Pflegeheime in Osteuropa - Bosnien

Mitglied Iriss ist offline - zuletzt online am 06.02.13 um 10:22 Uhr
Iriss
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Wir überlegen unseren Opa in ein Pflegeheim nach Bosnien in Sarajevo zu geben. Wir sind finanziell einfach nicht in der Lage die Kosten hier zu decken und Opa braucht bei seiner Demenzkrankheit 24 Std. Pflege. Wir waren vor zwei Jahren beim Sarajevo Film Festival als Touristen und es hat uns sehr gefallen.
Dennoch sind wir hin und her gerissen ob wir es wirklich machen sollen. Hat Jemand Erfahrungen mit Pflegeheimen in Osteuropa, ich lese dass viele nach Tschechien oder Ungarn gehen. Danke im Vorraus.

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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Armer Opa!

Wenn die Gesetze des Marktes auch bei der Altenpflege sich einbürgern, dann möchte ich lieber mausetot sein als irgendwo abgeschoben werden. Ich mag Sarajevo als Tourist, aber bei der Vorstellung hier den Rest des Lebens zu verbringen, stellt es mir die Haare auf.
Wo sind die Grenzen bei dieser Alten-Entsorgung? Moldavien etwa, China, oder gar die innere Mongolei?
Nein Danke ! Auf diesen Service der Verwandtschaft verzichte ich liebend gerne. Mich wundert , daß die Maffia noch nicht in dieses Geschäft eingestiegen ist. Ein Wachstums-Markt für kreative Köpfe mit krimineller Energie.
Th.

Gast
Iriss

Warum sollte es Opa dort schlechter gehen als in irgendeinem Altenheim hier? Ein Luxusheim können wir uns nicht leisten, naja um es genauer zu sagen wir können uns gar keines leisten :( leider .. das Pflegepersonal hier ist sowieso zu 80% aus Osteuropa ... wo ist der Unterschied ... wir wuerden ihn sowieso so oft es geht besuchen, auch wenn er uns bei seiner Demenzkrankeit kaum noch erkennt :( zu Bosnien haben wir Bezug (Freunde, Bekannte etc.) deshalb auch das Interesse ihn dorthin zu bringen, und wenn die Diestleistung stimmt dann werden wir diesen Schritt wagen.

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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Wahnsinn lass nach!

Dein Vertrauen in Bosnische Bürokratie kann ich nicht teilen. Als Tourist hatte ich schon mal Bekanntschaft machen dürfen mit einigen Behörden, weil mein Pass zwei Wochen abgelaufen war. Die Androhung einer Schubhaft mit Beschlagnahmung des Autos, sitzt noch tief in der Erinnerung und die Aktenberge die sich in den zwei Tagen angesammelt haben auch.

Der Besuch kann nicht so häufig erfolgen wie in der Heimat, die Entfernung brauche ich dir nicht zu sagen, auch wenn man das Flugzeug nimmt.
Ich bin auch Opa, und wenn ich sowas hören muß, dann bringt mich das in rage. Ich will lieber von einem Killer erschossen werden als in einem fremden Land abgeschoben. Das hat nichts mit Bosnien zu tun, sondern sowas gehört sich einfach nicht.
Muß das auch noch gesetzlich geregelt werden, daß die "Entsorgung"der Alten nicht im Ausland zu erfolgen hat.
Gruß

Gast
Adrienn

Pflegeheime Osteuropa

Hallo Zusammen!
In einem Projekt beschäftige ich mich neutral mit dem Thema Pflegeheime Osteuropa und suche pflegende Angehörige, die gerne darüber sprechen würden, wieso sie diese Alternative der Altenpflege gewählt haben.

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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€€€€

Warum wohl, Geiz ist geil hat auch bei der Altenpflege Einzug gehalten. Abgeschieben in ein Billiglohnland und das Problem mit den Alten ist gelöst. Mit Sondermüll macht man es auch so ähnlich.
Th.

