Tipps zum Autokauf und -verkauf - die Wahl des passenden Modells, Hinweise zur Probefahrt und Co.

Frau steht im Auto und schaut aus Schiebedach hervor, im Hintergrund Berglandschaft

Merkmale unterschiedlicher Wagenarten und Möglichkeiten, ein Auto zu kaufen - wie findet man ein gutes Verkaufsangebot und worauf ist beim Kauf zu achten?

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  • von Paradisi-Redaktion

Der Kauf eines Autos rangiert bei vielen Menschen irgendwo zwischen einer unabänderlichen Notwendigkeit einerseits sowie der Erfüllung eines lange gehegten Traumes andererseits. Unabhängig vom Modell kann es dabei aber zu einigen Besonderheiten kommen, die sich nicht zuletzt auf den Preis auswirken. Gerade die Fragen vorheriger Besitzer, der Laufleistung oder erlittener Unfälle machen sich dabei bemerkbar. Sowohl beim Autokauf als auch -verkauf müssen einige Dinge beachtet werden. Modellwahl, Probefahrt und Co. - holen Sie sich Tipps zum Autokauf und Autoverkauf.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Gut informiert zum Autokauf

Bevor man sich auf den Weg zum nächsten Autohändler macht, sollte man sich einpaar generelle Informationen aneignen, um beim Kauf die richtige Wahl zu trefen.

Auf die Kosten achten

Ein häufiges Kriterium für einen Kauf wird bereits in den Preisen zu sehen sein. Denn vielfach hat sich das Auto gerade in den letzten Jahren eher als unvermeidliche Belastung erwiesen, um die viele Personen eben nicht herumkommen. So wünschen sie sich zwar gewisse Annehmlichkeiten, doch das zuvor gesetzte Budget muss eingehalten werden.

Im Regelfall wird also vieles auf den Gebrauchtwagen hindeuten. Warum auch nicht, schließlich muss der Umstand, dass das Fahrzeug bereits benutzt wurde, kein Nachteil sein. Das Modell ist eingefahren, eventuelle Mängel sind häufig bereits erkannt und behoben worden.

Eine schnelle Eingewöhnung wird bei vielen Gebrauchten zudem erleichtert: Der Fahrer spürt regelrecht, dass er nicht die erste Person in diesem Sitz ist.

Neu und unbenutzt

Allerdings ist genau das nicht nach jedermanns Geschmack. Gerade wer es sich leisten kann, greift gerne einmal auf ein Auto zurück, das noch keinerlei Vorbesitzer hatte.

Fabrikneue Wagen können dabei ebenso wie Tageszulassungen infrage kommen. Hierbei ist allerdings der Unterschied in den Kosten zu sehen.

Insbesondere die ab Werk ausgelieferten Autos erweisen sich als preisintensiv – ein Manko, das hinsichtlich des Wertverfalles innerhalb der ersten Monate durchdacht sein möchte. Etwas günstiger gestaltet sich die Tageszulassung, bei der der Händler als erster Besitzer auftritt und somit für ordentliche Nachlässe garantiert. Auf den erwünschten Komfort muss der Käufer dagegen meist nicht verzichten.

In geringem Umfang verwendet

Natürlich muss es nicht immer das weitgehend neue Auto sein, zumal nicht jeder Interessent das nicht eingefahrene Modell wünscht. Fahrzeuge, die zuvor bereits ihre Verwendung fanden, dabei aber nicht allzu sehr beansprucht wurden, lassen sich etwa im Jahres- oder Vorführwagen finden. Insbesondere Letztgenannter wurde im Regelfall nur für Probefahrten in den Verkehr geschickt, wird also eine geringe Laufleistung hinter sich haben und über keine Mängel verfügen.

Gerade hinsichtlich des Alters eines solchen Fahrzeuges kann es aber zu Problemen kommen. Etwas anders gestaltet sich dieses Kriterium beim Jahreswagen: Er hat maximal 12 Monate auf dem Buckel und dürfte nicht selten als nahezu neuwertig zu deklarieren sein.

Die Vorgeschichte kennen

Viele Käufer stellen beim Erwerb eines Wagens ohnehin darauf ab, wie gut sich dessen Historie einschätzen lässt. Je mehr Vorbesitzer es gab, desto undurchsichtiger wird es, eventuelle Unfälle oder unsachgemäße Vorgehensweisen zu erkennen. Denn nicht immer lässt sich anhand von Dellen oder Farbunterschieden im Lack feststellen, dass es hier bereits einmal etwas zu bemängeln gab.

Beim Neuwagen ist der Interessent dagegen auf der relativ sicheren Seite, bekommt er doch ein Fahrzeug, das zuvor fast nicht verwendet wurde und auch keinen bisherigen Besitzer aufweist. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Auto keine Mängel aufweisen kann. Stand es allzu lange bei einem Händler, so könnte sich auch dieses Manko negativ auswirken.

Darf es etwas Ausgefallenes sein?

Wer sich dagegen nicht mit einem Serienmodell begnügen möchte, sondern ausgefallene Wünsche hegt, der kann mit dem Bestellfahrzeug oft am besten fahren. Hierbei gelangt der Verbraucher nicht nur in den Genuss, alle Erfordernisse maßgeschneidert einbauen zu lassen. Vielmehr wird das Fahrzeug auch fabrikneu übergeben.

Die Frage, wie viele Vorbesitzer das Auto hatte und wie diese damit umgegangen sind, entfällt also. Doch diese Form der Sorglosigkeit wird meist teuer erkauft. Insbesondere luxuriöse Sonderausstattungen können den üblichen Preisrahmen schnell einmal durchbrechen.

Dafür handelt es sich bei dem Fabrikat auch um ein Einzelstück. Nicht selten ebenso teuer wie individuell – Kriterien, die nicht nach jedermanns Geschmack sind.

Auktion von abgeschleppten Autos in Wiesbaden

Das Ordnungsamt Wiesbaden hat wieder abgeschleppte Autos, die von ihren Besitzern nicht abgeholt wurden, versteigert. Darunter befand sich auch ein Jaguar, der für sage und schreibe nur 120 Euro einen neuen Besitzer fand. Dieter Ufer hat neben diesem PKW auch noch zwei weitere ersteigert, einen Opel für 110 Euro und einen Peugeot für 150 Euro, aber für alle Autos gibt es keine Fahrzeugpapiere und Schlüssel.

Dieter Ufer ist Besitzer eines Verschrottungsbetriebes und wird seine Autos wegen der Ersatzteile ausschlachten, anders ein weiterer "Neubesitzer", der sein ersteigertes Wohnmobil und einen Mercedes wieder flott machen will. Die potentiellen Käufer hatten vor der Versteigerung eine Woche Zeit sich die "Beutestücke" auf dem "Verwahrgelände" anzusehen.

Insgesamt standen auf der Versteigerungsliste 26 PKW's, drei Anhänger und sogar ein Imbisswagen. Alle Autos hatten aber eins gemeinsam, den orangefarbenen Aufkleber des Ordnungsamtes, das Fahrzeug innerhalb einer bestimmten Frist abzuholen.

Autokauf: Kinder bestimmen oft mit

Kinder und deren Meinung spielen beim Autokauf für Eltern eine wichtige Rolle. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage. So wird bei den Überlegungen oftmals darauf geachtet, dass der neue Wagen genügend Spielmöglichkeiten für die Sprösslinge bietet, damit denen auf langen Fahrten nicht langweilig wird.

Zudem soll das neue Auto den Kleinen auch gefallen, sowohl was die Innenausstattung als auch die Farbe betrifft. Es stellte sich heraus, dass der Autokauf ab der Geburt wesentlich auf die Bedürfnisse der Kinder ausgerichtet ist. Familienwagen stehen dann höher im Kurs als schicke Sportwagen.

Lohnen sich Garantieverlängerungen beim Autokauf?

Immer mehr Händler bieten für ihre Fahrzeuge Garantieverlängerungen an, sodass der Garantiezeitraum um eine bestimmte Laufzeit verlängert wird. Innerhalb dieser Zeit kommt die Versicherung für sämtliche Reparaturkosten bei dem Auto auf, was jedoch nicht für Verschleißteile wie Bremsen gilt.

Die Anschlussgarantien kosten je nach Modell zwischen 100 und bis zu 1.000 Euro kosten und der Fahrzeughalter muss in dem Fall sämtliche Inspektionen bei der entsprechenden Vertragswerkstatt durchführen lassen. Somit stellt der Autobauer von vorne herein eine langfristige Beziehung zwischen ihren Werkstätten und den Kunden her.

Aufgrund zahlreicher Schlupflöcher seitens der Versicherung drücken diese sich immer öfter vor der Kostenübernahme im Schadensfall, weshalb Experten gerade bei Neuwagen von derartigen Garantieverlängerungen abraten.

Da sie wirtschaftlich bei einem neuen Auto mit langer Haltbarkeit kaum Vorteile bieten, sollte man sich den Abschluss deshalb gründlich überlegen.

Im Folgenden gehen wir auf die unterschiedlichen Wagenarten etwas genauer ein...

Die Qual der Wahl: unterschiedliche Wagenarten im Überblick

Der Neuwagen

Bereits der Name lässt anklingen, dass es sich hierbei um ein Gefährt handelt, das zuvor noch nicht im Besitz einer Person stand. Das Auto wurde in der Fabrik gefertigt und von dort aus meist direkt an einen Händler übergeben, von wo es nun bezogen werden kann. Bis auf wenige Probefahrten und Testrunden, die entweder im Werk oder beim Verkäufer unternommen wurden, ist der Wagen somit auch noch nicht eingefahren.

Der Vorteil liegt in der relativ langen Haltbarkeit der einzelnen Teile: Sie erweisen sich als makellos und funktionstüchtig. Trotz des hohen Preises, den ein solches Fahrzeug aufwirft, lassen sich also die Gesamtkosten senken.

Denn Reparaturen und andere Wartungsarbeiten müssen in der Regel für die ersten Jahre nicht vorgenommen werden. Bei kleineren Defekten greift ohnehin die Garantieleistung des Fabrikanten.

Doch der schöne Schein trügt. Das sorgenfreie Fahren wird insbesondere beim Neuwagen gerne einmal von der tristen Realität eingeholt.

Die 12-monatige Frist

Ein solcher Neuwagen trägt die Bezeichnung bis maximal ein Jahr nach seiner Fertigstellung. In diesem Zeitraum hat er – da er zuvor ja nicht veräußert wurde – also nicht selten 12 Monate lang beim Händler gestanden. Es kann dabei vorkommen, dass sich Mängel einschleichen, die nicht sofort erkannt werden, die aber dennoch eine aufwendige Reparatur erfordern.

Zeigen sich diese Auswüchse, so kann das Gefährt seinen Status als "fabrikneu" übrigens auch schon vor Ablauf des einen Jahres verlieren. Das ist immer dann der Fall, wenn Beschädigungen auftreten, die alleine durch die lange Standzeit hervorgerufen werden. Für den Käufer empfiehlt es sich in solchen Situationen, nicht den Preis des Neuwagens zu bezahlen, sondern eine Anpassung des Vertrages zu wünschen – oder sich anderweitig umzusehen.

Zudem ist anzuraten, ein solches weitgehend unbenutztes Auto nur unter Hinzuziehung eines Fachmanns zu überprüfen. Kleinere Defekte sind gerade für Laien oft mit bloßem Auge nicht erkennbar.

Jeder zehnte Mann empfindet Schadenfreude, wenn andere am Neuwagen einen Schaden haben

Junger Autofahrer hinter dem Lenkrad, hält sich unter Schock die Hand vor den Mund
Autounfall - Fahrer unter Schock © Markus Bormann - www.fotolia.de

Sein nagelneues Auto im Freundeskreis oder der Nachbarschaft zu präsentieren, setzt bei den meisten deutschen Männern enorme Glücksgefühle frei. Gemeinsam wird begutachtet, bestaunt und gefachsimpelt.

Der stolze Neuwagenbesitzer sollte die Bewunderung der anderen allerdings mit Vorsicht genießen. Bei einer repräsentativen Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 1993 Bundesbürgern ab 14 Jahren im Auftrag der Apotheken Umschau gab rund jeder zehnte männliche Befragte (10,5 Prozent) an, Schadenfreude zu empfinden, wenn er bei dem neuen Auto eines anderen einen Kratzer oder eine Delle entdeckt.

Besonders neidisch aufs neue Auto der anderen sind der Studie zufolge Jugendliche. Bei den 14- bis 19-Jährigen gab jeder Sechste (16,6 Prozent) an, sich bei einem beschädigten neuen Wagen insgeheim ins Fäustchen zu lachen. Wesentlich weniger schadenfroh im Bezug auf Autos sind dagegen die deutschen Frauen: Von ihnen gab nur jede 14. an (7,1 Prozent), bei einem Schaden am Neuwagen Schadenfreude zu empfinden.

Zurzeit preiswerte Neuwagen durch hohe Rabatte bei den Händlern

Aktionen und Rabatte bei Sondermodellen, Leasingangeboten und Eintauschaktionen lassen Autokäufer Geld sparen

Reihe von Neuwagen für Verkauf auf Parkplatz
Neuwagen für den Verkauf © Sigtrix - www.fotolia.de

Wer ein neues Auto kaufen möchte, der ist gut beraten, dies jetzt zu tun, denn durch die von den Händlern angebotenen hohen Preisnachlässe kann man richtig Geld sparen, wie das CAR-Forschungszentrum der Universität Duisburg-Essen berichtet.

Durch bestimmte Aktionen, wie beispielsweise:

  • für Sondermodelle
  • Leasing-Angeboten sowie
  • Eintausch-Aktionen für den alten Gebrauchten

konnten die Käufer in den letzten Wochen im Durchschnitt einen Rabatt um die 11,2 Prozent erzielen. Im vergangenen August lag der Preisvorteil noch bei 10,9 Prozent.

Die absolute Spitze bietet der Automobilhersteller Ford mit seinem sogenannten "Flatrate-Angebot" für den "Ford-KA". Aber auch die Firma Opel bietet für ihren "Insigna" einen Preisnachlass von 17 Prozent und schließlich wollen auch die Hersteller aus Wolfsburg nicht zurückstehen und bieten für das Sondermodell Polo Style 12 Prozent Rabatt an.

Aufgrund der steigenden Rabatte glauben Experten, dass dies ein Zeichen für einen schwächeren Automarkt in Deutschland sei und der Aufschwung der Automobilbranche zu Ende ist.

Deshalb versuchen die Hersteller, wie Ferdinand Dudenhöffer der CAR-Präsident glaubt, mit Hilfe der hohen Rabatten auch Käufer für ihre Neuwagen zu finden.

Ab welcher Laufleistung ist ein Neuwagen immer noch neu?

Ein Reh läuft vor einem herannahenden Auto über die Landstraße (Wildwechsel)
Wildwechsel © hykoe - www.fotolia.de

Selbst Neuwagen kann man manchmal nicht unbedingt als "Neu" bezeichnen, da selbst bei der Auslieferung vom Autohaus schon einige Kilometer auf dem Tacho stehen. Dies hängt beispielsweise damit zusammen, dass das Fahrzeug vom Importeur auf die LKW´s geladen und anschließend vor dem Autohaus wieder abgeladen wird.

