17. Mai 2011
Neid ist ein Gefühl, das fast jeder Mensch einmal verspürt. Mitunter können Neidgefühle jedoch auch krankhaft sein.
Gefühle wie Neid und Missgunst können aus vielerlei Gründen verspürt werden. So beneidet man andere Personen um Erfolg, Besitz, Wohlstand, soziale Anerkennung, Schönheit, Bildung, Kreativität, Jugend oder Glück. Dabei ist Neid keineswegs ein unnatürliches Gefühl. Bedenklich wird es erst, wenn es zu krankhaftem Neid kommt.
Neid entsteht vor allem aus zwei Gründen: Geringem Selbstwertgefühl und Konkurrenz. Häufig sind neidische Menschen mit sich selbst und ihrem Leben nicht zufrieden und werten sich selbst ab. Dafür beneidet man andere Menschen um etwas, dass man selber nicht hat, aber gerne haben möchte. Beneidet werden jedoch nicht irgendwelche weit entfernten Hollywood-Stars oder Adelige, sondern Bekannte, Freunde und Arbeitskollegen. Da Neid in der Gesellschaft negativ angesehen wird und als schlechte Emotion gilt, gestehen sich die Betroffenen jedoch oft selbst nicht ein, dass sie neidisch sind. Stattdessen sagen sie sich oftmals, dass sie das, was die beneidete Person hat, gar nicht haben wollen. Darüber hinaus reagiert man auf die Beneideten häufig abwertend und aggressiv.
Frisst man seinen Neid jedoch ständig in sich hinein, besteht die Gefahr, dass man keine Freude mehr am Leben empfindet, weil man sich unterlegen und minderwertig fühlt. Auch der Beruf und sogar die Gesundheit können unter der ständigen Missgunst leiden. So besteht die Gefahr, dass durch die permanenten belastenden Gefühle das Immunsystem des Körpers belastet wird.
Krankhafter Neid führt bei den Betroffenen meist zu drei Bewältigungsformen. Dabei handelt es sich um Ehrgeiz, Depression und Empörung. Beim Ehrgeiz spornt der Neid sogar an, sodass Wut und Ärger in Anstrengung umgewandelt wird, damit man dasselbe wie die beneidete Person erreicht. Bei der Depression richtet der Betroffene Wut und Ärger jedoch gegen sich selbst, da er glaubt, dass die andere Person zu Recht besser ist und er selbst unfähig ist, dasselbe zu erreichen. Bei der Empörung ist der Betroffene wiederum der Meinung, dass der Beneidete zu Unrecht über das verfügt, was er selbst gerne hätte, was häufig dazu führt, dass man den Beneideten bei dritten Personen schlecht macht, was mitunter zu sozialer Isolation führt, wenn man keine Verbündeten findet.
Besser ist es, seinen Neid zu überwinden. Dazu sollte man sich auf seine eigenen Stärken und Leistungen besinnen.
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