27. Juni 2011
Vorurteile belasten das gemeinsame und friedliche Zusammenleben von Menschen. Dabei ist es egal, ob es sich nur um eine Schulklasse, ein Großraumbüro oder gar eine gesamte Gesellschaft handelt. Doch wie kann man Toleranz üben und Vorurteile erfolgreich vermeiden, damit ein friedliches Miteinander ermöglicht wird?
Ein Weg, Toleranz zu üben und Vorurteile abzubauen, ist die Versorgung der Menschen mit Informationen. So lernt man beispielsweise mehr über die fremde Kultur kennen und fängt hierdurch an, diese weitaus differenzierter zu sehen.
Ähnlich wirkt auch die Bewusstmachung von Vorurteilen. Schließlich sind sich viele Menschen überhaupt nicht darüber im Klaren, dass sie eigentlich von Vorurteilen und nicht ihren eigenen Eindrücken gesteuert werden. In einem solchen Fall reicht oft schon ein kleiner Denkimpuls, um große Veränderung beim Individuum und gruppendynamischen Prozessen zu erreichen. Als besonders gutes Beispiel eignet sich in diesem Zusammenhang eine Schulklasse, in welcher Ausländer oder dicke Mitschüler gehänselt werden. Wird diese Problematik einmal durch den Lehrer thematisiert, dann stellen viele Schüler fest, dass ihr Verhalten nur auf Vorurteilen basierte und dass sie die entsprechenden Mitschüler eigentlich überhaupt nicht wirklich kennen. Die Folge kann die gewünschte Verhaltensumstellung und mehr Toleranz im Alltag sein.
Trotz dieser Möglichkeiten der Informationsgewährung und Bewusstmachung ist in vielen Fällen ein weiterer Schritt nötig, damit Vorurteile erfolgreich und dauerhaft abgebaut werden können. So ist manchmal der direkte Kontakt mit jenen Personengruppen unumgänglich, welche dermaßen voreingenommen wahrgenommen werden. In der Wissenschaft hat es sich allerdings gezeigt, dass der alleinige Kontakt oft nicht ausreicht, um Vorurteile abzubauen. Schließlich lassen sich die Beteiligten dann häufig nicht aufeinander ein und es kommt nur zu einer oberflächlichen Konfrontation. Stattdessen haben Experimente gezeigt, dass noch einige weitere Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit die Vorurteile sicher abgebaut werden können. So konnte nachgewiesen werden, dass einerseits ein gemeinsames Ziel und eine gegenseitige Abhängigkeit gute Grundvoraussetzungen sind. Des Weiteren sollte die Konfrontation in einer freundlichen Umgebung stattfinden, wobei alle Personen gleichberechtigt auftreten dürfen. Zudem sollte das Kennenlernen nicht mit nur einer Person, sondern vielen Menschen der jeweiligen Gruppe stattfinden, damit neue Eindrücke nicht nur als Ausnahme abgetan werden können. Durch das Beachten all dieser Vorgaben in einem Projekt kann es schließlich zum Abbau von Vorurteilen kommen, was für alle Beteiligten eine Bereicherung darstellt.
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Es geht nichts über gepflegte Vorurteile, besonders im Urlaub, erleichtern sie das Leben doch ungemein. Also, sc...