23. März 2011
Unter einer Behindertenwerkstatt versteht man eine Einrichtung, durch die Behinderten eine Teilhabe am Arbeitsleben ermöglicht wird. Dort erhalten Menschen, die wegen ihrer Behinderung nicht auf dem herkömmlichen Arbeitsmarkt beschäftigt sind, eine berufliche Bildung und Beschäftigung.
In der heutigen Zeit werden Behindertenwerkstätte als Werkstätte für behinderte Menschen (WfbM) bezeichnet. Seit dem Jahr 2001 ist dieser Name gesetzlich verbindlich. Da man der Meinung war, dass der Begriff Behindertenwerkstatt die Behinderung zu sehr in den Vordergrund stellt, nahm man eine Änderung vor.
Zweck einer Werkstatt für behinderte Menschen ist es, Personen, die aufgrund einer schweren Behinderung keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ausüben können, zu einer angemessenen beruflichen Bildung, einer geeigneten Tätigkeit oder einem Arbeitsplatz zu verhelfen.
Definiert werden die Aufgaben einer Behindertenwerkstatt durch das Sozialgesetzbuch 9 sowie die WVO (Werkstättenverordnung). Darin heißt es, dass Menschen, die unter einer Behinderung leiden, ins Arbeitsleben eingegliedert werden sollen. Zu den weiteren Aufgaben gehören der Erhalt, die Entwicklung oder die Wiedergewinnung der Leistungs- und Erwerbsfähigkeit. Darüber hinaus soll auch die Persönlichkeit der Teilnehmer weiterentwickelt werden. Außerdem wird durch spezielle Maßnahmen der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt gefördert. Das Angebot an Ausbildungs- und Berufsbildungsplätzen sollte in einer Behindertenwerkstatt möglichst breit sein. Wichtig sind auch qualifiziertes Personal sowie ein begleitender Dienst.
Geführt wird eine Werkstatt für behinderte Menschen nach wirtschaftlichen Prinzipien. Das heißt, dass den dort Tätigen ein Entgelt für ihre Leistungen gezahlt werden muss. Außerdem müssen die Behindertenwerkstätte private oder gewerbliche Kunden zufrieden stellen, die Dienstleistungen oder Waren beziehen. Eine Werkstatt für behinderte Menschen ist also ein gut geeigneter Ort für Personen mit Behinderungen, die von der Erwerbswirtschaft abgelehnt werden, denn dort werden sie integriert und nicht ausgegrenzt.
In einer Behindertenwerkstatt erfolgt die Betreuung der Behinderten durch Fachkräfte. Darüber hinaus stehen begleitende Dienste zur Verfügung, die bei den Förderungsmaßnahmen oder bei Konflikten behilflich sind. Dabei handelt es sich vor allem um Sozialarbeiter, Psychologen oder Sozialpädagogen. Manche Werkstätten bieten auch begleitende Dienste wie Erwachsenenbildung, Rehasport oder eine Ergotherapie an. Um eine möglichst optimale Förderung zu erreichen, teilen zahlreiche Behindertenwerkstätte ihre Bereiche nach den körperlichen, geistigen oder seelischen Eigenarten der Teilnehmer auf. Die Kosten für die Werkstättenplätze werden von den überörtlichen Sozialhilfeträgern, der Deutschen Rentenversicherung, der Bundesagentur für Arbeit oder den Berufsgenossenschaften übernommen.
Hier ist Platz für Ihre Meinung zu diesem Artikel.
Lesermeinung schreiben |
18.05.12 | |
![]() | BEHINDERTE |
![]() | BEHINDERTE |
![]() | BEHINDERTE |
15.05.12 | |
![]() | BEHINDERTE |
![]() | BEHINDERTE |
Stellen Sie eine Frage oder lesen Sie mehr im Behinderte Forum


In ihrem neuen Buch berichtet die bekannte Autorin über ihre reichen Erfahrungen mit dem behinderten Kind, über ...