Funktion und Eigenschaften unterschiedlicher Wertpapiere

Balkendiagramme, Jahresüberblick, Jahresbilanz

Ein Wertpapier bzw. eine Wertschrift beschreibt ein Vermögensrecht in Form einer Urkunde; das Recht darf nur ausüben wer im Besitz dieser Urkunde ist

Rechtsgrundlage für den Handel mit Wertpapieren ist in Deutschland das Wertpapierhandelsgesetz, kurz WpHG aus Juli 1994. Wertpapiere sind ein urkundlich verbrieftes Vermögensrecht des Gläubigers gegenüber dem Schuldner.

Wertpapier: eine Definition

Bei einem Wertpapier handelt es sich in vereinfachter Weise formuliert um ein Papier, durch dessen Besitz man bestimmte Privilegien genießen kann. Bei diesen kann es sich beispielsweise um eine Zahlung oder Anteile an einem Unternehmen handeln.

Mit dem Wertpaper wird das Recht an einem Besitz bestätigt. In der Regel fällt der Begriff vor allen Dingen im Bereich der Börse: Wertpapiere wie etwa Aktien, Anleihen oder Genussscheine, die an den Börsen gehandelt werden.

Der Begriff "Wertpapier" mit der Betonung auf "Papier" ist historisch begründet. Bevor der Computer mit Rechner, Rechenzentrum, Speicherkapazität und Netzwerk für die zivile Nutzung verfügbar war, gab es ausschließlich die schriftliche Form einer Dokumentation. Es wurde geschrieben und korrespondiert.

Mit der heutigen IT werden Urkunden durch Buchungsposten ersetzt
Mit der heutigen IT werden Urkunden durch Buchungsposten ersetzt

Besondere Dokumente wurden gesiegelt oder als Urkunden ausgestellt und als solche gekennzeichnet. Seit jeher wird in öffentliche sowie in private Urkunden unterschieden. Sie werden in die drei Gruppen

  • Personen-
  • Sach- und
  • Rechtsurkunden

gegliedert. Das Recht an einem Wertpapier ist ein Sachrecht. Heutzutage wird der Begriff "Wertpapierrecht" in erweiterter Form als Wertrecht bezeichnet. Wertpapierrechte müssen nicht mehr zwangsläufig als eine Urkunde in Printform dokumentiert werden.

Mit der heutigen Informationstechnologie, kurz IT, lassen sich Urkunden durch Buchungsposten ersetzen. Gegenüber dem Schuldner kann der Gläubiger sein Recht aus dem Wertpapier nur dann geltend machen, wenn er es vorlegen kann. Es ist das so genannte verbriefte Recht.

Unterschiedliche Wertpapierarten

Die einzelnen Wertpapierarten lassen sich nach den Kriterien

  • ihres Ertrages
  • ihrer wirtschaftlichen Funktion
  • ihrer rechtlichen Übertragung sowie
  • der Art des verbrieften Rechts

gliedern.

Nach dem Ertrag wird in Zinspapiere, in Ertraglose sowie in Dividendenpapiere unterschieden. Aus Sicht ihrer wirtschaftlichen Funktion sind es die Effekten sowie die Waren- und die Geldwertpapiere. Die rechtliche Übertragung gliedert in Inhaber- und Orderpapiere sowie in Rektapapiere, und das verbriefte Recht kennt die drei Wertpapierbereiche für Mitgliedschaft, für Schuldrecht und für Sachenrecht.

Im geschäftlichen Alltag steht das Wertpapier im Zentrum von Aktien, Schecks, Wechseln, Anleihen oder Forderungsabtretungen.

Diese Vielfalt an Wertpapieren verkörpert einen meistens pekuniären Wert. Der wird angekauft und verkauft, übertragen, verwaltet und kontrolliert. Das geschieht je nach Wertpapier an Börsen oder bei Kreditinstituten, aber auch durch Notare und diejenigen, die als private oder juristische Person des privaten Rechts Inhaber des Wertpapiers oder des Wertrechts sind.

Eine an der Börse gehandelte Aktie als Wertrecht verkörpert in der Summe den wirtschaftlichen Wert eines Unternehmens. Der jeweilige Aktienkurs hat einen unmittelbaren Einfluss auf den finanziellen oder bilanziellen Unternehmenswert.

Steigt der Aktienwert, dann steigt der Wert des Unternehmens adäquat mit, und bei sinkendem Aktienwert ist es umgekehrt genauso. So ist es bezeichnend, dass im § 2 WpHG als Wertpapier im Sinne des Gesetzes die Aktie an erster Stelle genannt wird.

Unterschiede zwischen Aktien und Anleihen

Als bekannteste Wertpapiere fungieren die Aktien. Sie repräsentieren den Anteil an einem Unternehmen. Bei Anleihen hingegen handelt es sich um ein verzinsliches Wertpapier; die Besitzer haben auf der Hauptversammlung kein Stimmrecht, da sie keine Eigentümer des Unternehmens sind.

Eigenschaften und Funktionen

Damit Wertpapiere übergreifend handel- und verwertbar sind, haben sie einige gemeinsame Eigenschaften. Sie sind uneingeschränkt handelbar und verkehrsfähig. Ferner müssen sie verbriefbar sein und in jeder Situation die Geltendmachung des Anspruches sicherstellen.

Vergleichbar übergeordnet sind einige wesentliche Funktionen der Wertpapiere.

  • Sie müssen transportabel sowie präsentabel und als Beweis oder Indiz dementsprechend aussagekräftig sein.
  • Die Liberation, also eine schuldbefreiende Leistung an jeden Inhaber des Wertpapieres sowie die uneingeschränkte Legitimation müssen buchstäblich funktionieren.

Das Innehaben von sowie das Handeln mit Wertrechten ist vielfach nicht dasselbe. Entscheidend ist, um welches der vielfältigen Wertpapiere es sich handelt.

Die an der Börse gehandelte Aktie wird tagtäglich gekauft und verkauft; mit ihr wird im wahrsten Sinne des Wortes gehandelt. Das sieht bei einem Bundeschatzbrief als einem Zinspapier ganz anders aus.

Der Handel mit Wertpapieren

Früher wurden Wertpapiere in Papierform ausgegeben; teilweise gibt es diese effektiven Stücke auch heute noch. Zu den Bestandteilen des Bogens zählen mehrere so genannte Kupons und der Talon.

Die Kupons können abgeschnitten werden; deren Funktion liegt in der Auszahlung der Dividende. Sind die Kupons verbraucht, erhält man mit dem Talon einen neuen Bogen.

Der Handel wurde dadurch vereinfacht, dass der Aktionär schon durch den Besitz des Wertpapieres als Teilhaber des Unternehmens legitimiert und somit nicht namentlich als Teilhaber geführt wurde - wollte er nun seinen Anteil verkaufen, reichte er die Aktie einfach weiter.

Dieses Vorgehen erweist sich heutzutage etwas schwieriger. Eine Übertragung von Namensaktien ist beispielsweise nur mit Zustimmung der Aktiengesellschaft möglich. Dennoch bleibt auch heute noch eine einfache Übertragbarkeit.

Auf den folgenden Seiten dieses Artikels stellen wir Ihnen die unterschiedlichen Arten von Wertpapieren und deren Funktion genauer vor.

