Die Vor- und Nachteile der Überweisung

Geschäftsfrau hält eine blaue Kreditkarte und tippt die Daten in einen Laptop ein

Bei einer Überweisung wird eine bestimmte Summe von einem auf ein weiteres Konto übertragen - die Konten müssen sich dabei nicht bei derselben Bank befinden

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  • von Paradisi-Redaktion

Insbesondere die Überweisung hat sich in den letzten Jahren als bargeldloses Zahlungsverfahren weitgehend etablieren können. Die Gründe für den Trend liegen gerade in der einfachen Gestaltung sowie der sicheren Handhabe. Durch die Möglichkeit, die Anweisung auch über das Internet vorzunehmen und somit den Bankschalter gewissermaßen am heimischen Computer einzurichten, gelingt diese Form des Geldtransfers nicht nur schnell, sondern auch komfortabel. Informieren Sie sich über die Vor- und Nachteile der Überweisung.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Was ist eine Überweisung?

Allgemein gesprochen ist hiermit das Übertragen einer geldwerten Summe von einem Konto auf ein weiteres Konto gemeint. Der Sender füllt dabei einen so genannten Überweisungsträger aus, in dem er den Empfänger namentlich und anhand seiner Bankverbindung konkret benennt. Beide Konten können sich bei der gleichen Bank, jedoch auch bei unterschiedlichen Finanzinstituten befinden.

Die gesamte Zahlung erfolgt bargeldlos und wird regelmäßig binnen etwa drei Werktagen abgewickelt. Insbesondere bei Geschäften, die zwischen entfernt wohnenden Partnern vorgenommen werden, hat sich diese Form der Bezahlung zuletzt durchsetzen können, das vor allem auch deswegen, da die Überweisung mit keinerlei zusätzlichen Kosten verbunden ist und die Geldleistung binnen weniger Augenblicke reibungslos vorgenommen werden kann.

Erforderliche Daten

Europaweit besteht das so genannte bargeldlose SEPA-Verfahren (SEPA = Single Euro Payments Area, zu Deutsch Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum), über das Überweisungen seit 2008 abgewickelt werden. Durch die SEPA-Überweisung ist es möglich, auch Auslandsüberweisungen (EU, Schweiz, Liechtenstein, Norwegen und Island) problemlos vorzunehmen. Folgende Daten gehören auf die SEPA-Überweisung:

  • Name des Empfängers/Begünstigten
  • IBAN (internationale Kontonummer) des Empfängers/Begünstigten
  • Überweisungsbetrag (in Euro inklusive Centwert)
  • Verwendungszweck
  • Absender- bzw. Kontoinhaberangaben (Name, Firma, Ort etc.)
  • IBAN des Absenders/Kontoinhabers

Die Vorteile der Überweisung

Schnell und unkompliziert gestaltet sich der Vorgang, der sich darüber hinaus ganz einfach am heimischen Computer vornehmen lässt. Die Zahlung wird dabei auf gesicherten Zugängen geleistet, kann also von unbefugten Dritten nicht eingesehen oder beeinflusst werden.

Lediglich der Sender und der Empfänger erhalten Kenntnis über den Geldtransfer. Das im Übrigen relativ schnell, ist die Überweisung doch binnen weniger Tage abgeschlossen.

Auch im Sinne der Rechtssicherheit und der eigenen finanziellen Planungen also ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Zudem muss nicht mit Bargeld hantiert werden, was gerade bei höheren Summen stets ein Risiko darstellt. Das Bezahlen einer Rechnung erfolgt somit gänzlich virtuell, denn konkret betrachtet wechselt nicht eine einzige Münze den Besitzer.

Sehr unkompliziert und schnell am heimischen Computer erledigt - die Banküberweisung
Sehr unkompliziert und schnell am heimischen Computer erledigt - die Banküberweisung

Die Nachteile der Überweisung

So einfach das Verfahren klingt, so beinhaltet es speziell in seinem reibungslosen Ablauf die größten Tücken: Egal, ob der Überweisungsträger per Hand oder online am Computer ausgefüllt wird, bereits ein kleiner Zahlendreher kann langwierige Folgen haben. Im besten Falle ist die Geldleistung dann lediglich nicht durchführbar, da das irrtümlich angegebene Konto nicht gefunden werden konnte. Im schlimmsten Falle wird die Zahlung aber auf ein fremdes Konto vorgenommen.

Zwar kann der Abgleich zwischen dem Namen des Empfängers sowie seiner Bankverbindung diesen Fehler ausschließen. Nicht selten kommt es aber tatsächlich dazu, dass ein fremder Adressat das Geld erhält. Nun wird es für den Sender indes schwierig, die gezahlte Summe zurückzuerhalten.

Tipps im Umgang mit der Überweisung

Grundsätzlich hat sich diese Form des Geldtransfers aus guten Gründen etablieren können. Selbst bei höheren Summen wird sie keinerlei Schwierigkeiten hervorrufen. Wer dabei nicht ständig mit dem ausgefüllten Formular in die Bank gehen möchte, tut gut daran, sich einen Zugang zum Onlinebanking eröffnen zu lassen.

Jede Form einer Bezahlung kann nun schnell und unkompliziert von daheim vorgenommen werden – selbst nachts und an den Wochenenden. Dennoch muss vor jeder Überweisung akribisch überprüft werden, ob die angegebenen Kontodaten auch tatsächlich mit jenen des Empfängers übereinstimmen. Nur damit lassen sich die negativen Aspekte dieser Zahlungsform verhindern. Die eigenen Nerven werden es danken.

Ausführungsfristen

Wer sicherstellen möchte, dass der zu überweisende Betrag pünktlich beim Empfänger ankommt, beispielsweise im Falle einer Rechnung, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt beglichen werden muss, sollte über die Ausführungsfristen Bescheid wissen. Es handelt sich um maximale gesetzliche Fristen, die den Zeitraum zwischen deim Tag des Zahlungsauftrags (bzw. dessen Eingang) sowie den Tag der Gutschrift auf dem Konto des Zahlungsempfängers bestimmen.

Es gilt:

  • 1 Tag für Überweisungen in Euro innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)
  • 2 Tage für Überweisungen, die via Überweisungsdruck in Auftrag gegeben werden
  • 4 Tage für Überweisungen innerhalb des EWR, die nicht in Euro erfolgen

Auch Werstellungen am selben Tag sind möglich; diese werden von den Geldinstituten beispielsweise als Schnellüberweisung, Blitzüberweisung oder Eilüberweisung angeboten.

Vor allem ältere Mitbürger halten nicht viel von Online-Banking und Geldautomaten

Altes Ehepaar sitzt auf der Couch, sie hält eine Tasse, er einen Laptop
Senior couple with laptop © Photographee.eu - www.fotolia.de

Hohe Flexibilität und jede Menge Zeitersparnis versprechen Geldinstitute durch Überweisungen und sonstige Transaktionen per Online-Banking. Doch nicht alle Kunden sind von dem virtuellen Angebot wirklich begeistert. Vor allem ältere Mitbürger halten wenig davon, ihre Bankgeschäfte im Internet zu tätigen.

Eine repräsentative Umfrage der GfK Marktforschung Nürnberg bei 2.014 Personen ab 14 Jahren im Auftrag des „Senioren Ratgebers“ hat jetzt ergeben, dass fast neun von zehn der Ab-60-Jährigen ( 87,0%) kaum die Möglichkeiten des Online-Banking nutzt. Die Senioren bevorzugen vielmehr den persönlichen Kontakt zu ihrem Geldinstitut. Fast die Hälfte der 60- bis 69-Jährigen (48,5 %) und mehr als zwei Drittel der Ab-70-Jährigen (68,2 %) beauftragen für Geldgeschäfte jeglicher Art meist persönlich einen Bankmitarbeiter.

Auch Geldautomaten sind vielen von ihnen suspekt. Ein Drittel der 60- bis 69-Jährigen (33,6 %) und knapp jeder zweite Ab-70-Jährige (47,6 %) lässt sich abgehobenes Bargeld lieber von einem Bankangestellten ausbezahlen.

Experten der Deutschen Bundesbank kritisieren die Kreditinstitute

Gebäude - Zwei Wolkenkratzer unter blauem Himmel
wolkenkratzer © Philip Lange - www.fotolia.de

Wie Hans Georg Fabritius, ein Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, dem "Handelsblatt" gegenüber erklärte, müssen die Kreditinstitute nach der letzten Panne mit den Kreditkarten entsprechende Maßnahmen ergreifen, damit so etwas in Zukunft nicht mehr geschehen kann.