Gast
A.

Pflegeheime Osteuropa

Das warum wohl würde ich gerne von den Betroffenen erfahren, denn es gibt oft auch andere Gründe, als das Geld...Lebensumstände sind verschieden!

Mitglied marsupi ist offline - zuletzt online am 16.08.18 um 18:39 Uhr
marsupi
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@Thomasius

Meine marsupi-typische, ausführliche Antwort hat gerade die Forensoftware verschluckt, aber hier nochmal in Kürze:

Ich verstehe die Fragesteller gut und kann ihnen nichts Bösartiges unterstellen. Sie sind in einer finanziellen Konfliktsituation und wollen dennoch das Beste für ihren Opa erreichen (auch bosnische Pflegeheime arbeiten übrigens nicht umsonst).

Es gibt bei den heutigen gigantomanischen Pflegekosten keine Alternative für Familien, die nicht im Wohlstand leben, als entweder den Opi fristgerecht zu entsorgen (das machen natürlich die wenigsten) oder sich nach biligeren Alternativen umzusehen.

Ich persönlich möchte meinen Kindern nicht auf der Tasche liegen und ihnen die Lebensgrundlage nehmen, indem sie meine Pflege finanzieren müssen (drum sorge ich ein wenig vor, aber das geht auch nur bedingt). Dann schon lieber die "Kugel-Lösung" von Dir (obwohl, es gibt saubere und weniger schmuddelnde Methoden).

Ich denke es wird in nicht allzu langer Zeit (vielleicht wenn ich in Rente gehe) - wenn das Gewissen der Menschen durch Medieneinfluss noch weiter abgestumpft ist - einen Euthanasie-Gesetzentwurf geben, der das vorzeitige, kontrollierte Töten von Alten und Schwerkranken erlauben oder vielleicht sogar mit einem kleinen finanziellen Anreiz belohnen wird. Das ist vielleicht zynisch gedacht, aber ich sehe momentan keinen anderen Ausweg...

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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@Marsupi, hallo!

Schlechter Zeitpunkt um über Sterbehilfe zu philosophieren. Bin gerade im Urlaub, da will man sich mit anderen Sachen beschäftigen. Die Sauerei, die eine Erschießung anrichtet, ist zu Recht beklagenswert, aber..........!
Später mal, muß zum Buffet das Frühstück erkämpfen, die Japaner haben den Angriff schon gestartet.
Liebe Grüße
Thomasius

Mitglied marsupi ist offline - zuletzt online am 16.08.18 um 18:39 Uhr
marsupi
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Urlaub und um 07:30 Uhr schon Frühstück?

Das würde bei mir nicht zusammenpassen - aber gut, jedem das seine.
Wünsche Dir einen guten - und durch zynische Euthanasiegedanken ungetrübten - Appetit!

LG, marsupi

Gast
Candyjane

Pflegeheim

Um Gottes Willen, bin total erschüttert.

Hatte bis eben gar nicht für möglich gehalten das es so etwas gibt, bzw. das jemand in Erwägung zieht, seinen Opa in ein Pflegeheim im Ausland zu geben.

Wie will man da prüfen ob es ihm gut geht und er richtig versorgt wird? Hätte da keine ruhige Minute mehr...

Bin selbst Oma und kann nur hoffen, das mir so etwas erspart bleibt wenn ich mal nicht mehr für mich sorgen kann. Hilfeeeeeeeeeee

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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Vom richtigen Zeitpunkt .......

