Autopflege, Wartung und Reparatur - Wahl der Werkstatt und Arbeiten, die man selbst erledigen kann

Automechaniker in Werkstatt überprüft Motor eines Autos

Alu-, Chrom- und Stahlfelgen lassen sich mit den richtigen Hausmitteln einfach reinigen - doch auch andere Pflegehinweise sowie Tipps zur Reparatur, gilt es zu beachten

Zur Pflege des Wagens gehört für die meisten Autobesitzer die regelmäßige Reinigung in der Waschanlage dazu. Andere Autofahrer legen lieber selbst Hand an und vertrauen dabei mitunter auf verschiedene Hausmittel. Bei Schäden stellt sich die Frage, ob man diese selbst reparieren kann oder die Fahrt in eine Werkstatt doch notwendig ist.

Das Auto gilt als gängigstes Transportmittel, sei es im Beruf oder in der Freizeit - selbst lange Fahrten in den Urlaub werden gerne darin angetreten. Die Lebensdauer ist in der Regel lang - dabei kommt es aber auch darauf an, wie gut man den Wagen pflegt. Es fallen zudem regelmäßige Wartungsarbeiten an und kommt es einmal zu einem Schaden, muss mitunter der Gang zur Werkstatt angetreten werden.

Rund um die Autopflege und Wartung

Bei der Autopflege kommt es nicht nur auf die Reinigung an. Auch regelmäßige Wartungsarbeiten, in denen der Wagen auf seine Funktionalität hin überprüft wird, gehören dazu.

Was beim Autowaschen - in der Waschsstraße oder per Hand - beachtet werden sollte, haben wir hier für Sie zusammengestellt. Auf alle anderen Pflegepunkte gehen wir im Folgenden ein.

Die regelmäßige Autowäsche ist nur ein Teil der Fahrzeugwartung
Die regelmäßige Autowäsche ist nur ein Teil der Fahrzeugwartung

Felgenreinigung mit den richtigen Hausmitteln

Die Felgen eines Autos bestimmen wesentlich das Erscheinungsbild dieses Gefährts. Allerdings ist eine professionelle Felgenreinigung relativ teuer, weshalb viele Felgen ungepflegt und verschmutzt erscheinen. Doch wie lassen sich Alu-, Chrom- und Stahlfelgen mit einfachen Hausmitteln reinigen, damit die Felgen beinahe kostenlos in neuem Glanz erstrahlen?

Alufelgen

Im Falle von Alufelgen haben sich der Einsatz von Backofenspray und Zahnpasta bewährt. Bevor allerdings auf diese ungewöhnlichen Mittel zurückgegriffen werden kann, sollte die Felge zunächst einmal klassisch vollständig gereinigt werden.

In diesem Zusammenhang reicht es nicht aus, das Auto bloß in die Waschanlage zu fahren. Stattdessen sollte der Bereich der Felgen auch mit einer Waschbürste und bei hartnäckigem Schmutz mit einem Hochdruckreiniger gesäubert werden.

Backofenreiniger

Anschließend können die Hausmittel zum Einsatz kommen. Im Falle des Backofensprays wird das Mittel einfach gleichmäßig auf der Felge aufgetragen. Anschließend wird das Spray samt des restlichen Schmutzes mit einer Waschbürste und ausreichend Wasser entfernt.

Zahnpasta

Gleiches gilt für die Zahnpasta, welche ebenso gleichmäßig im gesamten Felgenbereich verteilt wird. Beim abschließenden Abspülen sollte man allerdings darauf achten, dass keine Reste der Zahnpasta in den Kantenbereichen verbleiben, da diese sonst einen hartnäckigen Schmutzfänger darstellen.

Chromfelgen

Chromfelgen sind für ihren Glanz bekannt und sind dementsprechend auch besonders empfindlich. Prinzipiell können bei Chromfelgen auch die bereits beschriebenen Hausmittel Backofenspray und Zahnpasta eingesetzt werden. Dabei wird ebenso verfahren, wie es bereits für die Alufelgen beschrieben wurde.

Reinigungsmittel

Alternativ können auch einfache Reinigungsmittel eingesetzt werden, welche sonst im Bereich des Haushalts eingesetzt werden.

Hier ist es allerdings wichtig, dass die eingesetzten Mittel keine abrasiven Inhaltsstoffe enthalten. Es darf sich also um keine Reinigungsmittel handeln, welche für das Polieren oder Scheuern von Flächen eingesetzt werden, da sonst Schäden in der Chromoberfläche auftreten würden.

Doch egal, für welches sonstige Reinigungsmittel man sich entscheidet, so ist es auch hier wichtig, dass das Ganze gründlich abgewaschen und abgebürstet wird.

Stahlfelgen

Bei Stahlfelgen hat sich letztlich noch der Einsatz von Glasreiniger bewährt. Dieser wird dann großzügig über den gesamten Felgenbereich gesprüht. Anschließend wird das Ganze mit ausreichend Wasser und einem Tuch abgewischt, wobei darauf zu achten ist, dass keine Rückstände des Glasreinigers auf der Stahlfelge verbleiben.

Professioneller Reiniger

Insgesamt gibt es viele Möglichkeiten, mit einfachen Hausmitteln eine gründliche Felgenreinigung vorzunehmen. Doch obwohl diese Hausmittel die Felge in neuem Glanz erstrahlen lassen, macht es gelegentlich dennoch Sinn, in einen professionellen Reiniger zu investieren. Schließlich beseitigen letztere nicht nur den Schmutz, sondern pflegen auch die Oberfläche, was die Lebensdauer der Felge erhöht.

Jedes Felgenmaterial muss anders gereinigt werden
Jedes Felgenmaterial muss anders gereinigt werden

Bei bestimmten Wagenarten sollte man in Sachen Pflege ein paar besondere Punkte beachten...

Tipps zur Pflege des Cabrios

Cabrios lassen das Herz eines jeden Autoliebhabers höher schlagen. So verbinden diese Gefährte nicht nur zeitlose Eleganz, sondern sorgen in den Sommermonaten auch für ein unvergleichbares Fahrgefühl. Doch wie sollte man ein Cabrio pflegen, damit dieses auch im nächsten Sommer in vollem Glanz erstrahlt?

Grundsätzlich unterscheidet sich die Pflege eines Cabrios nicht von jener eines gewöhnlichen Autos. Eine Ausnahme stellt in diesem Zusammenhang jedoch das Verdeck dar.

Sollte dieses nicht aus Stahl, sondern aus Stoff bestehen, ist eine akribische und professionelle Pflege Pflicht. Ansonsten kann davon ausgegangen werden, dass das Stoffdach schon nach wenigen Jahren auffällige Schäden aufweist.

Reinigung

Zunächst einmal sollte man das Verdeck des Cabrios regelmäßig säubern. Eine solche Reinigung erfolgt dabei idealerweise per Hand. Eine Fahrt durch die Waschstraße könnte den empfindlichen Stoff hingegen beschädigen.

Zu Beginn der Reinigung des Dachs wird die Fläche zunächst einmal grob abgebürstet, um das Ganze von groben Schmutzpartikeln zu befreien. Hierzu reicht bereits eine gewöhnliche Kleiderbürste aus. Im Anschluss daran wird die gesamte Fläche mit einem Spezialreiniger bearbeitet.

Solche Spezialreiniger, welche im Fachhandel erhältlich sind, sorgen für eine gründliche Reinigung, ohne den empfindlichen Stoff anzugreifen. Aufgetragen werden können solche Mittel mit einem handelsüblichen Reinigungslappen.

Daraufhin kann das gesamte Dach abgespült werden. Hierdurch werden auch hartnäckige Schmutzreste entfernt, welche zuvor durch den Spezialreiniger aufgeweicht wurden.

Vom Einsatz eines Hochdruckreinigers sollte dabei jedoch Abstand genommen werden. Stattdessen sollte sich der Schmutz auch mit einem voll aufgedrehten Gartenschlauch entfernen lassen. Letztlich muss man das Autodach nur noch vollständig trocken lassen, bevor dieses wieder eingefahren wird.

Imprägnierung

Neben der regelmäßigen Reinigung sollte das Cabriodach auch mindestens einmal im Jahr imprägniert werden. Hierzu sollte das gesamte Dach zuvor gereinigt worden sein. Zudem sollte der Tag des Imprägnierens sonnig und wetterbeständig sein, so dass die frisch imprägnierten Flächen nicht schon nach wenigen Stunden mit Regen aufgeweicht werden.

Sollten diese Voraussetzungen erfüllt sein, kann mit dem Imprägnieren begonnen werden. Hierbei handelt es sich in der Regel um ein Spray, welches zunächst grob verteilt aufgesprüht und anschließend mit einem Lappen verrieben werden kann.

Insgesamt sollte jeder Cabrio Besitzer diese zwei Vorgaben beachten. Schließlich kosten diese nicht viel Zeit und sorgen doch dafür, dass das Verdeck auch nach Jahren noch wie neu aussieht.

Cabrios bedürfen aufgrund ihres aufklappbaren Verdecks einer besonderen Pflege
Cabrios bedürfen aufgrund ihres aufklappbaren Verdecks einer besonderen Pflege

Tipps zur richtigen Pflege von Oldtimern

Jedes Auto muss gewartet und gepflegt werden, vergleichbar mit dem Medizincheck seines Halters. In beiden Fällen nimmt mit zunehmendem Alter die Intensität der Pflege zu. Nach § 2 laufende Nummer 22 der Fahrzeug-Zulassungsverordnung FZV sind Oldtimer solche Fahrzeuge, die vor mindestens dreißig Jahren am Straßenverkehr teilgenommen haben.

Darüber hinaus müssen sie weitgehend dem ursprünglichen Originalzustand entsprechen sowie insgesamt gut erhalten und gepflegt sein. Das sind mehrere Voraussetzungen, die den Fahrzeughalter sowohl Geld als auch Zeit kosten. In seiner Garage stehen ein oder auch mehrere Oldtimer, die jeder für sich zwar kein Sorgenkind sind, jedoch einer ganz individuellen sowie besonderen Pflege bedürfen.

Was zur Pflege dazugehört

Mit der Pflege sind sowohl technische Wartung als auch optische Schönheit angesprochen. Der Oldtimer sollte spätestens in den ersten Frühjahrswochen fahr- und einsatzbereit sein. Damit das Fahren dann so richtig Spaß macht, muss der Oldtimer buchstäblich glänzen und blitzen.

Dafür muss der Oldtimerbesitzer in den Herbstwochen einiges tun und so manche Stunde aufwenden. Für seine Mühe wird er damit belohnt, dass der Oldtimer auch nach der längeren Winterpause auf Anhieb anspringt.

Der beste Stellplatz für das geliebte Stück

Die Vorbereitung des Oldtimers auf das Überwintern ist am pflegeintensivsten. Das ist dann der Fall, wenn der Oldtimer nur zeitweise bewegt, also gefahren wird.

Die abgeschlossene Garage muss gut gelüftet sein. Zugluft verhindert die Ablagerung von Feuchtigkeit im und auf dem Oldtimer. Die Garage sollte also insgesamt trocken sein.

Um die Federungen des Oldtimers durch das monatelange Stehen zu entlasten, sollte ein Aufbocken überlegt werden. Die damit verbundenen Vor- oder auch Nachteile sind marken- und modellabhängig. Bei einigen Modellen der Marken Porsche und VW besteht beim Aufbocken zum Beispiel die Gefahr, dass die Drehstahlfederung beschädigt wird.

Überwinterung des Oldtimers

Auch der ruhende Oldtimer muss mit Frostschutz im Kühler winterfest gemacht werden. Dasselbe gilt für die Scheibenwaschanlage, die mit einem dementsprechenden Konzentrat versetzt werden muss.

Überwintern sollte der Oldtimer mit gelöster Handbremse, um deren Fest-/Einfrieren zu vermeiden. Mottenkugeln im Wageninnern sorgen dafür, dass sich in den Wintermonaten keine Tiere in die Polster des Oldtimers einnisten.

Die perfekte Pflege von außen vor dem Winterschlaf

Was für die Hausfrau der herbstliche Hausputz ist, das ist für den Oldtimerfahrer das letzte Polieren der Karosserie sowie der gesamten Innenausstattung. Die ist vielfach aus edlem Holz, das seinerseits gepflegt sein will.

Rost und eine damit verbundene Korrosion sind die größten Feinde eines Oldtimers. Zu den empfindlichen Stellen gehören der Unterboden des Fahrgestells sowie die Karosserie. Auch die kleinsten Kratzer sollten sofort beseitigt werden. Unerkannt entwickeln sie sich beim Oldtimer spätestens nach ein, zwei Jahren zu wertmindernden Roststellen.

Nur Originalteile, um Wertminderung zu vermeiden

Zur richtigen Pflege mit Blick auf die Werterhaltung gehört beim Oldtimer die ausschließliche Verwendung von Originalteilen, wenn alt gegen neu ausgetauscht werden muss. Das dient dem Erhalt des ursprünglichen Originalzustandes nach der FZV und steigert sowohl den materiellen als auch den ideellen Fahrzeugwert.

Bevor anstelle des Originalteils ein No-Name-Produkt oder gar ein Plagiat verwendet wird, sollten Kosten und Mühe für die individuelle Anfertigung in einer professionellen Oldtimer-Fachwerkstatt aufgewendet werden. Der Fahrzeughalter muss langfristig denken; je älter der Oldtimer in seiner Originalität ist, umso einmaliger, interessanter und wertvoller wird er.

Über aktuelle Neuigkeiten wie Tipps zur Pflege, zur Wartung oder zur Unterhaltung kann sich der Oldtimerliebhaber vielseitig informieren. Fachliteratur sowie Websites bieten ein breites Spektrum an Knowhow sowie Erfahrung. Und wenn guter Rat teuer ist, dann besteht die Möglichkeit, sich in einem der Oldtimerforen im Internet per Chat, oder spätestens bei der nächsten Oldtimer Ralleye persönlich vis-à-vis auszutauschen.

Oldtimer brauchen viel Pflege

Für Oldtimer gelten im Straßenverkehr besondere Regeln, nicht jedoch für Youngtimer

Lenkrad und Armatur eines Oldtimer-Sportwagens
Cockpit eines alten Sportwagens © krizz7 - www.fotolia.de

Immer mehr Auto-Freunde nutzen ihre Oldtimer als Alltagsauto. Eben zum Supermarkt oder zur Arbeit ist da nicht ausgeschlossen. Im Jahr 2001 waren beim Kraftfahrtbundesamt, kurz KBA, nur 60.000 Autos gemeldet, heute sind es rund 210.000.

Vorsicht und Pflege sind grade bei Oldtimern oberstes Gebot für Sicherheit

Besitzer eines solchen Oldtimers müssen darauf achten, das Kulturgut ausgiebig zu pflegen. Wasser in der Bremsleitung oder vollkommen veraltete Reifen, die platzen könnten, sind z.B. gefährliche Faktoren.

Auch die technische Ausrüstung ist bei Oldtimern schon längst überholt. Es kann z.B. die Servolenkung wegfallen. Schlechtere Lichter, Bremsen und Reifenhaltung fallen ebenfalls ins Gewicht. Technische Errungenschaften wie moderne Scheinwerfer oder Scheibenwischer sind auch nicht zu unterschätzen. Auch das Fahrgefühl ist vollkommen anders und kann sich auf das Fahren im modernen Auto auswirken.

Laut Statistik kracht es bei den Oldtimern auch öfters als mit modernen Autos, trotzdem liegt die Unfallquote wegen der geringen Fahrleistung noch unter dem Schnitt. Da spielen Faktoren wie wenig Fahrpraxis und Selbstüberschätzung eine größere Rolle. Dagegen hilft z.B. ein spezielles Oldtimer-Fahrtraining, das von manchen Automobilclubs angeboten wird.

Oldtimer sind vom Fahrverbot in Umweltzonen ausgenommen

Der Vorteil von echten Oldtimern mit dem Buchstaben "H" für "historisches Fahrzeug" am Ende des Kennzeichens oder eine rote "07", die besagt, dass die Erstzulassung mindestens 30 Jahre zurückliegt, ist die Ausschließung vom Fahrverbot in den Umweltzonen. Ein Auto mit H-Kennzeichen ist für den Dauerbetrieb ausgelegt, sollte aber trotzdem vorwiegend für die Instandhaltung genutzt werden.

Autos mit 07-Kennzeichen dürfen nicht für den Weg zur Arbeit genutzt werden, sondern nur für z.B. Probefahrten oder Teilnahmen an Veranstaltungen. Fahrten zur Werkstatt sind natürlich mit eingeschlossen. Dann gibt es noch die sogenannten "Youngtimer", die nicht mit den "Oldtimern" zu verwechseln sind.

Sie zählen zwar auch schon zu den Klassikern, aber sind von den Umweltplaketten nicht ausgenommen. Aus dem Grund kann man sein Auto einfach nachrüsten lassen. Falls dies bei einem bestimmten Automodell nicht möglich ist, kann man eine gebührenpflichtige Ausnahmegenehmigung beantragen.

Bioethanol Gift für Oldtimer

Zehn Prozent Bioethanol im Benzin - dieses kann bei Oldtimern zu Schäden führen

Weißes Oldtimer-Cariolet mit rotem Koffer und einem Kennzeichen mit der Aufschrift "RENTE"
Zeit in der Rente © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

Autofahrer müssen an der Tankstelle ab Mitte Februar genauer hinschauen. Gerade Besitzer älterer Fahrzeuge sollten, so rät der ADAC, dringend einen zweiten Blick riskieren, welches Benzin sie gerade tanken. Es könnte E10-Kraftstoff sein. Und den vertragen gerade ältere Autos überhaupt nicht.

Ab dem nächsten Monat ist Kraftstoff mit bis zu zehn Prozent Ethanol, sogenanntem Bioethanol, unter dem Branchenkürzel E10 erhältlich. Betroffen sind die Benzinsorten mit 91, 95 sowie 98 Oktan. Bisher waren lediglich fünf Prozent Ethanol beigemischt.

Super Plus bald vermutlich die einzige alternative Benzinsorte

Bis 2013 müssen Tankstellen noch das bisherige Benzin anbieten. Danach wird für die Fahrzeuge, die den Kraftstoff mit zehn Prozent Ethanol nicht vertragen, wahrscheinlich nur noch die Benzinsorte Super Plus zur Verfügung stehen. Rund 90 Prozent aller Benziner in Deutschland können mit E10 betankt werden.

Neufahrzeuge sind in der Regel E10-tauglich. Auskunft, ob ein Auto E10 verträgt, kann der jeweilige Fahrzeughersteller geben.

Mögliche Schäden an Dichtungen und am Motor

Gerade Oldtimer vertragen den neuen Kraftstoff jedoch nicht. Schäden für Dichtungen und Benzinleitung sind wahrscheinlich. Sogar Motorbrände sind nicht ausgeschlossen. Der Einbau neuer Teile ist umständlich und nicht billig. Fachleute legen den Besitzern älterer Wagen deshalb nahe, lieber Benzin mit lediglich fünf Prozent Ethanol zu tanken.

Sollte versehentlich der falsche Kraftstoff in den Tank gelangen, ist ein Start des Autos unbedingt zu vermeiden. Das Benzin muss unverzüglich abgepumpt werden.

