Körperliche Veränderungen im Alter

Reife Frau mit weißen Haaren blickt in die Kamera, den Kopf auf die linke Hand gestützt

Wie verändert sich der Körper beim Älterwerden?

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  • von Paradisi-Redaktion

Das Älterwerden wird hauptsächlich von körperlichen Veränderungen geprägt. Solche Veränderungen im Alter können dem Menschen zu schaffen machen. Je besser man darauf vorbereitet ist, desto nachhaltiger kann man den Symptomen vorbeugen oder entgegenwirken. Lesen Sie, wie sich der Körper im Alter verändert, und wie Sie bestimmen Problemen vorbeugen bzw. diese verändern können.

Mögliche Verändeurngen im Alter

Gerade für Frauen stellt das Älterwerden auch ein kosmetisches und ästhetisches Problem dar.

Haare und Haut

Das Haar wird grau und die Haut verliert an Elastizität und bekommt Falten. Ob das zu einer Schwierigkeit wird, hängt von der betreffenden Person ab.

Die richtige Einstellung zum Altern und die Akzeptanz spielen eine entscheidende Rolle. Heutzutage gibt es ja auch viele kosmetische Möglichkeiten, um die Anzeichen des Alterns zu vertuschen.

So können graue Haare beispielsweise gefärbt werden. Der Umwelt zuliebe kann man sie aber auch mit Würde tragen. Frauen wie Männer gleichermaßen können auch von Haarausfall betroffen sein.

Muskeln

Mit dem Alter werden die Muskeln schwächer. Muskelmasse und -fasern nehmen ab; Fett- und Bindegewebe werden im größeren Umfang eingelagert. Nach und nach verlieren die Zellen die Fähigkeit, sich anzupassen, da sich auch der Stoffwechsel verändert.

Die Reaktion auf Trainingsreize ist dennoch weiterhin möglich. Die Muskeln sollten somit möglichst lange und regelmäßig beansprucht werden.

Knochen und Sehnen

Veränderungen werden auch an der Knochenstruktur wahrgenommen. Die Knochendichte wird geringer, ebenso die Festigkeit. Dies führt dazu, dass der Mensch gebrechlicher und weniger belastbar wird.

Auch das Knorpelgewebe ist betroffen: es kommt zu einem Verlust an Substanz und Elastizität. Typisch sind Veränderungen an den Gelenken, wie etwa bei einer Arthrose. Weniger elastisch werden auch Sehnen und Bänder.

Sinneswahrnehmung

Zu den Veränderungen im Alter zählen zudem solche

dabei sind Sehsinn, Gehör, Geruchs- und Geschmackssinn betroffen. Typisch sind etwa Trübungen und Verdickungen der Augenlinsen, Schwerhörigkeit sowie ein reduziertes Geschmacksempfinden.

Weitere mögliche Veränderungen

müssen keine zwingenden Symptome sein, aber sie können mit dem Älterwerden einhergehen. Gerade bei Senioren ist darauf zu achten, dass auftretende Symptome nicht auf das Älterwerden geschoben werden und eine ernsthafte Erkrankung unentdeckt bleibt. Der regelmäßige Gang zum Arzt und ein vertrauensvolles Gespräch sowie die nötigen Vorsorgeuntersuchungen und eine wiederkehrende Generaluntersuchung sind sehr wichtig.

Typisch sind übrigens auch Veränderungen im Sexualleben - wie diese aussehen und wie man damit am besten umgeht, erfahren Sie hier.

Operationen: Risiken für ältere Patienten sind stark gesunken

Operation - Drei Ärzte bei chirurgischem Eingriff am OP-Tisch
In safe hands © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Ein hohes Alter ist kein Grund mehr, eine notwendige Operation nicht durchzuführen. „Kamen viele Eingriffe bei Senioren früher nur in Notfällen in Betracht, gehören sie heute zum Tagesgeschäft“, sagt der Anästhesist Prof. Claude Krier vom Stuttgarter Katharinen-Hospital im Apothekenmagazin Senioren Ratgeber.

Nach Schätzungen liegt das Durchschnittsalter der Patienten auf dem OP-Tisch mittlerweile knapp über 70 – Tendenz steigend. Bei der Kalkulation des Operationsrisikos spielen Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck und Diabetes eine wichtigere Rolle als das kalendarische Alter. Dies berücksichtigen neue, differenzierte Narkoseverfahren.

