13. Februar 2012
Von Marco Stephan
Es ist bei positiven wie auch negativen Emotionen wichtig, dass man sie zulassen kann. Nur wenn man Emotionen situationsnah annimmt und erlebt, kann man daraus Erkenntnisse und Lehren ziehen, die einen reifen lassen.

Das Verdrängen von Emotionen kostet Kraft und bringt kein neues Verständnis der Situation, der betreffenden Personen und sich selbst. Vergeuden Sie keine Emotion durch Verdrängung, sondern nehmen Sie sie an, durchleben Sie diese und fühlen Sie sich selbstbewusst und klar. Versuchen Sie sich daran, Ihre Emotionen zu intensivieren, indem Sie die gefühlte Emotion zum nächsttieferen Gefühl steigern. Auf diese Art erleben Sie die Situationen stärker und werden dazu veranlasst, über Veränderungen in Ihrem Agieren und Reagieren nachzudenken.
Verstehen Sie Emotionen nicht als Schwäche, sondern vielmehr als Helfer und als Mittler zwischen Ihrer Handlung und Ihrem Inneren. Lernen Sie sich über Ihre Emotionen kennen und erfahren Sie das Gefühl, wenn sich mehr und mehr die Intuition einstellt und es Situationen geben wird, in denen Sie sich in erster Linie nicht auf Ihren Kopf, sondern Ihre Intuition verlassen werden. Verstehen Sie, wann Sie wie reagieren und machen Sie sich für sich selbst transparent und verständlich. Je tiefer und regelmäßiger Sie sich erfahren, desto selbstsicherer werden Sie sich fühlen.
Wählen und schaffen Sie sich Herausforderungen, die Ihrer Leistung, Ihrem Mut und Ihren zeitlichen Kapazitäten entsprechen. Stecken Sie sich Ziele, die unter Betrachtung Ihrer Ressourcen für Sie tatsächlich erreichbar sein werden. Die Erreichung von Zielen und das überwinden von Herausforderungen setzen starke Kräfte frei und bauen das Selbstbewusstsein auf gesunde und stabile Art auf.
Blicken Sie nicht auf die Fertigkeiten des Nachbarn und fühlen sich dadurch vielleicht demotiviert oder eingeschüchtert. Wenn Sie zum Nachbarn blicken, dann nur, um sich inspirieren zu lassen. Seien Sie Ihr eigener positiver Maßstab und lassen Sie es nicht zu, dass Sie sich oder jemand anderes klein redet oder anderweitig respektlos behandelt.
Lernen Sie sich zu vertrauen und an sich zu arbeiten. Mit der Zeit werden sich immer mehr Menschen an Sie wenden, weil diese Menschen spüren, dass Sie tatsächlich wissen, worüber Sie reden. Hören Sie nicht auf sich immer weiter zu verbessern und zu verändern. Suchen Sie sich Aufgaben und Sie interessierende und glücklich machende Themen. Achten Sie auf ausreichende Regenerationsphasen, wenn Sie zum Beispiel einer Herausforderung gestellt haben und sich schwach fühlen. Ziehen Sie sich zurück, gönnen Sie sich Ruhe und seien Sie mit sich zufrieden. Bewahren Sie sich dieses Gefühl und lassen Sie auf diese Weise Ihr Selbstbewusstsein wachsen.
Vergessen Sie bitte nicht: Aus Selbstvertrauen wächst Qualitätssicherung und Belastbarkeit. Mit jedem in Integrität gemachten Schritt erhöhen Sie Ihr Selbstbewusstsein und damit Ihre Belastbarkeit.
Versuchen Sie also bitte nicht, Ihr Selbstvertrauen durch die alleinige Bestätigung von außen zu erhalten. Natürlich ist positives Feedback immer gut und sehr wichtig. Verlassen Sie sich aber nicht darauf und fordern Sie es auch nie ein. Beginnen Sie stattdessen selbst mit der Arbeit an sich und bauen Sie Stück für Stück und aus eigener Kraft Ihr gesundes Selbstvertrauen auf. Ihre Lebensart wird sich bereits in kurzer Zeit merklich ändern. Sie werden ein positiveres, starkes und selbstbestimmtes Leben erleben können.
Mit einem gesunden Selbstbewußtsein bewältigt man alle Situationen des täglichen Lebens erfolgreicher, ohne emotional zu leiden. Und tatsächli...
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Die Neuedition seiner Lebensschulung aus dem Nachlaß. Herausgegeben und kommentiert von Dr. Arthur R. Pell.