Ein langer Ringfinger ist ein Zeichen für einen erfolgreichen Börsenhändler

Zwei Hände von älterem Mann in Anzug, Ehering und Herrenuhr, bei Besprechung, Meeting o Diskussion mit Mappe auf Schoß
you got to understand that © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Britische Forscher von der Universität Cambridge fanden heraus, dass Börsenhändler, die einen längeren Ringfinger im Verhältnis zum Zeigefinger haben, erfolgreicher sind. Dieses Verhältnis ist auch ein Maß für den Kontakt mit männlichen Sexualhormonen im Mutterleib, die die Entwicklung des Gehirns beeinflussen.

Daraus entwickelt sich auch eine schnellere Reaktionsfähigkeit, was man auch schon in früheren Untersuchungen feststellte. Aber jetzt sollten bei dieser Studie die Teilnehmer, 44 Börsenmakler, einen Fragebogen ausfüllen, unter anderem auch wie lange sie schon in diesem Beruf tätig sind und welche Gewinne und Verluste sie in den letzten zwei Jahren gemacht haben.

Zusätzlich wurde von ihrer rechten Hand ein Abdruck gemacht und vermessen, so dass das Verhältnis zwischen dem Zeigefinger und Ringfinger ermittel werden konnte. Als Ergebnis kam heraus, dass Börsenmakler mit einem besonders langen Ringfinger erfolgreicher waren als die anderen.

Bei Geldanlagen sind bei den Deutschen zurzeit Tagesgelder beliebt

Die Deutschen setzen am liebsten auf Sicherheit bei ihren Geldanlagen und so wollen auch bis zum Anfang des Jahres 2011 viele auch wieder ihr Geld anlegen, wobei hier das Tagesgeld an erster Stelle steht, weil sie so am besten disponieren können.

Als zweite Anlagemöglichkeit wird das Sparbuch gesehen und erst dann folgen mit Abstand Aktien, Fondsanleihen oder auch Bausparverträge, wie eine Studie des Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) ergab. Bei dem Mehrheit der Anleger handelt es sich nicht mehr als 20 Prozent ihres Gesamtvermögens. Irgendwelche Umschichtungen des Sparvermögens bei einer Neu- oder Wiederanlage planen nur etwa 15 Prozent der Sparer.

Geld anlegen - so gehts am effektivsten

Tipps zur effizientesten Geldanlage

Winzige Personen stehen vor riesigen Euroscheinen
Personen vor Euroscheinen © Thomas Weißenfels - www.fotolia.de

Einer Umfrage des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung zufolge planen 62% der deutschen Bevölkerung bis Anfang nächsten Jahres ihr Geld anzulegen. Die meisten, insgesamt 29%, setzen dabei auf das Tagesgeld.

14% wollen auf dem Sparbuch sparen und nur 9% legen ihr Geld in Bausparverträgen oder Aktien an. Eine weitere Alternative um Geldanlagen zu bilden stellt die Tagesanleihe des Bundes dar, doch lohnt sich die überhaupt?

Die Tagesanleihe des Bundes

Mit gerade mal 0,19% Tageszins im Jahr kann es bei der Tagesanleihe schnell zu Wertverlusten kommen und anstatt zu sparen verlieren die Leute ihr Geld. Das hängt mit der Inflationsrate zusammen, diese lag in Deutschland bei 1,2% im Mai diesen Jahres. Berechnungen nach kann man so mit einer ungefähren Wertminderung von einem Prozent im Jahr rechnen.

Einig Überlegungen vorab

Wer also effektiv sparen will, sollte, bevor er sich für eine Anlage entscheidet, unbedingt eine Zinsrechnung machen um sicherzugehen, dass er kein Geld verliert. Der Zinssatz sollte dabei immer über dem Prozentsatz der Inflationsrate liegen.

Außerdem sollte man darauf achten, dass man bei eher niedrigen Zinssätzen, wie bei der Tagesanleihe, keine längerfristigen Sparverträge abschließt, um nicht in die Situation zu geraten, dass der Zinssatz plötzlich von dem Inflationsprozentsatz überholt wird.

Besser beraten ist man also mit einem Tagesgeldkonto, denn hier liegt der Zinssatz deutlich höher als bei der Tagesanleihe und auch höher als die Inflationsrate. Der Anbieter mit dem höchsten Zinssatz auf Tagesgeldkonten ist derzeit die Cosmos Direkt Versicherung mit 2,1% Jahreszins.

Großes Fest in Frankfurt - Die Börse feiert 425. Geburtstag

Bronzeskulpturen der Frankfurter Börse vor einer Börsenkurs-Anzeige (Fotomontage)
Frankfurter Börse © eyetronic - www.fotolia.de

Seit dem 9. September 1585 geht es dort bergauf und bergab mit den Finanzen: Die Frankfurter Börse. Alles begann, als es einige Kaufleute störte, dass überall andere Währungen und keine einheitlichen Wechselkurse existierten. Der Stadtrat gab die Genehmigung, und seitdem herrscht in Frankfurt der Handel um Aktien und Wertpapiere.

An diesem Freitag feiert die Frankfurter Börse ihren 425. Geburtstag.

Geldanlage - viel Gewinn mit wenig Einsatz

Junger Mann mit Brille und grauem Hemd posiert vor herunterregnenden Euro-Geldscheinen und -Münzen
It's raining money © lassedesignen - www.fotolia.de

Auch mit relativ wenig Einsatz kann man trotz schwieriger Marktphasen bei Geldanlagen viel erreichen. Laut der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen können Verbraucher kleine Monatsraten von 50 bis 100 Euro oder Einmalbeträge von 500 oder 1.000 Euro gewinnbringend in Renten- oder Aktienfonds investieren. Zuerst muss man natürlich sämtliche Dispo- und Ratenkredite zurückzahlen, bevor man sich für eine Form der Geldanlage entscheidet. Damit man für kostenintensive und unerwartete Ausgaben keine Darlehen in Anspruch nehmen muss, sollte der Kleininvestor außerdem drei bis vier monatliche Nettoeinkommen auf einem Tagesgeldkonto parken.

Vor der Wahl eines bestimmten Finanzproduktes muss man sich außerdem überlegen, für welchen Zweck und wie lange man seine finanziellen Mittel anlegen möchte. Schwankungsanfällige Fonds eigenen sich in der Regel nur für längerfristige Ziele, während man sein Geld für kurze Anlagedauern sehr sicher anlegen sollte. Die Verbraucherschützer raten zudem, dass die Anleger das Kleingedruckte und die anfallenden Gebühren genau studieren müssen, damit diese Nebenkosten am Ende nicht die Rendite senken. Damit die Kosten überschaubar und der Verwaltungsaufwand gering bleibt, sollte man zudem sein investiertes Geld nicht zu sehr streuen, wodurch man auch schnell den Überblick verlieren kann.

Bei Geldanlagen ist gute Beratung wichtig

Wie eine Studie des Bundesverbraucherministeriums zeigt, verlieren Anleger jährlich etwa 30 Milliarden Euro, weil sie ihr Geld in dubiose Geldanlagen investieren. So ist es wichtig, dass man sich bei Geldanlagen ausführlich und gut beraten lässt. Die meisten Verbraucher gehen dann zu einer Bank oder Sparkasse, wo zwar die Beratung kostenlos ist, aber bei einem Abschluss kassieren die Institute Provisionen.

Doch gibt es noch eine Alternative sich gut beraten zu lassen, durch einen Honorarberater. Dieser wird entweder nach einem Stundensatz oder einem Pauschalpreis bezahlt, aber beim Verkauf von irgendwelchen Anlagepapieren erhält er keine Provision. Wer also einen solchen Honorarberater beauftragt, der sollte aber darauf achten, dass dieser dem Verbund deutscher Honorarberater (VDH) angehört. Vor dem Abschluss sollte man sich über alle anfallenden Kosten, möglichst schriftlich, informieren. Normalerweise ist das erste Gespräch kostenfrei, wo in der Regel eine Bestandsaufnahme des Kunden erfolgt und welche Ziele erreicht werden sollen.

