Zierpflanzen - Beliebte Arten, Merkmale sowie Tipps zur Pflege

Lächelnde reife Dame in Garten vor Rosenstrauch mit Rosenschere

Blumen verschönern jede Wohnung, solange man sie richtig pflegt - ein paar der unterschiedlichen Zierpflanzen zählen zu den Klassikern

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  • von Paradisi-Redaktion

Darf's auch ein bisschen mehr sein als nur der unvermeidliche Ficus Benjamini? Zierpflanzen verschönern jede Wohnung und jedes Haus. Allerdings sind sie in der Pflege häufig recht anspruchsvoll. Hier stellen wir Ihnen die beliebtesten Zier- und Zimmerpflanzen vor.

Inhaltsverzeichnis des Artikels

Zierpflanzen werden, wie der Name schon vermuten lässt, vor allen Dingen zur Zierde kultiviert. Das bedeutet, dass alle früchtetragenden oder essbaren Pflanzen bis auf wenige Ausnahmen nicht dazu gehören.

Einteilung der Zierpflanzen

Bei Zierpflanzen handelt es sich um

  • Blatt- oder Grünpflanzen
  • blühende Topfpflanzen
  • Beet- und Balkonpflanzen
  • Zierbäume
  • Ziersträucher und auch
  • Zierstauden.

Auch alle Schnittblumen gehören zu den Zierpflanzen. Die meisten Zierpflanzen werden wegen ihrer Blüten oder Blütenstände kultiviert. Dabei sind sie in verschiedene Gruppen und Kategorien unterteilt.

Blühende Zierpflanzen, Grün- oder Blattpflanzen

Die meisten Zimmerpflanzen gehören zu den Zierpflanzen, dabei gibt es blühende Zierpflanzen und Grün- oder Blattpflanzen. Zu den blühenden Topfpflanzen gehören beispielsweise

  • die Orchideen
  • das Jasminstämmchen
  • Azaleen
  • der Weihnachtsstern oder
  • das Usambaraveilchen.

Zu den Grün- oder Blattpflanzen gehören zum Beispiel

  • der Gummibaum
  • die Zimmerlinde
  • die Zimmeraralie oder
  • die Schefflera.

Kübelpflanzen und Balkonkastenpflanzen

Dann kennt man Kübelpflanzen und solche Zierpflanzen, die in Balkonkästen oder im Freiland und in Beeten gedeihen. Zu den bekanntesten Kübelpflanzen gehören

Geranien gehören zu den bekanntesten Balkonkastenpflanzen
Geranien gehören zu den bekanntesten Balkonkastenpflanzen

Die bekanntesten Balkonkastenpflanzen sind wohl

  • die Geranien
  • Fuchsien und
  • die Petunien.

Schnittblumen, Zwiebel- und Knollenpflanzen

In Beeten findet man häufig

Tulpen gehören zu den bekanntesten Zwiebelpflanzen
Tulpen gehören zu den bekanntesten Zwiebelpflanzen
  • Rosen
  • Nelken und
  • Chrysanthemen,

wobei diese auch zu den Schnittblumen gehören. So genannte Zwiebel- und Knollenpflanzen sind

  • Narzissen
  • Tulpen oder
  • Hyazinthen.

Die Zwiebel oder Knollen werden im Herbst gesteckt und nach der Winterruhe treiben sie dann aus. Sie blühen meist im Frühjahr. Andere Zwiebeln und Knollen werden erst im Frühjahr gesteckt und die Blumen blühen dann im Sommer oder Spätsommer, wie zum Beispiel die Gladiolen.

Gräser, Stauden, Sträucher und Bäume

Zu den bekanntesten Ziergräsern gehört das Pampasgras. Eine Zierstaude ist beispielsweise die Pfingstrose. Der Kirschlorbeer, Forsythien oder die Weigelie gehören zu den Ziersträuchern. Die Magnolie oder eine Harlekinweide zählt man zu den Zierbäumen.

Die verschiedenen Zierpflanzen haben unterschiedliche botanische Merkmale. Pflanzenliebhaber beschäftigen sich teilweise mit ganz bestimmten Gruppen oder Kategorien und kultivieren bevorzugt eine Sorte. Die Zierpflanzen bereichern und verschönern jedes Haus und jeden Garten.

Gesundheitswert von Pflanzen

Grünlilie filtert Formaldehyd aus der Luft

Mann beim Rauchen - er bläst Rauch einer Zigarette aus
Breathing smoke out © Photographee.eu - www.fotolia.de

Zimmerpflanzen helfen, Rauchersünden auszubügeln.

Viele Zimmerpflanzen besitzen eine erstaunliche Fähigkeit, Luftschadstoffe zu filtern. Gerade einige robuste, pflegeleichte Pflanzen wie Ficus (Birkenfeige oder "Benjamin") und Yuccapalme sind dabei besonders aktiv, schreibt das Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau.

"Je größer die Blattfläche, um so mehr Gase werden ausgetauscht", sagt Prof. Rausch vom Botanischen Institut der Universität Heidelberg. Gegen die schädlichen Stoffe aus Zigaretten – Formaldehyd und Benzol – wirken Ficus, Bogenhanf und Grünlilie besonders effektiv. Formaldehyd filtert auch die hochgewachsene Echte Aloe.

Auch das Raumklima profitiert von Pflanzen: Etwa 97 Prozent des Gießwassers geben sie wieder an die Luft ab. Spitzenreiter dabei: das Zyperngras. Es verdunstet bis zu zwei Liter täglich.

Pflanzen gehören nicht in das Schlafzimmer

Grafik Einsicht modernes Schlafzimmer
modern bedroom interior © victor zastol'skiy - www.fotolia.de

Auch in der Nacht benötigen Pflanzen Sauerstoff, der aber wegen der Dunkelheit durch die Photosynthese nicht erzeugt werden kann. Deshalb sollte man im Schlafzimmer keine Pflanzen haben, wobei auch in vielen Krankenhäusern die Blumen abends entfernt werden.

Im Normalfall erzeugen ja Pflanzen aufgrund der Photosynthese Sauerstoff, wie wir noch vom Schulunterricht her wissen, aber dies geschieht nur, wenn auch Licht vorhanden ist. Die Pflanzen verbrauchen aber auch tagsüber Sauerstoff, der aber sofort wieder durch die Aufnahme von Kohlendioxyd hergestellt wird, und es bleibt dabei für die dunklen Stunden noch etwas übrig.

Aber man braucht sich keine großen Gedanken machen, dass man, auch wenn sehr viele Pflanzen im Zimmer stehen würden, ersticken könnte, denn der Verlust der Sauerstoffkonzentration ist kaum messbar. Trotzdem fühlen sich manche Menschen in diesen Schlafzimmern nicht wohl und reagieren dementsprechend.

Grünpflanzen im Büro erhöhen die Leistungsfähigkeit und steigern das Wohlbefinden

Arbeiten im Grünen erhöht ganz offensichtlich die Leistungsfähigkeit und steigert das Wohlbefinden. So konnte mit Hilfe einer Untersuchung festgestellt werden, dass der Mensch nur in einer idealen Arbeitsatmosphäre zur Höchstform auflaufen und seine kreativen Potenziale voll ausschöpfen kann.

Einen wesentlichen Faktor beim Thema Raumausstattung stellen vor allem Grünpflanzen dar. Diese erhöhen ganz offensichtlich nicht nur unsere Leistungsfähigkeit, sondern beugen unter anderem auch unangenehmen Hautreizungen, Trockenheit im Hals und lästigen Hustenanfällen vor. Wir fühlen uns wohl und sind weniger krank. So konnte sogar nachgewiesen werden, dass mit Hilfe von Grünpflanzen der Krankenstand in Unternehmen um insgesamt ein Drittel sank.

Pflanzen filtern Schadstoffe aus der Zimmerluft

Schreibtisch im Büro mit Laptop, Telefon, Notizblock, Kaffeebecher
Office desk © japolia - www.fotolia.de

Eine mit Pflanzen geschmückte Umgebung, wie etwa der Arbeitsplatz oder das Wohnzimmer, sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch förderlich für die Gesundheit. Dies haben Pflanzenexperten der Do-It-Yourself-Academy in Köln mitgeteilt.

Das Grünzeug filtert Schadstoffe aus der Luft und trägt somit einen kleinen Teil zur Gesundheit des Menschen bei. Der Stoff Benzol beispielsweise, der in Wandfarben, Gummi und Plastik vorkommt, wird von Zimmerpflanzen wie Drachenbaum, Efeu, Graslilie oder Einblatt absorbiert.

Schädliche Stoffe in Teppichen oder Sofas werden wiederum von Chrysanthemen, Gerbera oder Grünlilie gefiltert. Neben dem Computer empfehlen sich Säulenkakteen, da sie für ein gutes Klima in geschlossenen Räumen sorgen.

Bessere Raumluft spenden nur drei spezielle Zimmerpflanzen

Für eine saubere und sauerstoffreiche Luft sorgen nur drei Zimmerpflanzen, hierbei handelt es sich einmal um die Madagaskarpalme, die Sanseverie und die Efeutute, wobei allein vier 1,60 Meter der hohe Palmen genügend Sauerstoff für eine Person erzeugen können.

Als Pflanze für ein Schlafzimmer ist besonders die Sanseverie geeignet, weil sie vor allem nachts CO2 in Sauerstoff umwandelt. Aber man muss auch ihre Blätter, wie auch bei der Palme, regelmäßig abstauben. Bei der Efeutute werden beispielsweise Formaldehyd und andere flüchtige organische Verbindungen aus der Luft herausgefiltert, wobei sie als Hydrokultur besonders geeignet ist.

Die guten Eigenschaften dieser drei Pflanzen hat übrigens ein indischer Geschäftsmann festgestellt, als er in einem Bürohaus und Hotel diese Pflanzen aufstellte.

Drogensüchtige rauchen Hortensien - Gesundheitliche Schädigungen bis zum Tode können folgen

Tabak und Cannabis liegen auf einem Blättchen zum Zigarettendrehen
cannabis joint drehen © rcfotostock - www.fotolia.de

Drogensüchtige sind sehr erfinderisch. Für ihre Sucht machen sie sogar vor Vorgärten nicht halt. Tatsächlich fällt in Bayern so manche Hortensie einem Süchtigen zum Opfer: Sie wird einfach stibitzt.

Drogensüchtige rauchen sie, denn sie macht ähnlich high wie Marihuana. Die Vizepräsidentin der Bayerischen Landesärztekammer und Oberärztin am Klinikum Nürnberg, Heidemarie Lux macht darauf aufmerksam, dass das Rauchen der Pflanze Blausäure freisetzt, was bedrohliche Vergiftungen zur Folge haben kann. Denn Blausäure blockiert die Atmung und zerstört das zentrale Nervensystem. Der Süchtige erstickt innerlich und stirbt.

Grünpflanzen verbessern nicht nur das Raumklima, sondern sorgen für mehr Lebendigkeit

Pflanze auf weißem Hintergrund
streifen blatt 2 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Sie blühen in den seltensten Fällen und dennoch haben die Grünpflanzen im Haus die wunderbare Gabe, die Wohnatmosphäre deutlich zu verbessern. Dezent, frisch und lebendig bringen sie in jedem Raum eine natürliche Schönheit.

Zudem sind sie in der Lage, für mehr Luftfeuchtigkeit zu sorgen, als auch Staub und Schadstoffe zu binden.

Keine direkte Sonne für Zimmerpflanzen

Jetzt kommt es nur noch auf den optimalen Standort an, damit die Pflanze richtig wachsen und gedeihen kann. Als Faustregel kann man sich merken, je dunkler die Blätter sind, um so weniger Sonne braucht die Pflanze. Arten mit bunten oder gar weißlichen Blättern hingegen, bevorzugen recht helle Standorte.

Aber Vorsicht! Nur die wenigsten Pflanzen vertragen die pralle Sonne. Da gibt es nur die Sukkulenten, wie die Aloe Vera zum Beispiel, denn diese können in ihren dicken Blättern ausreichend Wasser speichern. Alle anderen Pflanzen lieben sehr helle Plätze, aber eben nicht die direkte Sonne.

Als besonders pflegeleicht gilt der Drachenbaum. Dieser stellt keine hohen Ansprüche an den Standort. Er fühlt sich auch an dunkleren Plätzen recht wohl. Nur bei der Temperatur versteht er keinen Spaß. Diese sollte nicht unter 18 Grad sinken.

Die Pflanze als Wohnaccessoire

Pflanzen können wunderbar als Wohnaccessoires dienen, wenn diese geschickt im Raum verteilt werden. Rankende Pflanzen, wie Efeu beispielsweise können mit ihren Blättern Regale und Wände verschönern.

Farn hingegen wirkt unterhalb von großen Bildern wie eine natürliche Wiese und verleiht dem Rahmen eine zauberhafte Natürlichkeit.

Pflanzen mit farbigen Blättern in Töpfen und Trögen geben leeren Fluren nicht nur Farbe, sondern auch eine schlichte Eleganz.

Pflanzen im Büro machen produktiver

Pflanzen am Arbeitsplatz können ein richtiges Aufputschmittel fürs Gehirn sein

Zwei schwarz gekleidete Frauen in Büro arbeiten am Laptop im Besprechungsraum, eine arbeitet an der Flipchart
schulung 1 © Gernot Krautberger - www.fotolia.de

Pflanzen im Büro – da scheiden sich die Geister. Fans des "clean office" halten Arbeitsplätze gern frei von allem, was nicht unmittelbar für den Job nötig ist.

Die meisten Beschäftigten fühlen sich in einer grünen Umgebung allerdings wohler. Und wie eine neue Studie zeigt, fördern Pflanzen sogar die Produktivität.

Aufputschmittel fürs Gehirn

Wie die Forscher aus

  • Queensland
  • Cardiff und
  • Groningen

in ihrer dreiteiligen Untersuchung belegen, können Pflanzen ein richtiges Aufputschmittel fürs Gehirn sein.

Die Teilnehmer fühlten sich im grünen Büro nicht nur produktiver – ihre Arbeitsleistung verbesserte sich auch objektiv. So erledigten die Mitarbeiter ihre Aufgaben schneller und machten weniger Fehler.

Bio-Kick als Denkanstoß

Der Bio-Kick zeigt sich sowohl beim analytischen Denken als auch bei kreativen Projekten. Wenn der Blick beim Umherschweife fällt, aktiviert das ansonsten ungenutzte Hirnbereiche.

Mit einem anderen Vorurteil räumen Umweltmediziner allerdings auf: einzelne Topfpflanzen können das Raumklima nicht verbessern. Allein der Wohlfühleffekt reicht allerdings aus, um die Konzentration bei der Arbeit zu verbessern.

Die richtigen Zierpflanzen für sonnige und schattige Plätze

Zierpflanzen sind schmückend und dekorativ. Sie werden als Gestaltungselement im Garten eingesetzt und die Zimmerpflanzen verschönern das Haus. Dabei haben sie unterschiedliche Ansprüche; manche fühlen sich im Schatten wohler, andere bevorzugen einen sonnigen Platz.

Zimmerpflanzen

Bei Zimmerpflanzen ist es so, dass die meisten im Halbschatten gedeihen. Manche Sorten bevorzugen aber Sonne oder den Schatten. Im Schatten fühlen sich beispielsweise

  • Anthurie
  • Dieffenbachie
  • Kamelie
  • Orchideen oder
  • Schiefteller

wohl. Oft hat man auch im Haus oder in der Wohnung schattige Plätze, die aber mit einer Pflanze geschmückt werden sollen. Dann ist es sinnvoll, auf die Pflanzen zurückzugreifen, die im Schatten gedeihen.

Zimmerpflanzen werden gerne auf Fensterbänke gestellt; dort gibt es oft eine direkte Sonneneinstrahlung. Dann empfehlen sich Zierpflanzen, die sich in der Sonne wohl fühlen. Dazu gehören zum Beispiel

  • die Buntnessel
  • der Christusdorn
  • Hibiskus
  • Kakteen oder
  • die Passionsblume.

Pflanzen auf dem Balkon und im Garten

Auch in Gärten gibt es unterschiedliche Gegebenheiten. Dementsprechend sollten die Zierpflanzen ausgewählt werden.

Es gibt noch eine Anzahl an Pflanzen, die sich auch in einem Schattengarten oder an schattigen Plätzen wohl fühlen. Auch Balkon- und Kübelpflanzen haben unterschiedliche Ansprüche.

Auf dem Balkon

Im Schatten fühlen sich beispielsweise

  • die Begonie
  • das Fleißige Lieschen
  • Fuchsien oder
  • Petunien

wohl. Die Sonne hingegen bevorzugen

  • Bougainvillea
  • Geranien
  • Oleander
  • Olivenbäumchen
  • Wandelröschen oder
  • Zylinderputzer.
In Beeten und im Garten

Auch in Beeten und im Garten gedeihen die Pflanzen unter unterschiedlichen Bedingungen. An schattigen Plätzen sollten

  • Farne
  • Funkien
  • Heide und
  • Hortensien

gepflanzt werden. Dann gibt es wieder Zierpflanzen, welche die volle Sonne vertragen. Dazu gehören

  • die Anemone
  • die Cosmea
  • Rosen
  • die Sommeraster
  • Tamarisken oder
  • die Zistrose.

Am besten lässt man sich in der Gärtnerei oder im Gartencenter ausführlich beraten, um die Zierpflanzen entsprechend den örtlichen Gegebenheiten auszuwählen. Haben die Pflanzen den richtigen Standort, dann wachsen und gedeihen sie auch.

So erspart man sich Ärger, Geld und auch Zeit und Mühe. Denn es kann sehr mühsam werden, wenn die Zierpflanzen unter falschen Bedingungen eingehen.

Blumenduft: Manchmal herrlich, manchmal zum Weglaufen

Junge Frau mit Hochsteckfrisur riecht am Flieder in einem Park
junge frau genießt den duft von flieder © contrastwerkstatt - www.fotolia.de

Es gibt Blumen, die herrlich duften, andere stinken dagegen fürchterlich. Warum duften Blumen überhaupt?

Da Blumen sich selbst nicht fortbewegen können, sind sie darauf angewiesen, dass sie besucht werden. Sie sind auf Insekten, Kolibris und sogar Fledermäuse angewiesen, die die Bestäubung durchführen. Da diese Tiere unterschiedliche Gerüche bevorzugen, verströmen Blumen Düfte, die genau zu ihren Bestäubern passen. Ob Menschen einen Duft mögen oder nicht, ist reiner Zufall.

Die meisten Blumen verbreiten ihre Duftwogen hauptsächlich am Tage, da dann auch die meisten Insekten unterwegs sind. Einige Pflanzen bevorzugen jedoch die Nacht für den Duft, etwa der Abendstern. Da er bei der Bestäubung Nachtfaltern den Vorzug gibt, bietet er den Insekten in der Nacht eine gute Duftspur an.

Es gibt aber auch Pflanzen, die einen besonderen Duft ausströmen, um sich vor Fressfeinden zu schützen. Die Limabohne produziert Duftstoffe, mit denen sie Nützlinge anlockt. Anhand des Speichels erkennt sie ihre Feinde und lockt mit ihrem Duft Unterstützung an. Führen Spinnmilben einen Angriff durch, wirkt sie anziehend auf Raubmilben. Knabbern Raupen an ihr, zieht sie mit einem etwas anderen Duft Schlupfwespen an, welche die Raupen parasitieren.

Dann gibt es auch noch Pflanzen wie den Titanenwurz. Sein "Duft" ist für Menschen kaum zu ertragen. Mit seinem Verwesungsgeruch will er Aaskäfer anlocken, die den Geruch herrlich finden. Sie kriechen in den Kelch hinab und schaffen eine Portion Blütenstaub weg, um damit eine andere Blüte zu bestäuben.

Welche Blumen Schmetterlinge anziehen

Zwei Schmetterlinge auf Flieder farbenden Blumen, Sonnenlicht, Wiese
two butterfly on flowers © Iaroslav Danylchenko - www.fotolia.de

Wer viele Blumen in seinem Garten anpflanzt, macht diesen sogleich für Schmetterlinge interessant. Es gibt spezielle Arten, die die Falter nur so anziehen. Besonders eine naturbelassene Wildwiese stellt für Schmetterlinge ein Paradies dar. Der Sommerflieder ist die beliebteste Blume für Zitronenfalter, Pfauenauge und Co., weswegen er auch Schmetterlingsstrauch genannt wird.