Die richtige Winterpflege für den Oldtimer

Diese Hinweise und Tipps sollten Sie beachten, damit Ihr Oldtimer gut durch den Winterschlaf kommt

Junger, sportlicher Typ mit Sonnenbrille von oben mit rotem Modellauto
presenting a car © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Wenn es regnet, friert und schneit beginnt für die meisten Oldtimer der Winterschlaf. Erst im Frühjahr holen die Besitzer ihre wertvollen Gefährte wieder aus der wärmenden Garage. Doch bevor die alten Autos zur Ruhe kommen, ist einiges zu beachten.

Sorgfältige Reinigung

Fast 1,7 Millionen Fahrzeuge in Deutschland besitzen ein Saison- oder ein Oldtimerkennzeichen und werden nicht das ganze Jahr über genutzt. Um diese Wagen winterfest zu machen, benötigen sie vor allem eine gründliche Wäsche - Unterboden und Radkästen dabei nicht vergessen. Beim Benutzen eines Hochdruckreinigers sollte ein Abstand von wenigstens einem halben Meter eingehalten werden, sonst könnte die empfindliche Elektronik im Auto Schaden nehmen.

Der Innenraum benötigt eine sorgfältige Reinigung mit dem Staubsauger. Für Lederpolster und -lenkrad sowie das Armaturenbrett empfiehlt es sich, ein spezielles Pflegemittel zu benutzen. Um Schimmel abzuwenden, sollte man den Pollenfilter auswechseln.

Wer mit einem Cabrio die Sommermonate genossen hat, sollte das Verdeck mit normalem Seifenwasser waschen. Zur Schonung des Stoffes und der Gelenke bleibt es anschließend leicht geöffnet. Scharniere mit ein wenig Öl oder Fett einsprühen, Dichtungen und andere Gummiteile mit Vaseline oder Talkum einschmieren, so bleiben sie bis zum nächsten Frühjahr geschmeidig.

Flüssigkeiten checken

Das Öl vor der Winterpause zu wechseln verhindert, dass alte Schwebeteilchen eine Säure bilden, die eventuell den Motor angreift. Häufig vergessen Oldtimerbesitzer, den Ölstand im Schalt- und im möglicherweise vorhandenen Hinterachsdifferential zu überprüfen. Doch nicht nur zu wenig Öl kann zu einem Problem werden, sondern auch fehlendes Benzin. Da sich bei Luft im Tank Kondenswasser bilden kann, das Korrosion hervorruft, sollte das Fahrzeug immer mit vollem Tank überwintern.

Damit im Frühjahr eine gute Sicht gewährleistet ist, sollten Fahrzeugeigentümer Frostschutzmittel in Scheibenwischanlage und den Kühler kippen. Scheibenwischer werden zur Sicherheit abgeklappt, sonst können sich die Lippen platt drücken.

Elektronik und Reifen

Im Gegensatz zu modernen Autos wird bei älteren Fahrzeugen die Batterie abgeklemmt. Oldtimer besitzen keine aufwändige Elektronik, die eine ausreichende Stromversorgung benötigt.

Reifen sollten während der monatelangen Standzeit einen leicht erhöhten Druck von 2,5 bis 3 bar haben. Damit kein Standplatten auftritt, sollte der Wagen häufiger ein wenig hin- und hergerollt werden. Außerdem sorgt ein wenig Bewegung für die Verteilung von Öl und Fett in Getrieben und Wellen.

Der richtige Platz

Abschließend stellt sich noch die Frage, wo das Prachtstück überwintern soll. Ideal ist eine trockene und gut belüftete Garage oder Halle. Auf einem öffentlichen Parkplatz braucht das Fahrzeug ein Kfz-Kennzeichen. Ansonsten könnte es der Abschleppdienst abholen und das kann teuer werden.

Oldtimer müssen verkehrssicher sein, wenn der TÜV dies bescheinigt

Wer einen originalgetreuen Oldtimer kauft, der auch vom TÜV zugelassen wird, der kann davon ausgehen, dass dann der Wagen auch verkehrssicher ist, wie jetzt der Bundesgerichtshof entschied.

Bei einem Fall hatte jemand bei einem Händler einen originalgetreuen alten Mercedes 280 SE aus den 70er Jahren für 18.000 Euro gekauft. Dabei erhielt der Käufer auch eine vom TÜV ausgestellte "positive Begutachtung im Original", also eine Zulassung als Oldtimer. Doch nach zwei Jahren stellte der Käufer fest, dass der Wagen eine einzige Rostlaube war, wobei man die massiven Rostschäden mit einer dicken Unterbodenschutzschicht versehen hatte. Normalerweise hätte seinerzeit der Wagen wegen dieser gravierenden Mängel keine Zulassungserlaubnis durch den TÜV bekommen dürfen.

So waren die Angaben im Kaufvertrag nicht richtig und der Händler trägt dafür auch die Verantwortung. Der Käufer hat den Händler nun auf 34.000 Euro Schadensersatz verklagt um dann den Oldtimer in den Zustand zu versetzen, wie er im Kaufvertrag beschrieben war. Darüber müssen jetzt die Gerichte der Vorinstanz entscheiden.

Oldtimer-Besitzer lassen sich ihr Auto einiges kosten

Lenkrad und Armatur eines Oldtimer-Sportwagens
Cockpit eines alten Sportwagens © krizz7 - www.fotolia.de

Auf Deutschlands Straßen sind noch 6,5 Millionen Autos unterwegs, die bereits 15 Jahre oder älter sind. Laut einer Studie der Autoverbände VDA und VDIK sowie des Kfz-Gewerbes investieren deren Besitzer jedes Jahr 14,1 Milliarden Euro in die alten Schmuckstücke.

Die sogennanten "Classic Cars" sind mittlerweile ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Kfz-Branche. Mit 61 Prozent sind allerdings über die Hälfte dieser alten Autos noch im täglichen Einsatz, was ihren Wert deutlich mindert.

5.300 Euro jährlich für Oldtimer

Richtig viel Geld investieren Oldtimer-Besitzer in ihre Wagen. Über 30 Jahre alte Wagen lassen sich Liebhaber jährlich rund 5.300 Euro kosten. Um von der Entwicklung zu profitieren, hat die Kfz-Branche für Werkstätten das Zertifikat "Fachbetrieb für historische Fahrzeuge" eingeführt. So können sich Oldtimer-Fans sicher sein, dass ihre Klassiker bei Wartungen und Reparaturen in guten Händen sind.

Den Reifen sollte bei der Autopflege und -wartung ebenso besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden...

Messung der Profiltiefe von Autoreifen

Das Rad eines Autos besteht aus der Felge und dem darauf aufgezogenen Autoreifen. Der ist ein Gebrauchsgegenstand, der mit der Zeit verschleißt. Das Reifenprofil, also die äußere Struktur des Reifens, nutzt sich durch den direkten Kontakt zur Fahrbahn dauerhaft ab. Dadurch verringert sich die Profiltiefe, die das Fahrverhalten des Fahrzeuges beeinflusst.

Auf nasser Fahrbahn wird das Wasser zwischen den Reifen und der Fahrbahn durch das Reifenprofil abgeleitet, sodass der direkte Kontakt zwischen Reifen und Fahrbahnoberfläche bestehen bleibt. Je tiefer das Reifenprofil ist, umso besser ist diese Wasserableitung. Umgekehrt erhöht sich die Gefahr eines Aquaplanings, wenn das nicht abgeleitete Wasser auf der Fahrbahn steht. Das Fahrzeug gerät buchstäblich ins Schwimmen.

Gesetzlich vorgeschriebene Tiefe des Hauptprofils

Rechtsgrundlage für die vorgeschriebene Profiltiefe von Autoreifen ist die StVZO, die Straßenverkehrszulassungsordnung. Nach § 36 muss das Hauptprofil mit seinen Einschnitten oder Profilrillen im gesamten Umfange eine Tiefe von wenigstens 1,6 Millimetern aufweisen.

Das Hauptprofil sind die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Reifenlauffläche, die etwa Dreiviertel der gesamten Laufflächenbreite einnimmt. Das ist die Mindestanforderung, die gesetzlich erfüllt sein muss. Wird sie unterschritten, kostet das ein Bußgeld im hohen zweistelligen Eurobereich und einen Punkteeintrag in dem seit Mai 2014 neuen FAER, dem Flensburger Fahreignungsregister.

Diese absolute Mindestprofiltiefe ist in der Fahrpraxis unzulänglich, und auch die Kfz-Versicherungen erwarten eine Reifenprofiltiefe zwischen drei und vier Millimetern. In Einzelfällen machen sie ihre Schadensregulierung auch von der Güte und Tiefe des Reifenprofils abhängig.

Möglichkeiten des Kfz-Halters zur Prüfung des Reifenprofils
  1. Der Profiltiefenmesser ist ein einfach handzuhabender mechanischer Messschieber; er wird wie ein Lineal gehandhabt. Der Messschieber wird in eine der mittigen Profilrillen eingeführt, und die Messstange bis auf den Grund des Reifenprofils geschoben. Der Wert, also die Reifenprofiltiefe, kann auf der vorhandenen Skala des Messschiebers abgelesen werden.

    Das Reifenprofil muss an dieser Stelle frei von Gegenständen sein, damit das Ergebnis unverfälscht bleibt. Gemessen werden sollte mehrere Male an verschiedenen Reifenstellen. Wenn sich geringfügige Abweichungen ergeben, dann wird die jeweils niedrigste Profiltiefe zugrundegelegt.

  2. Eine gleichartige Profilmessung ist auch mit dem Lineal möglich. Das Verfahren ist dasselbe, wobei hier noch mehr auf Genauigkeit geachtet werden muss. Lineale haben links- und rechtsseitig eine nicht linierte, also unmarkierte Fläche. Sie muss separat ausgemessen werden, weil sie ebenfalls in das Reifenprofil eingeführt wird und oftmals einen halben Zentimeter lang oder länger ist. Ansonsten ist das Verfahren mit dem des Messschiebers identisch.
  3. Der digitale Profiltiefenmesser ist eine moderne Art des mechanischen Messschiebers. Hier wird dem Kfz-Halter das Ergebnis digital angezeigt. Er braucht es nicht mehr ablesen, sondern nur noch lesen.
  4. Automatische Profiltiefenmesser vermessen das Reifenprofil auf seiner gesamten Reifenbreite per Laser mit der Triangulation. Sie ist die optische Abstandsmessung durch eine genaue Winkelmessung und wird in Autohäusern oder gewerblichen Fuhrparks professionell eingesetzt.
  5. Das genaue Gegenteil zu dieser hochtechnischen Reifenprofilmessung ist ein Test mit der Ein-Euro-Münze. Wenn sie sich bis zum Messingrand vollständig in das Reifenprofil einführen lässt und dann mit dem Profil abschließt, dann beträgt die Profiltiefe plus/minus drei Millimeter. Der Fahrzeughalter ist also auf der sicheren Seite.

Das ausreichend tiefe Reifenprofil darf nicht unterschätzt werden. Kritisch wird es bei der Beteiligung an einem Verkehrsunfall, wenn Schuld und Ursache gesucht werden. Jeder Kfz-Versicherer ist versucht, Zweifel zu kreieren und dem Unfallgegner zumindest eine Mitschuld anzulasten.

Das Reifenprofil mit seinem Ermessensspielraum zwischen vier und mehr bis hin zur gesetzlichen Mindesttiefe von 1,6 Millimetern bietet dazu viele Möglichkeiten, bis hin zu einem zeit- und kostenaufwändigen Rechtsstreit.

Kein Bußgeld für defekte Frontscheiben

Bei Riss in der Frontscheibe müssen Autofahrer nur dann mit Sanktion rechnen, wenn Gefahr besteht

Verkehr - Junge Frau sitzt gelassen am Steuer ihres Autos
pretty girl in car © kristian sekulic - www.fotolia.de

Eine Werbung im Radio hat viele Autofahrer verunsichert. Es klingt in diesem Spot so, als müsse man ein Bußgeld bezahlen, wenn man mit einer defekte Frontscheibe im Straßenverkehr erwischt wird. Doch das ist Unsinn.

Verkehrsuntauglichkeit nur bei unzureichender Sicht

Ein kleiner Riss in der Frontscheibe sollte selbstverständlich behoben werden, aber man muss nicht sofort rechts heranfahren und sich abschleppen lassen. Als verkehrsuntauglich gilt ein Auto nur, wenn die Scheibe so zersplittert ist, dass man nicht mehr genügend Sicht hat und so zur Gefahr für sich und andere wird. Dann muss man tatsächlich Bußgeld zahlen und bekommt sogar drei Punkte in Flensburg.

Doch wer einen kleinen Steinschlag hat, der kann warten, bis Brieftasche und Zeit eine Reparatur erlauben. In jedem Fall sollte die Scheibe nur repariert und nicht ausgetauscht werden. Der komplette Austausch dauert in der Regel länger und ist mit höheren Kosten verbunden.

Hinweis für Autofahrer mit Teilkasko-Versicherung

Wer eine Teilkasko-Versicherung hat, muss übrigens besonders aufpassen. Kleine Stellen sind in den wenigstens Fällen versichert. Auch wenn sie versichert sind, muss man den Schaden unbedingt melden, bevor man ihn beheben lässt. Nachträglich bekommt man sonst keinen Cent zurück.

Für sicheres Autofahren auch die Stoßdämpfer regelmäßig kontrollieren lassen

Wie die Sachverständigenorganisation DEKRA berichtet, gehören defekte Stoßdämpfer hinter Bremsen und Reifen mit 20 Prozent zu den häufigsten Unfallursachen. Deshalb sollte man auch regelmäßig die Stoßdämpfer kontrollieren lassen.

Defekte Stoßdämpfer machen sich vor allem dadurch bemerkbar, dass das Auto schaukelt und nicht immer in der Spur bleibt. So kann dadurch sich auch der Bremsweg um bis zu 20 Prozent verlängern, besonders wenn das Auto voll beladen ist. Auch können defekte Stoßdämpfer das Antiblockiersystem (ABS) und auch das Elektronische Stabilitäts-Programm (ESP) schädigen.

Im Normalfall halten Stoßdämpfer bis zu 100.000 Kilometer, aber je nach Fahrweise müssen sie auch schon bei 60.000 Kilometern ausgetauscht werden. Auch sollen alle 20.000 Kilometer die Staubkappe und Anschlagpuffer, aber auch der Gummiblock und die Federbeinlager kontrolliert werden. Die Kontrolle führen der TÜV oder auch die DEKRA-Stationen innerhalb von wenigen Minuten durch.

Ölwechsel auch bei Servolenkung und Getriebe wichtig

Die regelmäßige Kontrolle des Motoröls ist für den Autofahrer unabdingbar. Damit das Fahrzeug wie geölt funktioniert, benötigen jedoch auch Servolenkung und das Getriebe den Schmierstoff. Den Ölstand des Getriebes sollte jedoch ein Fachmann kontrollieren.

Gewöhnlich muss das Öl für die Schaltung nicht erneuert werden. Doch wird das Auto häufig dazu eingesetzt, andere Fahrzeuge zu ziehen, sollte das Öl regelmäßig gewechselt werden. Allerdings darf nicht jedes x-beliebige Öl verwendet werden. Jedes Bauteil braucht seine spezielle Sorte. Wird ein falsches Öl benutzt, nimmt das Getriebe und die Servolenkung Schaden.

Wenn die Autobatterie einmal schlapp macht - welches Ladegerät ist gut?

Die Prüfungsorganisation GTÜ hat Ladegeräte zum Aufladen der Autobatterie getestet

Mutternschlüssel vor Automotor, Werkstatt
V8 supercharged car engine and spanner © Christopher Dodge - www.fotolia.de

Die Hauptursache bei Autopannen ist meistens ein elektrischer Defekt, und hierbei liegt es oft auch an einer zu schwachen oder gar leeren Batterie. Besonders jetzt, wenn der Winter kommt, muss die Batterie Schwerstarbeit vollbringen, denn viele Autofahrer fahren oft nur kürzere Strecken, so dass sich die Batterie nicht immer voll auflädt und beim Starten eines Autos mehr Strom verbraucht wird als geladen wird.

GTÜ testete acht Ladegeräte für die Autobatterie

Auch, wenn ein Auto über Wochen nur in der Garage steht, beispielsweise ein Oldtimer oder Cabrios, macht dann eines Tages die Batterie schlapp, so dass sie neu aufgeladen werden muss. Hierzu gibt es spezielle Ladegeräte, die die Prüforganisation GTÜ getestet hat. Aber von den acht getesteten Ladegeräte, die zwischen 30 und 100 Euro kosten, konnte ein Gerät sogar die Bestnote "sehr gut" erhalten und nur ein Gerät ist nicht empfehlenswert.

Kein Ausbau der Batterie zum Aufladen

Beim Kauf eines Ladegerätes sollte man unbedingt darauf achten, dass dafür die Batterie nicht ausgebaut werden muss, denn ansonsten gehen die gespeicherten Daten, wie bestimmte Codes, aus dem Bordcomputer verloren. Ein Ausbau einer Batterie zum Laden käme somit nur für Oldtimer in Frage. Viele Ladegeräte haben auch einen sogenannten Batterie-Auffrischungs-Modus, der für eine volle neue Leistungsfähigkeit sorgt, wenn die Batterie stark entladen war.

Hier die acht getesteten Geräte in der Reihenfolge von "sehr gut" bis "nicht empfehlenswert":

  1. Modell CTEK Multi MSX 5.0,
  2. Bosch C3,
  3. M+S Intelli 2,
  4. Cartrend MP 3800,
  5. Saito Pro Charger XL,
  6. AEG LP Plus und
  7. Pro Tech M42 sowie
  8. Cartrend 6A.

Hauptuntersuchung beim Auto künftig mit Probefahrt

Wer mit seinem Auto im nächsten Jahr zur Hauptuntersuchung muss, sollte sich jetzt schon einmal mit einigen Neuerungen vertraut machen.

So gelten ab 2012 neue Grenzwerte für die Bremsen. Nach Angaben der Prüfgesellschaft Dekra müssen Fahrzeuge künftig eine Abbremswirkung von 58 Prozent aufweisen. Bisher galten 48 Prozent als ausreichend. Außerdem bestimmen die Prüfer die Bremswirkung ab dem kommenden Jahr pro Achse.

Beschlossen hat der Gesetzgeber auch eine Testfahrt. Diese dient der Beurteilung der Fahrerassistenzsysteme. Jedoch gilt sie nur für Autos, die ab April 2012 ihre Erstzulassung erhalten. Somit sind die ersten Praxistest frühestens im Jahre 2015 fällig.

Zur besseren Information erhalten Autofahrer in Zukunft von ihrer Prüfgesellschaft einen ausführlichen Mängelbericht. So erfahren sie, wo genau die Prüfer den Mangel festgestellt haben. Gibt es einen Defekt an der Beleuchtung, bekommt es der Autofahrer künftig schwarz auf weiß, dass die Einstellung beim Scheinwerfer rechts nicht stimmt.

Neu ist auch die Regelung, dass die nächste Hauptuntersuchung grundsätzlich 24 Monate nach dem Untersuchungstermin fällig ist. Bislang orientierte sich die Gültigkeit der neuen Plakette am eigentlichen Fälligkeitsdatum für die Fahrzeuguntersuchung. Wenn die Plakette seit drei Monaten abgelaufen ist, droht aber nach wie vor ein Bußgeld.

Motoröl - Viele Autofahrer lassen Sorgfalt vermissen

Wer sein Auto richtig pflegen will, sollte nicht nur dafür sorgen, dass immer genug Benzin im Tank ist, sondern sich auch intensiv um das Motoröl kümmern. Doch genau das passiert viel zu wenig.

