2. März 2006
Zeitkonten für die Lebensarbeitszeit statt eines starren Rentenalters fordert der Berliner Physiker und Sozialwissenschaftler Prof. Rolf Kreibich im Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau. Damit will er die Arbeitsbelastung in unterschiedlichen Lebensphasen in verträgliche Bahnen lenken. Vor allem in einem ausgeklügelten Verhältnis der Zusammenarbeit von Alt und Jung sieht Kreibich Beschäftigungschancen, die heute ungenutzt blieben.
„Ältere punkten bei Schlüsselqualifikationen wie Arbeitsmoral, Qualitätsbewusstsein und Erfahrungswissen. Dafür liegen Jüngere eher bei Flexibilität und Kreativität vorn“, sagt er. Am Beispiel des Internets erklärt er, dass Jüngere die Wege ins Netz zu riesigen Informationsmengen zeigen, Ältere diese mit ihrer Erfahrung aber sortieren und bewerten könnten. Unerschlossene Arbeitsplatzreserven sieht er in der Wasser- und Kreislaufwirtschaft, in der Logistik oder Energiesystemtechnik, in der Bildung, im Gesundheitsmarkt und der Tourismusbranche.
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