Weiterhin sollte eine bessere Information den Kunden gegenüber erfolgen und die Fehleranalyse müsse sorgfältig erfolgen. Durch den Jahreswechsel kam es aufgrund eines Software-Fehlers auf den integrierten Chips zu millionenfachen Problemen bei den EC- oder Kreditkarten an den Geldautomaten, beziehungsweise bei Bezahlen in den Geschäften.

Die betroffenen Banken, beziehungsweise Sparkassen, wollen wie auch der niederländische Hersteller der Chips versuchen die Probleme zentral zu lösen, denn ein Austausch der etwa 30 Millionen Kredit- und EC-Karten würde erhebliche Kosten verursachen. Auch die Kunden müssten dann sich auf eine neue "PIN-Nummer" einstellen. Eigentlich hatte man mit großen Problemen bei der "Jahrhundert-Umstellung", vom Jahr 1999 auf das Jahr 2000, gerechnet, was damals aber nicht passierte, vielleicht wurden seinerzeit die Software-Programme besser ausgetestet?

Vorsicht vor dem Zahlendreher - Rückbuchung kann bis zu 35 Euro kosten

Dunkelhaarige Frau vor ihrem Laptop fasst sich mit besorgtem Blick an die Stirn
worry © Coka - www.fotolia.de

Seit einigen Monaten nehmen Banken keinen Abgleich mehr zwischen Kontonummer und Kontoinhaber vor, wenn sie eine vom Kunden getätigte Überweisung buchen. Hat sich dann beim Online-Banking oder dem Ausfüllen des Überweisungsformulars ein Zahlendreher eingeschlichen, geht das Geld auf ein falsches Konto. Das gilt auch, wenn Name und Kontonummer nicht übereinstimmen. Wer Glück hat, hat in einem solchen Fall eine Kontonummer angegeben, die nicht existiert - das Geld wird dann automatisch nicht überwiesen. Existiert das Konto jedoch, muss eine Rücküberweisung vorgenommen werden und das kann richtig teuer werden.

"Auch große Institute verlangen 10, 25 oder 30 Euro", weiß Max Herbst, Chef der unabhängigen Finanzberatung FMH in Frankfurt. Deswegen: Jede Angabe dreimal überprüfen, bevor die Überweisung getätigt wird.

Sicherheitslücken - Immer mehr Deutsche haben kein Vertrauen mehr in Online-Banking

Viele Deutsche wollen aus Angst um ihr Geld kein Online-Banking nutzen

Hände schützend um kleines Sparschwein gelegt
Protect your money © Jakub Krechowicz - www.fotolia.de

Online-Banking ist eigentlich eine gute Sache. Man muss nicht jedes mal zu einer Filliale seiner Bank gehen, um Überweisungen zu machen, auch den Kontostand kann man jederzeit einsehen. Aber nachdem bekannt ist, dass auch das Online-Banking nicht sicher ist vor Fremden Übergriffen, verlassen sich die Deutschen zunehmend weniger auf dieses Angebot der Banken.

Im Jahre 2009 sind 2859 Online-Banking Kunden in sogenannte Phishing-Fallen getappt. Dies sind meist gefälschte Internetseiten, oder E-Mails, die aussehen als wären sie von der Bank des Kunden, in denen die Opfer aufgefordert werden ihre Bankdaten anzugeben. Deshalb haben viele nun Angst, dass ihre Daten beim Online-Banking nicht sicher sind. Von 1000 Befragten wollen 20,2% kein Online-Banking benutzen.

Dabei können die Kunden selbst etwas für die Sicherheit ihrer Daten tun. Es gibt spezielle Sicherheitssoftware, die auf dem PC installiert wird und somit zumindest vor einem Teil der Übergriffe schützen kann. Auch sollte man regelmäßig seine Kontoauszüge checken und wenn dort irgendetwas unerklärliches abgebucht wurde sofort die Bank in Kenntnis setzen und den Betrag gegebenenfalls zurückbuchen lassen.

Sicheres Online-Banking: Visa baut Computer mit Display in Kreditkarten ein

Geschäftsfrau hält eine blaue Kreditkarte und tippt die Daten in einen Laptop ein
Businesswoman Hands Using Credit Card And Laptop © Andrey Popov - www.fotolia.de

Die Kreditkartenorganisation VISA wird Ende des Jahres den Prototyp einer neuen, noch sicheren Kreditkarte an 8.000 Kunden in sechs verschiedenen Ländern ausgeben. Laufen die Tests erfolgreich, wird ab 2012 jeder VISA Nutzer eine Karte mit bisher einzigartiger technischer Ausstattung erhalten.

Da immer mehr Menschen auch im Internet von ihrer Kreditkarte Gebrauch machen, auf Online-Banking umsteigen oder bei Online-Stores einkaufen, hat VISA nun einen winzigen Computer in die neuste Kartengeneration eingebaut, auf welchem PINs direkt eingegeben werden können. Für Bezahlvorgänge können einmalige Passwörter eingegespeist werden und dynamisch erzeugte TAN-Nummern für Überweisungszwecke vor Ort generiert werden. Eingabevorrichtung und Display befinden sich auf der Rückseite der so genannten CodeSure-Karten. Die Möglichkeiten für Missbrauch und Fremdnutzung werden somit drastisch reduziert, das Geld des Kunden ist vor Hackern so gut geschützt wie nie zuvor.

Müssen wir uns eine neue Kontonummer merken?

IBAN und BIC statt nationaler Kontonummer und Bankleitzahl - was sich ändern könnte

Wenn es nach dem Willen der EU-Kommission geht, so müssen sich Bankkunden ab dem Jahr 2013 an neue Kontonummern gewöhnen, die deutlich länger sind. So sollen die heutige nationale Kontonummern, die schon zehn Ziffern haben, und die achtstellige Bankleitzahl durch die internationalen IBAN und BIC ersetzt werden. Hierbei besteht die IBAN aus 22 Ziffern und die BIC (Bankleitzahl) hat dann elf Stellen.

Dies soll aber nicht nur, wie schon heute bei Auslandsüberweisungen üblich, auch für die normale Überweisung in Deutschland gelten. Aber Verbraucherschützer und auch die Bundesregierung befürchten dann ein Chaos und plädieren für die weitere alte Verwendung. So sollen die Banken, was auch technisch kein großes Problem ist, die bisherigen Kontonummern einfach in die IBAN, der "International Bank Account Number", und BIC ("Bank Identifier Code") maschinell umsetzen.

Zusammensetzung

Übrigens: in Deutschland setzt sich die IBAN aus dem zweistelligen Ländercode DE, einer zweistelligen Prüfziffer, der Bankleitzahl und der Kontonummer zusammen. Bei Kontonummern, die weniger als zehn Stellen haben, werden linksbündig mit Nullen aufgefüllt.

Der BIC besteht aus einem vierstelligen Bank-Code, ein Länder-Code mit zwei Stellen, ein sogenannter Ortscode aus zwei Stellen und drei Stellen für die Abteilung oder Filiale.

Welche Bank bietet das beste Girokonto

Um Geld zu sparen muss man viel beachten, auch bei der richtigen Wahl des Kreditunternehmens

Rechte Hand zieht Geld aus Geldautomat heraus
geld abheben © Stefan Redel - www.fotolia.de

Neulich wurden von n-tv Wissen in Zusammenarbeit mit der FMH-Finanzberatung einmal die Banken bezüglich der Qualität und Kosten überprüft. Hierbei stellte man fest, dass es immer noch Banken gibt, die von ihren Kunden eine pauschale Kontoführungsgebühr in Rechnung stellen und sich zusätzlich EC-Karte und Kreditkarten bezahlen lassen.

Geld ausgeben ist leicht, sparen hingegen nicht

Vor allem Buchungsvorgänge werden manchmal sogar mit bis zu zwei Euro berechnet, wenn man diese nicht selber online tätigt. Bei Überziehung des Kontos, aber selbst bei Guthaben verdienen die Banken besonders viel Geld. So zahlt der Kunde manchmal 14 Prozent Zinsen im Rahmen seines Dispositionskredits.

Beim Sparen Geld zu gewinnen ist jedoch wesentlich schwieriger. Die meisten Banken zahlen dem Kunden zwar bei Guthaben auf Kreditkarten- oder Tagesgeldkonten hohe Zinsen, doch muss der Kunde dies immer selber im Auge haben und das Geld dementsprechend transferieren.

Online-Banking als neue Zukunft?

