Gutes Benehmen - Über die Notwendigkeit, wichtige Verhaltensregeln und Orte, an denen sie gelten

Ein gutes Benehmen zeugt nicht nur von einer guten Erziehung. Es erleichtert das Miteinander und ist obendrein eine Grundvoraussetzung für die harmonische Kommunikation. Ob in besonders stilvollen Situationen oder im Alltag - in unterschiedlichen Fällen kommt es auf eine angemessende Verhaltensweise an; dabei gibt es einige Grundregeln, die man beachten sollte. Informieren Sie sich über die Grundlagen des guten Benehmens - wo und wann ist es notwendig und in welcher Form sollte auf gewisse Verhaltensregeln geachtet werden?

Ob im 5-Sterne-Restaurant oder im Alltag - in verschiedenen Situationen kommt es auf gutes Benehmen an - doch was versteht man eigentlich darunter?

Wozu gutes Benehmen?

In jeder Gesellschaft gibt es Spielregeln, die sich nach den vorhandenen Normen und Werten richten und somit das soziale Miteinander erleichtern sollen. Diese Regeln zeigen sich in den Manieren und dem Benehmen; Begriffe, die ein weit reichendes Spektrum von einfachen Tischsitten bis hin zu komplexen, sozialen Umgangsformen beinhalten und von denen nicht jeder dieselben Vorstellungen hat.

Dieses zeigt sich schon allein durch die unterschiedlichen Kulturen, in denen sich durch mannigfache Entwicklungen innerhalb der jeweiligen Gesellschaft auch andere Manieren entwickelt haben als solche, die für andere als normal gelten. Damit es bei Kontakten mit anderen Kulturen, wie beispielsweise einer Urlaubsreise, nicht zu Missverständnissen oder gar Beleidigungen kommt, sollte man sich zuvor über manche Gepflogenheiten informieren.

Harmonisches Miteinander

Benimm-Regeln sind keine verstaubten Ansichten einzelner Bevölkerungsschichten, sondern eine Grundvoraussetzung für ein harmonisches Miteinander innerhalb der Gesellschaft. Sie schließen Eigenschaften ein, die jeder Mensch schon im Kindesalter erlernen sollte. Dazu zählen unter anderem Pünktlichkeit, Höflichkeit und gegenseitige Rücksichtnahme.

Doch immer wieder sind im Alltag Situationen zu beobachten, in denen einige Menschen einmal Erlerntes vergessen und sich auf ihren eigenen Vorteil konzentrieren. So ein Benehmen wird als Egoismus bezeichnet.

Dabei ist es für alle Beteiligten angenehmer und viel einfacher, miteinander auszukommen, wenn gewisse Benimm-Regeln beachtet werden. Sei es in der Bahn, im Bus oder im Flugzeug, bei der Arbeit oder im Restaurant.

Einige Benimm-Regeln gelten schon ewig, andere haben sich im Laufe der Zeit geändert. Es lohnt sich, von Zeit zu Zeit aktuelle Benimm-Tipps einzuholen.

Ein guter Umgangston als Kommunikationshilfe

Die Manieren sind jedoch auch in der eigenen Kultur von Fall zu Fall unterschiedlich und richten sich nach der jeweiligen Situation, auf die sich das Individuum einstellen muss. Gutes Benehmen zeigt sich sowohl in der Sprache als auch in Mimik und Gestik und auch in seiner Gesamtheit als Reaktion auf andere.

Sind hier gute Manieren vorhanden, erleichtern sie die Interaktion mit anderen und auch das Bild, welches andere vom Individuum haben. Wer über ein gutes Benehmen verfügt, kann zudem sicherer agieren und mitunter seine Ziele besser erreichen.

Wichtige Basics

Egal, in welcher Situation man sich gerade befindet - es gibt einige Dinge, auf die man generell achten sollte.

  • Niesen: Wer niesen muss, dreht sich von seinen Mitmenschen weg und nutzt den linken Handrücken. Ein kurzes "Entschuldigung" ist angebracht. Niest jemand anderes, kann man ihm in einer kleineren Runde "Gesundheit" wünschen; ansonsten wird es eher ignoriert.

  • Jemanden anrufen: Wenn es nicht gerade die beste Freundin oder der Freund ist, gilt, dass man während bestimmter Uhrzeiten auf das Anrufen verzichten sollte. Nach 21:30 Uhr sollte es sich schon um einen Notfall anrufen, ansonsten ist dies bereits zu spät am Abend. Bei älteren Personen sollte man auf die Mittagsruhe zwischen 13 und 15 Uhr achten.