Vor ihrem Dasein als schöner Schmetterling sind die Falter jedoch Raupen, die sich gerne durch Blätter fressen. Dies muss akzeptieren, wer die Schmetterlinge anschließend in seinem Garten haben möchte. Insektizide sollten also auf keinen Fall eingesetzt werden. Besonders die Sträucher Klehe und Kreuzdorn sind für die Raupen interessant und dienen als gute Nahrungsquelle.

Schmetterlinge mögen es bunt

Nahaufnahme Schmetterling auf rosaner Blume
butterfly feeding on a flower © WONG SZE FEI - www.fotolia.de

Wer es Schmetterlingen im heimischen Garten gut gehen lassen will, sollte möglichst viele unterschiedliche Sommerblumen pflanzen. Die Abwechslung scheint den Insekten Spaß zu machen.

Einige der Blühpflanzen werden besonders bevorzugt. Dabei handelt es sich um ungefüllte Arten. Diese machen es den Schmetterlingen einfacher, an den leckeren Nektar zu gelangen. Die absoluten Renner unter den Schmetterlings-Landeplätzen sind Lavendel, Stockrose, Eisenkraut oder der Schmetterlingsflieder, der nicht zu unrecht seinen Namen hat.

Auch Astern, Petunien oder Zinnien stehen bei den Schmetterlingen hoch im Kurs.

Blütenpracht zum Selbermachen: Die Sommerblumen-Kollektionen von "Mein schöner Garten"

Junge Frau mit Strohhut sitzt auf Balkon umgeben von bunten Blumen, Kaffeetasse in Hand
terrasse © Udo Kroener - www.fotolia.de

Wer träumt im Sommer nicht von einer mit blühenden Sommerblumen übersäten Terrasse? Viele Menschen tun sich im Garten-Center jedoch schwer bei der Auswahl von Pflanzen, die auch wirklich miteinander harmonieren. Für diese Menschen gibt es nun die Sommerblumen-Kollektionen der Gartenzeitschrift "Mein schöner Garten", die die Blütenpracht als bequemes Set ins Haus liefert. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Variationen.

Die Mischung "Für Dekorateure" enthalten jeweils vier Pflanzen in einem 19-Zentimeter-Topf. Die Pflanzen sind farblich schön aufeinander abgestimmt und können in schönen Töpfen rings um die Terrasse oder den Balkon gestellt oder in Ampeln aufgehängt werden. Wer seine Pflanzen lieber selbst zusammenstellt, greift zum Set "Für Selbermacher", das jeweils 12 Pflanzen in einzelnen Töpfen enthält, die nach Belieben gemischt werden können.

Wer viel Platz hat, wählt die Mischungen "Für Genießer" in 27-Zentimeter-Dekotöpfen oder Ampeln. Hier brauchen Blumenliebhaber gar nichts mehr tun: Die fertigen Mischungen können in ihren schönen Dekotöpfen direkt auf Terrasse oder Balkon gestellt werden. Lediglich das Düngen darf nicht vergessen werden: Einmal pro Woche benötigen die Pflanzen zusätzliche Nahrung zum Wasser.

Duftpflanzen – Sinnliche Belebung im Garten

Blühender Lavendel auf grüner Wiese
lavender background © Natalia Bratslavsky - www.fotolia.de

Schon unsere Großmütter ernteten Lavendelblüten und machten daraus Duftsäckchen für den Kleiderschrank. Die ätherischen Öle sorgen nicht nur für frischen Geruch, sie schützen auch die edlen Wollpullover vor Mottenfraß. Und es gibt viele weitere Duftpflanzen, die den Garten um seine sinnliche Dimension bereichern.

Flieder und Rosen, die Flammenblume und der nach Jasmin duftende Pfeifenstrauch - der ideale Standort für Duftpflanzen ist in der Nähe von Sitzplätzen oder Durchgängen. Damit die Aromen sich entfalten können, sollte man beim Pflanzen zudem Abstand halten.

Der Duft dient den Pflanzen als Lockmittel. Bei den Blütenfarben können sie sich daher zurückhalten. Einige Sorten wie die Engelstrompete kombinieren ihren Aroma-Trick jedoch auch mit spektakulären Blütenformen. Einen duftenden Mix aus Küchengewürz und Heilkraut bieten Aromapflanzen wie Thymian, Salbei und Pfefferminze.

Eine der letzten blühenden Pflanzen im Herbst ist die Silberkerze

Steinweg durch Garten, am Wegesrand verschiedene bunte Blumen
Lush blooming summer garden with paved path © Elenathewise - www.fotolia.de

Jetzt im Spätherbst blühen nur noch wenige Pflanzen und eine davon ist die Silberkerze, die man am Waldrand oder auch in manchen Gärten im Schatten von Bäumen oder Sträuchern findet. Diese Pflanze wird zwischen 120 bis 200 Zentimeter hoch und besitzt cremeweiße oder auch rosafarbene, zierliche Blüten. Es gibt hierbei sechs verschiedene Sorten, die auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen.

Die erste Sorte ist die Trauben-Silberkerze, die schon im Juni blüht und die letzte ist die Oktober-Silberkerze. Diese Pflanzen sind auch sehr pflegeleicht, wobei aber der Boden feucht und kühl sein sollte, also ein reines Schattengewächs. Im Frühjahr kann man sie mit Kompost düngen und nach der Blüte im Herbst schneidet man die Stängel bis zum Boden ab.

Wer eine Silberkerze in seinem Garten pflanzen möchte, der sollte sie am Besten in Tuffs von drei bis zehn Pflanzen vor einem dunklen Hintergrund, beispielsweise einer Eibe, pflanzen, wo sie dann gut zur Geltung kommt.

Auch auf manchen Gräbern findet man die Silberkerze wegen seiner Eleganz der Blüten. Im Volksmund heißt die Silberkerze auch "Wanzenkraut" oder "Frauenwurzel".

Bunte Blumenbeete – stimmungsvoller Blickfang rund ums Jahr

Rote Mohnblumen im Vorgarten, im Hintergrund Haus
Vorgarten © Antje Lindert-Rottke - www.fotolia.de

Das perfekte Blumenbeet gibt es nicht. Der eine mag es ländlich bunt, der andere liebt die Komposition aus filigranen Blättern und extravaganten Blütenformen. Mit ein paar gestalterischen Grundregeln kann jeder Gärtner seinen ganz persönlichen Blütenrausch genießen.

Monotonie adé

Damit ein Beet das ganze Jahr über etwas Neues zu bieten hat, braucht es Vielfalt - mit einem Mix aus Farben, Blüten- und Blattformen, Wuchshöhe und Blütezeit der Pflanzen. Als Kulisse und Strukturgerüst dienen mehrjährige Stauden. Daneben sorgen Dauerblüher wie Rosen oder Sträucher wie Lavendel für eine spannende Höhenstaffelung.

Im Frühjahr setzen Zwiebelblumen erste Farbakzente, im Sommer ergänzen einjährige Blumen das Blütenspiel. Wenn im Herbst die Blütezeit ausklingt, ziehen Ziergräser die Blicke auf sich.

Stimmungsvolle Kontraste

Am längsten währt die Freude am Blumenbeet, wenn die Pflanzen nacheinander gestaffelt blühen. Auskunft darüber gibt ein Blütezeitkalender. Neben der lockeren Abfolge von Farben und unterschiedlichen Blütenformen spielt auch die Höhe der Blumen eine Rolle.

Wenn ein einzelner hoher Blickfang innerhalb der Standortgruppe blüht, sollten etwa die halbhohen Begleiter nur für Fülle sorgen. Als bunte Einrahmung bietet sich wiederum ein zeitgleich blühender Bodendecker an.

Romantische Stimmung im Garten – unregelmäßige Blumenbeete versprühen Lebensfreude

Steinweg durch Garten, am Wegesrand verschiedene bunte Blumen
Lush blooming summer garden with paved path © Elenathewise - www.fotolia.de

Wer Romantik liebt, kann auch im Garten auf gerade Linien, kontrastreiche Farben und symmetrische Formen verzichten. Wie lässt sich die Lebensfreude besser ausdrücken als mit einem spielerischen Nebeneinander von Pastelltönen, unterschiedlichen Wuchsformen und Blütenduften?

Das Spiel der Formen

Romantische Beete wollen den Betrachter verzaubern. Mit einer starren Höhenstaffelung der Pflanzen und rechtwinkligen Kanten kann dies nicht gelingen. Stattdessen ordnet der Gärtner seine Pflanzen möglichst unregelmäßig an und sorgt für Abwechslung bei Blatt- und Blütenformen. Anders als in klassischen Rabatten dürfen sich kleinere Pflanzen sogar teilweise hinter größeren Pflanzen verbergen.

Verstreut eingesetzte Deko-Objekte oder Pflanzen mit besonders herausragendem Wuchs sorgen dafür, dass der Blick immer wieder gefangen wird. Moos auf den Steinen und Patina auf der Eisenbank verstärken die romantische Wirkung.

Harmonische Farben

Besonders malerisch wirken Beete mit Blüten in den gleichen Farbtönen, etwa Zinnien, Löwenmäulchen, Schmuckkörbchen und Spinnenblumen, kombiniert mit Malven oder Phlox. Statt farblicher Kontraste setzt der romantische Gärtner auf edle Harmonie. Eine wirkungsvolle Kombination sind zartrosa Blüten von Rosen, silberblättrige Edeldistel, Edelraute und Lavendel.

Sinnliche Düfte

Je näher das Beet an der Terrasse liegt, desto unentbehrlicher sind Duftpflanzen – von Englischen Rosen über süßlich duftende Lilien und Lavendel bis zu würzigen Kräutern wie Rosmarin oder Salbei.

Frühlingszauber im eigenen Garten - Schöne Ideen zum Setzen von Zwiebelblumen

Sechs Keramik Blumentöpfe nebeneinander mit lilanen Tulpen
spring sequence © Anyka - www.fotolia.de

Oftmals liegt noch ein wenig Schnee, wenn sich die ersten Frühlingsblumen bereits blicken lassen. Es ist zauberhaft, durch den eigenen Garten zu gehen und hier und da die Blumenpracht zu erleben. Die Freude beginnt bereits gegen Ende Februar und weilt, wenn man Glück hat bis in den Sommer hinein. Dann wird es schon wieder Zeit für die eigentlichen Sommerblumen.

Der richtige Standort und Abstand der Blumenzwiebeln

Die Zwiebeln für die Frühlingsblumen werden im Herbst gesteckt. Dann ist die Erde noch weich. Viele dieser Blumen wirken erst, wenn sie in einer größeren Gruppe gepflanzt werden. So sollten beispielsweise mindestens fünf Tulpen oder zehn Krokusse zusammen gepflanzt werden. Narzissen hingegen wirken als Farbtupfer wunderbar, wenn diese frei verstreut werden.

Um möglichst lang Freude an Blumen zu haben, können verschiedene Zwiebeln an einer Stelle gesteckt werden. Hierbei sollte man allerdings darauf achten, dass ausreichend Platz gelassen wird. Es lassen sich die sehr zeitig blühenden Krokusse mit den etwas später blühenden Tulpen wunderbar kombinieren. Jedoch muss zudem auch auf den Standort geachtet werden. Unter dichten Bäumen und im Schatten gedeihen nicht alle Blumen gleich. Hier fühlen sich die Sorten Maiglöckchen, Blaustern oder auch das Buschwindröschen wohl.

Wie oft müssen die Zwiebeln gesteckt werden?

Zwar gelten Traubenhyazinthen und Krokusse als nicht besonders auffällig. Diese Zwiebeln müssen dafür nur einmal gesteckt werden, denn diese Pflanzen sind sehr robust. Bei den Tulpen ist es zu empfehlen, nach einer gewissen Zeit neue Zwiebeln zu stecken, da die Pflanzen schwächer werden und dann nicht mehr blühen. Einen wahren Farbteppich aus Blumen erhält man, wenn zwischen den gesteckten Frühlingsblumen im Frühjahr die einjährigen Pflanzen aus der Gärtnerei ergänzt werden.

Zierpflanzen sind schön und verschönern Haus und Garten; dabei sind manche Zierpflanzen nicht ungefährlich, denn sie sind giftig - manche Arten können sogar tödlich sein.

Wie gefährlich sind giftige Zierpflanzen?

Giftige Zierpflanzen können vor allen Dingen Kindern und Tieren gefährlich werden. Gerade kleinere Kinder stecken schon einmal ein Blatt, eine Blüte oder eine Beere in den Mund.

Deshalb muss man unbedingt darauf achten, dass giftige Zierpflanzen außer Reichweite von Kindern sind. Man sieht es den schönen blühenden Pflanzen nicht an, dass sie dem Menschen schaden könnten.

Auch bei Zimmerpflanzen gibt es giftige Gattungen, beispielsweise

  • das Alpenveilchen
  • die Amaryllis
  • die Dieffenbachie
  • das Korallenbäumchen
  • die Becherprimel oder
  • den Ritterstern.

Diese Pflanzen gelten als stark giftig. Deshalb ist es wichtig, dass man sich vor dem Kauf einer Zimmerpflanze von einem Gärtner oder Floristen ausführlich beraten lässt.

Gerade wenn Kinder im Haushalt leben, sollte man auf giftige Zimmerpflanzen verzichten. Manchmal kann schon ein einziger unbeaufsichtigter Augenblick reichen. Das kann vermieden werden, wenn man auf giftige Pflanzen einfach verzichtet.

Unterschiede in Giftigkeit und Wirkung

Die Giftigkeit der Pflanzen ist sehr unterschiedlich. Manche lösen durch die bloße Berührung Hautirritationen aus, andere verursachen Unwohlsein, Übelkeit bis hin zu lebensgefährlichen Vergiftungen.

Einige Pflanzen sind nur in manchen Teilen, andere in allen Teilen giftig. Es gibt Pflanzen, die verlieren durch Abkochung ihre Giftigkeit und in entsprechender Dosierung werden manche sogar als Heilpflanze verwendet. Für den Laien allerdings gilt: Finger besser weg von giftigen Zierpflanzen.

Giftige Pflanzen findet man auch im Garten oder in Außenanlagen. Selbst der Buchsbaum ist gering giftig. Auch die Engelstrompete und der Oleander gehören zu den giftigen Pflanzen.

Die Tollkirsche, der Seidelbast und der Stechapfel sind sehr giftig. Am besten beschäftigt man sich ein bisschen mit den Zierpflanzen, um die giftigen Pflanzen zu kennen. Da es nicht immer möglich ist den Kontakt auszuschließen, ist es sinnvoll, die Kinder in dem richtigen Umgang mit Pflanzen zu erziehen.

Freude an den Blumen mit der richtigen Pflege

Neuer Feuchtigkeitsmesser soll ans Blumengießen erinnern

Gelbtafel mit toten Insekten in Blumentopf mit Pflanze
Gelbtafel - yellow insect stick 03 © Lianem - www.fotolia.de

Wer häufig vergisst, seine Pflanzen zu gießen, sollte sich eine Erfindung junger amerikanischer Studenten von der University of New York mal anschauen. Die jungen Männer und Frauen haben einen Feuchtigkeitsmesser entwickelt, der das Vertrocknen von Pflanzen verhindern soll, indem er dem Besitzer ständig elektronisch Auskunft über den Zustand des Gewächses gibt.

Die "Botanicalls Twitter" getaufte Gerätschaft, die über einen USB-Port sowie einen Netzwerkanschluss verfügt, bieten die Studenten seit kurzem über das Internet an. Käufer haben sogar die Möglichkeit, sich die Daten der Pflanzen auf das Handy schicken zu lassen.

Blumenerde nicht immer torffrei - Auch Cadmium gefunden

Gartenschaufel mit Erde darauf wird über Rasen gehalten
Spade with soil. © ninety99 - www.fotolia.de

Wer Blumenerde kauft, sollte unbedingt darauf achten, dass diese keinen Torf enthält. Torfabbau, so Naturschützer, schädige die Umwelt.

Ein Feuchtgebiet muss durch Gräben trockengelegt werden, bevor in einem Moor Torf gestochen werden kann. Die Entwässerung und der Torfabbau zerstört die bis zu 5000 Jahre alten Moore für immer. Eine Renaturierung ist nahezu unmöglich.

Moore sind jedoch wichtig für den Klimaschutz, denn sie können doppelt so viel CO2 speichern wie alle Wälder der Erde. Außerdem haben dort lebende seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten ihren Lebensraum.

Verbraucherschützer untersuchten jetzt verschiedene Sorten Blumenerde, die mit dem Etikett "torffrei" warben. Dabei stellte sich heraus, dass sich in einer Probe erhebliche Mengen Torf fanden. In den anderen befanden sich kleine Anteil von Torf, die auf Verunreinigungen bei der Produktion schließen lassen. Im übrigen war kein Hersteller in der Lage, Auskünfte über die Kontrollmechanismen zu erteilen.

In drei Blumenerden entdeckten die Tester zudem Cadmium in nicht unerheblicher Menge. Pflanzen können dieses Schwermetall aufnehmen. So kann es später auch in den menschlichen Organismus gelangen. Nieren- und Knochenschäden sowie Schäden am Zentralnervensystem und am Immunsystem können die Folge sein.

Welche Arbeiten im Dezember in einem Ziergarten noch zu erledigen sind

Gummistiefel, kleine Gartenschaufel und Gieskanne auf Rasen
Garden boots with tool and watering can © Sandra Cunningham - www.fotolia.de

Wer einen Ziergarten besitzt, auf den wartet jetzt in den Wintermonaten weniger Arbeit. So stehen nur noch ein paar Schutzmaßnahmen vor dem eventuellen Schnee und Frost an.

Chimonanthus

Wer in seinem Garten einen Chimonanthus (Winterblüte) gepflanzt hat, der kann jetzt ein paar Zweige in die Wohnung holen, die einen besonderen Wohlgeruch erzeugen. Die Blütezeit dieser Pflanze ist von Dezember bis März. Dieser Strauch erreicht eine Höhe von zirka zwei bis drei Meter und sollte an einem windgeschützten, sonnigen Platz gepflanzt werden.

Kopfweiden

Zurzeit werden vielerorts auch die Kopfweiden radikal herunter geschnitten und aus den Ruten kann man mit guten Ideen mit den Kindern etwas basteln. Manche Gemeinden suchen auch für diese Arbeiten ehrenamtliche Helfer, so dass man dann das Material kostengünstiger erhalten könnte.

Stauden und Ziergräser

Bei den Stauden und den Ziergräsern kann man auch ruhig die abgestorbenen Stängel stehen lassen, denn diese sind einmal ein Futter für die Vögel oder auch Insekten finden dort ihr Winterquartier.

Rosen, Ziersträucher und Christrose

Jetzt im Winter lassen sich auch bei den Rosen und Ziersträuchern die Wildtriebe besonders gut erkennen, so dass man sie entfernen kann. Kurz nach Weihnachten blüht meistens auch die Christrose (Helleborus niger), die aber besonders in trockenen Wintermonaten vor der Frostperiode Wasser benötigt.

Hobbygärtner haben keine Pause

Im Fazit hat also der Hobbygärtner in seinem Ziergarten auch im Dezember noch keine Pause.

Wie man den Nährstoffmangel bei Pflanzen erkennt und richtig behandelt

Blumenerde mit Mineraldünger auf grüner Schaufel
Mineraldünger - mineral fertilizer 10 © Lianem - www.fotolia.de

Es dauert mehrere Wochen, bevor ein Nährstoffmangel bei Pflanzen sichtbar wird. Um dann schnellstmöglich reagieren zu können, ist es wichtig zu wissen, welche Anzeichen für welchen Mangel stehen.

Denn es wird weitere sechs Wochen dauern, bis sich die Pflanze wieder vollkommen erholt hat. Beim Düngen muss stets auf die Angaben der Packung geachtet werden, um die Pflanzen optimal versorgen zu können.

Stickstoffmangel

Blasse und welke Blätter sind nicht immer ein Zeichen für Trockenheit. Ein Stickstoffmangel kann dieselben Anzeichen hervorrufen. Wer einmal in der Woche mit einem Volldünger seine Balkonpflanzen versorgt, muss einen solchen Mangel nicht fürchten.