So gingen in die Bewertung möglichst geringe Kosten bei der Kontoführung aber auch bei der Bargeldabhebung, auch an Geldautomaten von anderen Banken, ein, denn dies belastet ein Girokonto. An der Spitze lagen so die HypoVereinsbank, danach die Norisbank und die Targobank. Die netbank konnte die Tester bei den Online-Banken überzeugen.

Im Fazit meint auch Max Herbst von der FMH-Finanzberatung, dass man vielleicht mehr auf das Online-Banking setzen sollte, das rund um die Uhr verfügbar und preiswerter ist, denn man sollte einmal überlegen, wann man zum letzten Mal mit einem der Bankangestellten in seiner Filiale gesprochen hat.

Nicht nur in den großen Metropolen, sondern auch in den Großstädten werden Bankkunden gut beraten

Hier werden Bankkunden gut beraten - regionale und überregionale Geldinstitute im Test

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

Nicht nur in den ganz großen deutschen Metropolen, sondern auch in Städten wie Wiesbaden, Aachen oder Chemnitz, mit einer Einwohnerzahl zwischen 240.000 und 300.000, werden die meisten Bankkunden gut beraten, wie das Deutsche Institut für Servicequalität (DISQ) bei einem Test feststellte.

Banken gehen zu selten auf individuelle Wünsche der Kunden ein

Bei dem Test wurden 46 regionale und überregionale Geldinstitute in Auftrag von n-tv untersucht. Von den untersuchten Banken konnten auch 70 Prozent mit einer guten, beziehungsweise auch sehr guten Beratung überzeugen, doch wird leider zu selten auf die individuellen Wünsche der Kunden eingegangen.

Die Beurteilung über die Freundlichkeit und das Wissen fiel durchwegs positiv aus. Bei telefonischen Service zeigten sich aber doch einige Schwächen, so wurden nur 40 Prozent der Anrufer auf ihre Belange hin gut beraten.

Testsieger

Bei Anfragen über E-Mail kamen zwar die Rückantworten innerhalb eines Tages, aber 33 Prozent waren unvollständig oder enthielten Schreibfehler. Bei den Testsiegern sind einmal die Targobank, die Sparda-Bank sowie die PSD Bank München zu nennen, die sich in einer oder sogar in mehreren Städten auf dem ersten Platz wiederfanden.

Beim Service schnitten besonders die Santander Bank in Mönchengladbach und Aachen ab, sowie die Volksbank Ruhr Mitte in Gelsenkirchen und die Volksbank Karlsruhe.

Testkriterien

Unter den Testkriterien waren neben dem Service und der Beratung auch die einzelnen Konditionen, beispielsweise für Girokonto, Tagesgelder, sowie Kredite und Baufinanzierung mit berücksichtigt worden.

TANs haben ausgedient - Geldinstitute stellen um

Fachleute sind der Meinung, dass das TAN-Verfahren ausgedient hat und dem chipTAN-Verfahren die Zukunft gehört

Geschäftsmann sitzt am Tisch und zählt Geldmünzen
Businessman with coins © Jozsef Szocs - www.fotolia.de

Bei vielen deutschen Geldinstituten hat das TAN-Verfahren ausgedient. Die gute, alte TAN-Liste auf Papier ist bei einigen Banken bereits Vergangenheit. Andere Unternehmen wie die Deutsche Bank oder die Hypovereinsbank lassen ihren Kunden dagegen die Wahl, welches Verfahren sie anwenden wollen.

iTAN-Listen

Doch wie steht es mit dem Schutz vor Betrügern? Etwas mehr Sicherheit beim TAN-Verfahren bieten durchnummerierte iTAN-Listen. Der Computer fordert den Benutzer auf, eine zufällig ausgewählte TAN einzugeben. Doch auch hier ist Vorsicht geboten. Internetkriminelle können diese Nummern abfangen oder dank eines Trojaners die Betrags- und Empfängerdaten bei einer Überweisung ändern.

mTAN und smsTAN

Dies ist auch bei der Variante mit einer mTAN oder smsTAN möglich. Hier erhalten Bankkunden ihre TAN per SMS auf ihr Handy. Diese ist nur wenige Minuten gültig. Zwar gilt diese Methode als sicherer als die TAN-Listen auf Papier, doch mit Spionage-Apps oder ähnlichen Programmen können Betrüger auch hier Daten abfangen.

chipTAN-Verfahren

Zahlreiche Fachleute sind der Meinung, dass dem chipTAN-Verfahren die Zukunft gehört. Hier benötigt der Kunde einen TAN-Generator, der in den meisten Fällen zwischen 10 und 15 Euro kostet und bei dem jeweiligen Geldinstitut erhältlich ist.

Bei einem Bankgeschäft erhalten Benutzer einen Code. Anschließend müssen sie ihre reguläre Chipkarte in den Generator stecken und den Code eintippen. Das Gerät erzeugt eine TAN, die ebenfalls nur kurze Zeit gültig ist. Solch ein Generator kann auch für mehrere Konten genutzt werden.

Bald gilt für alle EU-Bankkunden nur noch die 22-stellige IBAN-Kontonummer

Bisher haben Bankkunden nur bei "SEPA"-Überweisungen in die europäischen Länder die sogenannte IBAN Kontonummer mit der internationalen Banknummer (BIC) angegeben. Bei allen anderen Inlandsüberweisungen wurden immer nur neben der Bankleitzahl (BLZ) die Kontonummer des Empfängers angegeben. Nun werden alle Bankkunden EU-weit sich auch bei Inlandsüberweisungen ab dem 1. Februar 2014 auf die 22-stellige IBAN gewöhnen müssen, wobei aber dann auch die BIC entfallen wird.

In dieser IBAN Nummer steckt neben der Landeskennziffer die Bankleitzahl und auch die Kontonummer. Diese Änderung hat das Europaparlament in Straßburg mit großer Mehrheit beschlossen. Bei den Inlandsüberweisungen hat man eine Frist bis zum Jahr 2016 vereinbart. Sinn und Zweck der ganzen Umstellung sind Einsparungen von Überweisungsgebühren.

In Deutschland werden die Banken dies automatisch umstellen und auch bei Daueraufträgen mittels Lastschriftverfahren über "SEPA" braucht sich der Kunde keine Gedanken machen, denn die alten Aufträge sind weiterhin gültig.

Wie kann man vom Sparbuch das Geld auf ein anderes Konto überweisen?

Sparen - Frau legt Geldmünzen aufeinander
Frau mit Münzstapel beim Geld sparen © Gina Sanders - www.fotolia.de

Viele deutsche Sparer besitzen noch das gute alte Sparbuch, wo sich vielleicht über Jahre hinweg eine stattliche Summe angesammelt hat. Doch die Zeit der hohen Zinsen ist schon lange vorbei und mancher Sparer ärgert sich um die niedrige Verzinsung auf dem Sparbuch, so dass er vielleicht das Guthaben auf ein Tageskonto überweisen will. Doch dies ist nicht ohne Weiteres möglich, denn von einem Sparbuch lassen sich keine Überweisungen direkt auf ein anderes Konto, zum Teil vielleicht noch bei einem anderen Institut, tätigen.

So muss man in den meisten Fällen dann das Geld abheben und bei dem anderen Institut in bar einzahlen. Doch es gibt trotzdem auch die Möglichkeit sich das Geld von dem Institut, wo sich das Sparguthaben befindet, zu seinem Girokonto überweisen zu lassen, was aber Gebühren kostet, die man erfragen muss. Wenn man aber bei der Bank ein Girokonto hat, so kann man das Geld bargeldlos von dem Sparbuch auf das Girokonto transferieren, was in der Regel kostenlos ist, und von dort also dann weiter überweisen.

Online-Banking - Auf TAN-Eingabe sollte verzichtet werden

Wer beim Online-Banking angeblich von der eigenen Bank dazu aufgerufen wird, eine TAN-Nummer einzugeben, nur damit zum Konto zugegriffen werden kann, sollte diese auf keinen Fall angeben.

Hier handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um einen Trickbetrug. Wer dennoch eine TAN angibt und dann sein Konto leer geräumt bekommt, kann nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs nicht seine Bank dafür verantwortlich machen. Insbesondere dann, wenn die Bank auf ihrer Homepage Verbraucher über die Methode der Trickbetrüger informiert, haben abgezockte Kunden schlechte Karten.

Mit TAN-Nummer sollte man daher lieber sehr vorsichtig umgehen.