Nochmal, Sarajevo ist ein sehr schöne Stadt, aber dort in einer "Pflegeanstalt" auf den Tod warten geht nicht in meinen Kopf hinein, das ist einfach wahnsinnig.
Ich möchte den Jungen auch nicht zur Last fallen, darum täte mir die selbstbestimmte Euthanasie-Lösung schon gefallen. Ein Glückspille, wenn man nicht mehr Leben will, zugeschickt per Postversand und das Problem ist vom Tisch. Wenn man nicht mehr in der Lage ist, das Prozedere selbst in die Wege zu leiten, dann, ja dann hat man Pech gehabt.
Welcher Institution kann noch vertraut werden? Kirche, Ärzteschaft und Familie scheiden schon mal aus. Das Internet wäre ideal, eine "The End-Apps" installieren, wo man nur mehr anklicken muß, wenn es soweit ist.
Hacker und Geheimdienst hätten sicher Spaß daran, sich in das System einzuklinken, Oldies auspusten per Mausklick, ein Spiel für Hartgesottene, also geht auch nicht.
Privatfirma's und Notare gibt es schon im kleineren Rahmen, sie sind noch am ehesten geeignet für den letzten Dienst am Kunden.
Mein persönlicher Favorit ist aber der Totengräber. Dem traue ich zu, daß er mich zum richtigen Zeitpunkt über den Jordan schifft, wenn ich selber nicht mehr Herr der Lage bin. Aber die Ausarbeitung dieses EU-Gesetzes ist nicht meine Aufgabe. Der "Ältestenrat" soll das in Angriff nehmen, bevor die Pflegefälle irgendwohin verschifft werden, wo sie garantiert nicht mehr zurückkommen.
LG, Thomasius

Mitglied marsupi ist offline - zuletzt online am 16.08.18 um 18:39 Uhr
marsupi
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Oh je

Ich hoffe Du meinst das alles nicht wirklich ernst, Thomasius. Ich denke ja, ein intelligenter Mensch wird schon wissen, wie er sich effizient aus der Gesellschaft mendelt, ohne zu große Kollateralschäden zu hinterlassen - wenn er es denn will und (noch) kann. Aber ich hatte das mit dem zu erwartenden Euthanasie-Gesetz eher überspitzt-sarkastisch gemeint...

Mir ging es mehr darum, auf den generellen, eklatanten Missstand in der Altenpolitik und in dem Pflegeversicherungssystem hinzuweisen, der anscheinend trotz seiner Dringlichkeit und der menschlichen Tragödien, die es in Zukunft immer mehr hervorrufen wird, von den Verantwortlichen nicht so richtig in Angriff genommen wird.

Keiner will hier übrigens irgend jemanden "abschieben". Ich habe nur mein Verständnis für solche "Notlösungen" geäußert. Und da geht es schon gar nicht mehr um die Frage, ob man seinen Kindern auf der Tasche liegen will oder muss, sondern so ein Pflegeplatz (wenn es um mittlere bis schwere Pflegebedürftigkeit geht) kann schlichtweg unbezahlbar werden. Kein User, der gerufen hat "wie schrecklich, wie kann man nur seine Eltern irgendwo ins Ausland geben", hat hier für so einen Fall eine menschenwürdige Alternative genannt - weil es wahrscheinlich keine gibt.

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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Mir ist schon ernst...

Eine menschenwürdige Alternative wäre, den Tod zuzulassen. Die Medizin-Standard ist den westlichen Ländern so hoch, daß sie mit den Kranken wirklich alles machen können, nur das Sterben ist nicht vorgesehen. Austherapiert, mit vielen Schläuchen aus jeder Körperöffnung wird der "Untote"zum Pflegefall, der immense Kosten verursacht und die Verwandtschaft vor Probleme stellt. Von den Ärzten ist keine Hilfe zu erwarten, die leben ganz gut mit diesem System und das Leben verlängern um jeden Preis ist Götter-Gebot.
Die Pillenlösung gefällt mir am besten. Die billigste Variante könnte der heutigen Geiz ist Geil-Gesellschaft auch gefallen. Eine Bus-Reise mit uns Rentnern zu den Taliban und der Reiseleiter macht mit denen ein Scherzchen.
Die Zeit drängt schon wieder, der Japanischen Bus-Touristen stürmen wieder das Buffet, muß mich ran halten.....

