Fischhaltung und -pflege - Transport, Kombination, Ernährung und mögliche Erkrankungen

Goldfisch und andere Fische in einem Aquarium mit vielen Wasserpflanzen

Damit es den Aquarienbewohnern gutgeht, benötigen die Fische eine artgerechte Haltung und Pflege - dazu gehört auch die richtige Fütterung

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  • von Paradisi-Redaktion

Aquarien sind faszinierend, weil sich in ihnen die verschiedensten Fischarten tummeln. Bei der Auswahl der Fische muss jedoch auch auf deren Sozialverhalten geachtet werden. Die Pflege umfasst mehrere Faktoren. Fischhaltung und -pflege kann somit sehr aufwendig ausfallen; wichtig ist, sich vorab gründlich mit diesen Themen auseinander zu setzen, besonders, wenn es sich um Einsteiger in diesem Hobby handelt. Lesen Sie alles Wissenswerte zum Thema Fischhaltung und -pflege.

Gesunde Fische - worauf kommt es an?

Wer sich ein Haustier hält, sollte alles Nötige dafür tun, dass es diesem gutgeht. Bei Fischen kommen dabei mehrere Faktoren zusammen, auf die man achten sollte.

Sind die Tiere gestresst, können sie krank werden. Es ist daher wichtig zu wissen, welche Punkte zur Vermeidung ausschlaggebend sind. Im Folgenden geben wir einen entsprechenden Überblick:

  • Das Wichtigste in diesem Zusammenhang ist das passende Wasser. Entscheidend ist es, einen artgerechten Lebensraum zu schaffen - die Wasserqualität muss mit ihren Eigenschaften daran angepasst sein; pH-Wert, Härtegrad und Temperatur spielen dabei eine wichtige Rolle. Worauf es dabei im Detail ankommt, erfahren Sie hier.

  • Ebenfalls wichtig ist die harmonische Vergesellschaftung: nicht jede Art kommt mit jeder Art zurecht; manche Fische sind sogar Einzelgänger. Im Folgenden Punkt dieses Artikels geben wir Tipps, worauf bei der Auswahl der Fische zu achten ist.

  • Gesunde Ernährung trägt ebenso dazu bei; auch diesen Aspekt behandeln wir im Laufe diese Artikels.

  • Eine regelmäßige Pflege und Überprüfung des Aquariums in all seinen Bereichen sorgt dafür, dass die Gesundheit der Tiere sowie der Pflanzen beibehalten werden kann. Hier gehen wir näher darauf ein.

Die richtige Auswahl der Fische

Ein Aquarium bildet eine eigene kleine Unterwasserwelt für sich. Das hat jedoch auch ein paar Nachteile.

Während sich Fische in freier Natur aus dem Weg gehen können, ist dies in einem Aquarium nicht möglich. Daher sollte man bei der Auswahl der Fischarten auch deren Sozialverhalten berücksichtigen.

Welche Fischarten zusammen gehalten werden können gilt es herauszufinden
Welche Fischarten zusammen gehalten werden können gilt es herauszufinden

Einzelgänger oder Rudeltiere?

Insgesamt können Aquarianer unter rund 300 verschiedenen Fischarten auswählen. Doch nicht alle dieser Spezies passen auch gut zusammen, da sie verschiedene Vorlieben haben.

So gibt es zum Beispiel Einzelgänger, die es vorziehen alleine zu sein, wie der Feuerschwanz oder die Schönflossenbarbe. Kombiniert man diese Arten mit anderen Fischen, drohen heftige Revierkämpfe.

Es gibt aber auch gesellige Spezies, die in Gruppen von fünf Fischen leben. Dazu gehören vor allem Barben und Salmler. Bei diesen Arten wird empfohlen, keinesfalls weniger als fünf Tiere im Aquarium anzusiedeln.

Für das Wohlergehen der Fische ist es überaus wichtig, dass man Arten auswählt, die gut zusammenpassen, denn Fische mit starkem Revierverhalten neigen dazu, sehr aggressiv zu reagieren und vermeintliche Eindringlinge zu attackieren. Die ruhigen Fische haben in einem Aquarium jedoch keine Möglichkeit auszuweichen, was im schlimmsten Fall sogar zu ihrem Tod führen kann. Daher sollte man sich gut über die Eigenschaften der jeweiligen Fische informieren, bevor man sie in sein Aquarium setzt.

