Unter einer Elite versteht man die Besten einer Gesellschaft. Sind solche Eliten jedoch wirklich ein Segen für die Gesellschaft oder eher ein Fluch?
Als Eliten gelten bestimmte Gruppen in der Gesellschaft, die sich durch ihre Tätigkeiten, Fähigkeiten oder Qualifikationen auszeichnen oder auszeichnen sollten. In den letzten Jahren sind die Eliten jedoch zunehmend in die Kritik geraten.
Viele Menschen beklagen, dass es bei den Führungseliten innerhalb und außerhalb Deutschlands immer mehr zu einem Verfall von Moral, Ethik, Verantwortung und Werten kommt. Denkt man an Eliten, kommen einem dabei vor allem Spitzenpolitiker und Manager in den Sinn, also Personen, die über eine große Fülle an Macht und Geld verfügen. Aufgrund von Wirtschafts- und Finanzkrisen, Sozialabbau, Lobbyismus und politischem Versagen ist das Ansehen der Eliten in den letzten Jahren zunehmend gesunken. So werden die Eliten in Deutschland mehr als Fluch denn als Segen wahrgenommen und immer häufiger spricht man von Eliteversagen. Doch den Begriff Elite definieren die Menschen höchst unterschiedlich. So denken viele bei einer Elite an einen elitären Zirkel, der Außenstehenden meist verschlossen ist. Andere Menschen verstehen unter einer Elite eher Menschen, die geistig und moralisch vorbildlich sind oder es zumindest sein sollten. Des Weiteren werden Eliten als Leistungsträger in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gesehen. Eine Elite zu definieren ist also nicht leicht. Vor allem kann sich eine Elite nicht selbst definieren, das muss die Gesellschaft tun. Von ihr hängt es ab, zu bestimmen, wer zur Elite zählt und wer nicht. Dazu ist jedoch ein Umdenken bei den Menschen erforderlich, denn nicht immer müssen Eliten reich und mächtig sein. Anstatt egoistische Politiker und geldgierige Manager als Eliten anzusehen, nur weil sie über Macht und Geld verfügen, könnten stattdessen Menschen zu den Eliten gezählt werden, die sich in sozialen Initiativen, Wohlfahrtsverbänden, Bürgerstiftungen, Vereinen, Mitarbeitervertretungen oder Betriebsräten engagieren. Also Menschen, die die Basis der Demokratie bilden und sich für andere Menschen einsetzen anstatt gegen sie. Denn Elite zu sein, ist auch eine Verpflichtung gegenüber den Menschen, nicht nur an die eigene Karriere und die Mehrung von Reichtum zu denken, sondern auch an das Gemeinwohl. Dann wären Eliten wirklich ein Segen für die Gesellschaft und kein Fluch.
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