsübliche Knete besteht hauptsächlich aus Wasser, Öl, Salz und Mehl, deshalb kann man sie auch leicht selber machen. Für eine Rezeptvariante benötigt man:

  • 400 Gramm Weizenmehl
  • 200 Gramm Salz
  • 10 Gramm Alaunpulver (erhält man in der Apotheke)
  • 3 Esslöffel Speiseöl (beispielsweise Sonnenblumenöl)
  • 1/2 Liter kochendes Wasser
  • Lebensmittelfarbe (erhält man in unterschiedlichen Farben in Drogerien und Großmärkten)

Mehl, Salz und Alaunpulver werden gut vermischt und anschließend rührt man das kochende Wasser ein. Dann gibt man Öl und Speisefarbe dazu. Am besten verwendet man ein Handrührgerät, den Mixer oder eine Küchenmaschine.

Diese selbstgemachte Knete ist mindestens ein Jahr haltbar. Sie muss aber im Kühlschrank in einem luftdicht verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden.

Alaun ist vor allen Dingen ein blutstillendes Mittel. Es ist ein Doppelsalz, das so genannte Kaliumaluminiumsulfat. Es ist in kleinen Mengen ungiftig, sollte aber trotzdem nicht verzehrt werden.

Durch seinen ekelhaften Geschmack hält es Kinder allerdings davon ab, es in den Mund zu stecken. Alaun dient dazu, die Knete geschmeidig zu machen.

Rezept Nr. 2

Eine weitere Möglichkeit ist, essbare Knete herzustellen. Für dieses Rezept nimmt man:

  • 1 Teil Erdnussbutter
  • 1 Teil Honig
  • 2 Teile Milchpulver

Alle Zutaten werden gut miteinander vermischt. Wenn der Teig zu klebrig ist, fügt man noch Milchpulver dazu. Mit dieser essbaren Knete können wunderschöne Figuren geformt werden, die man dann anschließend verspeisen kann.

Ob das allerdings pädagogisch sinnvoll ist, ist fraglich. Denn sonst werden die Kinder ja eher angehalten, nicht alles in den Mund zu stecken. Vielleicht sollte man die essbare Knete nur mit älteren Kindern verwenden, denen man schon alles ausführlich erklären kann.

Zum Sammeln in den Wald und dann mit Blättern basteln

Es müssen nicht immer die teuren Bastelmaterialien aus dem Bastelgeschäft sein. Im Wald können Kinder viele unterschiedliche Dinge finden, mit denen man zu Hause schöne Kunstwerke basteln kann.

Das ganze Jahr über, besonders aber natürlich im Herbst, findet man im Wald Blätter. Die Kinder dürfen sich ein Körbchen mitnehmen und Blätter in unterschiedlichen Größen und Formen sammeln.

Währenddessen kann man ihnen auch gleich erklären, um welche Blätter es sich jeweils handelt. So verbindet man das Angenehme mit dem Nützlichen.

Blätter pressen und verarbeiten

Zu Hause kann man sofort mit dem Basteln starten oder die Blätter auch zuerst pressen. Dazu legt man sie in dicke Bücher. Bereits am nächsten oder übernächsten Tag sind die Blätter schön glatt.

Blättermännchen

Gerade kleinere Kinder basteln gerne Blättermännchen. Dafür benötigt man ein großes Blatt als Bauch und klebt dieses in die Mitte eines großen Blatt Papiers. Die Beine sind jeweils kleinere längliche Blätter. Die Füße darf das Kind selbst mit einem Bunt- oder Filzstift malen.

Je nachdem, welche Form das Blatt hat, das den Bauch bildet, benötigt man nun noch Arme und Finger, die man dann entweder aus Blättern formt oder selbst hinzumalt. Auch den Kopf mit dem Gesicht darf das Kind selbst malen. Hat man ein ganz kleines Blatt gefunden, so kann man dies als Hut auf den Kopf kleben und fertig ist das Blättermännchen.

Aus im Wald gesammelten Materialien können ganze Landschaften und Dörfer gebastelt werden
Aus im Wald gesammelten Materialien können ganze Landschaften und Dörfer gebastelt werden

Igel

Ebenfalls ganz einfach zu basteln, ist ein Igel. Man schneidet hier aus Tonpapier den typischen Igelkopf aus und klebt diesen auf ein großes Papier.

Nun benötigt man viele Blätter des gleichen Baumes und klebt diese schuppenförmig an den Kopf, sodass der Igelbauch entsteht. Wer möchte, kann dann noch kleine Füßchen hinmalen.

