Dass die Jugend den Luxus liebt, wurde bereits in der Antike beklagt. Für die heutigen Jugendlichen sind vor allem Markenartikel wichtig.
Die heutige Gesellschaft ist stark von Materialismus geprägt. Dieser Umstand wirkt sich natürlich auch auf die Jugend aus, die sehr anspruchsvoll ist, wenn es um materielle Dinge geht.
Die Jugend von Heute verfügt über eine große Kaufkraft, was sie für die Wirtschaft ausgesprochen attraktiv macht. So gehören heutzutage Computer, Fernseher, Stereoanlage, Spielkonsole und Markenklamotten zur üblichen Ausstattung in den Zimmern von 12- bis 18-Jährigen. Der Hang zu teuren Markenartikeln wird meist schon frühzeitig von den Eltern gefördert, wenngleich dies eher unbewusst geschieht. Schon bei Babys und Kleinkindern wird gerne luxuriöse Baby-Bettwäsche oder teures Marken-Spielzeug gekauft. Schließlich bekommen die Kleinen die ersten Marken-Schühchen und auf das Brot muss unbedingt eine bestimmte Marken-Nuss-Nougat-Creme. So manche Jugendliche verfügt in ihrem Badezimmer über eine eigene Kosmetikproduktpalette und die Klamotten müssen natürlich auch von den angesagten Markenfirmen stammen.
Vorangetrieben wird der Markenkonsum bei Jugendlichen auch durch Gruppenzwang. Wer "in" und beliebt sein will, muss daher dieselben teuren Markenartikel besitzen wie die anderen. Trägt man dagegen günstigere No-Name-Klamotten wird man rasch als uncool eingestuft und gilt als Außenseiter. Natürlich sträuben sich viele Eltern, auch aus finanziellen Gründen, gegen die anspruchsvollen Wünsche ihrer Sprösslinge, doch der Gruppenzwang und die Angst vor Ausgrenzung sind meist stärker als die Vernunft. In manchen Fällen führt der Hang zu teuren Markenartikeln zu Verschuldung oder sogar zu kriminellem Verhalten.
Ein häufiger Grund für das Nachgeben der Eltern sind meist Schuldgefühle. So haben manche Eltern ein schlechtes Gewissen, weil sie ihren Kindern nicht immer die ausreichenden Grundbedürfnisse wie Zeit zum Reden, Liebe oder Zuwendung geben können, und wollen dies durch materielle Dinge wieder ausgleichen. Gibt man seinen Kindern jedoch ständig Geld anstelle von Zuwendung, entsteht bei diesen der Eindruck, dass Liebe durch Geld ersetzt werden kann. Dies hat jedoch zur Folge, dass das Kind immer verwöhnter und anspruchsvoller wird.
Damit die eigenen Kinder nicht zu materialistisch werden, ist es ratsam, ein Vorbild zu sein und ihnen von kleinauf klarzumachen, dass es auch andere Werte als Materialismus gibt. So sollte man seinem Sprössling nicht alle Wünsche erfüllen und anstelle von Shopping-Touren lieber Ausflüge ins Grüne oder an den Strand unternehmen.
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25.02.13 | |
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24.12.12 | |
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