3. Mai 2010
Muss ein Rasen überhaupt vertikutiert werden? Wenn ja, in welchem Abstand sollte dies geschehen? Ist das nicht nur wieder eine unnötige Erfindung der Baumärkte?
Fragen über Fragen. Zu kaum einem Gartenthema gibt es so viele unterschiedliche Meinungen, wie zum "richtigen" Vertikutieren. Die ganz hart gesottenen Verfechter des Vertikutierens schwören darauf, dass ein Rasen nur dann gesund bleiben und kräftig wachsen kann, wenn er mindestens zweimal im Jahr vertikutiert wird. Dabei wird die Erde mit einem speziellen Gerät aufgelockert und angestochen, so dass sie mehr Sauerstoff aufnehmen kann. Oberstes Ziel dabei ist es, die Erde gut zu lockern, die Wurzeln des Grases dabei aber nicht zu beschädigen oder herauszureißen. Dazu benötigt es etwas Fingerspitzengefühl und vor allem viel Erfahrung.
Vertikutiergeräte oder -maschinen funktionieren meist nach dem selben einfachen Prinzip: Eine große Stachelradwalze wird - ähnlich einem Rasenmäher - über den Rasen gezogen. Der Antrieb der Walze kann elektrisch oder von Hand erfolgen.
Viele Gartenbesitzer nennen ein Vertikutiergerät ihr Eigen, das sie viele Jahre lang begleitet. Um eine hohe Lebensdauer zu gewährleisten, muss das Gerät regelmäßig zur Inspektion gebracht oder selber überholt werden. Nicht Jedermann erfreut sich jedoch an dieser Tätigkeit. Zumal eine umfassende Inspektion mitunter kostspieliger sein kann als eine Tagesmiete des Geräts.
Wer sein Vertikutiergerät mieten möchte, der kann dies in den meisten Baumärkten gegen einen kleinen Betrag tun. Allerdings sollte dabei bedacht werden, dass in den Hauptnutzungszeiten - im Frühjahr und im Herbst - mitunter längere Wartelisten für die Geräte bestehen. Man sollte sich also rechtzeitig anmelden. Das Abholen und Zurückbringen der Maschine wird von vielen Kunden als lästige Zeitverschwendung empfunden.
Wer also seinen Rasen tatsächlich häufiger vertikutieren möchte und zur Not auch selbst mit kleineren technischen Schwierigkeiten und Reparaturen fertig wird, für den kann sich die Anschaffung eines privaten Geräts also durchaus auszahlen. Auch die Quadratmeterzahl der zu bearbeitenden Rasenfläche spielt eine Rolle. Bei kleinerer Fläche kann man schon einmal mit einem etwas altmodischeren und weniger leistungsfähigen Gerät arbeiten, das gute Dienste tut. Während man bei einer sehr großen Rasenfläche doch auch entsprechenden Wert auf die Leistungsfähigkeit des Geräts legen wird.
Leihgeräte sind oft aus der neuesten Gerätegeneration, da sie von den verleihenden Baumärkten auch gezielt als Werbeaktion für den Verkauf von Neugeräten genutzt werden. Wer ein Gerät ausleiht, der kann also davon ausgehen, ein neues, technisch top aktuelles und vor allem gut gewartetes Gerät zu erhalten.
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