9. April 2008
Zwischen Männern und Frauen gibt es – zumindest in der Medizin – doch mehr Unterschiede, als bislang angenommen. Da wäre die Häufigkeit der verschiedenen Krankheiten, dann das Empfinden der Krankheiten, aber auch das Schmerzempfinden.
Der Grund dafür wird im unterschiedlichen Körperbewusstsein gesehen, aber auch in der Vorstellung von Gesundheit. Bislang wurde dem wenig Aufmerksamkeit geschenkt; bei medizinischen Studien sind weitaus mehr Männer als Frauen vertreten, einige Medikamente so gut wie gar nicht an Frauen getestet worden. Und das kann schwerwiegende Folgen haben, besonders durch Fehldiagnosen und Fehlmedikationen.
Beispielsweise zeichnet sich der Herzinfarkt bei einer Frau durch ganz andere Symptome aus, als beim Mann. Im Gegenzug werden die psychischen Krankheiten von Männern oft nicht oder fehlinterpretiert. Darum sind Patientinnen und Patienten dazu angehalten, ihre Beschwerden beim Arzt konkret zu kommunizieren, und die Hausärzte müssen ihre Diagnosen auch in Hinblick auf das Geschlecht des Patienten stellen.
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