Danach werden die Möglichkeiten erörtert, die für den Kunden in Frage kämen und erst danach geht es um die einzelnen Anlageformen. Sollte ein Berater schon gleich am Anfang irgendwelche Produkte anpreisen, so sollte man vorsichtig sein. Beim Stundensatz für eine Beratung muss man mit etwa 150 Euro inklusive Mehrwertsteuer rechnen. Von einer dauerhaften Betreuung des Vermögens wird aber abgeraten, wie Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg empfiehlt.

Übrigens handelt es sich bei dem Titel Anlageberater oder Finanzberater um einen nicht geschützten Titel.

Kunden sind mit Informationen zu Finanzprodukten maßlos überfordert

Geschäftsmann sitzt am Tisch und zählt Geldmünzen
Businessman with coins © Jozsef Szocs - www.fotolia.de

Immer mehr Kunden verzweifeln bei der Suche nach geeigneten Finanzprodukten an den unzähligen Fachbegriffen und wissen nach dem Durchlesen genauso wenig wie vorher. Laut dem H & H Communication Lab in Ulm ähnelt der Schwierigkeitsgrad bei einigen Dokumenten dem einer Doktorarbeit, womit das Ziel der Kundeninformation in vielen Fällen absolut verfehlt wird.

Viele Kunden hätten demnach auch mit extrem langen und verschachtelten Sätzen große Probleme, von dem komplexen Inhalt über die Finanzprodukte ganz zu schweigen. Hinzu kommen zig Abkürzungen sowie Anglizismen, welche von den Autoren des Dokumentes oft nicht erklärt werden und für den Laien damit unverständlich bleiben.

Ein Grund dafür ist, dass die Dokumente von Fachleuten geschrieben werden, die ständig zwischen der verständlichen Alltagssprache und dem juristisch perfekten Deutsch abwägen müssen.

Manch Anlagenberater denkt statt an den Kunden nur an seine Provision

Karteien: Schild mit Aufschrift "Beratung"
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Laut Schätzungen vom Bundesverbraucherministerium verlieren die Verbraucher jährlich etwa 20 Milliarden Euro wegen schlechter oder sogar falscher Anlagenberatung.

Wer zu einer Beratung zu einer Bank oder einem Finanzvermittler geht, der muss für das Gespräch nichts bezahlen, doch beim Abschluss erhalten die Berater Provisionen. So sind manche Berater eher darauf aus für sich die Provisionen zu kassieren als für den Kunden das Beste bei einer Anlage zu erwirtschaften. Oftmals erhalten die Kunden auch Verträge, die für sie nicht geeignet sind, so dass manche diese vorzeitig kündigen, was natürlich mit Verlust verbunden ist.

Manchmal werden auch Kunden aufgefordert ihre alten Verträge aufzulösen und neue abzuschließen, was für den Berater neue Provisionen bringt. Aber seit einiger Zeit sind die Berater vom Gesetz her verpflichtet dem Kunden über diese Provisionen Auskunft zu geben, beziehungsweise muss dies in den Produktinformationen stehen, die der Kunde vom Berater erhält.

Aber wie man bei einer Studie feststellte, können die meisten Kunden mit diesen Angaben in den Informationsblättern nichts anfangen, weil meistens nur Prozentzahlen genannt werden, so dass man die eigentliche Provision noch ausrechnen müsste.

Wer Geld anlegen möchte, der sollte sich am besten bei verschiedenen Instituten, beispielsweise auch den sogenannten Direktbanken, Angebote holen und diese dann miteinander vergleichen.

Infobroschüren für Vermögensanlagen verstoßen gegen gesetzliche Anforderungen

Seit inzwischen einem Jahr gibt es nun eine gesetzliche Vorgabe bezüglich der Informationsbroschüren für Vermögensanlagen, unter die etwa geschlossene Fonds oder Namensschuldverschreibungen fallen. Wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest und des Verbraucherzentrale Bundesverband nun ergab, genügen diese jedoch nicht den Anforderungen.

Jeder private Anleger kann in die verschiedensten Projekte investieren und sich mit seinem Vermögen etwa an solchen Objekten wie einer Windkraft- oder Solaranlage oder an einem Frachtschiff beteiligen. Den Wenigsten ist jedoch klar, dass die Investition in solche Objekte mit einem sehr hohen Risiko verbunden ist.

Experten schätzen, dass zwischen 50 und 70 Prozent aller geschlossenen Fonds der letzten 20 Jahre enorme Kapitalverluste eingefahren haben. Zudem seien 90 Prozent aller Fonds nie zu ihrem Anlageziel gekommen, sodass die Anleger unter Umständen ihre gesamte Investition verlieren. Alleine 2012 seien rund 3,8 Milliarden Euro in geschlossene Fonds geflossen.

Eine gesetzliche Regelung schreibt seit Juni 2012 vor, dass die Anbieter solcher Anlageformen ihren Kunden eine Informationsbroschüre mit einem Umfang von nicht mehr als drei DIN-A4-Seiten zur Verfügung stellen müssen, in welcher sämtliche wichtigen Daten zum entsprechenden Anlageprojekt kurz und verständlich festgehalten sind. Auch die möglichen Chancen und Risiken sowie die Kosten und Provisionen müssen hier festgehalten sein. Wie Prüfungen nun jedoch ergeben haben, wurde bei vielen Broschüren gegen geltende Pflichten verstoßen.

Gerade einmal eine einzige Infobroschüre konnte durch ausreichende und detaillierte Infos zum Anlageprodukt bestehen. In den meisten Fällen würden die Informationsblätter lediglich juristische Phrasen enthalten, sinnvolle Informationen finde man hingegen selten. Oftmals wurden sogar wichtige Informationen verschwiegen, wie etwa, an welchem Standort sich eine Solaranlage befindet und welche Stromproduktion zu erwarten wäre.

Auch die Kosten wurden oftmals nur vage angegeben, die Nebenkosten wurden oft nicht erwähnt. Was etwa auch gerne verschwiegen wird, ist der mögliche Totalverlust, oder dass diese Form der Vermögensanlage auf keinen Fall zur Altersvorsorge geeignet ist.

Anleger bekommen mehr Rechte und Informationen

Karteien: Schild mit Aufschrift "Beratung"
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Der Kunde fühlt sich längst nicht mehr als König. Finanzkrise und Wirtschaftsskandale haben das Vertrauen der Verbraucher nachhaltig erschüttert. Dabei hatten die Kunden noch nie so viele Rechte wie heute. Vor allem Banken müssen ihre Anleger vor Verlusten schützen.

Wenn man aktuellen Umfragen glaubt, haben über 60 Prozent der Deutschen ein kritisches Verhältnis zu Finanzinstituten. Die Ursachen sind vielfältig. Ebenso breit gefächert sind allerdings auch die Gegenmaßnahmen der Politik. Seit 2009 wurde dazu kontinuierlich die Einlagensicherung der Banken erhöht – auf aktuelle 100.000 Euro pro Sparer.

Zur besseren Aufklärung müssen die Banken seit 2011 außerdem schriftlich über die Risiken ihrer Anlageprodukte informieren. Reine Werbebroschüren sind nicht mehr erlaubt. Um Fehler in der Beratung später beweisen zu können, haben die Sparer Anspruch auf ein Protokoll.

