23. November 2011
Wie die Zeitung „Neue Osnabrücker Zeitung“ berichtete, werden Personen mit Behinderungen öfter zu Opfern von sexueller Gewalt als ihre Mitmenschen. Der Artikel beruft sich dabei auf eine Studie, die von der Universität Bielefeld durchgeführt wurde und von Kristina Schröder, der Bundesfamilienministerin letzte Woche vorgestellt wurde. Behinderte Frauen werden demnach bis zu dreimal häufiger Opfer solcher Übergriffe als ihre Geschlechtsgenossinnen ohne Behinderung. In Betreuungseinrichtungen wurde nahezu jede dritte Frau bereits Opfer von sexueller Gewalt.
Noch einige Jahre zuvor, im Jahre 2004, fielen die Ergebnisse deutlich geringer aus. Damals hatten nur 10 % Prozent eine sexuelle Belästigung erlebt. Auch das Erleben körperlicher Gewalt hat zugenommen. 2004 berichteten nur halb so viele Frauen in Berührung solcher Taten gekommen zu sein, wie dieses Jahr. Nach Aussagen der aktuellen Studie, waren bereits zwischen 58 bis 73 Prozent der behinderten Frauen schon einmal in ihrem Leben mit körperlicher Gewalt ausgesetzt. Insgesamt wurden 1561 betroffene Frauen in einem Alter von 16 bis 65 Jahren für die Studie befragt. Für die Bundesfamilienministerin sind nun vor allem Schutzmaßnahmen wichtig um solchen Opfern schnellstmöglich effektive Hilfe zukommen zu lassen.
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