  • Sich am Telefon melden: Wenn man nicht weiß, wer anruft, sollte man stets zumindest seinen Nachnamen nennen. Handelt es sich um ein Festnetztelefon und leben mehrere Personen mit selbem Nachnamen im Haus, ergänzt man noch den Vornamen.

  • Unangekündigte Besuche: Sollten ganz klar vermieden werden. Zumindest ein Anruf spätestens eine halbe Stunde vorher sollte den Besuch ankündigen.

  • Schuhe ausziehen?: Hat man Gäste, sollte man diesen gestatten, ihre Schuhe anzubehalten. Sind diese dreckig und/oder hat man einen empfindlichen Fußboden, kann man sie jedoch höflich darum bitten, sie auszuziehen. Viele Hausbewohner haben Gästepantoffeln, was jedoch auch nicht immer gut ankommt - weiß man als Gast, was einen erwartet und bleibt man länger, kann man einfach seine eigenen Hausschuhe mitbringen.

  • Konflikte besprechen: Egal, um welches Problem es sich handelt: es gibt einige Situationen, in denen es gänzlich unpassend wäre, diese auszudiskutieren, wie etwa auf einer Hochzeit oder einem anderen feierlichen Anlass. Auch wenn es dringend ist, sollte die passende Situation abgewartet werden.

  • Die Kleiderwahl: Es gilt: die Wahl der Kleidung sollte dem Anlass entsprechend gewählt werden - fällt dieser feierlich aus, passt man die Garderobe dementsprechend an. Zu schick ist in vielen Fällen aber auch nicht angenehm - mitunter kann der overdressed Look ein wenig peinlich werden.

  • Lästern: Generell ist dies natürlich keine Angewohnheit, die in die Sparte des guten Benehmens passt. Kann man es aber doch einmal nicht sein lassen, dann sollte man zumindest darauf achten, dass es niemand mitbekommt, der es nicht mitbekommen soll.

Gutes Benehmen zeichnet sich jedoch durch verschiedene Punkte aus und bringt einen in vielen unterschiedlichen Bereichen des Lebens weiter - es folgen ein paar typische Beispiele...

Pünktlichkeit

Stets pünktlich zu sein ist eine Tugend, welche vor allem durch das direkte soziale Umfeld geschätzt wird. Leider neigen aber einige Menschen dazu, stets zu spät zu kommen und damit als unzuverlässig zu gelten. Doch welche Tipps und Tricks helfen dabei, stets pünktlich zu sein und damit unnötige Konflikte und Probleme zu vermeiden?

Zeitfresser Internet

Im Alltag gibt es allerlei versteckte Zeitfresser, welche dafür sorgen, dass man häufig zu spät kommt. Hierzu gehören vor allem Anwendungen am PC, beispielsweise das E-Mail Postfach oder soziale Netzwerke.

Sobald man also einen Termin hat, sollte man sich nicht noch einmal schnell einloggen, um beispielsweise zu überprüfen, ob man neue Nachrichten hat. Sollten nämlich wirklich neue Nachrichten gekommen sein, dauert die Bearbeitung zumeist deutlich länger als gedacht, was das Ergebnis des zu spät Kommens zur Folge hat.

Frühzeitige Tagesplanung

Darüber hinaus sollte man seinen Tag schon frühzeitig planen und eventuelle Vorbereitungen treffen - am besten eignet sich hierzu der Abend zuvor. Hat man dann beispielsweise Probleme, den frühen Bus zu erwischen, können schon Dinge bereitgelegt werden, welche man sonst erst am nächsten Morgen suchen müsste. Durch das Heraussuchen der Kleidung und dem Packen der Arbeitstasche am Abend spart man am nächsten Morgen viel Zeit, bei welcher es sich um die entscheidenden Minuten handeln kann.

Wer Tag bereits morgens für sich plant, hat seine Termine besser Griff
Wer Tag bereits morgens für sich plant, hat seine Termine besser Griff

Pufferzonen einbauen

Leider bringen häufig die besten Planungen und Vorbereitungen nichts, sobald ein unvorhergesehenes Ereignis eintritt. Solche Fälle sollte man deshalb ebenso berücksichtigen, wenn man stets pünktlich sein will. In diesem Zusammenhang macht es Sinn, so genannte Pufferzonen einzubauen.