Mit der „Schlüsselloch"-Technik können die Chirurgen viel schonender als früher vorgehen. Aber auch vor und nach der Operation haben die Mediziner zugelernt und verzichten auf belastende Vorschriften: Heute dürfen Patienten bis zu zwei Stunden vor der OP noch Wasser trinken, und selbst Darmpatienten können am nächsten Tag wieder essen.

Ist die Persönlichkeitsveränderung im Alter eine normale Begleiterscheinung ?

Persönlichkeitsveränderungen im Alter halten die meisten Deutschen für eine normale Begleiterscheinung beim Älterwerden, wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid ergab.

Von den 1.005 befragten Personen gaben 73 Prozent an, das diese Veränderungen eine Begleiterscheinung des Alters sei, aber nur 19 Prozent sehen darin eine Verbindung zu einer eventuellen Demenzerkrankung.

Das Deutsche Grüne Kreuz berichtet, dass die meisten der Befragten in solchen Fällen keinen Arzt zu Rate ziehen würden, obwohl nur so die Ursache der Veränderung festgestellt werden könne.

Warum Senioren oft die Lust am Essen verlieren – und sie leicht wiederfinden können

Senioren sollten viel Trinken und für eine abwechslungsreiche Ernährung sorgen

Mehrere Teller mit Delikatessen
Dinner © JackJack1965 - www.fotolia.de

Wenn ältere Menschen Gewicht verlieren und dadurch gebrechlich wirken, können zunächst völlig unvermutete Ursachen dahinter stecken: ein schlecht sitzendes Gebiss etwa, Schluckbeschwerden oder nachlassende Fingerkraft – dann wird das Schneiden von Speisen zum Problem. Deshalb meiden Senioren oft feste Lebensmittel, berichtet die Apotheken Umschau.

Einseitiger Ernährung entgegen wirken

Die Folge: Die Ernährung wird einseitig, Toastbrot, Pudding und Tütensuppen dominieren den Speiseplan. „Die Altersmedizin geht mittlerweile davon aus, dass ein normal alternder Mensch auch im hohen Alter sein Körpergewicht halten kann und keine Ernährungsdefizite hat“, betont Privatdozent Dr. Matthias Pirlich, Ernährungsmediziner an der Berliner Charité. Senioren und ihre Betreuer sollten sich aber mit einigen Eigenheiten des Alters auseinandersetzen und bewusst gegensteuern.

Regelmäßig Trinken und kleinere Portionen

So nimmt etwa das Geschmacksempfinden für süß und salzig ab, was beim Kochen berücksichtigt werden kann. Die Portionen sollten kleiner werden. Ältere Menschen werden schneller satt, dann sind fünf Mahlzeiten besser als drei. Auch das Durstempfinden ändert sich.

Dagegen hilft, regelmäßig zu trinken, was unter anderem die Speichelproduktion verbessert. Schon dadurch macht Essen oft wieder mehr Spaß.

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    Im höheren Alter holen Männer bei Frauenleiden wie Inkontinenz, Depressionen oder Osteoporose auf

    Erkrankungen nehmen zu, Behandlungsmöglichkeiten werden aber kaum in Anspruch genommen

    Ergrauter Arzt mit Stethoskop um den Hals redet mit Mann in blauem Hemd
    Doctor giving man checkup in exam room © Monkey Business - www.fotolia.de

    Sie gelten als typische Frauenleiden: Inkontinenz, Depressionen, Osteoporose. Tatsächlich sind auch heutzutage Frauen weitaus stärker betroffen, aber je älter Männer werden, umso stärker holen sie auf, berichtet das Apothekenmagazin Senioren Ratgeber.

    Anzahl der männlichen Patienten mit Inkontinenz, Depression und Osteoporose nimmt zu

    Von etwa fünf Millionen Menschen mit schwacher Blase sind schon 1,5 Millionen Männer. Jede vierte Frau, aber auch schon jeder achte Mann erkrankt irgendwann im Leben einmal an Depressionen. Ähnlich bei Osteoporose: „Inzwischen ist bei mir jeder fünfte Patient ein Mann“, sagt Professor Reiner Bartl, Leiter des Osteoporose-Zentrums der Universität München.