Speziell im Bereich der Beratung plant die Regierung noch weitere Maßnahmen. So soll endlich offengelegt werden, woher die Berater ihr Geld bekommen: aus einem fixen Honorar oder aus Provisionen. Wenn der Bundesrat hier zustimmt, gibt es bald Listen mit geprüften Beratern und eine transparente Kostenstruktur.

Anlageberater von Filialbanken im Test

Junge rothaarige Geschäftsfrau und Mann in blauem Hemd in einem Gespräch mit einer Beraterin
lächelndes paar in einem beratungsgespräch © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Die Geldanlage ist ein komplexes Thema. Ob Sparbrief, Anleihen oder Indexfonds - nur mit einer guten Beratung findet man die passenden Produkte, die exakt dem persönlichen Bedarf entsprechen. Tests zeigen hier jedoch immer wieder Mängel. So erstellen viele Banken kein Beratungsprotokoll, obwohl dieses bereits seit 2010 Pflicht ist.

Im Frühjahr 2013 hat das Deutsche Institut für Service-Qualität deshalb erneut die Beratungsleistung von Filialbanken in 150 Gesprächen getestet. Zu den Siegern zählten mehrere Institute der Sparda-Bank, die Volksbank Hamburg sowie als überregionaler Anbieter die HypoVereinsbank.

Gegenüber dem Vorjahr beobachteten die Tester eine bessere Übersichtlichkeit der Angebotsunterlagen und ein besseres Einfühlungsvermögen in die Lebenssituation der Kunden. Die Bedarfsanalyse verlief jedoch nicht immer optimal.

Auch beim Erstellen des Beratungsprotokolls zeigt sich ein erfreulicher Trend. Einige Banken verlangen jedoch von ihren Kunden eine Unterschrift unter das Beratungsprotokoll. Laut Gesetz ist dies nicht erforderlich, mit der Unterschrift versuchen die Banken sich nur gegen spätere Ansprüche abzusichern.

Das eigene Depot spart Provisionen - Tipps für Börsenneulinge

Sparen - Frau legt Geldmünzen aufeinander
Frau mit Münzstapel beim Geld sparen © Gina Sanders - www.fotolia.de

Der Weg zum eigenen Wertpapierdepot steht heute jedem Anleger offen. Aber sowohl bei der Wahl des Depots als auch bei der Zusammenstellung der Anlageprodukte sollten Privatkunden einiges beachten. Besonders einfach und günstig ist das Depot bei Direktbanken, dafür entfällt allerdings die persönliche Beratung.

Einsteiger, die nur gelegentlich neue Aktien oder Sparbriefe erwerben wollen, profitieren von einem Depot mit niedriger Jahresgebühr. Wer regelmäßig spekulieren möchte, sollte dagegen auf die Transaktionsgebühren achten. Wichtig: Sicherer fährt der Anfänger mit einem Investment in Fonds. Im Vergleich zu einzelnen Aktien sind hier jedoch die Ausgabeaufschläge höher.

Damit sich das eigene Depot lohnt, sollte man daher eine größere Geldmenge zur Verfügung haben. Experten empfehlen den Start mit mindestens 5000 Euro. Die Investition in Fonds mindert dabei das Risiko. Zwar lassen sich mit Aktien im Einzelfall höhere Renditen erzielen, gerade Neulinge überschätzen sich jedoch leicht und haben dadurch ein erhöhtes Verlustrisiko.

Ein Depot mit gemischten Anlageklassen fordert außerdem regelmäßige Aufmerksamkeit. Während Sparbriefe mehrere Jahre im Bestand bleiben, sollten die Kurse von Aktien und Fonds mehrmals jährlich geprüft werden.

Alte und seltene Dinge sammeln: Sachwerte lohnen auch als Geldanlage

Regal mit Glasplatten, darauf osmanisches Geschirr, Vasen, Teller, Ausstellung
osmanische keramik © Gerd Reiber - www.fotolia.de

Viele Anleger haben auf eine Erhöhung der Zinsen gehofft. Die Europäische Zentralbank will den Leitzins jedoch weiter bei 0,5 Prozent halten. Eine attraktive Rendite für Festgeld bleibt also Wunschtraum. Seit der Goldpreis sinkt und die Immobilienpreise steigen, ist außerdem der Ausweg in materielle Investitionen versperrt. Doch es gibt Alternativen.

Tipp: Alte und seltene Dinge sammeln. Ebenso kurios wie lukrativ ist zum Beispiel die Geldanlage in alten Comics. Auch wenn Erlöse wie der Verkauf eines zufällig entdeckten Superman-Heftes für 175.000 Dollar eine Ausnahme bleiben werden – wer gut erhaltene Comics hat, sollte sie in den Tresor legen.

Auch Oldtimer steigen kontinuierlich im Wert. Finanziell interessant sind allerdings nur Modelle ab 100.000 Euro. Dass Kinderträume hohen Wert haben, beweisen zudem die Preise für historische Steiff-Tiere. Sammler zahlen für einen seltenen Teddy schon mal mehrere Zehntausend Euro, ebenso wie für andere Sachwerte. Ganz oben auf der Liste der beliebtesten Anlageobjekte stehen antike Uhren, Schmuck und Kunstwerke. Mit einer sicheren Rendite sollten Anleger hier aber nicht rechnen.

Börsenboom und Immobilienpreise lassen Privatvermögen steigen

Badewanne mit Geldscheinen, eine Frau im schwarzen Bikini darin
bath © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Die Finanzkrise hat zahlreiche Kleinanleger ärmer gemacht. Wer sein Vermögen an der Börse investierte, konnte jedoch kräftig verdienen. Nach einer Berechnung der Credit Suisse-Bank hat sich das weltweite Privatvermögen in den letzten 12 Monaten um 5,9 Prozent erhöht. Insgesamt verfügen Privatpersonen derzeit über 241 Billionen Dollar – doppelt so viel wie im Jahr 2000.

USA mit den meisten Millionären

Spitzenreiter bei den Vermögensmillionären sind die USA und Frankreich. An dritter Stelle folgt bereits Deutschland. Aber: wer hierzulande 150.000 Euro besitzt, liegt schon unter dem Mittelwert in der Eurozone. Das durchschnittliche Vermögen in der Schweiz liegt bei 513.000 Dollar und ist damit so hoch wie nirgendwo sonst. Die Deutschen bringen es im Schnitt auf 154.900 Euro.

Ursache für den Zuwachs sind vor allem der Börsenboom und steigende Immobilienpreise. Allein im letzten Jahr konnten dadurch 221.000 Deutsche in den Olymp der Sach- und Geldmillionäre aufsteigen. Damit leben bei uns jetzt 1,73 Millionen Menschen, deren Vermögen mindestens eine Million Euro beträgt.

Grauer Kapitalmarkt lockt mit hohen Renditen – Anleger sollten aber nachrechnen

Ausgestreckter Männerarm, offene Hand, darauf blau gemaltes Haus
Baufinanzierung © shoot4u - www.fotolia.de

Die neuen Vorschriften für Finanzvermittler sind bereits zum 1. Januar 2013 in Kraft getreten. Dennoch verlieren gutgläubige Anleger immer noch Milliarden auf dem grauen Kapitalmarkt. Die Tricks der Anbieter sind einfach: sie locken mit hohen Renditen, steuerlichen Vorteile und sicherer Altersvorsorge.

Vergleiche sind wichtig

Doch vielfach lauern dahinter Betrüger. Nur wer nachrechnet und vergleicht, kann sich schützen. Die sagenhaften Anlagetipps kommen meist per Telefon. Wortgewandt erfragt der Anrufer die Meinung zum Thema Steuern oder Geldanlage, um dann sofort die passenden Produkte zu empfehlen. Ob Firmenbeteiligung oder Investition in Immobilien – ob die angepriesenen Steuersparmodelle tatsächlich lukrativ sind, erfährt der potentielle Anleger nur durch einen Vergleich.

