7. September 2011
Selbstverteidigung ist vor allem die Abwehr von Angriffen auf die eigene Person. Heutzutage genießt Selbstverteidigung einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und kann in zahlreichen Kursen erlernt werden. Doch welche Maßnahmen fallen eigentlich unter den Begriff der Selbstverteidigung, wie effektiv sind diese wirklich und wird dadurch auch das Selbstbewusstsein gestärkt?
Viele Menschen glauben, unter Selbstverteidigung würden nur Maßnahmen fallen, welche etwas mit der körperlichen Abwehr eines Angreifers zu tun haben. Diese Annahme ist jedoch falsch, da Selbstverteidung schon viel früher beginnt.
Selbstverteidigung ist nach heutiger Auffassung nicht nur die direkte Abwehr eines Kampfes. Stattdessen werden dieser auch Maßnahmen und Vorgehensweisen zugeordnet, welche der Vermeidung eines Angriffs dienen. Ein modernes Selbstverteidigungstraining setzt deshalb schon an der Körpersprache und dem Auftreten an. Sollte sich dann ein Konflikt abzeichnen, kann der Täter eventuell abgeschreckt werden, sobald das Opfer Stärke und Verteidigungsbereitschaft signalisiert. Man denke in diesem Zusammenhang beispielsweise an eine junge Frau, welche in der Fußgängerzone verbal belästigt wird. Tritt sie diesen Anfeindungen nun offensiv und selbstsicher entgegen, ist es unwahrscheinlich, dass der Angreifer weitere offensive Schritte unternimmt. Schließlich ist das Risiko des Misserfolgs nun viel zu groß.
Neben diesen Verhaltensregeln, welche der erfolgreichen Vermeidung einer Attacke dienen, gibt es noch die natürlichen Maßnahmen der Selbstverteidigung. Hierunter fallen vor allem körperliche Angriffsmöglichkeiten, welche dem Schutz der eigenen Person dienen. Dabei ist es wichtig, diese von den Techniken der Kampfsportarten abzugrenzen. Schließlich steht das Opfer bei der Selbstverteidigung zumeist einem stärkeren Angreifer gegenüber und es gibt keinen Anlass, auf dessen Gesundheit zu achten. Tritte in den Intimbereich des Mannes kommen deshalb ebenso in Frage wie ein Stechen in die Augen. Darüber hinaus arbeiten einige Selbstverteidigungskonzepte noch mit weiteren Hilfsmitteln, welche die eigenen Abwehrchancen verbessern. Der Klassiker ist dabei das Pfefferspray, welches den Angreifer zwar nicht ernsthaft verletzt und dennoch minutenlang außer Gefecht setzt.
Über die Effektivität vieler Selbstverteidigungsmaßnahmen lässt sich streiten. So bringen diese häufig nur dann etwas, wenn diese zuvor auch ausgiebig trainiert und verinnerlicht wurden. Trotzdem sorgt das Erlernen und Beherrschen von Selbstverteidigung dafür, dass das Selbstbewusstsein in kritischen Situationen steigt. Und dies allein reicht häufig schon aus, damit es überhaupt nicht erst zum Übergriff kommt.
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