    Aber Männer, so ihr Selbstbild, haben keine Depressionen, keine tröpfelnde Blase und auch keinen Knochenschwund. „Nur zehn Prozent der männlich Osteoporose-Patienten werden bisher behandelt“, sagt Bartl. Statt zum Arzt zu gehen, steigt bei älteren Männern mit Depressionen die Selbstmordrate dramatisch an, weiß Professor Ulrich Hegerl, Direktor der Psychiatrischen Klinik der Universität Leipzig und Sprecher des Kompetenzzentrums Depression/Suizidalität.

    Gute Behandlungskonzepte für Erkrankte

    Bei allen genanten Krankheiten aber gibt es – natürlich auch für Männer – gute Behandlungskonzepte. Das starke Geschlecht müsste sich nur ermannen, die Hilfe auch in Anspruch zu nehmen.

    Wenn ältere Menschen nicht mehr alles verstehen, liegt es nicht unbedingt am Gehör

    Veränderungen der Großhirnrinde können Ursache für Hörprobleme im Alter sein

    Älterer Mann hält Hand hinters Ohr weil er nicht hört
    Man cupping his ear having difficulty hearing © AVAVA - www.fotolia.de

    Ältere Menschen haben oftmals Probleme alle Gespräche zu verfolgen, was aber nicht unbedingt am Gehör liegen muss. Wie amerikanische Wissenschaftler feststellten, können nämlich auch Veränderungen im Gehirn dafür verantwortlich sein, und zwar in dem Bereich des Gehirns, das für die Spracherkennung zuständig ist.

    Viele der älteren Menschen schieben das Problem, wenn sie den Gesprächen nicht mehr richtig folgen können, auf ihr Gehör, beziehungsweise oftmals auf das falsche Hörgerät. Aber besonders wenn sich noch nebenan, wie in einem Restaurant, unterhalten wird, tauchen eben diese Probleme auf.

    Hörgeräte können bei der Hirnveränderung nicht weiterhelfen

    Bei ihren Versuchen fanden die Wissenschaftler auch die Bestätigung, denn die jüngeren Testpersonen, im Alter von 19 bis 39 Jahren, hatten keinerlei Probleme. Bei den Personen, die die größten Probleme hatten, fanden die Wissenschaftler im Hörzentrum der Großhirnrinde die kleinste Menge an Gehirnsubstanz.

    So kann auch das beste High-Tech-Hörgerät den alten Menschen bei den Problemen des Verstehens nicht viel helfen, man müsste also versuchen das Hörzentrum im Gehirn zu regenerieren, was vielleicht in der Zukunft möglich ist.

    Wenn ältere Menschen an heißen Tagen verwirrt sind, ist das nicht unbedingt ein Anzeichen für Demenz

    Zu wenig trinken im Sommer sorgt für schlechtere Konzentration, vor allem Senioren sollten aufpassen

    Zitronen vor Glaskanne und Glas mit kalter Zitronenlimonade unter blauem Himmel
    Cool lemonade on a hot summer day © Sandra Cunningham - www.fotolia.de

    Jetzt im Sommer wenn es heiß ist, kann es schonmal vorkommen, dass auch die Konzentration und die Hirnleistung im Allgemeinen darunter leidet. Vor allem ältere Menschen und ihre Angehörigen denken da oft gleich an eine beginnende Demenzerkrankung, das ist aber nicht unbedingt der Fall.

    Am häufigsten liegen die Gründe für solche Verwirrtheitszustände und andere Symptome wie Schwächegefühl, Kreislaufbeschwerden oder eine erhöhte Körpertemperatur an der zu geringen Flüssigkeitsaufnahme bei Senioren.

    Zur Not sich selbst ans Trinken erinnern

    Genau wie bei Kindern ist das Durstgefühl bei älteren Menschen nicht mehr so stark ausgeprägt, das heißt, sie erkennen oft garnicht, wann ihr Körper Flüssigkeit benötigt. Deshalb ist es sehr wichtig, dass sie sich immer wieder ans trinken erinnern, ob sie dafür einen Tagesplan aufstellen zu welchen Zeiten sie etwas trinken müssen oder ob sie die Lieblingsplätze ihrer Wohnung mit Getränken bestücken, bleibt ihnen selbst überlassen.

    Generell gilt für Erwachsene und auch ältere Menschen ein täglicher Flüssigkeitsbedarf von zwei Litern, bei großer Hitze sollte es sogar noch ein Liter mehr sein. Wenn sich die Symptome trotz ausreichendem Trinken nicht bessern sollten, wird empfohlen einen Arzt aufzusuchen und sich auf Demenz testen zu lassen.