Fensterschmuck

Haben die Kinder ein besonders großes Blatt gefunden, so kann man aus diesem Blatt auch Mund, Nase und Augen herausschneiden und als Fensterschmuck verwenden. Wer besonders kreativ ist, kann auch eine Halloweenfratze aus dem Blatt schneiden und so ab Mitte Oktober sein Haus auf Halloween vorbereiten.

Kindergeburtstag im Wald

Das Basteln mit Blättern eignet sich auch gut für einen Kindergeburtstag. Zuerst geht man mit den Kindern in den Wald und sammelt die Blätter. Anschließend dürfen die Kinder dann damit basteln - ggfs. kann man auch schon am Tag vorher Blätter suchen und diese pressen.

Wer mit Kleber bastelt, sollte auf schadstoffarme Inhaltsstoffe achten...

Vorsicht bei der Wahl des Klebstoffs

Zu den wichtigsten Bastelmaterialien gehört Klebstoff. Je nachdem, an was gearbeitet wird, kommen unterschiedliche Kleber zum Einsatz. Allerdings sind Klebstoffe, die von erwachsenen Menschen benutzt werden können, für Kinder nicht immer unbedenklich.

Achtung bei Sekundenkleber und Co.

Vor allem Klebstoffe, die nur eine geringe Zeit zum Trocknen brauchen und eine rasche Weiterverarbeitung möglich machen, eignen sich nur für ältere Kinder ab etwa 13 Jahren. Dazu gehören zum Beispiel

  • Sekundenkleber
  • Heißklebepistolen
  • lösemittelhaltige Kontaktkleber und
  • 2-Komponenten Klebstoffe.

Gefährliche Inhaltsstoffe

Bei jüngeren Kindern besteht jedoch die Gefahr, dass Klebstoffe, die Lösemittel enthalten, gesundheitliche Schäden bei ihnen hervorrufen. So kann es in Räumen, die nur schlecht belüftet werden, zu Beschwerden wie

kommen. Manchmal enthalten die Klebstoffe neben Lösemitteln auch Schadstoffe, die sich negativ auf die Gesundheit und die Umwelt auswirken. Nach Ansicht des Bundes für UUmwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sind vor allem Kinder durch giftige Klebstoffe gefährdet, da sie verhältnismäßig doppelt so viel Luft einatmen wie Erwachsene, wodurch sie mehr Schadstoffe aufnehmen.

Darüber hinaus lässt die Haut von Kindern mehr Giftstoffe durch als die Haut von erwachsenen Menschen. Zu Beschwerden kommt es meist dann, wenn mehrere Kinder in einem Raum sitzen, wie in der Schule oder im Kindergarten, und mit Klebern arbeiten, die Lösemittel enthalten.

Alternativen für Kinder

Es gibt jedoch gute Alternativen. Als geeignet für Kinder gelten Klebstoffe, die auf Wasserbasis hergestellt werden. Diese Kleber sind frei von Lösemitteln, weswegen sie allerdings eine längere Zeit zum Trocknen benötigen.

Dadurch kann die Geduld der Kinder zwar oft auf die Probe gestellt werden, dennoch sind Klebstoffe wie

  • Mehrzweckkleber
  • Leim oder
  • Kleister

für sie weitaus besser geeignet als zum Beispiel Sekundenkleber, den man besser von ihnen fernhalten sollte. Ebenfalls als Alternative infrage kommen Wachskleber. Erkennen lassen sich giftige Klebstoffe an den angebrachten Warnhinweisen wie Feuer oder Kreuz.

Beispiele

Als gut geeignet für Kinder im Grundschulalter gelten Kleber wie

  • Pattex Hobby Alleskleber
  • Pattex Multi Alleskleber
  • Pritt Bastelkleber
  • Pritt Stift
  • Pritt Schulkleber
  • Pritt Kleberoller permanent bzw. non permanent
  • PowerPritt Alleskleber Stift
  • Metylan normal sowie
  • Ponal Classic und
  • Ponal Express Holzleim.

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Quellenangaben
  • bastelei © Susanne Güttler - www.fotolia.de
  • preschoolers © Monika Adamczyk - www.fotolia.de
  • Verschiedene Laternen für den Martinsumzug © Marina Lohrbach - www.fotolia.de
  • woman playing and teaching with children © Oksana Kuzmina - www.fotolia.de
  • Kastanienfamilie © ChristArt - www.fotolia.de

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