Zivildienst

Zivis müssen als Ausgleich für ihre Wehrdienstverweigerung soziale Tätigkeiten übernehmen

Der Zivildienst ist der zu leistende Ersatzdienst bei einer Wehrdienstverweigerung. Zivildienstleistende werden vor allem für Tätigkeiten im Pflegebereich eingesetzt, zum Beispiel als Krankentransport, Essen auf Rädern oder Betreuer von Behinderten.

Junge Hände halten ältere Hände beim Malen
helfende Hände © spuno - www.fotolia.de

Für den Zivildienst können sich alle jungen Männer entscheiden, die verpflichtet wurden, einen Wehrdienst abzuleisten, aber aus ethischen und moralischen Gewissensgründen nicht zur Waffe greifen möchten. Da der Zivildienst ein Wehrersatzdienst ist, müssen diesen nur für den Wehrdienst als tauglich eingestufte Männer absolvieren.

Dauer und Bereiche des Zivildienstes

Seit 2004 ist die Dauer des Zivildienstes mit 9 Monaten ebenso lang wie die des Wehrdienstes. Das bedeutet, dass der Zivildienst zum ersten Mal seit Einführung nicht länger erfolgen muss als der Wehrdienst. Der Zivildienst kann in verschiedenen sozialen Bereichen abgeleistet werden.

Oft sind Zivildienstleistende in

tätig, in

Für ihre Arbeit werden Zivis je nach Soldstufe mit rund 10 Euro/Tag besoldet. Zusätzlich erhalten sie ein Weihnachts- und ein Entlassungsgeld. Der Zivildienst bietet jungen Männern die Chance, in ein soziales Berufsfeld hineinzuschnuppern.

Viele Absolventen sind im nachhinein dankbar für diese Zeit und streben im Anschluss eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen Bereich an. Da sie bei der Jobsuche einschlägige Erfahrungen vorweisen können, haben sie gute Chancen auf einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz in diesem Bereich.

Kritik am Zivildienst

Auf gesellschaftlicher Ebene gibt es viel Kritik am Zivildienst. Kritiker sind unter anderem unzufrieden darüber, dass die Dienstpflicht an die Tauglichkeit für die Bundeswehr gekoppelt ist oder dass Frauen grundsätzlich vom Wehr- und Zivildienst ausgeschlossen werden. Für einige gehört die Ausbildung bei der Bundeswehr nach wie vor in den Lebenslauf eines Mannes. Wer sich weigert, wird oft als faul und verantwortungslos gegenüber dem Vaterland gesehen.

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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