    Menschen ab 60 leiden häufig unter Vitamin-D-Mangel

    Jürgen Bauer ist Direktor der Klinik für Geriatrie in Oldenburg. Er sagt, Menschen ab dem 60. Lebensjahr sollten täglich Vitamin-D-Präparate zu sich nehmen, denn im Alter verließen die meisten Menschen immer seltener das Haus und äßen immer weniger Vitamin-D-reichen Seefisch, so dass eine Nahrungsergänzung angesagt sei.

    Vitamin D wird durch die Einstrahlung von Sonnenlicht auf die menschliche Haut erzeugt. Die Synthesefähigkeit der Haut nimmt aber im Alter drastisch ab. Vitamin D verhindert Störungen im Knochen- und Muskelstoffwechsel und beugt damit dem Sturz- und Frakturrisiko vor.

    Bauer sagte aber auch, dass ältere Menschen mit einem aktivem Lebenstil und ausgewogener Ernährung keine Vitamin-D-Präparate bräuchten.

    Senioren sind mit ihrer ärztlichen Betreuung zufriedener als die Jüngeren

    Das Bild von den nörgelnden Senioren ist längst überholt. Die Generation über 60 Jahren ist heute so lebensfroh und mobil wie nie zuvor. Tanzveranstaltungen, Seniorensport, Filmabende - die „Alten“ genießen auch mit gesundheitlichen Problemen ihr Leben so gut es geht. Eine aktuelle Studie zum Thema hat nun wieder belegt, dass unsere Senioren mit ihrer ärztlichen Betreuung in der Regel sehr zufrieden sind. Im Vergleich zu den jüngeren Generationen nach ihnen sind sie sogar zufriedener.

    Die Studie erhob die Daten für das Bundesland Bayern. 1.003 Menschen verschiedenen Alters wurden befragt. Die Senioren drunter waren sich mit 87 Prozent einig, dass sie „sehr zufrieden“ bis „eher zufrieden“ mit ihrer medizinischen Betreuung sind. Bei den Jüngeren stimmten nur 43 Prozent so ab. Die Zufriedenheit zeigt sich auch in der Regelmäßigkeit, mit der Senioren beim Arzt sind. Diverse Leiden führen jeden Dritten über 60 Jahren sechs Mal oder mehr im Jahr in eine Arztpraxis. Das Vertrauen in die Mediziner ist also offenbar da und man lässt sich gern behandeln.

    Trotz dieser guten Ergebnisse sind sich Jung und Alt aber zu zwei Drittel einig, dass Verbesserungen trotzdem wünschenswert wären. Die Ärzte sollen sich nach Möglichkeit noch mehr Zeit für die Erklärung einer Diagnose nehmen. Viele fühlen sich zu schnell abgefertigt.

    Viele Senioren sind des Lebens müde - Hausärzte können suizidgefährdete Patienten erkennen

    Ein Wasserglas und 3 weiße Tabletten, gehalten von alten Händen auf beiger Tischdecke vor grüner Bluse
    haende tabletten © Ramona Heim - www.fotolia.de

    Die Zahl ist erschreckend, doch Statistiken haben gezeigt, dass viele Senioren sich hierzulande ihr Leben nehmen. Alle zwei Stunden begibt sich ein Mann oder eine Frau jenseits der 60 in den Freitod. Das bedeutet, dass täglich zwölf Senioren Suizid begehen.

    Diese Zahl ist sehr hoch und die Möglichkeiten, den Betroffenen zu helfen, sind leider beschränkt. Oft plagen schwere Krankheiten die Patienten, oder Freunde und Lebensgefährten sterben. Dies sorgt für große Trostlosigkeit und da die Probleme mit den Jahren eher zunehmen, ist auch selten auf Besserung zu hoffen.

    Diese Gedanken gehen den alten Menschen durch den Kopf und malen bei ihnen ein Bild der Ausweglosigkeit. Oft sind die ersten Anzeichen der Selbstmordabsichten aber so subtil, dass das Umfeld der Betroffenen sie nicht bemerkt. Allerdings können geschulte Hausärzte die Symptome erkennen und eventuell rechtzeitig eingreifen.