Das Landgericht Coburg ist jetzt in einem aktuellen Fall der Frage nachgegangen, ob ein Neuwagen mit einer Laufleistung von 300 Kilometern immer noch als neu bezeichnet werden darf. Eine Frau hatte zuvor ihren Wagen beim Autohaus mit genau dieser Laufleistung abgeholt und zuvor das entsprechende Übergabeprotokoll unterzeichnet. Wenige Tage später bekam der Autohändler Post von ihrem Anwalt, der auf einmal 3.400 Euro Preisnachlass wegen der bereits vorhandenen Laufleistung forderte.

Allerdings gaben die Richter dem Autoverkäufer Recht, da die Frau schon zuvor auf eine schnelle Auslieferung des Wagens drängte und der Kilometerstand in dem Fall zweitrangig sei.

Hohe Rabatte beim Autokauf möglich

Geschäftsmann im Anzug reicht rechte Hand in die Kamera
Business handshake © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Auf dem deutschen Automarkt wurden im Mai dieses Jahres Rabatte bis zu 30 Prozent gewährt, so dass die Autokäufer bis zu 5.000 Euro sparen konnten. Zudem haben die Hersteller die Tageszulassungen erhöht, so dass die Autos zuerst von den Herstellern oder den Händlerbetrieben erworben werden und dann an die Kunden preiswerter weiterverkauft werden können.

Dies praktiziert am meisten der Automobilhersteller Ford, mit einem Anteil von 34,4 Prozent. Anschließend werden die "Dienstwagen" mit einem Rabatt von 20 Prozent weiterverkauft. Während die Firma Audi 62 Prozent seiner Oberklasse zuerst an die eigenen Mitarbeiter abgibt, ist dies bei dem Konkurrenten Mercedes nur bei 19,8 Prozent der Fall.

Aber auch die Händler des Hersteller Volkswagen mit seinem "Paradepferd" VW Golf, geben zur Zeit 24 Prozent Rabatt, was in der letzten Zeit noch nie vorgekommen ist. Und auch bei den sogenannten Tageszulassungen liegt VW weit vorne.

Zusätzlich gibt es für den VW Golf des Wolfsburger Autoherstellers noch eine starke Konkurrenz durch den neuen Hyundai i30, der deutlich besser im Preis liegt und fünf Jahre Garantie gibt. Dadurch erhält man bei diesem Fahrzeug auch nur maximale 18 Prozent Rabatt.

Neuwagenpreise sinken weiter

Die Nachfrage nach Neuwagen sinkt immer weiter. Um ihre Autos dennoch an den Mann oder die Frau zu bringen, liefern sich die Hersteller eine regelrechte Preisschlacht.

Eine Untersuchung des Center of Automotive Research an der Universität Duisburg-Essen zeigte, dass die Hersteller-Rabatte bei Neuwagen im Oktober durchnittlich 13,6% gegenüber des Listenpreises betrugen. Im September lag der Durchschnitts-Rabatt noch bei 12,9%.

Am meisten konnte man im Oktober bei Chevrolet sparen. Den Spark gab es beispielsweise zu extrem günstigen Finanzierungskonditionen, die umgerechnet einen Rabatt von 29,8% ergaben. Citroen gewährte Neuwagenkäufern einen Rabatt von 29,7% auf den Berlingo und 28,7% auf den C3.

Bei den deutschen Herstellern lag BMW in der Rabattschlacht vorn. Beim Leasing eines BMW 316d konnten Kunden im Oktober immerhin 26,3% sparen. Wer besonders viel Glück hat, bekommt auch beim Händler noch einen Rabatt. Bei Internet-Vermittlern konnten Käufer im Oktober durchschnittlich noch einmal 19,7% beim Kauf sparen.

Beim Kauf eines Neuwagens kann man einen Rabatt bis zu 30 Prozent erhalten

Verkehr - Rechte Hand am Lenkrad eines Autos
autofahren © Rebel - www.fotolia.de

Laut Studien des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen können Autokäufer bei Neuwagen einen Rabatt bis zu 30 Prozent erhalten. Wer heutzutage einen Neuwagen kaufen will, der informiert sich meistens zuerst über das Internet und zusätzlich über die Anzeigenseiten der örtlichen Zeitungen. So muss man bei der Preiskalkulation zuerst einmal zur Basisausstattung noch die gewünschten Extras berücksichtigen.

Aber manchmal lohnt es sich auch, auf eine bestimmte Farbe oder eine Sonderausstattung zu verzichten, denn vielfach werden Fahrzeuge mit einer sogenannten Tageszulassung zu Sonderpreisen angeboten. Bei diesen Autos handelt es sich um Neuwagen, die ein Händler für einige Tage auf seinen Namen zulässt, was sich auf die Zulassungsstatistik der Hersteller positiv auswirkt. Diese Fahrzeuge werden dann zu einem günstigeren Preis verkauft, doch hier hat der Käufer dann keine Möglichkeit sein spezielles Wunschauto zu kaufen.

Wer sein Auto über das Internet kauft, der schließt den Kaufvertrag nicht mit dem Betreiber des Internetportals ab, sondern immer mit dem Händler, der dem Betreiber eine Provision zahlt.

Aber der Nachteil bei einem solchen Kauf besteht darin, dass man keine Probefahrt machen kann. Zudem kann man bei einem Händler vor Ort in einem persönlichen Verkaufsgespräch oftmals noch zusätzlich den Preis drücken. Auch kann man durch eine Inzahlungnahme seines Gebrauchten zusätzlich den Kaufpreis reduzieren, besonders wenn es sich um eine andere Marke handelt.

Über die eigentliche Finanzierung sollte man aber erst dann reden, wenn man sich über den Preis auch einig ist.

Welche Neufahrzeuge sind am wertstabilsten?

Geländewagen im Schlamm
Off roading thrill © Grigorenko - www.fotolia.de

Neben der Kfz-Versicherung sowie dem Sprit schlägt beim Auto insbesondere der Wertverlust zu Buche, welcher von Modell zu Modell unterschiedlich hoch ausfällt.

Porsche 911 Carrera S Cabrio

Laut einer Untersuchung der "Auto Bild" und des Marktbeobachters Schwacke ist der Porsche 911 Carrera S Cabrio das derzeit wertstabilste Fahrzeug hierzulande. Wer diesen Sportwagen nach vier Jahren mit einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern wieder verkauft, erhält rund drei Viertel seines einstigen Listenpreises von 124.730 Euro wieder - ein Wertverlust von 42.732 Euro.

Opel Adam 1.4 Ecoflex und Mini Countryman

Der Opel Adam 1.4 Ecoflex zählt mit einem Restwert von 57,6 Prozent bei den Kleinstwagen zu einem der wertstabilsten Fahrzeuge, während der Mini Countryman in der Fahrzeugklasse Kleinwagen mit 59,05 Prozent ganz vorne liegt.

Kombi Dacia Logan MCV dCi90 und BMW X3 xDrive 20d

Mit rund 61 Prozent Restwert erhält man beim Kombi Dacia Logan MCV dCi90 in der Kompaktklasse noch am meisten Geld beim Verkauf, während der Diesel-Kombi BMW 325d Touring mit 55 Prozent Weltmeister in der Mittelklasse ist.

Hinsichtlich der Wertentwicklung sind insbesondere Käufer eines SUVs auf der sicheren Seite. In dieser Klasse überzeugt der BMW X3 xDrive 20d mit 64 Prozent.

Der Vorführwagen

Wer gleichfalls die Kosten senken, die Annehmlichkeiten eines neuen Gefährts aber nicht missen möchte, entscheidet sich gerne einmal für den Vorführwagen. Hiebei handelt es sich um ein Modell, das zu keiner Zeit auf einen Endverbraucher zugelassen war, das vielmehr aber zum Zwecke der Anschauung und für Probefahrten in einem Autohaus zum Einsatz kam. Der Verschleiß der Einzelteile ist somit oftmals gering, größere Mängel treten nicht auf.

Im Vergleich zum Neuwagen wirkt zudem die Preisgestaltung lukrativ, ist doch häufig mit deutlichen Nachlässen zu rechnen. Aber auch diese Medaille hat zwei Seiten.

Nicht immer ist ein Vorführwagen vermeintlich neu. Denn eine niedrige Beanspruchung deutet nicht auf das Alter des Fahrzeuges hin.

Gerade diesen Aspekt mussten in der Vergangenheit einige Gerichte durchleuchten. Sie kamen zu dem Schluss, dass ein Vorführwagen durchaus bereits einige Jahre alt sein kann. Für den Käufer entwickelt sich damit aber ein besonderes Risiko, wenn er um die Tücken des Autos nicht weiß.

Den Zustand erkennen

Nicht alleine das Alter sorgt vor dem Erwerb mitunter für Schwierigkeiten. Auch die allgemeine Beschaffenheit des Vorführwagens kann sich anders darstellen, als erhofft.

Das ist nicht selten deshalb der Fall, da das Gefährt im neuen Zustand bereits für Probefahrten eingesetzt wird. Zu einem Zeitpunkt also, da es noch nicht eingefahren ist.

Wird es währenddessen über Gebühr an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit geführt, so kann es zu einem schnelleren Verschleiß der empfindlichen Bauteile kommen. Zwar obliegt dem Händler die Pflicht, das Auto daraufhin zu überprüfen, Mängel reparieren zu lassen und notfalls den Vertrag so zu gestalten, dass sich der Preis dem Zustand des Modells anpasst.

Für den Interessenten gibt es meist aber nur wenige Anhaltspunkte dafür, dass der Verkäufer dieser Aufgabe auch tatsächlich nachgekommen ist. Wie bereits beim Neuwagen, so gilt es hier gleichfalls, dass eine besondere Vorsicht einzuhalten ist. Ansonsten kann der Traum des vermeintlich neuen Autos schnell zerplatzen.

Der Gebrauchtwagen

Wer sich für ein solches Modell entscheidet, akzeptiert damit ein Gefährt, das bereits in Benutzung war. Denn mindestens einen Vorbesitzer weist der Gebrauchtwagen auf – meistens werden es natürlich mehr sein.

Der Zustand kann also durch die Faktoren des Alters, des Gebrauchs sowie früherer Unfälle und Reparaturen erheblich variieren. Insofern muss der Käufer stets auch ein gewisses Risiko einkalkulieren.

Dem stehen aber die deutlich gesenkten Preise gegenüber, die für diese Kategorie eines Autos oft anfallen. Idealerweise wird das Gefährt ohnehin bei dem Gebrauchtwagenhändler erworben.

Er weiß um die Tücken und Mängel, die ein solches Auto erleiden kann. Unter Privatpersonen sollte dagegen ein besonders großes Vertrauen vorliegen, lassen sich doch gerade kleinere Beschädigungen mit bloßem Auge nur unzureichend erkennen.

Dennoch ist der Handel mit dem Gebrauchtwagen nach wie vor für beide Seiten ein lukratives Geschäft. Die Preise lassen sich anhand einiger Richtwerte relativ frei verhandeln, allen Kriterien – insbesondere auch des Wertverlustes – wird Rechnung getragen.

Die Frage der Garantie

Stets zu beachten ist jedoch, dass ein Gebrauchtwagen meist nicht mehr die Garantie besitzen wird, die er einst vom Fabrikanten zugeteilt bekam. Doch, wie ist zu verfahren, wenn sich kurz nach dem Kauf deutliche Mängel einstellen?

Viele gewerbliche Händler veräußern den Wagen mit einer integrierten Garantieleistung, die speziell darauf ausgelegt ist, dass das Auto bereits in Gebrauch war und sich daher einige typische Fehler einschleichen können. Beim Kauf von Privatleuten ist das dagegen nicht der Fall.

Dennoch haben einige Gerichte in Deutschland in den letzten Jahren speziell die Rechte der Gebrauchtwagenkäufer gestärkt. Sie sollen nicht mehr auf einem Mangel sitzen bleiben, den sie nicht erkennen konnten. Allerdings ist bei der Bewertung eines solchen Autos stets auch ein besonderes Feingefühl erforderlich.

Nur wenigen Fachleuten ist die Kompetenz gegeben, alle Verschleißteile und bisherigen Leistungen des Fahrzeuges derart objektiv einzuschätzen, dass sich daraus ein fairer Preis ergibt. Der Kauf erfordert mitunter also etwas Spaß am Risiko – kann sich dann bei einem Gebrauchten aber auch lohnen.

Über den Wertverfall von Autos - was den Restwert von Gebrauchtwagen ausmacht

Hand eines Mannes am Türgriff eines grauen Autos
Hands On Car Door © Edler von Rabenstein - www.fotolia.de

Wer beim Autokauf freie Auswahl bei der Ausstattung haben möchte und zudem von der vollen Herstellergarantie profitieren will, sollte ganz klar zu einem Neuwagen greifen.

Allerdings verlieren Neuwagen bereits bei der Erstanmeldung und im darauf folgenden Jahr enorm an Wert. Ab dem zweiten Jahr an bleiben Fahrzeuge hingegen relativ wertstabil. Demzufolge lässt sich viel Geld sparen, wenn man sich zum Beispiel für einen Vorführwagen entscheidet. Auch Jahreswagen sind eine lohnende Investition, da man sie bei richtiger Pflege nahezu ohne Verlust weiterverkaufen kann.

Das gilt zumindest für Fahrzeuge, die weniger als 100000 Kilometer gefahren sind. Wobei auch die Fahrzeugklasse Einfluss darauf hat, wie schnell ein Auto an Wert verliert. Als besonders wertstabil gelten Kleinwagen und SUVs, die selbst nach drei Jahren oft noch für gut 60 Prozent ihres Neupreises veräußert werden können. Für dreijährige Fahrzeuge der Oberklasse hingegen kann man in der Regel lediglich 45 % ihres ursprünglichen Preises verlangen.

Anzumerken ist jedoch, dass ab der gehobenen Mittelklasse auch die Ausstattung und die Restgarantie eine wichtige Rolle bezüglich des Wiederverkaufswerts spielen.

Gebrauchtwagen sind bei den Deutschen immer beliebter

Junger, sportlicher Typ mit Sonnenbrille von oben mit rotem Modellauto
presenting a car © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Während das Neuwagengeschäft hierzulande schwächelt, greifen immer mehr Deutsche beim Kauf eines Autos zum Gebrauchtwagen. Laut dem Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg stiegen die Besitzumschreibungen im vergangenen Jahr um drei Prozent - die Zahl der Neuzulassungen ging dagegen um 4,2 Prozent zurück.

Somit wechselten im Jahr 2013 erstmals seit der Jahrtausendwende über sieben Millionen Gebrauchtwagen den Besitzer. Bei den Neuanmeldungen verbuchten insbesondere Autos mit alternativen Antrieben ein Plus von 1,3 auf 1,6 Prozent. Auch die Klasse der Sport-Geländewagen wird in Deutschland immer beliebter, wo es im letzten Jahr 8,6 Prozent mehr Neuanmeldungen gab.