Vorsicht beim Online Banking - Trojaner Tatanga liest TAN aus

Sicherheit im Internet: Bild eines geöffneten Schlosses, im Hintergrund Zahlen und Buchstaben (Code)
geöffnetes virtuelles Schloss © fotogestoeber - www.fotolia.de

Noch immer gibt es beim Online-Banking noch keine hundertprozentige Sicherheit, was auch an immer raffinierteren Trojanern wie dem aktuellen Tatanga liegt. Dieser hat vor allem deutsche Bankkonten im Visier, genauer gesagt die mobilen TAN-Nummern der Kunden.

Sobald sich der Trojaner auf dem heimischen Rechner eingenistet hat, startet er unbemerkt vom Nutzer eine Überweisung, bevor er den jeweiligen Kontostand genau unter die Lupe nimmt. Sobald der Bankkunde nun auf der vorgetäuschten Homepage des Kreditinstitutes seine TAN in das Formular eingibt, bestätigt er unbeabsichtigt die Transaktion auf das Betrügerkonto. Der Trojaner gaukelt dem Nutzer eine Sicherheitsüberprüfung vor, weshalb der angegebene Betrag nicht abgebucht wird und das entsprechende Empfängerkonto nicht exestiere.

Allerdings ist der Text der falschen Bankseite mit Rechtschreibfehlern gespickt und außerdem würde eine Bank seine Kunden niemals zu einer Probeüberweisung veranlassen.

Die 22-stellige IBAN-Kontonummer wird erst ab 2016 zur Pflicht

Nach dem Willen der Europäischen Union sollen ab Februar 2014 alle Bankkunden nur noch die 22-stellige IBAN-Kontonummer verwenden, die aus einer Kombination von Buchstaben und Zahlen besteht. Jetzt plant aber der Bundestag eine Verlängerung der Frist für diese Einführung, so dass deutsche Bankkunden wohl noch bis zum 1. Februar 2016 ihre alten Kontenverbindungen benutzen können, die einmal aus der Bankleitzahl des Geldinstituts und der persönlichen Kontonummer bestehen.

Auch an dem Elektronischen Lastschriftverfahren (ELV) soll sich bis zu diesem Datum dann nichts ändern. Bei diesem Lastschriftverfahren werden vom Verkäufer die auf der Karte vorhandenen Daten für den Einzug benutzt und der Kunde braucht dabei auch nicht seine persönliche "Pin-Nummer" eingeben.

Nach dem 1. Februar 2016 aber werden nationale Überweisungen und Lastschriften im europäischen Zahlungsraum (SEPA) endgültig einheitlich.

Bei Überweisung Fehler unterlaufen? Geld kann gegen Gebühr rückgebucht werden

Kommt es bei einer Banküberweisung versehentlich zu einem Fehler, zum Beispiel weil ein falscher Empfänger eingetragen wurde, kann der Sender des Geldes die Überweisung rückgängig machen. Dafür muss der Kunde jedoch eine Gebühr zwischen 5 bis 45 Euro zahlen. Der genaue Betrag hängt vom Bankunternehmen ab.

Wurde das Geld allerdings zwischenzeitlich abgebucht, kann der Betrag nicht mehr zurückgeholt werden. Dennoch verlangen einige Banken die Rückforderungsgebühr, sobald der Kunde den Auftrag zur Rückbuchung gibt. Außerdem sollte man sich bei einem solchen Fehler beeilen. Denn das Geld kann nur innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Überweisungsauftrag problemlos wieder zurückgeholt werden. Wer zu lange wartet, der muss mit den Folgen seiner Fehlüberweisung leben.

Sparkassen führen "Bürgerkonto" für alle ein

Ab Oktober wollen die deutschen Sparkassen ein sogenanntes "Bürgerkonto" anbieten. Damit sollen auch Personen eine Bankverbindung erhalten, die bislang nie ein Girokonto besessen haben, oder es verloren haben, da ihnen ihre Bank aufgrund von nicht zurückgezahlten Schulden gekündigt hat.

Schätzungen zufolge gibt es bundesweit mehrere hunderttausend Betroffene, die ohne ein Girokonto auskommen müssen. Verbraucherschützer kritisieren dies schon seit längerem. Nun soll das "Bürgerkonto" für jedermann Überweisungen oder Zahlungen mit der EC-Karte ermöglichen. Es kann jedoch nicht überzogen werden. Die Sparkassen versichern, dass die Gebühren nicht höher sein sollen als bei jedem anderen Girokonto.

Ombudsleute, die bei Konflikten zwischen Bank und Kunden eine Einigung erzielen sollen, teilten mit, dass Geldhäuser armen Kunden das Girokonto kündigen, wenn sie etwa einen Ratenkredit nicht mehr bedienen könnten. Da ihr Einkommen zu gering ist, weigern sich andere Institute, sie aufzunehmen. Selbst der Schlichterspruch des Ombudsmanns schafft nicht immer Abhilfe.

Die Bundesregierung hatte kürzlich beanstandet, dass Kreditinstitute die Schlichtersprüche in Streitfällen nicht verbindlich annehmen würden. Zudem plant die EU weitergehende rechtliche Vorgaben für Jedermann-Konten.

Grünes Licht für die Umstellung auf die 22-stellige IBAN-Nummer ab 2014

Ab dem Jahr 2014 gelten die neuen europaweiten Regelungen beim Zahlungsverkehr mit den einheitlichen Kontonummern (IBAN). Hierbei handelt es sich um eine 22-stellige Kontonummer, die die bisherigen Zahlenkombinationen ersetzen werden, so dass auch Überweisungen innerhalb von Europa vereinfacht werden. Diese neue IBAN gilt aber auch dann für alle Überweisungen innerhalb von Deutschland, doch alte Lastschriftaufträge brauchen nicht erneuert werden.

Die 22-stellige IBAN in Deutschland setzt sich einmal aus einem 2-stelligen Ländercode (DE für Deutschland), einer 2-stelligen Prüfziffer, und schließlich aus der bekannten Bankleitzahl (8-stellig) und der Kontonummer (10-stellig) zusammen. Je nach europäischen Land kann die IBAN aber auch nur 15 oder sogar 34 Stellen haben, weil sie auch in europäischen Ländern außerhalb der EU eingeführt werden soll. Bei Überweisungen ins Ausland fällt dann die alte europäische Bankleitzahl BIC weg.

Aber Bankkunden können in Deutschland noch bis Anfang 2016 die alte Zahlenkombination benutzen, wenn die jeweiligen Geldinstitute diese automatisch in die neue IBAN umsetzen.

IBAN und SEPA – Bankkunden sollten sich vorbereiten

Viele Banken haben ihre Kunden bereits informiert, die Verunsicherung ist allerdings noch groß: Was muss man über IBAN und SEPA wissen? Abgesehen von einer Menge neuer Zahlen und Kürzel ändert sich für deutsche Bankkunden wenig. Im Vergleich zu anderen Ländern steht Deutschland mit nur 22 Zeichen für die neue Kontonummer sogar gut da. Dennoch sollte man sich einige Daten einprägen.

SEPA steht für das einheitliche europäische Zahlungssystem, das am 1. Februar 2014 in Kraft tritt. Ab dann sollten alle Lastschriften oder Überweisungen auf den internationalen Standard mit den verlängerten IBAN-Nummern umgestellt sein. Unternehmen bereiten ihre Buchhaltung deshalb schon jetzt vor.

Private Bankkunden haben eine zweijährige Schonfrist bis zum 1. Februar 2016. Wer die Umstellung verschläft, muss nicht fürchten, dass seine Zahlungen nicht ankommen. Das Einfügen der richtigen IBAN übernimmt die Bank. Lediglich Anträge für Kindergeld und Rente verlangen schon heute die internationale Nummer. Man findet sie auf dem Kontoauszug. Ganz neu ist IBAN außerdem nicht. Die 22 Zeichen setzen sich aus der bisherigen Kontonummer, der Bankleitzahl, einigen Nullen und einer zweistelligen Prüfnummer zusammen. Hinzu kommt der Ländercode DE für Deutschland.

Man muss sich also nur die richtige Reihenfolge merken. Falls sich beim Ausfüllen von Überweisungen oder am Automaten trotzdem Zahlendreher einschleichen, blockiert die Prüfnummer den Zahlvorgang. Bei Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen ändert sich vorerst nichts.

Bei einem Kontowechsel sollte nicht nur auf die Kontoführungsgebühren geachtet werden

Auf Grund der Kontoführungsgebühren für ihr Girokonto ziehen viele Bankkunden einen Wechsel zu einer anderen Bank in Betracht. Doch bei einem Wechsel sollte man auch einige andere Dinge beachten.