Zu den Fischarten, die Schwärme bevorzugen, gehören u.a. Moderlieschen und Glaswelse. Entscheidet man sich für diese Arten, sollte man wenigstens zehn Tiere dieser Spezies erwerben.

Von einigen Arten, wie dem Brabantbuntbarsch, dem Kaiserbuntbarsch oder dem Türkisgoldbarsch wird sogar ein regelrechter Harem gebildet. Das heißt, dass ein Fischmännchen mit mehreren Fischweibchen zusammenlebt.

Kombinationsmöglichkeiten

Möchte man mehrere Fischarten miteinander kombinieren, sind einige Kriterien zu berücksichtigen. So sollte man erhebliche Größenunterschiede zwischen den Fischen vermeiden.

Außerdem ist es besser, von aggressiven Spezies wie zum Beispiel den Raubsalmler abzusehen, da ansonsten die Gefahr besteht, dass die anderen Fische von den Raubfischen angegriffen werden.

Ebenfalls schlecht miteinander kombinieren lassen sich ruhige Fische, die gerne versteckt leben, und hektische Schwimmer mit dem Drang nach reichlich Freiraum. Als ideale Fische für Anfänger gelten

  • Salmler
  • Barben
  • Welse und
  • Zahnkarpfen,

da sie sich gut miteinander vertragen.

Fische, die das Aquarium sauber halten

Goldfische schwimmen in einem Aquarium mit grünen Wasserpflanzen und Holz
Goldfish in aquarium with green plants © Satit _Srihin - www.fotolia.de

Haustiere, die ihre eigene Wohnung sauber halten - davon träumt so mancher Tierfreund. Doch diese Tiere gibt es wirklich. Fische wie der Zwergharnischwels oder der Saugwels entfernen Algen aus dem Aquarium.

Beide Welsarten fressen diese Pflanzen. Der Zwergharnischwels sogar direkt von der Glasscheibe. Als besonders emsig gilt auch der Algensalmler. Er ist mit Maul und Bezahnung stark an das Abschaben von Algen angepasst.

Doch Fische allein können nicht für ein sauberes Aquarium sorgen. Daher sollte man einmal pro Woche einen Teilwasserwechsel durchführen. Außerdem benötigt der Boden alle paar Wochen eine gründliche Reinigung. Dies lässt sich am besten mit einem speziellen Staub- und Mulmsauger aus dem Fachhandel erledigen.

So bleiben Ihnen Ihre Zierfische lange erhalten

Exotische Fische im Aquarium mit Steinen und Wasserpflanzen
Exotic fishes © oracul - www.fotolia.de

Damit Zierfische im heimischen Aquarium eine hohe Lebenserwartung haben, sollten die Halter der Tiere einiges beachten. Zwar brauchen die Fische keine besondere Pflege, ein sauberes Becken mit der bestmöglichen Wasserqualität sollte jedoch obligatorisch sein. Zudem sollten sie über ausreichend Platz in ihrem Zuhause verfügen.

Wer neue Fische in sein Aquarium setzt, sollte diese erst nach einer bestimmten Quarantänephase zu den Artgenossen lassen. Durch artgerechtes Futter und eine gute Haltung können die Tiere ein hohes Alter erreichen. So kann der bis zu einem halben Meter große Wabenschilderwels bis zu 40 Jahre alt werden, Goldfische zwischen 20 und 25 Jahren.

Koi können ein noch höheres Alter erreichen. Wenn die Wasserqualität und Teichhygiene stimmen, können sie bei guter Haltung 50 bis 70 Jahre alt werden.

Exotische Freunde im Aquarium – Seepferdchen

Wer in seinem heimischen Aquarium die Illusion vom großen weiten Meer herstellen möchte, träumt vielleicht von der Anschaffung eines Seepferdchens. Dieser Erwerb ist allerdings nicht ganz billig.

Seepferdchen sind rar. Deshalb legt der Liebhaber für ein Dickbauchseepferdchen schon mal 180 Euro auf den Ladentisch. Da sich das Seepferdchen nicht mit normalem Wasser zufrieden gibt, schlägt die spezielle Meerwasser-Technik nochmal mit 500 Euro zu Buche.

Dafür darf sich der Besitzer dann an einem besonderen Wesen erfreuen. Das Faszinierende: Seepferdchenmännchen sind nicht nur treu, sie tragen auch in ihren Bauchtaschen den Nachwuchs für ihre Partnerin aus. Fünf bis 20 Babyseepferdchen bereichern dann das Aquarium.

