Notlügen sind gesellschaftlich nicht verpönt

Paradisi-Redaktion
Von Paradisi-Redaktion
2. April 2010

Zwar ist es in Deutschland immer noch eine Tugend, sich wahrheitsgetreu zu verhalten, jedoch wird scheinbar bei Notlügen mit einem anderen Maß gemessen. Die meisten haben einer Umfrage zufolge bei kleineren Lügen keine Skrupel.

Von den Befragten gaben 61,6% an, dass sie zumindest versuchen, nicht zu lügen. Aber die kleinen, das Leben erleichternden Lügen zählen da scheinbar nicht zu. 71,8% finden Notlügen für akzeptabel, wenn man sich damit Probleme und Ärger vom Hals schaffen kann. Auch bei den Komplimenten nehmen es die Deutschen scheinbar nicht so genau: 51,6% gaben an, schon mal Komplimente gemacht zu haben, die nicht so ganz aufrichtig waren.

86,5% denken, dass Notlügen erlaubt sind, damit jemand nicht gekränkt oder beleidigt wird. Ein schlechtes Gewissen stellt sich bei sowas nur bei 51,2% ein. Allerdings wird dann doch nicht jeder gerne beim Lügen erwischt. Nur 23% gaben an, dass es ihnen "ziemlich egal" sei, beim Flunkern entlarvt zu werden.