6. September 2011
Je näher ein Arbeitnehmer dem Renteneintrittsalter kommt, desto attraktiver dürfte auch die Möglichkeit des vorzeitigen Ruhestandes erscheinen. So kann dank diesem, bereits Jahre vor dem eigentlichen Renteneintrittsalter, das Berufsleben aufgegeben und Privatleben genossen werden. Doch was sollte man über den vorzeitigen Ruhestand wissen, damit sich dieser vorzeitige Ausstieg nicht als langfristiger Fehltritt erweist?
Der vorzeitige Ruhestand ist vor allem eine Frage des Geldes. Sobald man sich nämlich zu diesem Schritt entschließt, muss mit Abstrichen von bis zu 20% bei der monatlichen Rente gerechnet werden. Darüber hinaus bestehen im Falle eines vorzeitigen Ruhestandes auch nicht immer volle Rentenansprüche. Letztere treten erst in Kraft, wenn eine bestimmte Anzahl an Jahren in einer Branche gearbeitet wurde.
Es liegt demnach auf der Hand, dass der vorzeitige Ruhestand einiger Planung bedarf. So muss man einerseits klären, ab wann einem dieser Ausstieg eigentlich gesetzlich ermöglicht wird. Dabei spielt nicht nur das eigene Alter, sondern auch die geleistete Arbeit eine Rolle. Des Weiteren sollten finanzielle Vorkehrungen getroffen werden, um die verminderten Rentenzahlungen auffangen zu können. Ansonsten läuft man Gefahr, in die Altersarmut abzurutschen. In diesem Zusammenhang gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie privat vorgesorgt werden kann. So kann einerseits der frühzeitige Abschluss einer Riester Rente den Eintritt in den frühen Ruhestand ermöglichen. Des Weiteren können auch anderweitige Kapitalanlagen, welche im Idealfall hohe Erträge abwerfen, für eine finanzielle Absicherung im Alter sorgen. Daneben kann ebenso der eigene Wohnraum dazu beitragen, dass keine Miete gezahlt werden muss und niedrige Rentenraten somit verschmerzt werden können.
Letztlich sollte man sich vor dem Eintritt in den frühzeitigen Ruhestand noch überlegen, ob es nicht noch Alternativen zu diesem Schritt gibt, welche sich sowohl mit den persönlichen Interessen als auch den eigenen finanziellen Möglichkeiten vereinbaren lassen. Als Beispiel kann hier die Altersteilzeit genannt werden. Diese senkt den Arbeitsumfang erheblich, sorgt für einen allmählichen Ausstieg aus dem Berufsleben und bessert nicht zuletzt auch die eigene Rente auf.
Insgesamt ist der frühzeitige Ruhestand vor allem eine Geldfrage. Dabei kann es Sinn machen, sich bereits Jahrzehnte vor diesem Zeitpunkt mit dieser Problematik auseinanderzusetzen. Nur so ist schließlich sichergestellt, dass noch Vorsorgemaßnahmen ergriffen und sich somit die Möglichkeiten offengehalten werden können.
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