Taiwan - Forscher züchten Fische, die im Dunkeln leuchten

Zusammen mit dem größten Zierfisch-Exporteur Taiwans, der Jy Lin Company, gelang es Forschern der National Taiwan Ocean University die ersten Zierfische zu züchten, die im Dunkeln leuchten. Die besagten Fische wurden nun bei der International Aquarium Expo in Taipei vorgestellt.

Um die Fische zum Leuchten zu bringen, haben die Forscher ihnen mit Hilfe der sogenannten Elektroporation, bei der ein elektrischer Impuls verwendet wird um die Zellwände für fremde Moleküle durchlässig zu machen, Leuchtstoffgene in die Fortpflanzungsorgane gespritzt.

Den Forschern zufolge könnten die Leucht-Fische in Zukunft das Nachtlicht in Schlaf- oder Kinderzimmern ersetzen. Bis sich diese Idee durchsetzt, müssen jedoch noch einige Sicherheitstests erfolgen.

Eine Krake als neues Haustier

Das neue Herrchen einer Krake sollte sich mit Meerwasseraquaristik und Intelligenzspielchen auskennen

Exotische Fische im Aquarium, Salzwasseraquarium
Aquarium fishes © oracul - www.fotolia.de

Wer die Anschaffung eines Haustieres plant, sollte vielleicht einmal über eine Krake nachdenken. Nachdem die Krake Paul sogar Fußball-Ergebnisse voraussagen konnte, wird niemand mehr an der Intelligenz dieser Tierchen zweifeln.

Intelligenter Mitbewohner

Genau wie Hunde erkennen auch Kraken ihr Herrchen und sind sogar sehr anpassungsfähig, wenn es um dessen Lebensrhythmus geht. Oktopoden sollen Hunde an Intelligenz sogar überreffen. Sie wedeln zwar nicht mit dem Schwanz, freuen sich aber trotzdem über immer wieder neue Spiele und zeigen eine extreme Neugier.

Der Lebensraum

Künftige Besitzer sollten allerdings ein wenig Erfahrung mit Salzwasser-Aquarien haben, denn der Hausbewohner wird bis zu 120 Zentimeter lang. Deshalb muss das Salzwasser-Aquarium rund zwei Meter breit, eineinhalb Meter tief sein und eine Höhe von zwei Metern aufweisen.

Das Wasser sollte eine Temperatur von 18 bis 23 Grad haben und am Boden darf der Meeresgrund mit Sand und kleinen Steinchen simuliert werden. Felsvorsrpünge oder Amphoren helfen, es der Krake ein wenig heimisch werden zu lassen. So kann sie sich bei Bedarf verstecken und zurückziehen.

Speiseplan und Lebenserwartung

Auf dem täglichen Speiseplan stehen

Mit Futtersuchspielen kann die Intelligenz angeregt werden. Die Investition in den neuen Hausbewohner beträgt rund 65 Euro. Leider ist die Lebenserwartung ausgesprochen kurz, nämlich nur rund zwei Jahre.

Buntbarsche – die putzwütigen Aquariumbewohner

Fisch springt aus Wasser hoch, weißer Hintergrund
fish in jump © Alexander Potapov - www.fotolia.de

Wer sich ein Aquarium zulegt, wird sich früher oder später fragen, welche Fische dieses bewohnen sollen. Es gibt viele Möglichkeiten und zahlreiche Kombinationen von Fischarten sind wiederum nicht möglich – eine Beratung vom Fachmann ist hierbei angebracht. Ein durchaus pflegeleichter Fisch jedoch verträgt sich mit jedem und hat zudem einen ganz besonderen Vorteil.

Der Buntbarsch, der ursprünglich aus dem Tanganjikasee in Afrika kommt, mag es gerne sauber: mit seinen besonderen Lippen fährt er den Boden des Aquariums ab und saugt beispielsweise Plankton von den Steinen ab. So kümmert er sich um das Fressen und gleichzeitig um die Sauberkeit – ein Job weniger, den man selbst erledigen muss.