Zunächst gilt es zu entscheiden, ob eher eine Direktbank oder lieber doch eine Filialbank in Frage kommt. Direktbanken sind vor allem für Kunden geeignet, die Bankgeschäfte ausschließlich online tätigen. Kontoführunggebühren entfallen bei Direktbanken meist. Dafür stehen oft keine oder nur wenige Filialen und damit auch kaum Geldautomaten zur Verfügung. Somit kann das Geldabheben teuer werden, da man auf Automaten anderer Banken angewiesen ist, die für das Geldabheben von bankfremden Konten meist ordentlich Gebühren verlangen.

Auch sollte man bei einem Kontowechsel die anderen Leistungen und Kosten der Banken vergleichen, etwa für Dispozinsen sowie eventuelle Karten- und Überweisungsgebühren. Ratsam ist es auch nach einem Kontowechsel das alte Konto noch einige Monate mit einem geringen Betrag parallel laufen zu lassen, um für unerwartete Abbuchungen gewappnet zu sein und ausschließen zu können, dass man vergessen hat jemandem die neue Kontoverbindung mitzuteilen.

Das richtige Girokonto – Tipps zur Kostenanalyse

Drei Geschäftsleute sitzen am Tisch und besprechen einen Vertrag
three business people talking about contract © endostock - www.fotolia.de

Jeder Deutsche hat das Recht auf ein eigenes Girokonto. Die Banken dürfen Interessenten daher nicht abweisen. Angesichts der unterschiedlichen Konditionen sollten Verbraucher sich ihr Geldinstitut aber genau aussuchen. Worauf kommt es an?

1. Kritischer Blick auf die Kosten.

Ein Girokonto ist selten umsonst. Wenn keine monatlichen Grundgebühren anfallen, holen sich die Banken ihr Geld oft auf anderem Weg. Üblich sind etwa Gebühren für Überweisungen oder Geldabheben im Ausland. Wer viel auf Reisen ist oder bei Ebay einkauft, zahlt dann drauf.

2. Zumindest das Geldabheben sollte gratis sein.

Empfehlenswert sind daher Banken mit einem großen Filialnetz, bei denen man zu Hause und unterwegs immer kostenlos an Geld kommt. Die Sparkasse bietet bundesweit mehr als 25.000 Automaten, Volks- und Raiffeisenbanken kommen auf knapp 20.000.

3. Vergleich Filialbank und Direktbank.

In aller Regel ist das Girokonto bei einer Direktbank billiger. Wer nicht gern mit dem Computer arbeitet und einen persönlichen Ansprechpartner haben möchte, ist jedoch bei der Bank um die Ecke besser aufgehoben.

4. Extras wie Dispo oder Kreditkarte prüfen.

Ein Dispositionskredit kann nützlich sein. Da die Banken unterschiedliche Zinssätze verlangen, sollte man jedoch vergleichen. Und auch die Kosten für eine Kreditkarte fallen verschieden aus. Entscheidend ist der monatliche Umsatz auf den Girokonto.

Das optimale Gehaltskonto – kostenlos und gut verzinst

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

Wer jeden Monat ein festes Gehalt überwiesen bekommt, wird von den Banken derzeit hofiert. Zahlreiche Geldinstitute werben mit Prämien um Neukunden. Bei der Auswahl eines Gehaltskontos spielen aber auch Zinsen und Gebühren eine entscheidende Rolle. Welches Konto ist das richtige?

Ob online oder Filialbank – die meisten Anbieter haben heute kostenlose Kontomodelle im Programm. Angestellte können so bis zu 100 Euro Gebühren jährlich sparen. Voraussetzung ist allerdings ein Mindestgeldeingang oder eine Mindesteinlage, sodass nur Kunden mit festen Einkünften profitieren. Damit das Konto wirklich lohnt, sollte die Bank außerdem eine gute Verzinsung für das Guthaben bieten – idealerweise verknüpft mit einem Tagesgeldkonto.

Etwas anders sieht die Situation für Kunden aus, die regelmäßig den Dispositionskredit in Anspruch nehmen. Immerhin jedes sechste Girokonto in Deutschland wird in den roten Zahlen geführt. Wer denkt, dass er bei klammen Verhältnissen die Bank wechseln muss, irrt aber: im aktuellen Vergleich schneiden die Top-Banken für Guthabenkunden auch bei den Zinsen für den Dispo gut ab. Jeweils ganz vorne liegen etwa Ing-DiBa und DAB-Bank.

Die Sepa-Umstellung rückt näher – was Verbraucher jetzt wissen sollten

Rechte Hand zieht Geld aus Geldautomat heraus
geld abheben © Stefan Redel - www.fotolia.de

Für Bankkunden wird es ernst: ab dem 1. Februar 2014 wird der Zahlungsverkehr auf den einheitlichen europäischen Standard Sepa umgestellt. Schon jetzt sind die Neuerungen auf dem Kontoauszug erkennbar. Und auch bei Überweisungen, Lastschriften und Kundenkonten im Internet müssen Verbraucher sich mit veränderten Regeln befassen.

Was ist neu bei Überweisungen?

Mit Sepa werden die bisherigen Bankleitzahlen und Kontonummern abgeschafft und durch die 22-stellige Iban ersetzt. Theoretisch müssten Privatkunden darum ab Februar wesentlich mehr Ziffern auf die Überweisungsformulare schreiben. Wenn das Geld an einen Empfänger in Deutschland geht, können sie jedoch bis zum 31. Januar 2016 weiter die alten Nummern verwenden.

Was ändert sich bei Daueraufträgen und Einzugsermächtigungen?

Auch Daueraufträge laufen unverändert weiter. Für Einzugsermächtigungen bedeutet der Übergang in die europäische Zahlungswelt jedoch das Aus. Sie werden durch das Sepa-Lastschriftmandat ersetzt. Bereits erteilte Ermächtigungen werden von der Bank automatisch angepasst, bis 2016 können auch Zahlungen per EC-Karte wie bisher getätigt werden.

Das System bietet außerdem einen Vorteil für Verbraucher: sie können der Zahlung jetzt bis zu acht Wochen nach dem Abbuchen widersprechen. Nach altem Recht war dies nur sechs Wochen lang möglich.

Wie klappt das Online-Shopping?

Beim Shopping im Internet müsste der Händler für das Lastschriftverfahren künftig eine unterschriebene Einwilligungserklärung einholen. Da dies unpraktikabel ist, werden die meisten Shops aber auf diese Legitimation verzichten. Für bestehende Kundenkonten oder Paypal-Zahlungen werden die Einzugsermächtigungen automatisch umgewandelt.

Tages- und Festgeld: Finanztest nennt die attraktivsten Angebote für Sparer

Lederportemonnaie mit Geldscheinen und verschiedenen Karten
Geldbörse © Michael S. Schwarzer - www.fotolia.de

Die Niedrigzinspolitik zehrt am Vermögen der Sparer. Nur selten liegt die Rendite oberhalb der Inflationsrate. Aber es gibt noch lukrative Angebote. Wo sich das Geld am besten vermehrt, hat Finanztest ermittelt. Insgesamt 122 Geldinstitute haben die Prüfer unter die Lupe genommen.

Anlageformen mit verbraucherunfreundlichen Konditionen wie hohen Gebühren, Zusatzkosten oder extrem kurzen Laufzeiten wurden nicht berücksichtigt. Außerdem kamen nur Banken mit einer Einlagensicherung von mindestens 100.000 Euro pro Kunde auf die Liste.

Die neuesten Ergebnisse

Fazit: Direktbanken bieten die attraktivsten Zinsen und verlangen die niedrigsten Gebühren. Bei den Tagesgeldkonten führt MoneyYou, das Online-Institut der ABN Amro Bank. Der Zinssatz liegt derzeit bei 1,45 Prozent. Und auch weitere niederländische Banken können punkten. Die Amsterdam Trade Bank und die NIBC Direct bieten 1,40 Prozent pro Jahr.

Längerfristige Geldanlagen höher verzinst

Wer sein Geld längere Zeit anlegen möchte, kann aber noch mehr Zinsen kassieren. Für dreijähriges Festgeld zahlten die NIBC Direcht und die österreichische Denizbank 2,15 Prozent. Verlängert man die Anlagezeit auf fünf Jahre, erhöhen sich die Zinsen bis auf 2,45 Prozent. Bei zehn Jahren klettern sie sogar über die Drei-Prozent-Hürde.