Magnesiummangel

Aufgehellte und fleckige Blätter weisen auf einen Magnesiummangel hin. Beim Volldünger ist daher darauf zu achten, dass alle wichtigen Spurenelemente enthalten sind, denn Magnesium gehört auch dazu.

Eisenmangel

Bei einem Eisenmangel färben sich die Blätter gelblich und die Blattadern bleiben grün. Akuter Eisenmangel kann beispielsweise bei Petunien mit einem speziellen Eisendünger behandelt werden.

Kaliummangel

Dieser Mangel macht sich hauptsächlich durch braune Blattränder bemerkbar. Allerdings tritt ein Kaliummangel sehr selten auf, wenn man normal düngt.

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    Lange Blütezeit für Balkonblumen – richtig gießen, düngen und schneiden

    Blumen auf Balkon werden aus Gießkanne begossen
    Balkongärtner © Harald07 - www.fotolia.de

    Balkonblumen werden speziell für eine lange Blütezeit gezüchtet. Bei fehlender Pflege kann aber auch die edelste Züchtung nicht blühen. Wer sich den ganzen Sommer an farbiger Pracht erfreuen möchte, muss regelmäßig gießen, richtig düngen und verwelkte Blüten entfernen.

    Täglich wässern

    Anders als Gartenpflanzen können Balkonblumen ihre Wurzeln nicht tief im Erdreich verankern. Darum brauchen sie regelmäßig Wasser von oben. An heißen Tagen sogar zweimal. Wer viel unterwegs ist, kauft am besten Balkonkästen mit Wasser-Reservoir. Dank "doppeltem Boden" können sie genug Flüssigkeit für ein verlängertes Wochenende speichern.

    Tipp: kalkempfindliche Blumen wie Zauberglöckchen blühen üppiger, wenn sie mit Regenwasser gegossen werden.

    Wöchentlich düngen

    Frisch gekaufte Blumenerde ist mit zahlreichen Nährstoffen angereichert. Düngen muss man deshalb erst einige Wochen nach dem Umtopfen. Ideal ist flüssiger Dünger, den man direkt in das Gießwasser gibt. Eine Alternative sind Düngestäbchen: in die Erde gesteckt, liefern sie für viele Wochen alle Nährstoffe, die die Blumen brauchen.

    Verwelkten Blütenflor entfernen

    Um die Knospenbildung anzuregen, werden verwelkte Blüten regelmäßig ausgeknipst. Kleinblättrige Blumen wie Lobelien kappt man einfach mit der Schere.

    Pflege der Blumen im Winterschlaf

    Auch im Winter ab und zu gießen nicht vergessen!

    Christstern, Weihnachtsblume auf weißem Hintergrund
    Christmas arrangement © Irina Fischer - www.fotolia.de

    In den kalten Monaten benötigen die Zimmerpflanzen zwar weit weniger Wasser als im Sommer, aber so ganz ohne kommen sie nicht aus. Daher müssen sie auch im Winter ab und zu gegossen werden, wenn sie sich im "Winterschlaf" befinden und nicht blühen.

    Ob sie Wasser benötigen, lässt sich ganz einfach an der Erde im Topf kontrollieren. Ist sie knochentrocken, sollte ein wenig Wasser nachgegossen werden.

    Auch auf Pflanzen, die im Freien stehen, zum Beispiel auf dem Balkon oder auf der Terrasse, sollten Blumenliebhaber ein Auge haben: Liegen die Temperaturen über dem Gefrierpunkt und die Sonne scheint, verdunstet das Wasser an der Erdoberfläche, doch aus den gefrorenen tieferen Schichten kommt nichts nach. Ist die Erde also trocken, sollte ein wenig nachgegossen werden. Dünger braucht dagegen nicht eingesetzt zu werden.

    Spezielle Pflege für den Weihnachtsstern

    Ein ziemlich empfindliches Pflänzchen ist übrigens der Weihnachtsstern, der an den Feiertagen zu tausenden gekauft und verschenkt wird. Er stammt aus den mittelamerikanischen Tropen und mag Kälte überhaupt nicht. Daher sollte er nie mit kaltem Wasser direkt aus dem Hahn gegossen werden, sondern nur mit lauwarmem Wasser. Und bitte immer nur recht wenig, denn nasse Füße verträgt er ebenfalls nicht.

    Pflanzen blühen nicht – mögliche Ursachen und Tipps für mehr Blüten

    Dass Pflanzen nicht blühen, kann je nach Pflanzenart verschiedene Gründe und Lösungen haben

    Nahaufnahme Zweig mit geöffneter Schlehenblüte
    schlehenblüte © Johanna Mühlbauer - www.fotolia.de

    Ihre Pflanzen wollen einfach nicht blühen? Manchmal bleibt auch bei gesunden und gut gepflegten Pflanzen die Blütenpracht aus. Das kann verschiedene Ursachen haben, die nicht immer leicht zu erkennen sind. Ein Überblick.

    Falsch gedüngt

    Damit die Blütenbildung angeregt wird, brauchen Pflanzen die richtigen Nährstoffe. Entscheidend für die Farbenpracht ist das Verhältnis von Phosphor zu Stickstoff. So regt stickstoffreicher Dünger wie Hornspäne vor allem die Blattbildung und das Wachstum an. Blühdünger enthält dagegen einen höheren Anteil Phosphor.

    Tipp: Bei der Dosierung auch auf den Boden achten. Sandige und trockene Böden liefern weniger Nährstoffe als schwere und lehmige Erde. Pflanzen benötigen deshalb entsprechend mehr Dünger.

    Zu wenig Licht

    Manche Pflanzen sind regelrechte Sonnenanbeter. Bekommen sie zu wenig Licht, verweigern sie die Blüte.

    Der Sonnenhut verträgt etwa keine schattigen Standorte, und auch Lavendel braucht einen hellen Platz. Wenn kein Standortwechsel möglich ist, hilft es eventuell auch schon, beschattende Sträucher oder Baumkronen auszulichten.

    Krankheiten und Schädlinge

    Der Befall von Krankheiten oder Schädlingen kann allen Pflanzen zusetzen. Wenn die Rhododendron-Zikade ihre Eier hinter den Blütenschuppen ablegt, überträgt sie dabei etwa einen Pilz, der die Knospen absterben lässt.

    Um die Blüte zu retten, müssen Gärtner die Schädlinge bis Ende Mai mit einem Insektizid vertreiben. Oder sie brechen die betroffenen Knospen per Hand ab. Wichtig: Die entfernten Teile so entsorgen, dass die Schädlinge sich nicht weiter verbreiten können.

    Falsch zurückgeschnitten

    Ein fachgerechter Rückschnitt fördert die Blütenpracht. Wer Frühlingsblüher erst zu Jahresbeginn schneidet, muss jedoch auf Blüten verzichten. Die Knospen sind bereits im Vorjahr angelegt. Die meisten Sommerblüher dürfen dagegen noch im Frühjahr beschnitten werden. Ausnahme: Die Bauern-Hortensie.

    Über Sämlinge vermehrt

    Wer Pflanzen über Sämlinge vermehrt, muss viel Geduld aufbringen. Oft dauert es mehrere Jahre, bis sich Blüten zeigen. Veredelte Pflanzen oder Stecklinge müssen weniger Entwicklungsschritte durchlaufen und blühen deshalb früher – und meist auch üppiger.

    Alternierende Blüte

    Bestimmte Pflanzen blühen im einen Jahr wenig bis gar nicht, im nächsten dagegen überreich. Dieser Wechsel wird Alternanz genannt und findet sich etwa bei manchen Apfel- oder Fliedersorten.

    Man kann die Blütenbildung aber gärtnerisch beeinflussen: Wenn die Pflanze kein Obst tragen soll, entfernt man nach der Blüte einfach die verwelkten Blütenstände.

    Generelle Tipps zur Auswahl

    Für blühende Gartenlandschaften, grüne Balkone oder zauberhafte Sträuße und Gewächse in den Innenräumen müssen Hobbygärtner und Blumenliebhaber etwas Zeit und Mühe aufwenden. Dabei sind vor allem die besonderen Bedürfnisse der Pflanzen zu beachten.

    Zimmerpflanzen

    Damit Zimmerpflanzen sich wohlfühlen, sollte vor allem die Umgebung stimmen. Jede Pflanzenart hat ihre eigenen Anforderungen an Temperatur, Standort und Wasserbedarf. Deshalb sollten Zimmerpflanzen nicht nur nach dem Aussehen, sondern vor allem nach den örtlichen Gegebenheiten ausgewählt werden.

    Floristen und Gärtner beraten Kunden gezielt bei der Auswahl der passenden Blüh- und Grünpflanzen für das Wohnzimmerfenster, das kühle Treppenhaus oder den sonnenverwöhnten Wintergarten. Bei guter Pflege und dem richtigen Standort werden sich Grünpflanzen bald gut entwickeln und Blühpflanzen ausdauernd blühen.

    Beet- und Balkonpflanzen

    Mehrjährige Stauden, Gräser und Gehölze für Beete sollten sorgfältig ausgewählt werden. Wichtig sind kräftige Pflanzen, die mit anderen Pflanzen gut harmonieren und zu den Standortbedingungen passen. Voraussetzung für gutes Wachstum ist

    • eine nährstoffreiche Erde
    • viel Platz und
    • ausreichend Wasser sowie
    • Dünger während der Wachstums- bzw. Blühphase.

    Im Winter sollten die Pflanzen vor Frost geschützt werden. Balkonpflanzen werden in Kästen oder Kübeln gepflanzt.

    Die Saisonblumen benötigen gute Blumenerde, einen passenden Standort und viel Wasser, damit sie sich gut entwickeln und vom Frühjahr bis zum Herbst ausdauernd blühen. Wichtig sind regelmäßige Düngergaben, da die Blumenerde nicht genug Nährstoffe enthält.

    Schnittblumen

    Bunte Blumensträuße oder dekorative Gestecke verschönern das Zuhause. Damit die prächtigen Arrangements lange halten, sollten sie nach dem Kauf schnell wieder ins Wasser kommen.

    Dazu wird eine saubere Vase mit frischem Wasser und Blumennahrung gefüllt. Alle Stiele werden mit einem scharfen Messer neu angeschnitten und die unteren Blätter entfernt.

    Schnittblumen sollten nicht neben der Heizung oder in praller Sonne stehen. Die Blüten welken schneller, wenn sie in der Nähe von Schalen mit reifem Obst platziert werden. Das Blumenwasser sollte regelmäßig ausgetauscht werden.

    Blumensträuße müssen schnell ins saubere Wasser in einer Vase gestellt werden
    Blumensträuße müssen schnell ins saubere Wasser in einer Vase gestellt werden

    Die Vielfalt an Zierpflanzen ist also sehr groß - im Folgenden gehen wir auf ein paar beliebte Arten etwas genauer ein...

    Rosen

    Die "Königin der Blumen" wird seit mehr als 2.000 Jahren gezüchtet und gehört zu den meist gekauften Schnittblumen. Rosen gehören zur Familie der Rosengewächse. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet liegt nördlich des Äquators und vor allem in den Gebirgsregionen Mitteleuropas und Asiens.

    Die so genannten sommergrünen Sträucher stehen aufrecht oder klettern. Die Stiele sind mit Dornen und dunkelgrünen Blättern besetzt.

    Die Blüten sind gefüllt oder ungefüllt und duften meist intensiv. Aus den Blättern wird Rosenöl gewonnen, das als Essenz für Parfüm dient.

    Rosen blühen - je nach Sorte - einmal oder mehrfach von Mai bis Oktober. Die Hauptblütezeit von Rosen ist zwischen Juni und August. Das Entfernen verblühter Rosen fördert das Nachblühen.

    Die Pflege von Rosen sollte immer auf die Bedürfnisse der jeweiligen Sorte abgestimmt werden. Als Schnittblumen sind Rosen sehr attraktiv. Um die Blütenpracht lange zu erhalten, sollten die Blätter unterhalb der späteren Wasserkante entfernt und die Stiele mit einem scharfen Messer etwa fünf Zentimeter schräg angeschnitten werden.

    Die Rosen benötigen

    • eine saubere Vase
    • lauwarmes Wasser mit Rosennahrung und
    • einen eher kühlen Standort abseits der Heizung und von Obst.

    Unterschiedliche Verwendungsmöglichkeiten

    Die Rose ist eine der Pflanzen, die wohl vielfältiger nicht sein könnte.

    • Kandiert erlaubt sie visuelle und geschmackliche Highlights auf Gebäck
    • als Strauß offenbart sie die tiefsten Gefühle eines Menschen und
    • in der Kosmetik wirkt sie als bezaubernde Waffe gegen trockene Haut, nachlassende Spannkraft und Fältchen.
    • Auch therapeutisch wirkt die Rose in einer Aromatherapie oder bei der Behandlung unterschiedlicher Beschwerden, dank ihrer wertvollen ätherischen Öle und Substanzen, vielfältig und effektiv.
    Wirkung und Verwendungsmöglichkeiten von Rosenöl

    Für ein Kilo Rosenöl werden bis zu 4.000 Kilo Rosenblätter benötigt, die sich im Anbau als recht anfällig gegenüber Schädlingen erweisen und lediglich rund dreißig Tage im Jahr geerntet werden können. So verwundert es denn auch kaum, dass echtes Rosenöl je Kilo bis zu 8.000 Euro kosten kann, was die Exklusivität der Rose nur noch mehr verdeutlicht. Inhaltlich ist diese farbenprächtige und duftreiche Pflanze ein Powerpaket der Natur, denn neben ätherischen Ölen finden sich in Rosen rund einhundert einzelne Stoffe, die in ihrer Kombination für den Menschen seelisch und körperlich einfach nur Top sind.

    Eine neue Spannkraft und Geschmeidigkeit der Haut unterstützen die in Rosen enthaltenen ungesättigten Fettsäuren, Transretinolfettsäure, sowie Wachse und wertvolle Lipide. Trockene Haut wird mit kosmetischen Produkten mit den Inhaltsstoffen der Rose beruhigt und mit viel wichtiger Feuchtigkeit versorgt, ein Juckreiz wird ebenso gelindert und auch das lästige Gefühl der dauerhaft gespannten Gesichts- und Körperhaut wird aufgelöst.

    In ihren Eigenschaften erweist sich die Rose als

    • beruhigend
    • harmonisierend
    • ausgleichend und
    • erotisierend.

    Dank der natürlichen Vielfalt der Inhaltsstoffe lässt sich die Rose in jeglicher kosmetischer Form zum Einsatz bringen und erlaubt zudem eine Beruhigung der gestressten Seele im Rahmen einer Aromatherapie oder eines entspannenden Bades.

    Wirkung und Verwendungsmöglichkeiten von Rosenwasser

    Doch außer dem teuren und somit auch sehr wertvollen Rosenöl, gibt es als ein Nebenprodukt der Öl-Herstellung das günstigere Rosenwasser, das als

    sowie zusätzlich auch für Kompressen, in der Haarpflege und zum Inhalieren neben vielen weiteren Einsatzgebieten ebenfalls eine erfrischende und gesundheitsfördernde Wirkung offenbart.

    Ob als Anti-Aging-Helfer, geschmackliches Highlight in der Küche, in einer Aromatherapie oder als betörend schönes Zeichen der Liebe - Rosen sind folglich eines der wahren Multi-Talente aus der Natur und bieten somit eine zauberhafte, duftreiche und gesunde Ergänzung im Leben und das in fast allen Lebenslagen.

    Wer einen Garten hat, kann die Rosen dort auch selbst anbauen...

    Rosenanbau im eigenen Garten

    Rosen gehören zu den beliebtesten Zierpflanzen und können je nach Art mehrmals im Jahr blühen. Eine lange und farbenfrohe Blütenzeit kann mit der richtigen Pflege unterstützt werden. Dabei kommt es auf

    • den Standort
    • den regelmäßigen Rückschnitt
    • die Düngung und
    • den richtigen Vorgang beim Anbau an.

    Rosen, die auf dem Rosenfeld gezüchtet wurden, müssen im Herbst angepflanzt werden. Die Bodenverhältnisse sind zu diesem Zeitpunkt ideal für eine starke und schnelle Wurzelentwicklung. Herbstrosen sollten auf keinen Fall trocken in die Erde gepflanzt werden, daher ist es sinnvoll, sie nach dem Kauf für ein paar Stunden in ein mit Wasser gefülltes Gefäß zu stellen. Rosen, die dagegen in Töpfen oder Containern gezüchtet wurden, können das ganze Jahr über gepflanzt werden, wobei Frostperioden allerdings zu vermeiden sind.

    Der richtige Ort

    Vor dem Einpflanzen muss zunächst der richtige Standort ausgewählt werden. Da alle Rosenarten Sonne lieben, sollten sie an ihrem neuen Ort mehrere Stunden Sonne genießen können. Ein leicht luftiger Ort verhindert, dass die Rosen an sehr heißen Sommertagen nicht überhitzt werden.

    Auch der Boden sollte bestimmte Kriterien erfüllen. Zum Einpflanzen eignet sich am besten frische und lockere Blumenerde, in der zuvor noch keine anderen Rosen kultiviert wurden.

    Da Rosen lange tiefe Wurzeln bilden, sollte bei Ersteinpflanzung ein mindestens 60 cm tiefes Loch mit neuer Blumenerde gefüllt werden, in das die Rosen eingepflanzt werden. Die Blumenerde sollte möglichst wasserdurchlässig sein. Direkt nach dem Einpflanzen sollte auf eine Düngung verzichtet werden.

    Die richtige Pflege

    Wenn im Herbst gepflanzte Rosen im folgenden Frühjahr die ersten längeren Triebe ausgebildet haben, können sie mit speziellem Rosendünger mit zusätzlichen Nährstoffen versorgt werden. Auch bei älteren Pflanzen ist auf eine richtige Düngung zu achten. Im Frühjahr und Sommer kann je einmal Rosendünger auf die Erde gebracht werden, im Herbst und Winter sollte höchstens mit Kompost gedüngt werden, um ein schnelles Wachstum in der kalten Jahreszeit zu verhindern.

    Im Frühjahr und Herbst müssen Rosen regelmäßig geschnitten werden, um optimal blühen zu können. Verwelkte Blüten sowie abgestorbene Zweige sollten entfernt werden.

    Kaputte Triebe erkennt man an einer dunklen Färbung im Inneren des Stängels. Es gilt, diese kranken Triebe knapp über einem neuen Trieb abzuschneiden. Grundsätzlich sollten junge Pflanzen nicht so stark zurückgeschnitten werden wie ältere.

    Im Winter ist es sinnvoll, die Rosen vor Frost zu schützen. Dazu kann um den unteren Teil des Stammes Erde oder Kompost angehäuft und anschließend mit Stroh oder Zweigen abgedeckt werden.

    Auch Rosen haben Heilkräfte

    Reife Hagebutten am Hagebuttenstrauch
    Hagebuttenstrauch © Pixelmixel - www.fotolia.de

    Die meisten Menschen kennen Rosen als Geschenk, die sie bekommen oder geben. Und auch Gartenfreunde schätzen diese Blume, wie ja auch der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer, der ein großer Rosenzüchter war.

    Doch die Rosen sind schon seit mehr als 2.000 Jahren als Heilpflanze bekannt, so wie die Essigrose und die Hundsrose, die meisten kennen sie unter dem Namen Hagebutte. Diese hat man unter anderem auch bei Durchfall, Brandwunden, Entzündungen der Augen und sogar bei Kopfschmerzen und Depressionen benutzt.

    Heute werden die Rosenblätter auch noch verwendet, die ätherisches Öl enthalten und leicht entzündungshemmend wirken, so dass sie im Mund- und Rachenraum bei Schleimhauterkrankungen helfen. Ebenso werden die Hagebutten, das sind die Früchte der Hundsrose, bei Erkältungen als Tee getrunken.

    Essbare Rosen aus Ecuador

    Dunkelhaarige hübsche Frau riecht an roter Rose
    rose woman © Jason Stitt - www.fotolia.de

    Bisher war Ecuador dafür bekannt, farbenfrohe, großblättrige Blumen zu exportieren. Doch nun haben sich die ecuadorianischen Bauern etwas Neues und bisher Einzigartiges für den weltweiten Blumenmarkt ausgedacht - essbare Rosen.