    Eine Studie hat überraschenderweise gezeigt, dass viele der geplanten Selbstmorde erst geschehen, nachdem der Betroffene noch einmal seinen vertrauten Hausarzt aufgesucht hat. Circa eine Woche vor dem Suizid suchen viele Senioren bewusst oder unbewusst noch einmal das Gespräch und genau an dieser Stelle hat der Arzt die Möglichkeit, das Schlimmste zu verhindern. Zwar sagen die Patienten nie direkt, dass sie sich töten wollen, aber ihr Verhalten hat sich oft radikal geändert. So zeigen sie beispielsweise keine Angst mehr, wenn riskante Eingriffe diskutiert werden oder haben kein Interesse mehr an neuen Medikamenten, Therapien oder einem Rezept für ihre bisherigen Mittel.

    Bei diesen Anzeichen sollte der Hausarzt aufmerksam werden und den Patienten unverblümt darauf ansprechen. Bei der direkten Konfrontation sagen viele die Wahrheit und können so für weitere Hilfe geöffnet werden.

    100 Jahre und älter: Bei hochbetagten Senioren sind Lungenentzündungen eine häufige Todesursache

    Grafische Darstellung Lungeninfektion
    lungeninfektion © Sebastian Kaulitzki - www.fotolia.de

    Mit zunehmenden Alter nimmt die Leistungsfähigkeit ab. Das gilt nicht nur für die allgemeine körperliche und geistige Fitness, sondern im Kleinen auch für die Fitness der Abwehrkräfte. Das Immunsystem altert mit und wehrt sich gegen Erreger oft schlechter als in der Jugend. Aus diesem Grund sind Infektionen der Atemwege für Senioren oft besonders gefährlich.

    25% der krankheitsbedingten Todesfälle entfallen auf Atemwegserkrankung

    Kommt der Körper in erster Instanz nicht gegen die Mikroorganismen an, kann er mit einer Lungenentzündung reagieren. Diese wiederum wütet stark und kann bei Hochbetagten vergleichsweise schnell zum Tode führen.

    Statistiken zeigen, dass 25 Prozent der krankheitsbedingten Todesfälle im Seniorenalter 100+ auf eine Krankheit der Atemwege entfällt. Die allgemeine Ansicht, dass Hochbetagte vor allen Dingen an Krebs sterben, stimmt dagegen nicht.

    In einer britischen Studie untersuchte ein Team Senioren, die bereits mindestens 100 Jahre alt waren. Diese Altersgruppe gilt noch als relativ selten vertreten, doch das wird sich in den kommenden Jahrzehnten ändern. Schätzungen zufolge sind bereits 2050 gut eine halbe Million der Menschen 100 Jahre und älter.

    Krebs nur selten eine Todesursache im hohen Alter

    Die Studie wertete die Daten von 36.000 Menschen aus, die zwischen den Jahren 2001 und 2010 verstorben und dabei mindestens 100 geworden waren. Als Vergleichsgruppe dienten die Daten von Verstorbenen, die zwischen 80 Jahren und 99 Jahren verschieden waren.

    Krebs war bei den jünger Verstorbenen zu 25 Prozent die Todesursache; in der Hochbetagtengruppe dagegen bei gerade einmal 4,4 Prozent. Gefäßleiden kamen bei den "Jüngeren" auf 41 Prozent, was Herzinfarkte und co. bei ihnen tatsächlich zur Todesursache Nummer 1 macht.

    Bei der 100-Gruppe lag die Quote nur noch bei 29 Prozent. Lungenprobleme kamen bei den Hochbetagten dagegen auf 25 Prozent und sind damit bei ihnen eine unterschätzte Todesursache.

    Das zeigt, wie intensiv sowohl Senioren als auch Angehörige und Ärzte auf die Gesundheit der Atemwege achten sollten. Bereits eine Erkältung muss demnach erst genommen werden, da sich aus ihr aufgrund fehlender Schonung schnell eine Lungenentzündung entwickeln kann.

    Gefahr für Senioren: Wenn der Hirndruck durch das Alter steigt

    Alte Frau legt eine Hand mit Ring am Ringfinger auf ihre Wange
    memories of the senior woman © absolut - www.fotolia.de

    Im Inneren des Schädels herrscht beständig ein gewisser Druck. Dieser Hirndruck entsteht durch die Flüssigkeit, in dem das eigentliche Gehirn liegt.

