Erstmal chillen - Studie zeigt, wie entspannt deutsche Jugendliche in die (berufliche) Zukunft sehen

Von Laura Busch
31. Juli 2013

Heutzutage jung zu sein, ist nicht unbedingt einfach. Weltwirtschaftskrise, Akademiker-Schwemme und der Vormarsch von Teilzeit-Arbeit und befristeten Angestelltenverhältnissen in Deutschland könnte einem schon die ein oder andere schlaflose Nacht kosten. Doch schenkt man einer von "Jacobs Krönung" in Auftrag gegebenen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach Glauben, dann sehen die Kids von heute das ganz entspannt.

Zwei Drittel gaben an, das Leben genießen zu wollen und dies auch zu tun. Drei Viertel erklärten, sie seien einigermaßen in der Lage, nach ihrem eigenen Kopf zu handeln. Der Psychologe Michael Thiel glaubt, dass an dieser Haltung der Umstand schuld ist, dass diese Generation keine Not, keinen Hunger und häufig auch keine wirklich harte, körperliche Arbeit kennt. Wenn Eltern ihren Kindern alles geben, was diese sich wünschen, und alles ermöglichen, dann führe dies oft zu einer gewissen Sorglosigkeit gegenüber der Zukunft.

Laut Studie sind die Jugendlichen in Deutschland dabei aber nicht per se faul oder unwillig zu arbeiten. Oft müssen sie dies jedoch nicht oder nicht in dem Ausmaß wie noch ihre Elterngeneration.