2014 bringt neue Regeln im Finanzbereich: Positive Veränderungen für Verbraucher

Das neue Jahr bringt vor allem im Finanzbereich einige gesetzliche Änderungen mit sich. Eine lang angekündigte Neuerung tritt zum 1. Februar ein, wenn der europäische Zahlungsverkehr mit der IBAN vereinheitlicht wird. Das betrifft besonders Unternehmen, Behörden und Organisationen, die ihren Zahlungsverkehr ab dem Zeitpunkt auf die IBAN umgestellt haben müssen.

Privatpersonen dürfen Inlandsüberweisungen noch rund zwei Jahre mit den alten Kontonummern und Bankleitzahlen tätigen. Insgesamt sollen die neuen Regeln den innereuropäischen Zahlungsverkehr beschleunigen und günstiger machen.

Insolvenz bei Privatpersonen

Ab dem 1. Juli 2014 können Privatpersonen schneller ihre Schulden loswerden. Bisher werden Privatleute, die Insolvenz anmelden, erst nach sechs Jahren von ihren Schulden befreit. Künftig kann das Verbraucherinsolvenzverfahren auch schon nach drei Jahren beendet werden. Dafür muss der Schuldner mindestens 35 Prozent der Forderungen zurückzahlen sowie die Prozesskosten abgelten. Immerhin nach fünf Jahren wird der Schuldner von seiner Last befreit, wenn er die Verfahrenskosten bezahlen kann.

Regelung bei Inkassoforderungen

Undurchsichtige Inkassoforderungen gehören ab dem 1. November 2014 der Vergangenheit an. Rechtsanwälte und Inkassobüros müssen Zahlungsforderungen in ihren Schreiben künftig begründen. Zudem fordert der Gesetzgeber die Preisgabe wichtiger Informationen, wie den Name des Auftraggebers und das Zustandekommen der Inkassosumme.

Riester-bzw. Rürup-Rente

Verbesserungen bringt das neue Jahr auch für Personen, die eine Riester- oder Rürup-Rente abgeschlossen haben. So kann angespartes Riester-Geld nun auch vor Ablauf der Vertragslaufzeit entnommen werden, um Wohneigentum zu kaufen oder zu bauen. Auch Schulden auf eigenen Immobilien können künftig mit Riester-Geld abbezahlt werden.

Bei der Rürup-Rente verbessert sich für Sparer die steuerliche Absetzbarkeit. So können Einzahlungen bis zu 20.000 Euro zu 78 Prozent beim Finanzamt als Sonderausgaben deklariert werden. Bisher konnten Einzahlungen nur zu 76 Prozent abgesetzt werden.

Tagesgeld - hier gibt es noch Zinsen oberhalb der Inflationsrate

Bankkarte wird in den grünen Schlitz eines Geldautomaten gesteckt
ritirare denaro © lulu - www.fotolia.de

Draußen ist es frühlingshaft warm – aber die Zinsen für Tagesgeld und Festgeld sind auf niedrigem Stand eingefroren. Sparer sollten in den nächsten Monaten sogar noch mit weiter sinkenden Zinsen rechnen.

Neukunden-Angebote können lohnenswert sein

Renditen über 1,3 Prozent sind vor allem bei ausländischen Banken möglich. Aber auch die ING-DiBa bietet Neukunden vier Monate lang Zinsen oberhalb der Inflationsrate.

Der durchschnittliche Zinssatz für Sparanlagen auf dem Tagesgeldkonto liegt derzeit bei 0,64 Prozent. Nicht genug, um den schleichenden Wertverlust durch die Inflation aufzufangen. Wer genau vergleicht, findet jedoch Angebote mit attraktiveren Konditionen.

Neukunden bekommen bei Consortal Consors etwa 1,4 Prozent – garantiert für ein ganzes Jahr. Maximalsumme ist 50.000 Euro. Die ING-DiBa liegt sogar noch 0,1 Prozentpunkte höher, allerdings gilt der lukrative Zins dort nur für vier Monate.

Ausländische Banken verzinsen höher

Wer nicht ständig Neukunden-Angeboten hinterherjagen möchte, kann sein Geld bei ausländischen Banken anlegen. Rabo Direct und Renault Bank Direkt bieten allen Kunden 1,3 Prozent, ebenso wie die holländische MoneYou und die schwedische Ikano Bank.

Der Wechsel von der Hausbank zum ausländischen Geldinstitut lohnt oftmals bereits ab einer Anlagesumme von 10.000 Euro. Wer größere Ersparnisse anlegen möchte, sollte jedoch auf die Einlagensicherung achten. Alle hier vorgestellten Konten sind bis mindestens 100.000 Euro über die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

EU beschließt, auch Wohnungslose haben Recht auf ein Girokonto

Nach einem EU-Beschluss hat ab 2016 jeder Bürger das Recht auf ein eigenes Girokonto. Damit folgen die Brüsseler Parlamentarier einer Forderung der Sozialverbände. Somit bekommen auch Wohnungslose die Möglichkeit, europaweit bargeldlos zu bezahlen.

Bisher wird Obdachlosen bei den meisten Banken ein Konto verweigert. Wenn sie einen Scheck vom Jobcenter einlösen oder Überweisungen tätigen wollen, müssen sie für jeden Vorgang fünf Euro Gebühren zahlen.

Auch Personen, die in Geldnöten stecken, werden von Banken häufig abgewiesen. Immerhin: Wer bereits ein Konto hat, kann dieses bei finanziellen Schwierigkeiten in ein sogenanntes Pfändungsschutz-Konto (P-Konto) umwandeln lassen.

Wenn die Bank eine entsprechende Bescheinigung vom Schuldnerberater oder Sozialleistungsträger vorgelegt bekommt, darf sie Abbuchungen von Gläubigern nur durchführen, wenn dem Kontobesitzer noch ausreichend Geld verbleibt. Der Grundfreibetrag für Singles liegt derzeit bei 1045,04 Euro pro Monat.

Zins-Award 2014: welche Bank bietet die besten Konditionen?

Der zum zweiten Mal verliehene Zins-Award soll Verbrauchern die Orientierung bei Bank- und Finanzprodukten erleichtern. Getestet werden verschiedene Kategorien: von Girokonten über die Geldanlage bis zu Konditionen für Ratenkredite und Baufinanzierungen. Zu den geprüften Anbietern zählen neben Banken auch Finanzvermittler und Versicherer.

Girokonto

Ein Girokonto braucht jeder, aber nicht jede Bank bietet gute Konditionen. Immerhin 10 Anbieter konnten sich 2014 jedoch den Zins-Award sichern. Günstigen Dispo und überdurchschnittliche Zinsen finden Kunden etwa bei Branchengrößen wie der Commerzbank und Ing-Diba. Ebenfalls überzeugend: DAB Bank, DKB Deutsche Kreditbank oder BBBank.

Geldanlage

Bei Tagesgeld, Festgeld und Sparbüchern zeichneten sich sieben Unternehmen durch besondere Leistungen aus. Dazu gehören bekannte Namen wie Ing-Diba und MoneYou ebenso wie kleinere Direktbanken.

Ratenkredit

In diesem Produktbereich haben sich zwölf Unternehmen ausgezeichnet. Günstig sind etwa Ing-Diba und Postbank. Für spezielle Autokredite lohnt ein Blick auf die Angebote der ADAC Finanzdienste.

Baufinanzierung

Wer in eine Immobilie finanziert, braucht besonders gute Beratung und maßgeschneiderte Konditionen. Sieben Anbieter haben sich hier positiv hervorgetan. Neben der Interhyp, die gleich in zwei Unterkategorien gewann, haben regionale PSD Banken und Kreditvermittler gut abgeschnitten.

Sicherheit beim Online-Banking - Jeder fünfte Deutsche vermeidet Bankgeschäfte im Internet

Nahaufnahme Euroscheine und Münzen auf Tisch, Geld
Money - Euro banknotes - Euros © c - www.fotolia.de

Einer aktuellen Studie zufolge erledigen mehr als 45 Prozent aller Bundesbürger ihre Bankgeschäfte online. Fast jeder fünfte Internetnutzer (19 Prozent) verzichtet aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking.

Doch es gibt einige Maßnahmen, um Transaktionen im Internet sicherer zu gestalten. So gehört auf den Computer ein Anti-Viren-Programm und eine Firewall, um den PC vor schädlichen Dateien zu schützen. Sie müssen zudem immer auf dem aktuellen Stand gehalten werden.

Wessen Computer dennoch Opfer eines Online-Betrugs wurde, sollte sich auf schnellstem Wege mit seinem Geldinstitut in Verbindung setzen.