Braucht man beispielsweise eigentlich eine halbe Stunde mit dem Auto zum Büro, können stets 45 Minuten hierfür eingeplant werden. So gerät man auch in keine Zeitnot, sobald es etwa zu verkehrstechnischen Verzögerungen kommt.

Termine notieren

Da aber nicht nur Verzögerungen, sondern auch ein schlichtes Vergessen des Termins dafür sorgen kann, dass man zu spät erscheint, sollten wichtige Treffen und Verabredungen auch schriftlich festgehalten werden. Dabei ist es egal, ob man sich einem Smartphone oder einem klassischen Terminkalender bedient.

Wichtig ist lediglich, dass man rechtzeitig an wichtige Termine erinnert wird. Besonders interessant ist dabei die Funktion von Handys, den Besitzer durch ein Piepen auf bevorstehende Termine aufmerksam zu machen.

Verhalten im Straßenverkehr

Wer am Straßenverkehr teilnimmt, hat die Vorgaben der Straßenverkehrsordnung zu beachten. Diese sind eindeutig, so dass eigentlich klar geregelt ist, was der Einzelne darf und was er zu unterlassen hat.

Dennoch kann es zu Missverständnissen kommen, beispielsweise bei der Kommunikation mittels Handzeichen zwischen Verkehrsteilnehmern. Egal, um welche Meinungsverschiedenheiten es geht, die oberen Prinzipien im Straßenverkehr sollten immer Sachlichkeit und Höflichkeit bleiben.

Im Straßenverkehr sollte man sich stets an die Straßenverkehrsordnung halten
Im Straßenverkehr sollte man sich stets an die Straßenverkehrsordnung halten

Verhalten in öffentlichen Verkehrsmitteln

In der Bahn sollte man sich stets rücksichtsvoll gegenüber Mitreisenden verhalten
In der Bahn sollte man sich stets rücksichtsvoll gegenüber Mitreisenden verhalten

Wer sich in öffentlichen Verkehrsmitteln aufhält, sollte die Mitreisenden so behandeln, wie er selbst behandelt werden möchte. Lautes Telefonieren dürfte ebenso unangemessen sein wie das Hören lauter Musik.

Es gilt auch heute noch als höflich, den eigenen Sitzplatz älteren Menschen anzubieten. Diese sind auch für die Hilfe beim Ein- und Aussteigen dankbar, sofern kein Servicepersonal des Verkehrsbetriebes diese anbietet.

Das Lesen ist in öffentlichen Verkehrsmitteln eine beliebte Beschäftigung. Das Mitlesen in fremden Büchern, Zeitungen und Zeitschriften gehört sich allerdings nicht. Ist der Sitznachbar in einen Krimi versunken, den der Fahrgast selbst schon kennt, wäre es mehr als taktlos, ihm zu verraten, wer der Mörder ist. Eine gewisse Intimsphäre sollte jedem Fahrgast gegönnt werden, auch im noch so überfüllten Bus.

Hinweise zu Gesprächen mit dem Handy

Mindestens die Hälfte der deutschen Bevölkerung besitzt ein Handy. Aufgrund seiner geringen Größe und des minimalen Gewichts kann das Mobiltelefon überallhin mitgenommen werden. Der Handynutzer ist ständig erreichbar und kann sich jederzeit mit anderen Menschen austauschen.

Auf privater Ebene findet diese Art der Kommunikation meist zwischen Freunden und Bekannten statt. Im Geschäftsleben ermöglicht das Handy den schnellen Kontakt mit Geschäftspartnern und Kunden.

Genau genommen ist das Handy im modernen Leben unverzichtbar. Doch es gibt Regeln, an die sich jeder Handynutzer halten sollte, damit das Umfeld sich durch die geführten Telefonate nicht belästigt fühlt.

Leise telefonieren oder Handy ausschalten

Alle geführten Telefonate sollten möglichst leise geführt werden. Klingelt das Handy, wenn sich sein Besitzer im Restaurant oder im Wartezimmer einer Arztpraxis befindet, geht er besser vor die Tür, um das Gespräch anzunehmen. In Kinos und Theatern sollte das Telefon besser ganz abgeschaltet werden, damit andere Zuschauer nicht gestört werden.

In kirchlichen Einrichtungen gehört es zum guten Ton, das Handy vor dem Betreten der Räumlichkeiten stumm zu schalten. In Krankenhäusern ist das Abschalten des Handys aus sicherheitstechnischen Gründen ein Muss.