Eine Untersuchung ergab, dass viele Fahrzeuge mit einem mangelhaften Ölfüllstand unterwegs sind. Meist ist das Problem, dass zu wenig Schmierstoff vorhanden ist. Zu viel Öl ist jedoch ebenfalls schlecht für den Motor.

Ein zu hoher Wasseranteil im Schmierstoff ist bei vielen Fahrzeugen ein Problem. Kommt der Motor aufgrund häufiger Kurzstreckenfahrten nicht auf eine ausreichende Temperatur, verdampft zu wenig Kondenswasser. Die Folge ist starker Verschleiß. Ein Ölwechsel noch vor dem vom Hersteller angegebenen Zeitpunkt ist die einzige Möglichkeit, diesen Missstand zu beseitigen. Kurze Autofahrten können auch der Grund für einen zu hohen Rußanteil oder Kraftstoff im Öl sein. Dies können jedoch auch Hinweise auf defekte Kolben oder Kolbenringe sein.

Glykol im Öl kann ein weiteres Problem sein. Das Frostschutzmittel gelangt aufgrund einer defekten Zylinderkopfdichtung oder durch Schäden am Kühlsystem ins Öl. In solchen Fällen droht ein Motorschaden.

Kleinwagen schlechter gepflegt

Beine mit roten Chucks ragen aus der Seitenscheibe eines Autos
Woman relaxing in her car © oneinchpunch - www.fotolia.de

Beim Mängelreport 2011 des TÜV Süd schneiden Kleinwagen deutlich schlechter ab als große Autos. Einerseits liegt dies daran, dass die Kleinwagen häufig für Kurzstrecken benutzt werden. Der Verschleiß liegt dabei deutlich höher, als bei längeren Strecken auf der Autobahn. Der weitaus wichtigere Grund,weshalb die Kleinwagen oft deutliche Mängel vorweisen, und das schon nach wenigen Jahren, an deren Eigentümer.

Laut dem TÜV Süd wird den kleinen Autos deutlich weniger Aufmerksamkeit zuteil. Die fehlende Wartung und Pflege der Autos führt zu frühzeitigen Mangelerscheinungen. Obwohl die Autos meist nur als Zweitwagen eingesetzt werden, verdoppeln sich laut Statistik die Mängel bereits innerhalb der ersten Jahre. So steigt beispielsweise die Mängelquote des Smart Fortwowo von 3,6 % auf 10, 6 % innerhalb von vier Jahren.

Um die Autos auf Dauer mängelfrei zu halten, ist es wichtig, auch einmal längere Strecken zu fahren. Außerdem sollten Sie zur regelmäßigen Inspektionen in die Werkstatt gebracht werden

Kosten für die Hauptuntersuchung des Autos bleiben regional unterschiedlich

Eine bundeseinheitliche Reform der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) wird sich für den Verbraucher, sprich Autofahrer, nicht spürbar auswirken, denn die Kosten werden weiterhin je nach Region oder des Anbieters schwanken.

Wie auch die Zeitschrift "Auto Straßenverkehr" festgestellt hatte, gibt es bei den einzelnen zugelassenen Prüfungszentren, beispielsweise TÜV, DEKRA, KÜS sowie GTÜ bezüglich der Gebühren große Unterschiede. So müssen die Autofahrer zwischen 75,40 Euro und 101 Euro für die fällige Hauptuntersuchung bezahlen.

Am preiswertesten war die Untersuchung beim TÜV Hansa mit 75,40 Euro und am meisten musste man beim KÜS, je nach Station, mit 101 Euro bezahlen. Die beiden DEKRA und GTÜ lagen preislich dazwischen.

Immer auf den richtigen Reifendruck achten

Darum ist es wichtig, den Reifendruck regelmäßig alle vier Wochen zu kontrollieren

Junge Frau misst Reifendruck ihre Autos an Tankstelle
reifendruck © Phototom - www.fotolia.de

Etwa die Hälfte der Autofahrer fahren mit Reifen, die einen zu niedrigen Luftdruck haben, wie die Reifenhersteller schätzen. Dabei führt ein zu niedriger Reifendruck nicht nur zu einem höheren Benzinverbrauch, sondern kann auch in manchen Situationen gefährlich sein.

Folgen eines falschen Reifendrucks

Aber auch ein zu hoher Reifendruck ist nicht gut, denn dann hat der Reifen einen geringeren Kontakt zur Fahrbahn, so dass maximal 0,2 bis 0,3 bar mehr noch vertretbar sind. Bei einem zu niedrigen Luftdruck kommt es zusätzlich zu einem höheren Verschleiß und auch die Fahrstabilität leidet, was sich besonders in Kurven zeigt.

Regelmäßige Kontrolle

So ist es wichtig den Reifendruck regelmäßig alle vier Wochen zu kontrollieren oder einfach bei jedem Tanken. Die erforderliche Höhe des Reifendrucks findet man einmal auf einem Schild im Türrahmen oder in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs. Wem das ständige Kontrollieren zu viel ist, der kann seine Reifen auch mit Gas füllen lassen, welches man nur alle sechs Monate überprüfen braucht.

Insektenreste und Vogeldreck am Auto - So geht´s am besten weg

Auto in der Autowaschanlage
Autowaschanlage © RRF - www.fotolia.de

Selbst nach der Fahrt durch die Waschanlage klage viele Autobesitzer immer noch über Kotreste oder Insektenleichen auf ihrem liebsten Gefährt - was also tun? Ein simples Hausmittel für Rückstände von Fliegen ist mit Seife getränktes Zeitungspapier auf die betroffenen Stellen zu legen und etwas zu warten.

Anschließend lässt sich der Dreck problemlos mit einem Schwamm abwischen und der Lack glänzt wieder. Auf keinen Fall sollte man Schaber oder harte Schwämme dafür benutzen, da die Scheiben oder der Lack sonst verkratzt werden könnten. Gerade die Chitinreste des Vogelkots sind Gift für die Oberfläche des Lacks, weil dadurch feine Risse entstehen und die Farbe und Leuchtkraft des Lackes an dieser Stelle abnehmen könnten.

Vor allem bei starker Sonneneinstrahlung sollte man den Schmutz deshalb so schnell wie möglich entfernen.

Irrtum beim Tanken kann teuer werden

Zapfhahn hängt in Tanköffnung eines blauen Autos
tanken © Surrender - www.fotolia.de

Wer beim Tanken die falsche Zapfpistole benutzt, der muss für diesen Irrtum selber bezahlen, denn auch die private Haftpflichtversicherung, wenn es sich um ein fremdes Fahrzeug handelt, schließt die Kostenübernahme bei Schäden aus, wie das Kammergericht in Berlin urteilte.

Doch was war geschehen? Eine Frau, Männer würden sagen "natürlich eine Frau", hatte beim Tanken eines fremden Audi A6 (Dieselfahrzeug) anstelle Dieselkraftstoff die falsche Zapfpistole mit Superbenzin genommen. Erst nachdem sie ein paar Meter gefahren war, bemerkte sie den Irrtum und hielt den Wagen an, so dass kein direkter Motorschaden entstand. Doch trotzdem mussten neben dem Abpumpen des Benzins aus dem Tank zusätzlich auch Motorteile gereinigt werden. Die Kosten sollte die private Haftpflichtversicherung übernehmen, die dies aber ablehnte, so dass es zur Klage kam.

Das Gericht kam aber zur Überzeugung, dass der Schaden durch den Gebrauch des Kraftfahrzeugs entstanden war, was bei einer Privathaftpflichtversicherung nicht eingeschlossen ist. Wie das Kammergericht argumentierte, sei erst durch das Anfahren des Wagens der Schaden entstanden, so dass der Schaden nicht beim Tanken entstand.

Fazit: Wer ein Diesel-Fahrzeug benutzt, der sollte besser zweimal hinschauen, ob er auch die richtige Zapfpistole benutzt. Bei Benzinern ist das Tanken mit einer Diesel-Zapfpistole nicht möglich, weil diese nicht in den Tankstutzen des Benziners passt.

Sonnencremes können sich bei starker Hitze in Autolack einbrennen

Frau am Strand drückt etwas Sonnencreme aus einer gelben Flasche in ihre Hand
women squeezing suncream © boophotography - www.fotolia.de

Während Sonnencremes die menschliche Haut bei der momentan starken Sonneneinstrahlung gut schützen, können sie auf dem Autolack irreparable Schäden hinterlassen. Schon kleinste Berührungen der mit Sonnencreme eingeriebenen Hände auf dem Lack brennen sich bei starker Hitze darin ein, sodass man diese teilweise nur durch eine Neulackierung entfernen kann.

Im Zuge einer Untersuchung im Auftrag des NDR Verbrauchermagazins "Markt" testeten Forscher der Fachhochschule Niederrhein in Krefeld sechs Sonnencremes auf einem normalen Autolack.

Dabei stellte sich heraus, dass alle Produkte im Lack ihre Spuren hinterließen, insbesondere bei großer Wärme. Ähnlich wie auf der Haut ist der Lack dabei aufgequollen, wodurch auf der Oberfläche teils dicke Runzeln entstanden sind.

Bereits seit langem kennen die Autobauer dieses Problem, sodass Volkswagen bereits im Jahr 2008 darauf aufmerksam machte, dass die mit Sonnencremes verursachten Fingerabdrücke auf dem Lack weder durch "Anschleifen, Polieren und auch durch Erwärmen nicht zu entfernen seien".

Derartige Schäden sind zudem von der Garantie ausgeschlossen, sodass man die Flecken schnellstmöglich entfernen oder am besten gleich vermeiden sollte.

Gefahren durch die Autobatterie bei unsachgemäßem Umgang

Vom voll elektronischen modernen Auto lassen immer mehr Fahrer die Finger. Wenn aber die Batterie den Geist aufgegeben hat, greifen immer noch viele unbesorgt zu – und denken nicht daran, dass sie es mit einem säuregefüllten Akku zu tun haben.

Die Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau rät zum anbrechenden Winter, sich der Risiken zu erinnern, die beim Umgang mit Säure bestehen. Am sichersten ist es, Arbeitshandschuhe und Schutzbrille zu tragen. Batteriesäure führt bei Hautkontakt zu Verätzungen. Betroffene Hautstellen sollen mindestens fünfzehn Minuten mit reichlich Wasser abgespült werden.

Sind die Augen betroffen, sofort Wasser über die geöffneten Augen laufen lassen und umgehend einen Arzt aufsuchen.

Hinweise und Tipps zum selbstständigen Reifenwechsel

Zum Reifenwechsel muss der Wagen nicht unbedingt in die Werkstatt
Zum Reifenwechsel muss der Wagen nicht unbedingt in die Werkstatt

Als Reifenwechsel wird der Austausch eines kompletten Autorades bezeichnet. Fachsprachlich ist es der Radwechsel, bei dem das Fahrzeugrad umgesteckt, in dem Sinne ausgetauscht wird.

Im Herbst werden die Sommerreifen, also die Autofelgen mit der Sommerbereifung, gegen die Winterreifen ausgetauscht; ein halbes Jahr später geschieht dasselbe umgekehrt. In der Zwischenzeit werden die Räder fachgerecht gelagert.

Damit jeder Autoreifen seine feste Position auf der Achse behält, werden sie dementsprechend markiert. All das lässt sich gut organisieren und ist die Beschäftigung für einen Samstagnachmittag.

Anders und deutlich hektischer ist der selbstständige Reifenwechsel, der unterwegs anlässlich einer Reifenpanne notwendig wird. Wie es heißt, bleibt das Fahrzeug liegen und muss mit einem zumindest provisorischen Reifenwechsel bis zur nächsten Tankstelle flott gemacht werden.

Wenn der Autofahrer den jetzt notwendig werdenden selbstständigen Reifenwechsel in der richtigen Reihenfolge durchführt, dann kann er anschließend die Fahrt ganz beruhigt fortsetzen.

So gehen Sie beim Reifenwechsel vor
  1. Das Auto muss sicher und fest stehen, also möglichst nicht auf einer abschüssigen Fläche. Um ein Bewegen der Räder zu verhindern, wird die Handbremse angezogen und beim Schaltgetriebe ein Gang eingelegt. Das Automatikgetriebe wird auf die P-Position eingestellt.
  2. Jetzt kommt der Wagenheber zum Einsatz, um das Fahrzeug seitlich anzuheben. Er wird an der am Fahrzeug dafür vorgesehenen und kenntlich gemachten Stelle angesetzt. Der Wagenheber gehört passend zur Grundausstattung des Autos mit Marke, Modell und Fahrzeugtyp. Die Kurbel am Warenheber wird solange betätigt, bis sich das Fahrzeug an dieser Längsseite leicht anhebt, trotzdem aber noch ein Kontakt zwischen Rad und Untergrund besteht.
  3. Jetzt werden die Schrauben am Reifen gelockert.
  4. Anschließend wird der Kurbelvorgang am Wagenheber fortgesetzt, bis der Reifen keine Bodenhaftung mehr hat.
  5. Die Schrauben werden weiterhin gelockert, bis sie herausnehmbar sind. Sie werden abgedreht, und anschließend wird das Rad von der Achse genommen.
  6. Jetzt beginnt der buchstäbliche Rad- oder Reifenwechsel. Bei einer Reifenpanne wurde vorher das Reserverad aus seinem Behältnis herausgenommen und gesichert abgestellt. Es wird nun gegen den beschädigten Reifen ausgetauscht, der seinerseits sicher abgelegt wird. Das Austausch-/Reserverad, also der Reservereifen, wird auf die Achse gehoben.
  7. Im nächsten Schritt werden alle Schrauben zunächst nur leicht eingedreht.
  8. Danach werden sie nacheinander mit dem dazugehörigen Schraubenschlüssel festgedreht. Um ein Verziehen des Reifens zu vermeiden, werden die Schrauben kreuzweise festgedreht; also überkreuz und nicht nebeneinander von links nach rechts.
  9. Der Wagenheber wird zurückgekurbelt, bis das Fahrzeug seine Bodenhaftung wieder erreicht. Dieser Punkt ist dadurch erkennbar, dass sich der Wagenheber problemlos vom Fahrzeug entfernen lässt.
  10. Anschließend werden beschädigtes Rad sowie sämtliche benutzten Werkzeuge im Fahrzeug verstaut. Besonders am Straßenrand darf aus Verkehrssicherheitsgründen nichts hinterlassen werden. Auch zur eigenen Sicherheit muss nach dem Reifenwechsel alles so sein wie vorher. Der einzige Unterschied zwischen vorher und nachher sind die beiden ausgetauschten Reifen.
Was ist nach dem Reifenwechsel zu tun?

Wer nicht nur aus Kostenersparnisgründen, sondern aus Freude an seinem Auto den jährlich zweimaligen Reifenwechsel selbst vornimmt, der ist damit vertraut und routiniert.

In allen Fällen einer Reifenpanne sollte nach spätestens etwa hundert Kilometern der gewechselte Reifen, sprich das Rad, in einer Autowerkstatt nachgezogen werden. Damit wird ein dauerhaftes Verziehen verhindert, was sich durch das manuelle Schrauben ergeben kann. Der Autofahrer merkt das oftmals erst in Extremsituationen ohne zu erkennen, dass die eigentliche Ursache dafür in dem Reifenwechsel liegt.

Letztendlich muss auch noch der Reifendruck des aufgesteckten Rades geprüft werden. In der Regel hat es bis zu diesem Reifenwechsel jahrelang im Kofferraum gelegen, ohne dass es bewegt, oder dass sein Luftdruck geprüft worden ist.

Pflege des Autos im Sommer

Frühjahrsputz im Auto – Auch der Innenraum sollte gereinigt werden

So machen Sie ihr Auto fit für den Frühling

Mann saugt einen Sitz im Auto mit einem Autostaubsauger
Man Hoovering Seat Of Car During Car Cleaning © highwaystarz - www.fotolia.de

Während des Winters ist das Auto nicht nur von außen größerer Verschmutzung ausgesetzt. Auch der Innenraum hat meist gelitten. Darum ist ein gründliches Reinigen im Frühjahr eine sinnvolle Aktion, um den Wert des Wagens zu erhalten.

Frühjahrsputz im Auto

Schnell einmal durch die Waschanlage fahren, um den Lack vom Straßendreck zu befreien, ist auch im Winter möglich. Anders sieht es beim Innenraum aus. Dafür, dass man dort gründlich sauber macht, ist es meistens zu kalt. Mit den ersten wärmenden Strahlen der Frühlingssonne ist die Gelegenheit gekommen, sich der Sitze, Armaturen und Böden anzunehmen. Am besten beginnt man, indem man die Polster gründlich staubsaugt. Auch die Ritzen sollten vom Staub befreit werden. So manches Teil, das im Winter verschwunden ist, findet sich dabei wieder.

Wer Ledersitze hat, sollte diese mit einem Reinigungstuch abwischen. Für ganz Gründliche gibt es für Polstersitze speziellen Schaum, der zusätzlich für frischen Duft sorgt. Auch Textilmatten kann man auf diese Weise reinigen. Gerade im Fußraum kann durch die Feuchtigkeit des Winters Schimmel entstehen. Daher ist es nützlich, für die Innenraumreinigung einen warmen, freundlichen Tag zu wählen. So erreicht man, dass alle feucht gesäuberten Teile gut abtrocknen können.

Reiniger die sich für den Autoputz eignen

Spezielle Reiniger fürs Auto kann man preiswert im Baumarkt oder an der Tankstelle kaufen. Auch die üblichen Haushaltsreiniger sind durchaus brauchbar. Sie dürfen jedoch nicht zu scharf sein und sollten ein streifenfreies Putzergebnis bieten. Das ist besonders für die Innenseite der Scheiben wichtig. Schlieren würden zu Reflektionen im Licht führen und die Sicherheit beim Fahren beeinträchtigen.

Frühjahrsputz steht an - das Auto nicht vergessen!

Der lange Winter ist vorbei - nun ist es Zeit zu Lüften! Dies gilt nicht nur für das traute Eigenheim, sondern außerdem auch für das Auto. Um in einen sauberen und nach Frische duftenden Wagen einsteigen zu können, sollte ab und an das Fahrzeug gründlich gesaugt und geputzt werden. In den vergangenen nasskalten Monaten konnte sich die Feuchtigkeit besonders in den Fußteppichen und in den Sitzen festsetzen. Gegen dieses Phänomen hilft zunächst den Wagen einmal für eine Weile zu lüften. Sind in den Wagen Innenraumluftfilter integriert, sollten diese nun gewechselt werden.

Beim Saugen sollte darauf geachtet werden, nicht nur die Fußteppiche und Sitzflächen abzusaugen, sondern besonders gründlich auch die Ecken und Ritzen auszusaugen. Denn hier häuft sich der meiste Staub und Dreck an. Ledersitze spielen dabei keine Ausnahme. Diese sollten mit einer Lederpflege behandelt und danach mit einem Tuch trocken gerieben werden. Im Gegensatz dazu sollten Stoffpolster mit bestimmten Schaumreinigern oder mit einem Nass-Sauger gereinigt werden.

Bei einem Nass-Sauger wird zunächst der Sitz großflächig eingeschäumt. Spezielle Düsen des Saugers weichen anschließend den Sitz ein. Während dieses Vorgangs saugt der Sauger Schmutz und einen Großteil des Wassers wieder aus dem Stoff heraus.