Mitglied marsupi ist offline - zuletzt online am 16.08.18 um 18:39 Uhr
marsupi
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Patientenverfügung

Ich kenne ja die Rechtslage in Österreich nicht, Thomasius, aber in Deutschland gibt es seit einiger Zeit die Patientenverfügung, in der Du, solange Du noch bei klarem Verstand und in der Lage bist, festlegen kannst, was mit Dir angestellt oder nicht angestellt werden darf, falls Du einmal den "Untoten"-Zustand erreicht hast. Dazu gehört auch, ob in bestimmten Fällen lebenserhaltenden Maßnahmen angewendet werden dürfen oder nicht.

Die Angst davor, als "Apparate-Zombie" zu enden, ist damit für deutsche Patienten weitgehend gebannt - wenn sie denn diese Möglichkeit einer Verfügung in Anspruch nehmen. Dann gibt es in Deutschland außerdem den Tatbestand der "passiven Sterbehilfe" (kurz gesagt, der Abbruch oder die Unterlassung sinnloser lebensverlängernder Maßnahmen), der in einem großen Anwendungsbereich straffrei bleibt.

Leben zu verlängern um jeden Preis ist übrigens kein Göttergebot (ich frage mich, wie Du Dir Gott, an den Du ja eh nicht glaubst, vorstellst, etwa als Sadisten?); sondern allen Überlegungen vorausgehen sollte die grundsätzliche Achtung vor dem menschlichen Leben, was insbesondere wir Deutschen ja vor so 60-70 Jahren mal kurzzeitig vergessen haben. Da wurden massenhaft Menschen (Kranke, Behinderte, Schwule...) euthanasiert, die das noch gar nicht wollten... Auch vor diesem Hintergrund sollte man solche Gedanken sehen.

Ich denke, ein Menschenleben ist so kostbar, dass man alles mögliche anstellen sollte, dass man es erhalten sollte, wenn es denn ein menschenwürdiges Leben ist. (Was menschenwürdig ist, definiert sich natürlich in jeder Kultur und Religion anders...) Und das bedeutet insbesondere nicht, dass man sich in der Apparatemedizin um jeden Preis austoben sollte. Die Grenzziehung, was noch sinnvoll ist und moralisch vertretbar, ist immer schwierig.

Immerhin kann man seinen Angehörigen weitere Skrupel durch so eine eigene Patientenverfügung ersparen helfen....

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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Götter-Wirrwarr!

Ein Missverständnis, die "Götter in weiß" habe ich im Auge gehabt, nicht die Herren im Himmel. Die "Humanmediziner", die scheinbar alles können und doch mit ihrer Apparate-Medizin jedes menschliche Maß verloren haben.
Die dunkle Seite der Euthanasie-Geschichte kenne ich auch. Unwertes Leben auslöschen um die Rasse rein zu halten. Aber nicht andere Wichtigmacher sollen in meinen Leben herumpfuschen, sonder ich selber will bestimmen, wann es ratsam ist, den Planeten zu verlassen. Pflegefall auf dem Balkan, nein Danke!
Die Patientenverfügung gibt es auch bei uns, ein kompliziertes Procedere mit Notar und so. Die passiven Sterbehilfe ist aber hier noch immer strafbar. Werde mich langsam schlau machen müssen, wie man sich am besten schützt, vor diesen "Alleskönnern"
Es wird noch einige Zeit dauern, bis die "End-Zeit-Glücks-Pille" der Normalfall sein wird. Die Menschenrechte sollten nicht aufhören, nur weil man die Seiten wechselt, vom Diesseits ins Jenseits.
LG. Th.

Mitglied marsupi ist offline - zuletzt online am 16.08.18 um 18:39 Uhr
marsupi
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Ok, Thomasius, ...

...Missverständnis aus der Welt geschafft!

