Trotz Kartenzahlung und Online-Banking gehört Bargeld nach wie vor zu den wichtigsten Zahlungsmitteln. Umso wichtiger ist es, gefälschte Banknoten und Münzen zu erkennen.
Nach Einschätzung der Deutschen Bundesbank besteht in Deutschland eher ein geringes Risiko, mit Falschgeld in Berührung zu kommen. Dennoch empfiehlt es sich, wachsam zu sein. Nimmt man Falschgeld an, ohne es gleich zu erkennen, ist es später bei den zuständigen Behörden abzuliefern. Ersatz gibt es allerdings nicht. Außerdem besteht die Gefahr, dass man sich durch die Weitergabe von Falschgeld strafbar macht.
Da der Euro, das britische Pfund und der US-Dollar zu den wichtigsten Währungen auf der Welt gehören, sind sie auch beliebte Objekte für Fälschungen. Es gibt jedoch verschiedene Sicherheitsmerkmale, an denen man erkennen kann, ob es sich um echtes oder falsches Geld handelt.
Am besten ist es, einen Geldschein mit einem anderen Schein zu vergleichen, dessen Echtheit zweifelsfrei feststeht. So können echte Banknoten bereits durch das Material von falschen Scheinen unterschieden werden. Nach Angaben der Bundesbank bestehen Euro-Scheine aus Baumwolle, wodurch sie sich griffig anfühlen. Außerdem sind Werte, Motive und Schriftzüge auf der vorderen Seite des Scheins wie bei einem Relief aufgedruckt, was sich mit den Fingern nachprüfen lässt. Dabei sollte man sich aber nicht nur auf ein einzelnes Merkmal konzentrieren.
Eine weitere Kontrollmöglichkeit ist das Halten des Geldscheins gegen das Licht. Auf diese Weise lassen sich die Wertzahl des Scheines sowie sein Architekturmotiv als Wasserzeichen im leeren Scheinteil erkennen. Außerdem sieht man im Licht den Sicherheitsfaden mitsamt dem Wort EURO und der Wertzahl.
Bei Banknoten ab 50 Euro kommt es zu einem Farbwechsel des Wertes. Kippt man die Scheine, verändert sich die Farbe von Purpurrot in Braun oder Olivgrün. Bei Banknoten unter 50 Euro wie 5-, 10- oder 20-Euro-Scheinen lässt sich ein glänzender Streifen mit dem Euro-Symbol sowie dem Geldscheinwert erkennen.
Zu den wichtigsten Merkmalen des britischen Pfund gehören das Wasserzeichen mit dem Porträt der britischen Königin Elizabeth II. sowie ein rundliches Hologramm. Bei der Kontrolle reicht jedoch das Vorhandensein einer glänzenden Folie nicht aus. So ist es wichtig, dass sich auch ein leuchtend farbiges Britannia-Bild sowie die Wertziffer des Scheins erkennen lassen. Bei einer 50-Pfund-Note sind dies ein Medaillon und eine Rose. Außerdem treten Teile des Sicherheitsfadens, die einen silbernen Glanz haben, regelmäßig an der Geldscheinoberfläche auf.
Bei der Kontrolle eines US-Dollars gilt es, auf das Wasserzeichen, das sich rechts neben dem Porträt befindet, zu achten. Oftmals ist dieses Zeichen bei gefälschten Banknoten lediglich aufgedruckt. Zum Prüfen sollte man den Schein auf eine dunkle Oberfläche legen, denn die Stellen, die während der Durchsicht hell werden, verdunkeln sich dann.
Bei neueren Dollar-Serien kommt es bei echten Scheinen zu einer Änderung der Farbe auf der vorderen Banknotenseite rechts unten. Dabei verändert sich die Farbe des Wertes von Kupfer in Grün.
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