4. Mai 2011
Unter Jugendeinrichtungen versteht man Jugendverbände oder Jugendorganisationen, in denen sich Jugendliche mit gemeinsamen Interessen zusammenschließen. Zu den klassischen Jugendorganisationen gehören u.a. die Pfadfinder.
Spezielle Einrichtungen für junge Menschen sind Jugendorganisationen oder Jugendverbände. Dabei handelt es sich um Zusammenschlüsse von jungen Menschen, die gemeinsame Ziele verfolgen. Diese organisieren sich selbst und vertreten in der Gesellschaft ihre Interessen.
Der Unterschied zwischen Jugendorganisationen und Jugendverbänden besteht eigentlich nur darin, dass sich eine Jugendorganisation einer bestimmten Erwachsenenorganisation zugehörig fühlt oder als dessen Nachwuchsverband gilt. Ansonsten sind die Begriffe Jugendorganisation und Jugendverband deckungsgleich. Die meisten größeren Jugendverbände verfügen über hauptamtliche Mitglieder, die in der Bildungsarbeit tätig sind oder sich um organisatorische Dinge kümmern. Ihre Wurzeln haben Jugendverbände und Jugendorganisationen in der Jugendbewegung.
Bei Jugendverbänden handelt es sich auch um Erziehungsinstitutionen. Das heißt, dass sie gesellschaftliche Vorkehrungen zur Erziehung und Sozialisation von Jugendlichen treffen. Darüber hinaus sind sie intermediäre Einrichtungen, was bedeutet, dass sie sich um die Vermittlung der Interessen von jungen Menschen in die Gesellschaft kümmern. Als Erziehungsinstitutionen üben sie jedoch auch Kontroll- und Integrationsinteressen aus.
Zu den Angeboten dieser Jugendeinrichtungen gehören vor allem Gruppenstunden in den Ferien, an den Wochenenden oder an Feiertagen. Ein weiteres wichtiges Angebot sind offene Jugendarbeit sowie Jugendsozialarbeit. So offerieren Jugendverbände Freiräume, Bildungsangebote, Räume zum Experimentieren sowie Gemeinschaft und gesellschaftliche Integration. Charakteristisch für Jugendverbände ist, dass sie selbstorganisiert und freiwillig sind und Partei für Kinder und Jugendliche nehmen.
In Deutschland dient der DBJR (Deutscher Bundesjugendring) als Netzwerk der Jugendverbände. Jeder einzelne Jugendverband kann in den Stadtring oder Kreisjugendring aufgenommen werden. Bei einer überregionalen Verbreitung erfolgt die Aufnahme in einen Bezirksjugendring oder Landesjugendring.
Zu den klassischen deutschen Jugendverbänden in Deutschland zählen vor allem die konfessionellen Jugendverbände wie die Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend (aej) oder der Bund der katholischen Jugend (BDKJ), der christliche Verein junger Menschen (CVJM), die Jugendorganisationen der Hilfswerke, die Sportjugend und natürlich die Pfadfinderbünde. Es gibt aber auch politische Jugendorganisationen wie die Jusos, die Junge Union, die Jungen Liberalen, die Linksjugend Solid oder die Grüne Jugend, bei denen es sich um Jugendverbände der jeweiligen politischen Parteien handelt. So verfügen fast alle deutschen Parteien über eine Jugendorganisation. Zu den überparteilichen Jugendeinrichtungen gehören u.a. die DGB-Jugend, der BDAJ sowie die Naturfreundejugend.
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