Aber nochmal zu der besagten End-Zeit-Glücks-Pille: wenn es sie dann mal gibt, dann wird es immer auch Subjekte geben, die damit Schindluder treiben, und den unliebsamen Opi vielleicht auch mal ohne dessen Einwilligung "völlig legal" zum Wohle der Erben ins Jenseits befördern - Alles eigentlich "zum Guten" Entwickelte kann bekanntermaßen auch "zum Bösen" eingesetzt werden, und je ehrenvoller und mächtiger das Gute, desto schrecklicher dann auch der Missbrauch...

Aber irgendwie kommen wir immer weiter vom Bosnien-Thema ab...;-)

LG
marsupi

Mitglied Rainbow14 ist offline - zuletzt online am 20.05.14 um 17:38 Uhr
Rainbow14
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...

Auch wenn ihr inzwischen Lichtjahre vom eigentlichen Thema entfernt seid, Österreich ist grad in diesem Punkt durch die erlaubte "aktive indirekte Sterbehilfe" schon sehr viel weiter als wir in Deutschland.

AlsoThomasius erst Infos einholen und nicht gleich jammern.

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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Okay Marsupi, aber .... !

Zur Straffreiheit bei passiver Sterbehilfe, zur Glückspille und zum riesigen Friedhof in Sarajevo, gäbe es schon noch einiges schreiben, aber wenn der Ex-Moderador mahnend seinen Zeigefinger hebt, hat das gewöhnliche Volk zu schweigen.
LG. Thomasius

Mitglied marsupi ist offline - zuletzt online am 16.08.18 um 18:39 Uhr
marsupi
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Stimmt...

"Er ist wieder da!"
Deswegen ist dieser Thread für mich auch beendet.
Man liest sich...

Gast
Candyjane

Pflegeheim

Nein, ich konnte im Moment tatsächlich keine "menschenwürdige Alternative" nennen weil ich wirklich geschockt war.

Natürlich wollte ich mit meiner Aussage niemanden der Herzlosigkeit beschuldigen. Sicher sind viele Menschen mit solch einer Situation überfordert und greifen dann nach jedem Strohhalm der sich anbietet.

Allerdings war ich immer der Meinung, das bei Menschen die nicht über die finanziellen Mittel verfügen um ein Pflegeheim zu bezahlen das Sozialamt die Kosten übernimmt. Damit lag ich wohl falsch sonst würde sich die Bosnien Frage wohl für keinen stellen...

Dennoch frage ich mich warum bei uns in Deutschland Opa und Oma nicht bei der Familie bleiben dürfen wenn es die Räumlichkeiten erlauben? Ich kenne zumindest nur ganz wenige Fälle in denen dies so ist. Es gibt viele Länder in denen die alten Leute selbstverständlich bis zu ihrem Tod im Haus der Kinder mitleben und versorgt werden. Warum geht es da und bei uns nicht?

In unserem Land gibt es Unmengen von Arbeitslosen die sich freuen würden wenn sie sich um einen alten Menschen kümmern und somit etwas verdienen könnten. Wenn es also der Platz es erlaubt und die Familie eine Kraft bezahlt die hilft den Senior zu versorgen, wäre diese Wahl wohl wesentlich billiger als ein Pflegeheim und Opa könnte sich die letzte Bosnien Reise ersparen.

Verstehe das manche hier sich gleich überlegen wie sie ihrem Leben ein Ende setzen damit ihnen Bosnien als letzte Reise erspart bleibt.... Habe auch Angst das mir später so etwas passieren könnte denn die Zeiten werden für uns alle immer härter...