Diese Arbeiten sollten bei Leder- wie auch bei Stoffbezügen ausschließlich bei warmen Außentemperaturen durchgeführt werden, da die feuchten Sitze richtig trocknen können.

Der Frühling ist da - Vorsicht vor Marderbissen am Auto

Wenn das Auto am nächsten Morgen nicht anspringt hilft meistens ein Blick unter die Motorhaube. Gerade im Frühjahr sind die Steinmarder in der Nacht wieder besonders aktiv und knabbern neben Schläuchen auch Kabel im Motorraum an.

Die männlichen Nager wollen nämlich ihr Revier verteidigen und beißen mit ihren scharfen Zähnen alles durch, wo der Rivale bereits eine Duftnote hinterlassen hat. Besondere Leckerbissen sind dabei Dämmmatten, Kühlschläuche sowie Zündkabel, worunter Tausende Autobesitzer immer wieder aufs Neue leiden.

Wenn man sein Fahrzeug nicht in einer Garage parkt, können spezielle Marderfallen Abhilfe schaffen, um den Bissen der Nager zu entgehen. Neben Wellenrohren oder unter Strom stehenden Metallplättchen können dies auch diverse Duftstoffe aus dem Autofachhandel sein. Außerdem meiden Marder das Betreten von feinmaschigen Gittern unter dem Motor oder reagieren empfindlich auf Ultraschall-Scheuchen.

Während Menschen diese extrem pulsierenden und starken Ultraschalltöne nicht hören, ergreifen die kleinen Nager auf Grund des guten Gehörs sofort die Flucht, wenn sie die Töne hören.

Reifenwechsel: Sommerreifen von Ostern bis Oktober

Autopanne - Mann beim Reifenwechsel auf der Straße, kleines Mädchen hockt davor neben Warndreieck
Happy family changing a car wheel © MNStudio - www.fotolia.de

Das Wetter wird besser, die Temperaturen steigen - nun ist es Zeit, die Sommerreifen aufzuziehen. Bei Schnee und Eis sind die Winterpneus klar im Vorteil, doch in der warmen Jahreszeit sorgen sie für einen um bis zu 30 Prozent längeren Bremsweg. Zudem können hohe Temperaturen Hitzeschäden an Laufflächen und Seitenwänden hervorrufen, im schlimmsten Fall platzt der Pneu.

Sommerreifen haben einen geringeren Rollwiderstand und sorgen so dafür, dass der Kraftstoffverbrauch und der CO2-Ausstoß zurückgehen. Dies schont Umwelt und Geldbeutel. Bei Temperaturen über sieben Grad haben Sommerreifen aufgrund der verwendeten Materialien und des besonderen Profils einen höheren Fahrkomfort und ein besseres Handling. Zudem ist der Verschleiß geringer.

Experten empfehlen den Einsatz von Sommerreifen nach der O-bis-O-Regel: Von Ostern bis Oktober gehören Sommerpneus auf die Felgen. Vorschrift sind sie jedoch nicht. Um sicher zu fahren, sollte das Profil wenigstens 1,6 Millimeter betragen. Experten raten jedoch zu mindestens 3 Millimetern.

Die Winterreifen kommen gut über den Sommer, wenn sie vor der Lagerung eine gründliche Reinigung erhalten und von Splitresten befreit werden. Vor dem Reifenwechsel sollte man mit Kreide die Laufrichtung und die Position, an der der Reifen montiert war, auf das Gummi schreiben (etwa VL - vorne links, HR - hinten rechts). Die Lagerstätte sollte trocken, kühl und dunkel sein, außerdem frei von Öl, Benzin, Fett oder anderen Chemikalien. Diese können die Gummimischung schädigen und dadurch die Lebensdauer der Reifen erheblich verkürzen.

Reifen mit Felgen werden keinesfalls aufrecht stehend untergebracht, sondern am besten hängend oder liegend (ideal auf einer Holzpalette oder einem Felgenbaum). Reifen ohne Felgen sollten dagegen senkrecht hingestellt und alle vier Wochen ein wenig gedreht werden, um Druckstellen zu verhindern. Wer zuhause keinen Platz hat, kann seine Winterpneus auch gegen eine geringe Gebühr bei einem Reifenfachhändler lagern.

Marderschäden sind ärgerlich - teure Kosten mit günstigen Hilfsmitteln vermeiden

Marder sind zwar niedliche Tierchen, leider aber auch die Verursacher von nicht unerheblichen Schäden am Auto. Die Tendenz ist steigend. Waren es 2007 noch 175.000 Fälle, so summierten sich die Marderattacken im Jahr 2011 schon auf 229.000. In Zahlen ausgedrückt, entfallen 40 Millionen Euro auf 2007 und inzwischen sind es rund 63 Millionen Euro im Jahr. Darauf verwies das Magazin „Auto Straßenverkehr“.

Autofahrer können beißwütige Marder von ihrem Auto fernhalten. Wenn gefährdete Bauteile mit Kabelummantelungen umhüllt werden, können diese nicht mehr durchgebissen werden. Erhältlich sind solche Hilfsmittel im Fachhandel, oder in den Baumärkten. Manche Autohersteller bieten auch elektrische Matten, oder Gitter an, bei deren Berührung der Marder einen Stromschlag erhält. Hilfreich ist auch eine Motorwäsche, denn Wasser entfernt die Duftmarken, die Marder immer wieder anziehen könnten.

Auf Hundehaare, oder WC-Steine sollten sich Autobesitzer nicht verlassen. Denn die Düfte haben keine langfristige Wirkung, da sie zu schnell verpuffen. Ultraschallgeräte funktionieren nur bei direktem Tierkontakt.

Winter adé – wann kommt die Zeit für einen Reifenwechsel?

Silbernes Auto fährt auf Landstraße
Aussendienst © Michael S. Schwarzer - www.fotolia.de

Man könnte meinen, dass die ersten Apriltage bestens für das Aufziehen von Sommerreifen geeignet sind, schließlich haben wir laut Kalender schon Frühling.

Doch besonders in diesem Jahr sieht man, dass es auch jetzt noch eher nach Winter aussieht. Besonders Abends und Nachts herrschen noch frostige Temperaturen und die Straßen können somit noch sehr glatt werden. Generell sollte man sich also an die aktuelle Wetterlage halten und mit dem Reifenwechsel lieber noch ein wenig länger abwarten.

Von O bis O?

Im Laufe der Zeit hat sich eine Faustregel etabliert, die den geeigneten Zeitpunkt für das Wechseln der Reifen festlegt. "Von O bis O" sollten dabei Winterreifen verwendet werden. Die beiden O's stehen dabei für Oktober und Ostern. Zudem raten Experten dazu, bei Temperaturen unter sieben Grad bei Winterreifen zu bleiben. Aktuell würde die Faustregel also eher wenig Sinn machen.

Wer auf einen Reifenwechsel verzichten möchte, kann sich für Allwetterreifen entscheiden und diese das ganze Jahr über nutzen. Jedoch stellen diese Reifen für Autofahrer, die sich in alpinen Regionen fortbewegen, keine gute Wahl dar.

So lässt sich das Auto vor Beißattacken von Mardern schützen

Marder sind nicht einfach loszuwerden - mit den richtigen Tricks lassen sich die Tiere aber vertreiben

Automechaniker in Werkstatt überprüft Motor eines Autos
Motor mechanic inspecting the engine of a car © Karin & Uwe Annas - www.fotolia.de

Viele Autofahrer haben schon Probleme mit Mardern gehabt, die mit ihren kräftigen und scharfen Zähnen

  • Achsmanschetten,
  • Zündkabel oder
  • Unterdruckschläuche

beschädigen. Es ist nicht einfach, die Nager wieder loszuwerden.

Mai und Juni sind Bissschäden-Zeit

Auf seinen nächtlichen Streifzügen meidet der Steinmarder freies Gelände. Unter der Kühlerhaube eines parkenden Autos findet er ein ideales Versteck.

Auch wenn er sich dort nur für kurze Zeit aufhält, markiert er das eroberte Terrain. Andere Marder, die dies riechen, werden gereizt und beißen zu.

Besonders im Mai und Juni - wenn die Marder auf Partnersuche sind - muss man mit Bissschäden rechnen. Marder verursachen an Kraftfahrzeugen einen jährlichen Schaden von mehr als 60 Millionen Euro.

"Hausmittelchen" helfen nicht auf Dauer

Nicht empfehlenswert sind nach Angaben des TÜV Süd bekannte "Hausmittelchen", etwa

Hat sich das Tier an den Geruch gewöhnt, ist es wieder da.

Ähnliches gilt für Gitter aus Maschendraht, die unter den Wagen gelegt werden. Zwar laufen Marder wegen ihrer empfindlichen Pfoten nicht gerne darauf, doch auch an die Gitter gewöhnen sie sich mit der Zeit. Ultraschall hilft ebenfalls häufig nur kurzzeitig.

Elektroschockgeräte halten Marder ab

Guten Schutz bieten dagegen Elektroschockgeräte, die an den typischen "Mardereinstiegsstellen" befestigt werden. Diese Metallplättchen stehen unter Strom. Die Tiere erhalten einen ungefährlichen leichten Stromschlag, der sie vertreibt.

Nicht so gut ist ein Kabelschutz, der die häufig angegriffenen Schläuche und Achsmanschetten gar nicht sichert. Hilfreich ist jedoch eine Motorwäsche, die vorhandene Duftmarken wegspült. Andere Marder müssen so keine Revierkämpfe im Motorraum austragen.

Zahlt die Versicherung?

Marderbiss ist lediglich von der Vollkasko-Versicherung in jedem Fall abgedeckt. Sogenannte Folgeschäden müssen extra versichert sein.

Bei Teilkasko sind die Vertragsbedingungen entscheidend. Ein Anruf bei der Versicherung nach einem Marderschaden sorgt für Gewissheit.

An heißen Tagen: Kühlwasser und Ölstand checken

Das aktuell hochsommerliche Wetter kann nicht sowohl Menschen als auch ihre Autos schlauchen. Nicht nur eine laufende Klimaanlage, sondern auch allein die Kühlung des Motors ist wichtig und verlangt dem Wagen einiges ab. Daher sollte man gerade an heißen Tagen ein Auge auf das Kühlwasser haben.

Einerseits darf es nicht zu alt sein, denn sonst besteht die Gefahr, dass sich kleine Partikel lösen und den Kreislauf verstopfen. In der Regel ist ein Wechsel alle zwei Jahre sinnvoll. Dabei sollte auf die richtige Zusammensetzung des Kühlwassers geachtet werden, da reines Wasser schnell zu Verkalkungen führt. Am Ausgleichsbehälter erkennt man den korrekten Füllstand: der Pegel sollte weder über das Maximum noch unter das Minimum rutschen.

Aber auch das Öl spielt eine Rolle bei der Kühlung des Motors, da es die Wärme im Ölkreislauf verteilt. Neben dem Kühlwasser sollten also auch der Ölstand kontrolliert und Wechselintervalle eingehalten werden.

Pflege des Autos im Winter

Wer im Winter mit Sommerreifen unterwegs ist, ist dennoch versichert

Autoreifen auf schneebedeckter Fahrbahn, davor ein Schnee-Warnschild (Fotomontage)
Wintereinbruch © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

Um das eigene Leben und das der Mitmenschen nicht in Gefahr zu bringen, sollte man in den Wintermonaten die Sommerreifen gegen Winterreifen austauschen. Wer dies versäumt, genießt aber dennoch den Schutz der Versicherung. Wer im Winter einen Unfall hat und mit Sommerreifen unterwegs war, dessen Versicherung muss in den meisten Fällen dennoch zahlen.

Einige Ausnahmen gibt es jedoch. Der Gesetzgeber schreibt vor, dass der Fahrer leer ausgeht, wenn er vor der Fahrt aufgrund der aktuellen Wetterlage hätte erkennen müssen, dass eine Fahrt mit Sommerreifen grob fahrlässig ist. Dies gilt also zum Beispiel, wenn ein schlimmer Schneefall tobt, oder die Straßen spiegelglatt sind.

Ein Problem bei dieser Regel ist jedoch, dass der Gesetzgeber mit dieser Regel einen zu großen Interpretationsspielraum lässt. In vielen Fällen könnte man damit vor einem Gericht landen.

Brauchen wir in Zukunft keine Autoscheiben im Winter mehr vom Eis freikratzen?

Eine spezielle Beschichtung soll das Zufrieren von Autoscheiben verhindern

Eis wird von Autoscheibe abgekratzt
scraping © ril - www.fotolia.de

Die beiden Autohersteller VW und Audi haben in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut eine Windschutzscheibe entwickelt, die zukünftig das im Winter oftmals lästige Eiskratzen überflüssig macht.

Spezielle Beschichtung verhindert zugefrorene Scheiben

Hierbei handelt es sich um eine spezielle Beschichtung, die das Zufrieren der Scheiben verhindern soll und aus einer hauchdünnen Schicht Indiumzinnoxid (ITO) besteht. Dieser Stoff wird auch bei der Herstellung von LED-Flachbildschirmen oder bei Bildsensoren und Solarzellen benutzt und ist sehr leitfähig. Auch bei den normalen Glasfenstern wird es als Wärmeschutz verwendet.

Einige Jahre Forschung stehen noch aus

Wie die Forscher mitteilen, soll die Wirkung bis zu minus 18 Grad anhalten. Aber noch müssen die Techniker ein anderes Problem lösen, denn durch diese Beschichtung wird der Funkverkehr im Auto gestört, so dass der Radio- und auch Telefonkontakt sehr schlecht ist.

Doch bis die neue Beschichtung, die von Audi und VW als "Low E Schicht" bezeichnet wird, auf den Markt kommt, was aber erst in ein paar Jahren der Fall sein wird, werden die Techniker auch dieses Problem noch lösen.

Vereiste Autotüren - Im Winter leiden die Gummidichtungen

Zugeeiste Türen beim Auto sind nicht nur unangenehm, sondern schaden langfristig auch der Gummidichtung. Wer vorsorgen will, kann dies ganz einfach mit Melkfett, Hirschtalg oder handelsüblicher Vaseline tun. Im Einzelhandel sind auch spezielle Sprays erhältlich, die es auch für Türschlösser gibt.

Ist das Auto bereits komplett eingefroren, hilft ein Fön oder heißes Wasser. Wer kann sollte das gute Stück in der Garage parken.

Winterreifen im Test: Gutes ist etwas teurer

Noch ist der erste Schnee nicht gefallen, doch Autofahrer sollten sich rechtzeitig um den geeigneten Winterreifen kümmern. Verbraucherschützer haben jetzt in Zusammenarbeit mit verschiedenen Automobilclubs zahlreiche Modelle geprüft. Ihr Fazit: Wer gute Reifen für die kalte Jahreszeit sucht, muss etwas tiefer ins Portemonnaie greifen.

37 Winterreifen waren im Test, davon sind vier Produkte komplett durchgefallen. Zu ihnen zählen bei den kleinen Modellen Effiplus Epluto I aus China sowie Premiorri ViaMaggiore aus der Ukraine, da sie bei Nässe nicht überzeugen konnten. In der Kompaktklasse zeigte Syron Everest 1 vor allem Schwächen auf nasser Fahrbahn und in der Lautstärke. Er erhielt ebenso die Note „mangelhaft“ wie Sailun Ice Blazer WSL 2 in der SUV-Klasse. Bei nasser Fahrbahn erwies er sich als nicht wintertauglich, hatte aufgrund seines Rollwiderstands den höchsten Spritverbrauch und enttäuschte mit lauten Abrollgeräuschen.

Überzeugen konnten dagegen Winterreifen von Continental, Michelin und Pirelli. Sie bilden die Top drei und konnten in allen Größenkategorien überzeugen. Sie sind allerdings auch teurer als die No-Name-Modelle.

Reparaturen vermeiden - Klimaanlage auch im Winter ab und zu einschalten

Wer in seinem Auto eine Klimaanlage hat, wird wahrscheinlich schon wissen, dass man kurz vor Fahrtende die Kühlfunktion ausschalten sollte, damit der Fahrtwind Feuchtigkeit aus der Anlage ziehen kann. Mit diesem Trick vermeidet man Pilzbefall.

Auch im Winter sollte man die Klimaanlage mehrmals im Monat einige Minuten laufen lassen, damit der Kompressor betätigt und die Dichtungen geschmiert werden. Dadurch vermeidet man auch Pilz- und Schimmelgeruch, außerdem verhindert man so Kältemittelverlust und teure Reparaturen. Übrigens trocknet die Klimaanlage auch die Innenluft und kann so helfen, beschlagene Scheiben wieder klar zu machen.

Im Winter gilt beim Auto ein besonders Augenmerk der Lackierung

Hand eines Mannes am Türgriff eines grauen Autos
Hands On Car Door © Edler von Rabenstein - www.fotolia.de

Besonders im Winter muss der Autolack vielen Witterungseinflüssen standhalten. Deshalb sollte der Autofahrer bei der Pflege einiges beachten. Normalerweise bereitet den heutigen Lacken Schnee und Eis sowie auch das Streusalz keine Probleme, aber bei Splitt kann es zu ungewollten Schäden kommen und es entstehen feine Risse, die sogar unter die Grundierung bis zum Blech reichen. Dadurch kann es zur Korrosion kommen, die zusätzlich durch das Salz noch verstärkt wird.

Wenn der Wagen eingeschneit ist, so sollte man den Schnee vorsichtig entfernen, damit der Lack keine Kratzer bekommt. Nach längeren Autofahrten, besonders auf der Autobahn, sollte man den Wagen kurz in die Waschanlage fahren, aber dies sollte nicht zu oft geschehen, denn die dortigen verwendeten Reinigungsmittel und auch oftmals die Bürsten können die Lackierung strapazieren.

Wenn Streusalz auf dem Autolack trocknet, so bildet sich eine weiße Kruste, die man auf keinen Fall versuchen sollte mit einem Handfeger zu entfernen, denn dann ist tatsächlich der Lack ab, denn dies wirkt wie Schmirgelpapier. Am besten ist es im Herbst, oder auch jetzt noch bei den milden Temperaturen, nach einer gründlichen Wagenwäsche den Lack mit einer Politur zu versiegeln. Dabei werden auch kleinere Kratzspuren beseitigt. Den Effekt erkennt man anschließend daran, dass das Wasser besser abperlt. Aber die Versiegelung sollte man nach vier bis acht Wochen, je nach Wachssorte, erneuern.

Nun gibt es aber noch die sogenannten Klarlacke oder die Mattlackierungen, die unterschiedlich gepflegt werden müssen. Eine matte Lackierung ist in der Regel an der Oberfläche rau, so dass durch Polieren und Wachsen auch diese dann glänzen. Wer einen Wagen mit einer solchen Lackierung hat, der sollte bei der Fahrt in die Waschstraßen sich vorher erkundigen, ob dort mit Textillappen gearbeitet wird, denn die meisten verwendeten Nylonbürsten können Schäden verursachen.

Wenn in einem Glanzlack ein Schaden entsteht, so lässt sich dieser meistens problemlos und auch nicht sichtbar beheben, was bei einer matten Lackierung nicht der Fall ist. Doch eine matte Lackierung hat auch Vorteile, denn man sieht den vorhandenen Schmutz nicht so schnell.