Entscheidet man sich für Buntbarsche, sollte man einige Punkte beachten. Erhältlich ist ein Pärchen für etwa 60 Euro. Werden die 20 Zentimeter großen Fische artgerecht gehalten, können sie bis zu zehn Jahre alt werden. In der Regel legt man sich zwei Buntbarsch-Pärchen zu; für diese sollte das Aquarium 400 Liter Wasser enthalten und auf 26 Grad Celsius aufgeheizt werden. Die Fische sollten die Möglichkeit haben, sich unter Hölzern und Co. verstecken zu können.

Was das Futter angeht, so wählt man am besten Tabletten, die auf den Boden sinken. Zudem sollten Insekten wie Wasserflöhe und Rote Mückenlarven gefüttert werden.

Wissenschaftler enträtseln Entstehung der bunten Farbpracht der Guppys

Guppys sind interessante Tiere, welche überaus viele Anhänger haben. Nicht nur das Liebesspiel und das Sozialverhalten dieser lebendgebärenden Süßwasserfische sorgt stets für großes Interesse bei Aquarienbesitzers und auch bei Wissenschaftlern. Während die Weibchen ein eher schlichtes Muster aufweisen, erscheinen die Männchen überaus farbenfroh.

Ein deutsches Forscher-Team ist nun der Frage nach dem Grund für die Farbgebung der Guppy-Männchen auf den Grund gegangen und hat erstaunliche Erkenntnisse gewinnen können. Ihren Untersuchungen zufolge sind die verschiedenen Farbmuster auf wenigstens zwei unterschiedliche Pigmentzellen zurückzuführen. Sie vermuten, die schrillen Farbmuster entstehen durch Abläufe zwischen diesen Zellen.

Guppy-Männchen sind in der Regel beinahe dauerhaft am Balzen. Je farbenfroher ein Männchen ist, desto mehr interessieren sich die Weibchen für ihn. Ist jedoch ein Fressfeind in der Nähe, kann sogar das Männchen seine Farben reduzieren, um weniger aufzufallen.

Farbgebung hat sogar Einfluss auf Anzahl der Nachkommen und Lebensdauer

Was die Forscher außerdem herausfanden: Je farbenfroher und außergewöhnlicher das Muster des Männchens, desto mehr Nachkommen hat es. Auch die Lebenszeit eines solchen Guppys ist in der Regel etwas länger als die eines weniger auffällig gemusterten Guppy-Männchens.

Hat man die Fischauswahl getroffen, gilt es, sie sicher in ihr neues Zuhause zu befördern...

Vom Transport nach Hause bis hin zur Freilassung

Bevor man die Fische, die das Aquarium bevölkern sollen, in das Becken einsetzen kann, müssen diese nach Hause transportiert werden. Dabei gilt es, unnötigen Stress zu vermeiden.

Der Transport im Beutel

Nachdem das Aquariumsbecken eingefahren wurde, können die ersten Fische gekauft werden, um mit ihnen die Unterwasserwelt zu bevölkern. Zunächst muss man die Wasserbewohner jedoch vom Geschäft zur Wohnung transportieren.

Im Geschäft werden die Fische in einen Transportbeutel aus Kunststoff gepackt, der ca. ein Drittel Wasser enthält. Dabei ist darauf zu achten, dass der Verkäufer nur Fische in dieselbe Tüte gibt, die auch zueinander passen.

Sinnvoll ist zudem die Beimischung eines schleimhautschützenden und stressvermindernden Präparats. Um einen Fisch vor Kälte oder Hitze zu schützen, kann man den Beutel zusätzlich in eine Lage Papier einwickeln.

Befinden sich alle Fische im Transportbeutel, bläst man ihn mit Sauerstoff auf und verschließt ihn fest. Während des Transports sollten es die Fische möglichst dunkel haben, da sie dadurch weniger Stress verspüren. Trotz aller Schutzmaßnahmen empfinden die Fische den Transport als unangenehm, sodass man sie auf schnellstem Wege zum Aquarium bringen sollte.

Gewöhnung an das Beckenwasser

Vom Transportbeutel direkt ins Aquarium?
Vom Transportbeutel direkt ins Aquarium?

Bevor man zu Hause die Fische ins Aquarium lässt, setzt man den verschlossenen Transportbeutel nach dem Entfernen der äußeren Umwicklung auf der Wasseroberfläche des Beckens ab, wo man ihn etwa 30 Minuten lang frei treiben lässt. Auf diese Weise passt man die Temperatur des Wassers in dem Beutel der Temperatur des Aquariums an.