Grundsätzlich sollten alle Telefonate in der Öffentlichkeit leise geführt werden
Grundsätzlich sollten alle Telefonate in der Öffentlichkeit leise geführt werden

Leise Klingeltöne und Verabredungen

Doch nicht nur laut geführte Telefonate können die Umgebung stören, auch allzu laute Klingeltöne nerven. Deshalb ist ihre Lautstärke gerade so laut zu wählen, dass der Handybesitzer selbst sie wahrnehmen kann.

Als Alternative besitzen Handys einen Vibrationsalarm. Wer sich auf einer Verabredung befindet, sollte seinem Gegenüber die volle Aufmerksamkeit widmen. Das Handy ist dann tabu.

Tipps zum richtigen Verhalten im Flugzeug

Das Flugzeug ist ein beliebtes Verkehrsmittel sowohl für Geschäftsleute als auch für Privatpersonen, da innerhalb kurzer Zeit weite Strecken überwunden werden können. Damit der Flug für alle Anwesenden angenehm verläuft, sollten einige Benimm-Regeln eingehalten werden.

Einstieg und Gespräche

Bereits beim Einsteigen gilt es, Rücksicht auf Mitreisende zu nehmen. Wer drängelt, gelangt eventuell schneller auf seinen Platz, doch der Stress für alle Umstehenden wird deutlich größer.

Wer allerdings beim Einsteigen trödelt, nervt ebenso. Es geht also darum, sich zu beeilen, ohne andere Reisende zu nötigen oder zu bedrängen. Ähnliche Regeln gelten für das Verstauen des Handgepäcks.

Ob der Fluggast mit dem Sitznachbarn kommuniziert, bleibt ihm selbst überlassen. Wer über ein gewisses Maß an Taktgefühl verfügt, wird nach einer Weile einschätzen können, ob der andere Fluggast lieber seine Ruhe genießen möchte oder ob ein Plausch angebracht ist.

Sollte Letzteres der Fall sein, dann ist dieser in angemessener Lautstärke durchzuführen. Allzu Privates preiszugeben dürfte dabei ebenso tabu sein, wie geschäftliche Belange zu präsentieren.

Das Verhalten im Flugzeug sollte von Respekt gegenüber den Mitreisenden geprägt
Das Verhalten im Flugzeug - auf engstem Raum - sollte von Respekt gegenüber den Mitreisenden geprägt sein

Sitzposition, Getränke und Ausstieg

Natürlich möchte jeder Fluggast so bequem wie möglich sitzen. Dennoch sollte er seine Rückenlehne nicht so weit zurückstellen, dass er dem Hintermann auf den Knien liegt. Dieser würde dadurch nicht nur Beinfreiheit einbüßen, auch das Essen und Trinken wäre recht unbehaglich.

Ähnliche Benimm-Regeln gelten für die Bedienung der Luftdüsen. Sie sollten nie so eingestellt werden, dass sie andere Mitreisende belästigen.

Die Auswahl der Getränke bleibt in der Regel dem Fluggast selbst überlassen. Um Ausschweifungen jeglicher Art sowie unangenehme Ausdünstungen zu vermeiden, sollte jeder Fluggast darauf bedacht sein, den Alkoholpegel möglichst niedrig zu halten.

Nach geglückter Landung geht es ans Aussteigen. Hier gelten dieselben Vorgaben wie beim Einsteigen: Der Fluggast sollte sich zügig aus dem Flugzeug begeben, ohne Mitreisende zu behindern.

Hinweise zum Benehmen im Restaurant

Das richtige Benehmen im Restaurant will gelernt sein, damit allen Beteiligten peinliche Situationen erspart bleiben. Es reicht nicht zu wissen, wer das Essen bezahlt.

Betreten und Begrüßen von Bekannten

Bereits beim Betreten des Restaurants gelten gewisse Umgangsformen, die nichts mit Spießigkeit gemein haben. Sie gehören einfach zum guten Ton.

Grundsätzlich geht der Gastgeber voran. Führt ein Partner den anderen zum Essen aus, betritt der Mann als Erster das Lokal. Anschließend nimmt er der Partnerin den Mantel ab, der dann an der Garderobe untergebracht werden sollte.

Sind Bekannte im selben Restaurant anwesend, werden diese mit einem Kopfnicken und einem Lächeln begrüßt. Erlaubt ist auch ein leichtes Winken.

Laute Zurufe würden andere Gäste belästigen. Die gesamte Aufmerksamkeit sollte dem Gegenüber gelten, das Heranbitten anderer Anwesender an den eigenen Tisch sollte tabu sein.