Mitglied Rainbow14 ist offline - zuletzt online am 20.05.14 um 17:38 Uhr
Rainbow14
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@marsupi und Leidensgenosse

Gut zu sehen das auch User in eurem Alter noch lernfähig sind, also lieber auf eure Kernthemen "Penisberatung" bzw. "Lesbenflüsterer" beschränken und schon passt es.

zum Thema:
Zum Glück ist es in Deutschland noch nicht soweit, das man seine Familienangehörigen in Ausland abschieben muss. Auch in Deutschland gibt es sehr gute Pfegeheime, die auch bezahlbar sind. Auch die teilweise Kostenübername durch soziale + kirchliche Träger ist eine Möglichkeit. Aber man muss sich halt direkt bei allen möglichen Stellen erkundigen.
Das erfordert Arbeit, da ist das Abschieben ins Ausland natürlich einfacher.

Gast
Candyjane

Pflegeheime

Also gibt es wohl doch die Möglichkeit Hilfe in solch einer Situation zu beantragen.
Gott sei Dank. Auch wenn diese Hilfe bzw. die Beantragung an verschiedenen Stellen wohl etwas Arbeit macht, ist es wohl immer noch besser als ein Pflegeheim im Ausland.
Leider hat sich Iriss schon lange nicht mehr hier im Forum gemeldet und Opa ist wohl schon in Bosnien. Echt schlimm bin immer noch erschüttert darüber (Egal ob es aus Unwissen oder Herzlosigkeit geschehen ist..)

Gast
saskia

Pflegeheime in Osteuropa eine gute Alternative zu Pflegeeinrichtungen in Deutschland

Ein Pflegeheim im Ausland ist gar nicht so schlimm. Ich habe von Pflegeheimen im grenznahem Polen gehört. Diese sind erheblich günstiger, deutschsprachig, und können durchaus einen sehr guten Pflege- und Aufenthaltsservice bieten. Nach Polen ist auch gar nicht so weit wie nach Bosnien.

Gast
Franz

Pflegeheime in Ostblock

Ich habe wegen ähnlicher Probleme Pflegeheime gesucht. Die Osten sind genau so wie in Deutschland, staatlich kontrolliert. Trotzdem haben Sie große Unterschiede an die Qualität der Heimausstattung. Die besten habe ich gefunden an der Homepage ***. Die haben behauptet, dass alle Bilder in die Heimen aufgenommen sind. Einige habe ich besucht. Die Aussage ist korrekt.
Ich weiß nicht wie die Kosten in Bosnien sind, aber die Kosten in Ungarn sind ein Bruchteil der deutschen Heime. Schau es mal an, oder rufe sie an.

Gast
Candyjane

Pflegeheime im Ostblock

Ich glaub ich bin im falschen Film....

Hallo???

Es geht hier um Euren Opa oder um die Oma!

Kann ja sein das die Pflegeheime im Osten billiger sind aber wie wollt Ihr überprüfen ob es dem Opa/Oma auch gut geht und er/síe richtig versorgt wird?

Tut mir leid, kann aber so etwas nicht nachvollziehen...

Man gibt hier einen lebenden Menschen weg in die Obhut Fremder!!!
Was die schönen Bildchen zeigen muss noch lange nicht die gute Versorgung bestätigen.

Möchte nicht behaupten das die Heime im Osten schlechter sind als unsere aber hier hat man zumindest die Möglichkeit zu kontrollieren.

Außerdem will man den Opa/Oma doch auch besuchen oder?

Gast
Iriss

Doch nach Bosnien!