Nach einer halben Stunde wird der Beutel geöffnet und zu einem Wulst umgeschlagen, durch den er weiterhin auf der Oberfläche des Wassers treiben kann. Als nächsten Schritt gibt man alle 5 Minuten 60 bis 80 Milliliter Wasser aus dem Becken in den Transportbeutel, damit sich die Fische dadurch an die anderen Verhältnisse gewöhnen können.

Das Wasser wird solange in den Beutel gegeben, bis dieser zu zwei Dritteln voll ist. Dann müssten sich die Fische genügend an die neuen Gegebenheiten angepasst haben.

Vom Beutel ins Aquarium

Auf welche Weise man die Fische aus dem Beutel in das Aquarium lässt, ist umstritten. So plädieren zahlreiche Aquarianer dafür, die Fische langsam und einzeln mit einem Fangnetz aus dem Beutel zu holen, um zu verhindern, dass das Transportwasser ins Becken gelangt.

Andere Aquaristik-Fans befürchten jedoch, dass dieses Vorgehen zu noch mehr Stress bei den Fischen führt und kippen deshalb lieber den Transportbeutel seitlich aus, damit die Fische herausschwimmen können.

Damit die Fische sich wohlfühlen können und gesund bleiben, bedarf es unter anderem der richtigen Ernährung...

Tipps zur Ernährung und Fütterung

Jeder Aquarianer wünscht sich für seine Fische Gesundheit und Vitalität. Dazu benötigen die Aquariumsbewohner eine gesunde Nahrung mit Eiweiß, Vitaminen und Ballaststoffen.

Wichtige Nährstoffe

Das richtige Fischfutter ist für die Gesundheit und die Vitalität der Fische überaus wichtig. So erhalten sie über das Futter dringend benötigte Nährstoffe.

  • Es gibt bestimmte Nährstoffe, die Fische regelmäßig und in ausreichender Menge aufnehmen müssen. Dazu gehört vor allem Eiweiß, das wichtig für das Wachstum und den Stoffwechsel ist.

  • Doch auch Vitamine sind für das Wohlergehen der Fische enorm wichtig, da sie für viele Körperfunktionen sorgen. Bei einem Mangel an Vitaminen besteht die Gefahr, dass es zu schweren Krankheiten kommt.

  • Ebenfalls von Bedeutung sind Ballaststoffe, die die Aktivität des Darms anregen und den Verdauungsvorgang unterstützen.

Weitere wichtige Nährstoffe für Fische sind

Letztere unterstützen auch die Aufnahme von bestimmten Vitaminen.

Verschiedene Fischfutter-Arten

Es gibt verschiedene Arten von Fischfutter. Dazu gehören Trockenfutter, Frostfutter und Lebendfutter.

Trockenfutter

Zu den beliebtesten Varianten zählt das Trockenfutter, bei dem es sich um Konzentrat handelt. Es hat den Vorteil, dass man es gut dosieren und lagern kann.

Außerdem ist es bei Bedarf rasch verfügbar. Obwohl das Trockenfutter in der Regel in ausreichendem Maße an die Ernährungsbedürfnisse eines Fisches angepasst wird, ist es ratsam, auf einige Kriterien zu achten, wenn man es verwenden will.

So ist es möglich, dass die Futterqualität von verschiedenen Rohstoffen beeinträchtigt wird. Außerdem kann es bei der Verarbeitung zum Trockenfutter zur Veränderung mancher Inhaltsstoffe kommen.

Ein Nachteil von Trockenfutter ist, dass es die Wasserqualität des Aquariums belastet. Aus diesem Grund sollten Aquariumsfische gelegentlich auch anderes Futter erhalten.

Lebendfutter

Eine weitere Futtervariante ist Lebendfutter. Dieses hat den Vorteil, dass es zahlreiche Nährstoffe enthält, die die Fische ausgezeichnet verarbeiten können. Darüber hinaus kommt es ihrer natürlichen Ernährungsweise sehr nahe und fördert ihren Jagdtrieb.

Ein Nachteil ist allerdings eine mögliche Belastung mit Krankheitserregern. Reduzieren lässt sich dieses Risiko durch die Verwendung von Frostfutter, da Keime bei der Frostung abgetötet werden. Ein weiterer Pluspunkt von Frostfutter ist, dass es über die wichtigsten Nährstoffe verfügt.

