6. Juli 2011
Bei einem Amateurfunkdiplom handelt es sich um eine Auszeichnung für Funkamateure. Es kann von jedem Amateurfunker erworben werden.
Unter einem Amateurfunkdiplom versteht man eine Auszeichnung im Amateurfunkbereich, die zumeist an eine einzelne Person vergeben wird. Zuständig für die Vergabe sind Amateurfunkverbände wie der Deutsche Amateur Radio Club (DARC).
Mit einem Amateurfunkdiplom wird eine Mindestanzahl an Funkverbindungen, die auf bestimmten Vorgaben basiert, honoriert. Zu diesen Vorgaben gehören beispielsweise Personen, Länder oder Inseln. Auf der ganzen Welt werden mehr als tausend unterschiedliche Diplome für Funkamateure vergeben. Neben Einzelpersonen können die Diplome auch an Clubstationen gehen.
Man unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Amateurfunkdiplomen. So gibt es Diplome für bestimmte Anlässe, die man auch als Kurzzeitdiplom bezeichnet. Ebenso werden Diplome verliehen, wenn bestimmte Leistungen erreicht werden. Dazu gehört beispielsweise das DXCC-Diplom. Eine andere Form von Diplomen sind SWL-Diplome. Dabei handelt es sich um Urkunden für Empfangsamateure, die nicht über ein Amateurfunkzeugnis verfügen, sondern lediglich über ein DE-Rufzeichen des DARC zum Hören.
Jedes Amateurfunkdiplom wird öffentlich ausgeschrieben. Veröffentlichungen sind u.a. auf der Webseite des DARC zu finden. In den Ausschreibungen erfolgt eine spezielle Vorgabe, zum Beispiel, ob die Funkverbindungen entweder mit einer bestimmten Betriebsart oder einer Region abzuwickeln sind. Darüber hinaus legt man den Zeitraum fest, in dem die erforderliche Leistung zu erbringen ist. So kann man für ein DXCC-Diplom jahrelang sammeln, während für andere Diplome nur ein paar Wochen Zeit zur Verfügung stehen.
Damit ein Amateurfunker ein Diplom beantragen kann, muss er die Funkverbindungen, die er getätigt hat, mithilfe von QSL-Karten oder Logbuch-Auszügen bestätigen. Handelt es sich bei dem Amateurfunkdiplom um ein Kurzzeitdiplom, ist oftmals auch der Einsendeschluss zu beachten. In den meisten Fällen muss das Diplom vom Antragsteller selbst bezahlt werden. Mitunter werden manche Diplome auch durch Spenden finanziert.
Bestimmte Amateurfunkdiplome unterteilt man in verschiedene Stufen wie Gold, Silber und Bronze oder Zahlen wie 50 oder 100. So muss ein Amateurfunker beispielsweise mit 50 oder 100 anderen Amateurfunkern Funkkontakt gehabt haben, bevor er ein Diplom beantragen kann.
Das Aussehen von Amateurfunkdiplomen ist unterschiedlich. So kann es sich sowohl um simple Urkunden mit zwei Farben als auch um mehrfarbige Urkunden handeln. Manchmal werden aber auch Sachpreise vergeben.
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