Grundsätzlich wird ein Auto durch vier Schichten lackiert, so zuerst eine Tauchlackierung gegen Korrosion, danach werden eventuelle Unebenheiten mit einer Füllschicht ausgeglichen, dann folgt der eigentliche Basislack mit der Farbe und schließlich ein Klarlack, auch bei einer matten Lackierung, denn hier wird einfach nur ganz feiner Sand dazu gemischt.

Der Klarlack dient somit der eigentlichen Versiegelung. Für Glanzlackierung gibt es mittlerweile sehr viele Pflegemittel auf dem Markt, doch die sind nicht für die matten Lacke geeignet.

Mehr zur Verschönerung oder zu Werbezwecken gedacht, kann man sein Auto mit Folien bekleben - hierbei sollte sauber gearbeitet werden...

Kfz-Klebefolien richtig anbringen und wieder entfernen

Das englische Wort "wrapping" heißt zu Deutsch "einpacken, einschlagen". Car wrapping ist die Vollverklebung mit einer Kfz-Klebefolie. Je nachdem, um welche Art es sich dabei handelt, erkennt der Außenstehende erst auf den zweiten Blick, dass es sich bei dem wie neu aussehenden Auto um eine Kfz-Vollverklebung handelt.

Der nahezu einzige Nachteil liegt darin, dass ausschließlich die Außenflächen beklebt, sozusagen eingepackt werden können. Kanten oder Innenflächen, so wie an Türen oder an der Motorhaube, sind nicht beklebbar.

Vielfältige Möglichkeiten

Kfz-Klebefolien sind individuell lieferbar, und sie können auch vom Kfz-Halter selbst angebracht sowie abgezogen werden. Besonders bei einer Kfz-Vollverklebung gehört jedoch einiges Geschick dazu.

Manche Unternehmen bieten dazu eine Schulung an. Das ist dann interessant, wenn zum Beispiel der Fuhrpark eines Taxiunternehmens einheitlich mit großen oder ganzflächigen Kfz-Klebefolien versehen werden soll.

Wie in anderen Bereichen auch, kommt es sehr auf die Qualität der Kfz-Klebefolie an. Das gilt sowohl für die Folie selbst als auch für den Klebstoff auf der Folienrückseite. Je kleiner die Kfz-Klebefolie ist, umso einfacher ist das Anbringen.

Während die meisten der Kfz-Klebefolien der Eigen- oder einer Produktwerbung dienen, sind einige von ihnen zweckmäßig oder gesetzlich vorgeschrieben. Zu denen gehört die Konturmarkierung ece104 für bestimmte LKW-Modelle nebst Anhängern ab gesetzlich vorgegebenen Maßen in Länge und Breite.

Steinschlagschutzfolien sind hilfreich und schützen den Lack vor leichtem bis hartem Steinschlag. Mit den Tönungsfolien lassen sich die Autoscheiben individuell abtönen; zulässig sind sie für die hinteren Seitenscheiben sowie für die Heckscheibe.

Die Folie anbringen

Das Anbringen einer Kfz-Klebefolie hat viel Ähnlichkeit mit dem Tapezieren einer Wand. Möglich ist das im Trocken- oder im Nassverfahren. In beiden Fällen muss die Klebefläche, also die Außenfläche des Autos gründlich, buchstäblich antiseptisch gesäubert werden.

Jedes Stäubchen, jede kleine Wölbung lässt sich anschließend nicht mehr glatt streichen. Das sieht nicht nur optisch unschön aus, sondern ist Monate oder Jahre später auch der Punkt, an dem sich die Klebefolie zu lösen beginnt.

Bei der Trockenmethode ist die Kfz-Klebefolie auf der Rückseite mit einem Trägerpapier versehen, so wie ein Heftpflaster. Bei der buchstäblichen nassen Alternative kommt zum Trägerpapier noch ein schützendes Transferpapier hinzu.

Qualität und Haltbarkeitsdauer der Kfz-Klebefolie stehen im direkten Zusammenhang. Ob die Herstellerangaben von mehreren, oftmals fünf bis sieben Jahren stimmen, lässt sich nur dadurch kontrollieren, dass die Klebefolie auch tatsächlich so lange angebracht bleibt. Das ist meistens nicht der Fall.

Entscheidend sind bei der Folienqualität die UV-Lichtbeständigkeit sowie eine Resistenz gegen Regen, Eis, Schnee oder Streusalz. Während das Anbringen der Kfz-Klebefolie doch eher einem Fachmann überlassen werden sollte, kann sie durch einfaches Abziehen selbst entfernt werden.

Eine gute Klebefolie, und auch hierbei kommt es auf die Qualität an, hinterlässt keinerlei Spuren. Sie kann einfach so abgezogen werden.

Merkmale und Vorteile einer Kfz-Klebefolie

Mit einer professionell angebrachten Kfz-Klebefolie lässt sich der Wert des Autos konservieren bis hin zu steigern. Der Lack wird geschützt und bleibt auch über mehrere Jahre hinweg unangetastet. Beim Abziehen einer sehr guten Klebefolie sieht der Lack nicht nur wie neu aus, er ist es auch.

Beim car-wrapping, also bei der Kfz-Vollverklebung ist auch dann keine amtliche Ummeldung notwendig, wenn das Auto eine andere Farbe trägt als im Kfz-Schein vermerkt. Die Klebefolie ist waschstraßenfest und witterungsbeständig. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt es sich, ein und dieselbe Fachwerkstatt mit der Kfz-Folienverklebung und dem späteren Abziehen zu beauftragen.

Das Personal ist geschult, und wenn fehlerhaft gearbeitet wird, bestehen Regressansprüche. Das gilt nicht, wenn dieselben Fehler dem Heimwerker unterlaufen. Der anschließende Schaden ist dann erfahrungsgemäß höher als der reine Handwerkerlohn inklusive Mehrwertsteuer.

Besonders wichtig ist der Autocheck vor Einbruch der Winterzeit - Sicherheit geht vor und diesbezüglich gibt es in Sachen Wartung einiges zu beachten...

Der richtige Wintercheck für das Auto

Während der Wintermonate verschlechtern sich die Straßenverhältnisse oft drastisch. Die Folge sind zahlreiche Unfälle, welche häufig durch Verkehrsteilnehmer ausgelöst werden, welche ihr Auto nicht auf diese winterlichen Bedingungen vorbereitet haben. Doch wie sieht der richtige Wintercheck für das Auto aus, damit es zu keinerlei Problemen oder gar Unfällen kommt?

Reifencheck

Die wohl wichtigste Maßnahme im Rahmen eines Winterchecks ist das Wechseln der Reifen. Dieser Austausch sollte unbedingt erfolgen, bevor die Temperaturen erstmals unter die 0°C-Marke fallen.

Dabei ist zudem noch auf die so genannte 4x4x4-Formel Wert zu legen. Diese besagt, dass die Reifen maximal vier Jahre alt sein dürfen, nicht weniger als vier Millimeter Profil aufweisen sollten und alle vier Reifen gleicher Bauart sind.

Nach dem Wechseln der Winterreifen sollten diese zudem auch noch auf einen entsprechenden Reifendruck gebracht werden. Letzterer beträgt in der Regel mindestens zwei bar und liegt doch etwas unter jenem Wert, welcher für Sommerreifen als ideal gilt. Der genaue Wert lässt sich an den Winterreifen selbst ablesen.

Batteriecheck

Des Weiteren sollte der Wintercheck des Autos eine Prüfung der Batterie beinhalten. Schließlich stellen die kalten Monate eine starke Belastung für die Autobatterien dar, was schnell dazu führen kann, dass schwache Batterien das Auto nicht mehr anspringen lassen.

Als Faustregel gilt dabei die Vorgabe, dass eine Autobatterie alle fünf Jahre gewechselt werden sollte. Bestehen allerdings trotz einer neueren Batterie Zweifel, ob diese noch ausreichend Energie hat, kann der Säurestand in einer Werkstatt überprüft werden.

Hilfreiche Utensilien

Darüber hinaus gibt es einige Utensilien, welche im Auto bereit gelegt werden sollten, damit dieses wirklich für den Winter gewappnet ist. Hierzu gehört einerseits ein Starterkabel, welches Abhilfe schafft, sobald die Batterie doch einmal versagt.

Des Weiteren kann es sich lohnen, Schneeketten im Auto bereitzulegen. Sollten die Straßenverhältnisse dann doch einmal extrem ausfallen, kann dennoch weitergefahren werden.

Ebenso nicht vergessen werden dürfen der Eiskratzer und das Frostschutzmittel. Hierdurch kann das Auto von Eis befreit und das Spritzwasser jederzeit nachgefüllt werden, ohne dass befürchtet werden muss, dass die Einspritzanlage einfrieren könnte.

Licht- und Unterbodencheck

Da die Wintermonate nicht nur kalt, sondern auch dunkel und vernebelt sind, sollte zudem die gesamte Lichtanlage überprüft und gereinigt werden. Eventuell kaputte Scheinwerfer können dann leicht selbst repariert werden.

Letztlich ist es noch empfehlenswert, den Unterboden des Autos fachmännisch überprüfen zu lassen. So können Schäden im Unterbodenschutz rechtzeitig ausgebessert werden, was wiederum Rost- und Eisschäden verhindert.

Der zweite Teil dieses Artikels widmet sich der Autoreparatur - auch hier kann man viele Arbeiten selbst erledigen...

Rund um die Autoreparatur

Die meisten Autos befinden sich fast täglich im Einsatz und transportieren ihren Besitzer dabei jährlich über viele tausende Kilometer. Es ist demnach auch nicht verwunderlich, dass die Technik gelegentlich versagt und eine Autoreparatur nötig wird.

Schäden, die man selbst reparieren kann

Zunächst einmal sollte man sich vor einer Reparatur die Frage stellen, ob das Auto denn nicht auch einfach selbst repariert werden kann. So gibt es viele Schäden, welche auch einfach selbst behoben werden können, ohne dass erst ein teurer Fachmann eingeschaltet werden muss.

Dies betrifft einerseits typische Verschleißteile, welche früher oder später ausgewechselt werden müssen. Sollten demnach beispielsweise eine neue Batterie, Scheinwerfer oder Luftfilter notwendig sein, können diese auch selbst ausgetauscht werden.

Hierzu müssen lediglich die passenden Teile bestellt werden. Dabei bietet auch schon eine solche Bestellung ein großes Einsparpotential.

Deshalb sollte man nicht nur die Angebote untereinander vergleichen, sondern sich auch überlegen, ob nicht auch ein gebrauchtes Teil ausreichend wäre. Letztere können häufig besonders günstig online oder von Schrotthändlern erworben werden. Daraufhin können diese Teile in der eigenen Garage verbaut werden.

Neben dem richtigen Werkzeug braucht man dabei allerdings auch das Wissen, wie das Ganze zu bewerkstelligen ist, weshalb sich zuvor in entsprechender Fachliteratur oder dem Internet informiert werden sollte.

Lackschäden selber ausbessern

Sowohl der Gesamteindruck als auch der Wert eines Fahrzeuges wird ganz wesentlich von seinem äußeren Zustand bewertet. Das Auto muss einen insgesamt gepflegten Eindruck machen und, wie es heißt, optisch einwandfrei sein. Damit ist gemeint, dass die Außenlackierung unbeeinträchtigt sowie unbeschädigt sein sollte.

Nur dann wirkt das Fahrzeug in seinem Originallack wie aus einem Guss.

Doch so neu und glänzend wie am Tage der Fahrzeugzulassung kann der Autolack nicht bleiben. Sein Aussehen und seine Glanzwirkung werden durch die täglichen Einflüsse von Umwelt und Witterung beeinträchtigt, wenn auch nicht beschädigt.

Das ist dann unvermeidbar, wenn das Auto keinen Garagen-, sondern einen Laternenparkplatz hat. Hinzu kommen weitere Einflüsse wie

  • Steinschlag vom Rollsplitt
  • kleine Salzkörner in den Wintermonaten oder
  • die Hagelkörner bei Starkregen im Sommer.

Und letztendlich verursacht jedes Touchieren des Autos einen, wenn auch noch so geringen, Lackschaden. Dem Kfz-Halter stellt sich jetzt die Frage, was das Richtige ist, um den Lackschaden zu beseitigen.

Profi aufsuchen

Ganz allgemein gilt der Grundsatz, dass der professionelle Weg immer der beste, wenngleich auch nicht der preiswerteste ist. Viele Autowerkstätten sind auf die Beseitigung von Lackschäden spezialisiert.

Wenn der Lackschaden durch einen Verkehrsunfall verursacht worden und die gegnerische Versicherung zahlungspflichtig ist, dann sollte auf diese Möglichkeit nicht verzichtet werden. Zur Sicherstellung der Kostenübernahme muss vorab der Kostenvoranschlag über die Lackschadenbeseitigung mit der Versicherung abgestimmt werden.

Drei Kategorien von Lackschäden

Lackschäden lassen sich in die drei Kategorien leicht, mittel und schwer unterteilen. Schwere Lackschäden sind oftmals mit einem Schaden an der Karosserie wie einer Delle oder einer Beule verbunden.

Der Fahrzeughalter ist in solchen Fällen fachlich überforder - er sollte eine Fachwerkstatt aufsuchen und dort den Lackschaden beheben lassen. Eine Faustregel sagt, dass in all den Fällen Lackschäden selbst beseitigt werden können, in denen das mit etwas handwerklichem Geschick und einfachen Hilfsmitteln des Einzelhandels möglich ist. Dabei handelt es sich auf jeden Fall um die einfachen, vielfach aber auch um mittlere Lackschäden.

Achtung vor Rost

Je länger der Lackschaden besteht, umso größer ist die Gefahr, dass sich erster Rost angesetzt hat. Hier muss sorgfältig und gekonnt gearbeitet werden, um die Roststelle einwandfrei zu beseitigen. Lackschäden selbst ausbessern heißt also auch, möglichst zeitnah zu reagieren.

Das Auto sollte in den ersten Frühjahrswochen auf Lackschäden aus den Wintermonaten hin nachgesehen werden. Sind welche vorhanden, müssen sie unmittelbar beseitigt werden, was auch für den handwerklichen Laien kein Problem darstellt. Oftmals hilft schon ein gründliches Polieren der betreffenden Stellen.

Lackstift

Der Lackstift ist dazu geeignet, kleinere oder auch kleine Kratzer zu beseitigen. Entscheidend ist dabei die richtige Farbwahl des Autolacks. Die Farbe kann anhand des Farbcodes von Marke, Modell und Typ beim Händler am Ort oder im Internet ermittelt werden.

Spachtelmasse und Lackspray

Wenn sich ein mittlerer Lackschaden nur noch mit Spachtelmasse und Lackspray beheben lässt, dann muss sich der Kfz-Halter fragen, ob er sich das handwerklich zutraut. Der Lackschaden ist unübersehbar und muss auf jeden Fall, auch zur Werterhaltung des Fahrzeuges, behoben werden. Bei einem älteren Auto ohne erheblichen Verkaufswert fällt die Entscheidung dazu sicherlich leichter als bei einem Auto kurz vor seiner erstmaligen TÜV-Abnahme.

Fazit

Bei der Überlegung, einen Lackschaden am Fahrzeug selbst beheben zu wollen, spielen mehrere Aspekte eine Rolle. Zum einen sind es das eigene handwerkliche Geschick und Können, zum anderen der Werterhalt des Fahrzeuges.

Einen Lackschaden zu beseitigen heißt, dass anschließend nicht mehr sichtbar ist, wo der Lackschaden gewesen ist. Noch besser ist das Ergebnis, wenn überhaupt nicht erkennbar ist, dass der Lack jemals beschädigt war.

Selbstheilender Lack: Mit Hightech gegen Kratzer

In den USA wurden neuartige Polymere entwickelt, die unter UV-Einstrahlung selbstheilend wirken

Nahaufnahme Front silberner Sportwagen
Fast car moving with motion blur © hfng - www.fotolia.de

Kratzer im Autolack sind ein großes Ärgernis. Wissenschaftler des Adolphe Merkle Instituts (AMI) der Universität Fribourg wollen in Zusammenarbeit mit US-Kollegen nun Abhilfe schaffen. Sie entwickelten neuartige Polymere, die unter UV-Einstrahlung selbstheilend wirken.

Schäden im Autolack können so gut behoben werden. Auch in der Möbelindustrie oder bei Bodenbelägen kann das Polymer zum Einsatz kommen. Auch größere Bauteile könnten im Spritzgussverfahren aus diesem Material hergestellt werden. Bis zu drei Millimeter dicke Schichten haben die Forscher schon reparieren können.

Kartzer schließt sich beim Abkühlen spurlos

Anders als herkömmliche Polymere verfügt das neu entwickelte Material über eher kurze Molekülketten. Mittels Metall-Ionen wie Lanthan oder Zink werden diese zu langen Ketten verklebt. Der molekulare Leim löst sich unter ultraviolettem Licht (UV-Licht), das eine Temperatur von bis zu 220 Grad hat, auf. Das Material schmilzt.

Nach dem Abschalten der UV-Lampe kühlt es wieder ab. Dabei schließt sich der Kratzer spurlos. Der Grund: Die kurzen molekularen Ketten verbinden sich erneut zu längeren Ketten, was die Selbstheilung zur Folge hat. Die Reparatur soll nicht nur billiger sein als auf herkömmlichem Wege, sondern auch länger halten.

Forscher entwickeln Früherkennungssystem für Beulen im Lack

Eine Forschergruppe der Universität Bremen hat vor kurzem ein neuartiges System entwickelt, mit dem man Schäden an der Karosserie eines Autos erkennt. Außerdem können die Beschädigungen direkt kategorisiert und sofort an eine Zentrale übermittelt werden. Vor allem für die Carsharing-Firmen sowie Autovermieter dürfte sich das neue System auf jeden Fall lohnen.

Die entsprechenden Ortsdaten werden dabei per GPS ermittelt und zahlreiche andere Parameter wie beispielsweise der Motorstatus oder die Geschwindigkeit speichert das System ebenso. Somit lässt sich eindeutig klären, ob der Schaden des Autos von einem Dritten oder vom Fahrzeugmieter selbst verursacht wurde. Auf der Rückseite bestimmter Karosseriebereiche sind dafür einige Sensoren angebracht, welche mit Hilfe von Schallgeräuschen unterschiedlich starke Beschädigungen klassifizieren können.

Inzwischen hat der Carsharer Cambio zahlreiche Fahrzeuge seiner Flotte für einen zweijährigen Feldversuch mit dem innovativen System ausgerüstet.

Selbstheilender Lack lässt Kratzer im Sonnenlicht verschwinden

Nahaufnahme linker Seitenspiegel eines Autos
rear mirror © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Da selbst kleine Lackkratzer für Autofahrer ein teures Unterfangen werden können, sollen spätestens bis zum Jahr 2020 selbstheilende Autolacke bei Neuwagen zur Standardausstattung gehören.

Möglich wird dies in erster Linie durch die Lackbestandteile Chitosan und Oxetan, welche durch Sonnenlicht an der verkratzten Stelle am Lack freigesetzt werden und schlüssig miteinander reagieren. Anschließend kommt es durch die Entstehung größerer Moleküle innerhalb von 15 bis 60 Minuten zu einer vollständigen Versiegelung des Kratzers.

Allerdings funktioniert das Selbstheilungsprinzip an der entsprechenden Stelle nur einmal, sodass dem Fahrzeughalter beim zweiten Mal der Weg zur Werkstatt nicht erspart bleibt.

