5. Januar 2012
Die Menschen werden dank moderner Medizin immer älter. Was zwar auf der einen Seite erfreulich ist, bringt auf der anderen Seite auch Probleme. Eine aktuelle Statistik hat für Europa erhoben, wie alt wir tatsächlich sind und wie es mit dem Nachrücken der jungen Generation aussieht. Deutschland ist dabei eine traurige Spitze: wir sind das älteste Land und haben zu wenige Kinder, die nachkommen. Von den insgesamt 27 Staaten in der EU sind wir damit das offizielle Altersheim.
Jeder Fünfte hierzulande ist bereits im Seniorenalter. Geht man zurück und betrachtet die Situation 1950, war es nur jeder Zehnte. Dies ist eine Verdoppelung. Gleichzeitig bekommen wir Deutschen aber immer weniger Kinder. 1950 bekam jede Frau hierzulande noch 2,76 Kinder. Dieser Wert hat sich inzwischen halbiert. Heute kommen rein rechnerisch nur noch 1,38 Kinder auf eine Frau. Der durchschnittliche Erwachsene ist bei uns daher bereits 43,7 Jahre alt. Zum Vergleich: der durchschnittliche Erwachsene in Irland ist nur 33,8 Jahre alt. Statistisch werden deutsche Männer inzwischen 77,6 Jahre alt und deutsche Frauen sogar stolze 82 Jahre.
Damit altern wir statistisch mehr als andere EU-Staaten und sind dennoch das Schlusslicht beim Thema Nachwuchs. Auf die Krankenkassen und Rentenkassen kommen bei diesem fortlaufenden Trend große Probleme zu.
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