    Der Flüssigkeitsdruck kann sich jedoch ungesund erhöhen, wenn durch ein Geschwür zusätzlicher Platz notwendig wird, oder durch eine Hirnblutung noch mehr Flüssigkeit im selben Raum vorhanden ist. Für den Betroffenen äußert sich der gestiegene Hirndruck durch starke Kopfschmerzen und oft treten auch Bewusstseinsstörungen auf.

    Der Hirndruck steigt allerdings auch bei vielen Menschen im Zuge der Alterung. In diesem Fall spricht man dann vom Altershirndruck. Hier kommt es meist nur langsam zu einer Zunahme des Drucks und daher auch zu subtileren Beschwerden. Diese können den Symptomen von Alzheimer oder auch Parkinson sehr ähneln, was eine schnelle Diagnose erschwert.

    Woher kommt die Erhöhung des Hirndrucks im Alter?

    Der Hirndruck nimmt im Alter oft zu, da es zu einem allmählichen Ungleichgewicht zwischen der Herstellungen und der Resorption von Hirnwasser kommt. Diese Flüssigkeit wird ständig neu produziert und verbrauchtes Nervenwasser wird wieder abgebaut. Kommt es hier zu einer Störung, kann es passieren, dass mehr Flüssigkeit hinzukommt, als vorhandene abgebaut wird.

    So steigt also die vorhandene Menge und damit auch der Flüssigkeitsdruck. Dabei gibt es zwei Varianten: Entweder wird tatsächlich die Produktion stark gesteigert, oder aber die Entsorgung über die Hirnkammern ist verlangsamt. Im ungünstigsten Fall geschieht auch beides gleichzeitig.

    Altershirndruck diagnostizieren

    Am häufigsten erleben die Senioren beim Altershirndruck eine Verschlechterung ihrer Motorik beim Laufen. Sie werden unsicher beim Gehen. Hinzu kommen oft auch Probleme mit dem Gedächtnis. Ersteres Symptom ist aber auch klassisch für Parkinson und das zweite Symptom wird schnell mit Alzheimer in Verbindung gebracht.

    Um eindeutig zu bestimmen, dass die Beschwerden auf einen Altershirndruck zurückgehen, muss das Nervenwasser betrachtet werden. Dafür wird ein CT gemacht, damit der Arzt eine Vergrößerung der Hirnkammern finden kann. Durch den gestiegenen Schädeldruck vergrößern diese sich sichtbar.

    Generationenstudie: Das ändert sich im Alter

    Reifes Paar, sie umarmt ihn von der Seite, Altersunterschied
    Liebespaar mit Altersunterschied © Günter Menzl - www.fotolia.de

    Älter werden ist nicht schwer: Unter diesem Motto könnte man die Ergebnisse der aktuellen Generationenstudie "50plus" des Erfurter Institut für Soziale Antworten, kurz INSA, zusammenfassen. Dabei interessierte die Studienleitung vor allem, wie sich Eltern und Großeltern der jungen Generation heute fühlen, welche Sorgen sie umtreiben, aber auch, welchen Lebensstil sie pflegen.

    Insgesamt nahmen rund 3000 Personen an der Studie teil, davon 2/3 ab 50 Jahren oder älter. Als Medienpartner konnte sich INSA die Zeitung BILD ins Boot holen. Dabei lässt sich eine eindeutige Tendenz feststellen: Grundsätzlich ist die Generation 50plus heute so sorgenfrei wie nie zuvor - und deutlich entspannter als die Jüngeren. Sorgen an die Zukunft, aber auch Angst vor dem Tod treiben die älteren Befragten deutlich seltener um.

    Ehrenamt ausüben statt zu längerer Berufstätigkeit verpflichtet zu sein

    Interessant die Angaben zum Thema Arbeit und Beruf: Zwar gab über die Hälfte aller älteren Befragten an, dass sie gern länger gearbeitet hätten. Die Pflicht hierzu, in Form der Rente mit 67, lehnen die meisten jedoch ab. Viel lieber ist der Generation 50plus offenbar ein Ehrenamt, also eine freiwillige Arbeit, die noch dazu das Gefühl vermittelt, gebraucht zu werden: Diejenigen, die noch nicht in Rente sind, möchten später gern ein solches Ehrenamt ausüben.

    Familiär zeigten sich ebenfalls viele der älteren Befragten. Ein Großteil gab an, dass Kinder einfach dazu gehörten - und immerhin rund 68 bis 74% (je nach Altersgruppe) könnten sich vorstellen, ihre Eltern im Alter zu pflegen.

