30. Januar 2012
Die traditionelle chinesische Medizin unterscheidet bei Menschen zwischen Yin- und Yang-Typen. Beide Typen verfügen über bestimmte Merkmale.
Nach Ansicht der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) unterliegen sowohl Menschen als auch Tiere und Pflanzen den beiden Polen Yin und Yang. Diese symbolisieren Kräfte oder Prinzipien, die einerseits entgegengesetzt sind, sich aber andererseits aufeinander beziehen. Während Yin für weiblich und kalt steht, gilt Yang als männlich und warm. Beide Kräfte sind gleichwertig und ergänzen einander wie Tag und Nacht. Solange sie sich zusammen im Gleichgewicht befinden, kommt es zu Harmonie.
Nach dem Verständnis der traditionellen chinesischen Medizin verfügen alle Menschen über eine Mischung aus Yin und Yang. Bei vielen Menschen besteht allerdings eine Tendenz zu einer der beiden Kräfte. So gibt es bestimmte Merkmale, die man Yin-Typen oder Yang-Typen zuschreibt.
Zu den Merkmalen von Yin-Typen gehört zum Beispiel, dass sie nach innen gekehrt sind, sich oft traurig fühlen, ihre Probleme in sich hineinfressen und zu depressiven Verstimmungen neigen. Außerdem fallen ihre Reaktionen oft langsam, aber dafür mit Bedacht und Entspannung aus.
Äußerlich sind Yin-Typen eher blass und schlank und nur mit schwachem Bindegewebe ausgestattet. Ihre Stimme ist meist leise. Gesundheitliche Probleme machen sich bei Yin-Typen häufig in Form von Herzschwäche, Blutarmut, niedrigem Blutdruck und chronischen Schwächezuständen bemerkbar.
Typisch für den Yin-Typ ist auch, dass er vegetarische Kost wie Salate und Rohkost bevorzugt und nur wenig Durst verspürt. Am liebsten trinkt er warme Getränke wie Tee oder Milch.
Zu den Merkmalen der Yang-Typen gehört, dass sie extrovertiert sind und oft hektisch reagieren. Außerdem neigen sie zu Ungeduld, Eifersucht und Wutausbrüchen. Äußerlich verfügen Yang-Typen über straffes Gewebe und einen starken Körperbau. Gesundheitliche Probleme treten bei ihnen in Form von Entzündungen und Fieber auf. Außerdem ist bei ihnen das Risiko für einen Herzinfarkt höher.
Ein weiteres typisches Merkmal des Yang-Typs ist sein ausgeprägter Appetit. So bevorzugt er Fleisch und Speisen, die scharf gewürzt sind. Auch Alkohol ist er nicht abgeneigt. Aus fleischloser Kost macht er sich dagegen nicht viel.
Dieses Schema muss jedoch nicht immer vollkommen zutreffend sein. So kann es auch bei Yin-Typen zu einem Überschuss an Yang kommen oder bei Yang-Typen ein Überschuss an Yin bestehen. Das heißt, dass Yin-Typen mitunter durchaus temperamentvoll und Yang-Typen auch besinnlich sind.
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