Das Auswählen der Speisen und mögliche Missgeschicke

Das Auswählen der Gerichte sollte nicht übermäßig Zeit in Anspruch nehmen. Schließlich will man sein Gegenüber nicht langweilen und das Servicepersonal hat auch noch andere Gäste zu bedienen.

Dennoch ist es erlaubt, die Zutaten zu einer Speise zu hinterfragen, wenn ihre Bezeichnung ungeläufig ist. Als Gastgeber empfiehlt es sich, Gästen bei der Auswahl zu helfen, falls sie sich für kein Gericht entscheiden können.

Passiert ein kleines Malheur, weil das Rotweinglas umfällt oder Soße auf das Tischtuch tropft, heißt es, locker zu bleiben. Eine ehrliche Entschuldigung und das Reichen einer sauberen Serviette wirken besser als ein Riesenaufstand, der bei allen Anwesenden Aufmerksamkeit erregt.

Für die Beseitigung des entstandenen Schadens, beispielsweise für die Reinigungskosten, sollte man aufkommen. Allerdings können auch dem Servicepersonal Patzer passieren. Der Gast sollte nachsichtig sein.

Servietten, Besteck und Co.

Saubere Servietten gehören auf den Schoß. Sie dienen nicht nur dazu, die Finger nach dem Essen von Speiseresten zu befreien, sondern nehmen vor dem Benutzen von Gläsern auch überschüssigen Lippenstift auf. Benutzte Servietten werden nicht geknüllt, sondern vor dem Abtragen der Teller zusammengefaltet auf den Tellerrand gelegt.

Der Gastgeber bestimmt durch das Aufnehmen des Bestecks, wann gegessen wird. Liegen mehrere Bestecke nebeneinander, gilt die traditionelle Regel, dass sie von außen nach innen, also zur Tellermitte hin, benutzt werden. Dieselbe Regel trifft auf Gläser zu.

Hat das Essen geschmeckt, freut sich das Servicepersonal über ein Kompliment. Wer das Bezahlen übernimmt, sollte möglichst vor dem Restaurantbesuch geklärt werden.

Benutzte Servietten sollten nicht zusammengeknüllt werden
Benutzte Servietten sollten nicht zusammengeknüllt werden

Was ebenso zu guten Tischmanieren generell gezählt wird, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Tipps zum guten Benehmen im 5-Sterne-Restaurant

Frauen wollen gern überrascht werden und wenn Sie einen Glücksgriff gelandet haben, sind Sie an einen Mann geraten, der Sie mindestens einmal im Leben in ein richtig nobles Restaurant ausführen wird. So romantisch und verzückend die Vorfreude auf den gemeinsamen Dinner-Abend mit Luxus-Ambiente auch ist, so furchterregend kann er auch werden, wenn Sie auf der seidenen Tischdecke nicht nur das Rosenbouquet und den Champagner, sondern auch die etlichen Messer, Gabeln und Gläser liegen sehen und keinen blassen Schimmer davon haben, wie und wann diese zum Einsatz kommen.

Wenn Ihr Mann schon keine Kosten und Mühen scheut, um Sie galant auszuführen, dann wollen Sie ihn auch nicht mit unbeholfener Ratlosigkeit und unfreiwilligen Peinlichkeiten im Edel-Restaurant beschämen. Deshalb haben wir hier die wichtigsten "Benimmregeln" für Ihren ersten Besuch in einem 5-Sterne-Restaurant zusammen getragen.

Besteck und Serviette

Wenn Sie auf Anhieb nicht wissen, welches Besteck und welches Glas zu nehmen ist, sollte Ihnen das nicht peinlich sein. Es gibt Dinge, die macht jeder zum ersten Mal. Insofern ist es auch nicht weiter schlimm, wenn Sie ihren Mann oder auch den Kellner um Rat fragen.

Wenn Ihnen versehentlich Besteck aus den Händen auf den Boden fällt, sollten Sie sich nicht danach bücken. Dafür ist der Kellner zuständig, der Ihnen auch sofort eine neue Gabel geben wird.

Legen Sie die Serviette in Ihren Schoß und verwenden Sie sie niemals als Latz. Die Serviette gehört zum Essen genauso dazu wie das Besteck.