Variationen des TAN-Verfahrens

Für ihre Bankgeschäfte verwenden 42 Prozent der Online-Banking-Nutzer das mobileTAN-Verfahren (auch bekannt als smsTAN- oder mTAN-Verfahren). Dabei erhalten Kunden ihre TANs (Transaktionsnummern) per SMS auf ihr Handy.

35 Prozent setzen auf Chip-TANs. Dabei wird über ein spezielles Kartenlesegerät eine TAN generiert. Diese ist in Verbindung mit der Bank-Karte schnell und ortsunabhängig ohne Installation an einem Rechner einsetzbar.

Das mittlerweile als unsicher eingestufte iTAN-Verfahren, eine durchnummerierte Liste mit TAN-Nummern, verwenden immer noch etwa 20 Prozent der Befragten.

Die noch recht neuen pushTAN-Apps für das Smartphone gebrauchen bisher lediglich ein Prozent aller Online-Bankkunden. Nutzer erhalten dabei ihre TAN-Nummer über eine App. Die Nummer wird aber nicht über das Mobilfunknetz aufs Smartphone versendet, sondern über eine verschlüsselte IP-Verbindung.

Die Studie zeigt auch, dass die Nutzer selbst ihre eigenen Sicherheitsmaßnahmen nicht erhöht haben. Der Einsatz von entsprechender Software liegt mit aktuell 73 Prozent fast auf demselben Niveau wie 2012.

Geld bei einer Bank im Ausland anlegen - Höhere Zinsen, höheres Risiko?

Geschäftsmann sitzt am Tisch und zählt Geldmünzen
Businessman with coins © Jozsef Szocs - www.fotolia.de

Wer sein Geld aufgrund der niedrigen Zinsen in Deutschland im Ausland anlegen möchte, sollte dabei einges beachten. Seit 2011 sind in der Europäischen Union Einlagen in Höhe von 100.000 Euro pro Person geschützt. Die jeweilige nationale Einlagensicherung des Landes kommt auf, wenn eine Bank Konkurs anmelden muss.

Vorsicht ist geboten, wenn es sich um ein Land außerhalb der EU handelt: In diesem Fall gilt die Einlagensicherung des jeweiligen Landes. Dies ist jedoch nicht ohne Risiko. So schützt etwa die Einlagensicherung der Türkei nicht das Geld von ausländischen Anlegern.

Zudem ist unklar, was passiert, wenn das Geld in der Einlagensicherung nicht für alle Sparer ausreicht. Es besteht die Gefahr, dass der Staat, in dem das Geldinstitut seinen Sitz hat, zuerst die Kunden aus dem eigenen Land versorgt.

Banken, die der deutschen Einlagensicherung unterliegen, sind daher für Kunden, die auf Sicherheit Wert legen, am geeignetsten. Höhere Zinsen bedeuten auch immer ein höheres Risiko. Experten raten auch dazu, Anlagebeträge auf verschiedene Geldanlagen oder Anbieter zu verteilen, weil dies das Risiko eines Verlustes reduziere.

Was bei einer Fehlbuchung auf dem Bankkonto mit dem Geld passiert

Die Australierin Sue Lamb bekam aus Versehen rund sieben Millionen Euro auf ihr Konto überwiesen

Fliegende Euroscheine auf blauem Hintergrund, Geld
Flying money © Fantasista - www.fotolia.de

Da staunte die Australierin Sue Lamb nicht schlecht: Über Nacht wurde sie zur Millionärin. Die 49-Jährige fand auf ihrem Kreditkartenkonto fast zehn Millionen Australische Dollar - umgerechnet rund sieben Millionen Euro. Als sie die Bank über die Fehlbuchung informierte, erklärte diese, das Geld nicht zurückhaben zu wollen.

Nach drei Jahren würde Sue Lamb das Geld gehören

An ihr Leben als Millionärin sollte sich Lamb jedoch nicht zu schnell gewöhnen, denn sollte jemand das Geld zurückfordern, zöge die Bank es einfach wieder ein. Doch bis es soweit ist, bleibt es erst einmal auf ihrem Konto.

Endgültig in ihren Besitz geht das Geld erst nach Ablauf der Verjährungsfrist von drei Jahren über. Würde Lamb in Deutschland leben, müsste sie bis Ende 2018 damit rechnen, dass sie das Geld wieder abgeben muss. Danach dürfte sie damit aber machen, was sie möchte. Eine Informationspflicht bei einer Fehlbuchung gegenüber dem Geldinstitut besteht für Bankkunden nicht.

Was, wenn ich selbst Geld auf ein falsches Konto überwiesen habe?

Wer selbst sein Geld auf ein falsches Konto überweist, hat meist nur wenige Stunden Zeit, dies zu korrigieren. Manche Banken bieten einen Rückholservice an, meist gegen Gebühr. Ansonsten steht nur der Rechtsweg offen.

Stiftung Warentest bewertet nur 7 von 38 Banking-Apps als gut

Das Testergebnis der überprüften Banking-Apps fiel eher ernüchternd aus

Frauenhände bedienen ein Smartphone
woman uses a smartphone © slasnyi - www.fotolia.de

Mit dem Smartphone ist vieles möglich. Auch Bankgeschäfte lassen sich mit den Geräten tätigen. Mit einer Banking-App lässt sich etwa der Kontostand abfragen oder eine Rechnung begleichen. Doch nicht alle Anwendungen sind auch geeignet, meint die Stiftung Warentest, die insgesamt 38 Apps überprüfte.

Die Testergebnisse

Das Testergebnis fiel eher ernüchternd aus: Lediglich sieben Programme bekamen die Note "Gut". Dabei wurden iOS-Applikationen im Schnitt besser bewertet als Android-Apps. Den besten Gesamteindruck hinterließ das Angebot der Sparkasse:

  1. Die Android-Version wurde Testsieger,
  2. die iOS-Variante belegte Rang zwei.

Dort erhielt Outbank DE die Bestnote. Für das iPhone oder iPad raten die Warentester zudem zu den Anwendungen

  • der Volks- und Raiffeisenbanken sowie
  • der ING Diba.

Als einzige App erhielt Centralways Numbrs die Note "Mangelhaft". Die Anwendung erlaubt mobiles Banking für verschiedene Banken, überträgt dabei aber Zugangsdaten und Tans an den Hersteller, der diese Informationen möglicherweise speichern könnte. Centralway ist so in der Lage, den gesamten Zahlungsverkehr der Nutzer auszuspähen.

Tests und Verbesserungsbedarf

Die Prüfer testeten

  • die Funktionen der Apps,
  • deren Nutzerfreundlichkeit sowie
  • Passwort- und Datenschutz-Bestimmungen.

In der Regel sind die Smartphone-Apps lediglich eine abgespeckte Version der Online-Banking-Maske und genauso sicher. Allerdings fehlen in zahlreichen Anwendungen wichtige Funktionen wie das Einrichten von Daueraufträgen oder das Speichern von Überweisungsvorlagen. Auch in puncto Datenschutz gebe es noch Verbesserungsbedarf, meinen die Tester.

So finden Bankkunden das richtige Girokonto

Diese Überlegungen sollten in die Entscheidung für das richtige Konto einfließen

Kästchen vom Fragebogen, grüner Buntstift verzeichnet Häkchen
The questionnaire © Maksym Yemelyanov - www.fotolia.de

Ohne Girokonto ist man heute kaum noch in der Lage am Zahlungsverkehr teilzunehmen. Deshalb besitzt auch jeder EU-Bürger ein gesetzlich verbrieftes Recht auf ein Girokonto. Doch jeder Bankkunde sollte sich das Konto aussuchen, das am besten zu den eigenen Lebensumständen passt.

Manchen Menschen genügt es, Geldgeschäfte am Computer zu tätigen. Sie nutzen Smartphone oder PC für Online-Banking. Andere bevorzugen dagegen Überweisungsträger aus Papier und mögen den persönlichen Kontakt am Schalter.

Was berücksichtigt werden sollte

Bedacht werden sollte auch, wie viele Geldautomaten zur Verfügung stehen - bundes- und weltweit. Neben den monatlichen Grundgebühren ist es auch wichtig, die Dispozinsen zu berücksichtigen. Wer jedoch sein Konto nie überzieht, kann die Ausgaben dafür vernachlässigen. Dasselbe gilt auch für beleghafte Überweisungen.

Bei der Kündigung eines Kontos ist es ratsam, die alte und neue Bankverbindung drei Monate nebeneinander laufen zu lassen. So lange sollte man sich Zeit lassen, um den Zahlungsverkehr auf das neue Konto umzustellen. Girokonten sind problemlos und ohne Fristen kündbar.