Tipps zur Fütterungsmenge

Bei der Fütterung kommt es des Weiteren natürlich auch auf die richtige Menge an. Hierfür lassen sich keine pauschalen Angaben machen, da es mitunter auf die Anzahl der Fische, die Arten sowie die Art und Größe des Aquariums ankommt. Die richtige Futtermenge muss durch Ausprobieren herausgefunden werden.

  • Es wird zuviel gefüttert, wenn nach fünf Minuten immer noch Futter an der Wasseroberfläche schwimmt (als Ausnahmen gelten Futtertabletten, die sich teils langsam auflösen), die Tiere deutlich zu dick sind oder Algen und Schnecken besonders gut gedeihen.
  • Es wird zuwenig gefüttert, wenn die Fische an Gewicht verlieren und sie sich um das Futter streiten.

Einpaar Flocken Futter pro Fisch sollten es auf jeden Fall sein. Generelle Tipps zur richtigen und gesunden Fütterung:

  • Die Fische sollten einmal am Tag ausreichend Futter bekommen; die Mahlzeit darf zwei Minuten lang dauern
  • Wenn die Fische das Futter sofort fressen, ist alles in Ordnung - durch mehrere kleine Portionen kann man verhindern, dass das Futter auf den Boden sinkt
  • Hat man viele Bodenfische, sollten diese gezielt mit Futtertabletten gefüttert werden
  • Wirft man soviele Flocken ins Aquarium, dass sich auch die Bodenfische davon ernähren können, war die Menge vermutlich zu hoch

Tipps zur Fischeversorgung während der Urlaubszeit

Möchte man als Aquariumsbesitzer einmal Urlaub machen, stellt man sich natürlich die Frage, was während der Abwesenheit mit der kleinen Unterwasserwelt geschieht. Zu den großen Vorteilen eines Aquariums gehört jedoch, dass es ruhig einmal für ein paar Tage unbeaufsichtigt bleiben kann.

Ein Aquarium für ein Wochenende alleine zu lassen, ist kein Problem. Ausgewachsene Fische, die gut ernährt sind, können sogar einige Wochen lang fasten.

Anders sieht es hingegen bei Jungtieren aus. Diese sollten von einem Futterautomaten oder einer Pflegeperson versorgt werden.

Auch während des Urlaubes müssen die Fische versort werden
Auch während des Urlaubes müssen die Fische versort werden
Vorkehrungen vor Reisebeginn

Damit die Fische gesund bleiben und keine Krankheiten durch Neuankömmlinge eingeschleppt werden, ist es ratsam, sich sechs Wochen vor Reisebeginn keine neuen Fische mehr zuzulegen. Außerdem sollte man vor dem Urlaub das Becken gründlich reinigen und wenigstens ein Drittel des Beckenwassers gegen frisch aufbereitetes Leitungswasser austauschen.

Da Algen für manche Fischarten eine gute Zusatzkost sind, empfiehlt es sich, diese bei der Reinigung im Becken zu belassen. Außerdem ist es wichtig, den Aquariumsfilter zu säubern, um die Bakterienflora im Falle eines möglichen Stromausfalls zu erhalten.

Die Beleuchtung des Aquariums lässt sich durch eine automatische Zeitschaltuhr regeln. Diese sorgt abwechselnd alle zwölf Stunden für Licht und Dunkelheit. Um einer zu starken Sonneneinstrahlung vorzubeugen, kann man die Jalousien an den Fenstern zur Hälfte herunterlassen.

Was tun bei längerer Abwesenheit?

Wer ein normales Gesellschaftsaquarium mit anspruchslosen Fischarten besitzt, hat die Möglichkeit, die Fütterung der Fische von einem Futterautomaten übernehmen zu lassen. Ob der Automat die Fische einmal oder zweimal täglich füttern muss, hängt von deren Anzahl und Größe ab.

Ist einem die Anschaffung eines Futterautomaten zu kostspielig, kann man als Alternative eine Pflegeperson mit der Fütterung beauftragen. Dies sollte man ohnehin tun, wenn man länger als vier Tage von zu Hause wegbleibt.

Um die Pflegeperson einzuweisen, fertigt man am besten eine Checkliste an, auf der man die wichtigsten Dinge vermerkt. Normalerweise lassen sich die erforderlichen Handgriffe leicht erklären.

Bevor man in den Urlaub fährt, vergewissert man sich noch einmal, dass die Pflegeperson die nötigen Tätigkeiten auch beherrscht. Damit es nicht zu einer versehentlichen Überfütterung kommt, kann man die tägliche Futterration in kleinen Dosen portionieren.