    Altern ohne Wehwehchen: Vor allem die Gene sind entscheidend

    Forscher gingen in Studie dem Erfolgsrezept der Super-Senioren auf den Grund

    Alte und junge Menschen beim Fitnesstraining mit grauen Gymnastikbällen
    senior macht sport in der gruppe © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

    Zwar werden die Menschen insgesamt immer älter, doch für die Mehrheit ist es schwierig, auch jenseits der 80 noch fit zu sein. Als Super-Senioren gelten daher alle, die mit über 80 weder an Krebs noch Herz-Kreislauf-Leiden erkrankt sind, keine Diabetiker sind und weder Lungenprobleme noch Demenz haben.

    Es gibt diese Super-Senioren und eine aktuelle Studie wollte wissen, was sie anders als die Mehrheit machen. Daher wurden 480 Männer und Frauen zwischen 85 Jahren und 105 Jahren befragt. Ihnen stellte man eine Kontrollgruppe aus Menschen zwischen 41 Jahren und 54 Jahren gegenüber.

    Super-Senioren: Zufriedene Nichtraucher mit vielen Kindern

    Im Gruppenvergleich fiel zunächst auf, wie unglaublich selbstständig und mobil die Super-Senioren noch waren. Sie waren geistig völlig klar und auch körperlich fit. Fragen zum Alltag zeigten zudem, dass sie insgesamt ein ausgeglichenes Gemüt besaßen und sich weniger über Widrigkeiten aufregten. Sie waren zufrieden und konnten daher auch glücklich sein.

    Ein großer Unterschied zur Kontrollgruppe: Viele der Super-Senioren waren Nichtraucher und nicht wenige hatten sogar niemals in ihrem Leben eine Zigarette ausprobiert.

    Zudem hatten sie vergleichsweise viele Kinder. Viele hatten vier oder sogar noch mehr Kinder, wobei die Seniorinnen ihr letztes Kind häufig erst mit über 40 Jahren bekommen hatten. Insgesamt waren sie im Durchschnitt 1,9 Jahre älter beim letzten Kind als die Frauen der Vergleichsgruppe.

    Da alle Teilnehmer auch zu ihren Eltern befragt worden waren, konnten die Forscher errechnen, das bereits deren Mütter und Väter sehr alt geworden waren. Die Mütter lagen mit 79,3 Jahren gute 11,3 Jahre über der damaligen durchschnittlichen Lebenserwartung und Väter mit 74,5 Jahren immer noch 8,5 Jahre über dem Durchschnitt. Damit bestätigt sich einmal mehr, das "gute Gene" eine besonders wichtige Rolle beim gesunden Altern spielen.

    Keinen Unterschied gab es übrigens beim Thema Wein oder Bier: Auch die Super-Senioren gönnten sich gerne ein Glas am Abend, was offenbar ihre Fitness nicht negativ beeinflusste.

    Vorbeugung und Behandlung

    Oftmals hilft schon eine ausreichende Eisenzufuhr. Die Zeichen der Zeit kann man zwar nicht aufhalten, und das Älterwerden fordert seinen Tribut, aber es spricht nichts dagegen, auch im Alter gesund und aktiv zu bleiben. Gerade Gelenke und Wirbelsäule machen älteren Menschen oft zu schaffen, die Beweglichkeit nimmt ab und unter Umständen kommt es auch zu Schmerzen.

    Senioren stehen heute eine Vielzahl an Möglichkeiten zu Verfügung den körperlichen Beschwerden entgegenzuwirken.

    sind nicht nur gute Methoden um sich fit und gesund zu halten, sie sind auch Balsam für die Seele und sorgen für soziale Kontakte.

    Alternative Therapien wie

    können gute Dienste leisten und Beschwerden lindern oder heilen.

    Schlaganfall und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören zu den häufig auftretenden Krankheitsbildern im Alter.

    sind hier das A und O.

    Vielen Senioren machen auch Verschleißerkrankungen zu schaffen - ein arbeitsreiches Leben hinterlässt eben auch Spuren. Da ist dann oft nur noch Schadensbegrenzung möglich und ein individuelles Gesundheitsprogramm.

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    Quellenangaben

    • Bildnachweis: Reife charmante Frau © tbel - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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