    Die neuen Rosen sind giftfrei und deswegen gut verdaulich. Im Prinzip seien es lediglich Salate in Rosenoptik, so einer der züchtenden Bauern aus Ecuador. Da bereits viele Gourmet-Köche weltweit damit experimentierten, Blumen in ihre Kreationen einzubinden, liege das einzige Problem darin, den Kunden davon zu überzeugen, dass die Rosen tatsächlich ungiftig sind.

    Dafür werden sie selbstverständlich nicht chemisch gedüngt oder besprüht, sondern häufig mit Knoblauch-Spray von ihren Schädlingen befreit. Ansonsten werden sie genau so behandelt, wie ihre nicht essbaren Artgenossen.

    Da das amerikanische Ministerium für Ackerbau und die Europäische Union bereits ihre Erlaubnis gegeben haben, kann es nicht mehr lange Dauern, bis auch ihr Gaumen den Geschmack von Rosenblüten erfahren wird.

    Rosen blühen bis zum Frost – Dünger und Rückschnitt fördern die Blütenpracht

    Blumenerde mit Mineraldünger auf grüner Schaufel
    Mineraldünger - mineral fertilizer 10 © Lianem - www.fotolia.de

    Im Herbst lässt die Farbpracht im Garten nach. Rosen erfreuen jedoch bis zum Frost mit neuen Blüten. Durch die niedrigen Temperaturen blühen sie auch viel länger als im Sommer – aber nur, wenn die Pflanze ausreichend Kraft hat. Neben dem regelmäßigen Rückschnitt verlangt eine schöne Rosenblüte Dünger.

    Die ideale Zeit zum Düngen ist das Frühjahr. Wenn die Forsythienzweige blühen, schneidet man die Rosen zurück und versorgt sie mit Nährstoffen. Bis spätestens zum 1. Juli kann eine weitere Düngergabe den Blütenreichtum fördern. Später sollte man allerdings nicht düngen, da die Pflanzen dann noch im Herbst frische Triebe bilden. Im Winter würden diese erfrieren.

    Außerdem wichtig: Verblühtes regelmäßig abschneiden. Sonst verwendet die Rose ihre Energie, um Samen ausbilden und behält weniger Kraft für neue Blüten.

    Gesunde Rosen – Schädlinge und Krankheiten biologisch bekämpfen

    Nahaufnahme Dornen einer Rosenpflanze
    Dornen © PixMedia - www.fotolia.de

    Rosen gehören zu den edelsten Gewächsen im Garten. Ihre Schönheit zieht aber nicht nur bewundernde Blicke an. Die Lieblinge der Hobbygärtner finden auch bei Schädlingen wie Wühlmäusen oder Blattläusen Anklang. Hinzu kommen Krankheiten wie Rosenrost oder Sternrußtau, die den Pflanzen zu schaffen machen.

    "Maulkorb" für Wühlmäuse

    Manche Rose, die im Frühjahr nicht richtig austreibt oder plötzlich welkt, ist das Opfer von Wühlmäusen geworden. Da man die Tiere schlecht an die Leine legen kann, müssen die Wurzeln der Rose geschützt werden: mit einem Drahtkorb. Befallene Pflanzen gräbt man dazu aus, schneidet die Wurzelreste an und setzt sie mitsamt Korb wieder in den Boden.

    Brennnessel und Knoblauch gegen "Blutsauger"

    Ob Mehltau, Rosenrost oder Sternrußtau – Blattpilze lassen sich mit Knoblauch von den Rosen fern halten. Dazu rund 20 zerkleinerte Knoblauchzehen in einem Liter Wasser aufkochen und eine Viertelstunde ziehen lassen. Den gesiebten Sud im Verhältnis 1:10 mit Wasser mischen und auf die gesamte Pflanze sprühen. Noch zweimal im Abstand von einigen Tagen wiederholen.

    Alle drei Wochen freut sich die Rose über eine Dusche mit Brennnesseljauche (1:10 verdünnt). Das stärkt die Abwehrkräfte und düngt zugleich den Boden. Wenn sich dennoch "blutsaugende" Blattläuse zeigen: aus frischen Brennnesselblättern einen Tee zubereiten. Abkühlen lassen und über die Triebspitzen gießen.

    Rainfarn gegen Fresslarven

    Ein weiterer Bio-Tipp ist Rainfarn-Sud. Mehrmals um die Rosen gegossen, vertreibt er die Larven des Dickmaulrüsslers, die sich gern an den Wurzeln von Rosen gütlich tun. Als nachhaltige Alternative bieten sich Nematoden.

    Was Rosenliebhaber beachten sollen

    Nahaufnahme Blattläuse auf Pflanze
    blattläuse © FotoLyriX - www.fotolia.de

    Gartenfreunde, die Rosen lieben, sollten viel Zeit für die Pflege aufwenden, damit sie sich an der Blütenpracht auch erfreuen können. Doch muss man nicht laufend auch gegen irgendwelche Schädlinge mit der Spritze daneben stehen, denn heutzutage gibt es viele Rosensorten für verschiedene Bodenarten.

    In den letzten Jahren wurden viele neue robuste Sorten gezüchtet, die gegen die gefürchteten Pilzkrankheiten resistent sind, wobei jährlich auch eine Prämierung stattfindet, wo die Besten mit dem ADR-Prädikat ausgezeichnet werden.

    Aber auch bei den Düngemitteln sollte man es nicht übertreiben, denn auf Dauer schadet dies eher den Rosen. Besser ist es, wenn man die natürlichen Kräfte der Pflanze aktiviert und nicht dauernd den Boden mit zusätzlichen Mineralstoffen anreichert und die Pflanzen mit irgendwelchen Mitteln spritzt.

    Orchideen

    In der fernöstlichen Harmonie-Lehre wirken Orchideen in einem positiven Sinne auf die Lebensenergie Qi. Eigentlich kaum verwunderlich, wenn man sich die unterschiedlichen Orchideenarten betrachtet, die, egal in welcher Farbe oder Form, ein filigranes Aussehen in sich bergen und gerade im beginnenden Frühling ein stimmungsvolles Bild in den Wohnräumen hervorzaubern.

    Sie galten lange als typische Seniorenblumen und waren als altmodische und steife Gewächse verpönt. In den letzten Jahren erleben sie jedoch eine regelrechte Renaissance.

    Ihre fragile Ästhetik wird inzwischen mit ganz neuen Augen gesehen, und so sind Orchideen in aufwändig designten Behältnissen zu wahren Kultobjekten geworden. Orchideen gibt es in vielen Farben, am edelsten jedoch wirken die weißen, großblütigen Sorten. Damit Sie lange Freude an Ihren Orchideen haben, finden Sie folgend einige Tipps hinsichtlich der Pflege der harmonisierenden exotischen Pflanze.

    Orchideen wachsen vorwiegend in den tropischen Regenwäldern der Erde, kommen aber auch in gemäßigten Regionen vor. Bisher wurden 1.000 Gattungen mit bis zu 30.000 Arten bestimmt.

    Die zarten Orchideen sind als Schnittblumen und Zimmerpflanzen beliebt. Zu den meist gekauften Orchideenarten für die Fensterbank gehören

    • Phalaenopsis
    • Cattleya
    • Dendrobium
    • Cumbidium sowie
    • Orchideenhybriden.

    Standort

    Aufgrund bestimmter Züchtungen erweisen sich Orchideen als recht pflegeleicht und können bei der entsprechenden Pflege über viele Monate hinweg blühende Dekorationen in den Wohnräumen sein. Als wichtigster Pflegetipp gilt hierbei zunächst die Wahl des passenden Standortes.

    Dieser ist dann für diese exotischen Blumen ideal, wenn ein Fenster gewählt wird, das

    • nach Westen oder Osten zeigt
    • nicht in der Nähe einer Heizung liegt und
    • zeitgleich eine Raumtemperatur von 18-25 Grad aufweist.

    Als feuchtigkeitsliebende Pflanze ist Trockenheit für Orchideen der Tod, weshalb Sie deren Luftwurzeln öfters besprühen sollten. Zeigt sich die Sonnenbestrahlung zu stark, können die Blätter verbrennen. Damit Sie das vermeiden können, sollten Sie die Jalousien herablassen und erst wieder nach oben ziehen, wenn die Sonne weiter gewandert ist.

    In der Natur wächst die Orchidee auf Bäumen und entzieht sowohl die benötigte Feuchtigkeit als auch ihre Nährstoffe der Luft und der Baumrinde. Orchideen lieben hohe, warme Plätze, jedoch vertragen sie es nicht, wenn man während der Ausbildung der Knospen und Blüten ihren Standort wechselt.

    Da Orchideen von Natur aus also nicht in der Erde wurzeln, sollten sie immer in speziellem Orchideensubstrat verbleiben. Der Handel bietet spezielle Orchideenmischungen an. Diese sollten wenig Torf enthalten.

    Beschneidung

    Wuchern Luftwurzeln über den Topf hinaus, ist ein Beschneiden absolut nicht zu empfehlen. Nach der Blüte von Schmetterlings-Orchideen sollten deren Stiele ebenso wie von anderen Phalaenopsis-Arten auf ein Drittel gekürzt werden, sodass nur zwei bis drei "Augen", wie die Verdickungen am Stiel genannt werden, übrig bleiben. Haben Sie eine andere Sorte, dann können Sie den alten Trieb gänzlich entfernen.

    Bewässerung

    Wässern sollten Sie Orchideen einmal in der Woche und hierbei darauf achten, dass Sie weiches, also nicht kalkhaltiges, zimmerwarmes Wasser verwenden.

    Optimal ist für diese exotischen Pflanzen Regenwasser oder Wasser, das abgekocht wurde. Ein kräftiges Gießen ist den Orchideen am liebsten, allerdings ist auch die Methode des Ballentauchens geradezu hervorragend für diese Blumen geeignet.

    Das Wasser sollte gut ablaufen, bevor die Pflanze an ihren Platz zurückkehrt. Sind Übertöpfe vorhanden, sollte eine Kieselschicht eingefügt werden, in der eventuelles Restwasser versickern kann. Auf keinen Fall dürfen die Orchideen im Wasser stehen.

    Düngen

    Ein Düngen wird von so gut wie allen Orchideen gerne gesehen. Besonders in der Zeit von März bis September tun Sie ihren Pflanzen viel Gutes, wenn Sie dem Gießwasser zweimal im Monat einen Orchideendünger hinzufügen.

    Ein Umtopfen der grazilen Pflanzen sollte in einem Abstand von zwei bis drei Jahren nach der Blütezeit erfolgen. Damit die Wurzeln im wahrsten Sinne des Wortes atmen können, sollten Sie diese von der alten Erde mit viel Feingefühl befreien. Beachten Sie diese wenigen, jedoch effektiven Orchideen-Tipps, werden Sie sicherlich eine lange Zeit viel Freude an den prächtigen und farbintensiven Blumen haben.

    Ein großer Erfolg in der Orchideen-Zucht - echte blaue Blüten gezüchtet

    Frau hält Orchidee ans Gesicht und riecht daran
    Woman holding white orchid flowers up to face. © iofoto - www.fotolia.de

    Für Orchideen-Freunde ist diese Nachricht unglaublich. Es ist gelungen, Orchideen mit echten blauen Blüten zu züchten. Bisher waren schon blaue Phalaenopsis bekannt, allerdings wurde die Färbung künstlich erzeugt und ließ im laufe der Zeit sichtbar nach. Dieses neue "echte" Exemplar ist eine Sensation.

    Das kleine Wunder gelang in Japan, wo Wissenschaftler die Orchidee mit den Genen blauer Pflanzen veränderten. Die spektakuläre Pflanze gehört zur Familie der Phalaenopsis. Mit ihren ca. 30,5 cm großen Blüten wirkt diese Blume elegant und einzigartig.

    Das Ergebnis der wissenschaftlichen Arbeit wurde jüngst in Okinawa vorgestellt. Deutsche Orchideen-Freunde hoffen natürlich, die Neuerrungenschaft über kurz oder lang auch in Europa begrüßen zu dürfen.

    "Blattlose Widerbart" wird Orchidee des Jahres 2014

    Während einer Tagung im thüringischen Arnstadt wurde von den Vorständen des Arbeitskreises Heimische Orchideen die Orchidee 2014 gekürt. Als Sieger ging der Exot „Blattloser Widerbart“ hervor, der seinen Namen seiner blattlosen Erscheinung verdankt. An einem rund zwanzig Zentimeter Stängel wachsen keinerlei Blätter. Nur blassgelbe Blüten mit einem zart rosa Schimmer sind daran zu sehen.

    Der „Blattlose Widerbart“ wächst in Regionen, in denen sonst Pflanzen kaum noch existieren. Diese Orchideenart ernährt sich nicht von Chlorophyll, sondern gemeinsam mit Bodenpilzen von abgestorbenen, organischen Bodensubstanzen. Dies ermöglicht es, dass diese Orchideenart Gebiete besiedelt, wie die dunklen, tiefen Mischwälder, bis an dessen Boden kaum noch Tageslicht durchdringt.

    Der „Blattlose Widerbart“ ist vom Aussterben bedroht, da sich der Lebensraum zunehmend verkleinert. In Sachsen, Brandenburg oder auch in Schleswig-Holstein wurde diese Orchideenart schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Im Alpenvorland jedoch kommt sie noch des Öfteren vor. Mit dem Titel „Orchidee 2014“ soll nicht nur auf die eine Pflanze aufmerksam gemacht werden, sondern auch auf den Erhalt des bedrohten Lebensraums.

    Seit 1988 wir der Titel zur Orchidee des Jahres verliehen, um vor allen den gefährdeten Exemplaren der rund 60 bekannten Sorten in Deutschland mehr Aufmerksamkeit zu schenken.

    In Deutschland ist die bekannte Orchideen-Art "Frauenschuh" stark gefährdet

    In Deutschland gibt es rund 60 Orchideen-Arten, von denen viele besonders auf Muschelkalkböden wachsen. Die meisten Orchideen finden wir in Thüringen, Nordhessen, Bayern sowie in Baden-Württemberg, doch mittlerweile gibt es immer weniger, weil sich die Umweltbedingungen geändert haben und auch die Lebensräume weniger werden.

    Die bekannteste Art in Deutschland ist der Frauenschuh, der im Jahr 2010 zur "Orchidee des Jahres" gewählt wurde. Diese Pflanze wird bis zu 60 Zentimeter hoch und die gelblich-weiße Blüte hat die Form eines Schuhs.

    Aber wie Experten vom Arbeitskreis Heimische Orchideen (AHO) berichten, ist diese Orchidee stark gefährdet. Übertroffen an Höhe wird sie von der 70 Zentimeter großen Orchidee, dem Männlichen Knabenkraut, die bis zu 30 purpurrote Blüten haben kann. Der Arbeitskreis setzt sich zum Schutz der heimischen Orchidee ein und zählt bundesweit mehr als 2.000 Mitglieder.

    Am letzten Wochenende fand in Arnstadt in Thüringen die Wahl der Orchidee des Jahres 2014 statt und die Wahl fiel auf den "Blattlosen Widerbart".

    Christrosen

    Sobald die Natur sich in den alljährlichen Winterschlaf begibt, beginnt die Blütezeit der Christrose. Als eine der ersten der unterschiedlichen Christrosen-Sorten zeigt sich die Allerheiligen-Christrose in ihrer filigran wirkenden weißen Blütenpracht und wird sowohl allein als auch in der Kombination mit einem Weihnachtsstern zum wahren Eyecatcher und winterliches Sinnbild im eigenen Zuhause oder Büro und Geschäft.

    Schon in früheren Zeiten pflanzten die Menschen die zarte, jedoch sehr robuste Christrose als Banner gegen böse Geister neben die Haustür, und unter den Christen ist diese Pflanze gerade in der Weihnachtszeit das Symbol der Hoffnung und wird folglich unter anderem in vielen Weihnachtsliedern besungen.

    Klimatische Bedingungen

    Die Wärme der Wohnung gefällt der Christrose nach dem Kauf zumeist weniger gut, da sie es lieber kühler mag und dank ihrer robusten Art auch durchaus eine gewisse Kälte bestens verträgt. Möchte man folglich die Christrose als Tisch-Dekoration nützen, sollte man sie langsam an die Heizungsluft gewöhnen und sie in der Nacht lieber in einen kühlen Raum oder einen kühlen Hausflur stellen.

    Standorte

    Möchten Sie viel Freude an dieser wunderschönen Pflanze haben, dann lohnt es sich, diese möglichst bald nach draußen in einem Beet einzupflanzen.

    Ein halbschattiger, geschützter Platz im Beet oder auch ein frostgeschützten Topf sind ideal für die Christrose, die übrigens zu den Stauden unter den Pflanzen zählt. Gießen sollte man die Christrose, die in einem Topf eingepflanzt wurde, nur an frostfreien Tagen.

    Vasendekoration

    Außer als Topfpflanze oder im Beet kann man die Christrose selbstverständlich auch in eine Vase stellen. Schneiden Sie die einzelnen Stiele mittig etwa einen Zentimeter ein.

    Bitte ziehen Sie sich Handschuhe an, da der Saft der Christrose giftig ist! Zudem sollte man die Stiele kurz in lauwarmes Wasser tauchen, da durch diesen Vorgang ebenfalls die Blüten länger halten.

    Christrosen blühen schon im Januar und sorgen für Freude im winterlichen Garten

    Sie trotzt dem Frost und öffnet bereits im Januar ihre zarten, weißen Blüten. Die Rede ist von der Christrose oder auch Schneerose. Die Christrose verdankt ihre wahre Schönheit ihrer Schlichtheit. Neben den zarten Blüten sind es die kräftig grünen und glatten Blätter, die der Schneerose diese Eleganz verleihen. Inzwischen haben sich weitere Sorten der Christrosen am Markt etabliert.

    Verschiedene Arten der heimischen Christrose

    Für alle die weniger Geduld haben, gibt es die Weihnachts-Christrose, die den Namen „HGC Joseph Lemper“ trägt. Ihre Blüten sorgen schon im Dezember für strahlende Augen. Wer auch so lang nicht warten kann, für den empfiehlt sich die „HGC Jakob“. Ihre Schönheit erblüht bereits im November.

    Wer besonders romantische Blüten bevorzugt, für den sind die weiteren Züchtungen etwas. Beispielsweise die Christrose mit dem Namen „Schneeball“, welche eine gefüllte Blüte besitzt.

    Die Lenzrose und der Stinkende Nieswurz

    Neben der heimischen Christrose, erfreut sich die aus dem Mittelmeerraum stammende Lenzrose einer wachsenden Beliebtheit. Ihren Namen verdankt sie der Blühzeit, denn ihre Blüten werden erst im März zu sehen sein. Die Lenzrosen jedoch können in unterschiedlichen Farben blühen und sorgen somit für einen frischen Farbtupfer im Garten.

    Ein Exot im Helleborus-Sortiment stellt der Stinkende Nieswurz dar. Der etwas undankbar wirkende Name hat seine Berechtigung. Denn die Pflanze verströmt tatsächlich einen sehr unangenehmen Duft. Dennoch ist die immergrüne Staude mit ihren fächerartigen Blättern ein Blickfang im Garten.

    Zur Pflanzung

    Gepflanzt werden die Christrosen und alle anderen aus dem Helleborus-Sortiment im Oktober. Da diese Gattungen empfindlich gegenüber zu viel Feuchtigkeit sind, sollten der Boden durchlässig sein. Mit der Christrose, Lenzrose oder auch dem Stinkenden Nieswurz erhält der Garten auch im Winter strahlend, grüne und sogar blühende Pflanzen.

    Veilchen

    Es gibt sehr viele verschiedene Veilchenarten
    Es gibt sehr viele verschiedene Veilchenarten

    Veilchen gehören zu den beliebten Garten- und Beetpflanzen. Die rund 500 Arten der Rosiden Familie sind in Nordamerika und Japan beheimatet.

    Bekannt sind in Deutschland vor allem Duft- und Hornveilchen, Parmaveilchen und Stiefmütterchen. Zimmerveilchen gehören nicht in die Familie der Veilchengewächse, sind aber mindestens genauso apart.

