21. Juni 2011
Die Unfallversicherung gibt es in verschiedenen Varianten. So können neben der allgemeinen gesetzlichen Unfallversicherung auch noch zahlreiche weitere Zusatzversicherungen abgeschlossen werden, welchen auch die Insassenunfallversicherung zuzuordnen ist. Doch welche Schadensfälle deckt die Insassenunfallversicherung alles ab und lohnt sich der Abschluss dieser Zusatzversicherung überhaupt?
Die Insassenunfallversicherung deckt zunächst einmal alle Unfälle ab, welche während der rechtmäßigen Nutzung eines Kraftfahrzeugs auftreten. In diesem Zusammenhang ist es allerdings noch wichtig zu wissen, dass nicht nur der Fahrer selbst, sondern auch alle weiteren Insassen versichert sind. Dies geschieht dann über ein Pauschalsystem, so dass jedem Verletzten Insassen im Schadensfall ein bestimmter Maximalbetrag zusteht. Dieser kann sich je nach Vertrag in der Regel zwischen 10.000 und 50.000 Euro befinden.
Bevor man eine solche Insassenunfallversicherung abschließt, was auf den ersten Blick für Vielfahrer sinnvoll erscheint, sollten allerdings folgende Überlegungen getätigt werden. So überschneiden sich die möglichen Schadensfälle mit zahlreichen anderen Versicherungsformen, welche zudem kostenlos in der gesetzlichen Unfallversicherung verankert sind. So erhält beispielsweise ohnehin schon jeder Insasse im Falle eines verschuldeten Unfalls eine Zahlung durch die Haftpflichtversicherung. Darüber hinaus sind aber auch weitere anstehende Kosten, beispielsweise ein Krankenhausaufenthalt oder ein Lohnausfall, durch die Krankenversicherung gedeckt. Sollte es sogar noch zu langfristigen Einschränkungen in der Gesundheit und Leistungsfähigkeit kommen, dann greift wiederum selbst die gesetzliche Unfallversicherung oder eine extra abgeschlossene Risikolebensversicherung.
Nichtsdestotrotz hat natürlich auch die Insassenunfallversicherung eine Existenzberechtigung, da es einige Ausnahmen gibt, wann diese die einzige Versicherungsform darstellt, welche für mögliche Schäden aufkommt. Als Beispiel kann hier ein Wildunfall oder jede andere Art von Verkehrsunfall dienen, welcher durch ein unabwendbares Ereignis herbeigeführt wurde. Zu solchen Unfällen kommt es allerdings allein schon statistisch sehr selten, weshalb diese als Ausnahme gewertet werden können.
Insgesamt ist die Insassenunfallversicherung eine überflüssige Extraversicherung, welche nur wenige Ausnahmefälle abdeckt. Zu diesem Ergebnis kam selbst Stiftung Warentest, welche diese Versicherungsform mit dem Nutzwert "braucht niemand" degradiert. Aus diesem Grund sollte man sich eher auf andere Versicherungsformen konzentrieren, die Schadensfälle absichern, welche nicht größtenteils von gesetzlichen Versicherungen abgedeckt sind.
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