Checkliste der Verbraucherzentrale

Auch Zusatzoptionen, wie

sollten in die Entscheidung für das richtige Konto mit einfließen. Eine Checkliste zur Auswahl des richtigen Girokonto stellt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen auf ihrer Internetseite zur Verfügung.

Bundesregierung beschließt besseren Schutz gegen hohe Dispo-Zinsen

Obwohl die Geldinstitute selbst billig Geld leihen können, bleibt der Dispozins immer noch recht hoch

Mann nimmt Geldscheine aus einem Bankautomaten
Am Bankautomat © Jürgen Fälchle - www.fotolia.de

Wer sein Girokonto überzieht, muss seiner Bank oder Sparkasse Dispozinsen zahlen. Diese liegen im Schnitt bei mehr als zehn Prozent. Einige Geldinstitute bieten auch günstigere Konditionen an, so etwa verschiedene Direktbanken und zahlreiche PSD-Banken, die weniger als acht Prozent verlangen. Am günstigsten ist die Deutsche Skatbank, die derzeit 4,49 Prozent für ihren Dispo fordert.

Gegenmaßnahmen der Bundesregierung

Insgesamt ist der Dispozins trotz der derzeitigen Niedrigzinsphase immer noch recht hoch, obwohl die Geldinstitute selbst billig Geld leihen können. Die Bundesregierung hat nun erste Maßnahmen gegen die hohen Zinsen ergriffen. So werden Banken und Sparkassen in Zukunft verpflichtet, den Zinssatz auf den eigenen Internet-Seiten zu veröffentlichen.

Dies ist bislang nicht selbstverständlich. Verbraucher haben so die Möglichkeit, sich leichter zu informieren und die Bank gegebenenfalls zu wechseln.

Alternativen aufzeigen

Künftig müssen die Geldinstitute ihren Kunden ein Beratungsangebot über kostengünstigere Alternativen machen, wenn diese drei Monate lang mit der Hälfte des durchschnittlichen monatlichen Geldeingangs im Minus sind. Dies gilt auch, wenn jemand seinen Dispokredit ein halbes Jahr lang zu mehr als 75 Prozent ausschöpft.

Niedrigere Zinsen bieten etwa Ratenkredite, für den es eine bestimmte Summe und einen festgelegten Zinssatz gibt, oder Abrufkredite mit einem Kreditrahmen, bei dem jeden Monat ein vereinbarter Betrag zurückgezahlt wird. Eine, wie von Verbraucherschützern gefordert, gesetzliche Deckelung der Zinssätze hat das Kabinett jedoch nicht beschlossen.

Abschluss von Immobilienkrediten

Immobilien-Darlehensvermittler müssen in Zukunft einen Sachkundenachweis führen und sich registrieren lassen sowie eine Berufshaftpflichtversicherung abschließen.

Zudem müssen Kreditgeber, mögliche Kunden streng auf deren Kreditwürdigkeit prüfen. Sollte trotz fehlender Kreditwürdigkeit ein Vertrag zustande kommen, ist der Kunde berechtigt, ihn jederzeit zu kündigen, da der Darlehensgeber in diesem Fall seine Pflichten verletzt hat.

Tagesgeld-Vergleich: Diese Banken locken mit hohen Zinsen

Die Frankfurter FMH Finanzberatung vergleicht die Anlagekonditionen verschiedener online Angebote

Euro-Geldscheine über offenen Händen - Erfolg und Gewinn im Beruf
gewinn © vege - www.fotolia.de

Tagesgeldkonten sind für viele Anleger seit dem Rückgang der Zinsen keine Alternative mehr. Sätze von nicht einmal mehr 0,1 Prozent sind keine Seltenheit mehr. Sie liegen damit sogar unter der Inflationsrate von aktuell 0,3 Prozent.

Online Angebote zur Geldanlage im Vergleich

Die Frankfurter FMH Finanzberatung hat für WirtschaftsWoche online Angebote für Bestands- und Neukunden untersucht.

Wüstenrot-Bank

Das beste Angebot hat derzeit die Wüstenrot-Bank mit einem Zinssatz von 1,11 Prozent für Einlagen bis zu 20.000 Euro. Dieser gilt jedoch nur für vier Monate, danach sinkt er auf 0,2 Prozent. Auf das Jahr gerechnet bedeutet dies eine Rendite von 0,81 Prozent.

Renaults Direktbank

Attraktiv ist auch das Angebot der Direktbank von Autobauer Renault. Dort werden 1,1 Prozent auf einen beliebigen Betrag gezahlt, der nach drei Monaten lediglich auf einen Prozent sinkt. Der Zins-Absturz ist damit erheblich niedriger als bei Wüstenrot.

MoneYou

Längerfristig noch ansprechender ist das Angebot von MoneYou aus den Niederlanden. Dort können nicht nur Neukunden von dem Angebotszins von 1,05 Prozent profitieren, sondern auch Bestandskunden. Die Bank verlangt keine Garantiezeit. Bei MoneYou gibt es wie bei der Renault-Bank keinen maximalen Anlagebetrag.

HKB Bank

Die deutsche HKB Bank bietet gute 1,02 Prozent. Allerdings musste das Bankhaus sein Einlagengeschäft auf Anordnung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einige Jahre lang einstellen. Nun dürfen Kunden wieder bis zu 10.000 Euro anlegen.

Allerdings zahlt die HKB die 1,02 Prozent lediglich für höchstens sechs Monate. Anschließend sinken die Zinsen auf 0,7 Prozent, eine Kündigungsfrist gibt es nicht.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Bevor Kunden ihr Geld einer Bank anvertrauen, sollten sie genau prüfen, wie es um die Einlagensicherung des jeweiligen Instituts bestellt ist. Banken mit Sitz in der Europäischen Union unterliegen in der Regel der europäischen, gesetzlich geregelten Einlagensicherung, die Einlagen bis zu 100.000 Euro schützt. In Deutschland verfügen die privaten Banken über einen gemeinsamen Einlagensicherungsfonds.

Bundesregierung plant Girokonto für alle - Hilfe für Obdachlose und Asylbewerber

Die neue Regelung sieht ein Basiskonto vor, für das die Ausweispflicht gelockert werden soll

Frau an Kasse zieht EC-Karte durch Scanner
Close-up of hand holding plastic card in payment machine © pressmaster - www.fotolia.de

Künftig sollen auch Menschen mit Schulden, Obdachlose oder Asylbewerber problemlos ein Girokonto eröffnen dürfen. Das sehen Pläne der Bundesregierung vor.

Bislang konnten die Geldinstitute entscheiden, wen sie als Kunden nehmen wollten. Mit dem entsprechenden Gesetz will die Regierung EU-Vorgaben erfüllen.

Die einzige Bedingung für das Basiskonto soll ein legaler Aufenthalt in der EU sein

Demnach soll es ein Basiskonto geben, das Dienstleistungen wie

  • Überweisungen,
  • Lastschriften,
  • die Benutzung des Geldautomaten,
  • eine Zahlungskarte und unter bestimmten Voraussetzungen auch
  • einen Dispokredit

beinhaltet. Dafür will die Bundesregierung die Ausweispflicht lockern. Das Fehlen einer festen Wohnsitzadresse wäre daher kein Hinderungsgrund mehr, ein Konto zu eröffnen.

Einzige Bedingung soll sein, dass sich der Kunde legal in der EU aufhält. Das seit 1995 existierende "Girokonto für Jedermann" war eine freiwillige Selbstverpflichtung der Kreditwirtschaft, das es in der Praxis meist nur bei den Sparkassen gegeben hat und auch dort nicht überall.

Ohne bargeldloses Bezahlen geht es oft nicht

Die Bundesregierung erhofft sich von der neuen Regelung eine vereinfachte Abwicklung staatlicher Sozialleistungen, da das Geld nicht mehr bar ausgezahlt werden muss. Gebühren, etwa für das Ausstellen eines Personalausweises, lassen sich in manchen Bürgerämtern inzwischen nur noch bargeldlos bezahlen.

Dies ist für Menschen ohne Girokonto jedoch unmöglich. Die abschließenden Beratungen in Bundestag und Bundesrat sollen Anfang 2016 erfolgen.

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Quellenangaben

  • Bildnachweis: Businesswoman Hands Using Credit Card And Laptop © Andrey Popov - www.fotolia.de
  • Bildnachweis: Smiling young woman using a laptop at home © Yuri Arcurs - www.fotolia.de

Autor:

Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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