
von Gertrude Kreipel
„Im Kaffeehaus sitzen Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen“, hat Alfred Polgar einmal bemerkt. Glücklicherweise hat er das nur satirisch gemeint. Wer von uns geht nicht gerne ins Kaffeehaus, um sich mit Freunden zu unterhalten? Wer lädt nicht gern jemanden zu sich auf eine Tasse Kaffee ein? Und wer isst dazu nicht gerne eine Mehlspeise, die ihren Ursprung oft schon in der Monarchie hat? Gertrude Kreipel bringt uns in ihrem Buch auf amüsante Weise Kaffeegerichte mit ihrer Geschichte näher. Ob es sich um die Metternich-Melange, den Franziskaner, die Esterházytorte, den Seelentröster oder den Kaffee Schratt handelt – hinter Rezepten steht oft eine Geschichte, ein interessantes Ereignis, eine heitere Anekdote. So wird z. B. geklärt, warum der Kaffee, den die Wiener Fiaker tranken, Einspänner heißt. Und wer unter Liebeskummer leidet, kann sich durch dieses Buch einen „Seelentröster“ mischen – je nach der Größe des Kummers muss dabei nur auf die richtige Menge Anislikör geachtet werden. So werden sowohl Kaffee- als auch Mehlspeis- und Anekdotenfreunde in diesem Buch auf ihre Rechnung kommen.
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