Mit einem Marktanteil von 21,8 Prozent und rund 642.000 neu zugelassenen Autos behauptete sich der Wolfsburger Autohersteller Volkswagen erneut an der Spitze. Auch für dessen Tochtermarken lief es im letzten Jahr hervorragend, sodass Seat ein Plus bei den Zulassungen von 22,4 Prozent und Skoda von 8,7 Prozent verbuchte.

Dagegen wurde das Vorjahresergebnis von Mercedes mit einem Rückgang von 1,4 Prozent knapp verfehlt, was auch für Audi und BMW mit einem Minus von 5,8 beziehungsweise 5,5 Prozent gilt.

Tipps zum Kauf eines Gebrauchtwagens - Händler verheimlichen Mängel an Fahrzeugen

Einer aktuellen Studie zufolge halten Gebrauchtwagenhändler Informationen über ihre Fahrzeuge zurück. Sie teilen sie erst dann mit, wenn Kunden sie gezielt darauf ansprechen.

Unerfahrene Interessenten, die sich mit gebrauchten Pkw nicht auskennen, sollten daher bei dem Wunschfahrzeug vor dem Kauf eine professionelle Gebrauchtwagenuntersuchung durchführen lassen. Eine solche Überprüfung liefert Autofahrern mehr Informationen über den Zustand eines Pkw und zudem gute Argumente für einen angemessenen Kaufpreis beim Händler.

Unzureichende Auskunft über etwaige Mängel

Die Studie ergab, dass markengebundene Autohäuser einen besseren Service anbieten als freie Händler. Zudem ist der Anteil der gründlich instand gesetzten Fahrzeuge bei ihnen größer. Die Tendenz, Mängel nicht in jedem Fall sofort mitzuteilen, ist jedoch bei beiden Händlergruppen vorhanden. Die Schäden bei den überprüften Autos reichten von Schimmel im Innenraum bis hin zu rostigen oder verschlissenen Bremsanlagen.

Probefahrten werden empfohlen

Eine professionelle Untersuchung des Fahrzeugs bieten etwa der TÜV Süd für 20 bis 80 Euro und der ADAC für mindestens 54 Euro an. Kunden sollten darüber hinaus darauf achten, dass sie vor einer Probefahrt die Höhe der Selbstbeteiligung im Rahmen einer Vollkaskoversicherung regeln. Sie beträgt häufig 750 Euro, doch eine niedrigere Selbstbeteiligung von 200 oder 300 Euro lässt sich durchaus aushandeln. Probefahrten sollten Kaufinteressenten aus Sicherheitsgründen stets im Stadt-, Überland- und Autobahnverkehr durchführen.

Gebrauchte Cabrios für den Sommer zum kleinen Preis

Beispiele beliebter Cabrios und Hinweise zu technischen Details

Frau in grauem Cabrio, im Hintergrund Meer, blauer Himmel, Sonnenschein
car © olly - www.fotolia.de

Mit dem März kommen die ersten Cabrios des Jahres zurück auf die Straßen. Doch sie sind in der Anschaffung in der Regel teurer als die geschlossene Variante. Daher weichen zahlreiche Autokäufer auf Gebrauchtfahrzeuge aus.

Mazda MX-5

Zu den meistverkauften Cabrios zählt der Mazda MX-5, der aktuell in der vierten Generation seine Fans hat. Der Roadster fand zwischen Februar 1989 und September 2014 945.000 Käufer weltweit. Exemplare mit weniger als 80.000 Kilometern sind ab rund 3.500 Euro erhältlich.

Auch bei hohen Geschwindigkeiten und schlechten Straßen beweist der MX-5 hervorragende Fahreigenschaften.

Peugeot 206 CC

Von September 2000 bis Februar 2007 stellte Peugeot den 206 CC her. Er weist als Besonderheit ein elektrohydraulisches Klappdach auf. Käufer sollten daher den Mechanismus sorgfältig prüfen. Der 206 CC ist für Cabrio-Verhältnisse recht günstig. Gebraucht ist er ab rund 3.300 Euro zu bekommen.

Opel Tigra TwinTop

Ein versenkbares Stahldach bietet der Opel Tigra TwinTop. Seine solide Verarbeitung sowie die seinerzeit ausgereifte Technik beruht auf dem Corsa C. Da er im TÜV-Mängelreport in einigen Kategorien deutlich besser abschneidet als seine Mitbewerber, ist er auch als Gebrauchtwagen beliebt.

Mit rund 80.000 Kilometern auf dem Tacho kostet er mindestens 4.000 Euro.

VW Cabriolet

Ein Klassiker ist das VW Cabriolet, dessen erste Generation im März 1979 auf den Markt kam. Das Golf Cabrio war das erste offene Fahrzeug mit einem festen Überrollbügel. Heute ist er fast ausgestorben, da viele Cabrios automatisch aufklappende Stützen als Überrollschutz besitzen - auch der Golf seit 2011.

Das zurzeit populärste gebrauchte Cabrio ist das VW Golf VI Cabriolet. Angebote sind recht schnell wieder vom Markt verschwunden.

Smart Roadster

Zwischen 2003 und 2005 baute Daimler den Smart Roadster. Mit dem Dreizylinder-Turbomotor, 82 PS und einem Gewicht von lediglich 815 Kilogramm erreicht der Mini-Roadster beachtliche Fahrwerte. Bei aller Sportlichkeit ist das Fahrwerk nicht unkomfortabel.

Der rasante Bruder des Smart Fortwo ist heute ab rund 4.000 Euro auf dem Markt.

Der Jahreswagen

Ähnlich wie der Gebrauchtwagen, so befand sich der Jahreswagen bereits einmal in Benutzung. Im Regelfall wurde er dabei ab Werk direkt an den Verbraucher verkauft.

Zwischen dem Ende der Herstellung und dem Beginn der Erstzulassung dürfen nicht mehr als 12 Monate verstrichen sein. Falls doch, kann die Bezeichnung des Jahreswagens nicht mehr eingesetzt werden.

Dem Käufer bietet sich somit die Gelegenheit, ein Gefährt zu erwerben, das vor höchstens einem Jahr erstmalig im Verkehr eingesetzt wurde. Viele Einzelteile weisen daher einen nahezu makellosen Zustand auf. Dennoch ist das Auto bereits eingefahren, kann also umgehend beansprucht werden.

Je nach Vorbesitzer besteht zudem die Chance, dass der Jahreswagen nur wenige Kilometer gefahren ist, sich also ein nahezu fabrikneues Fahrzeug zu einem günstigen Preis erwerben lässt. Auch die Ausstattung erweist sich meist als weitgehend unangetastet und modern. Gründe, die den Trend des Jahreswagens zuletzt deutlich unterstrichen haben.

Die Preisfrage

Allerdings kann der Jahreswagen neben allen genannten Eigenschaften vor allem mit einem weiteren Vorzug überzeugen: Trotz oft vergleichbarer Leistung und Ausstattung, trotz zuweilen fehlerloser Bauteile und eines nahezu unangetasteten Wesens sinkt der Preis gegenüber dem fabrikneuen Gefährt erheblich. Nachlässe von durchschnittlich 25 Prozent gelten als marktüblich.

Der Grund dafür liegt in dem hohen Wertverlust, den beinahe jedes Auto innerhalb der ersten Monate seiner Benutzung verzeichnet – ganz egal, wie sehr es dabei beansprucht wird. Diesen Umstand machen sich die Käufer eines Jahreswagens zunutze. Das wiederum zahlt sich auch bei einem Weiterverkauf aus, wo das Auto nicht selten ohne weitere Abzüge veräußert werden kann.

Lediglich ein kleiner Nachteil ergibt sich beim Jahreswagen: Wie bereits beim Gebrauchten, so weiß der Interessent auch hierbei nicht, wie sehr der Vorbesitzer das Auto strapaziert hat. Ein geschultes Auge sollte daher die typischen Mängel vorab untersuchen.

Die Tageszulassung

Für viele Interessenten gleicht die Suche nach einem Auto jener der Nadel im Heuhaufen. Denn die möglichst beste Ausstattung zum kleinen Preis lässt sich nicht überall finden. Diesen Spagat bewältigt jedoch die Tageszulassung.

Hierbei handelt es sich um solche Wagen, die vom Werk aus direkt an den Händler abgegeben werden. Bei ihm ergibt sich nun eine Besonderheit: Er lässt sich zunächst als erster Eigentümer eintragen. Das jedoch nur für einen Tag.

Auf diese Weise wird das Fahrzeug nicht beansprucht. Es ist faktisch nach wie vor unbenutzt und weist keinerlei Mängel auf. Dennoch darf das Auto eingedenk des Erstbesitzers nicht mehr als fabrikneu geführt werden, sondern nimmt tatsächlich den Rang eines Gebrauchten ein. Die Preise sinken dadurch recht deutlich.

Die Zulassung auf den ersten Eigentümer erfolgt somit nur aus formalen Gründen. Einwirkungen auf die Leistungen oder den wahren Wert des Autos hat sie somit nicht. Ein Vorteil also für den Käufer, der erheblich sparen kann.

Fast nur Vorteile

Alleine durch diesen ersten Eigentümer sinken die Ausgaben oft um ein Fünftel bis ein Viertel des eigentlichen Preises. Auch im Hinblick auf einen Weiterverkauf also ein lukratives Geschäft.

Hier könnte sich jedoch ein kleiner Nachteil ergeben: Wird das Gefährt tatsächlich veräußert, so stehen trotz des zumeist geringen Gebrauches bereits zwei Vorbesitzer in den Zulassungspapieren. Dieses Kriterium kann mitunter zu weiteren Abschlägen im Preis führen.

Die Bezeichnung der Tageszulassung wird aber immer häufiger von den Verbrauchern auch entsprechend verstanden. Sie sehen darin schon lange kein Manko mehr.

Ebenfalls mit Einschränkungen behaftet ist zudem die Auswahl der Farbe, Leistung und Ausstattung eines solchen Wagens. Meist erhält der Kunde dabei kein Mitspracherecht, muss also nehmen, was sich anbietet. Inwieweit solche Kriterien wichtig sind oder ob sie im Hinblick auf den günstigen Preis vernachlässigt werden können, muss dabei jeder Interessent im Einzelfall für sich entscheiden.

Tageszulassungen schönen die Statistik der Autobauer

Nach Ansicht des Zentralverbandes des deutschen KFZ-Gewerbes schönen die deutschen Autokonzerne ihre Statistiken durch unzählige Tageszulassungen. Im ersten Halbjahr dieses Jahres entfielen demnach von den 60 Prozent der gewerblichen Zulassungen rund 22 Prozent auf große Fahrzeugflotten.

Dahinter kommen die Händler mit knapp 20 Prozent sowie die Autovermieter mit einem Anteil von 10 Prozent. Zum Erreichen der Marktanteile sowie der Händlermargen dürften somit rund 180.000 Fahrzeuge für die Statistik "geschönt" worden sein, während im letzten Jahr knapp 250.000 Autos als Tageszulassungen eingesetzt wurden.

Während viele Experten diese Vorgehensweise scharf kritisieren, verteidigt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut diese Methode der Autobauer, da sie momentan mit sehr hohen Überkapazitäten in West-Europa klar kommen müssen und weniger Marktanteilsziele verfolgt werden.

Das Bestelltfahrzeug

Demgegenüber kann der Käufer seinen Wünschen und Bedürfnissen gänzlich freie Hand lassen, wenn er ein so genanntes Bestellfahrzeug in Auftrag gibt. Hierbei lässt er sich den Wagen vom Hersteller so konfigurieren, wie er sich das vorstellt. Meist wird er dabei aus der Modellpalette ein bestimmtes Exemplar wählen und dieses individuell ausstatten lassen.

Natürlich kann dabei nicht nur die Farbe beeinflusst werden: Nahezu alle Aspekte des Autos – abgesehen der Eigenarten des Typs – werden auf Wunsch des Käufers verändert. Sei es der Bezug der Sitze, sei es das Einfügen kleiner Besonderheiten in der Ausstattung, sei es das Verändern der Fahrleistung. Der Käufer gibt präzise in Auftrag, was er künftig zu besitzen wünscht.

Daneben kommt er in den Vorteil, ein Auto zu erhalten, das einen Kilometerstand von null Kilometern aufweist, folglich also fabrikneu ist. Meist handelt es sich um Einzelstücke, die natürlich einen höheren Preis als normale Fahrzeuge rechtfertigen.

Die gesteigerte Vorfreude

Wer es sich finanziell leisten kann, einen solchen Bestellwagen erwerben zu können, muss daher auf keinerlei Vorzüge verzichten. Solange es sich nicht um besonders extravagante Wünsche handelt, sind eigentlich alle Fabrikanten in der Lage, die Träume des Käufers zu erfüllen. Dieser muss somit lediglich das Manko der langen Wartezeit akzeptieren.

Je ausgefallener die Bestellung, desto mehr Aufwand erfordert die Fertigung. Im Regelfall ist je nach Dichte der Auftragslage von einigen Wochen auszugehen, die für die Wartezeit anfallen.

Seltene Umbauten können sogar mehrere Monate beanspruchen. Wird ein solches Gefährt gänzlich individuell erstellt, ergibt sich daraus meist auch ein einschränkendes Kriterium für die Preisgestaltung bei einem Weiterverkauf.

So können insbesondere persönliche Besonderheiten, Initialen und ähnliche Zeichen den Wert eines Autos erheblich senken. Auch dieser Umstand will bei der kostenintensiven Bestellung vorab also durchdacht sein.

Das Wunschauto aus dem Kundencomputer - Automobilbau wird revolutioniert

Verkehr - Junge Frau sitzt gelassen am Steuer ihres Autos
pretty girl in car © kristian sekulic - www.fotolia.de

In Zukunft soll sich der Kunde sein ganz persönliches Traumauto am PC selber bauen. Hierzu kann er in die virtuellen Regale des entsprechenden Autobauers seiner Wahl greifen und sich sein Fahrzeug aus vorgefertigten Komponenten zusammenstellen. Was sich derzeit noch wie Science Fiction anhört, dürfte bereits in einigen Jahren Realität werden.

Individuelle Kundenvorstellungen können bald berücksichtigt werden

Der Automobilexperte Peter Fuß von der Unternehmensberatung Ernst & Young betrachtet es sogar für zwingend notwendig, dass Autos bereits in weniger als 10 Jahren nach ganz individuellen Vorstellungen der Kunden gebaut werden.

Mittlerweile setzen alle großen europäischen Fahrzeugbauer für ihre Modelle einheitliche Plattformen ein, wobei die Branche künftig aufgrund der spezielleren Kundenbedürfnisse quasi dazu gezwungen wird, sämtliche Produktzyklen zu verkürzen. Somit dürften neue Modellgenerationen statt wie bisher alle sechs künftig alle vier Jahre aufgelegt werden.

Europas größter Autobauer Volkswagen sieht sich aufgrund seiner modularen Baukästen dafür gerüstet, kann den Kunden zudem wesentlich mehr Vielfalt bieten und selbst Nischenmodelle profitabel fertigen.

Normales Auto oder Kombi - welches Modell passt zu wem?

