30. Januar 2012
Von Marco Stephan
Es fühlt sich auf Dauer nicht gut an, wenn man die Schuld beim anderen sucht. In erster Linie bringt es alle Beteiligten weiter, wenn man sich selbst zuerst betrachtet und dabei abwägt, was der Eigenanteil ist, wo man sich selbst schlecht macht und was der andere für einen Anteil trägt.

Diese Reihenfolge ist wichtig und wird dazu führen, dass Sie Situationen besser einschätzen lernen, sich besser kennenlernen, sich mit mehr Liebe begegnen, nach außen Selbstbewusstsein und Rückgrat zeigen und wertvolle Arbeit für sich und andere leisten, wenn Sie den Sachverhalt fair und mit der Ich-Perspektive auf die Verantwortungsübernahme beginnen.
In dem Moment, in dem wir uns selbst mit einem kritischen Auge betrachten, erlauben wir uns im gleichen Augenblick nicht bestimmte Sichtweisen für uns zuzulassen. Auf diese Weise schränken wir die Bereiche ein, in denen wir wachsen und uns weiterentwickeln können. Begeisterungsfähigkeit und Leidenschaft ermöglichen, dass man sich verändert, bereit ist die Mängel an sich wahrzunehmen, sich ändert, um dann wieder zu prüfen, in welche Richtung die Veränderung nun weitergeht.
Welche Schwächen Sie in diesem Moment auch immer in sich tragen und sehen, viel wichtiger ist, das mit dem Erkennen der Schwäche und Wandel verbundene Abenteuer, wenn Sie sich mit der Schwäche und sich auseinandersetzen und es vielleicht schaffen die Schwäche so anzunehmen oder zu ändern. Das Lieben Ihrer Schwäche ist ein Zeichen dafür, dass Sie vollkommen präsent und engagiert und Ihrem Leben sind.
Ratschläge, um selbstauferlegte Einschränkungen loszulassen und stattdessen liebevoll, in Leidenschaft und Begeisterung mit sich umzugehen:
Schließen Sie Ihre Augen und versuchen Sie die Erinnerung so klar und intensiv wie möglich zu spüren. Lassen Sie Ihren Körper auf Ihre Gedanken reagieren. Rufen Sie sich diese Erinnerung immer dann hervor, wenn Sie einen positiven und stärkenden Ankerpunkt benötigen, der Ihnen wieder in Erinnerung ruft und deutlich fühlbar macht, dass Sie so wie Sie sind liebenswert und gewollt sind.
Wenn Sie zum Beispiel denken "Ich bin faul", dann formulieren Sie den Gedanken so um, dass es heißt "In der Vergangenheit hatte ich die Tendenz schwierige Aufgaben aufzuschieben" oder "Ab jetzt werde ich wichtige Dinge sofort umsetzen". Diese Art der Umformulierung gibt Ihnen positive Energien und den Raum für positive, Ihnen zugewandte Veränderungen.
Versuchen Sie einmal im Jahr – vielleicht an Ihrem Geburtstag – etwas zu tun, was Sie noch nie getan haben und was Sie an eine Ihrer Grenzen heranführt. Auf diese Weise können Sie nach und nach Ihren Grenzen ins Gesicht sehen und sie entweder auflösen oder akzeptieren lernen. Lernen Sie sich immer mehr kennen und erfahren Sie das unbändige und energiegeladene Gefühl an seine Grenzen zu kommen, diese zu überwinden und sich trotz Angst und Unsicherheit im Vorfeld großartig zu fühlen. Seien Sie bei sich, seien Sie ehrlich mit sich, zeigen Sie sich verletzlich und wachsen Sie! Sie werden es lieben, so mit sich zu arbeiten. Ein neues Lebensgefühl wird sich Ihnen zeigen und Ihr Selbstbewusstsein wird wie beiläufig immer größer werden.
Geben Sie sich Zeit und freuen Sie sich an jeder Akzeptanz oder jeder Veränderung. Freuen Sie sich an Ihrem neuen Lebensgefühl und seien Sie sich sicher, dass es immer etwas zu verändern gibt: Veränderung bedeutet Wachstum und Wachstum und Entwicklung bedeutet Leben.
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