Ich habe dieses Thema seit dem ich es ins Leben gerufen hatte nicht mehr verfolgt, leider. Bin etwas geschockt dass meine Frage so viele negative Meinungen hervorgerufen hat. Natuerlich ist es der eigene Opa, natuerlich ist es nicht egal wo er lebt und wer sich um ihn kuemmert! Ihr muesst nur verstehen, es handelt sich hier um eine Demenzkrankheit, er erkennt weder mich noch meine Mutter, er weiss nicht mehr wer er ist, was er gemacht hat usw. Dies ist natuerlich alles kein Grund ihn egal wo 'abzuschieben'. Wir haben eine Bekannte die in Sarajevo lebt, die sich fuer uns ueber dieses Pflegeheim fuer das wir interessiert waren umgehoert und umgesehen hat, wir sind alleine dorthin geflogen (von Koeln/Bonn gibt es Germanwings Fluege) und uns vor Ort von allem ueberzeugt. Seit 1,5 Monaten ist Opa jetzt dort, wir haben ihn bis jetzt schon 2 mal Besucht, ihm geht es gut, das Personal ist sehr nett, dort leben Menschen in Heimen genau so gut wie in Deutschland und uber die Vorrurteile von wegen Osteuropa und so weiter sehe ich einfach ab. Ich kenne Bekannte die ihre Grosselten hier in Heimen weitaus weniger besuchen und sich nichtmal interessieren was und wo sie untergebracht sind, da kann mir keiner was erzaehlen dass man hier ueberpruefen koennte ob die Pflege wirklich gut ist oder ob die Oma doch mal angeschrien wird oder gar mal grob angefasst wird.
Alles in allem, ich habe mir grosse Sorgen gemacht, um am Ende wirklich zufrieden mit unserer Entscheidung zu sein.

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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@Iris

Na dann, herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung. Das einzig positive an dieser Abschiebung nach Sarajevo ist, daß der Opa, wegen seiner Demenz wenig davon registriert. Hoffentlich hat er seine letzte Reise mit dem Flugzeug machen können, denn eine 20 Stundenfahrt mit dem Auto wäre wohl unzumutbar gewesen.
Ich werde jedenfalls für mich juristische Wege finden, daß so ein "Auslagerung" nicht möglich sein wird.
Thomasius

Gast
Candyjane

Pflegeheime

Hoffe nur für den armen Opa das seine Demenz tatsächlich ununterbrochen vorhanden ist und er keine lichten Momente hat so wie es bei vielen Demenzkranken der Fall ist.
Ich möchte hier niemanden verurteilen, stehe aber nach wie vor zu meiner Meinung.
Werde, wie Thomasius, auch schnellstmöglich vorsorgen, damit ich nicht auch meine letzte Reise Richtung Osten machen....

Gast
Candyjane

Pflegeheim

Sorry, Tippfehler. Hab das muss am Ende vergessen, war emotional erregt :-)

Mitglied Thomasius ist offline - zuletzt online am 07.06.18 um 10:15 Uhr
Thomasius
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Widerstand gegen "Geiz ist geil"!

Die großen Konzerne machen es vor. Sie verlagern ihre Produktionen in Billiglohnländern um mehr Gewinne zu erzielen. Nun sind als nächstes die Dienstleistungen dran. Folglich macht das Auslagern von Pflegebedürftigen, aus Sicht der freien Marktwirtschaft, eigentlich schon Sinn. Moralische Gesichtspunkte spielen dabei sowieso keine Rolle, die Firmen kennen sowas ja auch nicht.
Ich werde meiner Tochter und dem Enkelkind frei ins Gesicht sagen, daß sie gar nicht mal daran denken dürfen, solche Aktionen durchzuführen. Sonst werde ich aus dem Jenseits mit sämtlichen Geistern für erhebliche Unruhe sorgen. Zu irgendwas muß der Geisterglaube doch gut sein ^_^.
Thomasius

Gast
Candyjane

Pflegeheime

Frage mich was teurer ist, das Fliegen in den Osten um den Pflegebedürftigen zu besuchen oder das etwas teurere Pflegeheim hier im Land???

Werde Thomasius beim Unruhe machen unterstützen wenn wir mal abtreten müssen im Osten...

Gast
Angela

Pflegeheim in Polen

Und ich habe ein Pflegeheim in Polen auf der Webseite www.carefinder24.de fuer meinen Opa gefunden. Diese Pflegeheimen dort sehen ganz interessant aus.