Endlich ist es soweit und man hat die nötigen Mittel, um sich den Traum vom eigenen Auto zu erfüllen. Viele junge Leute und Paare, aber auch Singles, Großfamilien und Senioren erfüllen sich jedes Jahr in Deutschland diesen Wunsch. Wer sich nicht bereits vorab in eine Marke und ein Modell verliebt hat, für den stellt sich beim Kauf die Frage: was darf es sein?

Viele verlieben sich beim Besichtigen von Neu- oder Gebrauchtwagen in ein normales PKW-Modell, doch ebenso viele verlieren ihr Herz an einen Kombi. Beide Varianten haben ihren eigenen Charme.

Am Ende ist entscheidend, welcher Fahrertyp man selbst ist und welchen Ansprüchen der Wagen genügen soll. Danach richtet sich dann, welche Karosseriebauform am Besten geeignet ist.

Was ist beim Kombi anders?

Ein Kombi hat einen Vorteil, den besonders Besitzer von Kleinbetrieben, Familien und Reisefreudige schätzen: Der ausgiebige Stauraum ist das Markenzeichen der Kombis. Daher ist er die beste Empfehlung für all jene, die Wert auf viel Platz legen.

Der volle Name dieser Bauart, Kombinationskraftwagen, lässt das erkennen. Es handelt sich um ein Bindeglied zwischen PKW und LKW. Kombis eignen sich daher sowohl für den Personentransport, als auch für den Transport Güter aller Art.

Genau aus diesem Grund waren die Kombis früher auch eher für Kleinbetriebe interessant, aber das hat sich inzwischen deutlich gewandelt. Moderne und luxuriöse Modelle werden heutzutage von Privatpersonen aus allen Schichten erworben.

Wer ist der Kombi-Typ?

Der Kombi-Typ ist auf der Suche nach praktischem Stauraum, der dennoch Platz und Bequemlichkeit für die Mitfahrer bietet. Eine Brücke zwischen diesen beiden Eigenschaften schlagen zu können, ist genau das, was einen Kombi auszeichnet und ihn beim Kauf von anderen Karosserien abhebt. Wer dagegen nur das Äußere eines Kombis bewundert, jedoch schon von sich weiß, dass er den Stauraum nicht nutzen wird, für den ist ein Kombi nicht die gewinnbringendste Wahl.

Der Kombi speziell als Familienwagen

Die erste Wahl ist ein Kombi in jedem Fall für alle Familien. Hier bieten sich vor allen Dingen die Vans an.

Diese modernen Modelle achten nicht nur auf Platz, sondern auch auf Flexibilität. Wagen dieser Sparte haben einen großen Innenraum, der sieben oder sogar neun Sitzen Platz bietet.

Dabei ermöglichen es die meisten Vans, dass die Sitze variabel bleiben und daher beliebig weggeklappt werden können, um Kinderwagen und co. Platz zu machen. Für noch mehr Platz nach oben empfiehlt sich beim Kauf die Anschaffung eines Hochdachkombis.

Worauf beim Kauf des Familienautos geachtet werden sollte

Junge Familie fährt lächelnd mit dem Auto, kleines Mädchen im Kindersitz
happy family with little child driving in car © Syda Productions - www.fotolia.de

Paare, die Nachwuchs erwarten, werden früher oder später über die Anschaffung eines neuen Autos nachdenken, da der alte Wagen zu klein ist oder zu wenig Komfort bietet. Doch worauf kommt es bei dem perfekten Familienauto an?

Experten raten zu einem größeren Auto, sobald man damit auch in den Urlaub fahren möchte, schließlich steigt auch die Anzahl an Reisekoffern und Co. Hat ein Paar drei Kinder, ist eine zweite Sitzreihe erforderlich, um Platz für die Kindersitze zu schaffen. Großfamilien sollten über eine Dachbox nachdenken, um noch mehr Stauraum zu schaffen.

Beim Autokauf sollte darauf geachtet werden, dass eine Kindersicherung vorhanden ist. Auch die Gurtlänge sollte getestet werden, denn in einigen Fällen sind die Gurte nicht lang genug, um sie um den Kindersitz zu bekommen. Diese sollten dem Alter des Kindes stets angepasst sein, beim Kauf ist eine fachmännische Beratung daher sehr wichtig.

Ist das Kind noch im Babyalter und fährt auf dem Beifahrersitz in einer Babyschale mit, ist es wichtig, dass der Airbag ausgeschaltet werden kann, denn dieser kann für das Baby lebensgefährlich werden.

Ein Fünftürer sollte es beim Familienauto schon sein, wenn man die Kindersitze möglichst schnell ein- und ausladen möchte. Noch praktischer ist ein Wagen mit Schiebetüren.

Vorteile, Nachteile und Kauftipps: Was bringt ein schadstoffarmer PKW?

Umweltbewusstsein ist gefragt, daher setzen immer mehr Automobilhersteller auf schadstoffarme PKW. Doch viele Verbraucher zögern beim Kauf. Der Grund sind oft die recht hohen Kosten bei der Anschaffung. Welche Vorteile bringt denn ein umweltfreundlicher Wagen und welche Nachteile muss man dabei in Kauf nehmen?

Der größte Vorteil der umweltbewussten Autos ist natürlich, dass sie weniger Feinstaub in die Luft entlassen. So kann man dem Feinstaub den Kampf ansagen und hat das gute Gefühl, auf die Umwelt geachtet zu haben.

Es ist eine Tatsache, dass die Feinstaubbelastung mehr und mehr steigt. Besonders in den größeren Städten und Ballungsgebieten ist die Belastungsgrenze oft schon erreicht oder gar überschritten. Auch Deutschland ist da keine Ausnahme.

Gebrauch des Fahrzeugs

Viele Dinge kann man zu Fuß erledigen, aber längst nicht alle. In vielen Berufen ist das Führen eines PKWs sogar unerlässlich. Wenn man also schon auf das Autofahren zurückgreifen muss, dann sollte man über einen schadstoffarmen Wagen nachdenken.

Die Technik ist in diesem Bereich mehr und mehr fortgeschritten, sodass die Auswahl inzwischen ganz passabel ist. Man kann bereits zwischen einem Antrieb per Biokraftstoff oder per Elektrizität wählen.

Wichtig bei der Wahl ist, dass man weiß, wofür der Wagen eingesetzt werden soll. Autos auf der Basis von Elektrizität sind zum Beispiel eher für kürzere Strecken zu empfehlen. Ein Beratungsgespräch beim Verkäufer vor Ort ist da unerlässlich.

Darauf ist beim Kauf zu achten

Achten Sie beim Kauf des neuen Wagens unbedingt darauf, dass das Fahrzeug explizit als schadstoffarm ausgeschrieben ist. Hat der PKW eine entsprechende Auszeichnung, muss er dafür gesetzlichen Vorgaben zum Emissionsstandard genügen. Die recht teure Anschaffung ist dann eine Investition in die Zukunft; nicht nur der eigenen, sondern auch der künftiger Generationen nach uns.

Die zunächst teure Anschaffung relativiert sich später auch wieder. Zunächst müssen Sie als Autofahrer weniger Geld an der Tankstelle lassen. Wesentlich wichtiger ist jedoch, dass Sie als Halter eines umweltfreundlichen Wagens auch Steuervorteile in Anspruch nehmen können.

Nachteile emmissionsarmer Autos

Leider müssen Sie auch nach dem Kauf damit rechnen, dass das umweltbewusste Denken noch nicht bei allen angekommen ist. Ihnen winken daher nicht nur Vorteile. Einige Institutionen weigern sich, die umweltfreundlichen PKW-Halter bevorzugt zu behandeln.

Ein Beispiel dafür sind die Kfz-Policen vieler Versicherer. Nur knapp die Hälfte hat sich auf den neuen Trend eingestellt, der Rest wirft noch immer alle Versicherten in einen Topf.

Jene, die für Hybridautos oder Halter von Elektro-Fahrzeugen schon neue Tarife haben, sind oft noch nicht fair. Die als "Öko-Tarife" bezeichneten Versicherungsleistungen sind in vielen Fällen noch sehr hoch und kaum günstiger als die normalen Tarife.

Hier ist etwas Zeitaufwand und Recherche gefragt, um einen guten Tarif für sich zu finden. Wer langfristig denkt und sich die Mühe macht, in ein schadstoffarmes Auto zu finanzieren, tut sich damit auf lange Sicht dennoch einen Gefallen.

Bei der Suche nach dem passenden Auto kommt es nicht nur auf das Modell an, sondern auch auf das entsprechende Angebot - wo findet man am besten einen neuen Wagen?

Internet, Zeitung und Co. - Wo man seriöse Verkaufsangebote finden kann

Um das richtige Auto zu finden, muss man oftmals lange suchen. Seriöse Verkaufsangebote findet man im Internet oder in der Zeitung.

In Deutschland gibt es einen riesigen Markt für gebrauchte Autos. Diese werden von vielen Fahrern bevorzugt, da sie deutlich preisgünstiger zu erwerben sind als Neuwagen. Die besten Möglichkeiten, ein gutes Verkaufsangebot zu finden, bieten Internet und Regionalzeitungen.

Will man den richtigen Gebrauchtwagen finden, hat man meist die Qual der Wahl, da sehr viele gebrauchte Autos zum Verkauf angeboten werden. Zu den Anbietern gehören nicht nur Autohändler, sondern auch Privatpersonen. Daher ist es oft schwierig mit der Suche zu beginnen, da viele Menschen nicht wissen, wo sie anfangen sollen.

Die Suche im Internet

Eine gute und zugleich seriöse Möglichkeit, ein passendes Auto zu finden, sind Online-Autobörsen im Internet. Diese haben vor allem den Vorteil, dass der Suchende in der Lage ist, sich in einem kurzen Zeitraum einen ausführlichen Überblick zu verschaffen.

Ist er auf der Suche nach einem bestimmten Fahrzeugtyp, braucht er lediglich die Rahmendaten einzugeben. Umgehend erhält er dann zahlreiche Angebote an gebrauchten Autos aus der ganzen Bundesrepublik. Gleichzeitig lassen sich auch die Durchschnittspreise für die jeweiligen Wagen feststellen.

Seriöse Angebote sind daran zu erkennen, dass von den offerierten Fahrzeugen ein Bild zur Verfügung steht. Durch ein Foto können die Beschaffenheit und der Zustand des Autos gut eingeschätzt werden.

Online-Kauf von Gebrauchtwagen

Ein seriöses Verkaufsangebot eines Autos im Internet lässt sich an bestimmten Merkmalen festmachen

Junger Mann im Hemd sitzt am Wohnzimmertisch am Notebook und arbeitet
working from home © Liv Friis-larsen - www.fotolia.de

Das Angebot im Internet für Gebrauchtwagen wächst stetig. So vermutet das CAR-Institut der Universität Duisburg-Essen schon 3 Millionen Angebote. Das sind 90% aller angebotenen Gebrauchtwagen in Deutschland.

Worauf ist bei der Wahl des Modells zu achten?

Wer sich einen Gebrauchtwagen zulegen möchte, sollte auf die folgenden Aspekte Wert legen: den exakten Kaufwunsch mit speziellen Vorlieben wie technischer Ausstattung, Modell, Marke, Verbrauch und Preiskategorie. Da ist es ratsam sich im Internet bei den Herstellern das richtige Modell herauszusuchen. Sowohl hier als auch bei Automobilclubs findet man auch Kritiken rund um das Auto.

Ist man sich über den Preis nicht sicher, der zum Angebot steht, kann man das Auto auch beim TÜV oder ähnlichen Anbietern bewerten lassen. Da sollten das Baujahr oder Unfallschäden, wie Schrammen oder Dellen mit erwähnt werden.

Verkäufer, Testfahrt und Co.

Wenn man dann mit einem Modell zufrieden ist, steht der nächste wichtige Aspekt an: der Verkäufer. Hier sollte man sehr darauf achten, dass er zuverlässig und seriös erscheint. Eventuell gibt es sogar schon Bewertungen oder Kritiken von vorherigen Kunden.

Ansonsten sollte man aufpassen, dass die Angaben sowohl über das Auto als auch den Verkäufer vollständig vorhanden sind. Dazu zählen die Anschrift als auch ein Verantwortlicher, an den man sich bei bösen Überraschungen wenden kann. Zudem sollten die Angaben über das Auto verständlich und eindeutig sein.

Anzahlungen sind in jedem Fall zu vermeiden genauso wie die Mitnahme des Bargeldes zur Testfahrt. Es hilft immer einen Freund oder einen Sachverständigen mit wachem Auge mitzunehmen, um Schäden oder Makel direkt vor Ort erkennen zu können. Auch eine Werkstatt bietet sich an

Wird der Verkäufer hier widerspenstig, sollte man sich lieber nach anderen Angeboten dieses Modells umschauen.

Vorsicht beim Autokauf übers Internet

Vorsicht vor Nachsicht auch beim Gebrauchtwagenkauf

Junge Frau sitzt im blauen Auto und schaut aus Fenster, draußen regnet es
Rainy melancholy. © wrangler - www.fotolia.de

Wer früher einen Gebrauchtwagen kaufen wollte, der hat sich die Angebote aus der Tageszeitung oder auf Gebrauchtwagen-Märkten eingeholt. Heute erfolgen die Angebote von Gebrauchtwagen zu etwa 90 Prozent über das Internet.

Betrug beim Autokauf und wie man sich dagegen schützen kann

Aber, wie auch das Bundeskriminalamt (BKA) mitteilt, sind sechs Millionen dabei auch betrogen worden. Aus dem Grunde hat auch der ADAC in Zusammenarbeit mit der Polizei und den beiden Internet-Portalen "AutoScout24" und "mobile.de" eine Initiative ins Leben gerufen.

Über die entsprechende Webseiten werden die Käufer, aber auch Verkäufer, über die Maschen der Betrüger aufgeklärt und stehen mit Tipps zur Seite, wenn einmal der Verdacht eines Betrugs besteht oder aber schon geschehen ist.

Unter anderem rät der ADAC, dass man erst bei der Übergabe der Fahrzeugpapiere und Schlüssel auch das Geld bezahlt, denn das angebotene Auto muss ja vielleicht noch nicht einmal vorhanden sein und dann ist die Anzahlung weg.

Amtliche Dokumente, wie auch Zulassungsbescheinigungen sollte man niemals per eMail verschicken, denn die könnten gefälscht werden, ebenso gehören auch persönliche Daten dazu.

Bei Fotos von den Wagen sollte man das Kfz-Kennzeichen abdecken. Schließlich ist immer Vorsicht geboten, wenn ein Verkäufer nur seine eMail-Adresse aber keine Telefonnummer angibt.

Das sind die besten Autobörsen im Internet: Gebrauchtwagenportale im Test

Unter die besten Drei schafften es Mobile.de, Autoscout24 und Auto.de

Nahaufnahme Front silberner Sportwagen
Fast car moving with motion blur © hfng - www.fotolia.de

Wer nach einem Gebrauchtwagen sucht, muss nicht mehr zum Händler gehen, sondern kann auch im Internet fündig werden. Die meisten Autos gibt es auf einem der zahlreichen Gebrauchtwagenportale. Das Deutsche Institut für Service-Qualität hat nun neun Portale überprüft.