Wann eine fachmännische Reparatur erforderlich ist

Es gibt allerdings auch viele Schadensfälle, bei welchen man nicht mehr einfach selbst Hand anlegen kann beziehungsweise dies auch nicht mehr sollte, da sonst die Fahrsicherheit des Fahrzeugs gefährdet wäre. Hierzu zählen beispielsweise Schäden im Bereich des Fahrwerks oder der Bremsen.

Sollte dies der Fall sein, muss eine möglichst günstige Werkstatt aufgesucht werden. Heutzutage kann man für diesen Vergleich aber nicht mehr nur die lokalen Anbieter vergleichen. Stattdessen kann hierzu auch das Internet bemüht werden, wo es inzwischen Portale gibt, bei welchen der eigene Schadensfall angegeben werden kann. Daraufhin erhält man durch verschiedene Werkstätten deutschlandweit Angebote, zu welchem Preis und mit welchen Zusatzleistungen der Schaden behoben werden würde.

Eine gute Autowerkstatt finden

Jedes Auto muss, aus unterschiedlichen Gründen und Sichtweisen, gewartet sowie gepflegt werden. Bei Leasingfahrzeugen ist es oftmals ein Vertragsbestandteil, dass das Auto regelmäßig gewartet und scheckheftgepflegt zurückgegeben werden muss.

Das bedeutet gleichzeitig eine Bindung an die markengebundene Vertragswerkstatt; sie ist das Autohaus am Ort mit der dazugehörigen Autowerkstatt für die Typen und Modelle der betreffenden Automarke. Im Zweijahresrhythmus wird das Fahrzeug vom TÜV, dem Technischen Überverein, technisch geprüft.

Damit das Fahrzeug, wie es genannt wird, vom TÜV abgenommen wird, muss es auf Herz und Nieren überprüft werden. Schäden werden beseitigt, alles muss funktionieren. Und letztendlich fällt für jedes Fahrzeug die regelmäßige Inspektion in einem vorgegebenen Intervall an. Der kann durchaus einmal überschritten, sollte jedoch nicht ausgelassen oder übersprungen werden.

Für den Kfz-Halter stellt sich die Frage nach der richtigen und geeigneten, nach einer insgesamt guten Autowerkstatt. Wenn er bei seiner Entscheidung diese Hinweise beachtet, dann ist er auf der sicheren Seite.

Eine gute Autowerkstatt des Vertrauens zu finden ist nicht immer einfach
Eine gute Autowerkstatt des Vertrauens zu finden ist nicht immer einfach
Kriterien einer guten Autowerkstatt
  • Auch bei den markengebundenen Vertragswerkstätten kann unter mehreren ausgewählt werden. Zwar ist es üblich, sich dorthin zu wenden, wo das Auto gekauft worden ist. Aber auch hier lohnt ein Blick in die Werkstatt des Mitbewerbers, ob sie organisatorisch, personell und strukturell ebenso gut oder doch besser geführt ist.
  • Freie Werkstätten sind markenungebunden, und die Werkstattmeister in der Regel Allrounder. Diese Autowerkstätten sind meistens inhabergeführt, in kleinen Ortschaften oder Vororten von Großstädten vertreten und einer freien Tankstelle angeschlossen.

    Auf den ersten Blick wirken sie nicht so professionell wie der Diagnosestand beim namhaften Autohändler. Der Meisterlohn für eine Mannstunde ist jedoch konkurrenzlos niedrig, und meistens stimmt die Qualität der Arbeitsleistung. Freie Werkstätten arbeiten buchstäblich für den Kunden und für ihren Kundenstamm, während die markengebundenen Vertragswerkstätten sich an den Fahrzeugen orientieren, die über kurz oder lang ohnehin dort gewartet werden müssen.

  • Bei der Verwendung von Ersatzteilen muss der Kunde darauf hingewiesen werden, ob beziehungsweise dass es sich um Originalteile des Herstellers handelt. In der markengebundenen Autowerkstatt ist das garantiert, gerade das ist eines ihrer Werbeargumente.

    Die Qualität einer freien oder einer Kettenwerkstatt zeigt sich daran, dass der Kunde unaufgefordert darauf angesprochen wird. Ihm werden Vor- sowie Nachteile erläutert, und danach entscheidet er, nicht die Autowerkstatt.

  • Die genaue und informative Dokumentation sowie Rechnungsstellung ist eine weitere Voraussetzung zur Bewertung der Qualität einer Autowerkstatt. Ersatzteile müssen mit ihrer Artikelnummer in der Werkstattrechnung aufgeführt sein, um den Weg vom Materiallager der Autowerkstatt bis in das reparierte Auto hinein verfolgen zu können.

    Dieser Nachweis kann zu einem späteren Zeitpunkt, auch in einer anderen Autowerkstatt, zur Geltendmachung von Garantieansprüchen hilfreich bis hin zu notwendig sein.

  • Geleistete Arbeiten müssen in Mannstunden oder in Arbeitseinheiten mit dem jeweiligen Stunden-/Gebührensatz ausgewiesen werden. Pauschale Summen sind nur dann vertretbar, wenn vorher für die Gesamtarbeiten ein Pauschalpreis vereinbart worden ist. Der Kfz-Halter muss anhand der Rechnung Kostenart und Kostenhöhe nachvollziehen können.
  • Die Stellung eines Ersatzfahrzeuges während der Autoreparatur ist nicht immer nur eine Frage des guten Willens, sondern auch des Könnens. Die freie Werkstatt als Zwei- oder Dreimannbetrieb tut sich damit deutlich schwerer als die markengebundene Vertragswerkstatt mit mehreren zugelassenen Vorführfahrzeugen auf dem Hof. Insofern ist das Ersatzfahrzeug, sofern es kostenlos gestellt wird, zwar schön, aber kein Qualitätskriterium für die Autowerkstatt selbst.

Weitere Einzelheiten wie

  1. Auslegen des Fahrzeuges mit Schutzfolie während der Reparaturarbeiten
  2. Einhaltung von vereinbarten Abgabe- und Rückgabeterminen
  3. Angebot, die ausgetauschten Teile dem Kfz-Halter mitzugeben oder sie kostenlos zu entsorgen

sind eher Selbstverständlichkeiten, die der erfahrene Autofahrer positiv registriert.

Der Kfz-Halter hat ganz automatisch dann einen besonders guten Eindruck von der Autowerkstatt, wenn er sein Anliegen persönlich vortragen kann. In der Vertragswerkstatt ist dafür ein Werkstattleiter, in der freien Werkstatt der Werkstattmeister sein Ansprechpartner.

Große Kostenunterschiede für Ersatzwagen in Werkstätten

Mietwagen: Werkstätten im Test

Silbernes Auto fährt auf Landstraße
Aussendienst © Michael S. Schwarzer - www.fotolia.de

Das Auto muss für mehrere Tage in die Werkstatt. Doch wie komme ich jetzt zur Arbeit oder zum Einkaufen?

Wenn die Not nicht durch öffentliche Verkehrsmittel gelindert werden kann, muss ein Ersatzwagen her. Doch nicht alle Werkstätten bieten solch ein Mobil an. Und wenn doch, kann dies sehr teuer werden, wie eine Umfrage der Verbraucherzentrale in Nordrhein-Westfalen herausfand.

VW-Polo und Opel-Corsa und im Test

Die Testkunden prüften die Angebote der Marken VW-Polo und Opel-Corsa. Die Preise der Vertragswerkstätten für einen Leihwagen lagen zwischen 11,90 und 76,60 Euro pro Tag. Die freien Werkstätten boten Preise zwischen 21,42 und 57 Euro an. Das ergab einen Durchschnittspreis von rund 32 Euro am Tag.

Einige Werkstätten ließen bei den Preisen noch mit sich handeln, wenn viel am Auto repariert werden musste. Wer weite Strecken zurücklegen muss, sollte sich auf Extra-Aufschläge pro Kilometer einstellen. Bis zu 100 Kilometer am Tag waren bei fast allen Anbietern inklusive. Doch alles was drüber liegt, muss mit bis zu 25 Cent pro extra gefahrenen Kilometer bezahlt werden.

Auf die Selbstbeteiligung achten

Kunden, die sich einen Wagen mieten müssen, sollten bei der Vollkaskoversicherung auf eine niedrige Selbstbeteiligung achten. Bei einigen Werkstätten hätte der Fahrer im Fall eines Unfalles 1500 Euro selber zahlen müssen. Das günstigste Angebot lag bei 300 Euro Selbstbeteiligung. Mit einem kleinen Aufschlag kann der Eigenanteil an Reparaturkosten jedoch gesenkt oder ganz beseitigt werden.

Auf seinen Mietwagen warten zu müssen, ist ein Unding. Dann kann man gleich ganz darauf verzichten und warten, bis das eigene Auto repariert ist. Nicht immer waren Leihwagen verfügbar. In diesem Fall rieten einige Werkstätten dazu, eine bessere Autoklasse zu nehmen, die natürlich eine teurere Leihgebühr zur Folge hatte.

Defektes Auto abholen? Nein, aber...

Automechaniker im Blaumann an Hebebühne unter Auto, lächelnd
Mechanic working under car smiling © Monkey Business - www.fotolia.de

Weist ein Auto oder ein Anhänger einen Schaden auf, ist der Händler nicht verpflichtet, das Fahrzeug beim Besitzer abzuholen. Dies entschied der Bundesgerichtshof (BGH).

Allerdings schränkte der BGH ein, dass letztlich nach dem Einzelfall zu entscheiden sei. Eine Rolle spiele die Ortsgebundenheit sowie die Art der vorzunehmenden Leistung. Zudem sei es wichtig, ob für den Käufer die Reparatur mit großen Unannehmlichkeiten verbunden sei.

Im konkreten Fall wollte der französische Besitzer eines Camping-Faltanhängers, dass der Händler seinen defekten Hänger direkt vom Wohnort abholen sollte. Der wies die Forderung jedoch zurück. Daraufhin klagte der Franzose.

Die Richter wiesen die Klage ab. Der Schaden erfordere den Einsatz von geschultem Personal und müsse daher in einer Werkstatt erfolgen. Ein Transport des Anhängers sei zumutbar. Daher solle die Behebung des Defektes am Firmensitz des beklagten Händlers vonstatten gehen.

Wann muss man mit einem Neuwagen in die Vertragswerkstatt

Frau im Sommerkleid liegt unter dem Auto, neben ihr Reperaturset Reparieren
Car repair © Acik - www.fotolia.de

Auch mit einem Neuwagen muss man innerhalb der gesetzlichen Garantiefrist in die Werkstatt zur Kontrolle. Doch muss man unbedingt immer dabei in einer Vertragswerkstatt, die meistens teurer ist als eine freie Werkstatt? So weisen einige Hersteller extra durch Aufkleber im Serviceheft darauf hin, dass die Garantieleistungen und die Serviceuntersuchungen nur in einer Vertragswerkstatt vorgenommen werden dürfen.

Doch seit 2010 nach einem von der EU-Kommission gefällten Urteil ist diese Vorschrift nicht mehr erlaubt, so dass auch freie Werkstätten das Recht besitzen Reparaturen innerhalb der Garantiezeiten durchzuführen, ohne dass der Garantieanspruch gegenüber dem Hersteller erlischt. Doch sollte man sich auf der Rechnung vermerken lassen, dass die durchgeführten Arbeiten denen einer Vertragswerkstatt entsprechen. Zudem darf auch die freie Werkstatt das sogenannte Serviceheft ausfüllen und abstempeln, wenn die Inspektion laut den Vorgaben des Herstellers erfolgte.

Aber in ganz bestimmten Fällen muss man die Fachwerkstatt aufsuchen, wenn innerhalb der Herstellergarantie ein Schaden am Wagen auftritt, weil es sich dabei um Nachbesserungen handelt, die eben nur die Werkstatt des Fahrzeugherstellers beheben darf. Aber in manchen Fällen kann auch nur eine Fachwerkstatt einen Fehler feststellen, weil sie die dafür nötigen Diagnose-Geräte besitzen, denn heute läuft ohne Elektronik und Computerprogrammen nichts mehr.

Den Wagen verkaufen

Letztlich kann es sich bei alten Fahrzeugen noch lohnen, das Auto im Falle eines größeren Schadens weiterzuverkaufen. Schließlich übersteigen die Reparaturkosten in einem solchen Fall fast schon den Gesamtwert des Autos und es kann davon ausgegangen werden, dass es in den nächsten Monaten wieder zu Verschleißschäden kommt.

Sicher Autofahren

Silberne Autos fahren sicherer

Zwei Kinder auf dem Schulweg, schauen ob Autos kommen, bevor sie Straße überqueren
Kinder auf dem Schulweg © somenski - www.fotolia.de

Silberne Autos sind weniger als halb so oft in Unfälle verwickelt wie weiße, rote, graue, gelbe oder blaue. Das berichtet das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau unter Berufung auf internationale Untersuchungen.

Australischen und neuseeländischen Wissenschaftlern zufolge sind braune, grüne und schwarze Wagen besonders unfallgefährdet.

Gefährlich aufgemotzte Offroader

"Rammen" nennen Offroader die martialisch wirkenden Frontschutzbügel vorm Kühler ihrer Geländewagen. Aber: "Auf unseren Straßen haben sie nichts zu suchen", sagt der Dekra-Experte Dipl.-Ing. Jörg Ahlgrimm im Apothekenmagazin Gesundheit. Für Fußgänger nämlich stellen die wuchtigen Bügel bei einem Aufprall eine zusätzliche Gefahr dar.

Gedacht als Schutz für das Fahrzeug beim Zusammenprall mit schwerem Wild auf Safaris, besteht für die "Rammen" auf europäischen Straßen jedoch überhaupt keine Notwendigkeit. Versuche mit Kinderdummys haben bei einer Geschwindigkeit von 20km/h eine Verdoppelung der Aufprall-Belastungen erwiesen.

Neufahrzeuge werden hierzulande von den Herstellern bereits nur noch ohne Rammen geliefert. Allerdings ist auch bei ihnen das Verletzungsrisiko für Fußgänger um 20 bis 30 Prozent größer als bei einem PKW-Unfall.

Alkohol im Straßenverkehr wird unterschätzt

Autofahrer hält während der Fahrt eine Flasche Bier aus dem Fenster
Car driver holding a bottle of beer © blackday - www.fotolia.de

Von vielen Menschen werden immer noch die Gefahren von Alkohol im Straßenverkehr nicht ernst genommen. In den meisten Fällen wird der Alkoholgehalt von Bier und Wein unterschätzt.

Zum Beispiel enthält ein 0,2 Liter Glas Wein 17,6 Gramm Alkohol, das sind dreimal soviel wie ein 0,02 Liter Glas Schnaps mit 5,1 Gramm Alkohol.

Lichthupen von Dränglern erhöhen den Puls extrem

Wütender Mann am Steuer seines Autos schreit
Angry driver © Minerva Studio - www.fotolia.de

Forscher des Automobil-Herstellers Mercedes haben in einer Studie herausgefunden, dass beim Autofahren die verschiedensten Situationen sehr viel Stress beim Fahrer hervorrufen können.

Autofahrer, auf deren Auto sehr dicht aufgefahren wird, haben einen Puls, der dem eines Marathonläufers entspricht. Bei dem Einsatz von Lichthupen steigt der Herzschlag sogar auf den Wert eines Boxers während eines Titelkampfes.

Hohe Verkehrsdichte macht aggressiv

Stau auf der Autobahn, A8 Richtung Stuttgart, Autoschlange
Stau auf der A 8 bei Stuttgart - Möhringen © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

Je dichter der Verkehr, um so aggressiver geht es auf den Straßen zu. Das fanden Wissenschaftler der Universität Würzburg und der Technischen Hochschule Aachen in einer vom Bundesamt für Straßenwesen geförderten Studie heraus.

Wie das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau berichtet, vervierfachen sich Rücksichtslosigkeiten bei hohem Verkehrsaufkommen. Der typische Drängler ist männlich und fährt ein PS-starkes Auto.

Zwar erwarten die Drängler – meist selbst erfahrene Autofahrer – von den Langsamen nur, was sie selbst auch täten, etwa in enge Lücken ausweichen.

Aber: „Ihnen fehlt manchmal die Einsicht, dass andere nicht ihre Fahrerfahrung haben“, sagt der Diplompsychologe Christian Maag von der Uni Würzburg. Die meisten Rücksichtslosigkeiten ereignen sich in den verkehrsreichen Sommermonaten und tagsüber zwischen 14 und 19 Uhr. Vor allem am Ende der Arbeitswoche, am Freitag, wird es dadurch auf den Straßen gefährlich.

Beim Einparken sind die Frauen und Männer gleich gut

Junge Frau sitzt in blauem Auto und hält stolz ihren Führerschein aus dem Fenster
I GOT IT! © htphotography - www.fotolia.de

Frauen und Männer schätzen sich gleich gut beim Einparken ein, wie der Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes nach einer Umfrage jetzt feststellte. Der Unterschied zwischen den Frauen und Männern ist gering, wobei beim ersten Einparkversuch 7 Prozent der Frauen und 3 Prozent der Männer scheitern.

Das Einparken wird als einfach von 80 Prozent der Männern und 60 Prozent der Frauen bewertet. An die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten halten sich 45 Prozent aller Frauen, aber nur 31 Prozent der Männer.

Mit Gipsarm nicht Autofahren

Wer einen gebrochenen Arm oder ein Bein eingegipst bekommen hat, darf kein Auto lenken, mahnt das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Vor allem in Gefahrensituationen kann ein Gipsverband den Fahrer so sehr behindern, dass er auch andere Verkehrsteilnehmer gefährdet.

Auch ansonsten müssen Gipsträger sich manchen Beschränkungen unterwerfen: Sport ist kaum möglich. Die Muskeln um den gebrochenen Knochen dürfen sich nur wenig bewegen, damit die Bruchstelle sich nicht verschiebt. Einschränkungen auch beim Duschen: Es ist nur erlaubt, wenn der Gips sicher vor Feuchtigkeit geschützt werden kann.

Ebenfalls unangenehm: Das oft lästige Jucken muss ertragen werden. Auf keinen Fall unter den Gips stochern und dort Verletzungen riskieren.

Mögliches Risiko für Autofahrer durch Medikamente

Blonde Frau nimmt Pille in Mund
pill © Coka - www.fotolia.de

Ob durch die Einnahme von Medikamenten für die Autofahrer ein Risiko besteht, oder die Höhe der Unfälle durch Medikamenteneinnahme lässt sich nicht eindeutig sagen, da dazu offizielle Zahlen nicht vorliegen. Verkehrsmediziner Ernst Schandua geht aber von einer "Ernst zu nehmenden Zahl" aus.

Schmerz- oder Grippemittel können sich negativ auf die Verkehrstüchtigkeit auswirken, ebenso Beruhigungsmittel und sogar Augentropfen. Laut Aussage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände führen 20 Prozent der erhältlichen Medikamente zu einer Einschränkung der Reaktion. Der Beipackzettel von Medikamenten sollte deshalb immer sehr sorgfältig gelesen werden.

Freisprechanlage lenkt den Fahrer ab

Mann sitzt am Steuer eines Autos und bedient das Navigationsgerät
Mann bedient Navigationsgerät im Auto © industrieblick - www.fotolia.de

Studenten in einem Simulator reagierten verzögert auf Bremslichter eines vorausfahrenden Autos, wenn sie gleichzeitig noch auf Reize ähnlich denen eines Telefongesprächs reagieren mussten, berichtet das Onlineportal GesundheitPro.de.