Gast
saskia

Re: Pflegeheime

Es ist gar nicht so schlechtes an den Pflegeheimen im Osten. z.B. Polen - ein Nachbarland - nach Polen ist ja nicht so weit wie man denkt und polnische Heime sind in grenznahen Gebieten gelegen und, die meisten sind auch über die Autobahn von Deutschland aus gut erreichbar. Ich empfehle auch die Webseite www.carefinder24.de – da gibt es viele nützliche Informationen.

Gast
Karin

Ungarn Pflegeheim

Hallo zusammen, ich habe mich mit meiner Mutter gemeinsam letzten Sommer für ein Pflegeheim in Ungarn entschieden, da wir schon immer gern nach Ungarn in den Urlaub gereist sind. Es liegt gut erreichbar kurz vor Budapest und meine Mutter fühlt sich sehr wohl dort. Nun überlegt sich die Nachbarin, mit welcher meine Mutter noch nicht befreundet aber gut bekannt ist auch nach Ungarn zu gehen. Ich helfe Ihr auf der Suche, da sie eher auf das Land ziehen möchte. Mit der Seniorenberatung von *** bin ich wieder im Kontakt, da diese sich auf Ungarn spezialisiert haben und sie mir bereits für meine Mutter das Heim empfohlen haben und mit welchem wir sehr zufrieden sind. Ich besuche sie alle 6 Wochen für jeweils ein ganzes Wochenende und kann günstig auch in dem Heim übernachten. Dadurch können wir die ganze Zeit gemeinsam verbringen. Die Ungarn sind sehr nett und viele sprechen deutsch. Die Mitarbeiter von *** sind auch sehr hilfsbereit. Ich denke dass Ungarn eine tolle Alternative für einige sein könnte.

Gast
Human

Pflege

Andere Völker, z.B. Afrika verurteilt uns hart für unser System, Alten in Pflegeheime abzuschieben. Unsere Eltern und Großeltern gehören in ihrer Familie, bei ihren Kindern und Enkelkindern, egal ob dement, bettlegerisch oder gelähmt. Es wíst in den letzten Jahrhunderte immer so gewesen. Warum können wir das nicht mehr? Es gibt jetzt Hauspflegekräfte, die von der Pflegeversicherung zum grossen Teil bezahlt werden (so etwas gibt es in dem o.g. Kontinent nicht und trotzdem bleiben die alten bis zum Schluss in der eigenen Familie. Das ist eine Pflicht gegenüber unsere Eltern und Grosseltern). Ich betreue zur Zeit meinen alten Vater. Es ist nicht mehr und nicht weniger Arbeit, als ein kleines Baby zu betreuen. Und ich bin froh, dass ich für ihn in den letzten Tagen seines Lebens sein kann.

Gast
Cassandra

Pflege im Ausland

Ich habe meinen Ehemann 4 Jahre durch seine Demenz begleitet und ihn zuhause alleine gepflegt. Das letzte Jahr seines Lebens saß er im Rollstuhl, ich habe mir alle erdenklichen Mittel zugelegt um ihn pflegen zu können..
Vom PKW mit Rollstuhleinzug über Patientenlifter, rollstuhlgerechtes Bad etc. wurde alles angeschafft, dazu kam, ich war in Rente und noch fit. Obwohl ich die Pflege meines Mannes als mein einziges Hobby ansah, war ich oft am Ende. Den Preis den ich dafür bezahlte, sind kaputte Lendenwirbel, Schmerzen in beiden Schultergelenken und meine Kniegelenke knirschen. Ich würde wieder so handeln, habe aber Verständnis für alle die es nicht können. Auch wenn es mich irgendwann selber betrifft, ein Windelwechseln bei Erwachsenen ist "gewöhnungsbedürftig". Es gibt viele Hilfsmittel, aber die kosten auch, ein Umbau für einen Rollstuhleinzug in einem VW Caddy, kostet etwa 12.500 € und es gibt keinen Zuschuss für Rentner!

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