Mobile.de überzeugt am meisten

Testsieger des Vergleichs aller Autobörsen ist demnach Mobile.de vor Autoscout24 und Auto.de. Mobile.de überzeugte mit seiner übersichtlichen Seite und seinem umfangreichen Angebot. Zudem fanden sich dort nicht nur

  • Test- und
  • Fahrberichte, sondern auch
  • Checklisten und
  • Tipps für Besichtigung und Probefahrt.

Autoscout24 und Auto.de schaffen Platz 2 und 3 - alle anderen erhalten ausreichende oder mangelhafte Bewertungen

Ebenfalls "sehr gut" schnitt Autoscout24 ab. Der beste Internetauftritt punktete mit einem außerordentlich hohen Informationswert und hilfreichen Features. Zudem gab es dort das zweitgrößte Angebot.

Rang drei, allerdings nur mit der Note "befriedigend", ging an Auto.de. Internetauftritt und Angebotspalette waren nach Meinung der Tester zufriedenstellend.

Die übrigen Portale

  • Gebrauchtwagen.de,
  • Automobile.de,
  • Pkw.de sowie
  • Motoso.de

erhielten nur ausreichende und mangelhafte Bewertungen. Webauto.de und Webmobil24 blieben ohne Note, da sie sich nicht an der offiziellen Unternehmensanfrage zur Feststellung des Angebotsumfangs beteiligten.

Die Suche in der Tageszeitung

Eine Alternative zur Automobil-Suche im Internet ist das Suchen in einer regionalen Tageszeitung. Dort findet man Gebrauchtwagen im Anzeigenteil des Blattes. Zeitungen haben gegenüber Internet-Autobörsen den Vorteil, dass die Wagen, die dort angeboten werden, in der Regel aus der heimatlichen Region stammen, wodurch lange Anfahrtswege entfallen.

Eine kurzfristige Besichtigung ist also im Bereich des Möglichen. Darüber hinaus kann man sich auch ziemlich sicher sein, dass die Angebote aktuell sind und die offerierten Wagen nicht schon verkauft wurden, da Zeitungsinserate teurer sind als Anzeigen im Internet.

Die Suche beim Autohändler

Wird man weder im Internet, noch in der Zeitung fündig, bietet sich der Gang zu einem Autohändler an. Ein Autohändler hat den Vorteil, dass er nicht nur ein einzelnes Fahrzeug anbietet, sondern mehrere zur Auswahl hat.

Außerdem kann man das Auto beim Händler gleich begutachten und sich selbst davon überzeugen, ob es sich um ein seriöses Angebot handelt. Ein weiterer Vorteil ist, dass viele Autohändler auch eine Gebrauchtwagengarantie anbieten.

Leasing-Verträge haben Tücken - Ausstieg vor Vertragsende kaum möglich

Ablenkung am Steuer - Frau beim Autofahren sieht auf ihr Smartphone
Using smartphone while driving © Martinan - www.fotolia.de

Selbständige und Existenzgründer nutzen Leasingautos besonders gern: sie müssen nicht auf einen Schlag bezahlen und haben dadurch Geld für andere Investitionen frei. Außerdem lassen sich die Leasinggebühren als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.Wer die Raten nicht mehr zahlen kann oder aus dem Vertrag aussteigen will, darf jedoch keine Kulanz erwarten.

Keine vorzeitige Kündigung

Leasingverträge sind nicht vorzeitig kündbar. Die Raten müssen also für die gesamte Laufzeit gezahlt werden. In aller Regel sind dies drei Jahre, manche Kunden vereinbaren jedoch noch längere Laufzeiten, da dann die monatlichen Kosten niedriger ausfallen. Wenn der Job gekündigt wird oder die Firma nicht die erhofften Gewinne abwirft, geraten sie unter Druck.

Kündigung der Leasingbank

Bereits nach zwei ausstehenden Monatsraten darf die Leasingbank kündigen - und noch kräftiger kassieren. Ist im Vertrag ein Restwertleasing vereinbart, muss der zusätzlich zu den ausstehenden Raten noch den garantierten Restwert erstatten. Bevor es zur Kündigung kommt, sollten Kunden deshalb versuchen das Geld anderweitig zu leihen.

Wer sein Traumauto auf Raten zahlen möchte, sollte deshalb die gewählte Laufzeit und die monatlichen Kosten finanziell überblicken können. Manchmal ist ein kleineres Fahrzeug die bessere Wahl.

Es ist soweit - die Wahl für das richtige Auto ist getroffen - nun gilt es, den Kauf möglichst reibungslos über die Bühne zu bringen...

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Egal für welches Schmuckstück man sich entscheidet, der Autokauf kann ein Parcours mit Hindernissen sein. In jedem Fall reicht das bloße Ansehen nicht.

Jeder gute Verkäufer bietet Ihnen auch die Möglichkeit zur Probefahrt. Nur so können Sie die Straßenlage des Wagens einschätzen lernen.

Dabei kann man dann auch einmal auf einem Parkplatz Station machen und das Auto im Tageslicht betrachten. Oft sieht man dann schneller eventuell vorhandene Macken.

Verneint ein Anbieter das Probefahren, sollte man auf jeden Fall die Finger davon lassen. Auch wenn Sie das Gefühl haben, zum Kauf gedrängt zu werden, sollten Sie auf Abstand gehen.

Seriöse Autohäuser geben Vergleichsmöglichkeiten und die Gelegenheit, über die Sache zu schlafen. Immerhin will man sich viele Jahre an ein neues Auto binden und Freude daran haben.

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Tipps zum Kauf noch mal zusammengestellt.

Überprüfung des Fahrzeugs

Grundsätzlich ist es wichtig, sich den Wagen, den man erwerben möchte, genauestens anzusehen. Dabei kann es sehr hilfreich sein, einen Fachmann hinzuzuziehen, der eventuelle Mängel rasch erkennt.

Misstrauen ist angebracht, wenn der Verkäufer des Autos es sehr eilig hat und eine Probefahrt oder eine Besichtigung nur sehr kurz gestaltet. In diesem Fall ist es besser, sich nach einem anderen Angebot umzusehen. Auf eine ausführliche Besichtigung und eine Probefahrt sollte man keineswegs verzichten.

Tipps zur Probefahrt

Wer das Wunschmodell gefunden hat, der möchte natürlich seinen Spaß daran haben. Dieser wird jedoch schnell getrübt, wenn sich bereits nach kurzer Zeit die ersten Defekte einstellen. Ratsam ist es daher, eine Probefahrt zu unternehmen und das Auto vorab auf bestehende Mängel zu untersuchen.

Vertrauen ist gut - Kontrolle aber besser

Gerade beim Kauf unter Privatleuten zeigen sich oft Hemmungen, ein Gefährt auf Herz und Nieren zu prüfen. Demgegenüber wird bei einem Händler ebenso gerne darauf verzichtet, da man ihm vertraut.

Das ist allerdings falsch. Der Interessent sollte sich das Recht herausnehmen, zumindest die Probefahrt zu absolvieren und einige grobe Fehlerstellen zu beleuchten.

Reicht die eigene Kompetenz dafür nicht aus, ist auch die Zuhilfenahme eines verständigen Bekannten jederzeit angeraten. Zudem empfiehlt es sich, bei Anbietern wie der Dekra oder dem TÜV einen speziellen Check vornehmen zu lassen. Er zeigt oft Beschädigungen, die mit dem Auge nicht erkennbar wären.

Der erste Eindruck

Ein weiteres Kriterium ergibt sich bereits bei der ersten Betrachtung des Wagens: Welchen Eindruck hinterlässt er bei dem Interessenten? Nicht selten ist schon das Bauchgefühl ein guter Indikator dafür, ob sich der Kauf lohnt. Handelt es sich um ein ungepflegtes Gefährt, so ist häufiger mit substanziellen Defekten zu rechnen.

Andererseits muss nicht hinter jeder aufpolierten Karosse auch ein rundum gesundes Fahrzeug stecken. Kleine Rostflecken und Dellen, Farbunterschiede im Lack sowie ähnliche Besonderheiten fallen meist schnell ins Auge und sollten beim Vorbesitzer in jedem Falle nachgefragt werden. Auch Unfälle lassen sich damit in Erfahrung bringen.

Ein gutes Zeichen

Nachdem das Auto betrachtet wurde, ist ein erstes Probesitzen angeraten. Das dient jedoch nicht dazu, um die Bequemlichkeit auszuloten.

Vielmehr wird nun der Motor gestartet und die Anzeigen aller möglichen Signale begutachtet: Sofern alles wie gewünscht leuchtet und blinkt, ist vom reibungslosen Zustand auszugehen. Ergeben sich aber etwa im Tempo der beiden Blinkeranzeigen Unterschiede, kann das bereits auf den Wechsel der Lampen hindeuten. Auch hier wäre deren Grund zu ermitteln.

Beim Starten sollten alle Signale sofort anspringen und ohne Einschränkungen ihren Dienst verrichten. Gleiches gilt natürlich auch für die außen angebrachten Blinker, Leuchten und das weitere Zubehör.

Die Testrunde

Idealerweise wird das Gefährt nach dem ersten Check genauer unter die Lupe genommen. Das geht am besten auf einer Testrunde. Sie sollte auf glattem Geläuf beginnen, um das Auto auf mögliche hörbare Mängel hin zu untersuchen. Klappert es irgendwo, rauscht es oder lassen sich regelmäßige akustische Signale wahrnehmen, dann stimmt meist etwas nicht.

Im gleichen Ablauf kann übrigens das allgemeine Befinden während der Fahrt analysiert werden: Ist der Wagen in etwa das, was sich der Interessent davon versprochen hat oder gibt es bereits Anzeichen dafür, dass er nicht zum vermeintlichen Käufer passt?

Die Eigenschaften betrachten

Nach der glatten Straße sollten auch Bodenwellen und Kopfsteinpflaster befahren werden. Nicht selten zeigen sich hierbei Beschädigungen, die vorher nicht erkennbar waren.

Das gilt ebenso für das erhöhte Tempo. Das Auto darf in keinem Falle mit Samthandschuhen berührt werden, sondern muss kurzzeitig durchaus einmal an seine Grenzen gelangen.

Erst auf diese Weise zeigt sich, wie bissig die Bremsen agieren, wie gut sich das Fahrwerk gestaltet und über wie viel Power der Motor tatsächlich verfügt. Kommt es hierbei zu Abweichungen gegenüber vorherigen Aussagen des Verkäufers, ist zu überdenken, ob die Preisminderung oder eine Reparatur der Schäden sinnvoll ist – oder ob der Kauf gar nicht erst zustande kommen sollte.

Rundum zufrieden

Im Endeffekt muss der Interessent mit dem Gesamtpaket glücklich sein. Sowohl das Auto als auch dessen Preis sollten sich im Rahmen dessen befinden, was erwartet werden durfte. Erweist sich das Gefährt als zu unsicher oder mit zu vielen Defekten behaftet, lohnt es sich eher, auf das Angebot zu verzichten.

Gerade bei kleineren Auffälligkeiten kann aber über den Preis verhandelt werden. Das gilt übrigens nicht nur beim Kauf unter Privatleuten, sondern auch gegenüber einem gewerblichen Händler.

Wer sich das Testen des Wagens selbst nicht zutraut, sollte zudem vorab auf einen Sachverständigen zurückgreifen. Das kann allerdings weitere Kosten verursachen.

Vor- und Nachteile abwägen

Für die Entscheidung zum Kauf sollte man sich genügend Zeit nehmen und sich keinesfalls vom Verkäufer drängen lassen. Vor- und Nachteile sind gut gegeneinander abzuwägen. Ist man sich unsicher, schläft man besser noch eine Nacht darüber, anstatt eine übereilte Entscheidung zu treffen.

Seriöse Verkäufer lassen sich daran erkennen, dass sie dem Kunden genügend Zeit für seine Entscheidung lassen. Hilfreich können auch Preisvergleiche mit ähnlichen Gebrauchtwagen sein.

In den Vergleich müssen jedoch die Kilometerleistung und das Baujahr des Autos miteinbezogen werden. Zudem ist es ratsam, sich darüber zu informieren, wann der Wagen zur Hauptuntersuchung muss, da versteckte Kosten lauern können.

Für den Vertragsabschluss sollten möglichst vorgefertigte Verträge genutzt werden. Diese erhält man unter anderem bei Automobilclubs oder Versicherungen.

Autoverkäufer im Test - Beratung lässt viele Wünsche offen

Ein neues Auto ist eine große Anschaffung, doch die Beratung in Deutschland ist mangelhaft

Junger, sportlicher Typ mit Sonnenbrille von oben mit rotem Modellauto
presenting a car © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Laut dem ökologisch orientierten Verkehrsclub VCD verliert das Auto immer mehr seine Bedeutung als Statussymbol. Für viele Deutsche ist der Kauf eines Autos aber immer noch eine sehr wichtige Angelegenheit. Der Verkaufsservice der Autohändler erreichte in einem Test des Instituts für Service-Qualität (DISCQ) indes nur durchschnittliche Werte.

Die Tester haben im November und Dezember 2010 in den Städten Berlin, Hamburg und München Autohäuser der zwölf wichtigsten Marken aufgesucht und anhand einer Fülle von Verkaufsgesprächen die Qualität der Händler bewertet.

Keine ausreichende Eigeninitiative von Seiten der Verkäufer

Der große und gut gestaltete Verkaufsraum sowie das angenehme Erscheinungsbild der Verkäufer wurden von den Testkäufern in den überwiegenden Fällen positiv hervorgehoben. Dagegen mangelte es in 30 Prozent der Fälle an einer detaillierten Erläuterung der Ausstattungsmerkmale des vorgestellten Wagens. Eine Probefahrt wurde nur in 60 Prozent der Fälle von sich aus angeboten. Zehn Prozent der Verkäufer konnten das Produkt nicht verständlich genug erklären.

Die größten Defizite traten in der Beratung zur Finanzierung des Autos zutage. Viele Verkäufer erkundigten sich nicht nach den finanziellen Möglichkeiten des Kunden. In zehn Prozent der Fälle kam es sogar zu Falschaussagen, was die frühzeitige Ablösung eines Kredites anbelangt. Über Nebenkosten und Gebühren informierten einige Verkäufer auch nur unzureichend.

Auch der Internetauftritt vieler Autohändler ist lediglich durchschnittlich. Es fehlt die Übersichtlichkeit, Such- und Rückruffunktionen hatten gar nur zwei Händler im Angebot. Auf Anfragen per Mail oder Post wurde nur teilweise reagiert. Im Gesamtranking belegte Volkswagen den ersten Platz vor Mercedes. Das Schlusslicht bildet Hyundai.

Autoclub beweist: Herstellerangaben zu Spritverbrauch häufig zu niedrig

Autos verbrauchen oft mehr Kraftstoff als vom Hersteller angegeben. Dies hat eine aktuelle Studie des Auto Clubs Europa (ACE) noch einmal bestätigt. Der Automobilclub hat insgesamt 91 Modelle unter alltäglichen Verkehrsbedingungen getestet.

