6. September 2011
Die Rente ist eine wichtige Säule unserer Gesellschaft. So handelt es sich bei dieser um eine große Kapitalumwälzung, welche es alten Menschen ermöglicht, aus dem Berufsleben auszusteigen und den Lebensabend zu genießen. Doch wie verhält es sich überhaupt mit der Entwicklung der Rentenhöhe und des Renteneintrittsalters, welche sich stetig an die Veränderungen innerhalb der Gesellschaft anpassen?
Die nominale Rentenhöhe ist seit dem Jahre 1990 fast ausschließlich stetig gestiegen. So betrug die damalige Rente anfangs noch umgerechnet durchschnittlich 852 Euro. Daraufhin kam es zu einem starken Aufwärtstrend innerhalb der nächsten Jahre, welche im Wert von 987 Euro im Jahre 1994 resultierte. Von da an stiegen die Rentenbeiträge nur langsam weiter an. Dennoch ist im Zeitraum von 1994 bis 2003 bemerkenswert, dass es nichtsdestotrotz zu einer konstanten Steigerung der durchschnittlichen Rentenauszahlung kam. Dieser Trend änderte sich erst im Jahre 2003. Nun sank der Rentenbetrag erstmals von 1082 Euro auf 1066 Euro in den Jahren 2005 und 2006. Seit 2006 isst wieder ein leichter Aufwärtstrend erkennbar, welcher im absoluten Hoch von 1101 Euro 2009 gipfelte.
Diese Entwicklung der nominalen Rentenhöhe täuscht allerdings. Wendet man sich der preisbereinigten Entwicklung der Rentenhöhe zu, lässt sich ein anderer Trend feststellen. Bei der preisbereinigten Rente handelt es sich um jenen Wert, welcher der tatsächlichen Kaufkraft des Geldes entspricht. Dieser verändert sich aufgrund der Inflation, weshalb diese ein wichtiger Faktor ist, welcher in diesem Zusammenhang bedacht werden muss. Geht man von der preisbereinigten Rentenhöhe aus, lässt sich zunächst ein relativ konstantes Niveau zwischen 1990 und 2003 feststellen. Ab dem Jahre 2003 kommt es allerdings zu einem regelrechten Absturz, welcher im bis dahin niedrigstem Realwert der Rentenhöhe 2009 endet. Es kann deshalb zu Recht behauptet werden, dass Rentner derzeit bedeutend weniger Rentenzahlungen erhalten als vor 20 Jahren.
Ein weiterer interessanter Aspekt ist die Entwicklung des durchschnittlichen Renteneintrittsalters. Dieses zeigt ebenso eine steigende Tendenz auf. Dies dürfte jedoch nicht nur an der steigenden Leistungsfähigkeit im Alter liegen, welche wiederum das Resultat der gesünderen Lebensgewohnheiten und Lebensumstände ist. Des Weiteren spielen hier auch gesetzliche Regelungen eine Rolle, so etwa die Rente mit 67.
Insgesamt unterliegen die Rentenhöhe und das Renteneintrittsalter derzeit einem bedenklichen Wandel, welchen abzufangen eine zentrale Aufgabe der Politik ist.
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