3. Mai 2011
Wien ist bekannt für seine einzigartige Kaffeehauskultur. Obwohl in den letzten Jahrzehnten ein Rückgang hinsichtlich der Popularität dieses kulturellen Bestandteils Österreichs zu verzeichnen ist, lassen sich auch heute noch einige hundert Kaffeehäuser in Wien finden. Doch was sind die beliebtesten Kaffeehäuser in Wien, damit einem als Besucher dieser Stadt kein Highlight der Kaffeehauskultur entgeht?
Eine feste Größe unter den beliebtesten Kaffeehäusern Wiens ist das Café Landtmann, welches sich am Dr. Karl Lueger Ring befindet. Das Café Landtmann kann dabei auf eine lange und ereignisreiche Geschichte zurückblicken. So wurde dieses Lokal bereits im Jahre 1873 eröffnet und galt seinerzeit als das größte Kaffeehaus Wiens. Bereits 50 Jahre später genoss die Inneneinrichtung Denkmalstatus, weshalb es nur zu einer Renovierung des Außenbereichs kam. 1974 erhielt das Café Landtmann schließlich noch die staatliche Auszeichnung, weshalb es bis heute befugt ist, das Bundeswappen im Geschäftsverkehr zu nutzen. Die Bedeutung dieses Kaffeehauses lässt sich zudem allein schon an der Tatsache ablesen, dass hier durchschnittlich knapp drei Pressekonferenzen pro Tag abgehalten werden.
Ein weiteres Kaffeehaus, welches definitiv zu den beliebtesten Wiens zählt, ist das Café Central in der Herrengasse 14. Dieses wurde auch schon im Jahre 1876 gegründet. Bis zum Ende des 2. Weltkriegs entwickelte sich das Café Central zu einem wichtigen Treffpunkt für die Denker und Künstler der damaligen Zeit. So gehörten beispielsweise Adler, Kuh und Loos zu den Stammgästen dieses Lokals. Nach dem 2. Weltkrieg schloss dieses Lokal allerdings und es sollte bis zum Jahre 1975 dauern, bis es zur Wiedereröffnung des nun auch unter Denkmalschutz stehenden Kaffeehauses kam. Heute ist das Café Central nicht zuletzt auch ein Anlaufpunkt für Touristen, welche dank der klassischen Inneneinrichtung und bedeutenden Geschichte dieses Lokals bis heute auf ein einzigartiges Ambiente stoßen.
Zuletzt kann in diesem Zusammenhang noch das Café Museum genannt werden, welches sich in der Operngasse 7 befindet. Der Erfolg dieses Lokals, welches vergleichsweise spät im Jahre 1899 eröffnet wurde, dürfte wohl primär dem Innenausstatter und Künstler Adolf Loos zuzuschreiben sein. Dieser setzte mit dem Café Museum einen deutlichen Akzent. Während die Ausstattung der Kaffeehäuser Wiens zu dieser Zeit immer opulenter und ausschweifender wurden, kreierte Adolf Loos ein einfaches Lokal, welches sich auf die ursprünglichen Stärken dieser kulturellen Institution besann. So bestimmen vor allem die Bugholzstühle und das weitgehende Fehlen dekorativer Elemente den optischen Eindruck.
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