Eine Liste aller Einnahmen erstellen

Das Wort "Kindergeld" aus Buchstabenwürfeln auf Geldscheinen und Münzen

Zunächst gilt es, sich einen Überblick über seine Einnahmen zu verschaffen - dabei spielen viele unterschiedliche Bereiche eine Rolle

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  • von Paradisi-Redaktion

Die umgangssprachliche Bezeichnung für die Einnahmen des Privathaushaltes ist das Einkommen. Steuerrechtlich sind Einnahmen ein Geldzufluss. Mit Ausnahme von Transferleistungen des Staates müssen alle Einnahmen versteuert werden. Die Erstellung einer Liste aller Einnahmen kann dabei helfen, seine Finanzen im Blick zu behalten. Dabei wird empfohlen, eine tabellarische Übersicht anzulegen. Haben Sie einen Überblick über sämtliche Ihrer Einnahmen? Wissen Sie, worauf es bei der Erstellung einer entsprechenden Liste ankommt? Wir zeigen es Ihnen.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Einkommen und sonstige Einnahmemöglichkeiten

Jeder rechts- und geschäftsfähige Bürger hat Anspruch auf ein regelmäßiges monatliches Einkommen. Das benötigt er, um daraus den laufenden Lebensunterhalt zu bestreiten. Im Normalfall wird das Monatseinkommen verdient, also durch Arbeit erzielt. Für Arbeiter ist es der Lohn, für Angestellte das Gehalt und für Beamte die Besoldung.

Im Anschluss an das Arbeitsleben folgen die gesetzliche Rente respektive die Beamtenpension. Wenn diese Einnahmemöglichkeit entfällt, beispielsweise wegen Krankheit, Erwerbsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit, dann hilft der Staat mit Sozial- und Transferleistungen. Zu ihnen gehören:

In unserer Gesellschaft ist jeder bestrebt, durch ein ausreichend hohes Einkommen für sich selbst zu sorgen. Die Hilfe des Staates ist ohnehin subsidiär, also nachrangig. Sie setzt erst dann ein, wenn der Betroffene aus eigener Kraft das notwendige Einkommen vorübergehend oder dauerhaft nicht mehr generieren kann.

Die deutsche Gesetzgebung garantiert auf der Grundlage von Artikel 1 des Grundgesetzes jedem deutschen Bürger ein gesetzliches Grundeinkommen - das ist die Grundsicherung.

Die Haushaltseinnahmen des Ein- oder Mehrpersonenhaushaltes können vielseitig und ganz unterschiedlich sein. Entscheidend dafür sind der Familienstand und die damit verbundenen persönlichen Verhältnisse sowie die Höhe des Arbeitseinkommens.

In unserer Gesllschaft ist jeder bestrebt sein Auskommen selbst finanzieren zu können
In unserer Gesllschaft ist jeder bestrebt sein Auskommen selbst finanzieren zu können

Rechtliche Gliederung in mögliche Einkünfte

Das Steuerrecht gliedert nach § 2 Absatz 1 EStG (Einkommensteuergesetz) in die Einkünfte aus:

  • Land- und Forstwirtschaft
  • Gewerbebetrieb
  • selbständiger Arbeit
  • nichtselbständiger Arbeit
  • Kapitalvermögen
  • Vermietung und Verpachtung
  • Sonstigen Einkünfte im Sinne des § 22 EStG

Der Einnahmen im Privathaushalt können ohne Weiteres aus einer oder auch mehreren dieser Einkunftsarten herrühren. Der Hauseigentümer hat neben seinem Gehalt auch noch Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung für die vermietete Wohnung im Dachgeschoss. Und Zinsen auf dem Sparbuch sind Einkünfte aus Kapitalvermögen.

Regelmäßige Einnahmen

Zu den gängigen Einnahmen, die monatlich, einmal jährlich, regelmäßig oder nur sporadisch gezahlt werden, gehören:

Jeder Privathaushalt hat regelmäßig mindestens eine, oftmals mehrere solche Einnahmen.

Arbeitseinkommen

Das Einkommen aus Arbeit unterteilt sich seinerseits in:

Der richtige Auszahlplan für die Zusatzrente - verschiedene Strategien kombinieren

Tipps für eine individuelle Anlage- und Entnahmestrategie

Euro-Geldscheine über offenen Händen - Erfolg und Gewinn im Beruf
gewinn © vege - www.fotolia.de

Wer eine größere Geldsumme zur Verfügung hat, kann daraus ein schönes Zusatzeinkommen erwirtschaften. Banken und Versicherungen bieten Auszahlpläne und Sofortrente in verschiedenen Varianten.

Noch mehr Rendite erzielt man jedoch mit einer individuellen Anlage- und Entnahmestrategie. Vor der Entscheidung für eine Anlageform muss eine wesentliche Frage beantwortet werden:

Für welchen Zeitraum will ich die Zusatzrente kassieren?

Dass der Geldregen bis zum Lebensende strömt, ist nur bei einer Versicherung garantiert. Beim Banksparplan oder Fondsparen kann das Vermögen schon vorzeitig aufgebraucht sein.

