23. März 2011
Das Dreikönigsfest ist ein traditioneller Brauch, der in verschiedenen europäischen Ländern begangen wird. Man feiert dabei die Anbetung von Jesus Christus durch die Heiligen Drei Könige.
Der Dreikönigstag wird auch Epiphanias oder Erscheinung des Herren genannt. Man begeht ihn am 6. Januar, wobei man die Huldigung des Christkindes durch die Heiligen Drei Könige Balthasar, Kaspar und Melchior feiert.
Zu den Ländern, in denen der Dreikönigstag ein staatlicher Feiertag ist, gehören Spanien, Italien, Österreich, Liechtenstein, Polen, die Tschechische Republik, die Slowakei, Litauen, Rumänien, Griechenland und Zypern. In Deutschland ist der 6. Januar dagegen nur in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt arbeitsfrei. In den verschiedenen Staaten begeht man den Feiertag auf unterschiedliche Weise.
Eine große Bedeutung hat der Dreikönigstag vor allem in Spanien. Wie vor 2000 Jahren dem Christkind, bringen dort die Heiligen Drei Könige Balthasar, Kaspar und Melchior den Kindern die Weihnachtsgeschenke. In Spanien ist es Brauch, dass die Kinder am Abend des 5. Januar ein Glas Likör sowie ein paar Kekse für die Könige neben ihre Schuhe legen. Für die Kamele der Heiligen Drei Könige gibt es zudem etwas Brot oder Hafer.
Eine andere Bedeutung hat der 6. Januar in Griechenland. Dort begehen die orthodoxen Christen die Taufe Jesu Christi (Theophanie). Dort werden am Vorabend von den Kindern traditionelle Lieder gesungen. Diese Lieder dienen dazu, böse Geister zu vertreiben und unter die Erde zu verbannen. Am 6. Januar halten die Geistlichen dann eine Messe ab und segnen Ort für Ort die Häuser der Gläubigen. Auch Gewässer wie Bäche, Flüsse oder Seen werden durch das Eintauchen eines Kreuzes gesegnet, um endgültig alle bösen Geister zu verbannen.
In Frankreich ist es Brauch am Dreikönigstag "Galette des rois" zu essen. Das ist ein Kuchen, in dem man eine kleine Plastik- oder Porzellanfigur einbackt. Früher verwendete man zu diesem Zweck stattdessen eine Bohne. Denjenigen, der die Figur in seinem Kuchenstück findet, krönt man zum König oder zur Königin des Tages. Seinen Ursprung hat diese Tradition im alten Rom. Die Römer zelebrierten Anfang Januar, an den Saturnalien, ein Fest, um dem Gott der Aussaat zu huldigen. Allerdings feiert man in Frankreich den Dreikönigstag nicht immer am 6. Januar, sondern am ersten Sonntag nach dem Neujahrstag.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
20.04.11 | |
![]() | DREIKöNIGSFEST |
12.02.11 | |
![]() | DREIKöNIGSFEST |
08.01.11 | |
![]() | DREIKöNIGSFEST |
21.12.10 | |
![]() | DREIKöNIGSFEST |
18.05.10 | |
![]() | DREIKöNIGSFEST |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Dreikönigsfest Forum