    Alpenveilchen

    Das Alpenveilchen ist ein Primelgewächs aus Kleinasien. In Europa werden 14 Sorten kultiviert und verkauft. Die kompakten Pflanzen haben sehr schöne rundliche Blätter mit heller Zeichnung.

    Die Blüten haben glatte oder krause Ränder und kräftige Farben. Sie ragen aufrecht aus den Blättern hervor.

    Alpenveilchen sind meist zu Beginn der Wintermonate im Handel erhältlich. Die kleine Topfpflanze ist anspruchsvoll und verzeiht keine Pflegefehler.

    Alpenveilchen blühen von Mai bis Februar. Sie benötigen einen schattigen, kühlen Standort mit Temperaturen von 12°C bis 15°C und eigenen sich deshalb sehr gut für Treppenhäuser oder Schlafräume. Gegossen werden die Pflanzen nur in den Übertopf, denn die Knolle darf auf keinen Fall nass werden. Ein Wasserstand im Topf ist unbedingt zu vermeiden.

    Alpenveilchen werden regelmäßig gedüngt. In der Ruhephase (ab April) können sie an einem schattigen Platz im Garten verbleiben. Verblühtes wird nur aus der Knolle herausgedreht, nicht geschnitten. Alpenveilchen sind auch haltbare Schnittblumen.

    Usambaraveilchen

    Usambaraveilchen gehören zur Familie der Gesnerien. Die natürliche Heimat ist Ostafrika. Die buschigen Pflanzen haben dunkelgrüne, samtige Blätter und eine Fülle von einfachen oder gefüllten Blüten in Weiß, Rosa oder Blau. Die beliebte Zimmerpflanze blüht ganzjährig.

    Der ideale Standort ist halbschattig, ohne direkte Sonneinstrahlung und mit gleichbleibender Raumtemperatur von ca. 20°C. Usambaraveilchen werden mäßig gegossen und zwischen März und September wöchentlich gedüngt.

    Hornveilchen blühen auch im Schnee - Tipps für die Winterpflanzung

    Veilchen in Sonnenlicht
    Violet in the Sunshine © Svenja98 - www.fotolia.de

    Die Blüten verraten es - Hornveilchen sind kleine Schwestern vom Stiefmütterchen. Die geringere Blütengröße gleichen die Veilchen aber durch andere Vorteile aus: sie blühen üppiger, länger und bunter. Außerdem sind viele Hornveilchen winterhart, so dass man sie noch im Herbst pflanzen kann.

    Wer die Aussaat bis Ende September versäumt hat, bekommt im Oktober eine schöne Auswahl an vorgezogenen Pflanzen im Gartencenter. Für einen bunten Frühjahrsgruß setzt man diese einfach über Blumenzwiebeln in eine Pflanzschale. Ab März treiben die frischen Blüten dann neben den Veilchen durch.

    Eine ideale Sorte für die Winterpflanzung sind "Ice Babies". An einem hellen Standort blühen sie bis Weihnachten, nur bei langanhaltenden Frösten legen sie eine Pause ein. Als Schutz vor dem Austrocknen freuen sie sich dann über eine Decke aus Tannenzweigen. Sobald der Frost nachlässt, zeigen sich auch schon wieder die ersten Blüten. Staunässe nehmen die Wurzeln allerdings übel.

    Alpenveilchen – optimaler Standort und richtige Pflege

    Veilchen in Sonnenlicht
    Violet in the Sunshine © Svenja98 - www.fotolia.de

    Alpenveilchen gehören zu beliebtesten Winterblumen. Damit die anmutigen Blüten ihre volle Pracht entfalten, braucht die Pflanze aber die richtige Pflege. Auf der Fensterbank oder als Tischdekoration blühen Alpenveilchen von September bis April.

    Botanisch gesehen stammt "Cyclamen persicum", unser heutiges Zimmer-Alpenveilchen aus der Familie der Primeln. Mit 22 Arten bietet es zahlreiche Farben und Formen – von schlicht weiß über pastellige Töne bis zu kräftigem Rot oder Rosa. Auch zweifarbige Sorten sind im Handel, etwa mit purpurfarbenem Auge oder andersfarbigem Blütenrand. Einen reizvollen Kontrast zur schlanken Blütenform bilden gefranste Ränder.

    Gießen und Düngen

    Während der Blühzeit braucht das Alpenveilchen regelmäßig feuchte Erde. Überschüssiges Wasser sollte man jedoch abgießen. Um die empfindliche Knolle zu schützen, gießt man am besten indirekt. Tipp: einmal monatlich schwach dosierten Flüssigdünger hinzugeben.

    Der beste Standort

    Hell und luftig – so lieben es Alpenveilchen. Direkte Sonne mögen die Pflanzen jedoch nicht. Die ideale Temperatur beträgt 12 bis 18 Grad Celsius. Wird es zu warm, verblüht Cyclamen rascher. Ein Platz über der Heizung ist deshalb nur bedingt geeignet. Sobald die Pflanze ihre Köpfe hängen lässt, sollte man sie an einen kühleren Ort stellen.

    Fensterblatt

    Das Fensterblatt - auch: Monstera - gehört zur Familie der Aronstabgewächse. Es sind 25 Unterarten bekannt.

    Die immergrüne tropische Pflanze ist in den Urwäldern Mittel- und Südamerikas, im karibischen Raum und in einigen Regionen Asiens beheimatet. In Deutschland gehört das Fensterblatt zu den beliebtesten Zimmerpflanzen.

    Das Fensterblatt hat einen kräftigen, breiten Wuchs und kann eine Höhe von bis zu drei Metern erreichen. Die großen, dunkelgrünen Blätter sind geschlitzt und verbergen die langen Luftwurzeln.

    Die Pflanzen können bei optimaler Pflege sehr alt und groß werden. Sehr selten bilden alte Pflanzen weiße, kolbenartige Blütenstände aus.

    Die Pflege des Fensterblatts ist einfach. Die Pflanze benötigt einen hellen, halbschattigen Standort und ausreichend Platz. Die Temperatur sollte während der Wachstumsphase um 20°C betragen.

    Bei trockener Umgebungsluft sollten die Blätter regelmäßig besprüht werden. Der Wurzelballen muss ständig feucht gehalten werden.

    Zwischen November und März kann der Standort kühler sein. In dieser Ruhephase benötigt das Fensterblatt weniger Wasser.

    Zimmertanne

    Die Zimmertanne ist eine kleinere Art der Norfolktanne, die von den gleichnamigen Inseln im Südpazifik stammt. Die imposanten Aukariengewächse erreichen dort Höhen bis zu 70 Meter.

    Der langsam wachsende Baum hat eine grüngraue Borke und weiche, hellgrünen Nadeln. Die Pflege dieser Pflanze ist eher kompliziert.

    Der ideale Standort für Zimmertannen ist der Wintergarten, da der Baum hell und kühl stehen muss, um optimal zu gedeihen. Die Temperaturen sollten maximal 18°C betragen, im Winter aber 10°C nicht überschreiten.

    Die Zimmertanne benötigt viel Licht, ausreichend Platz und sollte an ihrem Standort nicht durch Berührungen gestört werden. Die Erde sollte von Frühjahr bis Herbst gleichmäßig feucht gehalten werden. Im Winter wird weniger gegossen und die Luftfeuchtigkeit durch Besprühen erhöht.

    Bei zu viel Wasser oder zu hoher Zimmertemperatur reagiert die Zimmertanne mit trockenen Nadeln und hängenden Zweigen. Alle 2-3 Jahre sollte der Baum umgetopft werden.

    Fuchsien

    Fuchsien sind Nachtkerzengewächse. Die knapp 100 Arten unterteilen sich in 12.000 Sorten, die vor allem in den bewaldeten Bergregionen Mittel- und Südamerikas, auf Neuseeland sowie Tahiti vorkommen. Seit dem 17. Jahrhundert wird die aparte Blühpflanze auch in Europa kultiviert.

    Fuchsien haben ein abwechslungsreiches Erscheinungsbild mit vielen Farben und Formen. Die Sträucher können stehend oder hängend sein und als Baum sogar Höhen bis zu 10 Metern erreichen.

    Auch niedrige Bodendecker werden angeboten. Die Form der Blüte, die zahlreich auf kurzen Stängeln wachsen, ist variabel. Bekannt sind Röhren-, Trompeten- oder Glockenformen.

    Fuchsien-Hybriden blühen ausdauernd vom Frühjahr bis zum ersten Nachtfrost. Sie mögen halbschattige Plätze mit Morgen- oder Abendsonne.

    In der Mittagshitze lassen sie die Blätter hängen, um den Wurzelballen zu schützen. Am Abend richten sie sich wieder auf.

    Pflege

    Die Pflanzen sollten morgens und abends rund um den Wurzelballen gegossen werden. Die Blätter und Blüten können besprüht werden. Durch regelmäßige Düngergaben und das Ausputzen von alten Blättern und Blüten kann sich die Pflanze regenerieren und wird kräftig nachblühen.

    Fuchsien sind nicht winterhart, können aber an einem hellen, frostfreien Ort mit Umgebungstemperaturen um 7°C gut überwintern. Dazu sollten alle Blätter und Blüten von den Stängeln entfernt und die Triebe sehr stark zurückgeschnitten werden. Bei sehr starker Ballentrockenheit sollte bis zur neuen Wachstumsphase im Februar minimal gewässert werden.

    Pelargonien

    Pelargonien sind Storchschnabelgewächse. Die rund 250 wild wachsenden Arten kommen hauptsächlich in den trockenen Gebieten Südafrikas und Namibias sowie in Australien und Neuseeland vor. In Europa werden meist Hybriden verkauft.

    Die buschigen Pelargonien erreichen als stehende Pflanze eine Höhe von ca. 40 cm. Als Hängepflanze bildet sie ein dichtes Netz von hängenden Stielen mit sehr vielen Blüten. Die Farbschläge der rosettenartigen Blüten variieren und jedes Jahr werden neu Züchtungen vorgestellt.

    Pflege

    Pelargonien gedeihen an sonnigen, warmen Standorten besonders gut. Sie benötigen zweimal täglich Wasser und regelmäßige Düngergaben, um von Mai bis zum Oktober ausdauernd zu blühen.

    Die Pflanzen können kühl und trocken überwintern. Sie werden nicht gegossen, sodass die Stiele vollständig vertrocknen.

    Zu Beginn der Wachstumsphase werden die Pflanzen wärmer gestellt und wieder gegossen. Dann bilden sich an den Stielen schnell neue Blätter.

    Fächerblume

    Fächerblumen sind asternartige Goodeniengewächse, die seit den 1990er Jahren in Deutschland als Ampelpflanzen angeboten werden. Heimat der rund 70 bis 100 Arten von Fächerblumen ist Australien und Polynesien.

    Die blaue Fächerblume ist die bekannteste Art und wird meist als Ampelpflanze verkauft. Der robuste, immergrüne Strauch erreicht eine Höhe von ca. 40 cm und bildet lange Triebe mit einer Länge von maximal 150 cm. An den Trieben befinden sich lanzettenartige Blätter und eine Vielzahl von kleinen Blüten in Fächerform.

    Pflege

    Die Fächerblume blüht ausdauernd von Mai bis Oktober. Sie benötigt

    • einen sonnigen Standort
    • gute Blumenerde
    • mäßige Feuchtigkeit ohne Staunässe und
    • regelmäßige Düngergaben.

    Die Pflanze ist nicht winterhart, kann aber in kühlen Räumen überwintern. Dazu werden die Triebe um rund 2/3 gekürzt und die Düngung bis Ende Februar eingestellt.

    Der Ruheplatz im Winter sollte hell sein und die Temperatur von 5°C nicht unterschreiten. Nur mäßig gießen.

    Petunien

    Petunien sind Nachtschattengewächse. Die 16 wilden Arten sind in Südamerika beheimatet.

    In Europa werden fast ausschließlich Hybriden in sehr vielen Farbschlägen verkauft. Die so genannten Gartenpetunien sind sehr beliebte, einjährige Sommerblumen, die ausdauernd von Juli bis zum ersten Nachtfrost blühen.

    Sie werden als stehende und hängende Pflanzen mit gefüllten und ungefüllten Blüten verkauft. Neue Züchtungen sind mehrfarbig, gestreift oder als Miniversion im Handel.

    Pflege

    Petunien benötigen gute Blumenerde und einen sonnigen Standort. Wichtig sind Düngergaben während der Blütezeit.

    Die Pflanzen sollten mindestens zweimal pro Tag ausgiebig gegossen werden. Durch einen Rückschnitt der Triebe wird die Blühfreudigkeit und Verzweigung der Pflanze angeregt.

    Kübelpflanzen

    Kübelpflanzen sind attraktive, oft mehrjährige Gewächse, die in großer Vielfalt verkauft werden. Bei richtiger Pflege und passendem Standort gedeihen Kübelpflanzen besonders gut. Der Begriff "Kübelpflanzen" ist ein Handelsname für verschiedene Gewächse, die zu groß für normale Töpfe und Balkonkästen werden und im Kübel überwintern.

    Zu den Kübelpflanzen, die in Baumschulen, Gärtnereien und Baumärkten angeboten werden, gehören hauptsächlich mehrjährige Kleingehölze und Sträucher aber auch Sommerblumen. Besonders beliebt sind

    • tropische Pflanzen
    • kleine Obst- oder Laubbäume
    • Koniferen
    • Farne
    • Gräser und
    • Sträucher.

    Die Kübel

    Die Kübel bestehen aus Holz, Plastik, Metall oder Terrakotta. Sie sind in vielen Formen, Farben und Größen erhältlich. Da Kübelpflanzen oft viele Jahre im Pflanzgefäß verbleiben, sollte der Kübel entsprechend groß sein.

    Wichtig ist ein Ablauf, damit keine Staunässe entstehen kann. Eine Drainage aus

    • Kieseln
    • Hydrogestein oder
    • Perlit

    wirkt als Wasserspeicher. Der Kübel sollte immer mit sehr guter Pflanzerde befüllt werden. Für einige Pflanzen, wie Rhododendren oder Bonsai werden besondere Erdmischungen oder Substrate angeboten. Der Standort der Kübel richtet sich nach den Bedürfnissen der Pflanze.

    Pflege

    Bei starker Sonneneinstrahlung muss die Erde vor dem Austrocknen geschützt werden. Dazu eignet sich Bodenbepflanzung, Moos oder Rindenmulch. An besonders warmen Tagen sollten Kübel morgens und abends bewässert werden. Düngergaben richten sich nach Art und Blühphasen der Kübelpflanzen.

    Mehrjährige Kübelpflanzen, die nicht frostsicher sind, überwintern an einem hellen, frostfreien Ort. Frostharte Pflanzen können geschützt im Außenbereich verbleiben, sollten aber nicht direkt auf dem Boden stehen.

    Die Kübel können mit Vlies oder Styropor umwickelt werden. An frostfreien Tagen können Kübelpflanzen bewässert werden, da Kälte und Wind den Pflanzen die Feuchtigkeit entziehen.

    Chrysanthemen

    Chrysanthemen gehören zur Familie der asternartigen Korbblütler. Es sind mehr als 5.000 Arten bekannt. Wildchrysanthemen kommen vor allem in Ostasien und auf den japanischen Inseln vor. In China wird die Gartenchrysantheme bereits seit mehr als 1.600 Jahren als Schnittblume und Heilpflanze kultiviert.

    Chrysanthemen erreichen Höhen zwischen 30 cm und 150 cm. Die Stängel haben eiförmige Blätter und meist eine gefüllte oder ungefüllte Blüte. Wilde Chrysanthemen blühen im Mai und Juni.

    Gartenchrysanthemen sind Herbstblumen, die zwischen August und Oktober blühen. Im Garten benötigen die Chrysanthemen einen nährstoffreichen, feuchten Boden und viel Sonne.

    Pflege

    Als Schnittblumen werden Chrysanthemen häufig verkauft. Sie blühen in einer gut gefüllten, sauberen Vase bis zu zwei Wochen.

    Das Wasser sollte frei von Blättern sein und regelmäßig erneuert werden. Die Stängel müssen angeschnitten werden, damit sie ausreichend Flüssigkeit aufnehmen können.

    Nelke

    Nelken bilden in der Pflanzenfamilie eine eigene Gattung mit mehr als 500 Arten. Die Blumen werden seit der Antike kultiviert. Das Hauptverbreitungsgebiet von Nelken ist der Mittelmeerraum; weitere Arten finden sich auf dem Balkan und in Mitteleuropa.

    Nelken sind mehrjährige Pflanzen, die Polster bilden, aus denen Stängel mit diachsialer Verzweigung, sehr schmalen Blättern und einer bis mehreren Blüten ragen. Freilandnelken blühen zwischen Juni und Oktober, Edelnelken werden ganzjährig verkauft.

    Pflege

    Im Beet und in Töpfen sind Nelken eher anspruchslos. Sie benötigen ausreichend Wasser und viel Sonne.

    Als Schnittblume ist die Nelke sehr beliebt, da sie in der Vase bis zu 14 Tage hält. Wichtig ist frisches Wasser ohne Zusätze und ein regelmäßiges Anschneiden der Stängel. Nelken sollten nicht in der Nähe von Obst oder einer Heizung stehen.

    Gerbera

    Die Gerbera als schlichte und farbenfrohe Blume
    Die Gerbera als schlichte und farbenfrohe Blume

    Gerbera sind asternartige Korbblütler, die vorwiegend in Südafrika, Asien und Madagaskar vorkommen. Aus einem Kranz mit kräftigen Blättern wachsen blattlose, fein behaarte Stängel mit je einer Blüte in kräftigen Farben. Weltweit werden rund 45 unterschiedliche Hybridenarten der wilden Gerbera angeboten.

    In Europa sind die aparten Blumen seit dem 18. Jahrhundert bekannt. Sie wurden nach dem Botaniker Traugott Gerber benannt. Eigentlich als klassische Schnittblume bekannt, werden Gerbera heute auch für Gärten und als Zimmerpflanzen kultiviert.

    Pflege

    Sie sind nicht winterhart und benötigen intensive Pflege. Im Garten blühen Gerbera von April bis September, als Zimmerpflanze ganzjährig mit kleinen Ruhephasen. Sie benötigen einen warmen sonnigen Standort und regelmäßiges Gießen ohne Staunässe.

    Vor allem wegen der großen Farbauswahl gelten Gerbera als beliebte Schnittblumen. In einer Vase mit nur wenig Wasser und Frischhaltepulver für Schnittblumen bleibt sie zwischen sieben und zehn Tagen frisch.

    Tulpen

    Tulpen sind Liliengewächse, die vor allem im nördlichen Afrika, Europa und Asien vorkommen. Seit mehr als 400 Jahren werden die rund 150 Arten der Wildtulpen kultiviert und als immer neue Hybriden im Handel angeboten. Größter Produzent von Tulpenzwiebeln und Tulpen als Schnittblumen sind die Niederlande, die mehr als 200 Tulpenhybriden kultivieren.

    Größter Produzent von Tulpen ist die Niederlande
    Größter Produzent von Tulpen ist die Niederlande

    Tulpen ziehen ihre Wuchs- und Blühkraft aus einer Zwiebel, die im Boden überwintert und im Frühjahr einen Stängel mit zwei bis sechs Blättern und meist einer Blüte (gefüllt oder ungefüllt) bildet. Die Wuchshöhe von Tulpen beträgt zwischen 10 cm und 70 cm. Die Vermehrung von Tulpen erfolgt durch Samen oder Tochterzwiebeln.

    Pflege

    Tulpen blühen zwischen Ende März und Anfang Juni. Damit die Zwiebeln gut gedeihen, ist ein sonniger, warmer Standort mit undurchlässigem Boden mit Sandbett wichtig. Die Zwiebeln vertragen keine Staunässe.

    In trockenen Sommern können sie nach der Blüte in der Erde verbleiben. An regenreichen Sommern sollten sie ausgegraben werden und bis zur neuen Pflanzzeit im Herbst trocken und warm in einer Lage Sand ruhen.

    Tulpen sind beliebte Schnittblumen, die auch in der Vase weiterwachsen. Deshalb benötigen sie ausreichend hohe und breite Gefäße, um sich voll zu entfalten. Sie sollten in kühleren Räumen stehen und regelmäßig mit frischem Wasser versorgt werden.