Die Forscher Jonathan Levy und Harold Pasher von der University of San Diego fanden heraus, dass sich die Bremsreaktion der 40 Teilnehmer um nur 174 Millisekunden verzögerte. Diese knapp fünf Meter bei rund 100 Stundenkilometer können jedoch ausreichen, um einen Unfall zu verursachen.

Bis zu dieser Studie war die Reaktionszeit nur unter Laborbedingungen, nicht aber in Fahrsimulatoren gemessen worden. Ihre Ergebnisse veröffentlichten Levy und Pasher in der aktuellen Ausgabe der „Psychological Science“.

Dunkel lackierte Autos haben ein höheres Unfall-Risiko

Unfall zwischen einem schwarzen und blauen Auto vor einer grauen Wand
Auto Unfall © Thaut Images - www.fotolia.de

Im Vergleich zu weißen Fahrzeugen ist mit schwarzen Autos ein um zwölf Prozent höheres Unfallrisiko verbunden. Das berichtet die Apotheken Umschau unter Berufung auf Forscher um Dr. Stuart Newstead, die Unfälle in zwei australischen Bundesstaaten aus den Jahren 1987 bis 2004 analysiert haben.

Für graue und silberne Wagen lag das Unfallrisiko ebenfalls um elf beziehungsweise zehn Prozent über dem von weißen Autos. Diese Farben sind besonders bei Tageslicht schlechter zu erkennen.

Handynutzer am Steuer stören den Verkehrsfluss und verursachen Staus

Mann sitzt am Steuer des Autos und bedient mit der rechten Hand ein weißes Smartphone
close up of man hand with smartphone driving car © Syda Productions - www.fotolia.de

Wer im Auto telefoniert, ist unkonzentriert, vermindert reaktionsfähig und verändert seinen Fahrstil so, dass er den gesamten Verkehrsfluss beeinträchtigt. Dabei ist es gleich, ob der Fahrer frei spricht oder das Gerät mit der Hand ans Ohr hält, berichtet das Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber".

Bei einem Test mit einem Simulationsprogramm wiesen Forscher der Universität von Utah nach, dass Telefonierer immer wieder das Tempo drosseln und weniger häufig die Fahrbahn wechseln – ein Verhalten, das auf Dauer Staus verursacht. Auch der ADAC empfiehlt, grundsätzlich zum Telefonieren anzuhalten.

Auf die richtige Einstellung des Autositzes kommt es an

Nahaufnahme Sicherheitsgurt im Auto, festgemacht, Sicherheit
seat belt © Mark Richardson - www.fotolia.de

Die richtige Einstellung des Fahrersitzes ist, vor allem bei längeren Autofahrten, sehr wichtig, wie das Deutsche Grüne Kreuz in Marburg hinweist. Damit können Kopfschmerzen und Verspannungen vermieden werden, denn durch die falsche Sitzeinstellung kann es dazu kommen.

So sollte der Abstand vom Sitz zu den Pedalen nicht zu kurz sein, die Experten raten dazu, diese mit leicht angewinkelten Beinen zu bedienen. Ebenso gilt dies auch für das Lenkrad, dies sollte mit leicht angewinkelten Armen erreichbar sein. Bei den Kopfstützen soll die Oberkante in Höhe des Haarschopfes sein und die Rückenlehne einen Neigungswinkel von 110 Grad haben.

Wenn das alles richtig eingestellt ist - Gute Fahrt.

Cabriofahrt nie ohne Kopfbedeckung

Junge Frau mit weißem Sommerhut sitzt im Cabrio
portrait of beautiful summer woman in the car © T.Tulic - www.fotolia.de

Wer im Sommer mit einem Cabrio unterwegs ist, sollte dieses Vergnügen nie ohne Kopfbedeckung genießen. Der Automobilklub Kraftfahrer-Schutz warnt eindringlich davor, ohne Mütze oder sonstigen Kopfbedeckungen zu fahren, die Gefahr von starken Kopfschmerzen, kurzzeitigen Bewusstseinsstörungen ist einfach zu hoch.

Besonders sollte bei der Mitnahme von Kindern auf den richtigen Schutz geachtet werden, durch die dünne Schädeldecke sind die Kleinen noch stärker von der Sonnenstrahlung betroffen.

Falls man einen Sonnenstich erleiden sollte und die angegeben Symptome auftreten, ist es hilfreich, Schatten aufzusuchen, genügend Flüssigkeit zu sich zu nehmen und sich jegliche Art von Abkühlung zu beschaffen.

Autofahrer können in Zukunft mit Hilfe einer Kamera um die Ecke schauen

Hände eines Geschäftsmanns am Lenkrad beim Autofahren
Quck Turn / Driving a Car / Steering Wheel © Thomas Bedenk - www.fotolia.de

In Zukunft brauchen Autofahrer keine Angst mehr vor "toten Winkeln" oder unübersichtlichen Kreuzungen oder ähnlichen Schwierigkeiten haben.

Die japanische Firma Alpine will mit Kameras, die am Auto an verschiedenen Punkten installiert werden, für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Zu den Kameras wird noch eine Navigationssoftware installiert und besonders LKW- und Bus-Fahrer werden davon profitieren können.

So kann der Fahrer beispielsweise beim Rechtsabbiegen mit Hilfe einer Kamera, die in der vorderen Stoßstange sitzt, um die Ecke schauen um rechtzeitig dann entgegenkommende Fahrzeuge zu erkennen. An den Seiten angebrachte Kameras erkennen Personen oder auch andere Autos, die sich im sogenannten "toten Winkel" befinden.

Auch in vielen anderen Situationen wird dieses System - der Hersteller schätzt in ungefähr drei Jahren - hilfreich sein.

Was man beim Abschleppen von Autos beachten sollte

Von der Abschleppöse bis zur Blinklichtanlage: Tipps für ein gelungenes Abschleppen

Verkehr - Junge Frau sitzt gelassen am Steuer ihres Autos
pretty girl in car © kristian sekulic - www.fotolia.de

Manchem von uns ist es schon passiert, dass man mit seinem Auto plötzlich liegen blieb und nicht mehr alleine weiterfahren konnte. In den Fällen gibt es dann nur die Möglichkeit sich abschleppen zu lassen, doch ist dies auch mit Kosten verbunden. Aber es gibt ja auch gute Freunde, die einem dann weiterhelfen. Doch was ist eigentlich beim Abschleppen zu beachten?

Darauf sollten Sie achten

Bei den älteren Modellen war das kein Problem, denn da war der Haken unter der Stoßstange fest montiert. Heute befindet sich meistens in der Abdeckung ein Gewinde, in das man die Abschleppöse, die hoffentlich auch im Werkzeugkasten liegt, eingeschraubt wird und es kann dann im Prinzip losgehen. Halt, man braucht ja auch noch ein Abschleppseil, das heutzutage mit einer Rolle versehen ist, so dass es beim Abschleppen immer straff gespannt bleibt.

Doch bevor es dann schließlich los geht, taucht die Frage auf, ist das defekte Fahrzeug mit Automatik oder Allradantrieb ausgestattet, denn dann sollte man unbedingt die Bedienungsanleitung zu Rate ziehen, weil bei neueren Modellen eine bestimmte Taste gedrückt werden muss. Da die heutigen Fahrzeuge fast alle mit einer Servolenkung ausgestattet sind, die aber nicht funktioniert wenn der Motor aus ist, muss dann der Fahrer beim Lenken mehr Kraft als sonst aufwenden.

Beim Abschleppen gilt wie früher auch, das Einschalten der Blinklichtanlage und beide Fahrer müssen vorsichtig fahren, beziehungsweise bremsen, sonst kann es zum Auffahrunfall kommen. Weiterhin immer daran denken, dass die Zündung beim defekten Fahrzeug immer eingeschaltet bleibt, das heißt der Schlüssel muss stecken bleiben, wegen des Lenkradschlosses. Wer auf einer Autobahn liegen bleibt, muss diese schon bei der nächsten Ausfahrt verlassen und möglichst die nächste Werkstatt aufsuchen. Bei der Geschwindigkeit gibt es keine bestimmte Vorschrift, doch sollte man aus Gründen der Vernunft maximal nur 50 Km/h fahren, wenn es auch die Straßenverhältnisse und die Witterung zulassen.

Sich vor dem Unfall schlau machen

Ratsam wäre es, wenn man einmal unter dem Stichwort "Abschleppen" in der Bedienungsanweisung, die immer im Auto sein sollte, sich mit dem Thema beschäftigt, bevor man in diese Situation kommt. Dabei kann man auch gleich einmal nachschauen, ob alle nötigen Utensilien, also Öse und Seil, auch vorhanden sind.

Bei Kollision mit Fußgängern und Radfahrern könnte beim Auto ein Außenairbag helfen

Grauer Fahrradhelm und gelbes Fahrrad liegen nach einem Unfall auf dem Asphalt vor einem Auto
Fahrradsturz © arborpulchra - www.fotolia.de

In Zukunft könnte beim Auto ein Außenairbag bei Kollision mit Fußgängern und Radfahrern die Überlebenschancen deutlich erhöhen.

Zurzeit arbeitet das niederländische Forschungsinstitut TNO an einem solchen Airbag, der im Bereich der Windschutzscheibe angebracht werden soll, so dass bei einem Frontalzusammenstoß der Radfahrer oder Fußgänger gegen das Luftkissen geschleudert werden würde. Dabei erkennt eine Kamera die Radfahrer oder Fußgänger und beim Crash wird der Airbag ausgelöst, aber nicht wenn man beispielsweise gegen einen Baum fahren würde. Man rechnet mit einer Verbesserung der Überlebenschance von etwa 80 Prozent, wie auch der ADFC (Allgemeine Fahrradclub) meint. In Deutschland haben im letzten Jahr 462 Fahrradfahrer und 593 Fußgänger bei Autounfällen ihr Leben verloren.

Die Kosten der Entwicklung liegen bei etwa drei Millionen Euro, wobei das niederländische Verkehrsministerium rund 1,2 Millionen Euro übernimmt. Auch die Bundesregierung sollte sich, nach Meinung des ADFC daran beteiligen.

Im Falle eines Autobrandes ist es wichtig, schnell zu handeln

Draußen ist es heiß und vor allem Autos, die älter sind als sechs Jahre, kann diese Hitze zu schaffen machen. So entstehen vor allem bei älteren Fahrzeugen häufig Kurzschlüsse, die einen Autobrand auslösen können. Doch auch bei Unfällen kann es unter der Motorhaube brennen. Ein schnelles und richtiges Handeln ist in so einem Fall sehr wichtig.

Erstes Anzeichen für einen Brand ist wohl der Qualm und dessen Geruch. Das Auto sollte dann schnellstmöglich an den Seitenstreifen gefahren und verlassen werden. Als nächstes ist es wichtig, die Feuerwehr zu rufen. Dann darf die Motorhaube nur einen Spalt geöffnet werden, um den dort den Brand mit einem Feuerlöscher zu ersticken. Da die Kapazität der gängigen Feuerlöscher, die im Auto mitgeführt werden, jedoch nur für zwölf Sekunden ausreicht, kann es sein, dass man den Brand alleine nicht bewältigen kann. In dem Fall sollte man sich vom Fahrzeug entfernen und auf die Feuerwehr warten.

Autofahrers Ärger - Havarie im Schnee

Bei Verkehrsunfällen aufgrund von Glatteis geht die Sicherheit vor

Grafik hellblaue Schneekristalle auf weißem Hintergrund
sfondo invernale © Anna Khomulo - www.fotolia.de

Schneeverwehungen, verschneite Landstraßen und Glatteis - wer in der kalten Jahreszeit mit dem Auto unterwegs ist, muss damit rechnen, in einer Schneewehe stecken zu bleiben oder sogar in den Straßengraben zu rutschen. Was tun, wenn einem solch ein Malheur widerfährt?

Auto schaukeln

Jürgen Bente, Fahrtrainer beim Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR), empfiehlt das Auto durch "Schaukeln" aus der misslichen Lage zu befreien. "Schaukeln" bedeutet das Vor- und Zurücksetzen des Fahrzeuges durch das schnelle Wechseln zwischen Vor- und Rückwärtsgang. Manchmal reiche auch schon das Anfahren im zweiten Gang.

Wichtig sei, dass die Reifen eine gerade Position einnähmen. So hätten sie die beste Bodenhaftung, erklärte Bente. Sollte das Auto in den Straßengraben gerutscht sein, sollte man nicht versuchen, es aus eigener Kraft aus dem Graben zu bekommen.

Abschleppdienst anrufen

"Mit solchen Rettungsaktionen bringt man nur sich und andere in Gefahr", so Jürgen Bente. Besser sei es, den Rettungswagen oder die Polizei zu benachrichtigen und die Unfallstelle mit Warnblinker und -dreieck abzusichern.

Gerade im Winter sollte immer eine Warnweste mitgeführt werden.

Unfallversicherer: Das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) rettet Menschenleben

Das ESP ist ein Programm, welches die Autoräder in einer kritischen Situation selbstständig abbremst

Im Jahr 2010 sank die Zahl der im deutschen Straßenverkehr ums Leben gekommenen Personen auf einen neuen Tiefststand. Diese positive Entwicklung gibt es schon seit einigen Jahren. Der Verband Unfallforschung der Versicherer (UDV) schreibt sie vor allem dem Assistenzsystem ESP zu.

Funktionsprinzip

Das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) ist eine Weiterentwicklung des Antiblockiersystems (ABS) und wurde 1987 von der deutschen Firma Bosch zum Patent angemeldet. 1995 kam es im Coupé der Mercedes S-Klasse erstmals auf den Markt. 1996 war dann der BMW 7er mit ESP ausgestattet. Heute sind nur noch 25 Prozent der Neuwagen nicht serienmäßig mit ESP versehen.

Es handelt sich bei diesem Sicherheitssystem um ein Programm, das die einzelnen Räder des Fahrzeugs in kritischen Situationen gezielt und selbständig abbremst. Die Räder haben Drehzahlsensoren, die mit einem Lenkwinkelsensor verbunden sind.

Bei plötzlichen Ausweichmanövern oder Schleudergefahr im winterlichen Schneematsch verhindert ESP ein Ausbrechen des Wagens. Damit wurden schon viele Unfälle und Verletzungen vermieden.

Der UDV begrüßt die Entscheidung der EU, ab 2014 eine ESP-Pflicht für alle Neuwagen einzuführen. Er rechnet damit, dass dadurch die Unfallrate auf europäischen Straßen weiter sinken wird.

BMW: Nie mehr Kaltstart

Spriteinsparung und Umweltschutz: Funktionsprinzip des Motor-Kälteschutzes von BMW

Winter, Frost, Minusgrade. Doch der Motor bleibt warm. Das ist die Zukunftsvision bei BMW. Es gibt keine Kaltstarts mehr, der Spritverbrauch sinkt und die Umwelt wird weniger belastet.

Eine Wärmekapsel dient als Isoliermaterial

Um diese Vision Realität werden zu lassen, tüftelt die Entwicklungsabteilung im Versuchszentrum des Unternehmens an einer Technik, die den Motor über Stunden nicht auskühlen lässt. Ihre Idee: Das Antriebsaggregat erhält ähnlich einer Thermoskanne eine wärmende Kapsel aus Isoliermaterial. An den Seiten dichten Schottwände den Motorraum ab. Auch unten und oben erhält der Motor einen Kälteschutz.

Durch diese Isolierung hält sich das Autotriebwerk länger warm. Selbst nach einer Standzeit von zwölf Stunden soll die Temperatur des Öls noch rund 40 Grad Celsius betragen. "Jedes Grad", so BMW-Projektleiter Andreas Eder, "das wir durch die Motorkapselung erhalten können, ist von Bedeutung."

Positive Auswirkungen

Pro Grad Celsius reduziere sich der Benzinverbrauch um bis zu 0,2 Prozent, erklärt Eder. Bei einer Öltemperatur von 50 statt 20 Grad reduziere sich der Verbrauch um rund sechs Prozent.

Eine höhere Temperatur wirkt sich ebenfalls günstig auf die Funktion von Katalysator und Dieselpartikelfilter aus, denn diese arbeiten erst bei höheren Temperaturen richtig. Und jeder, der sich in der kalten Jahreszeit schon einmal in ein ausgekühltes Fahrzeug gesetzt hat, kann sich darüber freuen, dass sich dank eines warmen Motors der Innenraum des Autos schneller erwärmt.

Funktionsweise des thermoelektrischen Generators (TEG)

BMW-Ingenieure versuchen ebenfalls, Autoabgase zur Energiegewinnung zu nutzen. Am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickeln sie mit dortigen Wissenschaftlern ein System, das so viel Wärme wie möglich in Energie umwandeln soll.

Dieser sogenannte thermoelektrische Generator (TEG) funktioniert wie ein Wärmetauscher. In seinem Inneren verwandelt er heiße Abgase in warme Abluft um. Durch diesen Temperaturunterschied entsteht eine elektrische Spannung an der Oberfläche des Gerätes. Dieser Strom wird nun in das Bordnetz eines Autos eingespeist. "Damit sind bis zu zwei Prozent Kraftstoffersparnis möglich", erklärt Projektleiter Andreas Eder.

Kritikpunkte

Ein Manko existiert aber. Die Messbedingungen der offiziellen Abgas- und Verbrauchstests zeigen nicht den positiven Effekt von Motorkapsel und Thermogenerator. Für die Tests ist eine Motortemperatur von 20 bis 30 Grad Celsius vorgeschrieben.

Ein weiteres Problem sind die kurzen Fahrzeiten auf dem Prüfstand. Der Wärmetauscher liefert in dieser kurzen Zeit zu wenig Strom, um den Kraftstoffverbrauch zu senken.

Neu entwickelte Autos können Alkoholgehalt im Blut des Fahrers ermitteln

Junger Mann sitzt mit Bierflasche am Steuer im Auto, den Kopf auf das Lenkrad gelehnt
Drunk guy in the car © blackday - www.fotolia.de

Nicht selten kommt es vor, dass sich betrunkene Autofahrer hinters Steuer setzen, weil sie der Ansicht sind, noch sicher fahren zu können. Geraten sie dann in eine Verkehrskontrolle und machen einen Alkoholtest, ist der Führerschein erstmal weg. Doch auch schlimme Unfälle werden immer wieder durch Alkohol am Steuer verursacht. Mit der Entwicklung amerikanischer Forscher könnte dies bald der Vergangenheit angehören.

Wissenschaftler haben ein Auto entwickelt, welches dazu in der Lage ist, zu "riechen", ob der Fahrer Alkohol getrunken hat. Gleichzeitig kann der Alkoholgehalt im Blut gemessen werden. Dies wird durch spezielle Sensoren möglich gemacht. Ist die Grenze überschritten, so startet der Motor nicht. Laut Angaben der Entwickler könnten diese Autos in zehn Jahren auf den Markt kommen.

Betrunken am Steuer - Elektronische Sperren für Alkoholsünder?

Alkolock-System wird nur auf freiwilliger Basis eingeführt

Nahaufnahme Alkoholkontrolle, Blasen
Contrôle alcoolémie © richard villalon - www.fotolia.de

Knapp 90.000 Deutsche müssen jedes Jahr ihren Führerschein wegen Alkohol am Steuer abgeben. Diese Zahl will Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) deutlich reduzieren. Er prüft die freiwillige Einführung von Alkoholsperren im Auto, sogenannten "Alkolocks".

Wegfahrsperren auch in Deutschland?