Bei 55 Fahrzeugen lag der Verbrauch teilweise erheblich über der Marke von zehn Prozent. Wird dieser Grenzwert überschritten, können Neuwagenkäufer beispielsweise einen Kaufvertrag beanstanden. Dazu sollten sie zuerst den Mehrverbrauch beim Händler reklamieren. Zeigt dieser sich jedoch uneinsichtig, sollte man sich an einen Anwalt wenden und ein entsprechendes Gutachten anfertigen lassen.

Liefert dies eine Bestätigung des Mehrverbrauchs, sollten Autokäufer dem Händler das Ergebnis vorlegen und ihn auffordern, den Vertrag nachzubessern oder rückgängig zu machen. Lehnt er dies jedoch ab, bleibt nur der Weg zum Gericht.

Die größte Abweichung lieferte in dem Test des ACE übrigens der Mitsubishi Colt ClearTec Invite. Er benötigte im Alltag 42 Prozent mehr als versprochen. Knapp dahinter landete der VW Sharan 2.0 TDI mit 38,2 Prozent Abweichung.

Niedriges Service-Niveau beim Gebrauchtwagenkauf im Autohaus

Auf der Suche nach einem guten Gebrauchtwagen wenden sich viele Käufer an einen Vertragshändler, bei denen laut einem Test der Zeitschrift "Auto Motor und Sport" mit 728 Betrieben von 20 Automarken jedoch ein erschreckend niedriges Service-Niveau besteht.

Hinsichtlich der Beratungsqualität hat selbst der Testsieger Skoda nur ein "zufriedenstellend" erzielt. Dieselbe Note kassierten auch die Autohäuser von Audi und Porsche, während es bei den Händlern von Opel, Peugeot sowie Toyata, Lexus und BMW noch nicht einmal zu dieser Bewertung reichte.

Dieses Ergebnis liegt nach Ansicht der Tester insbesondere an den fehlenden Probefahrt-Möglichkeiten sowie den unfreundlichen Verkäufern. Allerdings müsste genau das Gegenteil der Fall sein, da viele Autobauer in den letzten Jahren eigene Gebrauchtwagen-Programme gestartet haben, um für einen Ausgleich beim zurückgehenden Neuwagengeschäft zu sorgen. Die Tester stellten zudem fest, dass die angebotenen Gebrauchtwagen der Vertragshändler im Vergleich mit denen der freien Händler teils wesentlich teurer sind.

Herstellerangaben zum Kraftstoffverbrauch von Autos meist zu niedrig

Zapfhahn hängt in Tanköffnung eines blauen Autos
tanken © Surrender - www.fotolia.de

Autos verbrauchen häufig mehr Kraftstoff als vom Hersteller angegeben. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie. Der Verbrauch liegt durchschnittlich rund ein Drittel über der Herstellerangabe. Dadurch entstehen Autofahrern Mehrkosten von bis zu 450 Euro im Jahr.

Die Differenz zwischen dem offiziellen und dem realen Verbrauch ist damit groß wie noch nie. Vor zehn Jahren lag sie noch bei ungefähr zehn Prozent. Die Studie zeigt zudem, dass sich mit jeder neu auf den Markt kommenden Fahrzeuggeneration der Unterschied zwischen offiziellem und realem Spritverbrauch gewöhnlich stark erhöht.

Spritsparendes Autofahren - so geht's

Doch Autofahrer haben selbst auch die Möglichkeit, ihren Kraftstoffverbrauch zu senken. Vorausschauendes Fahren in gleichmäßigem Tempo mit wenig Beschleunigungs- und Bremsvorgängen ist besonders ökonomisch. Auch der Gebrauch der Klimaanlage oder Sitzheizung sowie die Beladung des Fahrzeugs spielen eine gewichtige Rolle. Zudem sind Spritspartechnologien wie Start-Stopp-Systeme unter Testbedingungen erheblich wirkungsvoller als unter realen Bedingungen.

Da die Kfz-Steuern nicht nach dem wirklichen CO2-Ausstoß berechnet werden, sondern nach dem niedrigeren aus dem Labor, muss die Bundesregierung in jedem Jahr Mindereinnahmen von 240 Millionen Euro hinnehmen; in den Niederlanden mit ihren höheren Steuern liegt der Betrag gar bei 3,4 Milliarden Euro.

Wie kann man beim Autokauf am besten ein Schnäppchen machen?

Flexibilität zeigen

Zunächst einmal sollte man stets flexibel bleiben. Folglich sollte man keine Modelle oder Automarken von vornherein ausschließen. Stattdessen sollte man sich auch eher ungewöhnliche Angebote anschauen und sich gegebenenfalls auf diese einlassen. So steht einem der gesamte Automarkt offen und es wird sich nicht nur auf einen kleinen Teilbereich begrenzt.

Fachwissen im Verkaufsgespräch zeigen

Des Weiteren ist das Verkaufsgespräch mit dem Händler entscheidend. Hier sollte man sich einerseits kritisch geben und zumindest fundamentales Fachwissen zeigen. Hierdurch erhält der Händler den Eindruck, dass er es mit einem Kunden zu tun hat, welcher sich nicht mit dem erstbesten Angebot oder einem überhöhten Preis zufrieden geben wird.

Zudem ist es von Vorteil, die eigenen Emotionen möglichst zurück zu halten und fachlich zu argumentieren. So vermeidet man ein emotionales Verkaufsgespräch und kann sich am besten auf einen fairen Preisnachlass oder besondere Angebote einigen.

Sich Zeit für die Suche nehmen

Darüber hinaus sollte man sich auf der Suche nach einem echten Schnäppchen Zeit lassen. Während dieser Zeitspanne kann man dann die Angebote verschiedener Händler vergleichen und Sonderangebote abwarten.

Zudem hat eine längere Suche den Vorteil, dass man immer besser die Preise der Autos einschätzen kann. Dementsprechend lernt man auch immer besser, bei welchen Angeboten es sich um ein echtes Schnäppchen handelt oder wo seitens des Händlers nur Augenwischerei betrieben wird.

Bar bezahlen

Daneben ist es von Vorteil, wenn der neue Wagen direkt bar bezahlt werden kann. In einem solchen Fall sind viele Autohändler bereit, dem Kunden einen Rabatt oder sonstige Vorzüge zu gewähren. Wird hingegen ein Kredit bemüht und eine Ratenzahlung vereinbart, dann dürfte der Neuwagen kein Schnäppchen mehr sein.

Insgesamt gibt es viele Möglichkeiten, auf dem Automarkt ein wirkliches Schnäppchen zu machen. Neben etwas Fachwissen sollte man hierzu aber auch genügend Zeit und Verhandlungsgeschick mitbringen. Dann dürfte dem Kauf eines echten Schnäppchens nichts mehr im Wege stehen.

Hat man sich für einen Wagen entschieden, wird es Zeit, einen Kaufvertrag abzuschließen - worauf ist dabei zu achten?

Wichtige Hinweise zum Kaufvertrag

Egal, ob man sich einen Neuwagen oder einen Gebrauchtwagen kaufen möchte: ein Autokaufvertrag ist dabei von größter Wichtigkeit. Vor allem, wenn man ein gebrauchtes Fahrzeug von einer Privatperson erwirbt, sollte man den Vertrag gründlich studieren.

Vorteile des Privat(ver)kaufs

Ältere Autos privat zu verkaufen, anstatt sie bei einem Händler in Zahlung zu geben, ist ein beliebter Trend. Oftmals lässt sich dadurch eine größere Summe erzielen, als man von einem Händler erhalten würde. Doch auch für den Autokäufer ist ein privater Handel von Vorteil, da er dadurch preisgünstiger einen Wagen erwerben kann.

Worauf ist zu achten?

Allerdings gibt es bei einem privaten Autoverkauf einige wichtige Dinge zu beachten.

Gewährleistung

Ein Problem ist die Gewährleistung, denn ein privater Verkäufer kann die Gewährleistung ausschließen und das Auto unter Ausschluss der Sachmängelleistung verkaufen, was natürlich ein Nachteil für den Käufer bedeutet. Stellt dieser nämlich später Ansprüche, können diese abgelehnt werden.

Nur wenn völlig unsachgemäße Versprechungen gemacht wurden oder eine arglistige Täuschung durch den Verkäufer besteht, muss dieser haften. Ein korrekter Kaufvertrag ist also überaus wichtig.

Vertragswahl

Um sicher zu sein, dass beim Kauf eines Autos alles mit rechten Dingen zugeht, wird empfohlen, auf einen geprüften Standard-Kaufvertrag zurückzugreifen. Solche vorgefertigten Verträge bekommt man bei Versicherungen, Automobilclubs oder auch im Internet zum Herunterladen.

Vertragsinhalte

In diesem Kaufvertrag hält man schriftlich die wichtigsten Punkte des Autokaufs fest. Dazu gehören vor allem Angaben über den Wagen wie

  • Fahrzeugtyp
  • amtliches Kennzeichen
  • Hersteller
  • Erstzulassung
  • Fahrzeugbrief
  • Fahrgestellnummer sowie
  • AU- und TÜV-Termin.

Außerdem sollten in dem Vertrag

  • Namen
  • Adressen
  • Geburtsdaten
  • die Nummern der Personalausweise und
  • die Telefonnummern von Käufer und Verkäufer

stehen. Ein weiterer wichtiger Punkt des Vertrags ist das Aufführen von Extras wie zum Beispiel Partikelfiltern. Ebenso ist abzuklären, ob es sich beim Wagen um ein EU-Importfahrzeug handelt, der Motor ausgetauscht wurde oder eventuell Unfallschäden bestehen. An dieser Stelle sind auch genehmigungspflichtige Teile anzugeben.

Den Kaufpreis führt man im Vertrag sowohl in Worten als auch in Zahlen auf. Natürlich sollte das Kleingedruckte ausführlich studiert werden.

Präzise Überprüfung

Wichtig ist es, den Kaufvertrag erst einmal mit nach Hause zu nehmen und dort in Ruhe zu studieren, selbst dann, wenn das Angebot sehr attraktiv erscheint. Darüber hinaus sollte das begehrte Auto auch von einem Fachmann begutachtet werden.

Beim Autokauf muss das Auto die vertragsmäßige Farbe haben

Wer einen Neuwagen mit einer anderen Farbe, als bestellt, geliefert bekommt, kann diesen Wagen ablehnen. Dies war auch das Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) in Karlsruhe, weil die Farbe ein wichtiges Kriterium sei und die Abweichung einen erheblichen Sachmangel darstellt.

Bei dem vorliegenden Fall hatte ein Käufer bei einem Händler in Florida eine Chevrolet Corvette für 55.000 Dollar bestellt. Die Farbe sollte laut Vertrag "Le Mans Blue Metallic" sein, aber das gelieferte Auto war schwarz, so dass der Käufer die Annahme und Bezahlung verweigerte.

Aber ob trotz des Urteils der Käufer den Wagen nehmen muss, weil es vielleicht doch noch zu einer nachträglichen Einigung zwischen den beiden Vertragsparteien gekommen ist, soll noch vor dem Landgericht geklärt werden.

Beim Kauf von Gebrauchtwagen, wann liegt ein Mangel oder ein normaler Verschleiß vor

Wer bei einem Gebrauchtwagenhändler ein Auto kauft, der sollte davon ausgehen können, dass bei seinem "neuen" Auto, auch wenn es aus zweiter Hand ist und noch keine 150.000 Kilometer gefahren ist oder nicht älter als zehn Jahre ist, keine größeren Reparaturen anstehen, wobei normale Verschleißteile davon ausgenommen sind. Doch was sind normale übliche Verschleißteile?

Dazu gehören natürlich einmal die Reifen, aber auch die Bremsen, Klötze wie auch Scheiben, die Kupplung, Batterien und Scheibenwischer. Manche Teile müssen in bestimmten Abständen, das ist aber vom Fahrzeughersteller vorgegeben, ausgetauscht, beziehungsweise erneuert werden. Dazu gehören Filter, Zündkerzen, Wasserpumpe und der Zahnriemen. Wenn diese Teile vor dem vorgesehenen Zeitpunkt aber defekt sind oder dadurch andere Teile beschädigt werden, so gilt die sogenannte Sachmängelhaftung, bei der der Händler bis zu einem Jahr nach dem Kauf für die Kosten aufkommen muss, wie der ADAC erläutert.

Jeder dritte Gebrauchtwagen mit falschem Kilometerstand

Tacho-Mafia: Verstellung des Kilometerstandes im großen Stil

Verkehr - Rechte Hand am Lenkrad eines Autos
autofahren © Rebel - www.fotolia.de

Augen auf beim Autokauf. Geschwindigkeitsmesser vieler Gebrauchtwagen sind manipuliert. In Deutschland weist jedes Fahrzeug aus zweiter Hand einen fehlerhaften Kilometerstand auf. Dies berichtete die Polizei.

Hans-Georg Marmit von der Sachverständigenorganisation KÜS riet Autokäufern, besonders die Innenausstattung eines Wagens unter die Lupe zu nehmen. Sei die verschlissen und abgenutzt, könne eine niedrige Laufleistung nicht stimmen. Dann weise alles auf einen Betrug hin, so Marmit. Wer Bedenken habe, solle unbedingt einen Fachmann hinzuziehen.

Einen Schwindel ohne Fachmann erkennen

Einen weiteren Hinweis gab Ulrich Köster vom Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK). Er empfahl einen Blick auf den Ölwechselaufkleber im Motorraum. Dort stehe häufig nicht nur das Datum des Ölaustauschs, sondern auch der Kilometerstand. Für Laien sei es prinzipiell schwierig, eine Manipulation zu erkennen, so Köster.

Mitarbeiter einer Kfz-Werkstatt haben es leichter, einen Schwindel zu entlarven. Sie können mittels Computer die Wartungsintervalle bestimmen oder herausfinden, wann der Tachometer hergestellt wurde. So können sie unter Umständen die Manipulation eines Speicherchips entdecken.

Am sichersten für Autokäufer ist ein lückenloses Service-Heft. Auch Rechnungen und Belege über die Hauptuntersuchungen geben gute Hinweise für Kunden, die sich einen Gebrauchtwagen anschaffen wollen.

Bereits entlarvte Tacho-Mafia

Die Münchener Polizei gab bekannt, dass allein in Deutschland jedes Jahr rund sechs Millionen Second-Hand-Autos verkauft würden. Den Ordnungshütern war am vergangenen Dienstag bei einer Razzia ein großer Erfolg gegen die sogenannte "Tacho-Mafia" gelungen. Die 26 festgenommenen Männer sollen Tachos manipuliert und Autopapiere gefälscht haben.

Ein Großaufgebot von 500 Beamten beschlagnahmte dabei 230 Autos, darunter zahlreiche Luxuskarossen. Bestandteil der Ermittlungen war auch ein Unternehmen, das mit dem Text "Hier Pixelentfernung" warb. Das Wort "Pixelentfernung" diente anscheinend als Codewort für die Mechaniker des Betriebs, die zuständig für die Manipulation der Tachos waren.

Billigautos dürfen Mängel haben

Wer sich einen preisgünstigen Neuwagen kauft, muss sich mit bestimmten Mängeln abfinden. Dies entschied das Landgericht Kiel (Az.: 12 O 277/11). Dazu zählen etwa laute Heul- und Pfeifgeräusche.

