31. Juli 2007
In jeder Gesellschaft gibt es Spielregeln, die sich nach den vorhandenen Normen und Werten richten und somit das soziale Miteinander erleichtern sollen. Diese Regeln zeigen sich in den Manieren und dem Benehmen; Begriffe, die ein weit reichendes Spektrum von einfachen Tischsitten bis hin zu komplexen, sozialen Umgangsformen beinhalten und von denen nicht jeder dieselben Vorstellungen hat.
Dieses zeigt sich schon allein durch die unterschiedlichen Kulturen, in denen sich durch mannigfache Entwicklungen innerhalb der jeweiligen Gesellschaft auch andere Manieren entwickelt haben als solche, die für andere als normal gelten. Damit es bei Kontakten mit anderen Kulturen, wie beispielsweise einer Urlaubsreise, nicht zu Missverständnissen oder gar Beleidigungen kommt, sollte man sich zuvor über manche Gepflogenheiten informieren.
Die Manieren sind jedoch auch in der eigenen Kultur von Fall zu Fall unterschiedlich und richten sich nach der jeweiligen Situation, auf die sich das Individuum einstellen muss.
Gutes Benehmen zeigt sich sowohl in der Sprache als auch in Mimik und Gestik und auch in seiner Gesamtheit als Reaktion auf andere. Sind hier gute Manieren vorhanden, erleichtern sie die Interaktion mit anderen und auch das Bild, welches andere vom Individuum haben. Wer über ein gutes Benehmen verfügt, kann zudem sicherer agieren und mitunter seine Ziele besser erreichen.
Gutes Benehmen wird bereits als Kind erlernt, wobei dieses sich die Eltern oder jeweilige Bezugsperson zum Vorbild macht. Das Kind verinnerlicht sich diese Umgangsformen und wird sie im späteren Leben im Regelfall automatisch anwenden, so dass diese Handlungen natürlich wirken. Werden die Manieren später beigebracht, so können sie eventuell künstlich und somit unglaubwürdig wirken.
Ein bekannter Name in diesem Feld ist Adolph Freiherr Knigge mit seinem Werk "Über den Umgang mit Menschen", das heute kurz als Knigge bezeichnet wird. Allerdings handelt es sich hier nicht ausschließlich - wie viele denken - um eine Sammlung von Benimmregeln, sondern eher um ein sozialpsychologisches Werk über die Zeit seiner Entstehung.
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