In anderen europäischen Ländern gibt es die Wegfahrsperren bereits seit mehreren Jahren. Nun könnten sie auch in Deutschland kommen, allerdings nur auf freiwilliger Basis. Kosten für das Gerät: rund 1.000 Euro.

Sitzt jemand mit einer Alkoholfahne am Lenkrad, verhindert das Alkolock-System den Start. Vor jeder Fahrt muss der Fahrer in ein Röhrchen pusten. Erst, wenn das Gerät grünes Licht gibt, kann man losfahren.

Verkehrsminister Ramsauer erwägt, die Auflagen für Alkoholsünder am Steuer zu reduzieren, wenn sich diese eine Alkoholsperre in ihr Auto einbauen lassen. Einer obligatorischen Ausrüstung steht das Ministerium allerdings eher ablehnend gegenüber: Schließlich wolle man nicht alle Kfz-Halter unter Generalverdacht stellen.

Kritik am Alkolock-System

Das Alkolock-System ist jedoch leicht zu umgehen. Denn wer in das Röhrchen pustet, Fahrer, Beifahrer oder irgendeine andere Person, kann die Wegfahrsperre letztlich gar nicht überprüfen.

Kampf dem Sekundenschlaf - Ford mit Müdigkeitswarner

Müdigkeitswarner in einigen Ford-Modellen soll Unfälle aufgrund von Sekundenschlaf verhindern

Hände eines Geschäftsmanns am Lenkrad beim Autofahren
Quck Turn / Driving a Car / Steering Wheel © Thomas Bedenk - www.fotolia.de

Der Sekundenschlaf ist eine der häufigsten Ursachen für Verkehrsunglücke. Rund 25 Prozent aller Autounfälle sind nach Angaben des Deutschen Verkehrssicherheitsrates auf die Müdigkeitsattacken zurückzuführen. Bei dem Sekundenschlaf handelt es sich um ein ungewolltes Einnicken für mehrere Sekunden.

Der Automobilkonzern Ford hat dieser Unfallursache den Kampf angesagt. Im neuen Focus gibt es einen Müdigkeitswarner, der bei einer ungewöhnlichen Fahrweise eine Warnmeldung im Display anzeigt. Zugleich erklingt ein akustisches Signal, das den Fahrer aufwecken soll. Der Bordcomputer weist im selben Augenblick darauf hin, dass unbedingt eine Pause gemacht werden sollte. Eine Frontkamera überwacht permanent die Fahrweise, den Abstand zu den Fahrbahnmarkierungen und die Gierrate.

Den Müdigkeitswarner gibt es im Ford Focus, Galaxy Mondeo und S-Max

Mit dieser lässt sich feststellen, ob ein Auto möglicherweise ungewollt die Fahrtrichtung ändert. So werden schnelle Kurvenfahrten oder ruckartiges Lenkrad-Einschlagen vermieden, die zum Schleudern des Wagens hätten führen können. Den Müdigkeitswarner gibt es nicht nur im neuen Focus (ab 17.850 Euro), sondern auch in anderen Ford-Modellen wie dem Galaxy, dem Mondeo und dem S-Max.

Er gehört zum Fahrersicherheitspaket II und kostet wenigstens 1.200 Euro. Der Focus bietet darüber hinaus Fahrerassistenz-Systeme wie einen kamerabasierten Unterstützung zum Halten der Fahrspur, eine Auffahrwarnung und eine Einparkhilfe.

Passend zum Thema

    Was sind Saisonkennzeichen?

    Autoschlüssel, Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief liegen auf KFZ-Kennzeichen
    Autopapiere, Autoschlüssel und Kennzeichen © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

    Viele Besitzer von Cabrios, Wohnmobilen oder auch Motorrädern haben ein sogenanntes Kfz-Saisonkennzeichen, die die Zulassung des Fahrzeugs für einen bestimmten Zeitraum begrenzen. Meistens gelten diese vom Monat April bis November, so dass also ab dem 1. November diese Fahrzeuge auf einem privaten Grund abgestellt werden müssen, denn für den Straßenverkehr sind sie nicht mehr zugelassen.

    Wer sich nicht daran hält, der kann mit einem Bußgeld sowie einem Punkt in Flensburg rechnen und das Fahrzeug kann auch abgeschleppt werden. Wer damit sogar noch unterwegs ist, dem drohen mehrere Punkte wegen Fahrens ohne Versicherungsschutz und Kfz-Steuer, wie der TÜV Rheinland warnt. Den Zeitraum der Zulassung erkennt man an der rechts auf dem Nummernschild eingeprägten Geltungsdauer. Wenn man außerhalb der Geltungsdauer zum TÜV muss, so sollte man dies im ersten Monat der nächsten Zulassungsdauer erledigen.

    Auto kontrolliert künftig Gesundheit des Fahrers

    Die Autotechnologie soll so weit ausgebaut werden, dass das Auto Gefahren erkennen und Gegenmaßnahmen ergreifen kann

    Hände eines Geschäftsmanns am Lenkrad beim Autofahren
    Quck Turn / Driving a Car / Steering Wheel © Thomas Bedenk - www.fotolia.de

    Der Fahrer achtet auf den Straßenverkehr, das Auto passt dafür auf die Person auf, die am Steuer sitzt. Das ist die Idee von Wissenschaftlern der TU München und dem Automobilhersteller BMW.

    Das Gerät soll vor einem möglichem Schwächeanfall oder Infarkt warnen

    Eine im Lenkrad integrierte Sensoreinheit überprüft die Stressbelastung des Fahrers und zeigt die Werte auf einem Display an. So kann der Fahrer den Aufenthalt in seinem Auto nutzen, um einen kleinen Gesundheitscheck durchführen zu lassen. In Zukunft soll das Gerät sogar von alleine tätig werden und vor einem möglichen Schwächeanfall oder Infarkt warnen.

    Für die Untersuchung müssen die Hände nur Kontakt mit den lenkradintegrierten Sensoren haben

    Das System soll Vitalparameter wie

    analysieren. Der Fahrer muss für diese Untersuchung noch nicht einmal verkabelt sein. Die Datenermittlung erfolgt über den Hautleitwert. Dazu müssen lediglich die Hände Kontakt mit den lenkradintegrierten Sensoren haben.

    Erste Testfahrten mit dem System lieferten gute Resultate. Über die Hälfte der Probanden nutzten mehrmals die Möglichkeit, am Steuer des Wagens einen Gesundheitscheck durchzuführen.

    Das Fahrzeug soll in Zukunft von sich aus notwendige Maßnahmen einleiten

    Doch das sei nur der Anfang, erklärte Professor Tim C. Lüth von der TU München. Das Fahrzeug soll in Zukunft merken, wenn sich der Fahrer nicht mehr wohlfühlt und dann von sich aus notwendige Maßnahmen einleiten.

    In einer Stresssituation soll das Gerät Handyanrufe selbstständig blockieren oder das Radio leiser stellen können. Bei größeren gesundheitlichen Problemen soll das System die Warnblinkanlage betätigen oder das Auto bis zum Stillstand abbremsen.

    Im Winter gelten auch bei Allrad-Antrieb umsichtiges Fahren und gute Winterreifen als Pflicht

    Autoreifen auf schneebedeckter Fahrbahn, davor ein Schnee-Warnschild (Fotomontage)
    Wintereinbruch © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

    Wer im Winter mit seinem Auto unterwegs ist, der muss dementsprechend umsichtig fahren und natürlich sind auch die mittlerweile gesetzlich vorgeschriebenen Winterreifen ein absolutes Muss.

    Aber manche Auto besitzen einen sogenannten Allrad-Antrieb, das heißt auf alle vier Räder wird die nötige Kraft übertragen. Doch worin besteht der Vorteil? Früher waren meistens nur Geländewagen mit dieser Technik ausgestattet, doch heute nutzen auch viele PKW diesen Vorteil, der sich einmal beim Anfahren bei Schnee und Eis an einem Berg zeigt, wenn natürlich auch gute Winterreifen im Spiel sind. Doch auch bei Kurven zeichnet sich diese Technik positiv aus, aber beim Bremsen sind alle Fahrzeuge gleich, egal um welchen Antrieb es sich handelt.

    Damit das Auto auch beim stärksten Frost startbereit ist

    Zurzeit herrschen in allen Teilen Deutschlands eisige Temperaturen und in manchen Orten Dauerfrost von bis zu Minus 20 Grad. Wer morgens dann mit dem Auto zur Arbeit fahren muss, der sollte vor allem auf ein Autoteil besonders achten: Die Batterie.

    Besonders bei Kaltstart benötigt diese viel Energie und so sollten dann alle anderen Stromverbraucher ausgeschaltet bleiben, wie beispielsweise Sitzheizung, Gebläse und natürlich Radio. Wer keine sogenannte "wartungsfreie" Batterie hat, der sollte darauf achten, dass in den Kammern genügend Flüssigkeit ist, das heißt die sechs Platten müssen bedeckt sein, ansonsten wird die Batterie mit destillierten Wasser aufgefüllt. Die beiden Pole kann man mit Vaseline oder Polfett dünn bestreichen, dies verhindert Kriechströme.

    Wer immer nur Kurzstrecken fährt, der kann natürlich ein Problem mit der Batterie bekommen, denn dabei kann sie sich nicht aufladen und auch der Motor und der Auspuff werden nicht richtig warm, was zu Schäden führen kann. Vielleicht sollte man dann, wenn möglich, einmal auf die öffentlichen Verkehrsmittel umsteigen.

    Aber eins sollten Autofahrer, deren Wagen nicht in einer Garage steht, morgens beachten. So darf man die Windschutzscheibe nicht nur mit einem "Guckloch" freikratzten oder den Motor nach dem Anlassen laufen lassen, damit das Gebläse die Scheibe enteisen soll, denn das kann zu Bußgeldern führen.

    Sprit sparen mit dem Start-Stopp-System - Zeitverlust beim Anfahren

    Vor ein paar Jahren haben die großen Autobauer bei einigen Modellen damit herum experimentiert, mittlerweile finden sich die so genannten Start-Stopp-Systeme in zahlreichen Modellreihen von Groß bis Klein. Vor allem an der Ampel kann man mit dem System auf Dauer viel Kraftstoff sparen, auch wenn man anschließend mehr Zeit zum Anfahren benötigt. Genau das hat jetzt die Zeitschrift Auto Bild mit unterschiedlichen Fahrzeugen getestet.

    Aus dem Stopp-Modus mussten die Modelle bis Tempo 20 beschleunigen, was der Mercedes C350 in 1,58 Sekunden am schnellsten schaffte. Direkt nach dem Loslassen der Bremse startet der Motor wegen der elektrisch betriebenen Getriebepumpe. Auch der Toyota Prius legt mit 1,88 Sekunden eine gute Zeit hin und kommt auf den zweiten Platz, während der Mini Cooper Coupé mit knapp drei Sekunden wesentlich länger benötigt und beim Ampelstart das Schlusslicht ist.

    Beschichtung verhindert Hitzestau im Auto - Auch kein Eiskratzen mehr

    Autofahrer können sich jetzt schon einmal auf den kommenden Winter freuen. Deutsche Wissenschaftler haben eine Beschichtung für die Fenster entwickelt, die das Eiskratzen verhindern soll. Doch auch im Sommer ist die Erfindung nützlich, denn sie soll einen Hitzestau im Innenraum des Fahrzeugs unmöglich machen.

    Hochleistungs-Impuls-Magnetron-Sputtern (HiPIMS) lautet die offizielle Bezeichnung für die Beschichtung, die man auf die Windschutzscheiben aufträgt. Sie sorgt dafür, dass sich keine Feuchtigkeit absetzt. Das Einfrieren der Scheibe ist so ausgeschlossen. Außerdem ist die Beschichtung hitzeabweisend.

    So entsteht die Beschichtung: Im Vakuum werden mit energiereichen Edelgas-Ionen aus einer Indiumzinnoxid-Platte einzelne Atome herausgeschossen. Bei diesem Prozess bildet sich Plasma, dessen Atome sich dann auf dem Glas ablagern.

    Da die Scheibe jedoch noch eine gerade Form aufweist, muss sie für den Einsatz im Auto gebogen werden. Dies geschieht bei über 650 Grad Celsius. Durch diese Hitzebehandlung, dem Tempern, wird die Beschichtung so fest, dass sie die weitere Verarbeitung aushält, ohne dabei Schaden zu nehmen. Die Beschichtung soll ein Autoleben lang halten.

    Innovative Fahrerassistenzsysteme sparen Sprit und erhöhen die Sicherheit

    Im Zuge eines groß angelegten Feldtests wurde festgestellt, dass die neuartigen Fahrerassistenzsysteme in Autos sowohl die Sicherheit erhöhen als auch Kraftstoff einsparen. Dabei kommt dem adaptiven Tempomat besondere Bedeutung zu, da dieses System mittels Radartechnik immer denselben Abstand zum Vorausfahrenden hält und damit immerhin 5,7 Prozent aller Unfälle vermieden werden. Wären alle Autos mit solchen Systemen ausgerüstet, könnten in ganz Europa über drei Millionen Stunden Fahrtzeit eingespart werden, was gleichzeitig auch den Spritverbrauch drastisch reduzieren würde.

    Daneben erhöhen auch die neuesten Navigationssysteme die Sicherheit auf den Straßen, da die Orientierung verbessert wird und und das Gerät immer ökonomische Routen berechnet. Ein weiteres Plus an Sicherheit bringt außerdem der Geschwindigkeitswarner sowie der Totwinkel-Assistent, welcher vor allem in städtischen Gebieten äußerst hilfreich ist.

    ADAC-Crashtest: Kleinstwagen ohne Chance gegen große Fahrzeuge

    Nahaufnahme Autohaube mit Frontschaden
    frontschaden © Thomas Weißenfels - www.fotolia.de

    Wer in einem Kleinstwagen sitzt, lebt gefährlich. Dieses Risiko ist nicht neu, aber wurde jetzt vom ADAC in einem sogenannten Kompatibilitäts-Crashtest bestätigt.

    Der Automobilclub kritisierte, dass bei einem Standard-Crashtest ein Unfall mit einem gleich schweren Fahrzeug simuliert werde. In der Realität kämen allerdings meist Zusammenstöße zwischen verschieden großen und schweren Fahrzeugen vor. Bessere Chancen, dies beweise der neue ADAC-Test, haben dabei meist, wenig überraschend, größere Modelle.

    Im Test simulierten die Experten Unfälle von vier Kleinstwagenmodellen mit Fahrzeugen der Mittelklasse. Bei allen Modellen, einem Smart Fortwo, einem Renault Twingo, einem Kia Picanto sowie einem Fiat 500 drohten den Insassen schwere Beinverletzungen. Lebensbedrohliche Folgen konnte übrigens nur ein Mini abwenden, der Smart Fortwo.

    Der ADAC appelliert daher an die Hersteller, Nachbesserungen bei den Kleinstwagen vorzunehmen. Vor allem eine steifere Frontpartie der Minis sei dringend erforderlich. Der Test habe eindeutig gezeigt, dass bei einem Zusammenprall mit größeren Modellen die Knautschzone von Kleinstwagen längst verbraucht sei, bevor die Knautschzone des größeren Fahrzeugs sich überhaupt ein wenig verforme.

    ADAC testet die intelligenten Lichtsysteme

    Obwohl sich in den letzten Jahren bei den Lichtsystemen von Autos viel getan hat, fragen sich viele Fahrer, ob sie die innovative Technik überhaupt benötigen. Der ADAC kommt nach einem aktuellen Test zu dem Ergebnis, dass es sich dabei keineswegs nur um teuren Schnickschnack, sondern um einen klaren Sicherheitsgewinn handelt.

    Dies gilt insbesondere für die intelligenten Scheinwerfer, die den Lichtkegel beim Abbiegen erweitern, Kurven perfekt ausleuchten, durch Xenonlicht heller strahlen und beim Gegenverkehr automatisch abdunkeln. Bei den acht untersuchten Lichtsystemen konnten sieben mit der Note "gut" glänzen, wobei der VW Golf 7 knapp vor dem BMW 1er den ersten Platz holte.

    Die Preisspanne von den Paketen mit Xenon-Scheinwerfer, adaptivem Licht mit Fernlichtassistenten sowie Kurvenlicht erstreckt sich je nach Hersteller von 1400 bis 2500 Euro.

    Das automatische Notrufsystem eCall wird ab 2015 in allen Neuwagen eingebaut sein

    Blick aus der Frontscheibe eines Autos, Hand am Lenker, drei Autos voraus
    Hand of man driving on a highway. © Kurhan - www.fotolia.de

    Ab dem Jahr 2015 muss in allen Neuwagen innerhalb der EU ein automatisches Notrufsystem, namens eCall, eingebaut werden. Dieses System alarmiert automatisch bei einem schweren Unfall mit Hilfe eines SOS-Knopfes die Notrufzentrale, so dass dann die Rettungswagen benachrichtigt werden.

    Aber mit Hilfe dieser Bordtechnik lassen sich noch andere sogenannte Mehrwertdienste aktivieren, so beispielsweise die Übertragung der Motordaten zu der Werkstatt. So hoffen nun auch verschiedene Dienstleistungsunternehmen auf neue Möglichkeiten Geld zu verdienen.

    Doch könnte ein solches Überwachungssystem auch Gefahren verursachen, wenn man manipulierte Daten an das Fahrzeug zurücksendet und dadurch das Auto plötzlich stehen bleibt, dadurch könnte man sogar Massenkarambolagen verursachen.

    Wenn aber nur das eCall-System aktiviert ist, so gibt es laut Aussage des Präsidenten des Gesamtverbands Autoteile-Handel (GVA), Hartmut Röhl, keinerlei Probleme.

    Höherer Spritverbrauch durch das Gewicht von Assistenzsystemen im Auto?

    Inzwischen sind die meisten Neuwagen mit zahlreichen Assistenzsystemen ausgestattet, da die Kunden auf mehr Komfort ungern verzichten und die Fahrzeuge durch die Systeme wesentlich sicherer werden. Doch steigt durch das Zusatzgewicht der Module und Sensoren auch der Spritverbrauch?

    Ingenieure des weltweit größten Autozulieferers Bosch wollten dies genauer wissen und haben zahlreiche Systeme auf die Waage gestellt, um herauszufinden, ob das zusätzliche Gewicht tatsächlich Einfluss auf den Spritverbrauch hat. Im Durchschnitt wiegt ein heutiger Neuwagen durch seine Assistenzsysteme demnach knapp 10 Kilogramm mehr als ein zehn Jahre altes Auto, sodass der Spritverbrauch dadurch kaum beeinflusst wird.

    In erster Linie können Autofahrer somit nach wie vor durch ihre eigene Fahrweise an der Zapfsäule bares Geld sparen.

    War der Artikel hilfreich?

    Fehler im Text gefunden?

    Bitte sagen Sie uns, warum der Artikel nicht hilfreich war:

    Um die Qualität unserer Texte zu verbessern, wären wir Ihnen dankbar, wenn Sie uns den/die konkreten Fehler benennen könnten:

    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Motor mechanic inspecting the engine of a car © Karin & Uwe Annas - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Car washing with a high pressure water jet © Delphotostock - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Felgenwäsche © Horst Schmidt - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: car © olly - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Apprentices for car mechanic is satisfied with his job © Karin & Uwe Annas - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Autowerkstatt Azubi ist zufrieden und stolz © runzelkorn - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

    Weitere Artikel zum Thema