Hellhörigkeit lohnt sich

Statt sofort abzuschließen, sollten Interessenten sich deshalb schriftliche Unterlagen zuschicken lassen. Bei genauer Prüfung erweisen sich viele Investments als windig: die Immobilien sind wertlos oder die Firmen erzielen keine Einkünfte. Darüber hinaus kassieren die Vermittler fürstliche Provisionen. Spätestens wenn der Anrufer zeitlichen Druck macht, sollten Interessenten hellhörig werden.

Geldanlage 2014 – wo sich das Ersparte am besten vermehrt

Blonde Frau liegt im Meer von 500 Euro-Scheinen
Modern woman celebrating her financial success © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Die Lage für Sparer war 2013 nicht rosig. Und auch im kommenden Jahr wird sich das Zinsniveau kaum erhöhen. Aktuell liegt der Leitzins bei historisch niedrigen 0,25 Prozent.

Gold verlor ebenfalls an Wert. An den Börsen boomen dagegen die Aktienkurse, ebenso wie die Preise auf dem Immobilienmarkt. Wer eine attraktive Rendite erzielen will, sollte also flexibel sein.

Sparen - Von sicher bis riskant

Den schlechtesten Ertrag liefern derzeit Spareinlagen. Die Zinsen liegen unterhalb der Inflationsrate, so dass das Sparvermögen langsam aber sicher an Wert verlieren wird. Wer sein Erspartes in Staats- oder Unternehmensanleihen investiert, kann dafür bessere Renditen erzielen. Zwischen 5 und 9 Prozent sind drin – inklusive eines hohen Ausfallrisikos.

Wenn es schon etwas riskanter sein darf, lohnt deshalb gleich ein Blick auf die Börsen. Zwar können Investoren hier kaum noch mit schnellem Geld rechnen, wer sein Vermögen verteilt und langfristig plant, kann jedoch gute Gewinne erzielen. Zwischenzeitlich erreichte der DAX 2013 einen Höchststand von 9424,83 Punkten.

Ähnlich sieht es bei Immobilien aus. Beim "Betongold" sind die Preise in den letzten Monaten stetig gestiegen, niedrige Zinsen heizten den Kaufboom weiter an. Das bedeutet allerdings auch: der Markt ist ziemlich leergekauft, noch verfügbare Objekte werden vielfach über Wert angeboten. Wer jetzt noch zuschlagen möchte, sollte besonders streng rechnen.

Schufa muss Bonitäts-Formel nicht offenlegen – was bedeutet das für Verbraucher?

Körperausschnitt Frau zieht ihre leeren Hosentaschen, weißer Hintergrund
Pleite, junge Frau zeigt ihre leeren Taschen © bilderbox - www.fotolia.de

Die Schufa darf ihre Bonitäts-Formel auch weiterhin geheim halten. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) reicht es aus, wenn Verbraucher Auskunft über ihre gespeicherten Personen- und Kreditdaten bekommen. Wie diese zum Score-Wert verrechnet werden, muss die Schufa nicht preisgeben.

Schufa-Anfrage mit Auswirkung

Die Schufa besitzt in Deutschland enorme Macht. Wollen Verbraucher einen Kredit aufnehmen, ein Auto leasen oder einen Handy-Vertrag abschließen, müssen sie eine Bonitäts-Anfrage bei der Schufa gestatten. Fällt diese negativ aus, gibt es weder Geld, Fahrzeug noch Telefon. Aber wie ermittelt die Auskunftei die Bonität?

BGH stellt sich Trend zu Transparenz entgegen

Dies wollte eine Frau genau wissen und klagte bis zum Bundesgerichtshof: Sie verlangte Einblick in ihre personen- und kreditbezogenen Daten sowie detaillierte Informationen über das "Scoring". Angesichts des Trends zu mehr Transparenz gaben Verbraucherschützer ihrer Klage vor dem BGH gute Chancen.

Die Bundesrichter gaben jedoch der Schufa Recht. Wer eine Selbstauskunft einholt, bekommt zwar seinen Scorewert mitgeteilt – er erfährt aber nicht, wie dieser berechnet wurde. Einfließen können Informationen über bisherige Zahlungsprobleme, sämtliche Kredit-Daten aus dem vergangenen Jahr sowie die Angaben zur Dauer bisheriger Kreditbeziehungen.

Selbstauskunft nutzen und Widerspruch einlegen

Verbraucher, die sich vor falschen Berechnungen schützen wollen, sollten ihren gesetzlichen Anspruch auf Selbstauskunft nutzen. Gegen fälschlich gespeicherte Daten können sie schriftlich Widerspruch einlegen.

Ukrainische Anleihen, russische Aktien – Anleger könnten von der Krise profitieren

Grafik roter Pfeil auf hellblauem Hintergrund - Steigender Aktienkurs
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Politische Nachrichten haben unmittelbaren Einfluss auf die Börsen. Wer in der Krise Mut zum Risiko zeigt, kann deshalb kräftig verdienen. Derzeit steigt das Interesse an ukrainische Staatsanleihen. Und auch die Kurse russischer Aktien erholen sich.

Geldgeschäfte an der Börse bleiben immer spekulativ

Selbst wenn sich die Lage in der Ukraine stabilisiert, bleiben die Geschäfte jedoch spekulativ.

Nachdem Russland Präsident Putin erklärte, dass seine Truppen die Halbinsel Krim nicht annektieren würden, kletterte sofort der Kurs für ukrainische Anleihen in die Höhe: vom Tiefstand bei 83,60 Prozent auf mehr als 88 Prozent.

Ob die neue Regierung das Zinsversprechen von 13,7 Prozent einhalten kann, ist jedoch ungewiss.

Währungsreserven der Ukraine und russische Aktien

Die Währungsreserven der Ukraine sind stark abgeschmolzen. Bis der Internationale Währungsfonds seine Finanzhilfe von 35 Milliarden Dollar schickt, kann noch einige Zeit vergehen – schon bald könnte deshalb das Geld für fällige Zinsen und Schuldtilgungen fehlen.

Noch ungewisser sind die Gewinnchancen mit russischen Aktien. Die Zentralbank hat den Zins zuletzt auf 7 Prozent erhöht und damit die Aktienkurse gebremst.

Wer Geld in russische Unternehmen anlegen möchte, muss deshalb genau hinschauen. Energieversorger Gazprom legt aktuell wieder zu, russische Banken leiden dagegen unter dem Wertverlust des Rubel.

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Risiken bei der Geldanlage - erkennen und reduzieren

Fliegende Euroscheine auf blauem Hintergrund, Geld
Flying money © Fantasista - www.fotolia.de

Angesichts niedriger Zinsen ist es besonders wichtig, sein Vermögen sinnvoll anzulegen. Aber wie schützt man sich vor Fehlentscheidungen? Wir nennen vier Gefahren bei der Geldanlage.

Ohne Risiko kein Gewinn – wer heutzutage eine Rendite oberhalb der Inflationsrate erwirtschaften möchte, darf nicht nur in Festgeld investieren. Wertpapiere wie Aktien oder Anleihen unterliegen jedoch einem Kursrisiko. Die wichtigste Frage lautet also: wie ist die Lage des jeweiligen Unternehmens. Auch die Psychologie spielt hier eine Rolle. Denn die Kurse werden wesentlich von der Meinung des Marktes über eine bestimmte Firma oder Branche bestimmt.