Geht es den Fischen nicht gut, kann man dies an bestimmten Verhaltensauffälligkeiten bemerken...

Verhaltensauffälligkeiten bei Fischen und mögliche Lösungen

Da es sich bei Aquarien um überaus sensible Lebensräume handelt, können bereits kleine Störungen zu einer Belastung des Ökosystems führen, wodurch wiederum die Aquariumsbewohner in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher ist es wichtig, auf Verhaltensauffälligkeiten der Fische zu achten und bei Problemen entsprechend zu reagieren.

Fische fressen nicht

Lassen die Fische ihr Futter links liegen, kann es sein, dass sie überfüttert sind. Am besten ist es, die Tiere einige Tage lang nicht zu füttern und ihnen anschließend Lebendfutter zu geben. Manchmal hilft auch der Umstieg auf anderes Trockenfutter oder das Reduzieren der Portionen, denn genau wie Menschen haben auch Fische gerne Abwechslung bei der Nahrung.

Gehen die Fische bereitwillig an die Nahrung, ohne sie jedoch zu fressen, hat möglicherweise die Körnung eine falsche Größe. Gedeihen einige Fischarten, während andere verkümmern, kann dies an ungeeignetem Futter oder aber am falschen Zeitpunkt der Fütterung liegen. So besteht die Gefahr, dass scheue oder nachtaktive Spezies benachteiligt werden.

Krankheitssymptome nach der Fütterung

Kommt es ausschließlich nach der Fütterung bei den Fischen zu Krankheitssymptomen, handelt es sich eventuell um verdorbenes oder überlagertes Futter. In diesem Fall sollte man das Futter oder den Futterlieferanten wechseln.

Fische an der Wasseroberfläche

Wenn die Fische sich vorwiegend an der Oberfläche des Aquariums aufhalten und nach Luft schnappen, ist dies ein Hinweis, dass der Sauerstoffanteil des Aquariums zu gering ist oder stark schwankt. Um dies abzustellen, sollten Fäulnisherde im Aquarium, die viel Sauerstoff verbrauchen, wie zum Beispiel Fischkadaver, Futterreste oder verschmutzte Filter, entfernt werden.

Außerdem ist es ratsam, die Wasserumwälzung zu steigern und die Belüftung zu verbessern. Ebenfalls hilfreich können ein Teilwasserwechsel sowie eine Senkung der Temperatur bis zu 3 Grad Celsius sein.

Fische reiben sich an den Steinen und werden blasser

Reiben sich Fische immer wieder an den Steinen des Aquariums und weisen eine blasse Farbe auf, deutet dies auf Parasitenbefall hin. Um sich Klarheit zu verschaffen, nimmt man einen Fisch aus dem Becken und untersucht ihn mithilfe einer Lupe auf mögliche Parasiten. Diese lassen sich durch handelsübliche Medikamente bekämpfen.

Kleine Aquarien - Fische reagieren agressiver

Beengte und nicht artgerechte Haltung lässt Fische aggressiv werden

Mann vor großem Aquarium mit bunten Fischen
visitor to underwater world © Vladimir Melnik - www.fotolia.de

Nach Angaben des US-Biologen Ronald Oldfield verhalten sich Fische in kleinen Aquarien aggressiver. Der Grund ist, dass sie nicht in ihrem klassischen Lebensraum sind. Der Biologe hatte das Verhalten von Barschen erforscht. Er verglich das Verhalten in ihrer Heimat und zwar den Kraterseen in Mittelamerika mit der Lebensweise in Aquarien und Zoo-Teichen.

Pflanzen und Verstecke für den Wohlfühleffekt

Laut seiner Veröffentlichung im Magazin "Journal of Applied Animal Welfare Science" würden die Fische mit ihren Flossen ein Warnsignal geben und Artgenossen öfter angreifen während sie sich in ihrer natürlichen Umgebung ruhiger verhalten würden.

Im Rahmen der Studie sind nur die Barsche untersucht worden, die sich noch nicht in einer Geschlechtsreife befunden haben. Das Fischfutter wurde während der Analyse nicht verteilt, um Futterneid als Grund für das aggressive Verhalten auszuschließen.

Wie der Biologe weiter ausführt wäre es zahlreichen Menschen egal, wie wohl sich die Fische fühlen würden. In einem Aquarium verhalten sich Fische weniger aggressiv, wenn sich darin Pflanzen und Verstecke befinden.

