25. August 2011
Ein Barkeeper arbeitet hinter dem Tresen einer Bar und kümmert sich dabei vor allem um die Getränke. Eine Sonderform dieser Berufsausübung ist dabei das Flairbartending. Doch durch was zeichnet sich das Flairbartending überhaupt aus und wie kam es zur Verbreitung dieser Bedienungsform?
Prinzipiell handelt es sich beim Flairbartending um eine Art artistische Show, in welche die eigentliche Arbeit des Barkeepers eingebettet wird. Die artistischen Einlagen können dabei einerseits die eigentliche Arbeit des Barkeepers betreffen, so dass ein Cocktail beispielsweise künstlerisch gemixt wird. Andererseits zeichnet das Flairbartending jedoch auch noch der Einsatz weiterer Showelemente aus, so dass etwa mit Zutaten und Flaschen jongliert oder weitere Tricks vorgeführt werden.
Das Flairbartending kann dabei auf eine schon recht lange Geschichte zurückblicken. So hat diese artistische Kunstform seinen Ursprung in den USA der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Damals wurde das Ganze allerdings noch als Olympic Bartending bezeichnet, was vor allem eine Anspielung auf die sportlichen Leistungen sein sollte, welche der Barkeeper bei dieser Form des Servierens leistet. Einige Zeit nach seiner Entstehung entdeckte die Restaurantkette TGI Fridays das Potential dieser Kunstform und begann damit, seine Barkeeper systematisch in das Flairbartending einzuführen. Von da an war das Flairbartending ein festes Merkmal von TGI Fridays, was zur weiteren Verbreitung von diesem führte. Heute handelt es sich beim Flairbartending um einen anerkannten Sport, welcher beispielsweise durch die Deutsche Barkeeper Union organisiert wird und in Form der World Cocktail Competition seinen Höhepunkt findet.
Des Weiteren kann das Flairbartending in zwei Teildisziplinen differenziert werden. Dies wäre einerseits das Showflair Bartending. Bei diesem wird die Show unter künstlichen Bedingungen aufgeführt und ist zumeist in Form einer Choreografie einstudiert. Dem gegenüber steht das Workingflair Bartending. Dieses vollzieht sich wiederum unter realen Bedingungen. So sind die Flaschen unterschiedlich voll und beliebig angeordnet. Das Workingflair Bartending ist dabei natürlich auch jene Form, welche Zuschauer zu sehen bekommen, welche eine Flairbartending Bar aufsuchen.
Insgesamt ist das Flairbartending eine Kunstform, welche dem Barkeeper einiges abverlangt. So muss dieser über ähnliche Fähigkeiten und Fertigkeiten wie ein Artist und Bewegungskünstler verfügen, um die Tricks überhaupt sicher ausführen zu können.
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