Geklagt hatte eine Frau, die sich für rund 14 000 Euro einen Dacia Logan MCV Lauréate zugelegt hatte. Sie monierte laute Geräusche beim Betätigen des Lenkers, die von der Servolenkungspumpe stammten. Auch das Auswechseln der Pumpe half nichts. Zudem wandte die Käuferin ein, dass sie ein reimportiertes Fahrzeug erworben habe, was sie nicht gewusst habe. Daher begehrte sie die Rückabwicklung des Kaufvertrages für ihren Neuwagen.

Das Gericht vermochte nicht zu klären, ob die Klägerin wusste, dass sie ein reimportiertes Auto gekauft hatte. Der Richter teilte in seiner Urteilsbegründung ferner mit, dass Sicherheit, Funktionsfähigkeit und Haltbarkeit auch bei preisgünstigen Fahrzeugen in Ordnung sein müssten. Allerdings müsse man bei einem Billigauto gewisse Abstriche beim Komfort machen. Die Klage wurde daher abgewiesen.

Rücktritt vom Kaufvertrag bei zu hohem Verbrauch

Wenn ein Neuwagen mehr als 10 Prozent verbraucht als im Prospekt angegeben, darf der Käufer laut einem aktuellen Urteil des Oberlandesgerichtes Hamm vom Kaufvertrag zurücktreten und das Fahrzeug wieder zurückgeben.

Bei dem Fall handelte es sich um einen Renault Scénic 2.0 16 V, der laut dem Kläger zu hohe Verbrauchswerte hatte. Nachdem auch entsprechende Nachbesserungen vom Autohaus nicht erfolgreich waren, trat er vom Kaufvertrag zurück und wollte den Kaufpreis erstattet bekommen. Die Richter gaben dem Mann schließlich recht, da dem Neuwagen eine "Beschaffenheit fehle", welche der Käufer nach dem Verkaufsprospekt hätte erwarten dürfen.

Obwohl die tatsächlichen Verbrauchwerte von der Fahrweise und unterschiedlichen Einflüssen abhängen, bestätigte selbst ein Sachverständigengutachten, dass die angegebenen Verbrauchswerte des Renault auch bei spritsparender Fahrweise um über 10 Prozent überschritten werden.

Unterlagen für den Autowechsel

Autoschlüssel, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief liegen auf KFZ-Kennzeichen
Autopapiere, Autoschlüssel und Kennzeichen © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

Wer sich von seinem Auto trennen will, kommt um etwas Büroarbeit nicht herum. Dazu muss man es nicht mal verkaufen, auch das Verschenken oder Verschrotten sollte durch schriftliche Unterlagen bestätigt werden.

Fast 7 Millionen Autos wechselten 2012 in Deutschland den Besitzer. Das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg beziffert den Anteil privater Besitzumschreibungen dabei auf 94,8 Prozent. Entsprechend viele Personen müssen den erforderlichen Papierkram erledigen.

Selbst für Schenkungen empfiehlt sich eine schriftliche Vereinbarung. Grund: für die spätere Entsorgung muss man die Eigentumsverhältnisse klar nachweisen können. Verantwortlich im rechtlichen Sinne ist stets der letzte Halter.

Das gilt auch, wenn man den Wagen nur zum Ausschlachten abgibt. Denn der Bastler muss den ausgeweideten Wagen anschließend umweltgerecht entsorgen. Falls er dies nicht tut, ist der ursprüngliche Halter haftbar.

Noch wichtiger sind die Unterlagen beim Verkauf an fremde Personen. Um auf Nummer Sicher zu gehen, rät der ADAC einen Mustervertrag zu nutzen. Die meisten standardisierten Formulare schließen dabei bereits die Sachmängelhaftung des Verkäufers aus. Wenn der Kaufvertrag keinen solchen Passus enthält, sollte man ihn zusätzlich einfügen. Nur so ist garantiert, dass der Verkäufer für ihm unbekannte Defekte nicht haften muss.

Neben den Vereinbarungen zwischen Halter und neuem Eigentümer müssen auch die Behörden schriftlich benachrichtigt werden. Kompliziert ist das nicht. Etliche KFZ-Zulassungsstellen bieten entsprechende Musterformulare kostenlos zum Download. Theoretisch kann der neue Besitzer die Ummeldung übernehmen. Rechtsexperten raten allerdings zu Eigeninitiative des Halters.

Am sichersten ist es, Formulare und Nummernschilder persönlich bei der Behörde abzugeben. Falls der Käufer in der Zwischenzeit einen Unfall mit dem Wagen verschuldet, ist der Verkäufer so vor Forderungen geschützt.

Das alles gilt jedoch nur für Fahrzeuge, die noch aktiv am Verkehr teilnehmen sollen. Wer seinen Wagen verschrotten will, hat bedeutend weniger zu regeln. Seit Anfang 2007 sind Vertragswerkstätten und –händler verpflichtet, das alte Auto anzunehmen. Die Übergabe wird mit einer Quittung bestätigt.

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    V8 supercharged car engine and spanner © Christopher Dodge - www.fotolia.de

    Immer wieder gibt es Streit um den Zustand und die Funktionsfähigkeit von Neuwagen. Nun muss der Bundesgerichtshof (BGH) entscheiden, wie lange Käufer bei später vorkommenden Schäden ihre Ansprüche noch geltend machen können (Az.: VIII ZR 104/14).

    Verjährungsfrist für Sachmängel

    Im aktuellen Fall hatte eine Frau für 13.000 Euro einen Gebrauchtwagen gekauft, bei dem jedoch nach mehr als einem Jahr Rostschäden am Kotflügel, an der Heckklappe und an den Türen auftraten. Da der Händler jedoch die Verjährungsfrist für Sachmängel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) des Kaufvertrags auf ein Jahr reduziert hatte, lehnte er jeglichen Schadensersatz ab.

    Urteil erwartet

    In diesen AGB gilt für allgemeine Schadenersatzansprüche dagegen eine Frist von zwei Jahren - auf die berief sich die Käuferin. Der BGH will nun am 29. April sein Urteil bekanntgeben. Mittlerweile hat die Frau das Auto weiterverkauft und für das Fahrzeug lediglich 2000 Euro erhalten.

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    Verkäufern von Gebrauchtwagen ist es nicht erlaubt, die Haftung für Mängel an einem Auto vollständig auszuschließen. Das hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe jetzt entschieden. Dies betrifft Vertragsklauseln für die Haftung für Körper- und Gesundheitsschäden und grobes Verschulden (Az.: VIII ZR).

    Behandelter Fall

    Im vorliegenden Fall kam es zwischen Käufer und Verkäufer eines gebrauchten Mercedes ML 55 AMG zu einem Streit. Der Kläger hatte im Jahre 2007 das Auto mit einer Kilometerleistung von 59.000 Kilometern für 33.000 Euro gekauft. In dem Vertrag hatte man sich auf einen "Ausschluss jeglicher Gewährleistung" geeinigt.

    Doch bereits am folgenden Tag hatte der Käufer ein fehlerhaftes Motorengeräusch festgestellt und wollte den Vertrag wegen eines Mangels annullieren.

    Ein Sachverständiger hatte herausgefunden, dass der Schaden nur durch den Einbau eines Austauschmotors beseitigt werden könne. Es drohte ein Totalausfall des Aggregats.

    Vorinstanzen hatten jedoch aufgrund des Haftungsausschlusses die Klage abgewiesen.

    Urteil der BGH-Richter

    Die BGH-Richter entschieden jetzt jedoch für den Käufer. Demnach seien entsprechende Klauseln eine unangemessene Benachteiligung und damit unwirksam. Der Ausschluss von Körper- und Gesundheitsschäden sowie eines groben Verschuldens sei nicht zulässig, so die Richter.

    Das Oberlandesgericht Jena muss sich nun erneut mit dem Fall befassen.

    Nicht nur beim Autokauf muss man mehrere Dinge beachten - auch, wer sein Auto verkaufen möchte, sollte sich gut vorbereiten...

    Clevere Tipps zum Autoverkauf

    Entschließt man sich dazu, sein Auto zum Verkauf anzubieten, gibt es einiges zu beachten. So gilt es natürlich, Interessenten zu finden und sie für den Wagen zu begeistern. Außerdem muss der passende Preis festgelegt werden.

    Verkaufspreis

    Eine entscheidende Rolle beim Verkauf eines Autos spielt natürlich der Preis. Dieser sollte möglichst realistisch ausfallen und weder zu hoch noch zu niedrig sein. Bei einem zu hohen Kaufpreis werden sich kaum Interessenten finden; ist der Preis jedoch zu niedrig, verschenkt man Geld.

    Um den richtigen Preis zu bestimmen, kann man seinen Wagen mit ähnlichen Kaufangeboten im Internet oder in einer lokalen Zeitung vergleichen. Bei diesem Vergleich sollten folgende Faktoren mit einbezogen werden:

    • Baujahr
    • Laufleistung
    • Sonderausstattung
    • vorhandene Mängel/Unfallschäden

    Grundsätzlich gilt: Je weniger Mängel der Wagen aufweist, desto höher kann man den Kaufpreis festsetzen. Beim Kalkulieren des Preises sollten auch der Zustand des Wagens, die Anzahl der Besitzwechsel sowie mögliche Sonderausstattungen und Unfälle berücksichtigt werden.

    Verschönerungen

    Beim Verkauf eines Autos kann die Optik entscheidender sein als die Technik. Daher sollte das Auto vor der Besichtigung gründlich auf Vordermann gebracht werden. Dazu gehören vor allem

    • das Waschen des Wagens
    • das Entfernen von Flecken von den Sitzen und
    • das Beseitigen von Zigarettenrauch.

    Teile aus schwarzem Kunststoff lassen sich mit speziellen Pflegemitteln aufbessern.

    Kleinere Mängel beseitigen

    Auch das Beseitigen von kleinen Mängeln sollte man nicht vergessen. Mithilfe von Politur können kleinere Kratzer im Lack wirkungsvoll bekämpft werden.

    Handelt es sich dagegen um tieferliegende Kratzer, Brandlöcher in den Sitzen oder richtige Dellen, kann die preisgünstige Smart-Repair-Methode Abhilfe schaffen. Bei diesem Verfahren werden in der Werkstatt kleinere Schäden ausgebessert. Auf den Ersatz von teuren Teilen verzichtet man jedoch.

    In Sachen TÜV

    Für den Fall, dass der nächste TÜV-Termin bald ansteht, ist es ratsam, sich die Plakette noch zu verschaffen, da man dann ein ausgezeichnetes Argument zum Verkauf des Autos hat. Zudem wird der Wert des Wagens dadurch deutlich ansteigen und dem Käufer kann ein verkehrssicheres Auto präsentiert werden. Ebenfalls dafür spricht, dass Probefahrt, Überführung und Zulassung mit gültiger Plakette deutlich leichter zu bewerkstelligen sind.

    Käufer finden

    Eine gute Möglichkeit, Interessenten für das Auto zu finden, sind Inserate im Internet. Dort gibt es kostenlose Seiten, auf denen man den Wagen mit Fotos ausführlich beschreiben kann. Als Alternative kommen auch

    • Anzeigeblätter
    • Tageszeitungen
    • Automagazine oder auch
    • das Ankleben eines Zettels im Wagen

    infrage.

    In der Anzeige wird man ohne Fotos nicht weit kommen. Diese sollten den Wagen bestmöglich präsentieren und von guter Qualität sein - bestenfalls lässt man sie von einem Profi machen.

    Betrüger erkennen

    Wird ein Auto verkauft, zieht dies oftmals auch Betrüger an. Um sich vor diesen zu schützen, sollte man auf einige Punkte achten.

    • Generell wird empfohlen, Anfragen aus dem Ausland abzulehnen.
    • Beim Angebot eines zu guten Preises handelt es sich oft um Lockangebote; hier sollte man misstrauisch werden.
    • Wird man um einen Rückruf auf eine teure Sondernummer gebeten, sollte man dies unterlassen.
    • Auf Treffen an unüblichen Orten sollte man sich nicht einlassen.
    • Wird um die Fahrzeugpapiere gebeten, um ein Gutachten erstellen lassen zu können, sollte man niemals das Original herausgeben - eine Kopie des Fahrzeugsscheins ist für diesen Zweck völlig ausreichend.

    Probefahrt

    Hat man einen Interessenten gefunden, der eine Probefahrt machen möchte, sollte dieser einem vorher seinen Führerschein und Personalausweis zeigen. Am besten macht man die Probefahrt zu zweit.

    Schäden am Auto

    Bestehen an dem Wagen kleinere oder verdeckte Schäden, braucht ein privater Verkäufer nicht extra darauf hinzuweisen. Das Gleiche gilt für Mängel, die so offensichtlich sind, dass sie der Käufer leicht selbst bemerken kann.

    Dazu gehören zum Beispiel Kratzer im Lack. Fragt der Käufer jedoch direkt nach Mängeln, muss man wahrheitsgetreu antworten.

    Checkliste

    Zu guter Letzt haben wir die wichtigsten Punkte beim Autoverkauf in einer Checkliste noch mal zusammengefasst:

    • Einen realistischen Verkaufspreis festlegen
    • Eine ausführliche Anzeige ohne Rechtschreibfehler, mit aussagekräftigen Fotos erstellen
    • Das Auto inklusive Reinigung und dem Ausbessern von kleinen Schönheitsfehlern vorbereiten
    • Bei der Kontaktaufnahme aufmerksam sein, um nicht auf Betrüger hereinzufallen
    • Ausreichend Zeit für Begutachtung und Probefahrt einplanen
    • Vorher ein Preislimit festlegen und sich nicht zu stark runterhandeln lassen
    • Zur Begutachtung und Preisverhandlung eine zweite Person mitnehmen
    • Einen Kaufvertrag aufsetzen
    • Das Fahrzeug erst dann übergeben, wenn man den vollen Betrag erhalten hat
    • Übergabe von Schlüsseln und Dokumenten quittieren lassen
    • Versicherung und Zulassungsstelle über den Verkauf informieren

    Privater Autoverkauf ist mit den Musterverträgen rechtens

    Wenn beide Parteien sich auf Mustervertrag einigen, haftet Autoverkäufer nicht für evtl. Mängel

    Verkehr - Rechte Hand am Lenkrad eines Autos
    autofahren © Rebel - www.fotolia.de

    Viele Autos werden von privaten Personen angeboten und verkauft, wobei die Verkäufer meistens die Musterverträge, sei es vom ADAC oder auch aus dem Internet, benutzen. Hierin steht auch unter anderem eine Klausel, dass der Verkäufer eine Haftung für Mängel ausschließt. Nun hat auch der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe entschieden, dass dies zulässig ist, wenn sich beide Vertragspartner auf den Mustervertrag einigen.