Achtung, wenn der Fisch sich seltsam bewegt

Fisch springt aus Wasser hoch, weißer Hintergrund
fish in jump © Alexander Potapov - www.fotolia.de

Wenn sich die Fische in Aquarien plötzlich seltsam bewegen, dann kann das auf eine Vergiftung des Aquariumwassers hinweisen. Besitzer sollten dann schnellstens die Qualität des Wassers überprüfen. Neben dem richtigen pH-Wert sollten Eigentümer auch den Gehalt an Nitrit und Ammoniak messen.

Falls Reinigungsmittel in das Aquarium gelangt sein könnten, könnte auch das die Ursache für die Symptome sein. Ist die Qualität des Wassers in Ordnung, ist es auch möglich, dass die Fische unter einer Infektion leiden, die dann vom Tierarzt behandelt werden muss.

Es gibt einige Erkrankungen, die für Fische typisch sind und hin und wieder auftreten können...

Mögliche Erkrankungen des Fisches

Auch wenn die Lebensbedingungen in einem Aquarium noch so gut sind, besteht die Gefahr, dass die Fische einmal krank werden. So können neue Tiere die anderen Fische anstecken oder Parasiten bzw. Keime in das Aquarium gelangen.

Bandwurmbefall

Besonders betroffen sind Aquarienfische von Nelkenwürmern. Diese Endoparasiten setzen sich im Darm der Tiere fest und führen zu Symptomen wie

Des Weiteren kommt es zu einer Entzündung des Darms, der dadurch stark verschleimt ist. Bei kleinen Fischen kann der Wurmbefall sogar tödlich enden.

Eine Behandlung mit Medikamenten, die man ins Futter beimischt, führt leider nur selten zum Erfolg. Besser ist es, Vorbeugemaßnahmen zu treffen, indem man darauf verzichtet, Zwischenwirte von Bandwürmern, wie Cyclops und Tubifex, an die Fische zu verfüttern. Außerdem ist es ratsam, neu erworbene Fische zunächst einmal in einem Quarantänebecken eine Zeitlang zu beobachten.

Columnaris-Krankheit

Diese Fischkrankheit, die von Myxobakterien verursacht und auch Maulschimmel genannt wird, kann sowohl akut als auch chronisch verlaufen. Eine wichtige Rolle bei der Verbreitung der Krankheit spielen die Temperatur und die Qualität des Wassers.

Ein typisches Symptom ist die Entstehung grau-weißer Flecken, die sich an den Flossen, den Kiemen und am Kopf zeigen. Im weiteren Verlauf werden aus den Flecken Geschwüre. Außerdem kommt es zum Platzen der Blutkapillaren.

Die Columnaris-Krankheit ist überaus ansteckend und kann im schlimmsten Fall die Vernichtung des gesamten Aquariumbestands zur Folge haben. Als Gegenmaßnahme muss der Nitratgehalt im Becken durch einen Teilwasserwechsel gesenkt werden.

Zusätzlich reduziert man Säuregrad und Wasserhärte so weit wie möglich. Zur Behandlung erhalten die Fische Antibiotika wie Terramycin.

Fischlauskrankheit

Bei dieser Erkrankung werden die betroffenen Fische von Krebstierchen, die man Fischläuse nennt, befallen. Die 7 bis 10 Millimeter langen Parasiten lassen sich gut auf der Haut der Fische erkennen. Zudem weisen die Fische rote Einstichstellen auf.

Zur Behandlung muss die Einstichstelle mit einer konzentrierten Salzlösung bestrichen werden. Danach entfernt man den Parasiten mithilfe einer Pinzette.

Falsche Neonkrankheit

Bei der falschen Neonkrankheit, bei der es sich um eine bakterielle Infektion handelt, kommt es zum Abmagern der Fische, die zudem unter Gleichgewichtsstörungen leiden.

Als Gegenmaßnahme wird empfohlen, für eine optimale Wasserqualität zu sorgen. Mitunter kann auch eine Behandlung mit Antibiotika in einem Quarantänebecken erforderlich sein.

Grundinformationen und Hinweise zur Aquaristik

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Colorful fishes in aquarium © Pavlo Vakhrushev - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Aquarium fishes © oracul - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: yummy © Franz Pfluegl - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: auf in den Urlaub © DeVIce - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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