16. Juni 2011
Vor jeder Wahl rufen die Politiker dazu auf wählen zu gehen. Doch die Zahl der Nichtwähler hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
In der parlamentarischen Demokratie hat der Bürger die Möglichkeit alle vier bzw. fünf Jahre bei einer Bundestags-, Landtags-, Kommunal-, oder Europawahl seine Stimme abzugeben und auf diese Weise mitzubestimmen, welche Parteien in das Parlament einziehen.
Vertreter aus Politik und Medien betonen vor Wahlen immer wieder, wie wichtig es ist, zur Wahl zu gehen. So kann der Wähler mitbestimmen, welche Partei die Mehrheit in einem Parlament bekommt und auf diese Weise die Zukunft des Landes oder der Gemeinde mitgestalten. Dabei kann der Wähler seine Stimme derjenigen Partei geben, die seine Interessen vertritt. Über die Abgeordneten werden wichtige Anliegen und Sachthemen vor das Parlament gebracht, die dann dort diskutiert und entschieden werden. Wählen zu gehen ist außerdem deshalb wichtig, da man auch Einfluss darauf nimmt, welche Gesetze in der kommenden Legislaturperiode eine Mehrheit erhalten. Durch diese Gesetze wird das Leben aller Bürger beeinflusst, auch von denen, die nicht zur Wahl gehen.
Doch trotz aller Appelle an die Bürger, wählen zu gehen, machen immer weniger Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Vor allem Wahlen, deren Bedeutung geringer eingestuft wird, wie Landtagswahlen, Kommunalwahlen oder Europawahlen, haben oft eine niedrige Wahlbeteiligung zu verzeichnen. Doch warum gehen immer weniger Bürger zur Wahl?
Menschen, die freiwillig nicht wählen gehen, bezeichnet man als Nichtwähler. Ihre Anzahl hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Vor allem die großen Parteien leiden unter einer geringeren Wahlbeteiligung, da kleinere Parteien deswegen mehr an Bedeutung gewinnen. Die Motive der Nichtwähler sind höchst unterschiedlich. So gibt es die Gruppe der Desinteressierten. Dabei handelt es sich um Menschen, die sich für Politik überhaupt nicht interessieren und sich daher auch nicht mit Wahlen beschäftigen. Die andere Gruppe wird als Politikverdrossen eingestuft. Diese Menschen interessieren sich durchaus für Politik, gehen jedoch entweder aus Protest oder aus Resignation nicht zur Wahl, da sie sich von den Parteien enttäuscht fühlen und unzufrieden mit dem derzeitigen politischen System sind. Darüber hinaus halten sie die Politiker für unglaubwürdig, da in der Vergangenheit viele Wahlversprechen nicht eingehalten wurden.
So wichtig es ist, wählen zu gehen, so wichtig ist es auch, dass die Politik wieder an Glaubwürdigkeit gewinnt und die Interessen und Sorgen der Bevölkerung auch wirklich wahrnimmt. Gelingt dies, werden auch wieder mehr Menschen zur Wahl gehen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
20.05.11 | |
![]() | POLITIK |
11.05.11 | |
![]() | POLITIK |
21.04.11 | |
![]() | POLITIK |
17.04.11 | |
![]() | POLITIK |
30.01.11 | |
![]() | POLITIK |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Politik Forum