Seriosität der Firma und Währungsrisiko prüfen

Steht hinter einem Finanzprodukt kein konkretes Unternehmen, sollten Anleger genau prüfen, wie seriös der Herausgeber ist. Überdurchschnittlich hohe Zinsversprechen sind ein Grund, doppelt kritisch hinzuschauen. In der Vergangenheit ging schon mancher Emittent mit seinen hochtrabenden Projekten pleite – und das Geld der Investoren war verloren.

Im Zuge der Globalisierung stehen Anlegern längst nicht nur Investitionen ein Euro offen. Wer sein Vermögen in einer fremden Währung anlegt, etwa über einen internationalen Fonds, muss immer auch das Währungsrisiko bedenken. Fonds, die ihr Kapital auf verschiedene Währungen streuen, bedeuten weniger Gefahr.

Geheime Score-Liste - Schufa nennt Verbrauchern nicht alle Daten

Schulden - Mann mit dem Hemd aus der Hose zeigt seine leeren Hosentaschen
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Jeder Verbraucher darf einmal jährlich bei der Schufa kostenlos seine Daten abfragen. Die Wirtschaftsauskunftskartei ist verpflichtet, sämtliche gespeicherten Informationen herauszugeben. Eine geheime Score-Liste zeigt jedoch, dass wichtige Kriterien nicht genannt werden.

Bereits die Enthüllung der Geheimliste durch NDR-Mitarbeiter hat für Wirbel gesorgt. Denn was keiner wusste ist, dass unbezahlte Rechnungen, Schulden oder geplatzte Verträge nur wenig Einfluss auf den Score-Wert haben. Ob ein Verbraucher als kreditwürdig eingestuft wird, hängt viel mehr von seinen Lebensumständen ab.

Positiv bewertet werden vor allem Personen, die schon lange an derselben Adresse wohnen und ihrer Hausbank die Treue halten. Wer bisher stetig gelebt und seine Verpflichtungen erfüllt hat, gilt auch in der Zukunft als vertrauenswürdig. Personen, die kürzlich umgezogen sind oder die Bank gewechselt haben, werden dagegen abgestuft – ohne, dass diese Informationen in der jährlichen Auskunft erscheinen.

Verbraucherschützer fordern deshalb, dass die Schufa im Rahmen der Selbstauskunft auch mitteilen muss, wie lange sie die jeweiligen Daten schon gespeichert hat. Nur so könnten Verbraucher fehlerhafte Eintragungen korrigieren lassen und somit ihre Chancen bei Handyverträgen, Autokauf oder Immobilienfinanzierung verbessern.

Geldanlage für Senioren – mit Sicherheit flexibel bleiben

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Ob Abfindung, Erbschaft oder die Auszahlung einer LebensversicherungSenioren verfügen oft über größere Geldsummen, die sie möglichst geschickt wieder anlegen müssen. Eine Strategie für alle gibt es dabei nicht. Wollen Sie Sicherheit oder flexibel bleiben? Wie viel Risiko darf sein?

Tagesgeldkonto

Das Tagesgeldkonto bietet einen Mix aus Sicherheit und Flexibilität. Bis zu 100.000 Euro pro Kunde sind von der Einlagensicherung der Banken geschützt. Für die Möglichkeit, jederzeit Geld abheben zu können, muss der Kunde sich jedoch mit weniger Zinsen zufrieden geben.

Festgeld und Sparbriefe

Wer sein Vermögen in Festgeldanlagen oder Sparbriefe investiert, darf sich über etwas höhere Zinsen freuen. Dafür kommt er während der Laufzeit nicht an sein Geld heran.

Aktien

Den meisten Senioren sind Aktien nicht nur zu riskant, sie scheuen auch die Aufgabe, ihr Depot regelmäßig zu prüfen. Kursschwankungen und die Unwägbarkeit der wirtschaftlichen Entwicklung verursachen ihnen Stress. Diese Belastung lässt sich mit einem professionell betreuten Aktienfonds reduzieren. Im Vergleich liegt die Rendite von Wertpapieren höher als bei klassischen Bankprodukten. Ein Rest Risiko bleibt jedoch.

Banksparpläne

Banksparpläne gibt es in zwei Varianten. Bei der ersten Form wird das eingezahlte Kapital in kontinuierlichen Teilbeträgen ausbezahlt, bis es schließlich aufgezehrt ist. Bei der zweiten Variante werden nur die Zinsen überwiesen, das Grundkapital bleibt jedoch erhalten.

Mehr Mut zum Risiko - Spartipps für Kleinanleger

Diagramm Aktienkurve auf Tisch, daneben Kuli, Taschenrechner
stock chart with calculator and pen © Marlee - www.fotolia.de

Kommt Zeit, kommt Geld – nach diesem Motto legen die meisten Deutschen ihr Vermögen in Festgeld an. Die niedrigen Zinsen reichen allerdings kaum, um die Inflationsrate abzufangen. Zwar wird die Rendite im Laufe der Jahre vermutlich ansteigen, wer mutiger investiert, kassiert jedoch mehr.

Lukrative Verträge halten

Sie haben noch einen Sparvertrag oder ein Wertpapier mit mehr als 3 Prozent Zinsen? Dann sollten sie diese Anlage unbedingt halten, auch wenn die Banken sich allerlei einfallen lassen, um Kunden aus lukrativen Anlagen herauszudrängen.

Ins Risiko gehen

Die Deutschen lieben Sicherheit. Geld kann man derzeit aber nur verdienen, wenn man etwas wagt, etwa mit einem Aktienfonds. Auch langfristig stehen die Börsenwerte in aller Regel besser da als die Bankzinsen.

Vermögen streuen

Wer sein Vermögen auf verschiedene Anlageformen verteilt, kann Kursrückgänge oder Zinssenkungen besser abfangen. Neben Fest- und Tagesgeld bietet ein Aktiendepot deshalb sogar zusätzliche Sicherheit. Statt das gesamte Geld auf ein einzelnes Pferd zu setzen, sollte das Investment allerdings breit gestreut sein.

Wohin mit dem Weihnachtsgeld – ausgeben oder clever anlegen?

Bestehende Kredite tilgen, Aktien kaufen oder Sparen - Vielfältige Möglichkeiten die Sonderzulage sinnvoll einszusetzen

Nahaufnahme Haufen mit Euroscheinen
european currency - europäische währung © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Die deutsche Wirtschaft läuft gut, 54 Prozent der Arbeitnehmer werden auch in diesem Jahr wieder mit einer weihnachtlichen Sonderzulage rechnen können. Aber was tun mit dem Weihnachtsgeld? Wer keine dringenden Konsumwünsche hat, sollte zumindest einen Teil des Kapitals zum Sparen nutzen.

So einfach wie früher ist die Geldanlage heute allerdings nicht. Die Zinsen liegen so niedrig, dass aus Tagesgeldkonten nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen wird. Festgeld bringt da schon mehr: knapp über 2 Prozent sind derzeit drin.

Auf dem Konto lassen

Das Weihnachtsgeld gleich auf einem Festgeldkonto zu parken, kann aber Nachteile haben. Finanzexperten empfehlen etwa, das Geld noch bis Januar auf dem Girokonto zu belassen. Dann hat man ein Polster, um am Jahresanfang die fälligen Versicherungsbeiträge zu zahlen.

Kredit abzahlen

Wer das Girokonto ohnehin gut gefüllt hat, sollte seine Kredite prüfen: mit dem Weihnachtsgeld lassen sich Sondertilgungen leisten, so dass man mit geringerer Schuldenlast ins neue Jahr starten kann. Das spart Kreditzinsen und erleichtert auch die Psyche.

