26. Januar 2012
Von Andreas Hadel
Ein stabiles Gleichgewicht schafft einen starken Charakter. Das ist ein offenes Geheimnis. Nur wer mit sich selbst im Reinen ist, kann auch nach außen hin den harschen Anforderungen des Alltags gelassen gegenüberstehen. Dennoch ist der Begriff Burn-Out in diesem Jahr zum Dauerschlager in den Schlagzeilen geworden.

Und das wundert wenig, denn angesichts der stetig wachsenden Vertechnologisierung unseres Lebens, werden die Momente, in denen wir keiner Informationsbeschallung ausgesetzt sind, immer seltener. Hinzu kommt, dass die andauernde Wirtschaftskrise für viele wie ein Damoklesschwert über den Kopf schwebt und die Zukunft unsicher erscheinen lässt. Mit den folgenden Tipps können Sie sich mental wieder ins Gleichgewicht bringen und krisenbeständig eine positive Haltung bewahren. Oft sind es nur kleine und einfache Verhaltensänderungen, die unseren bisherigen Alltag schlagartig verbessern und nachhaltig bereichern können.
Oft ist es der Fall, dass Menschen, die Schwierigkeiten haben nein zu sagen, jede nur erdenkliche Aufgaben annehmen, die sich Ihnen im Leben anbietet. Innerhalb weniger Wochen, manchmal bereits innerhalb von Tagen, ist man aufgrund der zahlreichen Aufgaben unsagbar gestresst. Lernen Sie, wie und wann Sie nein sagen müssen. Sie müssen nicht jede Aufgabe annehmen, die Ihnen präsentiert wird. Unterscheiden Sie, ob es sich bei der Aufgabe tatsächlich um eine Ihrer Pflichten handelt oder ob Sie jemanden damit nur einen Gefallen tun wollen. Gefälligkeiten sind sozial wertvoll und durchaus angebracht. Diese sollten jedoch niemals zur Norm werden und Sie von ihren eigentlichen Pflichten ablenken. Ansonsten geraten Sie schnell in eine Burnout-Spirale.
Haben Sie schon einmal einen Menschen getroffen, der zwar brillante Ideen hatte, aber nicht eine einzige jemals umgesetzt hat? Diese Menschen scheinen immer so beschäftigt zu sein, haben aber angesichts ihres vollgestopften Terminkalenders und Hektik nichts entsprechendes vorzuzeigen. Es ist so, als ob sie mit voller Geschwindigkeit loslaufen, aber dabei immer auf der Stelle bleiben. Der Mangel an Prioritäten und klaren Zielen ist einer der größten Zerstörer des inneren und äußeren Gleichgewichtes.
Rom wurde nicht an einem Tag erbaut! Nichts kann mit einem Mal fertig gestellt werden. Finden Sie in Ruhe heraus, was oder welche Dinge zuerst getan werden müssen und beginnen Sie dann ernsthaft und aus vollem Herzen daran zu arbeiten.
Kein Leistungssportler der Welt ist täglich am Trainieren. Regenerationsphasen sind für den Erfolg unerlässlich. Und was für elitäre Spitzenathleten gilt, trifft auch auf Menschen mit normalen Berufen zu. Wenn Sie jeden Tag am Ackern sind und Überstunden schieben, sollten Sie – sofern möglich – am Wochenende bewusst keine Arbeit mit nach Hause nehmen. Natürlich ist es nicht immer vermeidbar. Wenn am Montag beispielsweise eine wichtige Kundenpräsentation ansteht, kommen Sie um ein durchgearbeiteten Sonntag nicht herum. Das sollte jedoch nicht zur Regel werden. Auszeiten sind nicht nur ungeheuer wichtig, um das Klima im Familienkreis angenehm zu halten, sondern auch um Ihre Reserven an Kreativität und Entscheidungswillen wieder aufzufüllen.
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