    Amaryllis

    Die Amaryllis ist eine Zwiebelpflanze, die ein- bis zweimal im Jahr einen hohen Blütenstand mit einer bis drei sehr aufwändigen und prachtvollen Blüten austreibt. Die Blüte dauert eine bis maximal zwei Wochen.

    Während der übrigen Zeit ruht die Knolle und treibt maximal eine Handvoll länglicher, dicker Blätter aus. In dieser Zeit ist sie nicht wirklich eine Zierde, muss aber trotzdem regelmäßig gegossen werden und benötigt viel Licht. Davon abgesehen ist auch die Amaryllis sehr anspruchslos.

    So wird die Amaryllis richtig gepflegt

    Blätter einer Pflanze werden abgewischt
    gummibaum pflege baum wischen © buttongirl - www.fotolia.de

    Die Amaryllis ist eine Zimmerpflanze, die immer pünktlich zum Weihnachtsfest ihre volle Blütenpracht entfaltet. Einige nennen sie auch gern Ritterstern, auch wenn das rein botanisch betrachtet nicht ganz korrekt ist.

    Aus einer kräftigen Zwiebel kann die Pflanze bis zu drei starke Blütenstiele bilden. Damit man bis in den März hinein Freude an der wunderschönen Blütenpracht hat, gibt es hier nun die wichtigsten Pflegetipps, welche man über das Jahr verteilt beachten sollte.

    Pflanzen der Zwiebel in ein Tongefäß

    In der Zeit zwischen Dezember und Februar werden die Zwiebeln in ein Tongefäß gesetzt, so dass sie bis zur Hälfte mit Erde bedeckt sind. Geeignet sind Kakteenerde und Blumenerde, aber auch als Hydrokultur wachsen die Zwiebeln.

    Nach dem Pflanzen reichlich gießen, allerdings unbedingt Staunässe vermeiden, sonst faulen die Zwiebeln. Bereits nach gut sechs Wochen kann man bereits mit der ersten Blüte rechnen.

    • Pflege für den Dezember/Januar

      Die blühende Amaryllis nur über den Untersetzer gießen, damit die Zwiebel trocken bleibt. Möglichst einen hellen Standort wählen und eine Temperatur zwischen 18 und 20 Grad beibehalten.

    • Pflege im Februar

      Verblühte Blüten werden komplett mit dem Stiel abgeschnitten. Der Rest bleibt stehen.

    • Pflege im März/April

      Das ist die Wachstumsphase. Hier muss man regelmäßig gießen und die Pflanze etwas wärmer stellen, damit sich kräftige Blätter bilden können.

    • Pflege im Mai bis Juli

      Nun kann die Pflanze ins Freie. Alle zwei Wochen etwas Dünger zum Gießwasser geben und für eine ausreichende Zufuhr mit Tageslicht sorgen. Jetzt ist die Zeit, in der die neuen Blüten bereits in der Zwiebel angelegt werden.

    • Pflege im August

      Das Gießen einstellen, denn die Pflanze geht in die Ruhephase über.

    • Pflege im September/ Oktober

      In der Ruhephase welkes Laub herunter schneiden und die Zwiebel in der trockenen Erde belassen.

    • Pflege im November

      Jetzt wird die Zwiebel in frische Blumenerde gesteckt und bis zur Hälfte mit Erde bedeckt.

    • Pflege im Dezember

      Die Zwiebel nun wieder regelmäßig gießen und die Topf an einen hellen, warmen Ort aufstellen. Sobald die ersten Blütenstiele zu sehen sind, die Pflanze regelmäßig drehen, damit sie schön gerade wachsen kann.

    Narzissen

    Narzissen gehören zur großen Familie der Amaryllis. Da sie um die Osterzeit blühen und aufgrund der glockenartigen Blüten werden sie landläufig auch Osterglocken genannt.

    Wilde Narzissen sind auf der Iberischen Halbinsel und an der Nordwestküste Afrikas verbreitet. Mittlerweile werden rund 2.000 kultivierte Hybriden im Handel angeboten.

    Das Erscheinungsbild von Narzissen ist apart und abwechslungsreich. Die 5 cm bis 80 cm hohen Stängel und Blätter wachsen aus mehrjährigen Zwiebeln und haben meist nur eine gefüllte oder ungefüllte Blüte in den Farben Weiß oder Gelb. Spezielle Hybriden sind auch mehrfarbig oder kräftig Orange.

    Narzissen werden auch Osterglocken genannt
    Narzissen werden auch Osterglocken genannt

    Pflege

    Narzissen blühen von März bis Mai. Sie sind zum Verwildern in Rabatten und Rasenflächen gut geeignet, da sie kaum Ansprüche an die Pflege stellen. Die Zwiebeln benötigen kalkhaltige, durchlässige Böden und gedeihen am besten im Halbschatten.

    In den Wintermonaten werden Narzissen als Topfpflanzen im Handel verkauft. Diese Zwiebeln sind nicht winterhart.

    Wer sich für eine der folgenden Blumen entscheidet, und diese möglicherweise auch noch verschenken will, sollte wissen, dass sie, je nach Farbe, bestimmte Botschaften überbringen...

    Die geheime Sprache der Blumen

    Rote Rosen, Nelken, Veilchen oder Sonnenblumen bestechen nicht nur durch ihre wunderschönen Farben, sondern auch durch ihre persönliche Botschaft, die duftreich der Liebsten oder dem Liebsten überreicht werden können. Zu wissen, welche Blume, welche Betonung dem Beschenkten übermitteln will, kann nicht nur die eigenen Wünsche offenbaren, sondern auch das Treten in ein Fettnäpfchen vermeiden.

    Iris

    Die Iris ist fast schon beschwörend und will die Mitteilung machen "Ich halte zu dir, egal, was auch geschieht." Doch noch eine geheime Botschaft lässt sich durch das Schenken dieser Pflanze wortlos übermitteln: "Dein reines Herz wird von mir sehr geschätzt", sowie "Melde dich bei mir, denn ich habe dir Neuigkeiten zu sagen."

    Iris - die beschwörende Blüte
    Iris - die beschwörende Blüte

    Vergissmeinnicht und Rhododendron

    "Vergiss mich nicht" als wörtliche Botschaft des Vergissmeinnicht
    "Vergiss mich nicht" als wörtliche Botschaft des Vergissmeinnicht

    Sehr intensiv lässt sich mit dem Vergissmeinnicht übermitteln, dass man nicht vergessen werden möchte und auch selbst den Beschenkten nie vergessen wird. Und auch der Rhododendron drückt blumenreich die eigene Sehnsucht aus und stellt gleichzeitig die geheime Frage "Wann sehen wir uns endlich wieder?".

    Sonnenblume und Flieder

    "Lass uns viele heitere Stunden gemeinsam erleben" und "Ich freue mich wahnsinnig auf dich und die gemeinsame Zeit", lässt sich dagegen mit der leuchtenden Sonnenblume ausdrücken. Dank ihrer Größe und den intensiven Farben kann man mit dieser Blume als Strauß oder einzeln in einem Topf gepflanzt, auch so manches Männerherz erobern.

    Die Sonnenblume für fröhliche und heitere Stunden
    Die Sonnenblume für fröhliche und heitere Stunden

    Der Flieder ermöglicht gleich zwei Fragen, die jedoch jeweils anders ausfallen, da die eine verliebte Singles betrifft und die andere in einer bereits bestehenden Partnerschaft durch die Blume erfragt wird. Für Singles bedeutet ein geschenkter Flieder die schüchterne Frage, ob aus dem zarten Beginn Liebe werden kann. Und in der Partnerschaft soll der Flieder dabei helfen, die Frage zu beantworten "Wie steht es bei dir mit der Treue?".

    Nelke

    Die Nelke drückt in unterschiedlichen Farben die Gefühle aus
    Die Nelke drückt in unterschiedlichen Farben die Gefühle aus

    Drei Farben, drei unterschiedliche Aussagen finden sich bei der Nelke.

    • Wer gelbe Nelken geschenkt bekommt, sollte am besten gleich ein Taschentuch in die Nähe legen, denn der Schenker sagt auf eine sanfte Art "Pech gehabt, du hast keinerlei Chance".
    • Bei den weißen Nelken wird das "Ich bin noch zu haben" zu einer starken Symbolkraft in Schönheit und Duft.
    • Und auch wer die roten Nelken geschenkt bekommt, hat den romantischen Sechser gewonnen, denn diese Blume in der intensiven Farbe sagt still und heimlich "Ich bin in dich verliebt".

    Anemone und Pfingstrose

    Anemonen umrankt die Legende, dass sie einst aus den Tränen der Liebesgöttin Aphrodite entwachsen sind. Kein Wunder, wenn dann die Botschaft in diesen Pflanzen dem Beschenkten sagen will "Ich will immer nur bei dir sein". Romantik pur, die auch noch wunderschön zu betrachten ist.

    Die Pfingstrose als Blumenstrauß gebunden und dann verschenkt, offenbart etwas Besonderes. So steht diese Blume nicht nur dafür, dass der Schenker sehr glücklich ist, sondern will auch mitteilen, dass der Schenker mit einem sehr glücklich und zufrieden ist und ein Geständnis machen möchte.

    Rose

    Zu guter Letzt darf natürlicher der Klassiker unter den Liebespflanzen nicht fehlen: Die Rose. Auch die Rose beinhaltet je nach den Farben rot, weiß und gelb unterschiedliche Aussagen.

    Die Rose als Klassiker unter den Liebespflanzen
    Die Rose als Klassiker unter den Liebespflanzen
    • So offenbart die rote Rose die absolute und wahre Liebe.
    • Bei einem Strauß weißer Rosen will jemand sagen "Ich bin heimlich in dich verliebt".
    • Und die gelbe Rose lässt mit der geheimen Botschaft "Ich bin total verrückt nach dir"

    duftreich und farbenfroh verlauten, dass der Verehrer oder die Verehrerin von einem hin und weg ist.

    Verschiedene Zierpflanzen

    Auch die Sonnenblume besitzt Heilkräfte

    Gesicht einer jungen Frau im Grünen neben Sonnenblume
    Sommer © Andrea Arnold - www.fotolia.de

    Wir allen kennen die Sonnenblume als eine große gelb blühende Pflanze und besonders die Kerne sind auch bei den Vögeln als Winterfutter begehrt. Aber aus den Blüten selber kann sich einen Tee zubereiten, der gegen eine Sommergrippe, Schnupfen und auch bei Blasenerkrankungen hilft.

    Ein gehäufter Teelöffel von den getrockneten Blüten wird mit einem Viertelliter kochenden Wasser übergossen und danach lässt man den Tee zugedeckt etwa 10 Minuten lang ziehen. Auch das Sonnenblumenöl ist sehr gesund und bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann man es anwenden, wobei man morgens auf nüchternen Magen einen Esslöffel voll Sonnenblumenöl in den Mund nimmt und das Öl 10 bis 15 Minuten lang zwischen den Zähnen hin und her zieht und danach wieder ausspuckt.

    Sonnenblumenöl hat einen hohen Vitamin-E-Gehalt und kann bei Gelenkschmerzen, Muskelkater oder Prellungen äußerlich verwendet werden. Außerdem bietet die Sonnenblume noch viele weitere Anwendungsmöglichkeiten.

    Hortensien haben eine ähnliche Wirkung wie Marihuana

    Hände drehen einen Joint, auf dem Tisch liegen Blättchen, Marihuana und ein fertiger Joint
    Close Up Of Man Rolling Marijuana Joint At Home © Monkey Business - www.fotolia.de

    In Hannoversch Münden treibt seit geraumer Zeit ein Hortensien-Dieb sein Unwesen. Durch die Vor- und Kleingärten stöbernd, machte sich dieser bereits zahlreiche Blumen zu Eigen.

    Die Polizei ermittelt bereits gegen den Dieb, der nicht gerade ein Pflanzenliebhaber zu sein scheint, da er lediglich die jungen Triebe der Hortensien einsammelt und die übrigen Pflanzenbestandteile zurücklässt. Auch in Brandenburg und Schleswig-Holstein stellte das Landeskriminalamt in den vergangenen Jahren wiederholte Serien von Hortensien-Enteignung fest. Es wird davon ausgegangen, dass der Täter die Triebe trocknet und raucht, da diese eine ähnlich halluzinogene Wirkung besitzen sollen, wie Haschisch und Marihuana.

    Hortensiengewächse stammen ursprünglich aus dem asiatischen Raum und fanden ihren Weg nach Deutschland bereits im 18. Jahrhundert. Rosa, rot, weiß und blau sind die Farben ihrer Blüten, die nichteinmal duften, jedoch in den letzten Jahren ein Revival zur Modeblume erlebten. Ob der Konsum von Hortensien jedoch schädlich oder unrechtmäßig ist, muss jetzt geklärt werden.

    Woher stammt der Bonsai?

    Durch eine aufwendige Zucht und dementsprechenden Schnitt wird ein kleiner Baum meistens in einer Schale herangezogen. Die Rede ist hier von dem Bonsai, der aus Asien im 19. Jahrhundert dann den Weg nach Europa gefunden hat. Ursprünglich wurden die ersten Bonsai-Bäume in China gezüchtet, so haben sich schon einige Jahrhunderte vor Christi Geburt die chinesischen Herrscherhäuser mit der Zucht beschäftigt.

    Aber der Name Bonsai stammt aus dem japanischen und bedeutet so viel wie "Baum in einer Schale". Für einen Bonsai eignen sich alle Gehölze mit kleinen Blättern und Nadeln, so dass im Freien Ahorn, Wacholder, Kiefer sowie auch Azaleen verwendet werden können. Für die Räume empfiehlt es sich solche Gehölze zu nehmen, die Wärme vertragen können, so unter anderem auch die Olive. Aber ein Bonsai darf nicht in der prallen Sonne stehen, doch braucht er viel Licht und eine lockere Erde. Für die typische Form wird der Bonsai regelmäßig beschnitten, damit er nicht größer als 30 bis 60 Zentimeter wird.

    Bromelien - Zierpflanzen aus dem Regenwald

    Blick entlang eines schmalen Pfades in einem düsteren und vernebelten Regenwald
    Selva Nepal © quickshooting - www.fotolia.de

    Michael Schwerdtfeger aus dem Alten Botanischen Garten in Göttingen klärt uns über Bromelien auf. Er sagt, sie stammen aus dem Regenwald, ähneln der Ananas und sind Zierpflanzen. Die Blätter sind wohlgeformt und trichterähnlich - aus der Mitte des Trichters wächst ein starker, meist gelber, orangefarbener, roter oder rosafarbaner Blütenstand. Bromelien gibt es etwa 2.500 bis 3.000 verschiedene Arten und immer wieder kommen neue dazu.

    Petra Hensel von der Deutschen Bromeliengesellschaft (DBG) erklärt, dass schon unsere Großmütter Bromelien auf dem Fenstersims stehen hatten. Christoph Kolumbus entdeckte die Ananas auf Guadeloupe und mit dieser Ananas kam auch der Zimmerhafer nach Europa.

    Über die Pflege von Bromelien sagt Schwerdtfeger, dass man den Blatttrichter von Bromelien regelmäßig mit Wasser füllen sollte. Bromelien nehmen das Wasser nämlich nicht über ihre Wurzeln auf, sondern über ihre Blätter. Ihre Blätter stellen "Zisternen" dar. Jedoch vertragen die Pflanzen auch trockene Zimmerluft.

    Ursprünglich zu finden sind die Bromelien in den Südstaaten der USA, aber auch in der Karibik bis hin nach Südamerika. Aber auch in Costa Rica sind Bromelien anzutreffen - und in Mexiko wachsen Tillandsien, eine besondere Gattung innerhalb der Bromelien-Familie.

    Volkstümlich werden die Tillandsien auch Luftnelken genannt, erklärt der Experte. So hat man den Eindruck, dass diese Pflanzen nur von Luft und Liebe leben. Sie wachsen, wie so viele andere Bromelien auch, epiphytisch, was heißen soll, dass sie auf anderen Pflanzen oder sogar auf Felsen sitzen. Nur die Wurzeln sind ihr Halt. Aus der Umgebungsluft nehmen sie durch winzige Saugschuppen Wasser auf. Im Vergleich zu grünblättrigen Arten lieben graue Tillandsien einen sonnigen Standort und auch hohe Luftfeuchtigkeit.

    Früher waren die Bromelien seltene und kostbare Pflanzen, erläutert der Experte. Doch heutzutage kann man die Pflanzen problemlos und günstig selbst heranziehen.

    Tipps für volle Blütenpracht bei Gladiolen

    Gladiolen sind wundervolle Schnittblumen. Damit sie auch ihre volle Pracht entfalten können, sollte man einige entscheidende Tipps beachten:

    Gerade die oberste Knospe an einem Stiel nimmt den Pflanzen die entscheidende Kraft für die anderen Knospen. Sie sollte deshalb immer entfernt werden, um den anderen Knospen Kraft zu geben. Dies empfiehlt jetzt das Blumenbüro Holland mit Sitz in Düsseldorf. Eine Gladiole kann an einem Stiel sonst bis zu 20 Einzelblüten bilden.

    Das Blumenbüro gibt die Anregung, die Gladiolenstiele in eine Holzbodenvase zu stellen, um das typische exotische Flair der Gladiole, die ihren Ursprung in Südafrika hat, zu betonen. Dadurch kommt dann auch die Länge der Stiele (bis zu 1,50 Meter) gut zur Geltung. Um eine Gladiole dann auf dem Balkon oder der Terrasse halten zu können, sollte man eine vorgezogene Knolle im Mai in den Boden setzen.

    Farbenfülle im Garten leicht gemacht - Wie man Hortensien richtig schneidet

    Hortensien sind für jeden Garten eine echte Augenweide. Die Ziersträucher kommen aber nicht nur in den unterschiedlichsten Formen und Farben vor, sie sind vor allem auch relativ einfach zu pflegen. So brauchen sie nicht unbedingt direkte Besonnung und wachsen auch in einem schattigen Beet oder auf einem schattigen Balkon sehr gut.

    Einzig beim Schnitt muss man ein bißchen aufpassen. Es gibt nämlich zwei Kategorien von Hortensien, einmal solche, die am vorjährigen Holz blühen (Hydrangea macrophylla) und dann diejenigen, die am diesjährigen Holz blühen (etwa die Rispenhortensien Hydrangea paniculata oder die Schneeballhortensien Hydrangea arborenscens).

    Erstere Gruppe bringt ihre Blüten im Sommer und Herbst vor, sie sollten also nicht im Frühjahr beschnitten werden. Die zweite Gruppe kann zum Winter hin bodennahe gekürzt werden. Durch die sich daraus ergebende, besonders starke Blütenfülle braucht die zweite Gruppe mitunter Stützpfeiler, damit sie nicht umknickt.

    Hortensien schneiden – auf die Sorte kommt es an

    Zweige eines Busches werden mit Gartenschere abgeschnitten
    Gartenarbeit © boettcher & petoe - www.fotolia.de

    Ob blau, weiß oder rosa – Hortensien zählen zu den liebsten Gartenblumen der Deutschen. Beim Rückschnitt sind die meisten Hobbygärtner aber verunsichert. Zu Recht. Denn bei falscher Behandlung treibt die Pflanze der nächsten Saison keine Blüten. Entscheidend ist die Hortensienart.

    Sparsamer Schnitt für Frühblüher

    Die erste Schnittgruppe bilden Sorten wie die Bauern-, Teller- und Kletterhortensie. Auch die Riesenblatthortensie gehört dazu. Sie bereiten schon im Herbst den Austrieb für das kommende Jahr vor und sollten deshalb nur behutsam gestutzt werden.

    Der Schnitt erfolgt dicht oberhalb des neuen Blütenstandes, den man in der Knospe unschwer erkennen kann. Idealer Zeitpunkt für das Schneiden ist das zeitige Frühjahr.

    Falls die Pflanze insgesamt zu buschig geworden ist, kann man dann auch alte Triebe entfernen. Am besten direkt auf Bodenhöhe. Ausnahme: Die Züchtungen "Endless Summer" und "The Bride" können stärker durchgestutzt werden.

    Kräftiger Schnitt für Spätblüher

    Die Schneeball-Hortensie und die Rispenhortensie legen den Trieb neuer Knospen erst im Frühjahr an. Darum können sie im Herbst kräftiger gekürzt werden.