Aktien kaufen

Für Risikobewusste ist auch ein Investment in Aktien interessant. Einsteiger sollten sich vor dem Kauf jedoch beraten lassen. Statt Einzelaktien empfehlen Experten die Investition in breit gestreute Fonds, etwa sogenannte ETFs, bei denen nur geringe Gebühren und Ausgabeaufschläge anfallen.

Gute Rendite trotz Zinstief

Anleger brauchen 2015 mehr Mut

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In wirtschaftlich unruhigen Zeiten setzen die meisten Deutschen auf Sicherheit. Das spiegelt sich auch in der Geldanlage – das meiste Geld landet auf dem Sparbuch oder dem Tagesgeldkonto. Beide Sparformen bringen jedoch kaum Zinsen. Wer trotz Niedrigzins eine ordentliche Rendite erzielen möchte, muss seine Anlagestrategie überdenken.

Inflation niedrig – Zinsen ebenso

Teilweise liegen die Zinsen für Sparbücher derzeit unter der Inflationsrate. Mit nur 0,6 Prozent lag diese 2014 zwar auf einem historischen Tiefstand, bei Zinssätzen von durchschnittlich 0,55 Prozent für Tagesgeld geht faktisch jedoch Vermögen verloren.

Auch andere sichere Sparprodukte bieten selten mehr Zinsen. Tipp: mit einem Mix aus Festgeldanlagen mit unterschiedlichen Laufzeiten bleiben Sparer flexibel und können ihre Rendite erhöhen.

Mut zum Risiko

Statt Geld beim Sparen zu verlieren, empfehlen Finanzexperten deshalb mehr Mut zum Risiko. Der erste Weg führt hier zu Aktien. Wer kurzzeitige Schwankungen geduldig ausgesessen hat, konnte bei der Geldanlage im deutschen Aktienindex in den letzten Jahren durchschnittlich sieben Prozent Rendite erwirtschaften.

Wichtiger als der Zeitpunkt des Einstiegs sind dabei die Geduld und eine breite Streuung des Investments. Für Einsteiger empfehlen sich sogenannte Indexfonds (ETF), die dann mindestens fünf Jahre im Depot bleiben sollten.

Geld mit Social Trading online anlegen

Social Trading-Plattformen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit - Vorteile und Risiken

Euro-Geldscheine über offenen Händen - Erfolg und Gewinn im Beruf
gewinn © vege - www.fotolia.de

Social Trading erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Dabei stellen Anleger ihre Einschätzungen zu Wertpapieren oder ihr gesamtes Portfolio online.

Sie nutzen dabei soziale Netzwerke oder spezielle Plattformen. Andere Anleger haben die Möglichkeit, Kommentare abzugeben oder sich Anregungen für ihre eigene Geldanlage zu holen.

Diese unregulierte Anlageberatung und Vermögensverwaltung für Privatanleger findet sich etwa bei

  • Wikifolio
  • Ayondo
  • eToro und
  • Zulutrade.

Mittlerweile bieten aber auch Banken ihren Kunden Social Trading an.

Transparenz und Beständigkeit

Gegenüber Investmentfonds oder Vermögensverwaltern ist der Anlageprozess transparenter, da Entscheidungen unmittelbar veröffentlicht werden und auch kommentiert werden können. Wer ein Konzept eines Traders oder Händlers übernimmt, wird zu dessen Follower, ähnlich wie bei sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook.

Dieser erhält dafür Geld: Die monatliche Vergütung hängt ab von der Anzahl der qualifizierten Kopierer. Dies sind die Follower, die den Plan eines Händlers mit wenigstens 100 Euro übernehmen.

Eine Rolle spielt zudem die Beständigkeit des Erfolgs. Zur Verfügung stehen Statistiken über die Wochen mit Gewinn und die Performance sowie den maximalen Verlust.

Plattformen erfreuen sich Beliebtheit

Eine Plattform wie Wikifolio feiert derzeit große Erfolge. So investierten Anleger bis Ende des Jahres 2014 schon 290 Millionen Euro in Wikifolio-Zertifikate. Zehn Mal so viel wie noch zur Jahresmitte 2013.

Die Transaktionen von Nutzern in

  • Aktien
  • ETFs und
  • Zertifikaten

besitzen ein Handelsvolumen von 4,6 Milliarden Euro. Allein im Oktober sorgten Wikifolio-Zertifikate an der Börse Stuttgart für Umsätze von 400 Millionen Euro.

Unklarheiten und Risiken

Doch auch auf Plattformen des Social Tradings sind Anleger nicht vor finanziellen Einbußen gefeit. Zumal die einzelnen Trader nahezu unkontrolliert handeln können.

Zwar werden die einzelnen Geschäfte in der Regel kommentiert und begründet, aber wer hier tatsächlich agiert, bleibt genau so unklar wie die zugehörige Handelsstrategie.

Ausbildung zum Finanzberater – Voraussetzungen und Qualifikation

Noch immer gibt es keine einheitliche Regelung zur Ausbildung eines Finanzberaters

Geschäftsmann sitzt am Tisch und zählt Geldmünzen
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Seit 2013 erlaubt erlaubt der Gesetzgeber in Deutschland zwei Formen der Finanzberatung:

  1. auf Provisionsbasis oder
  2. gegen Honorar.

Welche Ausbildung ein Finanzberater haben muss, ist aber immer noch nicht einheitlich geregelt.

Vorkenntnisse erforderlich

Zwar darf niemand mehr ohne Qualifikationsnachweis Kunden beraten. Neben dem

  • "Fachwirt für Finanzberatung" und
  • dem "Fachberater für Finanzdienstleistungen" (IHK)

sind aber diverse andere Abschlüsse möglich.

Fachliche Weiterbildung

Die Qualifikation zum Finanzberater ist eine fachliche Weiterbildung. Einsteiger haben meist eine Lehre bei der Bank oder einer Versicherung absolviert. Auch ein abgeschlossenes BWL-Studium gilt als gute Basis.

Zur Weiterbildung wählen die Interessenten dann einen geeigneten Finanzdienstleister – oder sie machen ein berufsbegleitendes Fernstudium. Um die Zulassung als "Fachberater für Finanzdienstleitungen" Berater zu erhalten, müssen sie abschließend eine Prüfung vor der IHK ablegen.

Dieser Titel hat sich bundesweit als Maßstab durchgesetzt. Private Schulen bieten zwar gelegentlich andere Titel an, wer in einer Firma der Finanzbranche arbeiten möchte, sollte jedoch auf einen anerkannten Abschluss achten.

Geld trotz niedriger Zinsen richtig anlegen

Bei niedrigen Zinsen und steigenden aktienkursen ist die richtige Geldanlage nicht einfach zu finden

Silberner Kugelschreiber auf Aktiendiagramm mit weißem Ringblock
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Die Zinsen sind im Keller, die Aktienkurse steigen immer weiter. Die richtige Geldanlage zu finden, ist aktuell nicht einfach.

Experten raten zu einer Rücklage von zwei bis drei Nettoeinkommen auf dem Tagesgeld- oder Sparkonto. So lassen sich plötzliche Ausgaben abdecken. Solche Konten sind bei Direktbanken im Internet meist etwas höher verzinst als bei Filialbanken.

