Auf manche Menschen übt die Astronomie einen so großen Reiz aus, dass sie aus ihr einen Beruf machen wollen. Doch was sollte man wissen, bevor man sich für ein Astronomiestudium entscheidet?
Wer ein Astronomiestudium abschließen möchte, benötigt einige Grundvoraussetzungen. So sollte man über gute Kenntnisse in Mathematik wie Algebra und Analysis, in Physik wie klassische Physik, Atomphysik und Elektrodynamik, sowie natürlich über Astronomie verfügen.
In Deutschland sind Astronomie und Astrophysik allerdings zumeist keine eigenständigen Diplom-Studienfächer. Da man für das Betreiben von Astronomie und Astrophysik eine umfassende physikalische Ausbildung benötigt, wird stattdessen Physik studiert. Da Physik für die Astronomie unverzichtbar ist, hat dies durchaus seinen Vorteil. Während des Physikstudiums wird dann eine Diplomarbeit erstellt, die oftmals bereits ein astrophysikalisches Thema enthält. Anschließend hat man die Möglichkeit in Astronomie zu promovieren. Die Dauer eines Physikstudiums sowie der Diplomarbeit liegt bei etwa fünf Jahren. An manchen Universitäten lehrt man Astronomie auch in Form von Einführungs- und Aufbaumodulen, bei denen astrophysikalische und astronomische Lehrveranstaltungen angeboten werden. Bei diesen Modulen haben die Studenten die Möglichkeit, durch das Bestehen von Prüfungen Kreditpunkte zu erwerben, die man dann ihrem Master oder Bachelor in Physik anrechnet.
Seit einiger Zeit bieten verschiedene Universitäten aber auch neue Master oder Bachelor Abschlüsse an, bei denen ein schnellerer Abschluss möglich ist. Dazu gehört zum Beispiel die Universität Bonn, die einen so genannten "Master of Astrophysics" offeriert. Es lässt sich jedoch nicht grundsätzlich sagen, ob ein solcher Abschluss Sinn macht. Bevor man ein solches Studium beginnt, ist es ratsam genau zu wissen, was man später damit anfangen möchte. Auf dieser Grundlage sollte man dann die Entscheidung treffen, welcher Abschluss individuell am sinnvollsten ist.
Bei einem Astronomiestudium ist jedoch zu bedenken, dass es in der Astronomie wesentlich weniger feste Anstellungen als Doktoranden oder Studenten gibt. Daher ist es ratsam, auch an eine Alternative zu denken und sich weitere Optionen offen zu halten, für den Fall, dass sich das erstrebte Ziel nicht realisieren lässt.
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