22. Januar 2010
Von Viola Reinhardt
Also reden ist doch ganz einfach, oder? Da betritt man zeitgleich den Lift mit dem Vorgesetzten oder Chef und... versucht krampfhaft zwischen den Stockwerken die oftmals beklemmende Stimmung durch ein unverfängliches Gespräch zu beginnen.
Ein anderes Szenario findet sich bei einer Party, in der Diskothek, auf einer längeren Zug- oder Taxifahrt, beim Geschäftsessen, dem ersten Kontakt mit einem potenziellen Kunden oder auch nur einfach im Supermarkt in der Warteschlange. Unverfängliche Gespräche sind dann gefragt, die sowohl wenige Minuten als auch einige Stunden andauern können. Dass hierbei so manche private und geschäftliche Beziehungen durch Fettnäpfchen erst einmal reichlich auf Eis gelegt werden können, liegt fast in der Natur der Sache. Lesen Sie einmal, wie Sie solche Fettnäpfchen geschickt umgehen können.
Bei einem Smalltalk gilt unabhängig der Location und den dort befindlichen Menschen, dass es Themen gibt, die in solchen Gesprächsmomenten absolut nichts verloren haben. Treffen Sie auf eine andere Person und es ergibt sich ein erstes Gespräch, dann vermeiden Sie am besten das Reden über Politik, Religion, Krankheiten, Geld, sehr Privates oder auch über gemeinsame Bekannte oder Kollegen und Mitarbeiter. Bei derartigen Themen kann es sehr schnell zu Unstimmigkeiten, wenn nicht gar zu Streitereien kommen.
Viel besser ist es als Einstieg in ein Gespräch über das Wetter, Reiseziele, die Stadt in der man ist oder herkommt, besondere Locations oder auch generelle Themen rund um das Geschäft (falls beruflicher Smalltalk) zu wählen. Sich im Erzählen etwas zurückzuhalten und lieber etwas mehr zuhören, lässt gleich einmal die Sympathiepunkte bei seinem Gegenüber ansteigen. Gleiches gilt zudem auch dann, wenn man auf eine sich unterhaltende Gruppe trifft. Statt wortstark vorzustürmen, ist es weitaus sinnvoller sich erst einmal zur Gruppe zu gesellen und die laufenden Gespräche mit zu verfolgen, um das Thema zu erfahren. Bei passender Gelegenheit kann man sich dann in den Gesprächsverlauf einklinken, sofern man von der Thematik an sich auch Ahnung hat.
Da es nicht jedermanns Sache ist einfach ein Gespräch zu beginnen, kann man das allerdings durchaus üben. Ob an der Supermarktkasse, in einem Wartezimmer, in der Kantine, im Gemüseladen an der Auslage oder auch einfach nur im Bus und Zug: Je öfter sich getraut wird einen Smalltalk zu führen, desto einfacher fällt es. Sich zusätzlich etwas tiefer mit den (ungeschriebenen) Regeln zu befassen, wird das ganze Unterfangen der Kommunikationsstarts deutlich erleichtern.
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