Verbraucherschutz Artikel
45 Jahre Verbraucherschutz dank "Stiftung Warentest"
Von Viola Reinhardt
Ob der Kauf eines neuen Bügeleisens, eines Plasma-Fernsehgerätes oder auch ein anderes elektrisches Gerät auf dem Haushaltsplan steht - viele Verbraucher orientieren sich an den unabhängigen Ergebnissen der "Stiftung Warentest". Seit 45 Jahren durchleuchten die Prüfer eifrig und fachgenau zahlreiche Gebrauchsartikel und bieten somit dem Konsumenten einen Verbraucherschutz der bares Geld einsparen kann.
Heute in einem Kaufhaus ein neues Gerät zu kaufen, kann rasch zu einer haarsträubenden Angelegenheit werden. Einmal davon abgesehen, dass die Auswahl riesig und folglich auch sehr häufig unübersichtlich ist, wird man vielerorts von inkompetenten Verkäufern mit einem technischen Kauderwelsch abgespeist, das einem zwar die eigene technische Unzulänglichkeit offenbart, aber keine konkreten Informationen vermittelt. Doch genau hiernach sehnen sich die meisten Verbraucher und das bereits seit 1964, was damals dazu führte, dass der Deutsche Bundestag am 4. Dezember die "Stiftung Warentest" ins Leben rief, die bis heute für zahlreiche Menschen hilfreiche Informationen im Bezug auf unterschiedliche Waren gibt.
In der ersten Ausgabe der Zeitschrift "test" wurden Handrührgeräte und Nähmaschinen auf den Prüfstand gestellt, die im Laufe der Zeit durch Waschmaschinen, Kinderbetten, Atemschutzmasken, Gesichtscremes oder auch Astrologen erweitert wurden. Verbraucher können sich heute über jegliches Angebot in Ruhe in den aktuellen "test"-Magazinen informieren, so derzeit über DVD-Spieler, Rotkraut oder auch Kaffeemaschinen. Eben jegliche Artikel, die für den Verbraucher interessant oder nötig sind.
Ergänzt wurde zudem das Magazin "test" im Jahre 1991 durch eine weitere Zeitschrift namens "Finanztest", die gleichsam wertvolle Informationen im Bezug auf eine Altersvorsorge, Versicherungen oder Geldanlagen bereitstellt. Die Unabhängigkeit von der Industrie wird in beiden Zeitschriften sehr gut dadurch ersichtlich, dass man darin keine Werbeanzeigen findet. Manchmal zum Ärger bestimmter Unternehmen, die oft genug gegen die Testergebnisse der "Stiftung Warentest" rechtlich vorgingen oder auch heute noch vorgehen, allerdings zeigt sich hier ein Wandel im unternehmerischen Denken. Der Grund: Viele Hersteller haben erkannt, dass eine Bewertung für den Konsumenten zu einer Art Gütesiegel für das Unternehmen und dessen Produkte werden kann und folglich auch dazu beiträgt, dass die Abverkäufe eine Steigerung finden können.