Das "Pantoffel-Portfolio"

Wer sein Geld langfristig anlegen möchte, sollte nicht alles auf eine Karte setzen. Es ist sicherer, sich ein sogenanntes "Pantoffel-Portfolio" zuzulegen. Dies ist ein Mix aus rent­ablen und sicheren Anlagen. Sein Name leitet sich aus der bequemen Handhabung ab. Rendite und Sicherheit sind hier in etwa gleich gewichtet. Der Rendite­baustein besteht aus breit aufgestellten Aktienfonds, den Sicher­heits­baustein bestü­cken Anleger mit Rentenfonds, die in Staats­anleihen aus der Euro-Zone investieren.

Sicher­heits­liebende Anleger wählen ein Portfolio mit einem Aktienfonds­anteil von 25 Prozent. Risikofreudige statten es mit 75 Prozent Aktien aus. Wer sich dazwischen einordnet, teilt sein Geld je zur Hälfte auf Aktien- und Rentenfonds auf.

Ändern sich die Kurse der Fonds, wird auch das Mischungs­verhältnis im Portfolio umgewandelt. Fonds mit

mit vermeintlich hohen Zinssätzen gelten dagegen als riskant. Hier gilt es, die Seriosität genau zu prüfen. Finanzexperten raten, lieber in Finanzprodukte zu investieren, die bekannt und auch verständlich sind.

Gold glänzt wieder – Experten erwarten für 2015 kräftigen Preisanstieg

Trotz schwankender Preise ist ein kompletter Wertverfall von Gold nicht zu befürchten

Viele aufgereihte Goldbarren mit kleinen Gravuren, 3 Reihen
Gold Bars © Tomislav Forgo - www.fotolia.de

Der Goldpreis hat in den letzten Monaten einige Schwankungen erlebt. Niedrigzinsen und die Griechenland-Krise treiben Anleger jedoch wieder zu sicheren Werten. Einzelne Händler melden 60 Prozent mehr Gold-Verkäufe als in den Vormonaten. Experten erwarten im Jahresverlauf einen Preisanstieg auf 1.400 Euro.

Gold als Geldanlage?

Eine Goldmünze galt schon immer als schöne Wertanlage. Anders als mit Aktien oder Wertpapieren lässt sich Gold aber keine laufende Rendite erzielen. Ob der Einsatz gelohnt hat, erfährt der Anleger erst beim Verkauf. Für die meisten Interessenten steht aber auch ein anderer Aspekt im Vordergrund: die Sicherheit.

Trotz schwankender Preise ist ein kompletter Wertverfall von Gold nicht zu befürchten. Nach dem Abschwung hat der Preis stets wieder zugelegt. Wer etwas Geduld mitbringt, kann fallende Preise also einfach aussitzen.

Dennoch empfehlen Finanzberater, nur einen Teil des Vermögens in Edelmetall zu investieren. Mit 10 Prozent Gold im Depot bleibt das Vermögen auch bei Turbulenzen am Aktienmarkt relativ stabil.

Kaufen und Lagern

Kaufen kann man Goldmünzen und Barren einfach bei der Hausbank oder bei speziellen Händlern wie Aurum. Etwas schwieriger ist die Lagerung. Wer keinen Safe zu Hause hat, sollte seinen Goldschatz in einem Bankschließfach unterbringen. Das kostet zwar Gebühren, bietet aber maximale Sicherheit.

Einführung der Finanztransaktionssteuer in der EU verzögert sich

Die Steuer auf Finanztransaktionen wird nach Angaben des Bundesfinanzministers nicht vor Anfang 2017 eingeführt

Finanzen - Geldmünzen, darüber das Wort "Steuern"
Steuern © Marco2811 - www.fotolia.de

Bis zu 44 Milliarden Euro könnte Deutschland mit der Finanztransaktionssteuer einnehmen. Doch die Einführung der Abgabe verzögert sich. Die Steuer auf Finanztransaktionen, wie etwa der Kauf und Verkauf von Aktien, wird nach Angaben von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) nicht vor Anfang 2017 kommen, also mindestens ein Jahr später als geplant.

Satte Mehreinnahmen

Bislang haben sich in der Europäischen Union von den insgesamt 28 Mitgliedsstaaten lediglich elf Länder grundsätzlich geeinigt, Finanzgeschäfte in Zukunft zu besteuern, darunter

Deren Finanzminister haben vereinbart, dass Steuerpflichtige dort für den Aktienhandel zahlen müssen, wo sich auch ihr Wohnsitz befindet. Für Derivate, also abgeleitete Finanzinstrumente, solle hingegen das Ausgabeprinzip gelten. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geht davon aus, dass allein die Bundesrepublik mit Mehreinnahmen von bis zu 44 Milliarden Euro pro Jahr rechnen könnte.

Hinweise der Deutschen Kreditwirtschaft

Die Deutsche Kreditwirtschaft weist jedoch darauf hin, dass generell alle Finanzprodukte teurer würden. Die Kreditinstitute würden die Kosten an die Wirtschaft und die Bürger einschließlich der Kleinsparer weitergeben. Sollte die Zahl der Transaktionen zudem zurückgehen, wie schon zwischen 1985 und 1992 in Schweden, könnte die Bundesregierung über erheblich weniger Einnahmen verfügen als jetzt angenommen.

Was bei der Geldanlage und den Finanzen speziell für Frauen gilt

Durch geringere Investitionsmöglichkeiten und Risikobereitschaft verpassen Frauen mögliche Gewinne

Badewanne mit Geldscheinen, eine Frau im schwarzen Bikini darin
bath © Franz Pfluegl - www.fotolia.de

Die Zeiten, in denen der Mann als die beste Altersvorsorge für die Frau galt, sind immer noch nicht endgültig vorbei. So sind jüngere Frauen immer noch stärker als Männer durch Altersarmut gefährdet. Zudem bekommen sie im Schnitt erheblich niedrigere Renten. Das liegt daran, dass Frauen durchschnittlich 22 Prozent weniger verdienen als Männer und immer noch diejenigen sind, die lange Ausfallzeiten durch Kinderbetreuung haben.

Investitionsmöglichkeit und Risikobereitschaft

Bei der Geldanlage setzen Frauen vor allem auf Sicherheit. Was sie verdienen oder erben, zahlen sie häufig auf ein Tagesgeldkonto ein oder schließen eine Lebensversicherung ab. Es gibt zudem selbst bei Frauen Vorbehalte bei dem Thema Finanzen.

Wie eine Studie der Direktbank Comdirect ergab, fürchten viele Frauen, als gierig zu gelten. Ferner seien sie weniger risikobereit und verpassten so mögliche Gewinne. Dies liegt aber auch daran, dass ihnen meist weniger Geld zum Investieren zur Verfügung steht. Nach Angaben der Direktbank DAB lag das Depotvolumen der Frauen im letzten Jahr etwa 35 Prozent unter dem der Männer.

Informationen aus erster Hand

Dabei sind sie auch in der Lage, ansprechende Renditen zu erzielen: Eine Kundenerhebung der DAB ergab, dass Männer 2014 4,5 Prozent und Frauen 3,4 Prozent erwirtschaftet haben. Frauen vertrauen etwas stärker auf sichere Investmentfonds. Bei ihnen ist der Anteil mit 37,2 Prozent deutlich höher als bei den männlichen Kontrahenten mit 33,1 Prozent.

Mehr Fachwissen wollen etwa 500 Frauen aus der Finanzbranche vermitteln, die sich zu einem Netzwerk zusammengeschlossen haben. Sie wollen in Zukunft in

  • Seminaren,
  • Webinaren und
  • auf ihrer Homepage fondsfrauen.de

über karriererelevante Fragen und Frauen in der Investmentfondsbranche informieren.

Grundinformationen und Hinweise zu Finanzen

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Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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