    Dabei schneidet der Gärtner alle Triebe aus dem vergangenen Sommer kurz ab. Lediglich ein Augenpaar bleibt stehen. Damit die Blüten üppig austreiben, sollte der Schnitt bis spätestens Ende Februar erfolgen.

    Wie man Agapanthus pflegt und überwintert

    Leere Blumentöpfe und Schaufel auf Steinplatte
    old trowel and flowerpots © ponybrowne - www.fotolia.de

    Wer auf die sogenannte Blumeninsel Madeira fliegt, der wird dort sehr viele Schmucklilien (Agapanthus) vorfinden. Diese wachsen dort wild an den Wasserkanälen in den Bergen, den sogenannten Levadas. Aber auch bei uns in Deutschland finden wir mittlerweile diese Schmucklilien in vielen Gärten, doch meistens nur in Töpfen, denn im Winter müssen sie besonders geschützt werden.

    Kurze aber prachtvolle Blütezeit

    Die Pflanzen besitzen einen langen kräftigen Blütenstängel, und die Blüte ist meistens blau, aber es gibt auch weiße Sorten. Normalerweise braucht diese Pflanze eigentlich nur wenig Pflege, so dass sie auch jahrelang halten. Die Blütezeit liegt normalerweise zwischen Juli und Mitte August, was eigentlich recht kurz für eine Kübelpflanze ist, doch die prachtvollen Blüten sind einfach toll.

    Überwintern im Keller

    Doch wenn es auf den Winter zu geht, so müssen die Pflanzen auf ihrem Standort auf der Terrasse oder dem Balkon geschützt werden. Dafür bietet sich ein dunkler Kellerraum an, in dem die Pflanzen überwintern können. In dieser Zeit werden dann die Blätter welk und fallen auch ab, und ab und zu sollte man dann ein wenig Wasser in die Töpfe gießen.

    Im Frühjahr wieder ins Freie

    Im Frühjahr bringt man die Töpfe wieder auf die Terrasse, wo sie dann ihre grünen Blätter und die blauen oder weißen Blüten neu entwickeln. Übrigens werden die Pflanzen im Laufe der Jahre immer größer und die Töpfer schwerer, so dass man dann die Wurzeln auch radikal beschneiden kann. Dabei kann es allerdings passieren, dass die Pflanze erst ein Jahr später wieder ihre volle Blütenpracht entwickelt. Auch ein wenig spezieller Dünger sollte dann dazu gegeben werden.

    Auf der Terrasse oder dem Balkon benötigen die Pflanzen einen sonnigen, aber windgeschützten Standort, denn bei zu starkem Wind könnten die Blütenstängel abbrechen.

    Schütteln statt Chemie, um Wachstum von Weihnachtssternen zu hemmen

    Christstern, Weihnachtsblume auf weißem Hintergrund
    Christmas arrangement © Irina Fischer - www.fotolia.de

    Viele dürften den Weihnachtsstern nur als Zimmerpflanze kennen – in freier Natur erreicht die Pflanzenart, die zur Familie der Wolfsmilchgewächse gehört, jedoch eine Höhe von bis zu vier Metern. Damit die Weihnachtssterne im Wohnzimmer eine gewisse Größe nicht überschreiten, werden sie vor dem Verkauf mit Cycocel 720, einer Lösung zur Regulierung des Wachstums, besprüht.

    Neue Technik könnte Chemikalieneinsatz ersetzen

    Wissenschaftler der Humboldt-Universität in Berlin haben nun jedoch eine neue Methode entdeckt, um das Wachstum der Pflanzen zu hemmen: Statt Chemie soll Schütteln in Zukunft das Wachstum der Weihnachtssterne regulieren.

    Durch das Schütteln ziehen sich die Pflanzen zurück, anstatt in die Höhe zu wachsen. Dadurch kann mit der Schüttel-Methode die gleiche Wirkung erzielt werden wie durch den Einsatz von Chemikalien. Hierfür stellten die Wissenschaftler die Weihnachtssterne auf spezielle Tische mit eingebautem Vibrationsmotor, der zweimal innerhalb einer Stunde aktiviert wird und die Pflanzen „durchschüttelt“. Bislang konnte sich diese Technik jedoch noch nicht durchsetzen und die Chemie verdrängen – wann dies der Fall sein wird, ist noch nicht geklärt.

    Der stimmungsvolle Weihnachtsstern und seine erforderliche Pflege

    Christstern, Weihnachtsblume auf weißem Hintergrund
    Christmas arrangement © Irina Fischer - www.fotolia.de

    Undenkbar wäre es wohl für die meisten weihnachtsliebenden Menschen, wenn nicht wenigsten ein Weihnachtsstern im Zimmer für ein festliches Flair sorgen dürfte. Zur Dekoration oder auch als Geschenkidee eignet sich diese schöne mehrjährige Pflanze.

    Die Auswahl ist groß, da sie mit rosa, weißen und roten Blüten im Handel zu bekommen sind. Erst seit 1950 ist diese schöne Pflanze aus Südamerika hier bekannt und beliebt. Nicht umsonst gilt sie als die am besten verkaufte Pflanze rund um den Erdball. Die kleinen Blüten in Gelb, sind von den farbigen Hochblättern umgeben.

    Weihnachtsstern ist giftig

    Der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) gilt als giftig, da er den Wolfsmilchgewächsen angehört. Der austretende milchige Saft ist für Haustiere giftig und erfordert sogar für den Menschen die Nutzung von Handschuhen beim Beschneiden. Staunässe und zu starke Trockenheit über einen langen Zeitraum hinweg verzeiht ein Weihnachtsstern nicht so gerne. Er zeigt dies mit einem Abwurf seines Laubs.

    Häufiges Gießen

    Empfehlenswert ist nach der Blüte ein Umtopfen in eine qualitativ hochwertige Blumenerde. Sie trocknet nicht so schnell aus und lässt den Weihnachtsstern sogar zu einem schönen Zimmerbaum heranwachsen. Das Eintauchen in Wasser hilft die richtige Gießmenge zu bestimmen. Dies sollte ca. alle acht Tage erfolgen, jedoch kann dies häufiger nötig sein, besonders wenn die Pflanze in der Sonne steht.

    Den Duft der Maiglöckchen zu jeder Jahreszeit auf die Fensterbank zaubern

    Nahaufnahme kleiner Maiglöckchenstrauß auf weißem Hintergrund
    Maiglöckchenstrauß © Birgit Reitz-Hofmann - www.fotolia.de

    Anmutig und wundervoll sehen die wippenden Blüten des Maiglöckchens aus. Diese Frühjahrsblüher präsentieren im Halbschatten ihre Blüten die an kleine Glocken erinnern.

    Wem es bis dahin zu lange dauert, kann mühelos das Maiglöckchen (Convallaria majalis) auf der heimischen Fensterbank in einem Blumentopf bedeutend früher zum Erblühen bringen. In der Natur fühlt sich diese duftende Staude, die zu den Spargelgewächsen (Asparagaceae) gehört am wohlsten, wenn sie sich durch ihre Rhizome unter Bäumen und Stauden ausbreiten darf.

    Kultivierung auf der Fensterbank

    Für die Fensterbank eigenen sich Stücke des Maiglöckchens aus dem Garten gut für die Kultivierung im Haus. Vergessen werden darf nicht, dass diese kleine Staude durch den Naturschutz sich nicht zum Ausgegraben anbietet.

    Wichtig ist es hierbei, dass ein bereits blühendes Rhizom genommen wird. Ideal ist es, wenn die Entnahme zwischen November und dem Dezember stattfindet. Auf diese Weise ist die Blüte auf der Fensterbank garantiert. Maiglöckchen duften sehr stark und verleihen den Räumen einen sehr intensiven Duft von Frühling.

    Für ein beeindruckendes Blütenmeer sorgt der Weihnachtskaktus auf der Fensterbank

    Kaktus mit Blüte in rotem Blumentopf auf Tischset, weißer Hintergrund
    Cactus with red flower isolated © krabata - www.fotolia.de

    Während der Weihnachtszeit gibt es auf vielen Fensterbänken die schön blühenden Hybriden der Weihnachtskakteen zu entdecken. Er gehört der Gattung Schlumbergera an, welche zu den Cactaceae (Kakteengewächse) gehören. Schon im Oktober öffnen sich deren Knospen und bringen Farbe in eine oft trübe Jahreszeit.

    Vorkommen und Blütezeit

    Beheimatet sind sie in den Wäldern entlang der Küsten Brasiliens. Weiß, Rot oder Rosa sind die Farben der nur fünf bis sieben Tage blühenden Blüten. Stachellos mit ca. 10 Zentimeter langen Blüten, dauert die Blütezeit je nach Exemplar sogar bis zu mehreren Wochen an. Findet eine gute Pflege statt, kann die Schlumbergera mit imposanten Größen und einer herrlichen Blütenmenge beeindrucken.

    Schlumbergera truncata

    Als Kaktus des Jahres 2014 gilt der Schlumbergera truncata. Bei diesem sind die Glieder der Blätter massiv gezahnt. Die Kakteengesellschaften von Österreich, Schweiz und Deutschland waren sich hier einig. Triebe die aufrecht nach oben stehen sind bei dem Schlumbergera buckleyi zu sehen. Diese beiden Sorten sind Hybriden die im Handel vorzufinden sind.

    Glücksklee – nicht nur zu Silvester schön anzusehen

    Vierblättriges Kleeblatt mit braunen Stellen wird in den Himmel gehalten
    glück © Jürgen Acker - www.fotolia.de

    Pünktlich zum Jahreswechsel findet man im Handel verschiedene dekorative Pflanzgefäße mit Glücksklee. Meist überlebt der Glücksbringer jedoch nur wenige Wochen und verwelkt auf der Fensterbank. Bei richtiger Pflege kann der Glücksklee Pflanzenfreunde jedoch auch mehrere Jahre als Zimmer- oder Balkonpflanze erfreuen.

    Hell, kühl und wenig Wasser

    Glücksklee ist im Grunde eine eher anspruchslose Pflanze und sollte nur sparsam gegossen werden. Am besten gießt man erst nach, wenn die Erdoberfläche bereits ausgetrocknet ist. Vom Standort her mag es der Glücksklee hell und kühl. Die Fensterbank über der Heizung ist daher nur bedingt geeignet. Am wohlsten fühlt sich die Pflanze bei einer Temperatur zwischen 10 und 15 Grad. Im Sommer kann der Glücksklee auch ins Freie an einen hellen und geschützten Platz gesetzt werden.

    Primeln: bunte Frühblüher für Garten und Terrasse

    Nahaufnahme gelbe Primel auf weißem Hintergrund
    yellow primula © Hallgerd - www.fotolia.de

    Bald ist der Frühling da. Als Farbtupfer im Wintergrau können Gärtner aber schon jetzt bunte Primeln pflanzen. Ihre fröhliche Blütenpracht verträgt auch leichte Fröste. Je nach Standort empfehlen sich andere Sorten und Arrangements. Die Auswahl an Primeln ist riesig.

    Beliebteste Primelarten und Tipps beim Einpflanzen

    Verkaufshit in Gartencentern und auf Märkten sind Sorten mit gefüllten Blüten. Aber auch langstielige Varianten wie Stängelprimeln oder Kugelprimeln ziehen die Blicke auf sich – kombiniert mit weichem Moos oder eingebettet in einen Weidenkranz. Tipp: Im Steingarten setzt die Aurikel (Primula Auricula) farbige Akzente.

    Bei der Pflege von Primeln kann man nicht viel falsch machen. Während die Wurzeln eine mäßige Frostnacht unbeschadet überstehen, mögen sie allerdings weder Trockenheit noch Staunässe. Um den Boden stets feucht zu halten, empfiehlt es sich deshalb, die Pflanzen in größere Töpfe zu setzen. Im kleinen Plastiktopf muss gegebenenfalls täglich gegossen werden.

    Frischluft und Entfernen von verwelkten Blättern

    Am wohlsten fühlen sich Primeln an frischer Luft. Wenn verwelkte Blüten regelmäßig entfernt werden, danken sie das mit neuen Knospen.

    Wer beschädigte Blätter auszupft, verhindert zudem, dass sich Pilze ansiedeln können.

    Für eine schöne Blüte - Begonienknollen auf der Fensterbank vortreiben

    Begonien sind wahre Ausdauerkünstler. Wenn sie ihre Blüten entfaltet haben, zeigen sie bis zum Frost ihre vielfältige Farbenpracht – auch an schattigen Plätzen. Damit die Blüte sich möglichst zeitig und üppig entwickelt, sollten Gärtner die Knollen aber zeitig aus dem Winterschlaf wecken und auf der Fensterbank vortreiben.

    Die beste Zeit für den Begonien-Weckruf ist Mitte Februar bis März. Dazu setzt man die Knollen mit der eingedellten Seite nach oben in Töpfe mit Balkonblumenerde und etwas Sand. Ungefähr die Hälfte sollte bedeckt sein. Zunächst hält man sich mit Wassergaben zurück, sobald sich die ersten Triebe zeigen, verträgt die Knolle auch feuchteres Substrat – aber nie direkt gießen oder zu nass werden lassen!

    Blüten im März oder April abknipsen

    Mit den ersten Blättern freut sich die Knollenbegonie über einen wärmeren Standort und einen vierzehntägigen Energiekick aus flüssigem Pflanzendünger. Tipp: Wenn die gute Pflege schon im März oder April zu Blüten führt, sollten diese abgeknipst werden. Umso kräftiger fällt die spätere Pracht aus.

    Einen (halb-)schattigen Platz haben Begonien am liebsten

    Nach den Eisheiligen im Mai darf die Knollenbegonie dann ins Freie. Wer es besonders gut meint, kann die Knolle auch schon an wärmeren Apriltagen stundenweise nach draußen stellen. Am wohlsten fühlen sich Begonien an einem schattigen bis halbschattigen Standort, was sie auch zum idealen Farbtupfer unter Koniferen macht.

    Schwarzäugige Susanne – rankender Dauerblüher für sonnige Plätze

    Die Schwarzäugige Susanne – eine der beliebtesten Kletterblumen, deren dicht wachsende Blätter im Garten als grüner Sichtschutz dienen können. Ihre Vorliebe für sonnige Standorte hat die einjährige Pflanze aus ihrer Heimat Südafrika mitgebracht. Neben gelben Blüten mit dem markanten schwarzen Auge liefert der Handel mittlerweile Züchtungen in sämtlichen Schattierungen von weiß bis orange.

    Blütezeit und geeigneter Standort

    Die Blütezeit der Schwarzäugigen Susanne dauert von Mai bis Oktober. Je nach Sorte und Standort kann sie bis zu zwei Metern in die Höhe klettern. Am schnellsten rankt sie an Gittern, Spalieren und Zäunen empor, aber auch als Hängepflanze im Balkonkasten bietet sie rasch Schutz vor neugierigen Blicken.

    Am wohlsten fühlt sich die Schwarzäugige Susanne an einem sonnigen und windgeschützten Platz. Neuere Züchtungen geben sich aber auch mit Halbschatten zufrieden. Wer im März die Samen in Anzuchtschalen gesät hat, kann die selbst gezogenen Pflänzchen Ende Mai ins Freie setzen. Die ersten Blüten zeigen sich knapp vier Monate nach dem Aussäen.

    Tipps zur Pflege

    Die Schwarzäugige Susanne gedeiht am besten in lockerem und humusreichem Boden. Für kräftiges Höhenwachstum sollten die Wurzeln ausreichend Platz haben und wöchentlich gedüngt werden. Die Rankpflanze braucht reichlich Wasser, auf Staunässe reagiert sie jedoch empfindlich.

    Zarte Elfenblume – zur Staude des Jahres gekürt

    Steinweg schlängelt sich durch Garten
    Stone Walkway © onepony - www.fotolia.de

    Der Name Elfenblume drückt eine Zartheit aus, die das Gewächs nur optisch besitzt. Mit ihren lieblichen Blüten und dem fein gezeichneten Laub versteckt sie sich gern unter Bäumen. Als Bodendecker ist "Epimedium" jedoch durchsetzungsstark und bildet ein für Unkräuter undurchdringliches Blattwerk. Die Krönung zur Staude des Jahres 2014 holt die Elfenblume deshalb ganz zu Recht aus ihrem Schattendasein heraus.

    Robuster und schöner Flächendecker

    Die aus Vorderasien stammende Elfenblume siedelt bevorzugt an schattigen und halbschattigen Plätzen. Gerade in schwierigen Gartenbereichen lässt sich mit wintergrünen Gewächsen daher eine schöne Unterpflanzung erreichen. In den letzten Jahren kommen zudem immer neue Züchtungen auf den Markt – mit höherem Wuchs, größeren und bunteren Blüten.

    Je nach Standort haben Gärtner die Wahl zwischen zwei Varianten. Ausläufer bildende Elfenblumen, die schnell eine geschlossene und immergrüne Pflanzendecke bilden. Oder die horstig wachsende Pflanzen, die etwas anspruchsvoller und weniger durchsetzungsfähig sind. Dafür zeigen sie besonders faszinierende Blütenformen und eine Fülle an Farben.

    Im Schatten blüht sie auf

    Am wohlsten fühlt sich die Elfenblume unter Bäumen und Sträuchern oder in schattigen Beeten. Ausläufer bildende Gewächse eignen sich auch ideal für Hanglagen. Um den Blattwuchs zu fördern, sollte das Laub bei älteren Elfenblumen im Frühjahr kräftig gestutzt werden. So zeigen sich auch die neuen Blüten am schönsten.

    Für eine Neubepflanzung rechnet der Gärtner acht bis zwölf Pflanzen pro Quadratmeter. Wenn bereits in einem anderen Teil des Garten Elfenblumen stehen, können die Stauden nach der Blüte einfach geteilt werden.

    Königliche Lilie – im Frühling ist die Auswahl am schönsten

    Weiß-gelb-rote Lilien auf dem Wasser mit Knospen
    white spa © BVDC - www.fotolia.de

    Wie stolze Königinnen recken Lilien ihr Blütenhaupt zur Sonne. Kaum eine Blume hat eine so majestätische Präsenz. Wer diese Eleganz im heimischen Garten erleben möchte, kann Lilienzwiebeln im Herbst oder Frühjahr pflanzen. Die schönste Auswahl bieten Gärtnereien von März bis Mai.

    Ein königlicher Platz

    Lilien lieben kein Schattendasein. Die meisten Arten bevorzugen sonnige Standort, damit die empfindliche Zwiebel nicht austrocknet, sollte der Wurzelbereich von Bodendeckern oder niedrigen Stauden beschattet sein.

    Besondere Ansprüche an den Boden erhebt die Lilie nicht. In lehmigen Böden sollte jedoch eine Drainageschicht aus Kies die Zwiebel vor Staunässe schützen. Auf Terrasse oder Balkon fühlt sich die Lilie auch im Topf wohl. Wie bei lehm- oder tonhaltigen Böden sollte aber auch im Kübel ein zuverlässiger Wasserabzug gewährleistet sein. Auf dauerhaft nasse Füße reagiert die edle Blume verschnupft.

    Lilien für Blumentöpfe und Kübel

    Trotz ihrer königlichen Haltung verträgt sich die Lilie gut mit Nachbarn. Am attraktivsten wirkt sie in kleinen Gruppen – vor allem wenn die Zwiebeln mit rund zehn Tagen Abstand gepflanzt wurden. Die nacheinander sprießenden Blüten verlängern den Genuss.

    Ideal für Töpfe ist die duftende Mona Lisa mit nur 40 Zentimetern Höhe. Auch die goldgelbe Cordelia und die orangerote Avignon machen im Kübel eine gute Figur.

    Jetzt blühen auf der Terrasse und den Balkonen die Mandevillen

    Immer mehr Menschen lieben die aus Südamerika stammende Mandeville, die entweder auf dem Balkon oder der Terrasse in Kübeln ihre Blütenpracht entwickelt. Die Pflanze mit ihren roten, weißen oder rosafarbenen Blüten erinnert auch ein wenig an den Oleander und die Blütezeit ist von Mai bis Oktober.

    Der Standort sollte aber nicht in der prallen Sonne sein und die Pflanze benötigt auch viel Wasser, so dass die Erde stets feucht aber nicht nass sein sollte.