    Rechte des Käufers bei Mängeln sind ausgeschlossen

    Der Anlass für dieses Urteil war, dass ein Käufer von einem Privatmann ein Auto zum Preis von 4.600 Euro gekauft hatte, den dieser aber zwei Jahre vorher bei einem Gebrauchtwagenhändler bezogen hatte. Da der Wagen angeblich einen Unfallschaden hatte, wollte der Käufer von dem Privatverkäufer 1.000 Euro zurückerstattet haben. Aber in dem Kauf-Vertrag war auch die Klausel "Der Käufer hat das Fahrzeug überprüft und Probe gefahren".

    Die Rechte des Käufers bei Mängeln sind ausgeschlossen, es sei denn, der Verkäufer hat einen Mangel arglistig verschwiegen", was aber hier nicht der Fall war, denn der Privatmann wusste von einem eventuellen Unfall nichts.

    Im Normalfall ist laut BGH eine solche Klausel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen wegen Benachteiligung des Käufers unwirksam, aber wenn beide Seiten dies akzeptieren, so ist jeder daran gebunden. Im Zweifelsfall müsste der Vertrag von beiden Seiten dementsprechend geändert werden.

    Wie man als Autoverkäufer seinen Wagen auf dem Foto richtig in Szene setzt

    Für einen erfolgreichen Verkauf des eigenen Autos gibt es vieles zu beachten

    Hände eines Geschäftsmanns am Lenkrad beim Autofahren
    Quck Turn / Driving a Car / Steering Wheel © Thomas Bedenk - www.fotolia.de

    Wer vorhat sein Auto als Gebrauchtwagen im Internet zu verkaufen, sollte darauf achten, dass der Wagen auf dem Foto gut rüberkommt. Ein Foto, das das Fahrzeug schlecht aussehen lässt, schreckt potenzielle Käufer schon im Vorhinein ab und die Anzeige wird dann meist garnicht erst aufgerufen. Hier einige Tipps, worauf man bei einem guten Foto achten sollte.

    Optimale Präsentation des Autos zum Verkauf

    Wichtig ist, dass das Auto sauber ist. Sowohl die Karosserie, als auch der Innenraum sollten von Schmutz befreit werden. Auch sollte bei Fotos vom Innenraum vorher sämtliches Gerümpel entfernt werden. Mit Sommerreifen wirkt das Auto noch schöner und eindrucksvoller als mit Winterreifen, deshalb sollte der Wagen auf dem Verkaufsfoto lieber mit Sommerreifen präsentiert werden.

    Um die Aufmerksamkeit des Kunden gezielt auf das Auto zu lenken, sollte auf dem Bild nichts anderes zu sehen sein als das Verkaufsobjekt. Am besten fotografiert man den Wagen auf einem leeren Parkplatz, wo weder Menschen noch andere Autos im Hintergrund zu sehen sind.

    Die schönsten Fotos lassen sich bei geringer Sonneneinstrahlung machen, da dabei keine störenden Lichtreflexionen oder Schatten entstehen. Halten sie bei Außenaufnahmen einen Abstand von etwa zehn Metern zum Auto, so kann der Kunde die Formen des Wagens gut erkennen. Drehen sie die Reifen dabei so ein, dass die Felgen zu sehen sind, vorausgesetzt sie sind schön und sauber.

    Anfertigung vieler Fotos und Fertigstellung mit Bildbearbeitungsprogramm

    In jedem Fall sollten genug Fotos aus allen Perspektiven gemacht werden aus denen sie dann die schönsten auswählen können. Es müssen auf alle Fälle genug Fotos eingestellt werden, damit der Kunde sich ein genaues Bild vom Auto machen kann. Zusätzlich können sie Bilder hinzufügen, die besondere Teile des Wagens zeigen, wie beispielsweise interessante Ausstattungsgegenstände.

    Die Fotos für die sie sich entschieden haben, können sie auf dem Computer mit einem Bildbearbeitungsprogramm noch etwas abändern, denn das Nummernschild sollte auf keinen Fall zu sehen sein.

    Exakte Autobeschreibung und Erwähnung von Makeln

    Neben den tollen Fotos sollte dem Kunden natürlich auch eine ausführliche Beschreibung des Wagens vorgelegt werden. Achten sie dabei darauf, dass sie auch die kleinsten Macken erwähnen, aber gleichzeitig natürlich auch alle Vorzüge aufzählen.

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      Schrottautos müssen fachgerecht entsorgt werden und dürfen nicht zum Ausschlachten verschenkt werden

      Umweltgefährdete Abfallentsorgung - wer Schrottautos verschenkt, macht sich strafbar

      Nahaufnahme Autohaube mit Frontschaden
      frontschaden © Thomas Weißenfels - www.fotolia.de

      Wer ein Schrottauto einer Privatperson verschenkt, der kann sich dabei sogar strafbar machen, wie jetzt das Oberlandesgericht in Celle entschied. Der Deutsche Anwaltsverein (DAV) rät deshalb, dass Schrottautos nur fachgerecht entsorgt werden dürfen, ansonsten kann es sich um eine umweltgefährdendeAbfallentsorgung handeln, was strafbar ist.

      Ein Beispiel

      Bei dem Fall hatte eine Frau ihren alten schrottreifen Wagen einer Privatperson mit Papieren und Schlüssel geschenkt, nachdem sie den Wagen auch ordnungsgemäß abgemeldet hatte. Es wurde auch ein Übergabevertrag abgeschlossen, wo auch die Personalien festgehalten wurden, doch der "Beschenkte" war anschließend nicht mehr aufzufinden, wohl aber das ausgeschlachtete Autowrack an einem Straßenrand.

      Die Behörden warfen der ehemaligen Halterin deshalb eine "fahrlässige umweltgefährdende Abfallbeseitigung" vor, weil sie die Privatperson nicht genügend überprüft habe. Beim Amtsgericht in Hannover bekam die Frau zuerst Recht, doch das Oberlandesgericht in Celle urteilte dann anders, denn ein Schrottauto darf nur bei zertifizierten Annahmestellen entsorgt werden. Aber die Frau wollte wohl die Kosten der Entsorgung sparen.

      Autobesitzer verkaufen ihr Auto früher

      Nach den aktuellen Zahlen der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) verkaufen die Autobesitzer ihren Neuwagen bereits nach rund sechs Jahren. Vor zwei Jahren hatte sich die durchschnittliche Haltedauer noch auf 8,1 Jahre belaufen und es standen knapp 120.000 Kilometer auf dem Tacho. Heute sind es durchschnittlich 110.200 Kilometer, die vor dem Verkauf mit dem Auto gefahren wurden.

      Der Durchschnittspreis beim Verkauf belief sich auf 6250 Euro und bedeutet einen Rückgang von 650 Euro gegenüber dem Jahr 2009. Die Gebrauchtwagenbesitzer verabschieden sich durchschnittlich schon nach 10,6 Jahren von ihrem Auto während es 2009 noch 12,6 Jahre waren.

      Die Gebrauchtwagen hatten vor zwei Jahren noch 163.440 Kilometer auf dem Tachometer und war nun auf 153.270 Kilometer gefallen. Der mittlere Verkaufspreis für ein Gebrauchtwagen fiel um 180 Euro auf 2970 Euro nach 3250 Euro im Jahr 2009.

      Beim Autoverkauf immer angeben, ob es sich um einen Unfallwagen handelt

      Auch als Privatperson sollte man beim Verkauf seines Autos niemals verschweigen, wenn das Auto bereits einen Unfall hatte. Das gilt auch dann, wenn das Auto bei einem Händler für den Kauf eines Neuwagens in Zahlung gegeben wird.

      Wer hier „Unfallfreiheit“ zusichert, kann später in Regress genommen, wenn sich diese Aussage als unwahr herausstellt und der Händler vom nächsten Erwerber in Anspruch genommen wird. Wer einen solchen Umstand verschweigt, muss dem Händler den dadurch entstandenen Schaden ersetzen.

      Wer sich einen neuen Wagen zugelegt hat, möchte natürlich lange Freude daran haben - das Auto vor Diebstahl zu schützen, ist daher für viele Autofahrer ein sehr wichtiger Punkt...

      Möglichkeiten, das Auto vor Diebstahl zu schützen

      Autodiebstahl ist nach wie vor ein großes Problem. Dabei beschränken sich die Diebe keineswegs nur auf teure Fahrzeuge.

      Auch ganz normale Autos wie ein VW Golf, VW Bus oder Skoda zählen zu ihren bevorzugten Opfern. Daher ist es durchaus sinnvoll, Vorsorge zu treffen.

      Dazu gehören vor allem allgemeine Maßnahmen wie das Parken des Wagens auf einem bewachten Gelände oder in einer Garage. Außerdem sollte das Auto stets gut verschlossen sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, hat aber noch weitere Schutzmöglichkeiten.

      Lenkradkralle

      Das Verwenden von Lenkradkrallen oder Parkkrallen gilt als günstige Diebstahlschutzmaßnahme. Durch den Einsatz einer Lenkradkralle ist der Dieb nicht mehr in der Lage, das Lenkrad zu bewegen, was ihm das schnelle Abfahren deutlich schwerer macht.

      Die Krallen kann man sowohl innen am Lenkrad als auch außen an den Autoreifen befestigen. Damit die Methode gut funktioniert, wird empfohlen, sich den Anbau der Krallen von einem vertrauenswürdigen Automechaniker zeigen zu lassen.

      Experten des ADAC geben allerdings zu bedenken, dass die Lenkradkralle den Diebstahl lediglich erschwert, ihn aber nicht verhindert. Hat der Dieb entsprechendes Werkzeug bei sich, kann er die Krallen innerhalb von 5-10 Minuten entfernen. Außerdem hat der Wagenbesitzer den Nachteil des ständigen An- und Abbaus der Konstruktion.

      Fensterschutzfolien

      Eine andere Schutzmaßnahme gegen Autodiebstahl ist das Anbringen von Fensterschutzfolien. Diese speziellen Folien bringt man ausschließlich an den Seiten- und Heckscheiben an. Zum Befestigen sollte man jedoch einen Fachmann zu Rate ziehen, der darüber Bescheid weiß, welche Folien sich am besten zu diesem Zweck eignen.

      Die Schutzfolien haben den Vorteil, dass der Dieb die Fensterscheiben nicht mit einem Hammer einschlagen kann, um Wertgegenstände aus dem Auto zu rauben. Vor dem Diebstahl des Wagens schützen sie allerdings nicht.

      Künstliche DNA

      Bei dieser Methode wird das Auto durch so genannte künstliche DNA mit einem Nummern-Code markiert, der auf den Wagenbesitzer eingetragen ist. Dazu gibt es in Kaufhäusern oder Fachgeschäften ein Set, das eine Sprühflasche mit künstlicher DNA sowie eine UV-Lampe zum Wiedererkennen des Codes enthält.

      Durch das Markieren mit dem Code lässt sich das Auto unverwechselbar mit dem Eigentümer des Fahrzeugs verbinden. Die Methode hat den Vorteil, dass das Aufspüren des Autos nach einem Diebstahl erleichtert wird.

      GPS-Alarmanlage

      Als beste Schutzmethode vor Autodiebstahl gilt eine GPS-Alarmanlage, die ein Signal aussendet, das sich direkt verfolgen lässt. Der Unterschied zu herkömmlichen Alarmanlagen besteht darin, dass nicht nur Warnsignale abgegeben werden, sondern der Besitzer über einen Apparat, der einem Handy ähnelt, alarmiert wird, wenn es zu einem Diebstahlversuch kommt. Das Fahrzeug kann dann verfolgt und über einen Empfänger geortet werden.

      Umfrage: "Abwrackprämie" motiviert eine Million Deutsche zum Kauf eines Autos

      Das Forsa-Institut führte im Auftrag des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) eine Umfrage durch, die die Frage nach der Bereitschaft der deutschen Bevölkerung zum Kauf eines Autos herausfinden sollte.

      Den Ergebnissen zufolge, sind etwa eine Millionen Deutsche (3%) bereit sich dank der "Abwrackprämie" ein Auto zuzulegen. Zusätzliche vier Prozent der Befragten waren sich in dieser Angelegenheit noch unsicher. Insgesamt wird der Autokauf mit 600.000 Abwrackprämien bezuschusst. Eine Prämie, die mittlerweile Autokäufer zu einem Kauf eines Neuwagen mit einem Durchschnittspreis von 11.000 Euro motivierte.

      Trend zum eigenen Fahrzeug sinkt in Europa

      Umweltbewusstsein ist einer der Faktoren weshalb Europäer aufs Auto verzichten wollen

      Verkehr - Junge Frau sitzt gelassen am Steuer ihres Autos
      pretty girl in car © kristian sekulic - www.fotolia.de

      Immer mehr Autofahrer wollen, wie eine aktuelle Studie vom Autovermieter "Europcar" ergab, in Europa das eigene Auto abschaffen, so wollen etwa 40 Prozent der Befragten im nächsten Jahr auf das eigene Auto verzichten. Im Jahr 2008 waren es weitaus weniger, und im nächsten Jahr können sich etwa 39 Prozent der Autofahrer ein Leben auch ohne Auto vorstellen.

      Verzicht aufs Auto aufgrund ökologischer Gründe

      Der Grund dafür liegt eindeutig an den gestiegenen Kosten, denn etwa 90 Prozent haben ihre Fahrgewohnheiten in den letzten zwölf Monaten umgestellt, um Kosten zu sparen. Aus ökologischen Gründen wollen das private Auto zirka 48 Prozent der Befragten abschaffen. Aber dieser Trend ist nicht nur in Deutschland erkennbar, auch in ganz Europa sparen die Menschen beim Autofahren, so wechseln die Portugiesen und auch die Franzosen für kurze Strecken das Auto mit dem Fahrrad oder auch mit dem öffentlichen Nahverkehr.

      Was bei der Umfrage besonders auffiel war die Angabe, dass bei den jungen Deutschen, im Alter zwischen 18 und 34 Jahre, etwa 40 Prozent bereit sind, das Auto stehen zu lassen.

      Demotorisierung - Hat das Auto als Statussymbol ausgedient?

      Das bereits in Japan seit den 90er-Jahren beobachtete Phänomen der “Demotorisierung” hat nun auch Deutschland erreicht. Auf Grund der Wirtschaftskrise schrumpft die Zahl der potentieller Autokäufer rapide.

      Vor allem in den jüngeren Generationen nimmt das Interesse am Auto dramatisch ab. Diese Generation sieht Autos eher als Fortbewegungsmittel, nicht als Statussymbol. So würde fast jeder Vierte lieber in den Urlaub fahren, als einen Wagen zu kaufen. Dies ergab die Studie “Jugend und Automobil 2010”, in welcher 1100 junge Erwachsene zwischen 18 bis 25 Jahren befragt wurden. Die begehrteste Automobilmarke bei einem Neuwagenkauf ist für 31 Prozent ein Audi. Auf Platz zwei und drei landen Volkswagen und BMW. Opel ist schier ungefragt.

      Alarmierend ist jedoch, dass die überwiegende Mehrheit der Befragten nicht bereit wäre, einen höheren Preis für ein umweltfreundliches Fahrzeug zu zahlen. Nur 32 Prozent der Männer würden einen Preisaufschlag von maximal zehn Prozent akzeptieren.

      Grundinformationen und Hinweise zu Autos

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      • Bildnachweis: ausflug © Kica Henk - www.fotolia.de

      Autor:

      Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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