Und genauso häufig sollten Sie sie auch benutzen. Tupfen Sie nach jeden zweiten oder dritten Bissen sanft Ihren Mund ab, um zu verhindern, dass er feucht glänzt. Wenn Sie aufgegessen haben, legen Sie ihre Serviette neben den Teller auf den Tisch und nicht etwa auf den Teller.

Die richtige Stzhaltung

Lümmeln Sie sich nicht in Ihrem Stuhl. Sitzen Sie aufrecht und erinnern Sie sich an das, was Mutter früher immer gesagt hat: Ellbogen gehören nicht auf den Tisch.

Wenn Sie beim Sitzen in sich zusammensinken, hat das mit moderner Lässigkeit wenig zu tun. Sie sehen schlicht klein, unsicher und wenig selbstbewusst aus. Sitzen Sie hingegen gerade, hinterlassen Sie den Eindruck einer selbstsicheren und galanten Diva.

Nachwürzen?

Auch wenn Sie das vielleicht sonst in jedem anderen Restaurant so machen würden, heute Abend greifen Sie nicht zuerst zu Salz- und Pfefferstreuer, sondern kosten das Gericht erst, bevor Sie es nachwürzen. Ansonsten würde nicht nur Ihr Kellner mit der Nase rümpfen, sondern auch Ihr ehrenwerter Mann.

Sie sind in einem 5-Sterne-Restaurant. Da können Sie sich darauf verlassen, dass der Koch weiß, wie er ihre Speise für den perfekten Genuss zu würzen hat.

Höflich nachfragen

Langen Sie nicht einfach so quer über den Tisch, um an die Butter oder das Öl zu kommen. Fragen Sie Ihr Gegenüber, ob er Ihnen freundlicherweise das Gewünschte reichen kann.

Im Alltag mögen Sie diese Höflichkeit vielleicht als aufgesetzt empfinden, aber ein 5-Sterne-Restaurant ist ein spezieller Ort, an dem spezielle Regeln gelten. Ihr Mann möchte Ihnen damit etwas Besonderes bieten, da können Sie sich nicht so aufführen, als würden Sie am heimischen Wohnzimmertisch sitzen.

Genuss in Maßen

Champagner und ein guter Wein sind an so einem Abend einfach ein Muss. Passen Sie jedoch auf, dass Sie keinen allzu großen Schwips bekommen. In einem Ambiente wie diesen ist Mäßigung gefragt.

Zum Inhaltsverzeichnis
sbox5>

Das richtige Benehmen in der Sauna

Beim Saunieren gelten ähnliche Benimm-Regeln wie in der Bahn oder im Bus, mit der Ausnahme, dass die Anwesenden unbekleidet sind und die Temperaturen etwas höher erscheinen.

Begrüßung, Gespräche und Platzwahl

Wer die Sauna betritt, darf zur Begrüßung gern in die Runde nicken. Auch ein "Hallo" zeugt davon, dass der Saunagast höflich ist.

Sollte er Bekannte ausmachen, wäre es unangebracht, diese in lautstarke Gespräche zu verwickeln beziehungsweise andere Gäste von ihren Plätzen zu verdrängen, um den betreffenden Personen möglichst nahe zu sein. Es wird sich dort niedergelassen, wo ein Platz frei ist.

Hygienische Aspekte

Das Badetuch wird in Deutschland in der Sauna zu hygienischen Zwecken verwendet. Es dient nicht der Verhüllung des Körpers, sondern als Auflage für die Sitzgelegenheit, damit der Schweiß des Saunabesuchers nicht auf das Holz tropft.

Badeanzug und Badehose sind übrigens tabu. Im Ausland gelten eventuell andere Regeln. Man sollte sich vor dem Saunabesuch informieren.

Eine weitere Hygienemaßnahme ist das Abduschen vor der Saunabenutzung sowie vor dem Sprung ins Tauchbecken. Wohl niemand möchte mit dem Schweiß seiner Sitznachbarn in unmittelbare Berührung kommen.

<

bild4> Handys und feste Zeiten

Das Handy sollte während des gesamten Saunagangs ausgeschaltet sein. Auch im Ruheraum wird es nicht benutzt, weil der Aufenthalt in dieser Räumlichkeit ausschließlich der Erholung dient.

Im Übrigen gelten für einzelne Saunagänge feste Zeiten, so dass jeder Saunabesucher sich auf diese einstellen kann. Wer später erscheint, sollte die Tür zügig schließen. Wer die Kabine vor Beendigung der Aufgusszeit verlässt, macht nicht viel Aufhebens darum und beeilt sich ebenfalls.