27. April 2011
Der Besuch einer Saftbar ist wie ein kurzer Abstecher in eine fremde Welt. Ausgefallene Variationen mit klingenden Namen aus aller Welt locken mit ihrem frisch zu bereiteten Charme. Dabei ist es meist nur ein kleiner Kontrapunkt, der aus einem Saft ein Erlebnis macht.
Kein Volk auf der Welt trinkt mehr Saft als die Deutschen. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Säfte schmecken gut, sind gesund und in der Regel nicht teuer. Aus diesen Gründen boomen auch die Saftbars in der Bundesrepublik. Dort locken die Anbieter mit ausgefallenen Variationen, die mehr als nur die Fantasie der Kunden anregen. Ein Saft soll zu einem unvergesslichen Geschmackserlebnis werden. Die Mehrzahl der Kunden entscheidet sich tatsächlich für ein exotisches Getränk. Diese lassen sich in zwei Gruppen unterteilen: Den Smoothie und den Cocktail.
Er kam aus den USA nach Europa. Der Smoothie ist ein sogenanntes „Ganzfruchtgetränk“. Grundlage ist eine Frucht, die bis auf Schale und Kern verwendet wird. Sie wird dabei zu einem Püree oder einer Creme geschlagen. Aufgefrischt wird das Getränk mit verschiedenen anderen Säften normaler Konsistenz. Meist wird entweder Joghurt, Milch oder Eiscreme beigemischt. Der Smoothie wurde in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts erfunden und begründete den Erfolg der Saftbars.
Die (natürlich alkoholfreien) Cocktails haben in der Kundengunst deutlich aufgeholt, weil die Saftbars versuchen, durch ausgefallene Variationen den Geschmack der ganze Welt für die Kunden in ein Glas zu holen. So verkauft der Marktführer in der Bundesrepublik beispielsweise "Jamaica", "Bahamas" oder "Exotica". Der Cocktail besteht aus frisch gepressten Früchten aus weit entfernten Region, die gemischt wurden. Der wahre Clou ist allerdings ein kurzer Kontrapunkt, der aus dem Saft etwas besonderes macht. Saftbars verwenden dafür gerne Kokosmilch, Rote Beete oder Minze.
Ein beliebter Trick ist auch, einem eigentlich reinen Fruchtsaftmix ein Gemüse beizumischen. Meist wird dafür die Karotte verwendet. Die ausgefallenen Saftvariationen leben von ihrer Vielfalt, ihrer Fähigkeit, die Menschen zum Träumen zu bringen, und einem kleinen geschmacklichen Kontropunkt, der den Saft für den Kunden unvergesslich macht.
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