    Auf der Terrasse kann man die Pflanze auch an Spalieren hochziehen, aber es gibt auch kleine wachsende Sorten, die für einen Balkon geeignet sind oder die man auch in Hängeampeln pflanzen kann. Aber Vorsicht, besonders wenn Kinder im Hause sind, denn alle Pflanzenteile sind giftig.

    Zauberglöckchen – pflegen, arrangieren und vermehren

    Blumen auf Balkon werden aus Gießkanne begossen
    Balkongärtner © Harald07 - www.fotolia.de

    Das Zauberglöckchen verwandelt jeden Balkon in ein Blütenmeer. Ob Blumenkasten, Ampel oder Topf – wenn die kleine Verwandte der Petunie richtig gepflegt wird, bildet sie bis zu 50 cm lange Triebe mit unzähligen Glockenblüten, die bis in den Herbst hinein blühen. Da der verwelkte Blütenflor nicht entfernt werden muss, ist die Millionbells zudem besonders pflegeleicht. Ein paar Dinge sollte man dennoch beachten.

    Sonniger Standort

    Calibrachoa, wie das Zauberglöckchen auf lateinisch heißt, ist ein echter Sonnenfan. Zu heiß darf es für die kleinen Blüten jedoch nicht werden. Damit die Pflanze ihre optimale Blühfreude entwickeln kann, braucht sie zudem einen leicht sauren Boden. Beim Gießen sollte man deshalb auf kalkarmes Wasser achten. Ideal ist Regenwasser, dem man einmal wöchentlich Eisendünger zugibt.

    Starke Nachbarn

    Wenn Zauberglöckchen Platz haben, breiten sie sich in alle Richtungen aus. Schwächere Nachbarn werden von der Blütenpracht verdrängt. Am besten pflanzt man die Mini-Petunie deshalb neben starke wachsende Partner wie Verbenen, Ipomoea oder normale Petunien. Auch als Bodendecker sind die Glockenblüten geeignet. Dreifarbige Züchtungen wie "Carneval" liefern einen tollen Blickfang.

    Robuste Stecklinge und Samen

    Wer die widerstandsfähigen Zauberglöckchen vermehren möchte, hat zwei Möglichkeiten: im Frühjahr Stecklinge in Petunienerde anwurzeln lassen. Oder im Herbst die grün-braunen Samenkapseln absammeln und über Winter an einem trockenen Ort lagern. Wenn die Kapseln sich öffnen, einfach die reifen Samen herausschütteln und ab Januar in Petunienerde aussäen.

    Edle Calla – die farbenprächtigen Zantedeschien zieren auch den Garten

    Gesicht einer jungen Frau mit blauen Augen, sie hält gelbe Blume und schaut in Kamera
    Portrait of woman with flower isolated on white © Solovieva Ekaterina - www.fotolia.de

    Als Zimmerpflanze ist die Calla ein eleganter Klassiker. Die südafrikanische Blume mit dem botanischen Namen Zantedeschia blüht aber auch im Garten. Mit den richtigen Tipps zeigen die auffälligen Hochblätter ihre Farbenpracht bis zu acht Wochen lang.

    Bereits der Wuchs der Calla zeigt ihre Zugehörigkeit zur Familie der Aronstabgewächse: aus einem einzelnen Hochblatt ragt ein runder Kolben, an dem die eigentlichen Blüten sitzen. Als Deko-Pflanze ist die Zantedeschia allerdings wegen des attraktiven Hüllblatts begehrt. Das Farbspektrum reicht von edlem Weiß über Gelb und Orange bis zu kräftigen Rottönen.

    Beliebte Neuzüchtungen sind die "Garnet Glow" in kräftigem Pink und die "Black Magic" mit fast schwarzem Schlund und leuchtend gelbem Kolben und Hüllblatt. Je nach Sorte erreicht die Calla eine Höhe von 30 Zentimetern bis zu einem Meter.

    Damit die Zantedeschie auch in nördlichen Gefilden gedeiht, braucht sie einen sonnigen und warmen Platz. Wer die Blütezeit seiner Calla verlängern möchte, gibt einmal wöchentlich Dünger hinzu. Während des Wachstums mit reichlich kalkarmem Wasser gießen, wenn die Blüten verwelkt sind, die Wassergabe reduzieren.

    Pflegen und Vermehren

    Leider sind Zantedeschien nicht winterhart. Nachdem sich die Blätter eingezogen haben, holt man die Knollen aus der Erde und bewahrt sie im Keller auf, bis draußen wieder Mindesttemperaturen von 15 Grad herrschen. Zimmer-Calla können im Wintergarten bleiben. Zum Vermehren die Rhizome einfach mit einem Messer teilen oder Nebensprossen abnehmen und ca. fünf Zentimeter tief in einen Mix aus Sand, Torf und Erde eintopfen.

    Richtige Pflege für Oleander – Tipps für mediterranes Flair im Garten

    Im Mittelmeerraum wächst Oleander bis zu fünf Meter hoch und blüht von Mai bis September. Als Kübelpflanze bleibt er hierzulande etwas kleiner, die Blüte lässt sich mit guter Pflege jedoch ebenso lang bewundern.

    Vom Oleander oder Rosenlorbeer, wie unsere Großeltern die Zierpflanze nannten, gibt es mittlerweile 400 Zuchtformen. Die Blüten zeigen sich in allen Schattierungen von weiß bis purpur, auch gefüllte Blüten kommen vor. Und die lederartigen Blätter haben es ebenso in sich: die enthaltenen Glykoside können nach dem Verzehr Übelkeit und Herzrhythmusstörungen auslösen. Empfindliche Personen sollten auch mit Hautkontakt vorsichtig sein.

    Der richtige Standort

    Oleander ist ein Sonnenanbeter. Damit die Knospen sich entfalten, muss es schön warm sein. Wenn der Oleander aus dem Winterlager kommt, ist die richtige Zeit für einen Rückschnitt. Da die Wurzeln beständig wachsen, ist es außerdem sinnvoll, jede Saison einen größeren Topf zu nehmen.

    Wässern und Düngen

    Für dichtes Laub, eine lange und üppige Blüte braucht der Oleander reichlich Dünger – und noch mehr Wasser. Zweimal pro Woche kann dem Gießwasser etwas Flüssigdünger beigefügt werden. Der Untersetzer sollte stets mit Wasser gefüllt sein. Als kalkliebende Pflanze zeigt sich der Rosenlorbeer für Leitungswasser besonders dankbar.

    Krankheiten

    An den Füßen hat der Oleander es gern nass. An den Blättern mag er Nässe jedoch gar nicht. In einem verregneten Sommer zeigen sich daher weniger Blüten, dafür häufiger der von Bakterien hervorgerufene Oleanderkrebs: beginnend mit dunklen Flecken wölben sich auf den Blättern bald Pusteln auf, die auch Triebe und Blütenstände erreichen können.

    Um eine Schädigung der gesamten Pflanze zu vermeiden, schneidet man die befallenen Triebe zurück. Wichtig: die Schere anschließend mit Spiritus desinfizieren.

    Blütenstauden – Sommerschnitt fördert Blühfreude und Gesundheit

    Nahaufnahme rote Akeleiblüte im Grünen
    Rote Akelei © womue - www.fotolia.de

    Stauden verlangen wenig Pflege und belohnen den Gärtner dafür mit reicher Blütenpracht. Zu den sinnvollen Maßnahmen gehört allerdings ein Sommerschnitt. Wer die abgeblühten Stiele entfernt, verlängert nicht nur die Blütezeit sondern vermeidet auch Selbstaussaat und Verwilderung der Pflanze. Manche Stauden blühen nach dem Rückschnitt im Spätsommer sogar ein zweites Mal.

    Zweite Blüte

    Ob Rittersporn, Margerite, Storchschnabel oder Sterndolde – sogenannte "remontierende" Stauden belohnen den Sommerschnitt mit einer zweiten Blüte. Dazu schneidet der Gärtner die gesamte Staude 10 Zentimeter über dem Boden ab. Für einen erneuten Durchtrieb einfach Dünger und reichlich Wasser zugeben. Nach vier bis acht Wochen zeigen sich dann frische Blüten.

    Blühphase verlängern

    Bei Stauden, deren Blüten in Etappen erscheinen, lässt sich die Blühzeit durch Auszupfen verlängern. Damit die Pflanze keine Energie in die Samenbildung steckt, werden verblühte Stiele regelmäßig entfernt. Sinnvoll ist dies etwa bei Gold-Garbe, Sonnenbraut und Gelbem Sonnenhut.

    Selbstaussaat und Verwilderung verhindern

    Stauden können durch Selbstaussaat zu dichten Polstern heranwachsen. Die wilden Sämlinge verdrängen jedoch langfristig die Mutterpflanze. Besonders offensichtlich ist dies etwa bei der Akelei, deren veredelte Sorten meist mehrfarbige Blüten zeigen. Erlaubt man die Selbstaussaat, beherrschen die verwilderten Nachkommen bald das Bild mit schlichtem Violettblau.

    Bei folgenden Sorten ist es empfehlenswert, die Blütenstiele schon vor der Samenreife abzuknipsen: Astilbe, Goldrute, Frauenmantel, Scharfgarbe und Campanula.

    Blauer Eisenhut – magische Schönheit mit giftiger Note

    Aconitin in Blüten und Wurzelstock

    Nahaufnahme Fingerhutpflanze
    fingerhut © Erika Becker - www.fotolia.de

    Der Eisenhut (Acitonum) zählt zu den langlebigsten Stauden im Garten. Die ersten Sorten öffnen ihre Blüten bereits im Juni, ab Juli zeigt sich die violetten Rispen des Lockeren Eisenhuts, Schlusslicht ist der Herbst-Eisenhut mit einem magisch anmutenden, dunkelblauen Blütenstand. Auch weiße Sorten sind im Garten gern gesehen.

    Der richtige Standort

    Ob blau, violett oder weiß – die Ansprüche an den Standort ähneln sich bei allen Arten. Der Boden sollte nährstoffreich und nicht zu trocken sein. Ideal sind halbschattige bis schattige Plätze, etwa unter Bäumen oder größeren Sträuchern. Manche Eisenhut-Arten werden bis zu 1,50 m hoch und können dann eine Stütze benötigen. Das kann auch ein Zaun sein, oder man stabilisiert die Pflanze mit einem handelsüblichen Staudenring.

    Farbpracht erhalten - so gelingt's

    Obwohl der Eisenhut über viele Jahre blüht, lassen Farbintensität und Rispen-Dichte allmählich nach. Um die volle Pracht zu erhalten, ist es deshalb ratsam, den Wurzelstock im Herbst zu teilen. Dazu trennt man einfach die kleinen Rübchen von der Wurzel ab und setzt sie in ein mit Kompost angereichertes Pflanzloch.

    Vorsicht giftig!

    Der Eisenhut ist nicht nur attraktiv – das in seinen Blüten enthaltene Aconitin macht ihn zur giftigsten Pflanze Europas. Schon geringe Mengen des Nervengifts können für Kinder lebensgefährlich werden. Im Familiengarten sollte man deshalb auf den Fingerhut verzichten. Auch der Wurzelstock enthält Aconitin. Beim Teilen sollte man unbedingt Handschuhe tragen.

    Beschützer vor Dämonen: Der Gewöhnliche Teufelsabbiss zur Blume des Jahres gewählt

    Der Teufelwurz ist in Norddeutschland bereits vom Aussterben bedroht

    Er blüht in zarten Farbtönen wie rosa, violett und hellbau vor allem in Mooren und an feuchten Ufergebieten: Der Gewöhnliche Teufelsabbiss wurde zur Blume des Jahres 2015 gewählt.

    Gefährdete Pflanze

    Die Loki-Schmidt-Stiftung in Hamburg zeichnet jedes Jahr eine neue geschützte Blumenart mit diesem Titel aus, um das Bewusstsein für seine Gefährdung zu wecken. Der Gewöhnliche Teufelsabbiss leidet beispielsweise darunter, dass sein natürlicher Lebensraum immer weiter durch die Landwirtschaft beschnitten wird: Feuchte Wiesen werden entwässert, um sie als Weiden zu nutzen oder gleich ganz zu Acker- oder Bauland umgewandelt.

    Gewöhnlicher Teufelsabbiss - ein kurioser Name

    Den kuriosen Namen erhielt die Pflanze, die auch einfach als Teufelwurz oder Teufelsbiss bekannt ist, aufgrund ihrer Wurzeln: Diese sterben von unten ab und sehen dann wie abgebissen aus. Der Sage nach war es der Teufel, der die Wurzeln abbiss, weil ihm die Heilkraft der Pflanze missfiel.

    Im Mittelalter wurde der Teufelwurz bei Nieren- und Herzproblemen sowie zur Blutreinigung verwendet. Viele Menschen trugen die Wurzel auch als Amulett um den Hals um sich vor Dämonen zu schützen.

    Während der Gewöhnliche Teufelsabbiss im Schwarzwald und in den Alpen noch recht häufig vorkommt, ist er in Norddeutschland mittlerweile vom Aussterben bedroht.

    Fuchsien im Sommer – die richtige Pflege für Dauerblüher

    Mit der richtigen Pflege und dem optimalen Standort blühen die magentafarbenen Blüten bis in den Herbst

    Gartenarbeit - Schubkarre mit Harken, Blumentöpfen, Gießkanne, Schaufel und Handschuhen
    Garten 110 © K.-U. Häßler - www.fotolia.de

    Fuchsien sind beliebte Dauerblüher für Garten und Balkon. Ob rot, pink oder violett - mit der richtigen Pflege zeigen sie ihre bunten Blüten bis in den Herbst. Nicht nur im Halbschatten.

    Der richtige Standort

    Am wohlsten fühlt sich die Fuchsie im Halbschatten, etwa an der Nordseite des Gartens oder am Rand von Gehölzen. Auf Stauhitze reagieren die Pflanzen empfindlich. Zumindest in den Mittagsstunden sollten Fuchsien also geschützt sein.

    Mittlerweile gibt es aber auch Züchtungen für sonnige Standorte, erkennbar an den helleren Blüten. Die traubenblütige Fuchsie ist etwa eine echte Sonnenliebhaberin. Sie mag es aber nicht, wenn sich ihr Wurzelballen im Kübel zu stark erwärmt. Pflanzgefäße sollte man daher schattieren – oder man setzt die Fuchsie direkt ins Beet.

    Schneiden und Entspitzen

    Wenn die Fuchsie im Haus überwintert hat, schneidet man die Triebe im Februar bis März um rund ein Drittel zurück. Damit die Pflanze schön buschig wird, bricht man außerdem im Frühjahr die weichen Triebspitzen ab. Das Entspitzen verzögert zwar die Blüte, an den Bruchstellen entwickeln sich jedoch mehrere neue Seitentriebe.

    Einpflanzen und Umtopfen

    Ältere Pflanzen setzt man zum Frühjahr in einen neuen Topf. Besser ein kleineres Gefäß wählen und einmal öfter umtopfen. Die Erde um den Wurzelballen mit den Fingern andrücken.

    Neu gekaufte Fuchsien eignen sich für Balkonkasten, Kübel und Beet gleichermaßen gut. Auf einen Meter Länge rechnet man fünf bis sieben Pflanzen. In den Topf (ab 20 cm) passen drei Fuchsien.

    Gießen und Düngen

    Im Gegensatz zu anderen Sommerblühern wie Geranien oder Petunien sind Fuchsien wahre Regenliebhaber. In trockener Luft verkümmern die Knospen. In Trockenperioden sollte man Fuchsien nicht nur üppig gießen, sondern auch den Blättern eine nasse Dusche gönnen. Der Wurzelballen darf zwischendurch aber gern etwa antrocknen.

    Bei großer Hitze lässt die Fuchsie meist ihre Blätter hängen. Das ist kein Zeichen von Trockenheit – die Pflanze schützt sich so Verdunstung. Gießen sollte man deshalb erst, wenn die Blätter auch nach dem Abkühlen schlaff hängen bleiben. Am besten mit temperiertem Wasser.

    Ab März sollten Fuchsien wöchentlich gedüngt werden. Für eine kräftige Blüte eignet sich kalibetonter Dünger in moderater Dosierung. Wenn die Erde trocken ist, feuchtet man sie zunächst etwas an und gibt dann erst Dünger in das Gießwasser.

    Dahlien im Beet – richtig pflegen und attraktiv kombinieren

    Wir geben Tipps zur Beetgestaltung mit der vielfältigen ehemaligen Bauerngartenblume

    Blumen im Garten werden mit Gießkanne begossen
    gartenarbeit - blumengießen © emmi - www.fotolia.de

    Dahlien begeistern mit einer Fülle an Farben und Blütenformen. Kein Wunder also, dass Hobbygärtner die ehemalige Bauerngartenblume neu entdeckt haben. Die Farb- und Formvielfalt erlaubt vielfältige Kombinationen. Wir gegen Tipps zur Beetgestaltung und erklären, welche Pflanzpartner gut zur Dahlie passen.

    Ursprünglich stammt die Dahlie aus Südamerika. Spanische Seefahrer brachten die Knollenpflanze schon vor 500 Jahren von ihren Mexiko-Reisen mit. Seitdem haben Züchter eine beeindruckende Vielfalt an Sorten geschaffen. Wer ein Beet mit Dahlien gestalten möchte, hat also die Qual der Wahl.

    Beliebte Züchtungen

    Ob einfarbig oder gemustert, gefüllt oder ungefüllt – die Auswahl an Dahliensorten ist riesig. Einfachblühende Dahlien ähneln am ehesten der Wildform und blühen weniger üppig als gefüllte Sorten wie die Seerosen-Dahlie.

    Dafür werden ihre Blüten nicht so schwer und neigen daher weniger zum Abknicken. Besonders schöne Solitäre sind Pompon-Dahlien mit ihren kügelförmigen Blüten oder Kaktus-Dahlien, deren Blütenblätter wie Stachel abstehen.

    Attraktive Begleiter

    Dahlien lieben sonnige Standorte mit nährstoffreichem Boden. Passende Begleiter lassen sich deshalb leicht finden. Die eigentliche Aufgabe bei der Beetgestaltung besteht darin, ein attraktives Farbthema zu wählen. Statt verschiedenste Farben bunt zu würfeln, empfiehlt es sich, verwandte Farbtöne zu kombinieren. Etwa ein harmonisches Bild aus

    • rosa Lobelien und
    • violetten Pompon-Dahlien.

    Oder man mischt Komplementärfarben wie

    Der Kontrast wirkt spannend, kann aber auch ein unruhiges Bild erzeugen. Die dritte Alternative besteht darin, ein bis zwei Dahliensorten mit Ziergräsern zu kombinieren. Für den Hintergrund eignen sich höhere Gräser wie das Chinaschilf, zwischen den Blüten setzt die niedrigere Rutenhirse schöne Akzente.

    Außergewöhnliche Idee: statt Ziergräser kann man als Farbkontrast auch grünes Ziergemüse einsetzen.

    Richtig pflegen

    Ganz ohne Pflege kommt das Dahlienbeet nicht aus. Schäden durch Wind kann man vermeiden, indem man die Blumen durch eine Beeteinfassung stabilisiert. Geeignet sind etwas Staudensonnenblumen, aber auch eine Buchsbaumhecke stützt die empfindlichen Stängel. Außerdem sollte man welkende Blüten zügig abschneiden. Sonst kleben die herabfallenden Blüten an den Blättern fest.

    Zierpflanzen anbauen und richtig pflegen

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    Quellenangaben

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    • Bildnachweis: violet field #2 © Piotr Ligeza - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Narzissen © WernerHilpert - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: blue iris with white copy-space © Laura Clay-Ballard - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Vergissmeinnicht © Lehmann - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: sonnenblumen frau © Jörg Jahn - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Bachnelkenwurz, Geum rivale © emer - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Rose im Regen © Hanae Yamashita - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: red flowers © Patrizia Tilly - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Dutch children in tulip field © famveldman - www.fotolia.de
    • Bildnachweis: Gardening © Elenathewise - www.fotolia.de
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    • Bildnachweis: Composition with bouquet of flowers © monticellllo - www.fotolia.de

    Autor:

    Paradisi-Redaktion - Artikel vom (zuletzt überarbeitet am )

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