26. Juni 2009
Das Schreiben von E-Mails, Unterlagen zur Briefwahl ausfüllen und anschließend ein Buch lesen ist für die meisten Deutschen selbstverständlich, nicht jedoch für die vier Millionen in Deutschland lebenden Analphabeten. Da auch in Nürnberg 24.000 Analphabeten leben, hat die Stadt Nürnberg ein Zentrum eingerichtet, in dem Erwachsene das Lesen und Schreiben lernen können.
Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung beklagt, dass Analphabetismus zumeist ein Tabuthema sei. So würden allerlei Tricks angewendet, um den Analphabetismus zu verstecken. In den meisten Fällen gibt es aber eine nahestehende Person, die das Lesen und Schreiben erledigt. Fällt diese durch Tod oder Trennung weg, kommt es zu Problemen. Jedoch bietet, da es nur wenige Berufe gibt, in denen Lesen und Schreiben keine Rolle spielen, auch das Arbeitsamt Kurse zur Alphabetisierung an.
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