Außerdem wichtig: Wenn man nur die Rendite mitnimmt, ist die monatliche Auszahlung entsprechend niedriger als wenn das Kapitel allmählich aufgezehrt wird.

Sofortrente – Wette auf ein langes Leben

Nach Berechnungen von Ökotest ist die Rendite bei Sofortrenten von Versicherungen minimal. Für eine Investition von 100.000 Euro sind höchstens 325 Euro pro Monat garantiert.

Davon muss zwar nur der Ertragsanteil versteuert werden, am Ende landet jedoch weniger im Portemonnaie als bei anderen Anlageformen. Einzige Ausnahme: Der Versicherte erreicht ein biblisches Alter.

Auszahlplan von der Bank

Bank-Auszahlpläne gibt es mit verschiedenen Laufzeiten, gute Angebote findet man jedoch selten. Am lukrativsten sind Sparpläne mit kurzen Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren, die derzeit zu Garantiezinsen zwischen 1 bis 2,3 Prozent erhältlich sind.

Das Geld längerfristig anzulegen macht angesichts der Niedrigzinsen ohnehin keinen Sinn.

Nachteile: Auf die Gewinne fallen 25 Prozent Abgeltungssteuer an, und die Verträge lassen sich nicht vorzeitig kündigen.

Vorteil: Im Todesfall steht das noch bestehende Vermögen den Angehörigen zu.

Fonds-Entnahmepläne

Etwas flexibler sind Anleger mit Entnahmeplänen von Fondsgesellschaften. Dafür gibt es keine garantierte Rendite. Bei größeren Summen empfiehlt es sich daher, Sparpläne von Bank und Fonds zu kombinieren. In den vergangenen 20 Jahren konnten Sparer so rund vier Prozent Rendite erzielen.

Um die monatliche Rente zu erhöhen, sollten Anleger dabei auf einen kostengünstigen Vermittler achten. Börsennotierte Indexfonds (ETFs), die ansonsten wegen ihrer niedrigen Gebühren begehrt sind, bringen bei der Zusatzrente allerdings keinen Vorteil. Die Kosten für die monatliche Auszahlung schmälern die Rendite.

Kapital aufzehren oder von Zinsen leben?

Nur wenige Menschen haben so viel Vermögen, dass sie allein von den Zinsen leben können. Bei Auszahlplänen wird deshalb das Kapital allmählich aufgezehrt. Wer sich mit einer geringeren Rente begnügt, hat also länger etwas von seinem Geld.

Die Experten von Ökotest empfehlen allerdings, beide Varianten zu kombinieren. Am besten mit Teilbeträgen, die jeweils im 10-Jahresrhytmus angelegt und umgeschichtet werden.

Wer 100.000 Euro zur Verfügung hat, kann etwa 50.000 in einen 10-jährigen Bank-Auszahlplan investieren. Am Ende der Laufzeit ist das Geld aufgebraucht.

Die andere Hälfte der Summe fließt in einen oder mehrere Fonds. Bei vier Prozent Rendite haben sich dort nach zehn Jahren 20.000 Euro angesammelt – plus die restlichen 50.000 Euro, die man nun wieder neu anlegen kann.

Auszahlungstermine

Diese Familieneinnahmen werden monatlich ausgezahlt, jedoch zu unterschiedlichen Terminen. Das Arbeitseinkommen normalerweise zur Monatsmitte, die gesetzliche Rente zum Monatsende für den abgelaufenen Monat.

Kindergeld, Krankengeld oder Unterhaltszahlungen werden wahlweise laufend, rückwirkend oder im Vorhinein gezahlt. Hier muss besonders auf die erste beziehungsweise auf die letzte Fälligkeit geachtet werden.

Tabellarische Übersicht anlegen

Unterm Strich gibt es viel zu beachten und zu berücksichtigen, um die Einnahmen im Griff zu behalten. In einer tabellarischen Übersicht mit den Kalenderdaten von 1 bis 31 wird die jeweils fällige Einnahme mit ihrer Bezeichnung und Summe unter dem betreffenden Datum eingetragen. So ist auf einen Blick erkennbar, wann welche Einnahme zur Verfügung steht.

Eine tabellarische Übersicht könnte auch pro Monat angefertigt werden; sie könnte folgendermaßen aussehen...

Monatliche Übersicht aller Einnahmen
ErwerbseinkommenStaatliche/
betriebliche Zahlungen
Private ZahlungenVermögens-
einnahmen
Lohn/Gehalt (netto)Renten/PensionenGeldgeschenkeZinsen
Dividenden
Kursgewinne
Selbstständige TätigkeitKindergeldUnterhaltAusgezahlte
Sparbeträge
Nebenverdienst
Minijob
Elterngeld
Betreuungsgeld
...Vermietungen
Verpachtungen
ProvisionenBAfög
Stipendium
Studienfinanzierung
......
Jahressonderzahlungen
Weihnachtsgeld
Urlaubsgeld
Arbeitslosengeld I/II......
GratifikationenWohngeld......
...Aufwandsentschädigungen:
Pflegegeld
Kostgeld
Zuwendungen
......
GesamtsummeGesamtsummeGesamtsummeGesamtsumme

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Kindergeld © Marco2811 - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Frau mit Münzstapel beim Geld sparen © Gina Sanders - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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